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Inhalte mit der höchsten Reputation seit 09.03.2026 in Beiträge anzeigen

  1. Dieser Prophet tut halt immer so erfahren und fortgeschritten, aber keins seiner Videos (zumindest die ich bisher gesehen habe) ist wirklich inhaltlich gut. Und in den Kommentaren merkt man auch dass er sich selbst für unfehlbar hält und mit Widerworten überhaupt nicht umgehen kann.
    11 Punkte
  2. Das ganze war schon recht Amateurhaft. Sowas wie Laufkontrolle sollte jedem bewusst sein. Ein "Waffensachverständiger" und "Sanitäter bei der Divison Spezielle Operationen" erkennt einen Versager nicht und handelt nicht entsprechend.
    11 Punkte
  3. Kann ich nur bestätigen. Als mein Kumpel aus ISAF Tagen, ein US LTC, mich zu seiner Retirement Ceremony nach Detroit eingeladen hat gab mir mein Chief of Staff im Korps (war da auf einer längeren RDL), ein holländischer BG, eine NATO Travel Order und ich bin dann, zwar auf eigene Kosten aber in Uniform, gereist. Ging schon im United Airline Flieger los. Die Stewardes: geben Sie mir Ihre Jacke, ich hänge sie in meinen Spind. Und in Charlotte die TSA: thank you for your service, follow me to the priority lane. Das gleiche von wildfremden Menschen in der Halle. Beim nächsten Boarding: erst Soldaten in in Uniform, dann Platin Card, dann Gold Card. Beim Rückflug bin ich 23 Stunden in Dallas gestrandet. Die USO, welche Truppen betreut, hatte dort 2 Lounges mit Schlafkabinen, freiem Essen und Trinken, WIFI und jeder Menge interessante Gespräche.
    11 Punkte
  4. Ich sehe das im Kern ähnlich, nur läuft die Diskussion aus meiner Sicht an der entscheidenden Stelle vorbei. Mehr Wehrkraft entsteht nicht dadurch, dass Reservisten privat bewaffnet werden oder man ihnen über den Umweg Schießsport irgendwelche Sonderrechte verschafft. Wehrkraft entsteht durch Auftrag, Ausbildung, Einplanung, Material und regelmäßiges Üben. Also durch ein funktionierendes System. Nicht durch Symbolpolitik. Natürlich kann ziviler Schießsport helfen, Fähigkeiten zu erhalten. Keine Frage. Aber zwischen „einer kann schießen“ und „einer ist militärisch sinnvoll einsetzbar“ liegt eben noch einiges dazwischen. Führung, Abläufe, Belastbarkeit, Einbindung, Wiederholung. Genau daran hängt es am Ende. Und genau deshalb glaube ich auch nicht, dass wir in Deutschland auf absehbare Zeit Modelle sehen werden, bei denen Reservisten zuhause militärische Waffen oder vergleichbare Konstrukte im Schrank haben. Dafür ist die politische, rechtliche und gesellschaftliche Lage hier schlicht eine ganz andere. Man redet zwar gern über Wehrhaftigkeit, aber sobald es konkret wird, kneifen viele. Wenn man die Reserve wirklich stärken will, dann ganz altmodisch und ohne Nebelkerzen: mehr Beorderungen, mehr sinnvolle DVag, mehr Schießtage, mehr Material, mehr Verlässlichkeit. Dann wird auch ein Schuh draus. Der private Waffenschrank macht keine belastbare Reserve. Eine vernünftig organisierte Reserve dagegen schon.
    11 Punkte
  5. Chuck Norris ist nicht gestorben, er ist einfach so in den Himmel gegangen. RIP
    11 Punkte
  6. Reißerische Aufmachung hin, "Inkompetenz" her - ich freue mich über die allermeisten deutschen Videos. Erst einmal finde ich die Info gut, dass es da wohl Probleme mit gewissen Chargen von Magtech gibt. Und wenn Fehler gemacht werden, kann man gerne darüber diskutieren und profitiert dann zusätzlich davon. Aber warum muss der Youtuber dann verächtlich gemacht werden?
    10 Punkte
  7. Verteidigungsbereitschaft faengt im Kopf an. Wenn der Soldat in der Gesellschaft nicht geachtet und gewuerdigt wird, wird auch ein Reservistenprogramm wenn man denn finanzielle Anreize bieten wuerde nicht sehr viel schaffen. Als Wehrpflichtiger hatte ich 1978 DM 6,50 am Tag bekommen und eine Freifahrt nach Hause im Monat. Das Ansehen der Soldaten, die in Gruppen am Wochenende laut in den Bahnen nach Hause gefahren sind, war in der Bevoelkerung nicht sehr gut. Als Reservist ist der Wochenenddienst, oder Schulungen am Abend nicht verguetet. Ein Reservist bekommt hier als Gefreiter im Schnitt $4,300 im Jahr fuer seine Wocheenddienste. Zaehlt nach 20 Jahren zur Rente dazu. Niemand hat meinem Grossvater fuer seinen Dienst in Verdun gedankt, niemand meinem Vater der vor Smolensk das silberne Verwundetenabzeichen verliehen bekommen hatte und niemand hat mir in Deutschland gedankt. Wenn ich hier in den USA erwaehne, dass ich Soldat in der NATO war, dankt man mir und viele grosse Corporations geben Soldaten 5 bis 10% Rabatt beim Einkauf. Vor den gleichen Laeden gibt es Sonderparkplaetze fuer Veteranen. In Deutschland muss sich in den Koepfen etwas aendern. Ein paar Reservisten die in der Freizeit Schiessausbildung machen, werden keinen nennenswerten Unterschied in der Verteidigungsbereitschaft machen - gerade wohl beim Drohnenangriff nicht.
    10 Punkte
  8. Geht es auch noch eine Spur undramatischer? Jede Qualitätskontrolle hat eine gewisse Fehlerwahrscheinlichkeit. Multipliziert man diese mit der Zahl der hergestellten Patronen, dann erhält man die Zahl der fehlerhaften Patronen, die „durchschlüpfen“. Eine Produktion mit Null-Fehler existiert nicht. Grüße Stefan
    9 Punkte
  9. Ich denke durchaus auch, dass Respekt und Wertschätzung für die Dienstleistenden ein oft unterschätzter Baustein in der Frage der Erтüchtigung der Wehrfähigkeit ist – sowohl im Hinblick auf die Personalgewinnung als auch die bewusste und unbewusste Motivation, mit der der Dienst von den Aktiven tatsächlich geleistet wird. Und genau deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf diesen Vergleich. Aber man muss bei dem oft bemühten Vergleich zwischen den USA und Deutschland (Europa) auch ehrlich sein: Die gesellschaftliche Haltung in den USA gegenüber ihrem Militär spiegelt eine ganz andere institutionelle und historische Realität wider. Die US-Streitkräfte sind seit Jahrzehnten dauerhaft in echte Kampfhandlungen eingebunden – Korea, Vietnam, Golf, Irak, Afghanistan – mit Hunderttausenden Gefallenen, Schwerverwundeten, Amputierten und Veteranen mit chronischen PTSD-Erkrankungen. Das „Thank you for your service“ ist historisch gewachsen aus einem kollektiven Schuldgefühl gegenüber Vietnamveteranen, die damals beschämt und ignoriert heimkamen. Das hat sich tief ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt. Die Lebensrealität eines US-Soldaten im Einsatz war und ist eine andere: monatelange Rotationen in aktive Kampfgebiete, echtes Gefechtsrisiko von Tag 1, IEDs, Hinterhalte, Verluste im eigenen Squad. Wer nach Hause kommt, hat oft Kameraden verloren oder ist selbst verwundet zurückgekehrt. Dazu kommt jahrelange Trennung von der Familie, oft mehrere Deployments hintereinander – mit dem realen Risiko, nicht wiederzukommen. Und hier ist der entscheidende Punkt: Das trifft auf die Bundeswehr als Institution schlicht nicht in vergleichbarem Maße zu – und das ist keine Kritik, sondern eine nüchterne Feststellung. Die Bundeswehr war über Jahrzehnte verfassungsrechtlich und strukturell eine reine Territorialverteidigung, ohne Auslandseinsatz mit Kampfauftrag. Ja, es gibt seit dem Afghanistaneinsatz ab 2002 Bundeswehrsoldaten, die unter echtem Gefechtsrisiko gedient haben, die Kameraden verloren haben, die mit Verwundungen oder Traumata heimgekehrt sind – und diesen Männern und Frauen gebührt selbstverständlich derselbe Respekt wie jedem Kampfveteranen weltweit. Aber das ist, gemessen an der Gesamtzahl aller Bundeswehrsoldaten über die Jahrzehnte, eine verhältnismäßig kleine Gruppe, und diese Erfahrung ist für die Bundeswehr erst seit wenigen Jahren überhaupt Realität. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 1950 hat die Bundeswehr bei Kampfhandlungen und Anschlägen 37 Gefallene zu beklagen – etwa doppelt so viele kamen zusätzlich durch Unfälle während der Auslandseinsätze ums Leben. Die USA verzeichnen seit 1950 rund 105.000 Gefallene in Kampfeinsätzen. Wenn man heute 100 junge Menschen nach ihren Assoziationen mit der Bundeswehr fragt, denken 99 davon an Großonkel Rüdiger, der zum x-ten Mal erzählt, wie er während seiner W18 auf der Stube mit den Kameraden um die Wette gesoffen hat. Nicht an den ebenso realen Soldaten, der in demselben Alter wie sie jetzt in Afghanistan während aktiven Beschusses unter Einsatz seines eigenen Lebens schwerverletzte Kameraden in die Deckung gezogen hat – und noch heute an den körperlichen und seelischen Folgen trägt. In den USA hingegen gibt es kaum eine Familie, die nicht irgendjemanden kennt, der deployed war. Das prägt eine ganze Gesellschaft anders. Die gesellschaftliche Wertschätzung wächst aus diesem kollektiven Bewusstsein für das persönliche Opfer – und das lässt sich nicht einfach übertragen, wenn die institutionelle Geschichte eine so grundlegend andere ist.
