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JFry

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  1. Das ist ja das Wesen einer Diskussion das man Argumente austauscht und dann manchmal auch im Verlauf seine eigene Meinung hinterfragt ;-) Deshalb ja die Frage ob es bereits Entscheidungen gibt. Das Problem mit dem Waffenrecht ist ja das "gesunder Menschenverstand" oft genug nicht zählt und der Spruch "2 Juristen, drei Meinungen" hier der absolute Normalfall ist. Das selbst höhere Gerichte absolut gegensätzliche Entscheidungen treffen haben wir ja auch öfter. Die Polizei oder die Maßnahmen vor Ort wird man erst einmal nicht stoppen können wenn die anderer Meinung sind als die für einen selbst zuständige Waffenbehörde. Aber waffenrechtlich ist das Wort DEINER Behörde, wenn du nach einem Vorgehen fragst und du bekommst die Antwort schriftlich, für dich Rechtssicher. DEINE Behörde ist für dich die Waffenrechtlich Maßgebliche Instanz, egal wo innerhalb der BRD du dich aufhälst. Sie erteilt dir die Genehmigungen und sie ist auf für die Sanktionierung zuständig. So lange es keine Straftaten sind alleine, wenn es Straftaten sind macht die Staatsanwaltschaft das Strafrechtliche, die Waffenbehörde das Waffenrechtliche. Wenn du dich auf die schriftliche Aussage DEINER Waffenbehörde verlässt dann ist die Handlung entweder genehmigt oder es war zumindest ein unvermeidbarer Verbotsirrtum (so lange die aussage nicht absolut Hahnebüchen war). Da wird weder Richter noch Staatsanwalt etwas gegensätzliches Behaupten können was nicht in der nächsten Instanz zerrissen wird. Und eine waffenrechtliche Unzuverlässigkeit kann darauf auch nicht konstruiert werden wenn man sich an die Aussagen SEINER Behörde hält. Was tatsächlich Problematisch ist und schon WBKs gekostet hat, das ist das Verlassen auf Aussagen von Waffenbehörden oder deren vorgesetzen Dienststellen die NICHT für dich zuständig sind. Bekannt ist ja der Fall mit der Aufbewahrung verbotener Magazine wo trotz befolgen der Hinweise auf dem Merkblatt des Bayrischen Innenministeriums dann das OVG NRW geurteilt hat das das nicht für einen Verbotsirrtum ausreicht weil Bayern gar nicht zuständig ist. Wäre es von der eigenen Waffenbehörde, dem LKA oder dem IM NRW gekommen, dann wäre es OK gewesen.
  2. Ok, stimmt, vertippt ;-) Da wäre ich vorsichtiger, ich denke es kommt darauf an ob deine Vermutung hier zutrifft: Wenn das Hotelzimmer waffenrechtlich mit dem eigenen befriedeten Besitztum gleichzusetzen ist, DANN würde auch die Nummer 2 (Erlaubnisfreies Führen zum Zwecke des Transports von Ort A zu Ort B) greifen. Wenn es das allerdings (Waffenrechtlich) nicht ist, dann kann auch die Ausnahme nach Nr. 2 nicht greifen da es zu dem Zeitpunkt ja Transport ist. Bei einer Mietwohnung ist es klar, aber wie zählt das Hotelzimmer? Zumal da ja tatsächlich vieles vom Besitzer wirksam untersagt werden kann was bei einer Mietwohnung eben nicht geht. Wobei: Ist eigentschlich schon mal gerichtlich geklärt ob ein Transport im Hausrechtsbereich eines anderen gegen seinen Willen tatsächlich Waffenrechtlich erlaubt ist? Klar, deshalb habe ich ja in meinem Gedankenspiel ausdrücklich "mehrere" Berechtigte Personen als Vorraussetzung genannt. Denn hat man die, dann muss man schon von Anfang niemals eine komplette Waffe im Hausrechtsbereich eines Fremden (Hotelbesitzers) haben. Sie sind können vor der Anreise aufgeteilt sein. Aber das war ausdrücklich ein Gedankenspiel...
  3. Eine Sache die "vielleicht" bei diesem speziellen Fall, also mehrere berechtigte Personen, ist das wesentliche Waffenteile ja auf Reisen anders behandelt werden. Ist aber eher ein Gedankenspiel wie das rechtlich aussieht wenn jede grundsätzlich berechtigte Person nur Waffenteile die nicht zu einer kompletten Schusswaffe zusammengesetzt werden können bei sich hat. Meine Erfahrung ist aber das wenn man berechtigte Sachen vorher ruhig und sachlich anspricht, inkl. Begründung, dann ist das eher kein Problem, auch bei Waffen. Ich würde dies aber immer direkt (Email, Telefon etc.) ansprechen, nicht irgendwo in einer Bemerkungsspalte eines Buchungsportals. Zwar wird man dir dann, wenn es übersehen wird, keinen Strick draus drehen können, aber der umgekehrte Fall könnte dann wegen fehlendem Kontext Probleme machen und eine Ablehnung provozieren. Und wie geschrieben: Hier geht es um den "sauberen" Weg. Ob und wann man etwas mal ohne doppelte Absicherung macht, das muss jeder für sich und die Situation selbst bewerten. Es gibt sicher Fälle wo man es "einfach machen" könnte ohne großen Aufwand(z.B. nur mit Kurzwaffe für einen Tag als Zwischenstop, ausser Abends zum Essen mit dem Lauf in der Tasche ist man auf dem Zimmer und vor der nächsten Reinigung schon wieder auf der Weiterreise) und solche wo man auf jeden Fall zwingend immer alles 100% genau macht.
  4. Nun es kommt darauf an. Wenn man die Aussage nachweisen kann gibt es schon einen gewissen Vertrauensschutz. Das heisst nicht das man jede Aussage einklagen kann, z.B. wenn ein SB dir ohne Einschränkung schreibt "natürlich wirst du mit diesem Antrag einen Waffenschein bekommen, das ist berechtigt" das du diesen Einklagen kannst wenn die übergeordnete Instanz dann NEIN sagt. Aber je nach Umständen die Kosten für den Kurs im Umgang mit der Waffe den du im Vertrauen auf die Aussage gemacht hast wäre z.B. ggf. Erstattungsfähig. Und hier in diesem Fall: Hälst du dich an die Aussagen der Waffenbehörde kann man dir nichts vorwerfen wenn etwas passiert. Die müssen aber Nachweisbar sein, deshalb mindestens E-Mail. Natürlich kann man auch nach der Methode arbeiten: Ich mache es bestmöglich und wecke keine schlafenden Hunde. Wenn "nichts" passiert ist das im nachhinein die mit Abstand entspannteste Methode. Wenn etwas passiert, man sich aber wirklich ernsthaft Gedanken gemacht hat, geht auch meist gut aus. Aber eine Garantie ist es nicht!
