Ich habe in der Schweiz Gutachten zur psychologischen Verkehrsuntersuchung schon mehrfach gelesen und gesehen (war einmal beruflich da indirekt daran beteiligt). Es gibt da zwei Teile, Reaktionstestverfahren (u.a. Wiener) und Gespräch. Eine Frau ursprünglich aus Afrika, an die ich mich erinnere, (sie fiel viermal durch die praktische Autoprüfung und musste daher zum Test) war einfach zu langsam beim Reaktionstestverfahren bzw. überfordert dadurch. Es wurde bei ihr eine verminderte Intelligenzleistung da stark vermutet. Sie durfte deshalb keinen Lernfahrausweis mehr beantragen. Also Gutachten negativ.
Bei anderen Kandidaten kam bsp. notorisch zu schnell fahren, rücksichtslos etc. dazu. Da will der Verkehrspyschologe sehen ob man eine positive Entwicklung durchgemacht hat bzw. Einsicht in sein Fehlverhalten zeigt und den Willen hat dies zukünftig nicht mehr zu tun. Tut der Kandidat dies nicht oder unzureichend beim Verkehrspyschologen, gibt es garantiert ein negatives Gutachten. Es gibt allerdings kein Patentrezept auf ein garantiert positives Gutachten.
Es wird immer auch die Vergangenheit des "Sünders" betrachtet. Generell, je mehr und je schwerwiegender die Verkehrssünden in der Vergangenheit waren, desto schwieriger und mühsamer ist es für den Kandidaten, so ein positives Gutachten zu erreichen. Es gibt Abstufungen bsp. Zuerst Kurs/Verkehrstherapiestunden xx machen, bevor man nach Ablehnung eines positiven Gutachten erneut ein Gutachten beantragen darf usw. Auch nach einem positiven Gutachten können Auflagen bestehen bsp. Alkoholabstinenz usw. So ein verkehrspyschologisches Gutachten ist nicht billig. 1000 Franken und mehr kostet sowas inzwischen ohne Garantie auf ein positives Gutachten nach der Untersuchung. Ob das in Deutschland jedoch auch so abläuft, kann ich nicht beantworten.
Bri einem Gutachten wegen Waffen, würde mich interessieren ob Kandidaten mit AD(H)S, Aspekte, oder Autusten da überhaupt eine Chance hätten das zu bestehen oder ob es da evtl. Einschränkungen geben könnte.
P.S: Ein Mann wollte in der Schweizer Armee Dienst tun, aber wegen seiner Medikamente zu ADHS, wurde ihm der Dienst and er Waffe und das Führen von Fahrzeugen in der Armee nicht erlaubt.
Bezahlartikel: https://www.blick.ch/politik/kritik-an-den-adhs-regeln-im-militaer-und-zivilschutz-ich-werde-fuer-etwas-bestraft-fuer-das-ich-nichts-kann-id22172269.html