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Klaas

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  1. Vor Jahren habe ich eine gebrauchte Waffe direkt vor Ort beim Händler gekauft. Dass der Lauf eine leichte Aufbauchung hatte, habe ich erst zu Hause beim Putzen gemerkt. Noch am gleichen Tag, an dem ich die Waffe gekauft hatte, ging sie an den Händler zurück, der das auch akzeptierte. Aber - Ich hatte sie für Stunden in meinem Besitz und der Händler hatte selbstverständlich schon den Verkauf gemeldet. Das Ordungsamt hat mir in einem einzigen Verwaltungsvorgang die Waffe ein- und sogleich wieder ausgetragen. Daher fielen die Verwaltungskosten nur einmal an. Nun hätte ich natürlich diese Kosten vom Händler verlangen können, aber das wäre auf eine juristische Auseinandersetzung hinaus gelaufen und für die 15 DM, um die es damals ging, war mir meine Zeit zu wertvoll. Klaas
  2. Nein. Eine Vorderladerwaffe gilt als geladen, sobald sich Pulver in der Waffe befindet. Dann darf sie z.B. schon nicht mehr aus der Hand gelegt werden. Pulver drin: Nix teilgeladen - Geladen. Klaas
  3. Vorderlader-Kurzwaffen sind *hinter* dem Schützenstand zu laden. Dann muss man sich umdrehen in Richtung Kugelfang. Dabei muss die Waffe nach zwingend nach oben zeigen. Erst danach darf sie in Richtung Kugelfang abgesenkt werden. Alles andere: Standverweis. Gewehre ohnehin immer nach oben, sofern sie nicht abgelegt werden. Die gute alte Regel für alle Langwaffen, weil man da ja ein Bajonett dran machen konnte, zumindest bei den ehemaligen Militärwaffen. Bajonett im Fuß macht sich nicht so toll. Gute, alte Gewohnheiten sollte man beibehalten. Klaas
  4. Die BW-Version war meines Wissens damals schon eine weichgespülte Version. Warum man aber als LW-Stopsler unbedingt den Panzer besingen sollte? Kein Uffz wußte das. Klare Antwort war: Isso. Klaas
  5. Im Raum Nürnberg waren Feuerwerk und Knallerei zwar deutlich reduziert, aber die Betonung liegt hier auf dem Wort "reduziert". Von Null konnte keine Rede sein. Klaas
  6. Das kann man so sehen. Ich habe zwei Erfahrungen gemacht. Verträge mit dem BWB und Verträge mit kleinen Käufern, die sich den Luxus eines BWB nicht leisten konnten. Die kleinen Käufer haben sich auf dem Markt umgesehen und sich etwas gesucht, das in etwa ihren Wünschen entsprochen hat. Dann hat man mit dem Hersteller über kleinere Änderungen verhandelt und der Vertrag war fertig. Das BWB-Produkt hat 15 Jahre oder länger bis zum ersten Gerät benötigt, der Kleine hat seins nach 4 Jahren. Dann sieht man irgendwann ein nagelneues BWB-Produkt und das Ergebnis eines kleineren Käufers nebeneinander. Anschließend fragt man den Bundeswehrsoldaten, der neben einem steht, worüber er sich ärgert. Antwort: Wir haben jetzt ein Produkt von vorgestern und die da (gemeint: die Kleinen) haben das Neueste vom Neuen. Wenn es hart auf hart ginge, hätten wir gegen die da (gemeint: die Kleinen) keine Chance. Übrigens sollte man nicht unbedingt glauben, das BWB (oder wie auch immer die Behörde gerade heißen mag), hätte die schlechteren Juristen. Meiner Meinung nach trifft das nicht zu. Aber die Amtsjuristen können nur das in die Verträge schreiben, was die Amtstechniker ihnen an technischen Daten vorgeben. Wenn da z.B. unrealistische Umweltszenarien genannt werden, wird das einem Juristen kaum auffallen. Das gilt ebenso, wenn z.B. unrealistische Prüfszenarien für die Abnahme genannt werden, wie es beim G36 der Fall war. Das Problem des Verteuern von Wehrmaterial dürfte im wesentlichen an den unnötig langen Laufzeiten liegen. Beispiel 1 aus der Vergangenheit (damit ich nicht so unangenehm auffalle): Die Steuerung eines Großgerätes soll per Computer erfolgen. Stand der Technik bei CPUs ist der Z80, ein 8-Bit-Prozessor. Als Anzeige ist ein zweizeiliges Display vorgesehen (das ist kein Witz). Aber die Projektentwicklung dauert, wie beim BWB üblich. Jetzt soll die CPU auf den Intel 8080 umgestellt werden. Dann wird es der 8086. Dann