  5. Und dann "schlimme" für den Waffenbesitzer ist dabei das es nicht nur eine Zivilrechtliche Sache ist, sondern das die Freistellung vom Waffenschein beim Führen (AKA erlaubnisfreies Führen - und Transport ist damit Führen) zwingend innerhalb des befriedeten Besitztums eines anderen dessen Zustimmung vorschreibt. Im Gesetz steht ausdrücklich dazu: §12 Abs. 1 Nr 1 WaffG. Fehlt die Zustimmung ist es führen ohne Erlaubnis - ohne wenn und aber! Dasselbe Delikt als wenn du mit der geladenen Waffe im Hosenbund durch die Stadt spazierst. Nur die Strafzumessung wird vermutlich anders sein... Und vielleicht bekommst du die WBK tatsächlich schon nach 5 statt 10-20 absolut rechtstreuen Jahren wie beim laufen durch die Stadt zurück. Und damit dieser Fall eintritt reicht schon das das Zimmermädchen was sieht und der Hotelbesitzer dann deswegen die Pol. ruft! Dafür muss nicht einmal etwas abhandenkommen. Hier wäre ich vorsichtig! Denn diese Systeme haben in den meisten Fällen ja Zugriffssysteme mit denen das Hotel die entsperren kann. Generalschlüssel oder elektronischen Zugang um die Kombination zu resetten. Damit ist es so als wenn das Hotelpersonal einen Schlüssel hat. Eine abgeschlossene Geldkassette in so einem Safe wäre wohl die unter Umständen optimale Lösung. (So schließe ich immer Lauf (kurzwaffe) und/oder Verschluss (LW) weg wenn ich die nicht mitnehmen kann/will.) Aber bei Schrotmunition kann das schnell ein Platzproblem geben. In einem abgeschlossenen Koffer sollte m.E. aber reichen, optional in einen abschließbaren Schrank stellen wenn vorhanden. Letztendlich ist es so: Das Gesetz erkennt an das man auf Reisen seine Waffen nun einmal nicht annähernd so sichern kann wie daheim. Daher soll man das bestmögliche machen. Wenn etwas passiert wird aber ein SB und ggf. ein Richter dann entscheiden ob man wirklich das Bestmögliche im Rahmen des Zumutbaren gemacht hat. Du hattest zuerst nach eine konkreten Situation gefragt wo mehrere Personen gemeinsam verreisen. Das ist nun etwas anderes als alleine...
  6. Munition oder Waffen(-Teile) über Nacht im Auto lassen ist ein riesiges NoNo! Tagsüber, wenn das Auto auf einem überwachten Parkplatz oder in Sichtweite steht mag das je nach Richter vielleicht für ein paar Stunden in Ordnung sein. Wenn du im Hotelzimmer bist, dann sollte die Waffe auch komplett da oder an einem anderen sicheren Ort sein, gegen einfache Wegnahme gesichert vorzugsweise (dünnes Kabelschloss und optimalerweise im abgeschlossenen Schrank. Für die Aufbewahrung von Waffenteilen im Auto während du selbst im Zimmer bist gibt es keine Rechtfertigung. Und es versteht sich von selbst das sie gegen Blick geschützt sein sollten (also in einer Tasche, Rucksack etc. was bei einer BDF ja geht) worüber man diskutieren könnte wäre vielleicht das ein Berechtigter die Munition aller bei sich hat (aber keine Waffe) und diese bei einem anderen Berechtigten ist. Könnte man weiter spinnen das dann sich in einem Zimmer nur Laufbündel, in einem anderen nur die Baskülen und im dritten sich nur Munition befindet. So das für eine Komplette Waffe mit Munition gleich drei Zimmer aufgebrochen und durchsucht werden müssten. Aber ob das Formal so das beste ist steht auf einem anderen Blatt. Am Besten bei DEINER (wei diese die Entscheidung über deine Zuverlässigkeit trifft) Waffenbehörde per Mail nachfragen wie diese es am liebsten hätte. Ihr wollt verreisen und zum Zwecke des Sportschiessen die Flinten mitnehmen, welcher Weg da aus ihrer sicht der Richtige wäre (dabei kann man ja vorschläge machen, entweder sie stimmen einem zu oder machen einen anderen) Dann kann man dir keine Mangelnde Sorgfalt mehr vorwerfen wenn etwas passiert.
  7. JFry

    AfD und Waffenbesitz

    In der Partei gibt es nicht nur vereinzelt solche Typen, sondern schon ein paar mehr. Nur: „Ein paar mehr“ heißt nicht „alle“. Es heißt nicht einmal zwangsläufig „die Mehrheit“. Für mich gilt für die AfD dasselbe wie für die Linke: Es gibt Politiker, mit denen man etwas anfangen könnte und die mit beiden Beinen fest auf dem Boden des Rechtsstaats stehen. Und es gibt Politiker, die sich teilweise sehr weit jenseits der roten Linie bewegen. Dazu kommt speziell bei der AfD, dass die Einstufung ja insbesondere mit der Propagierung eines „ethnischen Volksbegriffs“ begründet wird und gerade nicht mit einem Umsturzplan oder der Ausübung von Gewalt. Zudem sagen selbst eher links eingestellte Verfassungsrechtler zu zumindest einem Teil der als „verfassungsfeindlich“ bezeichneten Positionen, dass diese zwar politisch am Rand des Spektrums liegen, aber nicht per se verfassungsfeindlich sind. Selbst Frau Brosius-Gersdorf, die nun wirklich kein Fan der AfD sein dürfte, vertritt diese Auffassung zu einigen Punkten. Das muss natürlich nicht auf alle Punkte zutreffen. Es KÖNNTE also durchaus noch etwas übrig bleiben. Daher aus meiner Sicht: Ist die AFD Mitgliedschaft Grund genug eine genauere Prüfung der Person durchzuführen, also SEHR GENAU hinzusehen? -> Auf jeden Fall! (Wie auch bei der Linken) Ist die AFD Mitgliedschaft Grund genug nur deshalb auch Personen die Zuverlässigkeit abzuerkennen die selbst keinerlei rechtlich zu beanstandende Äusserungen gemacht haben? Deren extremste Äusserung teilweise manchmal noch deutlich harmloser war als die Parteilinie der CDU zur Kohl zeit? (Auf Lokale Ebene gibt es das wohl durchaus öfter) -> Auf keinen Fall! (Selbes gilt für die Linke) Noch schäbiger finde ich es eigentlich nur, Personen aus ihrem Job zu werfen, obwohl sie diesen ordentlich gemacht haben, nur weil sie sich auf lokaler Ebene für einen Stadtratssitz o. Ä. haben aufstellen lassen. Und das, obwohl sie selbst weder durch extreme Positionen auffallen noch sich zum extremen Flügel der Partei bekennen. Mal ganz davon abgesehen, dass das auch reichlich dumm ist. Denn ohne einen massiven Politikwechsel der anderen Parteien wird die AfD nicht mehr verschwinden. Ihre Wähler werden bleiben oder sogar noch mehr werden. Durch diesen Umgang vertreibt man innerhalb der Partei aber gerade die „normalen“ oder zumindest „gemäßigten“ Kräfte. Das bedeutet, dass man am Ende irgendwann tatsächlich eine Partei voller Extremisten haben könnte, die aber teilweise eine Wählerbasis von um die 50 % hinter sich vereint. Den immer stärker werdenden Rechtsdrall konnte man nun schon einige Jahre gut beobachten und analysieren. Auch deshalb, weil Politiker mit eigentlich konsensfähigen Einstellungen nicht akzeptiert wurden und dadurch innerhalb der Partei zunehmend an Einfluss verloren haben oder ganz aufgegeben haben– zugunsten der extremen Kräfte. Hätte man hingegen schon früh statt einer pauschalen Totalverdammung einfach klare rote Linien bei konkreten Positionen gezogen, hätten die gemäßigten und normalen Kräfte vermutlich mehr Einfluss gewonnen, weil sie tatsächlich etwas hätten bewegen können. Die extremen Kräfte wären dadurch möglicherweise zunehmend an den Rand gedrängt worden. Am Ende hätte man dann vielleicht eine Partei gehabt, die zwar rechts der CDU steht, aber noch stabil auf dem Boden der Verfassung verankert ist und bei Wahlen vermutlich irgendwo bei 10–15 % gelegen hätte.