    9 Punkte
  10. Ich weiß nicht wo Du herkommst- das spielt auch garkeine Rolle. Meiner MEinung nach ist hier in D jeder willkommen der sich eingliedert. Es war aber doch DEIN Wunsch hier zu leben, und man hat Dich hier einreisen und leben lassen.... Nun der Spruch, den jeder von mir zu hören bekommt der danach fragt : Wenn es hier so scheiße ist ? Warum bist DU dann hier ? Ich habe auch im AUsland gelebt und fand das Anfangs toll, das ist 35 Jahre her, Irgendwann war die KOhle alle und ich mußte zurück, und denke immer wieder drüber nach wieder zu gehen. Aber wann immer ich darüber nachdenke, kommt dabei heraus - sooo schlecht ist das hier garnicht, und Steuern zahlen muss man überall. In dem einen Land weniger im anderen mehr, dafür hat man meistens auch mehr Ansprüche.
    9 Punkte
  11. Naja......man könnte auch sagen dass du dem Land was dich aufgenommen hat was schuldest! Wie gesagt, könnte man.
    9 Punkte
  12. "Sachverständiger" sein um zu wissen dass nichts davon stimmt, weil es bei weitem nicht das erste Mal vorkommt, und jede Marke hat das bisher überlebt. Aber natürlich kann man dann kein reißerisches Video für ahnungsloses Clickvieh draus machen.
    8 Punkte
  13. Man könnte jetzt ja mal eine Risikoanalyse machen, was für "Tactical Dad" eher zutreffen könnte. So ganz offen und schonungslos, ohne "wünsch dir was". 1. Im Feuergefecht mit ISIS oder einem mexikanischen Kartell unterliegen, weil man eine Störung nicht in Sekunden behebt. 2. Sich auf einem Schießstand in Deutschland verletzten, weil man einen Zündversager im falschen Moment sofort rausrepetiert oder einen Laufstecker nicht mitbekommt. Ich glaube das Ergebnis des Analyse wäre wesentlich uncooler, als sich TD und Fanbubble wünschen
    8 Punkte
  14. Tja, da könnte man ganze Romane zu schreiben - und die würden den gleichen Impact haben, wie wenn man "Sachbuch" drüber schreiben würde... Nämlich keinen. Der VdB-Chef hat das in irgendeinem der vielen Interviews mal genauer erklärt: Im Grunde geht es bei diesem Vorschlag um eine Entbürokratisierung. Dahinter steht so weit ich mich erinnere die Idee, dass die Person keine andere wird, wenn sie eine Uniform an oder auszieht. Und dann kann sie auch ein ähnliches Gewehr im Schrank stehen haben und damit in der Freizeit die Fertigkeiten üben und erhalten. Da würde ich sagen: Klar, warum auch nicht? Dass dann natürlich die Kasse klingelt, wird auch so sein. Ist aber in meinen Augen kein Hinderungsgrund. Zum großen und ganzen Rest: Was hier in Deutschland immer noch fehlt, ist die zur Bedrohungslage passende Mentalität. Oliver Kahn hat es mal in einem berühmten Zitat anders ausgedrückt. Ich denke nicht, dass Schützenvereine über die Trainingsmöglichkeiten viel zum Reservistendasein beitragen können. Wobei das immerhin auch schon was ist und wie hier öfter geschrieben wurde, durchaus auch ein Asset ist. Aber was man von oben beitragen könnte, ist die Schützenvereine in eine Position zu bringen, in der sie nicht wegen der Waffen mental verteufelt sonder gebraucht werden und sie damit (auch) ein Türöffner werden, für Leute, die sich mit Waffen auskennen und beschäftigen wollen. Und die gehen dann anschließend in die Reserve, direkt ins Militär oder auch in die Waffenindustrie. Ich weiß ja nicht, ob sowas vier Jahre nach Beginn des Ukrainekrieges zu viel erwartet ist. Aber andererseits sehe ich auch sonst wenig Fortschritt in diesem ganzen Themenkomplex, außer dass sehr viele sehr viel dazu zu sagen haben. Wenige Tage bevor Pistorius Verteidigungsminister wurde, hat er Faser's Pläne, das AR-15 zu verbieten, noch unterstützt. Wenige Tage, nachdem er Verteidigungsminister wurde, hat er laut gesagt, er braucht jeden. Tja, wenn er jeden braucht, dann soll er besser mal nicht die vergraulen, die noch am ehesten zu diesem Land halten. In der Zwischenzeit wurde uns sogar das Schweizer Taschenmesser im Bus verboten. Eine YouTube-Berühmtheit wurde die Frau zum Ludwigshafener Weihnachtsmarkt am Crepes-Stand, die ganz hinten ganz unten in ihrer Handtasche ein kleines Schweizer Taschenmesser hatte. Und in Darmstadt hat man mit vielen Polizisten Trams umstellt, damit bloß keiner abhauen konnte und dann kleine Schüler gefragt, ob sie ihre Bastelschere dabei haben. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber so wird das nix... Wenn die Mentalität mal da sein sollte, dann finden die Lösungen von alleine ihren Weg.
    8 Punkte
  15. Wie schnell würde wohl der Angriffswille nachlassen, wenn 50-100% der Eindringlinge in der Kiste zurückkommen und sich diese Tatsache herumspricht?! Oder anders ausgedrückt, warum sollte ich dasitzen und darauf warten zusammen mit meiner Familie von diesen Eindringlingen umgelegt zu werden, wenn ich zumindest davor noch ein paar von denen bzw. so viele wie möglich mitnehmen kann?