wird es ... usw. Nach einer Ewigkeit wird das Projekt fertig und das Gerät wird nun per zweizeiligem Display gesteuert und überwacht. Nebenan steht ein ähnliches Gerät für einen Kleinen. Dem haben wir die neueste Rechnergeneration, mit genormtem Datenbus und Flachbildschirmen eingebaut. Raten Sie mal, was mir der BW-Soldat dazu gesagt hat, der den Kleinen besichtigen konnte. Beispiel 2 aus der Vergangenheit: Während eines Zeitraums von 15 Jahren oder mehr haben eine Menge Leute Zeit, über zusätzliche Wünsche nachzudenken. Man schaut ja auch über den Tellerrand und möchte jetzt zusätzlich dies oder jenes haben. Oder Änderungen sind unerlässlich, weil es bestimmte Komponenten aufgrund der langen Laufzeit einfach nicht mehr gibt, CPUs sind ein gutes Beispiel. Als Lieferant kann man solche Änderungswünsche nicht ignorieren. Aber Änderungen bedeuten, dass man bereits Entwickeltes und/oder Gebautes wegwerfen oder umbauen muss. Jedenfalls muss man in Teilen neu anfangen. Und das kostet nun mal. Wenn man dann während der Entwicklungs- und Bauphase rund 300 Änderungen und Nachforderungen hat, dann ist man schnell bei vielen Millionen an Zusatzkosten. Mein kaufmännischer Partner und ich konnten bei der obligatorischen amtlichen Preisprüfung immer die Mehrkosten rechtfertigen. Nicht - weil wir besser waren, sondern weil der Aufwand das rechtfertigte. Übrigens haben wir bei den Vertragsverhandlungen und bei den Preisprüfungen nie einen Juristen gebraucht. Soweit zum Thema die Industrie hat die besseren Juristen. Letztlich muss ich doch noch eine Lanze für das BWB brechen. Die Behörde hängt letztlich an den Entscheidungen des Parlaments. Wenn dort die Gelder für dringend benötigtes Material nicht freigegeben werden, bleibt das Projekt liegen. Aber die Technik geht weiter, in den Ausschreibungen definiertes veraltet und nach drei Jahren des Wartens ist es jedem, auch im BWB klar, dass man im Grunde mit der Ausschreibung in vielen Teilen neu anfangen muss. Wehrtechnik wird aber nicht billiger, nur weil CPUs und andere Bausteine billiger werden, im Gegenteil, in aktuelle Rechner kann und muss man aufgrund gestiegener Bedrohungsszenarios mehr hinein stopfen, der Aufwand für Software wird höher usw. Die Kostenspirale hat begonnen, sich zu drehen. Man sollte dabei bedenken, dass auch ein potentieller Gegner sein Material ständig verbessert oder aufgrund der veränderten Weltlage soll das Gerät in einer ganz anderen Umgebung eingesetzt werden, als ursprünglich geplant. Krasses Beispiel: Statt eisige Sowjetunion ist nun extreme Hitze am Golf oder in Afghanistan angesagt. Ich höre jetzt lieber auf, das Thema ist nicht gut für meinen Blutdruck. Klaas
  7. Mal eine Frage am Rande: Wieso benötigt man für so was banales wie ein Gewehr eine mehrjährige Phase, um eine Ausschreibung zu erstellen? Meine Ideen als Amateur-Ausschreiber für banale Dinge, was hier gebraucht wird: Munition: Standardmunition, also .223 Magazin: Standard, muss mindestens mit US kompatibel sein. Verstellbare Schaftlänge. Dürfte ja keine Raketenwissenschaft sein Temperaturbereich: Alaska im Winter bis Sahara im Sommer Genauigkeit und Reichweite: Man frage Soldaten, die z.B. in Afghanistan in Kämpfe zu bestehen hatten Genauigkeit und Häufigkeit der Schussabgabe: Man frage Soldaten, die (siehe oben) Fehlerrate pro 10.000 Schuss Lebensdauer: Soll der Anbieter angeben, was er sich halt zutraut. Art der Visierung: Banales Eisen, ZF, Rotpunkt oder alles zusammen? Was soll alles bei Bedarf an-, unter, vor- oder draufgebaut werden? Stufe zwei der Ideen eines Amateur-Ausschreibers: Von der o.g. Sorte gibt es von vielen Herstellern viele Varianten, bei denen anfragen Die o.g. Punkte sind mit einer Kleinst-Serie nachzuweisen. Munition wird gestellt. Da wird wohl ein Gewehr dabei sein, das zu 90% passt. Das wird gekauft. Fertig. Klaas P.S. Ich kenne die Ausschreibungs-Praxis des BWB aus eigener Anschauung, und weiß natürlich, dass es nicht so einfach sein kann.