  8. Ein Sportschütze ist aus meiner Sicht jemand, der Spaß am sportlichen Schießen selbst hat und bei dem die tatsächliche Ausübung des „Schießsports“ auch ein wesentlicher Teil des Hobbys ist und (zumindest meistens) keine lästige Pflicht. (Dass es mal einzelne Phasen gibt, in denen jemand einen Durchhänger hat und dann das eine oder andere Training doch nur macht, um den Stempel zu sichern, steht dem aber nicht entgegen, solange es kein Dauerzustand ist.) Welche Disziplin, ob nur regelmäßiges Training für sich als Konzentrationsübung oder intensive Wettbewerbsteilnahme, ist da für mich unerheblich. Ebenso ist für mich unerheblich, ob jemand AUCH Interesse an Waffen z. B. aus Gründen der Technik/Geschichte/etc. hat oder die nur Mittel zum Zweck sind. Auch ist unerheblich, ob er EINE eigene Waffe, eine Vielzahl von Waffen oder aber gar keine eigene Waffe (Training mit Vereinswaffen oder Waffen, die am Stand von Schützenkameraden geliehen werden) hat. Die Kenntnis und Befolgung von Sicherheitsregeln sowie der grundsätzliche Anstand im Umgang miteinander machen für mich keinen Unterschied bei der Frage, ob Sportschütze oder nicht, wohl aber, ob ich so jemanden neben mir am Stand sehen möchte, wenn ich selbst da bin. Und bei ernsthaften Mängeln ohne Bereitschaft und merkbare Eigeninitiative, diese schnellstmöglich abzustellen, auch bei der Frage, ob diese Person überhaupt mit Waffen hantieren, geschweige denn selbst welche ohne Aufsicht besitzen sollte. Kein Sportschütze, sondern ein Sportschützendarsteller ist für mich jemand, der gar kein Interesse am sportlichen Schießen sondern NUR an der Waffe hat. Für den selbst die 4 Pflichttermine im Jahr durchgehend lästige Pflicht sind und der nur so tut, als würde ihn der Sport interessieren, weil er unbedingt eine Waffe aus anderen Gründen haben will ... Eingebildete Notwendigkeit zum Schutz vor „irgendwas“ oder noch schlimmer, weil er meint, so etwas als „Schw*nzverlängerung“ zu brauchen. Und jemand, der zum „Sportschützendarsteller“ wird, um eine Waffe von vornherein für einen fremdschädigenden Zweck zu bekommen, ist nichts anderes als ein gemeingefährlicher Krimineller. (Die meisten „Sportschützendarsteller“ halte ich aber im Sinne der öffentlichen Sicherheit für harmlos, leider gibt es auch andere.) Vereinsleben über das kameradschaftliche Verhalten am Stand selbst hinaus, insbesondere Traditionskostümierung etc., ist optional für die Sportschützeneigenschaft. Das sehe ich weder positiv noch negativ, sondern da muss es einfach zum jeweiligen Verein passen, damit es menschlich passt. Ansonsten macht es jemanden nicht zum Sportschützen, weil er jede Woche drei Abende „in Uniform“ im Vereinsheim sitzt (in Gegenden, wo Schützenvereine/Traditionsvereine und Sportschießen überhaupt noch eine Schnittmenge haben, ist in vielen Gegenden ja kaum (noch) der Fall, heute oft zwei Paar Schuhe), noch schließt es jemanden aus, der wirklich nur zum Training zum Stand kommt.
