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Leistungen von JFry
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Hatte an anderer Stelle dazu ja schon mal was geschrieben: Die Texte sind Inhaltlich und auch von der Formulierung definitiv Menschlichen (mein) Ursprung. Allerdings jage ich die NACH Erstellung einmal durch KI-Korrektur zwecks besserer Lesbarkeit (manchmal habe ich doch Gedankensprünge, neige zu Schachtelsätzen und bei "eigentlich unwichtigen" dingen wie Forenbeiträgen die ich schnell wegschreibe gibt es doch einiges an Tippfehlern.) Hier der Link wo ich das für diesen Thread gemacht habe: (Ausnahmsweise mal Claude, meist nutze ich CGPT wo ich eine "Korrektur" GPT mit meinen Voreinstellungen für mich erstellt habe) Da siehst du nach dem Aufklappen meinen Originaltext und dann die Bearbeitung. https://claude.ai/share/06eccac5-ac80-4175-90e2-7bce114d2c95 Hier mal zwei andere Beispiele von CGPT zu Beiträgen die ich hier im Forum geschrieben habe. https://chatgpt.com/share/69e36414-75dc-838c-9d22-8eae6a457415 https://chatgpt.com/share/69e3644b-f040-8393-b62a-70738611e073
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Das oben Geschriebene muss kein Widerspruch sein, und tatsächlich stimmt im Prinzip beides! Bei einem Schuss mit einer Schreckschusspistole wird kein Projektil durch den Lauf getrieben, allerdings wird das Treibmittel (Pulver) in der Patrone (tatsächlich Kartusche – eine Patrone hätte ein Projektil) dennoch explosionsartig in Gas umgewandelt und braucht daher schnell viel Platz. So entsteht schließlich der Knall. Zuerst besteht ein Verletzungsrisiko durch den Knall selbst. In unmittelbarer Ohrnähe abgefeuert, können schwere dauerhafte Gehörschäden die Folge sein. Ab welchem Abstand das nicht mehr passiert, ist individuell verschieden und nicht sicher vorhersagbar. Zudem spielt der Winkel eine erhebliche Rolle. Unter 0,5 m direkt mit der Mündung in Richtung Ohr (seitlich) besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für bleibende Schäden; bei 5 m Abstand wird in den meisten Fällen kaum etwas passieren. Dazwischen ist alles Zufall, und selbst diese Werte bieten keine 100%ige Garantie. So oder so wird das, selbst wenn der Angreifer einen Gehörschaden erleidet, ihn aber nicht aufhalten, sondern eher noch mehr motivieren. Wenn man den Lauf nun auf z. B. Körpergewebe direkt aufsetzt (z. B. auf den Bauch presst, an die Schläfe hält oder gar in den Mund steckt) und dann der Schuss abgegeben wird, dann können die Gase erst einmal nirgendwohin. Da aber hinter der Ausdehnung so viel Kraft steckt, schaffen die sich einfach ihren Platz, indem sie das Gewebe aufreißen und schwere, im Worst Case durchaus tödliche, Wunden verursachen können. Zusätzlich dazu kommt, dass die Gase sehr heiß sind und auch verbrannte Pulverrückstände enthalten, manchmal auch noch unverbranntes Pulver, das sich erst bei Austritt aus dem Lauf entzündet (das Mündungsfeuer), was Verletzungen in Form von punktuellen lokalen Verbrennungen verursachen kann. Ist der Schuss nun aber nicht aufgesetzt, dann fällt mit zunehmendem Abstand das Risiko durch den Druck der Gase sehr schnell weg. Da reichen bereits wenige Millimeter, um die Verletzungen erheblich zu reduzieren; wenige Zentimeter, und der Druck reicht gar nicht mehr aus, die Haut zu durchdringen. Verbrennungen durch Pulverreste und die Gase können aber auch bis zu einigen zehn Zentimetern Abstand noch auftreten, wobei auch diese mit der Entfernung stark abnehmen und, wenn es nicht gerade die Augen etc. trifft, nicht mit wesentlichen Folgen verbunden