    8 Punkte
  16. Ich verfolge den Tread jetzt auch schon seitdem er gestartet ist da ich mich selbst auch noch als Anfänger bzw. eher unerfahrenen Schützen betrachte. Auch wenn ich bei lokalen LVL1+2 Matches schon Overall und über alle Divisions hinweg den ersten Platz geholt habe. Bei den Lvl. 3 Matches hatte ich schon den einen oder anderen "Glanzmoment" wo ich auf der einen oder anderen Stage nen besseren HF als so mancher Top-Schütze hatte, aber für die oberen 10% hat es noch nicht gereicht. ipscelo.com hält einem da ganz gut den realistischen Spiegel vor (ab dem dritten Lvl. 3 Match taucht man dort automatisch auf), aktuell C-Class, also nichts besonderes. Kurz zu meiner "Vita" im Kontext mit der Pistole, einen echten "Mentor" hatte ich so gesehen nie: -Ende 2024: CZ P-10F gebraucht gekauft, hauptsächlich Fallscheibe geschossen, Steiner MPS draufbauen lassen -März 2025 Dynamic Pistol 1-3 bei Hardtask -> 3 Tage mit je 8h unterwegs mit der Pistole im Holster ist halt doch was anderes als immer mit offenem Verschluss auf dem Tisch abgelegt. Wird bei den deutschen Sportschützen gerne als "Rambo-training" abgetan und eher belächelt, aber ich habe da sehr viel mitgenommen, insbesonere bezüglich Routine und sicherer Waffenhandhabung. Da war ich dann später das eine oder andere mal derjenige der hätte belächeln können... -April 2025: Erste Teilnahme bei einem IPSC-Training mit einer in einer Indoor-Anlage eingemieteten Gruppe von IPSC-Schützen inkl. RO's, danach 1x im Monat regelmäßiges Training dort, Start von regelmäßigem Trockentraining -September 2025 SuRT, Umstieg auf BUL Tac Comp / Open Division -November 2025 erstes Match (Lvl.1 Beginnersmatch) mit Platz 1 in der Open / Platz 3 über alle Divisions inkl. RO's -Bisher insgesamt 8 Pistol-Matches geschossen, davon drei Lvl. 3 Was mir hier in diesem Fred massiv ins Auge sticht ist dass man sich über Auslegung des Regelwerks und Equipment sowie Tuningteile auslässt, aber so garkein wirkliches Wort über die wichtigen Themen: -Basics -Trockentraining / Trainingsroutine / selbst "pushen" beim Training -eigene Fehler / Schwächen erkennen / sich selbst hinterfragen - diese Dinge nach einem Match notieren und im Trockentraining/Live Fire Training isoliert abstellen -wo kann ich Zeit einsparen? <-- das wichtigste beim IPSC Ich bin der Meinung dass man hier in der Zielrichtung dieses Threads irgendwo falsch abgebogen ist, daher der Versuch das doch irgendwo wieder in die richtige Richtung zu bringen. Fehler wie die Sache mit dem 15-Schuss-Magazin gegen den geschlossenen Verschluss versemmeln oder dass der Magazinauslöseknopf flöten geht und die Waffe dann in eine unsichere Richtung zeigt sind für mich ein Signal dafür dass man sich nicht in Ruhe, zu Hause, mit aller Zeit der Welt, mal intensiv mit seinem Equipment auseinandergesetzt hat oder diverse Szenarien einfach mal trocken durchgeübt hat. Ich urteile hier nicht, ich analysiere nur! 1.Basics/Trainingsequipment: -Die Anordnung des Equipments ist eindeutig im Regelwerk festgehalten, hier gibt es, wie ich auch selbst in einem anderem Thread feststellen musste, quasi keinen Spielraum. Im Zweifel mit der schlechteren Konfiguration üben und auf dem nächsten Match einen RO fragen. Wenn man sich ein neues Teil für das Equipment oder für die Waffe kauft --> Funktionsprüfung und trocken damit arbeiten! Niemals auf ein Match fahren und Equipment verwenden das man vorher noch nicht ausgiebig getestet hat! -Die sichere Handhabung der Waffe: Fängt bei mir schon damit an dass man jedes mal wenn man die Waffe in die Hand nimmt zuerst eine Ladekontrolle durchführt um sicherzugehen dass die Pistole entladen ist. Auch wenn Du diese zu Hause aus dem Schrank nimmst, auch wenn Du sie vor dem putzen nur mal kurz abgelegt hast weil Du mal pinkeln musst. Das sollte meiner Meinung nach IMMER passieren und schon ein Reflex sein. KEINE scharfe Munition in der Nähe der Waffe zu Hause. Nache einem Schießstandbesuch alle Magazine nochmal kontrollieren und ggf. entleeren, Munition in den Munitionsschrank oder Tresor. -Dummy-Patronen farblich markieren und bewusst offen aufbewahren, nicht im Munitionsschrank oder Waffenschrank, dann kann man nichts durcheinanderbringen. Ich habe mir hier von einem Kollegen der Wiederlader ist leere, gebrauchte Hülsen mit neuen Geschossen OHNE Pulver und Zündhütchen pressen lassen, diese farblich markiert, mit diesen führe ich auch mein Trockentraining durch. Die sind in einem dieser Kunststoffspritzlinge aus den Munitionsschachteln mit dem Boden nach oben aufbewahrt, das ganze liegt bei mir offen auf dem Schreibtisch neben meinem Arbeitsplatz. Weshalb diese nicht-scharfen Patronen und keine Dummys aus Kunststoff? Realistisches Gewicht des Magazins sowie die Möglichkeit Störungsbeseitigungen mit heiss geschossener Pistole auf dem Schießstand trainieren zu können. Das mit dem realistischen Gewicht kommt bei mir in der Open nochmal mehr zum tragen da ich in D mit 20 Schuss im Magazin an den Start gehe, im Ausland demnächst mit mindesten 26. Speziell beim Draw und auch bei Transitions macht es aus meiner Sicht schon einen Unterschied ob man den mit leerer Waffe trainiert oder mit gefülltem Magazin. -Trainingsmagazine aus Kunststoff von DAA, diese Lilanen mit dem roten Follower. 2-3 Stück können nicht Schaden um reloads zu üben. Fallen gelassen wir das Trainingsmagazin, das echte wird nachgeladen. -Timer-App auf dem Handy, ich habe hier die PAR-Timer App (rotes Symbol mit weisser Schrift und Zielkreis). Eigentlich das wichtigste Instrument für erfolgreiches Trockentraining! Ich gehe mittlerweile sogar soweit und sage dass Trockentraining ohne Timer keinen Sinn ergibt. Optional auch einen der neuen Fancy Timer mit Dryfire-funktion, allerdings dient der Timer beim Dryfire aus meiner Sicht weniger dazu Zeiten zu analysieren sondern sich selbst zu pushen und unterbewusst auch an den Zeitdruck zu gewöhnen. -Dryfire-Targets sind ebenfalls essentiell, ich verwende hierfür die Micro-Targets aus Pappe, Minitargets und auch Fullsize Targets sowie Fullsize Half-targets (die in der Mitte abgeschnittenen). Zusätzlich habe ich bei mir im Flur und in Teilen der Wohnung die kleinen rechteckigen Abklebepatches mit ca. 23mm x 23mm an verschiedenen Ecken angebracht. Wenn möglich sollten die Targets auch auf unterschiedlicher Entfernung angebracht werden und nicht nur auf einer Ebene (bei mir zwischen 1m und 11m). 2. Trainingsroutine / Trockentraining Auch wenn der eine oder andere bei dem Wort "Trainingsroutine" Pickel kriegt und das ganze sehr dogmatisch anmutet: Stelle Dir selbst die Frage wohin Du möchtest / was dein eigener Anspruch bei dem Thema IPSC ist und entscheide Dich dann wie intensiv Du das ganze umsetzt. Möchtest Du nur "ein bisschen IPSC schiessen und spaß dabei haben" - absolut okay, aber auch hierfür solte man, auch unter dem Sicherheitsaspekt und der Verantwortung den anderen Personen gegenüber, ein Mindestmaß an Skill und Routine mitbringen, was zumindest gelegentliches Trockentraining mit sich bringt. Wenn Du allerdings etwas ambitionierter unterwegs bist dann kann ich Dir aus meiner Erfahrung mitteilen was zumindest für mich funktioniert hat, ich versuche das ganze mal etwas strukturierter darzustellen. Ich erhebe auch hierbei nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder absolutes Wissen! Weshalb erwähne ich das ganze Thema Trockentraining so explizit? Wenn man sich mal einen typischen Matchablauf sowie das schiessen auf einer Stage anschaut wird man in der Beobachterrolle feststellen dass sich viele kleine Puzzleteile zu einem großen ganzen zusammenfügen. Wer sich ein bisschen mit dem Thema Training auseinandersetzt wird feststellen dass dies bei ziemlich vielen Sportarten / Hobbys der Fall ist. Macht es also Sinn immer "das ganze Ding" zu trainieren oder zerlege ich mir den Ablauf in viele kleine Teile und trainiere diese isoliert? Was macht da wohl mehr Sinn? Wenn ich Schlagzeug spielen lernen möchte, fange ich dann mit dem Blastbeat wie bei Nile an oder spiele komplexes Zeug wie Animals as Leaders? Sicher nicht, step by step, und kontinuierlich steigern. Das ganze fängt auf einer IPSC-Stage an beim Start, also im Normalfall der Draw und das beschiessen des ersten Targets. Abweichend hiervon gibt es auch die Bedingungen mit Waffe unterladen und geholstert ODER Waffe und Magazine getrennt auf dem Tisch in diversen Konfigurationen. Hierbei muss ich also zuerst die Waffe nach dem Draw durchladen und kann dann das Ziel beschiessen, oder ich muss sogar erst das Magazin einführen, durchladen, und kann dann erst schiessen. Der Witz an der Sache ist dass ich diesen ganzen Schmuh bis zur Zielerfassung und dem betätigen des Anzugs zu Hause trocken trainieren kann. Frage Dich selbst hierbei einmal ob Du zehn