  9. In ein, zwei anderen Threads habe ich mir ja mal die Mühe gemacht und eine "Versionshistorie" der Beiträge angehängt, samt Link zur Rechtschreibkontrolle und Prompt für die Korrektur-GPT... Der Admin und vielleicht auch die Moderatoren können ja auch die Versionshistorie sehen... (Erst 100% Human im Forum geschrieben, dann zur korrektur Kopiert) Der Text ist schon "Human-Made", allerdings lasse ich bei längeren Texten am Ende der Verständlichkeit wegen dann noch einmal eine Korrekturinstanz zur Fehlerkorrektur drüberlaufen: Hier ist der KI thread mit dem originalen Eingabetext und das was dann als Korrektur rauskam, Bis auf Fehlerkorrektur und einigen grammatikalischen Anpassungen keine Änderungen. Ansehbar auch ganz ohne Account. https://chatgpt.com/share/6ad5f548-fbc8-83eb-80b2-e60a38f1adb0 Wobei ich dann noch ein paar kleinere händische Änderungen an der Ausgabe gemacht habe. Alternativ hätte ich auch einfach in Office schreiben können... Es ist aber tatsächlich so das bei mir im Umfeld (Firma und privat) durchaus gewitzelt wurde das die KI nun meinen Schreibstil kopiert, weil meine (sorgfältigeren) Texte/Stellungnahme schon Jahre vor den LLM teilweise Klangen wie CGPT4 aufwärts, nur mit mehr Orthografischen Fehlern vor Rechtschreibkorrektur. Für die Faktenrecherche nutze ich aber durchaus auch KI anstelle von Suchmaschinen. Wie hier bei den Vorfällen. Ich wusste das es diese Vorfälle (Schusswaffenangriff in Kirche gestoppt, Schusswaffenangriff in Mall gestoppt) und habe darum gebeten das diese Rausgesucht werden, das -also die Liste- ist dann mitsamt Zusatzinformationen rausgefallen. Auch hier nichts anderes als wie ich schon Jahrelang vor KI im Job gearbeitet habe. Breites Faktenwissen mit dem Wissen wo die Details stehen plus dem Wissen wie die Details anzuwenden sind. Nur das es keine Dicken Regalmeter an Büchern mehr sind sondern jetzt alles Elektronisch ist. (Ja, in der Uni war ich bei den OpenBook-/Kofferklausuren immer gut, egal wie komplex die Fragestellungen waren, bei den "ohne Hilfsmittel" oft nur gerade noch Mittelmäßig)
  10. Das hört sich fast wie Satire an. Aber mal ernsthart nachgefragt: welcher Versicherungsschutz, für welche Anwendungen bzw. Fälle? Für Wettbewerbe, klar – da schreiben die Verbände vor, welche Scheiben verwendet werden müssen, und das ist auch richtig so. Aber fürs Training oder die Kontrolle der Waffe? Und man soll pauschal den Versicherungsschutz verlieren, nur weil man eine Privatkopie einer Scheibe verwendet? Da fällt es mir schwer, mir vorzustellen, auf welcher rechtlichen oder vertraglichen Grundlage sich ein solcher pauschaler Verlust des Versicherungsschutzes begründen ließe. Zumindest wäre mir keine entsprechende Regelung bekannt. Was mir einfallen würde, wären zwei Spezialfälle, in denen ich mir zumindest vorstellen könnte, dass eine Versicherung unter bestimmten Umständen versucht, die Leistung ganz oder teilweise zu verweigern und ein erfolg nicht völlig undenkbar erscheint: 1. Verwendung einer ungeeigneten oder falsch angebrachten Scheibe Man verwendet eine Scheibe, die nicht zur Anlage passt, oder bringt eine Scheibe eigenmächtig falsch an. Also so, dass die Trefferzone an einer Stelle liegt, bei der sich kritische Teile der Anlage in der Flugbahn des Projektils befinden, wenn man auf die Scheibe zielt. Beispielsweise liegt die Trefferzone direkt vor einer Halterung, oder das Projektil trifft nach dem Durchschlagen der Scheibe im richtigen Zielbereich noch ein Seil der Anlage oder ein anderes Bauteil. Je nach konkreten Umständen könnte man hier möglicherweise über grobe Fahrlässigkeit nachdenken. Bei einer bewusst herbeigeführten Gefährdung wäre gegebenenfalls auch die Frage nach vorsätzlichem Handeln zu stellen. Ob und in welchem Umfang sich daraus tatsächlich Konsequenzen für den Versicherungsschutz ergeben würden, dürfte allerdings von den konkreten Umständen und den jeweiligen Versicherungsbedingungen abhängen. Aber das gilt grundsätzlich genauso, wenn jemand eine zugelassene Scheibe bewusst falsch anbringt. Mit der bloßen Verwendung einer Privatkopie einer zugelassenen Scheibe an der dafür vorgesehenen Stelle hat dieser Fall erst einmal wenig zu tun. 2. Verwendung einer Scheibe, die möglicherweise diametral zum sportlichen Schießen steht. Man verwendet z.B. als Sportschütze eine Scheibe, die beispielsweise in den Bereich der Mannscheiben fällt. Dann könnte die Versicherung möglicherweise argumentieren, dass man weder entsprechend dem anerkannten Bedürfnis (sportliches Schießen auf Scheiben, die den Zielen einer Disziplin entsprechen) noch in einem damit zusammenhängenden Rahmen (Einschießen oder Kontrollschießen der Waffe, beispielsweise auf entsprechenden MOA-/MIL-Scheiben) geschossen hat und gegebenenfalls ein Rechtsverstoß vorliegt. Dass eine Versicherung hier möglicherweise einen Ansatzpunkt für eine Leistungsverweigerung aufgrund der illegalen Handlung sehen könnte, würde ich daher nicht grundsätzlich ausschließen. Aber auch das hat zunächst einmal nichts mit der bloßen Verwendung selbst gedruckter Anschussscheiben oder Ringscheiben zu tun. Davon abgesehen ist die Verwendung eigener Anschussscheiben zumindest auf Langwaffenständen meiner Erfahrung nach nun wirklich eine alltägliche Sache. Von Ständen mit elektronischen Systemen ohne verfahrbare Scheiben einmal abgesehen (weil es dort schlicht nicht geht), habe ich noch keinen Langwaffenstand betreten, auf dem das nicht regelmäßig an der Tagesordnung war. Natürlich ist die Tatsache, dass etwas in der Praxis üblich ist, für sich genommen noch kein Nachweis dafür, dass es rechtlich oder versicherungstechnisch in jedem Fall unproblematisch ist. Aber gerade deshalb würde mich interessieren, auf welche konkrete Vorschrift oder Versicherungsbedingung sich die Behauptung stützt, dass bereits die Verwendung einer selbst gedruckten Kopie einer ansonsten zulässigen Scheibe zum Verlust des Versicherungsschutzes führen könnte.