sind. Unangenehm, aber nichts, was einen Angreifer aufhalten oder auch nur stark behindern würde. Eine Schreckschusspistole kann schwerste Verletzungen verursachen, wenn sie in UNMITTELBARER Körpernähe abgefeuert wird. Dass so etwas passiert, ist plausibel in Fällen, wo jemand es bewusst darauf anlegt, sich selbst zu verletzen, Personen ohne Ahnung mit einer solchen Waffe herumalbern, weil sie glauben, diese sei ja nur eine harmlose Schreckschusswaffe, und natürlich in Fällen, wo die Person, die die Schreckschusswaffe hält, gleichzeitig auch die körperlich überlegene Person ist, die den Schwächeren und ohne wirksame eigene Bewaffnung Agierenden unter Kontrolle hat. Keine dieser Situationen passt zu einer Selbstverteidigungssituation gegen einen körperlich überlegenen oder mit einem Messer bewaffneten Angreifer! (Und ist der Angreifer körperlich unterlegen, dann braucht man keine SSW.) Am ehesten führt das bei einem körperlich überlegenen Angreifer – sofern er nicht zurückschreckt, weil er glaubt, die Waffe sei echt – noch dazu, dass er dich entwaffnet und die Waffe gegen dich verwendet. Wenn er erheblich überlegen ist, gegebenenfalls auch in unmittelbarer Körpernähe, mit erheblichen Verletzungsfolgen.
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Dass in dem Verein noch kein Sinn darin gesehen wird, jetzt, wo er gerade mal insgesamt sieben Übungstage geschossen hat, davon nur einen Teil in den letzten fünf Monaten, jemandem beim Ausfüllen der Anträge zu helfen, kann ich auch sofort glauben. Und daran ist auch nichts verwerflich. Immerhin fehlen für die 12er-Regelung ja noch 7 Monate, bis überhaupt der Antrag gestellt werden kann. Falls er es über die 18er-Regelung machen will, fehlen immerhin noch 11 Trainingstage und eine unbekannte Anzahl Monate (je nachdem, wie lange er schon gemeldet ist). Der Text in der Frage klingt aber danach, dass er über die „mindestens 12-mal regelmäßig“-Option gehen will. Etwas anderes ist aber, jemandem die Informationen zum Ablauf zu geben. Also auch die Frage, wie sie hier gestellt wurde, zu beantworten. Das wäre schlimm, wenn das nicht der Fall sein sollte. Ich bezweifle zwar nicht, dass es solche Vereine gibt, hoffe aber doch, dass das mittlerweile die echten Ausnahmen sind. Dass es Vereine gibt, wo es genug Leute gibt, die gerne helfen, man sie aber einfach mal danach fragen muss, weil sie sich entweder nicht aufdrängen wollen oder schlicht nicht ahnen, dass da gerade jemand Fragen hat, gibt es natürlich öfter. Und auch daran ist nichts schlimm.
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Naja, SO unerwartet sind die Ergebnisse ja nicht! Unerwartet wäre es gewesen, wenn es die Waffe mit erheblichem Verletzungsrisiko zerrissen hätte. War ja auch der Tenor der Voraussagen hier: Bei einer 9mm Pistole wird sich möglicherweise der Lauf etwas aufbauchen (wahrscheinlichstes Ergebnis), wenn es ganz dumm kommt, weitere mechanische Schäden mit Ergebnis nur wirtschaftlicher Totalschaden, selbst bei teuren Neuwaffen (aber keine katastrophalen Versager im Sinne von erheblichem Verletzungsrisiko) eintreten. Mit etwas Glück wird es aber gar keine ohne Spezialgerät feststellbaren Schäden geben und die Waffe schiesst auch weiter geradeaus. Warum eigentlich der Test mit der Glock und nicht mit einer Echelon? Zumal es von Glocks mit Squib-Load und Folgeschuss ja bereits viele Berichte und auch wohl Fotos und Videos gibt. Eine Echelon wäre hingegen eine echte Neuheit gewesen. Dann wüssten wir definitiv, wie sich diese (wahrscheinlich) bei TD verhalten hätte. Wenn die Glock wie von dir weiter oben