mal hintereinander die leere, abgeschlagene Waffe mit dem Dummy-Magazin neben dran vom Tisch nehmen kannst, durchlädst und im Ziel bist... Logischerweise haben wir also in den ersten zwei bis vier Sekunden einer Stage schon reichlich "Material" mit dem wir im Trockentraining starten können. Ich gebe hierzu mal ein explizites Beispiel wie alleine dieser Vorgang im Trockentraining aussehen kann: Setup: 1x Dryfire Target, Timer-App, Gürtel angelegt, leere Magazine in den Magazintaschen, ein mit Dummys geffülltes Magazin in der Waffe, gespannt im Holster. -Übe zuerst langsam den korrekten Draw aus dem Holster, achte auf deinen Griff, insbesondere die linke Hand, und die richtige Druckverteilung der jeweiligen Hand an der Waffe. Achte darauf dass Du mit dem Stück Hand zwischen Daumen und Zeigefinger sicher und fest oben am Beavertail der Waffe "einrastest" bevor Du die Waffe aus dem Holster ziehst und die linke Hand nahe am Körper in richtung Griff führst. Dein Indexpunkt der linken Hand sollte am ersten Fingergelenk des Zeigefingers nahe am Abzugsbügel sein. Schliesse die linke Hand nun und führe die Pistole nach vorne und in richtung Ziel, achte hierbei auf einen sauberen Griff und darauf dass der Druck am Griff während des Weges nach vorne von der rechten Hand auf die linke Hand übergeht. Versuche die Pistole so hochzuführen dass der Dot immer im Target landet. Fortgeschrittene Version: Mach das ganze mit geschlossenen Augen, öffne diese erst wenn die Pistole in der vorderen Schussposition ist. Siehst Du den Dot? -Wenn Du diese Bewegung langsam und konstant hinbekommst, nimm nun die Timer- App zur Hand. Stell Dir eine Par-Time von 3 sekunden ein. Dein Anspruch sollte sein das ganze zehn mal hintereinander hinzubekommen und vor dem Schluss-Piep mit dem Red Dot im Ziel zu sein. -Zeitaufwand in der ersten Session: 15-20 minuten -Bei der zweiten Session am nächsten Tag machst Du die Bewegung maximal 10 mal langsam, danach kommt wieder die 3-Sekunden-Par-Time für zehn Wiederholungen, danach geht es in 0,2-Sekunden Schritten abwärts mit der Zeit. Mach pro 0,2er Schritt fünf Draws. Wenn Du nur noch einen von den fünf Draws hinbekommst, stelle 0,1 Sekunden hoch und versuche das mindestens fünf mal hintereinander hinzubekommen. Hinterfrage deinen Griff ab und zu mal, also greifst Du die Waffe nach der 30. Wiederholung immer noch so fest dass Du jetzt auch einen echten Schuss abgeben könntest? Jetzt bist Du so langsam in dem Bereich in welchem Du anfängst Dich zu pushen! -Auch hier wieder: Zeitaufwand maximal 20 minuten! -Dritter Tag: Fange direkt mit der PAR-Time vom Vortag an. Kein aufwärmen, keine langsame Probe. Du bist gefühlt nun auf der ersten Stage des Matches und musst jetzt eine gute Kaltstart-Performance hinlegen! Du wirst merken dass Du zwar schon deutlich schneller als am ersten Tag bist, aber die gute Zeit vom Vortag wird eher schwierig werden. Versuche den Draw so hinzubekommen dass Du wieder mindestens fünf mal hintereinander dieselbe Bestzeit hinbekommst. Wenn Du merkst dass das ganze auch zehnmal hintereinander klappt, dann steigere den Zeitdruck wieder um 0,1 Sekunden. Für nen Standard-Draw sind 1,2 Sekunden heutzutage keine besonderheit mehr, ich persönlich ziele im Training immer auf Draws unter 1.0 Sekunden, gnaz normales Kydex-Holster. Nach einer Woche gehst Du nun her und übst den ganzen Ablauf mit der unterladenen Pistole, also auch hier wieder langsam den Bewegungsablauf ins Kleinhirn eintrainieren, danach zügig dazu übergehen dich selbst zu pushen. Exerimentiere langsam damit ob es mehr Sinn macht den Schlitten hinten an der Optik zum durchladen zu greifen oder ob Du eine flüssigere Bewegung hinbekommst wenn Du den Schlitten an den vorderen Serrations durchrepetierst. Bei letzterem kann die Supporthand meist flüssiger zum Griff wandern als wie wenn diese irgendwo freihändig weit hinter der Pistole rumbaumelt. Nach einer weiteren Woche übst Du nun das ganze mit Pistole und Magazin getrennt auf dem Tisch. Experimentier auch hierbei zuerst wieder wie das Magazin am besten ausgerichtet ist und auf welcher Seite es liegt um einen Bewegungsablauf so einfach und flüssig wie möglich hinzubekommen. Versuche beim greifen der Pistole von anfang an einen sauberen Griff zu bekommen sodass Du nicht nachjustieren musst oder dein Index falsch ist. Wiederhole auch mal wieder den Standard-Draw und Unterladen. Diese Drills sind keine Dinge die man "abhakt" sondern sollten immer wieder mal in die Trainingsroutine eingebaut werden. Versuche dass Du täglich 10-20min Dryfire in deinem Tagesablauf einbauen kannst. Diese aber fokussiert und selbstkritisch! Wenn Dir nach den 20 Minuten die Hand nicht etwas weh tut machst Du was falsch Wenn Du nun wieder auf der Schiessanlage bist übst Du das ganze am besten nochmal direkt auf dem Stand 5-10 mal trocken, danach wird die Waffe im scharfen Schuss bedient. Spätestens nachdem der erste Schuss gefallen ist wirst Du übrigens auch direkt merken ob dein Griff an der Waffe ausreichend und korrekt ist. Nimm nen Timer mit zum Training und analysiere jeweils die Zeiten die Du: -Sicher und konstant schaffst -->Das ist das Tempo das Du auch in Matches vorlegen solltest, pushe Dich im Training, aber nicht auf nem Match! -maximal pushy erreichst --> Das ist die Zeit die Du für Dich persönlich im Training als Maßstab setzen solltest. Hier ist es ähnlich wie beim Gewicht heben: Wenn Du immer nur mit demselbsen Gewicht trainierst und Dich nicht steigerst wirst Du auch keinen Progress sehen und auf der Stelle tappen. Wenn Du aber auf einem Wettbewerb bist solltest Du nie an das maximum ran gehen! Generell gilt: Je höher dein maximalbereich, desto höher ist auch deine "Komfortzone"! Du siehst nun dass wir bei den ersten 2-4 Sekunden einer Stage bei enorm viel Trainingspotential angekommen sind. Das mag auf den ersten Blick zwar etwas "erschlagen", aber Du wirst ziemlich schnell feststellen dass Du selbst sehr schnell sehr viel besser wirst. Und unterm Strich sind es nur 10-20 min täglich die Du hierfür investieren musst. Über den Draw und die verschiedenen Startpositionen heraus kommen jetzt natürlich auch so Sachen wie Magazinwechsel, Transitions von Targets, unterschiedliche Distanzen von Targets etc. Wenn ich das jetzt alles explizit aufschreibe sitze ich heute Abend noch am Rechner. Hierzu muss man natürlich auch sagen dass es mittlerweile eine schier unendliche Fülle an kostenlosen Trainingsvideos gibt, aus dem deutschsprachigen Raum empfinde ich die Videos von Greyground schon als einen recht guten Startpunkt, für diejenigen die Enlisch sprechen kann ich die Kanäle von Ben Stoeger, Hwansik Kim und Rob Epifania empfehlen. Darüber hinaus kann ich auch das Buch "Baseline Dryfire" von Ben Stoeger sehr empfehlen, hat mir persönlich auch nochmal einige Schwächen aufgezeigt und mir richtig was gebracht. Am Ende vom Tag bringt das viel mehr als sich wegen irgendwelcher Tuningteile stundenlang den Kopf zu zerbrechen. Generell noch ein paar Tips von mir zum Thema Training auf dem Stand: Ich habe es bei diversen IPSC-Trainingsgruppen häufig erlebt dass man zuerst eine Stage aufbaut, dann wird diese Stage 4-6 mal geschossen, der RO stoppt die Zeit und danach wird abgeklebt und man sagt das scoring zwar an, aber eine App zur Auswertung wird eher selten benutzt. Dann macht man denselben Stageaufbau mal Strong Hand only, dann mal weak hand only, und das wars dann so ziemlich. Man ist halt dabei und hat ein paar Schuss abgegeben, aber wirklich effektiv ist das ganze am ende vom Tag halt auch nicht. Die Zeit und das Geld kann man allerdings auch effektiver nutzen. Ich persönlich versuche beim IPSC-Training immer das Scoring inklusive Hitfaktor berechnen durchzuführen (App: Simple Scoring IPSC, blaues Logo auf weissem Hintergrund), auch für mich mental versuche ich unterschiedliche herangehensweisen unterzubringen: -Erste Runde: Fokussiert, leichter Fokus auf Alphas, keine Mikes, keine No-Shoots, reloads sauber während dem laufen umsetzen, standing reloads absolut vermeiden. Zügig, aber sicher durch den Parcour, ähnlich wie auf einem Match. Trainiert zudem auch die Kaltstart-Performance und zeigt einem direkt ob man an der einen oder anderen Stelle einen Fehler gemacht hat. --> Der erste Stagedurchlauf des Tages muss sich immer wie ein Match anfühlen! -Zweite Runde: Falls in der ersten Runde Fehler aufgetaucht sind, Fokus darauf diese abzustellen, falls fehlerfrei geht es direkt in die -Dritte Runde: Pushen, pushen, pushen! Bei dem dritten Durchlauf versuche ich wirklich mich zu pushen, schnellere Zielerfassung, schnellere Doppelschüsse, richtig Gas geben! --> hier sind wir natürlich wieder beim Thema mit dem Progress, nur wer sich selbst pusht wird auch weiterkommen. Eventuell fällt Dir hierbei auch auf dass Du auf den nahen Targets trotz extrem hohem Tempo doch Doppel-Alphas hast, eventuell kann man hiervon Erkenntnisse gewinnen und dieses schnellere beschiessen zur Gewohnheit machen Eventuell kann man auch solche einzelnen Parts einer Stage beim nächsten Training aufbauen und für 2-4 Durchgänge nur diesen Part üben Auch sind die dedizierten IPSC-Trainings eine sehr gute Möglichkeit die Dinge welche in einem Match vielleicht schief gelaufen sind nochmal "unter Laborbedingungen" zu analysieren und zu korrigieren. Bei mir war das beispielsweise von einer vorderen Position nach links hinten zu rennen um ein einzelnes Ziel neben einer Blende zu beschiessen. Hatte nach dem Sprint und anschliessendem rumdrehen erst mal ne komplette Sekunde gebraucht um meinen Dot wieder zu finden... Damit kommen wir auch zum nächsten Punkt: 3. Schwächen erkennen - Fehler gezielt abstellen Dieser Punkt ist meiner Meinung nach ebenfalls unterschätzt. Ich habe manchmal das Gefühl dass viele sich selbst etwas "passiv" betrachten und nicht wirklich erkennen was schief gelaufen ist, was noch trainiert werden muss oder wo eklatante schwächen sind. Frei nach dem Motto "Ajo ist halt net so gut gelaufe, schaun mer mal wies beim nächste mal wird..." Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht ein kleines Heftchen im DIN A5-Format mit aufs Match zu nehmen, wenn ich mal kurz Zeit habe skizziere ich mir den Matchaufbau und die Sache die schief / nicht so gut gelaufen ist. Ich schaue auch bei besseren Schützen sehr genau hin wie diese die Stage durchführen, und beobachte auch die anderen Schützen und sehe dort die Fehler. Wenn Du die Gelegenheit hast und bist mit einem guten Schützen in einer Squad (die Namen evtl mal kurz vorher bei ipscelo.com checken), dann schau dort genau hin und versuche Dich selbst kritisch zu hinterfragen ob Du die einzelnen Aspekte von dessen Durchgang nicht auch schaffen könntest, bzw. frage Dich was dieser Schütze nun anders gemacht hat als Du. Fange damit an auch beim Training die anderen Schützen zu beobachten, welche Fehler siehst Du? Wo könnte der Schütze noch mehr Zeit herausholen? Schau Dir die Matches von den Weltmeistern an und achte auf die Details wie beispielsweise Reloadtechnik. Hinterfrage Dich beim Trockentraining sowie bei einem Match kritisch: Habe ich das wirklich fokussiert durchgezogen? Wo habe ich Zeit verloren? Aber auch: Hier war ich heute definitiv besser und sicherer unterwegs als beim letzten Match! 4. Matchtag & speziell der Walkthrough Benutze wie bereits erwähnt nur das Equipment und die Magazine welche Du bereist im schrafen Schuss erprobt hast. Nimm Dir am Vortag nochmal 15min Zeit und überprüfe dein Equipment. Knarre geputzt? Magazine ohne Sand drin? Innen bei den Magazinkörpern nochmal dünn Öl aufgetragen sodass sich die Murmeln nicht verhaken? Sind alle Schrauben an meinen Magazinhaltern und Holster fest? Damit schaffst Du Dir selbst sicherheit in Bezug auf dein Equipment. Deine Mentale Einstellung sollte bei den ersten paar Matches sein: "Ich schaue heute mal wie mein persönlicher Leistungsstand ist" und NICHT "Heute gilt es, ich muss jetzt alles geben!!!" - Du wirst sowieso keine Presidents Medal mit nach Hause nehmen, aber Du kannst das Match als persönliches Feedback für Dich selbst nutzen um deinen Leistungsstand abzufragen. Das nimmt Dir auch mental den Druck raus und auf lange Sicht wirst Du schneller besser. Was Du natürlich nur schwer trocken üben kannst ist der Walkthrough. Ein routinierter Ablauf hilft hierbei allerdings, die verschiedenen Aspekte kann man auch der Reihe nach abarbeiten OHNE alles auf einmal zu machen. Aus mentaler Perspektive ist der Walkthrough eigentlich am wichtigsten. Du setzt Dir selbst den Weg durch die Stage und kannst dadurch deinen Fokus zum Großteil auf das beschiessen der Targets verwenden. Wenn Du anfängst nachzudenken wo Du jetzt hinmusst hast Du schon verloren. Meine persönliche Vorgehensweise hierbei ist: -1. Walkthrough: Ich schaue mir die Stage vom Startpunkt an und zähle die Targets durch. Ich versuche meinen Weg so zu wählen dass ich ohne unnötige Stops durchkomme. --> grober Fahrplan -2. Walkthrough: Ich gehe nur nochmal den Weg ab und ziele hierbei auf alle Targets. --> Verinnerlichung des Fahrplans -3. Walkthrough: Ich zähle nun die Schüsse auf dem Weg und setze mir die Reloadpunkte strategisch um Standing Reloads zu vermeiden. Wenn Swinger oder kleinere Popper in schwierigen Positionen oder weiteren Entfernungen sind zähle ich 3-4 Schuss als Makeup-Reserve dazu. Selbst wenn ich diese nicht benötige wechsle ich das Magazin an den mir selbst gesetzten Punkten. -->Verinnerlichung des Fahrplans und eine Sache zusätzlich, und zwar die Reloadpunkte -4. Walkthrough: Ich laufe den kompletten Parcour nochmal ab inklusiver Reloadpunkte --> nochmalige Verinnerlichung, gibt mir selbstbewusstsein dass die Stage gut wird. -Wenn jetzt noch Zeit ist: Ich chekce nun gerne nochmal besondere Positionen bezüglich des optimalen Standes um gut rein- und wieder rauszukommen, oder dem Auslösen von einer Blende oder irgendeinem anderen "Special Feature", falls vorhanden. Was Du insbesondere am Anfang AUF GAR KEINEN FALL machen solltest: Du hörst kurz vor ende des Walkthroughs einen anderen Schützen welchen Du als besser als Dich selbst einschätzt sagen dass ein anderer Weg durch den Parcour besser ist und änderst dann kurz vor Beginn nochmal deinen Stageplan... Rezept für Desaster, lass es und bleibe bei deinem ursprünglichen Plan, auch wenn dieser nun "schlecht" erscheint. Versuche das Gefühl zu ignorieren und halte Dich an deinen Plan. Wenn Du versuchst diesen kurz vor Beginn umzuschmeisen fängst Du auf der Stage das denken an, Du machst einen Fehler und das ganze Kartenhaus bricht ein. Ich hoffe damit haben sich so einige Fragen mal geklärt und man kann aus meinem Beitrag was mitnehmen Eventuell trägt es auch dazu bei dass man sich hier in zukunft weniger über Equipment auslässt sondern an den Skills arbeitet. Grüße Peter
    7 Punkte
  17. Frankonia geht mit dem Thema scheinbar nicht so so schlecht um wie es der taktische Papi immer wieder hinstellt! Frankonia hat ihn scheinbar direkt nach dem ersten Video angeschrieben und nachgefragt. Frankonia bittet Ihn die Munition zur Untersuchung (die dann vermutlich auch Frankonia bezahlen muss) einzusenden und er Vaddi weigert sich die Munition aus der Hand zu geben weil er unterstellt das Frankonia "Beweise vernichten" will (so klingt es zumindest in seinen Videos). Ich gehe aber eher davon aus das Frankonia "Beweise sichern" will und dann entsprechend auch Rückrufe starten könnte falls sich das bestätigt und eben auch Magtech in regress genommen wird. Er betont immer wieder das er so einen Groll gegen Frankonia hegt, das ist sein gutes recht und kann er auch gerne machen! Er sollte aber fair bleiben dabei und nicht so scheinheilig tun als würde er den Laden komplett ablehnen und dort nix kaufen. Ob er die Munition bei Frankonia direkt kauft oder zu einem Händler geht der bei Frankonia einkauft macht nur einen Unterschied: Er bezahlt zusätzlich zu Frankonia noch einen weiteren Händler... Also um Fair zu bleiben sollten wir Ihm und seinen Youtube-kanal danken das diese mutmaßlichen Qualitätsmangel die ggf. auch gefährlich werden könnten aufgedeckt wurden und vor allem auch öffentlich wurden! Genauso sollte er aber auch fair bleiben da Frankonia korrekt reagiert und sofort nach weiteren Infos fragt, die Kunden über eventuelle Probleme informiert und falls sie beweise haben (die über die Behauptungen eines Youtubers der Frankonia haßt hinausgehen) mutmaßlich auch die richtigen Konsequenzen folgen lassen werden
    7 Punkte
  18. Ach ja, wie man es richtig macht, kann man bei der Dänischen Heimwehr sehen: Die haben ein brauchbares Ausbildungskonzept und vielfältige Trainingsmöglichkeiten. Das Sturmgewehr bekommen die auch zusammen mit einem ausreichendem Munitionsvorrat mit nach Hause. Wie wertvoll solche Einheiten -selbst mit geringer Stärke- sein können, hat sich auch in der Ukraine 2022 beim Einmarsch der Russen vom Norden her gezeigt: Dort, wo sie angegriffen wurden, hatten die Russen viel weniger Zeit für Mord, Vergewaltigung und Plünderung. https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Kiew_(2022) Überall, wo die Russen keine Gegenwehr zu befürchten hatten, wurde gemordet, vergewaltigt und geplündert. https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Butscha https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverbrechen_im_Russisch-Ukrainischen_Krieg Bei den masskrierten Opfern von Butscha handelte es sich fast ausnahmslos um Unbewaffnete. Bei der Abwehr der Russischen Invasoren wurden in der Schlacht um Kiew 162 ukrainische Soldaten aber 1150 Zivilisten getötet.