  11. Der „Passant“ möchte zumindest bislang selbst nicht öffentlich in Erscheinung treten. Seine Identität ist allerdings bekannt. Warum er sich genau zu diesem Zeitpunkt an der Schule aufhielt, wurde nicht genannt. Ob es Zufall war, weil er in der Nähe wohnt, oder ob er seine Kinder abholen wollte, ist also unklar. Fest steht jedenfalls, dass er Vater zweier Töchter ist, die selbst diese Schule besuchen und sich zum Zeitpunkt des Angriffs auch im Schulgebäude befanden. Ob er ohne diesen persönlichen Bezug genauso gehandelt hätte, ist natürlich reine Spekulation. Aber unter diesen Umständen hätte wohl die überwiegende Mehrheit der zivilen Waffenträger vermutlich ähnlich gehandelt. Und ich hoffe, dass wir uns zumindest auf die Tatsache einigen können, dass in einer solchen Situation – also bei einem Schulamoklauf, bei dem der Täter wahllos auf Menschen schießt und nicht „nur“ eine bestimmte Person oder Personengruppe als Ziel hat – wirklich JEDE einzelne Sekunde zählt, die man ihn früher stoppen kann. Denn anders als bei Taten, bei denen gezielt bestimmte Personen angegriffen werden, muss ein solcher Täter nicht erst lange nach seinen Opfern suchen. Er findet praktisch überall potenzielle Opfer, auf die er schießen kann. Die Tatwaffe soll übrigens wohl eine "Schrotpumpe" gewesen sein die die Mutter des 16 Jährigen Täters gekauft hat. Angeblich, aber dazu gibt es noch keine offiziellen Statements die ich kennen würde, sollen auch Psychische Probleme bekannt gewesen sein. Wenn es so wäre, dann wäre es leider nicht das erste mal das Eltern ihren als Psychisch bereits belasteten Kindern zugang zu einer Waffe ermöglicht haben, Fahrlässig oder sogar bewusst. (Nicht zuletzt Winnenden wurde ja auch erst dadurch ermöglicht) Bei Schulamokläufen in den USA bis auf einen Diskussionswürdigen Fall tatsächlich nicht. Das ist auch sehr unwahrscheinlich, weil Schulen samt ihrer Umgebung in den meisten Gegenden Gun-Free Zones sind. Aber bei Amoktaten außerhalb von Schulen gab es durchaus schon mehrere Fälle. Darunter auch Fälle wie der zuletzt bekannt gewordene, bei dem der Täter zwar nicht durch den Eingreifenden getroffen, jedoch durch dessen Eingreifen gestört, abgelenkt und teilweise in seiner Deckung festgenagelt wurde. Dadurch sind vermutlich tatsächlich Menschenleben gerettet worden, auch wenn die Polizei letztlich den Täter gestoppt hat. Diese Fälle finden allerdings meist nur dann ein Medienecho, wenn sie besonders spektakulär sind oder ohnehin schon über Social Media verbreitet werden. Einige Beispiele: 1. Greenwood Park Mall – Indiana, USA 15 Sekunden nach dem ersten Schuss wurde der Täter von einem Zivilisten erschossen. Bis dahin hatte er 24 Schüsse abgegeben, drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Man rechne das einmal auf die Zeit bis zum Eintreffen des ersten Polizeibeamten (LEO) hoch. Der Täter hatte noch mehrere Magazine mit insgesamt weit über 100 Schuss Munition am Körper. Hier wurde mit ziemlicher Sicherheit eine zweistellige Zahl von Menschenleben gerettet. 2. Sutherland Springs – Texas, USA Eine Kirche – dieser Fall war auch hierzulande in den Medien. Ein Nachbar hörte die Schüsse, holte sein AR-15 aus dem Haus und traf den Täter mit zwei Schüssen. Daraufhin ergriff dieser die Flucht und erschoss sich später selbst. Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits 26 Menschen tödlich getroffen worden. Ob und wie viele weitere Menschen durch das Eingreifen gerettet wurden, darüber kann man nur spekulieren. 3. West Freeway Church of Christ – Texas, USA Ein Angreifer mit einer Schrotflinte eröffnete während des Gottesdienstes das Feuer. Er wurde innerhalb von sechs Sekunden von einem ehrenamtlichen Sicherheitsverantwortlichen der Gemeinde erschossen. Etwa 240 Gottesdienstbesucher waren anwesend. Bis dahin hatte der Täter einen anderen Sicherheitsverantwortlichen und eine weitere Person tödlich getroffen. 4. Louie's Grill & Bar – Oklahoma City, USA (24. Mai 2018) Ein Angreifer feuerte in ein Restaurant und verletzte drei Menschen. Zwei Zivilisten bemerkten die Schüsse, holten unabhängig voneinander ihre Pistolen aus ihren Fahrzeugen und erschossen den Täter außerhalb des Restaurants. Bis dahin gab es drei Schussverletzte. 5. Charleston – West Virginia, USA (25. Mai 2022) Ein Angreifer holte nach einem Streit eine Waffe und eröffnete das Feuer auf eine Gruppe von Menschen, die sich bei einer Party an einem Wohnkomplex aufhielten. Er wurde von einer anwesenden Frau erschossen, bevor auch nur ein einziger Partygast getroffen wurde. 6. Pearl High School – Mississippi, USA (1. Oktober 1997) Der Täter, der zwei Schülerinnen getötet und sieben weitere Menschen verletzt hatte, wurde vom stellvertretenden Direktor überwältigt. Dieser hatte seine Waffe aus seinem Auto geholt, als der Angriff begann. Allerdings schien der Täter zu diesem Zeitpunkt bereits dabei zu sein, das Gelände zu verlassen. Ob durch das Eingreifen also lediglich seine Festnahme ermöglicht wurde oder tatsächlich weitere Menschenleben gerettet wurden, ist unklar. Und das sind nur ein paar Beispiele! Es gibt eine Studie der Texas State University über 634 Schusswaffenangriffe, von denen 70 durch eingreifende Zivilisten beendet wurden. In 29 Fällen wurde der Täter dabei erschossen. DAS SIND DIE FAKTEN! Nur, um nicht missverstanden zu werden: Bin ich deshalb für „2A-Verhältnisse“ in Deutschland oder halte ich die gegenwärtigen Zustände in den USA für erstrebenswert? ABSOLUT NICHT! Im Gegenteil: Ich bin im Moment durchaus froh darüber, dass ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob es sinnvoll wäre, meine Waffe mitzunehmen, weil ich sie möglicherweise brauchen könnte. Dass die Wahrscheinlichkeit, sie tatsächlich zu benötigen, so gering ist, dass es völlig widersinnig wäre, das zusätzliche Gewicht den ganzen Tag mit mir herumzutragen. (Und ja, ich führe teilweise durchaus auch mal mehrere Stunden am Stück eine Kurzwaffe im Kaliber 9 × 19 mm.) Und das sage ich als jemand, zu dessen engstem Freundeskreis Angehörige eines Opfers eines Schusswaffenamoklaufs gehören. Das Opfer wurde schwer verletzt, ist glücklicherweise aber wieder genesen. Diese Angehörigen waren übrigens auch schon mehrfach mit mir auf dem Schießstand, erst vor Kurzem wieder. Ich sehe zwar mit Bestürzung, wie sich auch hierzulande die Sicherheitslage im Hinblick auf potenziell tödliche Gewalt verändert – sei es durch Messerangriffe oder sogar durch Angriffe ganz ohne Waffen, etwa wenn mehrere Personen auf jemanden eintreten, der bereits am Boden liegt. Aber als unmittelbar Angegriffener nützt einem eine Schusswaffe in solchen Situationen oft nicht viel. Dass man sie in solchen Momenten noch rechtzeitig und wirksam einsetzen kann, funktioniert meist nur in Actionfilmen. Als Zeuge könnte man vielleicht eingreifen. Allerdings ist der eigentliche Angriff dann häufig schon geschehen. Und in den meisten Fällen handelt es sich eben auch nicht um Amoktaten, bei denen das Stoppen des Täters zahlreiche weitere Opfer verhindern würde. Falls sich die Schusswaffenkriminalität (insbesondere mit illegalen Schusswaffen) und die allgemeine Schwerkriminalität jedoch immer weiter zum Negativen entwickeln und unser Staat nicht endlich wirksam dagegen durchgreift, mag das irgendwann anders aussehen. Im Moment sehe ich darin aber schlicht keinen Sinn. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es mehr Schaden als Nutzen bringen würde, wenn plötzlich Hunderttausende legale Waffenbesitzer (LWB) jederzeit bewaffnet herumlaufen würden. In den USA haben wir allerdings eine völlig andere Situation: Dort existiert bereits eine immense Zahl an Schusswaffen in unbekannten Händen. Niemand weiß auch nur annähernd, wie viele es tatsächlich sind. Hinzu kommen die gesellschaftlichen Verhältnisse: Armut kann dort tatsächlich bedeuten, nichts zu essen und kein Dach über dem Kopf zu haben. Eine einzige schwere Erkrankung kann die wirtschaftliche Existenz vernichten. Viele Menschen mit psychischen Problemen können keine angemessene Hilfe in Anspruch nehmen. Dazu kommt ein insgesamt wesentlich höheres Gewaltniveau – und das bei gleichzeitig deutlich leichter verfügbaren Schusswaffen. Gleichzeitig gibt es dort viele Gegenden, in denen die Polizei im Ernstfall fast eine Stunde Anfahrtszeit hat. Farmhäuser, bei denen im Umkreis von zehn Kilometern nicht einmal ein einziger Nachbar wohnt. Die Bewohner wären ohne eigene Möglichkeiten zur Selbstverteidigung praktisch jedem ausgeliefert, der mit einer Waffe auftaucht. Dazu kommen Regionen mit tatsächlich gefährlichen Wildtieren. Bärenspray ist gut und als erste Maßnahme oft sogar besser geeignet als eine Schusswaffe. Aber es gibt dokumentierte Fälle, in denen es eben keine dauerhafte Lösung war: Opfer wurden mit leerer Spraydose gefunden, und entlang ihres Rückzugswegs ließen sich mehrere Angriffsstellen feststellen. Das Tier ließ sich also offenbar nicht dauerhaft vertreiben. Und in den Städten ist der Anteil bewaffneter Täter unter den Schwerkriminellen ebenfalls sehr hoch. Dort sind Schusswaffen in bestimmten kriminellen Milieus eher die Regel als die Ausnahme. Trotzdem ist der augenblickliche Zustand in den USA fatal. Zu wenig Kontrolle, zu wenige beziehungsweise unzureichend durchgesetzte Aufbewahrungsvorschriften. Man schaue sich nur an, wie viele Unfälle dadurch passieren, dass Kleinkinder mit ungesicherten Schusswaffen spielen und sich selbst oder andere dabei verletzen oder sogar töten. Während Trumps erster Amtszeit wurde sogar eine bundesrechtliche Regelung aufgehoben, die den Waffenerwerb für bestimmte Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen beziehungsweise entsprechenden sozialrechtlichen Einstufungen einschränken sollte. (Gleichzeitig kann jemand, der vor 30 Jahren ein entsprechendes Steuerdelikt begangen hat und seitdem nie wieder straffällig geworden ist, unter Umständen weiterhin vom legalen Waffenerwerb ausgeschlossen sein. Dasselbe kann jemanden betreffen, der vor ebenso langer Zeit in bestimmten Bundesstaaten an seinem 18. Geburtstag mit seiner zwei Tage jüngeren Freundin geschlafen hat, die inzwischen seit Jahrzehnten seine Ehefrau ist.) Auch wenn ich also für die dortigen Verhältnisse in einigen Regionen durchaus eine gewisse Berechtigung für das Führen von Schusswaffen („Carry“) durch Zivilisten sehe, liegt in den USA waffenrechtlich und gesellschaftlich noch sehr vieles im Argen. Mit gründlichen Zuverlässigkeitsüberprüfungen beim Waffenkauf, strengen Regeln zur Aufbewahrung, einer konsequenten Registrierung und einem verpflichtenden Grundkurs von beispielsweise 16 Stunden könnte man bei weiterhin legalem Waffenbesitz für rechtstreue Bürger schon viel erreichen. Und das Führen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit sollte dann, wie es in einigen Bundesstaaten bereits in ähnlicher Form geregelt ist, an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft sein: Ein gründlicher Lehrgang, nachgewiesene Handhabungssicherheit, ausreichende Treffgenauigkeit und eine absolut saubere Weste – also auch keine einschlägigen Auffälligkeiten wie Trunkenheitsfahrten (DUI) oder Vorfälle mit Gewaltbezug. Das wäre für mich ein wesentlich vernünftigerer Weg als entweder die gegenwärtigen Zustände einfach hinzunehmen oder pauschal das Recht auf bewaffnete Selbstverteidigung infrage zu stellen. Aber für die "pro 2A" USAler ist das ja schon schlimmster Kommunismus und Unterdrückung
  12. Beim BDS gibt/gab es in einigen Landesverbänden die Möglichkeiten der Einzelmitgliedschaft direkt im Verband ohne Verein. Ist aber weniger geworden! So gibt es LV wo es bisher möglich war, die nur noch Altmitgliedschaften (als Einzelmitglied) fortführen und LV die gar keine Einzelmitglieder haben. Zu LV2 kann ich nichts sagen, ein schneller Blick auf die Website die du gepostet hast zeigt aber das man bei der Beantragung des Sportpasses nur Vereine auswählen kann und die Option Einzelmitglied oder sonstiges gar nicht auswählbar ist. Das legt natürlich den Schluss nahe das der LV gar keine Einzelmitglieder kennt, weder Altbestand und erst recht als Neumitglieder. Aber das ist auch nur Vermutung. Warum nicht direkt beim LV anfragen, die können VERBINDLICHES und AKTUELLES dazu sagen! Ob die Möglichkeit besteht Einzelmitglied in einem anderen BDS-LV, der noch neue Einzelmitgliedschaften anbietet, zu werden ohne in dessen Bereich zu wohnen weiß ich nicht. Dazu müsste man bei diesem LV anfragen. ABER: Ohne jetzt alle LV Bedingungen zu kennen: Es ist/War es wohl (oft/immer?) so das die Einzelmitgliedschaft erheblich mehr kostet als der Verbandsanteil bei einer Mitgliedschaft pro Verein ausmacht. Teilweise im selben Bereich oder sogar teurer als die Mitgliedschaft in einem günstigen Verein (der aber vermutlich dann Standgebühren zusätzlich nimmt) inkl. Verbandsbeitrag. Sparen kann man damit also meist nur wenig was wohl auch gewollt ist. Zudem sagt mein Bauchgefühl das solche Entscheidungen (aus einem Verein ausscheiden obwohl die Mitgliedschaft "hilfreich" ist) nur selten aus finanziellen Gründen erfolgt sondern meist eher weil man sich einfach in dem Verein nicht mehr wohlfüht oder mit vielen dort nicht mehr "kann". (Was von beiden Seiten ausgehen kann, also ohne "Schuldzuschreibung") Was spricht dagegen sich einen anderen Verein zu suchen? Falls es nur um die Verbandsmitgliedschaft geht und der bisherige Verien einer der "sehr teuren" ist, kann man ja auch einen günstigen wählen wo man etwas weiter fahren müsste...