angegeben im Einkauf 300 Euro gekostet hat, dann ist der Aufpreis zur Echelon ja unter dem Gesichtspunkt der gewerblichen Tätigkeit nun nicht mehr so viel teurer. Im Netz finden sich Angebote für so ab knapp 800 Euro brutto. Also etwa 350 Euro Preisunterschied netto. Unter Berücksichtigung, dass das ja Ausgaben für die gewerbliche Tätigkeit (Videoproduktion) sind und es vermutlich durch den „Neuheitsfaktor" auch international mehr Aufmerksamkeit/Views beschert hätte, was man den Mehrkosten gegenüberstellen kann (wobei ich vermute, dass das für dich sowieso eher Peanuts ist), doch nicht völlig abwegig. Wir reden ja von einer eher günstigen Gebrauchspistole aus laufender Serienproduktion und nicht von einer edlen Handgearbeiteten Präzisionwaffe mit ewig langer Lieferzeit für viele tausend Euro oder ein Sammlerstück wo in beiden Fällen nicht nur der Preis ein Gegenargument wäre. Davon abgesehen: Ich sehe ja so einiges kritisch was du machst und stimme demzufolge mit einer Reihe von Aussagen nicht überein. Andererseits muss ich aber anerkennen das unter deinen Beiträgen mit Technikbezug durchaus immer mal wieder auch sehr gute mit guten Erklärungen (wenn man die Zielgruppe bedenkt ) vorhanden sind.
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Das sind Insekten. Man sieht eines davon vor der Schussabgabe auf dem Schlitten sitzen und in der Zeitlupe auch, wie sie mit den Flügeln schlagen. Hier auch ein Video eines der bekannteren GunTuber, wo eine Canik TP9 das ohne (mit dem bloßen Auge, mit Präzisionsmessgeräten vielleicht anders) erkennbare Schäden wegsteckt und danach trotzdem nicht „um die Ecke“ schießt. Ab ca. Minute 8:30, vorher ist „lustiges Langwaffenzerlegen“.
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Die Nachberichtspflicht ist durch den §6a WaffG Abs. 2 mittlerweile tatsächlich auch für fast alle abgefragten Behörden festgeschrieben. (Verfassungschutz ist §6a WaffG Abs. 1) Lediglich für das BZR und das Staatsanwaltliche Verfahrensregister ist keine Nachberichtspflicht Festgelegt. Aber das kann zum einen ja einfach abgefragt werden und zum anderen ist da ja eine der anderen Behörden schon deutlich früher beteiligt wenn die Möglichkeit besteht das dort etwas dazukommt.
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Ja und nein! Du hast recht für den Fall, dass eine Behörde behauptet, dass die Anfragen immer oder fast immer so lange dauern würden. Das ist – von den Phasen, in denen es eine Umstellung/Erweiterung bei den Abfragen gibt, wie zuletzt in Q4 2024, abgesehen – wirklich Blödsinn. Der Großteil der Überprüfungen läuft „hier“ in deutlich unter zwei Wochen durch. Aber es kann in Einzelfällen durchaus länger dauern. Wenn z. B. über die überprüfte Person Daten vorliegen, selbst wenn diese waffen- und strafrechtlich überhaupt nicht relevant sind. Es würde mich auch nicht wundern, wenn es bei Namensgleichheit/-ähnlichkeit mit Personen, zu denen relevante Erkenntnisse vorliegen, ebenfalls häufiger vorkommt. Also in Fällen, in denen dann tatsächlich jemand händisch tiefer in den Vorgang schauen muss und entscheiden muss, ob es tatsächlich dieselbe Person ist und, wenn ja, ob die Sache relevant ist. Wenn die Behörde generell lange Bearbeitungszeiten auf die Abfrage schiebt, dann ist das somit eine Ausrede. Wenn aber ein(e) SB sagt, dass es klug ist, falls es darauf ankommt, dass man zu einem Stichtag die Erlaubnis hat, lieber ein paar Wochen mehr einzuplanen und den Antrag entsprechend früh zu stellen, weil es auch mal länger dauern kann, dann ist es einfach ein freundlicher und korrekter Hinweis.