    7 Punkte
  19. Also mal aus der Übungspraxis beim Gruppengefechtsschießen: Mit einer Truppe von alten Säcken (Sportschützen im VdRBw e.V.), darunter auch je einen Herz-Transplantieren, Krebs-Überlebenden und die anderen an den üblichen Altersgebrechen leidennden Kameraden haben wir sowohl bei "Gruppe in Verteidigung" als auch "Gruppe im Angriff" noch immer jede Gruppe aus aktiven Soldaten im Vergleich in Grund und Boden geschossen (Es waren aber keine besonders ausgebildeten Einheiten dabei). Für mich steht es fest, dass Soldaten mit einer guten Fertigkeit im Schießen einen gewissen Grund-Einsatzwert haben, der nicht weg zu diskutieren ist. Das entspricht einfach meiner Erfahrung. Wahr ist aber auch, daß man vor den Abruf dieser Leistung keinen 10km Gewaltmarsch setzen darf. Da dürfte es dann bei unserer Truppe doch einige Ausfälle geben. Die Ukrainer machen es im Übrigen ähnlich: Die haben auch Trupps mit erfahrenen alten Säcken, die gewiß nicht an vorderster Front eingesetzt werden aber eine Art Libero Funktion für die Rückraum-Sicherung haben und Artillerie Einheiten geben auch Front Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
    7 Punkte
  20. Ich hänge mich hier an, da es ebenfalls um ein aktuelles Problem mit 9mm von Magtech geht. Eigentlich wollte ich kein Fass aufmachen, aber die Reaktion von Frakonia hat mich doch zur Veröffentlichung überredet. Knappe Zusammenfassung Pistole wurde mit Magtech 9mm VMJ 124 gr geladen und benutzt. Plötzliche Funktionsstörung beim Schießen. Patrone wurde nicht mehr zugeführt. Nach manuellen Herausrepetieren und Betrachten der Patrone trat folgender Fehler zum Vorschein: Im Geschoss steckt ein Fremdköper aus (gehärtetem) Stahl. Dieser hat sich beim Repetierversuch in die Zuführrampe gebohrt und einen Grat aufgestellt. Folglich keine Zuführung mehr möglich. Der Waffenhersteller - Grüße und Dank für die schnelle Reparatur - konnte mir bestätigen, dass der Fremdkörper nicht von der Pistole stammt. Nach Reparatur der Rampe funktionierte die Pistole auch wieder einwandfrei. Hier die Antwort von Frankonia: Wir verstehen Ihre Sorge bezüglich des beschriebenen Splitters am Geschossmantel und möchten Ihnen versichern, dass wir höchsten Wert auf Qualität und Sicherheit legen. Magtech Patronen werden maschinell verladen und durchlaufen eine kamera- und optisch unterstützte Qualitätskontrolle, die etwaige Mängel zuverlässig erkennt. Ein Splitter, wie von Ihnen beschrieben, hätte daher das Produktionsverfahren nicht passieren können. Zudem gehen wir davon aus, dass Ihnen beim Befüllen des Magazins eine solche Unregelmäßigkeit aufgefallen wäre, da Munition beim Laden stets in die Hand genommen und angesehen wird. Aus diesen Gründen liegt die Vermutung nahe, dass die Beschädigung durch einen anderen Fremdkörper verursacht wurde. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen in diesem speziellen Fall leider keine weitere Unterstützung anbieten können. Es läuft aktuell bekanntlich eine andere Rückrufaktion für die 9mm von Magtech. Gleichzeitig wird meine Beschwerde mit Verweis auf die unfehlbare Qualitätskontrolle zurückgewiesen. "Das hätte die Kontrolle ja gar nicht passieren können..." Ich habe nicht mal eine Erstattung oder Rückgabe gefordert. Daher finde ich es unmöglich, dass der Fehler pauschal abgewiesen und auf mich geschoben wird. Das Fehlerbild ist sehr ungewöhnlich und ich sehe keine Möglichkeit als einen Produktionsfehler. Bitte berichtigt mich andernfalls.
    6 Punkte
  21. Dann hat letzterer definitiv in der Ausbildung nicht aufgepasst. Grüße Stefan
    6 Punkte
  22. Niemand hier sagt dass sowas passieren darf. Aber die Realisten wissen dass sowas immer wieder passieren wird, weil es in der realen Welt nicht vermeidbar ist.
    6 Punkte
  23. Bei allem berechtigten Groll auf Frankonia scheinen die zumindest hier ihre Pflichten als Generalimporteur ernst zu nehmen.
    6 Punkte
  24. Hab ich letztes Jahr leider nicht bemerkt. Es hat geknallt, es gab sogar einen leichte Rückstoß und als ich meine Win M92 repetierte flog auch eine leere 44 mag Hülse raus. Und die neue Patrone zündete dann. Der Lauf sah dann so aus:
    6 Punkte
  25. Und das, liebe Kinder, ist der Unterschied zwischen einem Sachverständigen und einem Influencer mit einem roten Stück Papier. Jetzt müssen nur noch die Richtigen mitlesen.
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  26. Sich selbst verteidigen - sehr gerne. Das Land verteidigen? Nenn mir mal einen Grund, warum. Die Politik selbst weigert sich, unsere Interessen und/ oder unsere Kultur zu verteidigen. Wir haben eine ganze Generation verloren, der eingeredet wurde, dass man sein Geschlecht frei wählen kann und dass Worte weh tun. Was soll man denn mit Dinkel-Dörte als Soldatin anfangen? Um als Gesellschaft verteidigungsfähig zu werden, müssten wir erst einmal sofort mit dem ganzen links-woken Mist aufhören, sonst ist eh alles egal. So ein Taliban weiss wenigstens, was eine Frau ist und Windräder will der auch nicht bauen. Ein Land, in dem es Meinungsfreiheit ist, die Fahne zu verbrennen, aber man zum rechtsradikalen Verdachtsfall wird, wenn man eine vor dem Haus aufhängt, hat es nicht verdient, verteidigt zu werden.
    6 Punkte
  27. In D zulässig, da bei uns durch die kurzen Magazine Leben gerettet werden. Woanders nimmt man halt 33er, aber wie wir wissen, rettet D. die Welt vor sich selbst. Gilt für Rifle und PCC.
    6 Punkte
  28. Er schiesst ja innerhalb einer Schiesstätte, aber entgegen der Abnahme. Wer viel fragt, geht viel irr. Ist jemand zu Schaden gekommen?
    6 Punkte
  29. Würde ich nicht als beispiellos sehen, eigentlich gibt es ständig einen Rückruf. Mal als Beispiel die Beretta Holding (Marken RWS, Sako, Geco und Rottweil. Ein paar Marken wurden von der RUAG gekauft) 2025: GAME EDITION "Ente" (in 12/70 und 20/70) und GAME EDITION "Gans" (in 12/76) 2024: 8x57 IS Cineshot 2023. .222 Rem 2019: .357 Magnum 2019: 9 mm R Knall (Nitro RB) 2018: RWS .243 Win. Kegelspitz Ca.2017-2018: Geco 9x19, zahlreiche Sprengungen, auch im Forum nachlesbar, aber kein Rückruf 2015: Sako .308 Win Hammerhead
    5 Punkte
  30. Wie groß war der Rufschaden durch den Rückruf der .223 vor einem halben Jahr? Hat gar niemand von Euch mitbekommen... also, genau so wird es hier auch laufen. Ein paar "Beeinflusser" machen etwas Sturm im Wasserglas, ein paar Heinis springen darauf an. Bisschen Selbstbeweihräucherung wie toll und investigativ man doch ist. Und fertig. CBC ist ein großer Munitionshersteller. Dort ist bereits alles automatisiert und es gibt auch Prozessüberwachung. Aber überall passieren Fehler. Wer etwas anderes behauptet lügt.
    5 Punkte
  31. Nein, ist es gerade bei kleinen KW-Patronen mit kleinen Pulverladungen nicht. Kannst gerne mal vorbeikommen. Dann baue ich dir 100 Patronen 9x19 mit Standardkomponenten und lass bei einer das Pulver weg. Dann setzt du dich an die Waage und versuchst die fehlerhafte Patrone zu finden… Keine Chance. Gruß Stefan
    5 Punkte
  32. "Wahrheit". Billige penälerhafte Effekthascherei in seiner Bubble.