  13. Wie schon von anderen geschrieben, kann es durchaus sein, dass daran überhaupt nichts problematisch ist, Erwerb und Besitz völlig okay sind und die Waffe auch weiterhin völlig zu Recht auf Gelb eingetragen ist. Das wäre der Best Case. Aber betrachten wir mal, was der Worst Case wäre, also wenn die Behörde, Staatsanwaltschaft oder das Gericht der von @Qnkelgenannten Rechtsauffassung folgen würde. Angenommen, der Erwerb wäre 2004 tatsächlich illegal gewesen: 1. Zum Erwerb Unerlaubter Waffenerwerb aufgrund eines Rechtsirrtums ist weiterhin unerlaubter Waffenerwerb, also grundsätzlich strafbar. Gleiches gilt für den anschließenden unerlaubten Waffenbesitz. Unerlaubter Waffenbesitz ist ein Dauerdelikt, und die Tat ist erst abgeschlossen, wenn die unerlaubt besessene Waffe nicht mehr unerlaubt besessen wird. Die Behörde hat vom Waffenerwerb im Jahr 2004 Kenntnis erhalten und die Waffe in die gelbe WBK eingetragen. Ein Eintrag in die WBK stellt, auch wenn dieser aufgrund eines Fehlers erfolgt, laut mehreren Urteilen eine gültige Besitzerlaubnis dar, die allerdings zurückgenommen werden kann. Damit wäre die Tat „unerlaubter Waffenbesitz“ ab Aushändigung der WBK mit dem Eintrag beendet, da es ab diesem Zeitpunkt „behördlich erlaubter Waffenbesitz“ war. (Insbesondere, da ja auch keine vorsätzliche Täuschung etc. im Spiel war.) Die Verjährungsfrist bei unerlaubtem Waffenbesitz beträgt in dieser Konstellation fünf Jahre. Die Frist beginnt nach Abschluss der Tat zu laufen, in diesem Fall also ab Eintragung der Waffe in die WBK. Damit wäre die Tat strafrechtlich irgendwann im Jahr 2009 verjährt gewesen. Der rechtmäßige Besitz besteht bis auf Weiteres fort. 2. Die Entdeckung (ebenfalls Worst Case) Die Behörde stellt 2026 fest, dass die Waffe mangels passenden Bedürfnisses nach ihrer Rechtsauffassung gar nicht auf Gelb hätte eingetragen werden dürfen. Wenn sie der Meinung ist, dass ihre Rechtsauffassung die richtige ist, wäre sie nach § 45 Abs. 1 WaffG sogar verpflichtet, ein Rücknahmeverfahren einzuleiten (üblicherweise mit dem Versenden eines Anhörungsbogens). Wenn die Rücknahme dann erfolgt, ist damit die Pflicht verbunden, die Waffe bis zu einem bestimmten Stichtag einem Berechtigten zu überlassen oder unbrauchbar zu machen. Geschieht dies fristgerecht, ist zwar die Erlaubnis für diese eine Waffe weg, aber es liegt dadurch kein weiterer Verstoß des Betroffenen gegen das WaffG vor. 3. Die Würdigung des Erwerbs Wenn die Behörde die Meinung vertritt, dass bereits der Erwerb und der temporäre Besitz bis zum Eintrag illegal waren, könnte sie prüfen, ob dies einen Einfluss auf die Zuverlässigkeit hat. In Betracht kommt dafür aber (nur) § 5 Abs. 2 Nr. 5 WaffG: „Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen in der Regel Personen nicht, die wiederholt oder gröblich gegen die Vorschriften eines der in Nummer 1 Buchstabe c genannten Gesetze verstoßen haben.“ Anders als bei den anderen Punkten zur Unzuverlässigkeit sind hier KEINE festen Ausschlussfristen genannt. Also darf grundsätzlich auch ein bereits seit 17 Jahren verjährter Verstoß in die Betrachtung einbezogen werden. Dies wurde z. B. im Beschluss vom 21.12.2012 – 11 LA 309/12 des OVG Niedersachsen bestätigt. https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-niedersachsen/2012-12-21/11-la-309-12 Allerdings wurde im selben Beschluss ebenfalls festgestellt, dass es, gerade weil es keine festen Fristen gibt, auf die Gesamtwürdigung der Umstände ankommt. Insbesondere auch im Verhältnis zu den anderen Fällen der Unzuverlässigkeit, für die feste Fristen gelten. Gesamtwürdigung heißt: Schwere des Verstoßes, Zeitablauf seit dem letzten Verstoß und die Frage, ob es weitere Verstöße in der Zwischenzeit gab. Dies ist im Rahmen einer Zuverlässigkeitsprognose zu würdigen. Mit jedem Jahr, das vergeht, verliert ein zurückliegender Verstoß bei dieser Prognose an Gewicht, zumindest wenn keine zusätzlichen Verstöße dazukommen. Bei einem einmaligen, fahrlässigen Verstoß aufgrund eines Rechtsirrtums, dem offenbar auch die Behördenmitarbeiter damals unterlegen sein müssen, ohne jede Böswilligkeit oder Verdeckungsabsicht, bei fristgerechter Meldung des Erwerbs und danach 22 beanstandungsfreien Jahren, dürfte es sehr schwer sein, eine negative Zuverlässigkeitsprognose zu begründen. Auch wenn der Verstoß zum damaligen Zeitpunkt vor fast jedem Gericht als „gröblich“ durchgegangen wäre. Gerade auch, wenn man sich ansieht, welche Verstöße nach fünf Jahren bereits „erledigt“ sind – zumindest als Einzelfall, wenn die Person danach beanstandungsfrei geblieben ist. Rein vom Gesetzestext her würde ein damals tatsächlich unrechtmäßiger Erwerb zwar grundsätzlich die Annahme der Unzuverlässigkeit ermöglichen. Aber dass eine Behörde damit auch vor Gericht durchkäme, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ja, im Worst Case ist das zu berücksichtigen, aber in der realen Welt wäre diese Fallkonstellation beim absoluten Großteil der Waffenbehörden vermutlich kein Grund, deswegen ein Fass aufzumachen. 4. Meine persönliche Einschätzung Allerdings halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass bis jetzt überhaupt kein Verstoß vorliegt. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die Waffe weiterhin (auf Gelb) behalten werden darf. Ist halt nur die Frage, ob man sich den Stress antun will, wenn die Waffenbehörde dies anders sieht (aber darüber hinaus nichts unternehmen will). Ich würde das vermutlich davon abhängig machen, wie oft ich die Waffe wirklich nutze. Wenn es eine Schrankwaffe ohne emotionalen oder größeren materiellen Wert ist und die Waffenbehörde kein sofortiges Einlenken signalisiert, würde ich vermutlich klarstellen, dass ich mich weiterhin im Recht sehe, aber „sowieso“ schon mit dem Gedanken an einen Verkauf gespielt habe und mich innerhalb der nächsten zwölf Wochen durch Verkauf von der Waffe trennen werde, bevor ein offizielles Verfahren eingeleitet wird. Es gibt bei mir beispielsweise Waffen, bei denen ich es so machen würde, und andere, bei denen ich mit Klauen und Zähnen auch durch mehrere Instanzen kämpfen würde. Jedoch eines muss klar sein: Sobald die Behörde anfängt ernst zu machen, also tatsächlich Anhörungsbögen verschickt, womöglich solche wo es nicht nur um das fehlen einen aktuellen Bedürfnisses sondern auch noch der Vorwurf eines illegalen Erwerbs damals gemacht wird, sollte die Konsultation eines spezialisierten Anwalts dringend erfolgen. Auch jegliche Äusserung gegenüber der Behörde zu dem Fall, ausser vielleicht wenn man keinen Wert auf die Waffe legt die Bemerkung das man sowieso gerade über einen Verkauf nachgedacht hat weil keine Lust auf diese Waffe mehr (um Abzuklopfen ob damit das Thema "einfach" begraben werden kann wenn die Behörde den festen Vorsatz hat den Besitz zu beendenl) sollte vorher anwaltlich geprüft werden.