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Naja, von unfehlbarer Qualitätskontrolle allgemein schreiben die ja nichts, sondern nur, dass sie der Meinung sind, dass die QC dieses spezielle Fehlerbild verhindert hätte. Und die Behauptung, dass ein Fehler, der technisch mit mäßigem Aufwand tatsächlich leicht zu detektieren wäre, wenn die Produktionsanlagen dafür ausgerüstet sind, nicht durchkommen könnte, wird nicht automatisch dadurch widerlegt, dass ein anderer Fehler, der erheblich mehr Aufwand zur Detektion braucht, aufgetreten ist. Allerdings muss halt auch deutlich gesagt werden, dass es durchaus so einige Fälle gab, in denen fehlerhafte Produkte, die nie und nimmer durch die QC hätten kommen dürfen, doch durchgekommen sind. Durch unfassbare Schlamperei der Mitarbeiter, etwa wenn bei Defekten (z. B. ausgefallene Kameras) diese nicht behoben werden und die Anlage nicht so lange stillsteht, sondern dieser Kontrollschritt einfach manuell übergangen oder abgeschaltet wird. Oder aus der Anlage gefallene oder bei der Störungsbeseitigung herausgezogene Produkte werden einfach zu den fertigen Produkten in die Kiste geworfen, obwohl bestimmte Kontroll- und manchmal sogar Veredelungsschritte noch gar nicht erfolgt sind. Interessant wäre da mal die Chargennummer deines Loses! Nicht, dass es dieselbe oder die direkte Vorgängercharge ist! Es wäre natürlich ein fast unglaublicher Zufall, aber ein gewisser Anteil schwerer Produktmängel, gerade Verunreinigungen oder Fehldosierungen, kommt dadurch zustande, dass es einen mechanischen Fehler an der Anlage oder in der Produktionshalle gibt, wodurch Fremdstoffe in Form von Materialsplittern der Maschine oder z. B. Glas von Leuchtmitteln der Halle, es gab auch schon Uhrendeckgläser von Mitarbeitern etc., in das Produkt kommen, es dadurch direkt gefährlich kontaminieren (bei Lebensmitteln) oder aber dann für Fehlfunktionen an anderen Stellen der Fertigungslinie sorgen. Manchmal bleibt die Verunreinigung zunächst unbemerkt (abgefallenes Uhrglas), es gibt aber auch die Fälle, in denen der ursprüngliche Fehler bemerkt und behoben wird, aber niemand darüber nachdenkt, was das für Folgen auf die gerade in der Anlage befindlichen Teilprodukte hat, beziehungsweise niemand die Entscheidung treffen will, die Produktion abzubrechen, die Anlage zu leeren, alle Teilprodukte sowie die seit dem möglichen Auftreten des Problems fertiggestellten Chargenanteile zu entsorgen und die Maschine bzw. Linie gründlich zu reinigen, bevor man weitermacht. Wirklich ungewöhnlich! Um Genaueres zu sagen, müsste man wirklich exakte und scharfe Detailaufnahmen (Mikroskop mit geringer Vergrößerung) der Übergangsstelle zwischen Geschossmaterial und Fremdkörper sehen. Und idealerweise wissen, wie es im Geschoss weitergeht. Dann kann man sehen, ob es mit großer Kraft (Tonnen) eingepresst wurde, was einen Produktionsfehler natürlich wahrscheinlich macht (wenn man vorsätzliche Manipulation mal ausschließt), oder ob nur geringe Kräfte wirkten, was halt andere Möglichkeiten eröffnet. Oder ob es vielleicht sogar eingegossen ist (was aber nicht so aussieht), was natürlich der Beweis für einen Produktionsfehler wäre. Dem schließe ich mich an. Lagen Frankonia denn die Fotos vor? Rein in Textform klingt das natürlich tatsächlich erst einmal „unglaubwürdig“. Mit den Fotos ist es dann schon etwas anderes.
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Und von den restlichen 10 % der Squibs reicht in 99,5 % der Fälle die Energie dann nicht aus, um nachzuladen, und deshalb kann kein Folgeschuss brechen. (Zum Neuspannen reichen bei vielen modernen Waffen ja wenige mm Schlittenbewegung, aber zum Durchrepetieren braucht es ein Vielfaches an Energie.)