  8. Nicht jeder hat einen PC, von Smartphone ganz zu schweigen, viele Schützen sind schließlich ältere Semester. Daher kam der Wunsch, dass man sich auch telefonisch anmelden können müsste. Dann soll also ein Freiwilliger zwei- bis viermal pro Woche Telefondienst über mehrere Stunden schieben? Irgendwann hört es auf. Daher: Nix Telefonanmeldung und die ausschließlich Smartphoner sollen sehen, wo sie bleiben. Mir kann keiner erzählen, dass ein Smartphoner nicht irgendwo einen PC rumstehen hat. Übrigens - In unserem Verein gab es bisher wegen der Doodle-Anmeldung keine einzige Beschwerde, sondern eine Menge Zustimmung. Es kam bereits die Idee auf, das in Zukunft beizubehalten, dann könne jeder sehen, wann ein Stand frei wäre. Klaas
  9. Mein bayerisches Ordnungsamt war da ganz anderer Meinung. Begründung: Dann müssten Sie mir eine Waffe jagdlich genehmigen und im Extremfall genau die gleiche oder zumindest ähnliche nochmal für den Sport. Und das wäre ja wohl nicht der Sinn der Sache. Klaas
  10. Zunächst mal - danke für die vielen Antworten auf meine eingangs gestellte Frage. Da habe ich ja einigen Stoff als Anregung bekommen. Für unseren Verein habe ich nach Diskussion im Vorstand folgendes festgelegt: Wir nutzen nur jede zweite Schießbahn, um die geforderten Abstände sicher zu stellen. Die Einschränkungen bezüglich der Kapazität des Standes nehmen wir in Kauf. Deshalb werden jetzt pro Schießtag Zeitscheiben vergeben, getrennt für KW und LW. Die Anmeldung für eine Zeitscheibe erfolgt ausschließlich über das Internet, Doodle ist hier das Werkzeug, das wir nutzen. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht. Es gibt keine Leihwaffen. Schießen nur für erwachsene Mitglieder, keine Zuschauer, keine Gäste. Hygieneregeln sind zu beachten, einschließlich Maske. Die darf nur direkt beim Schießen abgesetzt werden. In der Schießkladde (tatsächlich ist das ein Access-Programm) werden wie üblich Datum, Name und Disziplin erfasst, ebenso zu zahlendes Standgeld und evt. Einkauf von Munition. Standgelder und Einkäufe werden nicht mehr wie früher bar bezahlt, sondern am Ende des Jahres eingezogen. Klaas
  11. So langsam läuft der Schießbetrieb wieder an, wenn es noch erheblichen Einschränkungen gibt. Zur Zeit werden in unserem Verein weder Vereinswaffen noch Gehörschutz noch sonstwas verliehen. Aber das kann nicht ewig so bleiben. Daher meine Frage: Wie soll man das mit Leihwaffen und Leih-Zubehör vorgehen? Leihgeräte nach Gebrauch desinfizieren? Wie soll das funktionieren? Mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Lappen über die Waffe und den Gehörschutz wischen und das reicht? Oder - Wie lange soll das Zeug einwirken? Schaden solche Mittel der Waffe oder Holz oder dem Kunststoff? Muss man das aus rechtlichen Gründen dokumentieren? Alternative: Der Ausleihende bringt Einweghandschuhe mit? Statt Gehörschutz werden Wegwerf-Gehörstöpsel ausgegeben? Klaas
  12. Da gibt es kein Fass aufzumachen. Ein Verband ist nun mal keine Stelle mit staatlichen Rechten. Daher kann eine Behörde das ganz anders sehen als ein Verband. Z.B. wird sich die Behörde nach den (siehe oben) Buchstaben des Gesetzes richten, egal, was der Verband "bescheinigt". Ich mag mich irren, aber ich wüßte nicht, dass eine Behörde eine Verbandsbescheinigung ungeprüft übernehmen MUSS. Klaas
  13. Mein Ordnungsamt war der Meinung, dass ich eine auf Jagdschein erworbene Kurzwaffe auch sportlich schießen könne. Daher würde man mir keinen Voreintrag für eine kalibergleiche Waffe ausstellen, sofern die Jagdwaffe einer Sportordnung (z.B. Lauflänge) genügen würde. Klaas
  14. Meine SIG Sauer 1911 hat den Sicherungsflügel sowohl links wie rechts, den Magazinknopf allerdings nur links. Meine SIG scheint mit jeder Munition klar zu kommen, sogar mit Semi Wadcutter. Und Nachbearbeiten musste da auch niemand was. Das Ding lief von Anfang an. Klaas
  15. Die Bank hat keine Notschlüssel. Nach Verlust der Schlüssel kommt der Schlosser und öffnet das Fach mit grobem Werkzeug. Danach sind Frontplatte und Schloss des Faches zerstört und müssen ersetzt werden. So die Auskunft meiner Bank. Klaas
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