    5 Punkte
  33. Kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte meine anderslautenden Meinungen in seinem Kommentarbereich kundgetan und wir haben darüber diskutiert. Ich bin aber auch höflich geblieben, während viele seiner Kritiker sich mindestens so unfehlbar halten, wie ihm vorgeworfen wird. Ich denke, um so ein Projekt zu starten, braucht man starkte Nerven und davor habe ich Respekt.
    5 Punkte
  34. Ja, die Bundeswehr nennt das Geschossvorlagefähigkeit. Die Polizei nennt es Geschosssteckerprüfung. Die TR Pistole 9mmx19 fordert: Praktisch jede moderne Dienstpistole schafft das. Aber beim Herrn "Sachverständigen" hätte es natürlich "die Pistole in der Hand zerrissen". Entweder keinen Schrott kaufen oder ein bisschen Ahnung haben. Oder beides. Aber dann würde man vermutlich keine YouTube Videos machen... Aber hey, er hat hier wieder Views bekommen.
    5 Punkte
  35. Weil EINE Patrone nicht zündete
    5 Punkte
  36. Ich sehe das alles viel einfacher, pragmatischer. Mir ist vollkommen klar, dass die wirklich allerwenigsten Sportschützen, Jäger allein durch ihre Bewaffnung und selbst dynamischem Schiessen wie IPSC militärisch ernstzunehmende Kampffähigkeiten in Einsatzscenarios hätten. Aber : Müsste ein Eindringling davon ausgehen, dass in D jeder zweite, dritte oder vierte Haushalt schussbewaffnet ist würde er definitiv vor einer wehrhafteren Gesellschaft stehen als wenn nicht. Zwei Länder, beide vollkommen identisch in ihrer Stärke an Staatsorganen und Militär aber das eine mit unbewaffneter, das andere mit bewaffneter Zivilbevölkerung behaupte ich, dass zweitere es einem Angreifer deutlich schwerer macht. Von daher : Es gehört ein weiteres Bedürfnis in‘s Gesetzt, dass zur Selbstverteidigung in den eigenen Wänden. Meine Meinung
    5 Punkte
  37. Auch hier wieder: "Schweizer Ansatz". Wer die Waffen als Reservist besitzt hat ein jährliches Soll an Schießterminen zu erfüllen. Das setzt aber wiederum voraus, dass es dafür entsprechende Möglichkeiten gibt. Die Schweiz hat das mit der Pflicht jeder Gemeinde dafür einen Schießstand zur Verfügung zu stellen schon ganz schlau gelöst.
    5 Punkte
  38. => Bitte zurück zum Thema - danke! Sicherlich schielt(e) so manch einer von uns neidisch rüber in die Schweiz oder auf die osteuropäischen Länder. Während des Kalten Krieges war es im Warschauer Pakt (inkl. DDR) normal, dass Waffenkunde auch an der Schule unterrichtet wurde und man im Sport Handgranaten-Attrappen warf (das wird heutzutage selbst für Reservisten kritisch gesehen…). Es hat schon seine Gründe, warum man nach 1945 in der ‚Bonner Republik‘ auf paramilitärische Ausbildung von Jugendlichen verzichtet hat und auch das Schützenwesen – trotz seiner jahrhundertealten Traditionen – nicht als Ersatzheer verstanden wissen wollte (dass sich einige dann trotzdem tolle Uniformen gebastelt haben, ist eine andere Geschichte). Denn im Gegensatz zu der Schweiz oder den USA setzt Deutschland seit dem 17. Jahrhundert auf stehende Heere. Das heißt: es muss nicht jeder Mann eine Waffe im Schrank stehen haben, sondern es gibt eine reguläre Armee, der man angehört oder nicht. Sicherlich kann es nicht schaden, wenn das Volk zeigt, dass es bereit ist zu kämpfen und dass es im Schießen gut ausgebildet ist. Aber ein Bürger (m/w/d – oder wie auch immer) mit Waffe ist noch lange kein Soldat und ein Haufen Bewaffneter ersetzt noch lange keine Armee. Andernfalls könnte man sonst ebenso argumentieren, es würde helfen, wenn jeder einen Wassereimer zur Hand hat – das würde die Feuerwehren unterstützen oder gar ersetzen. Denn zu den Tätigkeiten des Soldaten, wie auch des Feuerwehrmann gehört eben viel mehr, als nur zu schießen, bzw. Feuer zu löschen. Natürlich kann es nicht schaden, wenn man sich als Reservist privat und ohne Uniform fit hält: ob laufen oder wandern, orientieren mit dem Kompass, Kenntnisse von Funksprache und taktischen Zeichen, Großgerät von Freund und Feind unterscheiden zu können und auch die gängigen Waffen beherrscht und auch öfter damit trainiert, als nur bei DVags. Das ist ja auch das, was viele der mir bekannten „aktiven“, nicht beorderten Reservisten machen (und was ich bis letztes Jahr selber gemacht habe) und auch gerne als Verbandsveranstaltungen (VVags) durchführen wollen. Doch selbst da werden einem Knüppel zwischen die Beine geworfen. Alleine dass man die Drohnenausbildung nicht in Uniform machen soll oder dass man sich außerhalb von DVags nicht mit Tarnschminke anmalen darf… da fällt mir echt nicht mehr viel zu ein. Es gäbe durchaus mehr Ex-Soldaten, die auch weiterhin zu ihrem Eid stehen und sich einbringen wollen, aber es mit dem offiziellen Heimatschutz nicht in Einklang bringen können. Denn solange das alles freiwillig ist, kommt man in Erklärungsnot, das seinem Chef oder der Familie zu erklären, warum man denn für ein paar Wochen pro Jahr in Grün unterwegs ist. Aber sei´s drum! Um nur mal ein paar Zahlen zu bringen: Mitte der 80er bestand die aktive Truppe der Bundeswehr (also nur Deutschland, West) aus mehr als 485.000 Mann und dem Territorialheer mit gut 840.000 Reservisten (für die war alle ein Gewehr, ein Helm, ein Tellerchen, usw. vorhanden). Soviele Reservisten hätten wir theoretisch heute noch – nur sind die nicht erfasst, nicht ausgerüstet und nirgendwo eingeplant. Der heutige Heimatschutz hat gerade einmal 6.000 Stellen (geplant)! Der Reservistenverband hat ca. 110.000 Mitglieder, wovon ein Teil auch beim Heimatschutz aktiv ist, weitere 10-20k dienen auf aktiven Dienstposten (z.B. Urlaubsvertretung bei der aktiven Truppe). Von den verbleibenden 90-100k Mitglieder im Verband sind bestenfalls 10% aktiv – also öfter mal bei Veranstaltungen zu sehen. Auch wenn man denen allen ein Sturmgewehr in die Hand drücken würde (was nicht mal in ausreichender Zahl für den beorderten Heimatschutz vorhanden ist), hätten wir bestenfalls zusätzlich 10.000 "Milizionäre". Das ist zwar nett, aber immer noch verschwindend gering.
    5 Punkte
  39. Staatsbürgerschaft ist keine Vereinsmitgliedschaft, man bezahlt und gut ist. Wenn das deine Motivation für die Staatsbürgerschaft war, dann haben beide Seiten was falsch gemacht. Ein Pass beinhaltet aus meiner Sicht mehr als den Anspruch auf Bürgergeld (womit ich jetzt nicht Dich meine, da ich dich nicht kenne) oder vorübergehenden Aufenthalt bis es eng wird und man sich dann schnell verdrückt, weil man hat ja für alles bezahlt. Ich war länger beim Bund weil es mir ein Bedürfnis war. Wenn ich bedenkt das ich solche Staatsbürger mit meinem Leben hätte verteidigen wollen/ sollen......
    5 Punkte
  40. So wie sich das liest, haben die einen Erwerb dokumentiert, und hinterher - zurecht oder zu unrecht, können sie vermutlich nicht nachweisen - behauptet, daß jener zum genannten Zeitpunkt noch gar nicht stattgefunden habe, sondern erst später. Sorry, aber wie geschissen blöd muß man sein?
    5 Punkte
  41. Für mich das schönste Chuck Norris Video
    5 Punkte
  42. Ja. Einzige Bedingung: Die Waffe darf nicht geladen geführt (umgs. transportiert) werden! Der Transport der Waffe im verschlossenen Behältnis reicht völlig. Das restliche Material müsste nicht mal verschlossen transportiert werden. Wenn es mit im verschlossen Koffer transportiert wird schadet das aber auch nicht. Ansonsten muss man im Auto natürlich immer die Ladungssicherung beachten - hat aber nicht primär etwas mit dem WaffG zu tun, sondern gilt für jede transportierte Sache.