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Und noch ein Punkt zur Aussage von TD über die mögliche Verletzungsgefahr und zur Kritik daran: Hier sollte man zumindest fair bleiben und anerkennen, dass im Video beide Möglichkeiten angesprochen werden. Es wird dort auch gesagt, dass er zunächst davon ausgegangen ist, ohne ernsthafte Verletzung, aber mit zerstörter Waffe davongekommen zu sein. Durch die Aussagen weiterer Personen hat sich seine Einschätzung dann jedoch in Richtung „vermutlich erhebliches Verletzungsrisiko“ verschoben. Ein gewisses Maß an Effekthascherei mag dabei vielleicht tatsächlich eine Rolle spielen oder auch nicht, das würde ich aber nicht überbewerten. Ansonsten gilt: Ja, TD ist sehr meinungsstark (wird mich auch manchmal nachgesagt), und es gibt auch einige Punkte, bei denen ich denke, dass er falsch liegt. Meine abweichende Meinung habe ich auch schon das eine oder andere Mal in den Kommentaren hinterlassen. Teilweise ergab sich daraus sogar ein Meinungsaustausch. Trotzdem sind alle meine Kommentare weiterhin vorhanden und lesbar, auch wenn man ohne Anmeldung nachsieht. Und dort, wo Diskussionen entstanden sind, verliefen diese sachlich. Vielleicht kommt es am Ende tatsächlich auch auf den Ton an. Mit der Verbandsschelte ist halt ein Thema für sich. Da habe ich in vielen Punkten eine andere Meinung, auch wenn das ein oder andere Argument dann doch stimmt. Aber viele Dinge sind halt wohl einfach verschiedene Sichtweisen im Bezug auf "Schusswaffenbesitzinteressierte mit und ohne aktuelle WBK" versus "Am Schiessport tatsächlich interessierte mit und ohne WBK" Teilweise sind die Interessen dieser Gruppen zwar Deckungsgleich und es gibt auch wirklich ein paar Dinge bei den Verbänden wo auch ein hoher Anteil aus der zweiten Gruppe mit dem Kopf schüttelt. Aber ganz vieles was er kritisiert ist etwas was nach dem Selbstverständnis gar nicht in die Aufgabe der "SPORT-Verbände" fällt so lange die sich nicht als reine "WAFFENBESITZERMÖGLICHUNGS-Verbände" sehen
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Diesen Punkt sehe ich teilweise deutlich anders. Aus der Sicht eines Berufswaffenträgers (der ich nicht bin, also nur theoretisch), zumindest eines solchen, der eine Waffe nach Richtlinie hat, bei der ein verstopfter Lauf keine gefährlichen Verletzungen beim Schützen verursachen soll: Habe ich im Feuergefecht eine Fehlfunktion, muss meine Waffe so schnell wie möglich wieder funktionieren, oder ich muss mich sofort zurückziehen und hoffen, das ohne Eigengefährdung zu schaffen. Ein solcher Ausfall hat in diesem Moment nicht nur persönliche Folgen. Er kann auch bedeuten, dass Kameraden oder Kollegen zeitweise ohne Deckung auskommen müssen oder dass ein Angreifer beziehungsweise Attentäter seine Handlung ungehindert fortsetzen kann. In besonders kritischen Situationen kann der Ausfall der eigenen Waffe sogar bedeuten, dass man mit schwersten Verletzungen oder dem Tod durch den Gegner rechnen muss. Vor diesem Hintergrund ist es im Einsatz zunächst zweitrangig, ob lediglich eine Störung vorliegt, die sich später in der Werkstatt einfach beheben ließe (erkannter Squid Load), oder ob die Waffe vollständig zerstört wird (Squid Load mit Folgeschuss). In beiden Fällen ist die unmittelbare Folge dieselbe: Man muss so handeln, als stünde keine funktionierende Waffe mehr zur Verfügung. Genau deshalb ist in dieser konkreten Lage auch die Unterscheidung zwischen einem Dud und einem Squib zunächst von nachrangiger Bedeutung. Da ein Dud beziehungsweise Zündversager um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist als ein Squib, wird unter Beschuss alles zunächst wie ein Dud behandelt, um möglichst schnell wieder feuerbereit zu sein. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass es doch ein Squib war, kann der Folgeschuss die Waffe mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigen oder sogar vollständig zerstören. In seltenen Fällen könnte sie dennoch weiter funktionieren. Selbst wenn sie dabei unbrauchbar wird, entsteht daraus gegenüber der Situation, in der die Feuerbereitschaft wegen eines erkannten Squibs ohnehin verloren gegangen wäre, zunächst kein zusätzlicher taktischer Nachteil: In beiden Fällen ist die Waffe im entscheidenden Moment nicht mehr einsatzfähig. Auf dem Schießstand gelten selbstverständlich andere Maßstäbe. Dort steht nicht das unmittelbare Überleben im Gefecht im Vordergrund, sondern die sichere Handhabung. Wer jedoch für reale bewaffnete Auseinandersetzungen ausgebildet wird, trainiert seine Abläufe konsequenterweise unter genau dieser Einsatzlogik, damit sie im Ernstfall zuverlässig abrufbar sind. Deshalb ist die Aussage, dass im taktischen Bereich die schnellstmögliche Wiederherstellung der Feuerbereitschaft absolute Priorität hat, in diesem Gedankenspiel nicht grundsätzlich falsch. Für Sportschützen – und ebenso für Jäger außerhalb einer echten Verteidigungssituation – wäre dieselbe Herangehensweise dagegen problematisch bis verantwortungslos. Natürlich bleibt auch dann ein Restrisiko bestehen, dass es trotz einer entsprechend ausgelegten Waffe zu erheblichen Verletzungen bei einem selbst oder bei anderen kommt, die über bloße Kratzer oder Prellungen hinausgehen. Dieses Risiko erscheint in der geschilderten Einsatzlogik jedoch scheinbar deutlich geringer als das Risiko, in einer lebensbedrohlichen Situation plötzlich ohne funktionsfähige Waffe dazustehen. Zudem gibt es durchaus zahlreiche Berichte und Videos über Waffensprengungen, auch bei Modellen, die keine offizielle Anforderung im Sinne von „keine ernsthafte Verletzung“ erfüllen. Viele aus dem Sportschützenbereich kennen jemanden der selbst eine Waffensprengung hatte oder zumindest bei einer dabei war. Auch hier im Forum sind so einige. Die entscheidende Frage wäre deshalb weniger, ob ein solcher Fall theoretisch gefährlich ist, sondern wie die tatsächlichen Verhältnisse aussehen: Wie viele ernsthafte Verletzungen durch eine Waffensprengung infolge einer Squib Load sind tatsächlich bekannt? Und wie verteilt sich das Verhältnis zwischen den Fällen, in denen die Waffe nach einem Folgeschuss weiter funktioniert, den Fällen mit einem Defekt ohne behandlungsbedürftige Verletzungen und jenen Fällen, in denen ärztliche Versorgung oder sogar bleibende Schäden die Folge sind?
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Genau das! Auf jeden Fall als Erstes melden. Dann wird erst einmal geprüft, ob die Waffe irgendwo bekannt ist. Also, dass es keine Waffe eines weiteren Berechtigten ist, die nur zur Aufbewahrung übergeben wurde, oder aber der Erblasser die Waffe gerade erst gekauft hat und einfach vor der Meldung verstorben ist. Gibt es keinen anderen registrierten Eigentümer und ist die Waffe auch nicht als gestohlen gemeldet, dann gehört die Waffe zur Erbmasse. Sollte es sich dabei jedoch um eine verbotene oder gar Kriegswaffe handeln, wird diese eingezogen. Grundsätzlich legal besitzbare Waffen gehen in das Eigentum des Erben über. Was allerdings passieren kann, ist, dass die Waffenbehörde für die nicht aufgeführte Waffe das Erbenprivileg ablehnt. Denn das ist durch § 20 Abs. 2 WaffG an den berechtigten Besitz gekoppelt. Die Folge ist dann, dass man schauen muss, ob man selbst für die Waffe ein Bedürfnis geltend machen kann. Bei Langwaffen als Jäger unproblematisch. Ist es eine Kat. C und man hat noch Platz auf der Gelben, auch für den Sportschützen. Bei Kurzwaffen oder bei der Kombination Sportschütze und Halbautomat heißt es dann entweder, wie bei einer Neukaufabsicht, einen Voreintrag mit Bedürfnisbescheinigung zu beantragen, oder aber die Waffe zu verkaufen bzw. abzugeben. (Ich setze einfach mal voraus, dass hier der Fall gemeint ist, wo der Erblasser die Waffe tatsächlich nie gemeldet hat und auch nicht vorhatte, das zu tun. Und nicht der Fall, dass die bloß nirgendwo auftaucht, weil er irgendwann zwischen dem Erwerbszeitpunkt und dem Erhalt der WBK mit Eintrag verstorben ist. Also entweder noch innerhalb der 14-tägigen Meldefrist oder während der Bearbeitungszeit beim Amt. In diesen Fällen macht es von den Folgen keinerlei Unterschied gegenüber einer auf der WBK ordnungsgemäß vorhandenen Waffe.)