  14. Will nicht behaupten, dass man es so keinesfalls sehen kann, aber die Rechtsprechung ist da eher etwas anderer Meinung, wenngleich sie das Bedürfnis ebenfalls für wichtig hält. Allerdings betrachtet sie die Erwerbserlaubnis trotzdem als gültig und das fehlende Bedürfnis lediglich als Grund für die Versagung der Besitzerlaubnis (die Behörde lehnt die Eintragung ab). Nachzulesen beispielsweise im Urteil vom 18.04.2016 – 4 Bf 299/13 des OVG Hamburg: https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-hamburg/2016-04-18/4-bf-299-13 Dort ist das Gericht davon ausgegangen, dass die gelbe WBK rechtlich eine Erwerbserlaubnis sowie eine temporäre Besitzerlaubnis für zwei Wochen für alle darauf genannten Waffenarten – Einzellader- und Repetierlangwaffen mit glatten oder gezogenen Läufen (und andere) – darstellt (sofern diese nicht anderweitig verboten sind). Das Bedürfnis wird im Rahmen der Erteilung der dauerhaften Besitzerlaubnis geprüft. Ohne Bedürfnis keine Eintragung, und die Waffe muss zeitnah einem Berechtigten übergeben werden. Die (dauerhafte) Besitzerlaubnis stellt eine eigene Erlaubnis dar und wird nach Prüfung der Voraussetzungen durch den Eintrag in die WBK durch die Behörde erteilt. Diese kann zwar widerrufen werden, wenn die Behörde nachträglich feststellt, dass ihr bei der Prüfung ein Fehler unterlaufen ist, gilt aber bis zum Widerruf als reguläre Erlaubnis fort. Ganz logisch betrachtet muss es auch so gesehen werden, denn sonst müsste (und hätte) bei wirklich jedem, der eine Waffe auf JS oder gelbe WBK kauft und dem dann von der Behörde mit der Begründung „kein Bedürfnis“ die Eintragung verweigert wird, unmittelbar ein Verfahren wegen unerlaubten Waffenerwerbs und Waffenbesitzes (wenn die Erwerbserlaubnis ungültig ist, dann auch die für den temporären Besitz) eröffnet werden müssen. Ich kenne aber keinen solchen Fall. Das ist etwas anders bei der roten WBK für Sammler, bei der die Erlaubnis ja von vornherein auf Waffen begrenzt ist, die ins Sammelgebiet fallen. Eine Waffe, die nicht ins Sammelgebiet fällt, ist somit außerhalb der Erlaubnis erworben worden. Bei einer doppelten Waffe, also einer Waffe, die ins Sammelgebiet fällt, aber schon mehrfach identisch vorhanden ist, müsste hingegen wieder dasselbe gelten wie bei der gelben WBK oder dem JS.
  15. In diesem Fall muss ich mich der Meinung von ASE wohl anschließen … Die Masche ist eigentlich altbekannt. Neu ist eher, dass sich Betrüger inzwischen offenbar auch mit vergleichsweise kleinen Beträgen beschäftigen. Vermutlich ist der Aufwand durch Automatisierung und KI deutlich gesunken. Gerade bei Firmen lief so etwas früher häufig in deutlich größeren Dimensionen ab – mehrere Tausend oder sogar Hunderttausende Euro waren keine Seltenheit. Typischerweise wurde zunächst ein Rechner oder E-Mail-Konto kompromittiert, zum Beispiel über präparierte Office-Dokumente. Als Bewerbungen getarnte Dateien mit schädlichen Makros waren dabei lange ein Klassiker. Hatten die Angreifer Zugriff, konnten sie das Postfach nach Rechnungen und anderen Zahlungsanweisungen durchsuchen. Kam eine interessante Rechnung herein, wurde sie teilweise noch vor dem Öffnen abgefangen, die Bankverbindung im Dokument geändert und anschließend wieder ins Postfach gelegt. Das Gemeine daran: Der Vorgang selbst war echt. Geschäftspartner, Namen, Anschriften, Artikel und Rechnungsbetrag stimmten. Nur die Zahlungsdaten waren manipuliert. Teilweise stand sogar ausdrücklich dabei: „Achtung, Bankverbindung geändert.“ Wenn bei größeren Beträgen dann kein Abgleich über einen zweiten Kommunikationsweg erfolgte – also Telefon, Messenger usw.; E-Mail eignet sich in so einem Fall natürlich nicht –, war das Geld schnell weg. Der höchste mir persönlich bekannte Schadensfall lag bei rund 200.000 Euro. In diesem Fall gab es sogar ein Warnzeichen: Die Rechnung stammte angeblich von einer bekannten Mitarbeiterin des Geschäftspartners, die sich bereits drei Monate zuvor von den Kunden verabschiedet hatte. Man nahm einfach an, sie sei zu ihrem früheren Arbeitgeber zurückgekehrt. Die Angreifer hatten offenbar schon einige Zeit mitgelesen und die Auftragsanbahnung verfolgt. Anhand älterer Rechnungen konnten sie das passende Rechnungsformular vermutlich schon vorab vorbereiten. Auf dem Rechner der Buchhaltung wurde später tatsächlich Schadsoftware nachgewiesen. Besonders ärgerlich: Die IT hatte zuvor mehrfach auf die notwendige Modernisierung hingewiesen. Die Geschäftsführung hatte die Umstellung der rund 30 Arbeitsplätze mit Office und direktem Aussenkontakt in der Fa. aus Kostengründen abgelehnt. Office 2002 müsse schließlich reichen – und das war, wenn ich mich richtig erinnere, 2017 oder 2018. Am fehlenden Geld lag es übrigens nicht … Also, bis auf die eher lächerliche Summe, genau das Vorgehen was hier vermutet wird.
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