    5 Punkte
  43. Ich würde da mathematisch rangehen. Zuerst mal: Geht die Firma in die Insolvenz, dann ist das Geld weg. Sicher, man kann versuchen, den Geschäftsführer in die Haftung zu nehmen und oft gelingt das auch. Nur ist der dann auch pleite und es kommt nichts dabei heraus. Stell Dir also die Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Lieferung? Bei 70% musst Du die Kaufsumme durch 0,7 teilen. Kostet die Waffe 300 €, dann sind wir jetzt bei 429 €. Vergleiche diesen Preis mit alternativen Anbietern oder versuche, über einen Fachhändler zu bestellen, auch wenn er teurer ist als 300 € (aber billiger als 429 €). Wenn Du dir unsicher bist, kannst Du die KIs einschalten. Hier ein geeigneter Prompt: "Analysiere die wirtschaftliche Stabilität der Firma XYZ für die kommenden sechs Monate. Vorgehensweise: Datenrecherche: Suche nach aktuellen Finanzkennzahlen, Handelsregisterbekanntmachungen und Bilanzdaten (insbesondere via North Data). Achte auf Gewinnabführungsverträge, Liquiditätskennzahlen und die Eigenkapitalquote, sofern öffentlich verfügbar. Marktanalyse: Bewerte das aktuelle Geschäftsmodell und die Marktpositionierung im Bereich XYZ. Berücksichtige dabei externe Faktoren wie potenzielle Gesetzesänderungen oder Lieferkettenthemen. Risikobewertung: Identifiziere spezifische Warnsignale (Red Flags) oder Stabilitätsanker. Ergebnis: Erstelle eine realistische, vorsichtige Einschätzung der Insolvenzgefahr in Prozent für das nächste halbe Jahr. Begründe den Wert sachlich und differenziert."
    5 Punkte
  44. Ich muss mal eine Beobachtung teilen: Viele Deutsche, aber besonders Waffenbesitzer, sind bei Dingen absolute Geizkragen, bei denen es überhaupt keinen Sinn macht ein solcher zu sein. Ein Beispiel: Es werden Tage in die Suche nach dem besten Preis einer Waffe investiert, ganz so, als ob Lebenszeit keinen Wert hätte. Eine fünfstündige Recherche nach einem günstigeren Preis wird dann mit gesparten 5€ gerechtfertigt. Irre. Oder Selbstabholung um 35€ Versandkosten zu sparen. Da fahren dann Leute von Hamburg nach Hannover um eine Glock für 700 € abzuholen und den Versand zu sparen. Sprit? Lebenszeit? Fahrzeugverschleiß? Dem Deutschen scheiß egal, der Post ein Schnippchen schlagen, 35 € sparen. Das gleiche bei Waffen: Der Preis einer Waffe ist ein Witz im Vergleich zu den Preisen der Munition die man da über die Lebenszeit durch jagt. Der Deutsche muss die Waffe aber für 50 € weniger bekommen, warum das wichtig ist, keine Ahnung. Dafür nimmt er dann auch Risiken wie der OP in Kauf, weil der Händler zwar ein erhebliches Risiko des Totalverlust bietet, aber ganze 10 Euro günstiger ist als der Laden um die Ecke, wo er das gute Stück direkt bar mitnehmen kann. Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man so unökonomisch denken kann. Stupid German Money.
    5 Punkte
  45. Ich kann mir schwer vorstellen , dass bei keiner/extrem geringer Pulverladung der Verschluss auswirft und eine neue Patrone zuführt. Also würde man eh gestoppt werden und müsste aktiv selbst manuell repetieren. Beim Revolver sieht das natürlich leider anders aus.
    4 Punkte
  46. Ich hatte 2024 eine cbc in 9 para ohne Pulver in einer P226 das Geschoss steckte so weit im Lauf das man ohne weiteres nochmal hätte schiessen können. der Verschluss war komplett geschlossen. Hatte Glück das es mir aufgefallen ist. Hab das Geschoss auf der Hydraulik presse ausgepresst. habe noch jede menge von der Mun im Schrank. Ich schau später mal nach der Charge….. war damals sauer - es ist also nicht nur geco die das können sondern cbc auch… schade
    4 Punkte
  47. Diesen Punkt sehe ich teilweise deutlich anders. Aus der Sicht eines Berufswaffenträgers (der ich nicht bin, also nur theoretisch), zumindest eines solchen, der eine Waffe nach Richtlinie hat, bei der ein verstopfter Lauf keine gefährlichen Verletzungen beim Schützen verursachen soll: Habe ich im Feuergefecht eine Fehlfunktion, muss meine Waffe so schnell wie möglich wieder funktionieren, oder ich muss mich sofort zurückziehen und hoffen, das ohne Eigengefährdung zu schaffen. Ein solcher Ausfall hat in diesem Moment nicht nur persönliche Folgen. Er kann auch bedeuten, dass Kameraden oder Kollegen zeitweise ohne Deckung auskommen müssen oder dass ein Angreifer beziehungsweise Attentäter seine Handlung ungehindert fortsetzen kann. In besonders kritischen Situationen kann der Ausfall der eigenen Waffe sogar bedeuten, dass man mit schwersten Verletzungen oder dem Tod durch den Gegner rechnen muss. Vor diesem Hintergrund ist es im Einsatz zunächst zweitrangig, ob lediglich eine Störung vorliegt, die sich später in der Werkstatt einfach beheben ließe (erkannter Squid Load), oder ob die Waffe vollständig zerstört wird (Squid Load mit Folgeschuss). In beiden Fällen ist die unmittelbare Folge dieselbe: Man muss so handeln, als stünde keine funktionierende Waffe mehr zur Verfügung. Genau deshalb ist in dieser konkreten Lage auch die Unterscheidung zwischen einem Dud und einem Squib zunächst von nachrangiger Bedeutung. Da ein Dud beziehungsweise Zündversager um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist als ein Squib, wird unter Beschuss alles zunächst wie ein Dud behandelt, um möglichst schnell wieder feuerbereit zu sein. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass es doch ein Squib war, kann der Folgeschuss die Waffe mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigen oder sogar vollständig zerstören. In seltenen Fällen könnte sie dennoch weiter funktionieren. Selbst wenn sie dabei unbrauchbar wird, entsteht daraus gegenüber der Situation, in der die Feuerbereitschaft wegen eines erkannten Squibs ohnehin verloren gegangen wäre, zunächst kein zusätzlicher taktischer Nachteil: In beiden Fällen ist die Waffe im entscheidenden Moment nicht mehr einsatzfähig. Auf dem Schießstand gelten selbstverständlich andere Maßstäbe. Dort steht nicht das unmittelbare Überleben im Gefecht im Vordergrund, sondern die sichere Handhabung. Wer jedoch für reale bewaffnete Auseinandersetzungen ausgebildet wird, trainiert seine Abläufe konsequenterweise unter genau dieser Einsatzlogik, damit sie im Ernstfall zuverlässig abrufbar sind. Deshalb ist die Aussage, dass im taktischen Bereich die schnellstmögliche Wiederherstellung der Feuerbereitschaft absolute Priorität hat, in diesem Gedankenspiel nicht grundsätzlich falsch. Für Sportschützen – und ebenso für Jäger außerhalb einer echten Verteidigungssituation – wäre dieselbe Herangehensweise dagegen problematisch bis verantwortungslos. Natürlich bleibt auch dann ein Restrisiko bestehen, dass es trotz einer entsprechend ausgelegten Waffe zu erheblichen Verletzungen bei einem selbst oder bei anderen kommt, die über bloße Kratzer oder Prellungen hinausgehen. Dieses Risiko erscheint in der geschilderten Einsatzlogik jedoch scheinbar deutlich geringer als das Risiko, in einer lebensbedrohlichen Situation plötzlich ohne funktionsfähige Waffe dazustehen. Zudem gibt es durchaus zahlreiche Berichte und Videos über Waffensprengungen, auch bei Modellen, die keine offizielle Anforderung im Sinne von „keine ernsthafte Verletzung“ erfüllen. Viele aus dem Sportschützenbereich kennen jemanden der selbst eine Waffensprengung hatte oder zumindest bei einer dabei war. Auch hier im Forum sind so einige. Die entscheidende Frage wäre deshalb weniger, ob ein solcher Fall theoretisch gefährlich ist, sondern wie die tatsächlichen Verhältnisse aussehen: Wie viele ernsthafte Verletzungen durch eine Waffensprengung infolge einer Squib Load sind tatsächlich bekannt? Und wie verteilt sich das Verhältnis zwischen den Fällen, in denen die Waffe nach einem Folgeschuss weiter funktioniert, den Fällen mit einem Defekt ohne behandlungsbedürftige Verletzungen und jenen Fällen, in denen ärztliche Versorgung oder sogar bleibende Schäden die Folge sind?
    4 Punkte
  48. Das ist falsch. Sicherheitsregeln, Kimme/Korn/ZF, TriggerControl, Aufbewahrungsdisziplin, alles das selbe. Würde ja schon reichen, wenn man für die RAGn die militärischen Standrichtlinien, so wie früher mal, anlegen würden. So wird auf DVags auf A Ständen auf 300m geschossen und die gleichen Reservisten auf der RAG VVag ein WE später, mit praktisch den gleichen Waffen und der gleichen Munition, nur auf 80m. Weil dann für den Verband (rechtlich ein e.V.) die zivilen Stand RiLis gelten.
    4 Punkte
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