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Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?
JFry antwortete auf Pistolen-Paule's Thema in Allgemein
Wobei es mit der beruflichen Tätigkeit und gleichzeitiger ehrenamtlicher Tätigkeit (ich ordne die Reservistentätigkeit in der derzeitigen! Form mal mit darunter ein) oft die Besonderheit gibt, dass die freiwilligen Helfer gerade nicht dieselbe Tätigkeit wie in ihrem Lohnjob auch noch in der Freizeit ausüben wollen. Wenn man bei THW, Feuerwehr und Sanitätsdiensten schaut, findet man das häufig. Da ist dann der Entwicklungsleiter und Vorgesetzte von 30 Softwareentwicklern einer IT-Firma im Ehrenamt einfacher Helfer in der Bergung oder in der FGr. Räumen und wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, selbst auch nur Truppführer zu werden. Er hilft gerne mal bei IT-Problemen oder schreibt auch mal ein kleines internes Tool für den eigenen Ortsverband, aber als reguläre Funktion würde er nichts mit IT oder Software übernehmen wollen. Es gibt natürlich auch die andere Seite: Personen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und immer noch Spaß daran haben, die dann auch im Ehrenamt dieselbe Tätigkeit machen wollen. Auch gibt es Personen, die lieber etwas anderes machen würden, aber selbst sehen (oder durch gutes Zureden erkannt haben), dass sie im Moment in genau dieser Verwendung, die ihrem Job entspricht, einfach so erheblich mehr nützen, als wenn sie als einfacher Helfer/FW-Truppmann/San-Helfer agieren. Aber das ist die weitaus kleinere Gruppe. Ich weiß nicht, wie es bei den Reservisten aktuell ist, aber ich vermute, da wird es nicht so viel anders sein ... Und ja, es gibt natürlich auch diejenigen, die aufgrund ihres Studiums und/oder ihrer beruflichen Funktion meinen, sie seien sonst wer, zwar nicht ehrenamtlich in ihrem hauptberuflichen Fachgebiet tätig sein wollen (oder keines haben, das der Organisation dienlich ist), aber unterhalb von Zugführer will man ja gar nicht anfangen... Die sind aber zum Glück die echte Ausnahme, und auf die wird dann auch gerne verzichtet! -
Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?
JFry antwortete auf Pistolen-Paule's Thema in Allgemein
Ich denke durchaus auch, dass Respekt und Wertschätzung für die Dienstleistenden ein oft unterschätzter Baustein in der Frage der Erтüchtigung der Wehrfähigkeit ist – sowohl im Hinblick auf die Personalgewinnung als auch die bewusste und unbewusste Motivation, mit der der Dienst von den Aktiven tatsächlich geleistet wird. Und genau deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf diesen Vergleich. Aber man muss bei dem oft bemühten Vergleich zwischen den USA und Deutschland (Europa) auch ehrlich sein: Die gesellschaftliche Haltung in den USA gegenüber ihrem Militär spiegelt eine ganz andere institutionelle und historische Realität wider. Die US-Streitkräfte sind seit Jahrzehnten dauerhaft in echte Kampfhandlungen eingebunden – Korea, Vietnam, Golf, Irak, Afghanistan – mit Hunderttausenden Gefallenen, Schwerverwundeten, Amputierten und Veteranen mit chronischen PTSD-Erkrankungen. Das „Thank you for your service“ ist historisch gewachsen aus einem kollektiven Schuldgefühl gegenüber Vietnamveteranen, die damals beschämt und ignoriert heimkamen. Das hat sich tief ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt. Die Lebensrealität eines US-Soldaten im Einsatz war und ist eine andere: monatelange Rotationen in aktive Kampfgebiete, echtes Gefechtsrisiko von Tag 1, IEDs, Hinterhalte, Verluste im eigenen Squad. Wer nach Hause kommt, hat oft Kameraden verloren oder ist selbst verwundet zurückgekehrt. Dazu kommt jahrelange Trennung von der Familie, oft mehrere Deployments hintereinander – mit dem realen Risiko, nicht wiederzukommen. Und hier ist der entscheidende Punkt: Das trifft auf die Bundeswehr als Institution schlicht nicht in vergleichbarem Maße zu – und das ist keine Kritik, sondern eine nüchterne Feststellung. Die Bundeswehr war über Jahrzehnte verfassungsrechtlich und strukturell eine reine Territorialverteidigung, ohne Auslandseinsatz mit Kampfauftrag. Ja, es gibt seit dem Afghanistaneinsatz ab 2002 Bundeswehrsoldaten, die unter echtem Gefechtsrisiko gedient haben, die Kameraden verloren haben, die mit Verwundungen oder Traumata heimgekehrt sind – und diesen Männern und Frauen gebührt selbstverständlich derselbe Respekt wie jedem Kampfveteranen weltweit. Aber das ist, gemessen an der Gesamtzahl aller Bundeswehrsoldaten über die Jahrzehnte, eine verhältnismäßig kleine Gruppe, und diese Erfahrung ist für die Bundeswehr erst seit wenigen Jahren überhaupt Realität. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 1950 hat die Bundeswehr bei Kampfhandlungen und Anschlägen 37 Gefallene zu beklagen – etwa doppelt so viele kamen zusätzlich durch Unfälle während der Auslandseinsätze ums Leben. Die USA verzeichnen seit 1950 rund 105.000 Gefallene in Kampfeinsätzen. Wenn man heute 100 junge Menschen nach ihren Assoziationen mit der Bundeswehr fragt, denken 99 davon an Großonkel Rüdiger, der zum x-ten Mal erzählt, wie er während seiner W18 auf der Stube mit den Kameraden um die Wette gesoffen hat. Nicht an den ebenso realen Soldaten, der in demselben Alter wie sie jetzt in Afghanistan während aktiven Beschusses unter Einsatz seines eigenen Lebens schwerverletzte Kameraden in die Deckung gezogen hat – und noch heute an den körperlichen und seelischen Folgen trägt. In den USA hingegen gibt es kaum eine Familie, die nicht irgendjemanden kennt, der deployed war. Das prägt eine ganze Gesellschaft anders. Die gesellschaftliche Wertschätzung wächst aus diesem kollektiven Bewusstsein für das persönliche Opfer – und das lässt sich nicht einfach übertragen, wenn die institutionelle Geschichte eine so grundlegend andere ist. -
Die Frage ist halt, was passiert, wenn dann doch mal jemand genauer prüft ... Gerade in Situationen, in denen keine Not besteht (die Waffe kann ja problemlos auf der Erben-WBK verbleiben, ein Blockiersystem gibt es nicht und wird es wohl auch nicht mehr geben), muss es dann nicht sein, sich das Potenzial für Stress aufzubürden. Es kommt hier in vielerlei Hinsicht auf die Waffenbehörde an. Wenn es nicht gerade eine ist, die dafür bekannt ist, Stress zu machen und es als Ziel sieht, möglichst viele Waffen „aus dem Volk“ zu bekommen, würde ich auch einfach mal das offene Gespräch suchen, welche Möglichkeiten sie da sieht. (Schlimmstenfalls: Wenn sie sich querstellt, bleibt alles beim Alten.) Zumal die Kontaktaufnahme da wegen der fehlerhaften Angaben eh nötig ist. Am einfachsten wäre es vermutlich, dass die Waffe auf der Erben-WBK verbleibt, die Waffenbehörde aber die dauerhafte sichere Aufbewahrung beim sachkundigen WBK-Inhaber im Verwandtschaftsverhältnis ersten Grades genehmigt.