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IGNORED

Magtech 9mm mit Fehlladung


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Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb JoergS:

Angesichts der möglichen Schadenersatzforderungen gerade bei Unfällen in den USA sind Einsparungen beim QC oft keine so kluge Wahl. 
Angesichts des wirklich großen Gewichtsunterschieds dieser EINEN Patrone scheint es mir hochwahrscheinlich zu sein, dass auch hier die Treibladung fehlt. 


Das mit den Schadensersatzansprüchen wird sich Magtech schon durchgerechnet haben…

 

HÖCHSTWAHRSCHEINLICH…

 

Gruß

 

Stefan

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Stefan Klein:

Und wie hoch ist die Fehlerquote

 

Die gibt es natürlich auch. Die Fehlerhäufung ist aber signifikant hoch innerhalb einer Charge. Ich tippe eher darauf, dass da innerhalb der Produktion eine Störung aufgetreten ist, die manuell behoben werden musste.

 

Bei seltenen Störungen können Teile durchrutschen. Vor allem, wenn Instandhaltung und Anlagenführung durch verschiedene Leute ausgeführt wird, und ein Anlagenführer neu ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb JoergS:

Ich habe nicht "Null Erfahrung". Im Gegenteil, ich habe viele Male lediglich gezünderte Hülsen geschossen

Sag ich doch. Keine Erfahrung auf dem Schießstand, erst Recht nicht dynamisch. 

 

vor 18 Minuten schrieb JoergS:

Das ist wohl nicht nur sein Argument - das scheint bei Dienstwaffenträgern und deren Ausbildung Standard zu sein

Ja, grundsätzlich schon. Aber da gehört eben dazu dass man dort Störung auch korrekt identifiziert. Das hat er nicht getan, obwohl es ein Bilderbuchfall war, der kaum deutlicher hätte sein können. 

"In a gunfight, take your time in a hurry".

Einem Squib hinterherzuschießen ist bei weitem weniger gefährlich als TD sagt. Aber es macht die Waffe unbrauchbar und den Schützen wehrlos. Genau deshalb gehört zum Training auch das Erkennen und zielgerichtete beheben von Störungen. Ein Squib heißt für einen Schützen im Kampf, Waffe wechseln. Nicht weiter schießen. Das kostet Zeit, die das Leben bedeuten kann. 

 

vor 18 Minuten schrieb JoergS:

Angesichts des wirklich großen Gewichtsunterschieds dieser EINEN Patrone scheint es mir hochwahrscheinlich zu sein, dass auch hier die Treibladung fehlt. 

 

Nein, das ist kein statistisch auswertbares Zeichen.

 

Sowohl Hülse als auch Geschoss haben Gewichtstoleranzen. Diese zusammen sind (zumindest bei den schwachen Minipatronen um die es hier geht) größer als das Gewicht der Treibladung. Eine Patrone mit Pulver, aber Hülse und Geschoss an unteren Ende der Toleranz ist leichter als eine Patrone ohne Pulver aber mit Hülse und Geschoss am oberen Ende der Toleranz. Man kann so Patronen sammeln bei denen es wahrscheinlich ist. Aber es gehen auch genug durch die Lappen. 

 

vor 18 Minuten schrieb JoergS:

Allein Tactical Dads Händler hat nun schon DREI Kunden, die eine solche leere Patrone dabei hatten. Das ist kein Zufall. 

Nein, das ist dann ein Chargenproblem. Und wenn seine Aussage richtig ist, dann wird es zu einem Rückruf kommen. Kommt es zu keinem Rückruf, ist diese Aussage möglicherweise "aus dramaturgischen Gründen für die Zielgruppe optimiert".

Bearbeitet von Fyodor
Geschrieben (bearbeitet)

Naja, das neue Video scheint die Sache auf ein anderes Niveau zu heben. 25 bekannte Fälle und nun auch noch ein weiteres Kaliber... von wegen nur eine Charge. 

Es gab schon vor 6 Monaten einen Rückruf? DAS spricht für ein generelles Problem bei der QS, oder?

 

29 minutes ago, Fyodor said:

Einem Squib hinterherzuschießen ist bei weitem weniger gefährlich als TD sagt.


DAS werde ich testen. Mein Händler sucht schon seinen Bestand durch nach einer 9mm Huddel mit Polymer-Rahmen, die ich dann per Fernzündung auf meinem Erprobungsstand dem Test unterziehen werde - bei laufender HighSpeed-Kamera. 
 

 

Bearbeitet von JoergS
Geschrieben

Ich hatte letztes oder vorletztes Jahr ein paar Schachteln gekauft, die alle unterschiedlichen Rückstoß hatten. Das war deutlich fühlbar. Seitdem kaufe ich keine Magtech mehr. Bei Geco aus der ungarischen Fertigung sind teilweise die Geschosse in die Hülsen gerutscht. 

 

Nur noch S&B. 

Geschrieben (bearbeitet)

Erstmal hat Frankonia schnell gehandelt. Aber ein Rückruf ist das noch nicht. Der Händler empfiehlt, die Munition nicht zu verwenden. Zurückgeben und Geld zurück wird nicht angeboten. 

 

Trotzdem der erste richtige Schritt.

Bearbeitet von Fyodor
Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Domenicus:

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Bei allem berechtigten Groll auf Frankonia scheinen die zumindest hier ihre Pflichten als Generalimporteur ernst zu nehmen.

Frankonia geht mit dem Thema scheinbar nicht so so schlecht um wie es der taktische Papi immer wieder hinstellt!

Frankonia hat ihn scheinbar direkt nach dem ersten Video angeschrieben und nachgefragt. Frankonia bittet Ihn die Munition zur Untersuchung (die dann vermutlich auch Frankonia bezahlen muss) einzusenden und er Vaddi weigert sich die Munition aus der Hand zu geben weil er unterstellt das Frankonia "Beweise vernichten" will (so klingt es zumindest in seinen Videos). Ich gehe aber eher davon aus das Frankonia "Beweise sichern" will und dann entsprechend auch Rückrufe starten könnte falls sich das bestätigt und eben auch Magtech in regress genommen wird.

Er betont immer wieder das er so einen Groll gegen Frankonia hegt, das ist sein gutes recht und kann er auch gerne machen! Er sollte aber fair bleiben dabei und nicht so scheinheilig tun als würde er den Laden komplett ablehnen und dort nix kaufen. Ob er die Munition bei Frankonia direkt kauft oder zu einem Händler geht der bei Frankonia einkauft macht nur einen Unterschied: Er bezahlt zusätzlich zu Frankonia noch einen weiteren Händler...

 

Also um Fair zu bleiben sollten wir Ihm und seinen Youtube-kanal danken das diese mutmaßlichen Qualitätsmangel die ggf. auch gefährlich werden könnten aufgedeckt wurden und vor allem auch öffentlich wurden!

Genauso sollte er aber auch fair bleiben da Frankonia korrekt reagiert und sofort nach weiteren Infos fragt, die Kunden über eventuelle Probleme informiert und falls sie beweise haben (die über die Behauptungen eines Youtubers der Frankonia haßt hinausgehen) mutmaßlich auch die richtigen Konsequenzen folgen lassen werden

Geschrieben

Was bleibt ihnen übrig? Ignorieren können sie es nicht, jedenfalls nicht gefahrlos.

 

Ich kaufe jedenfalls ganz gern bei Frankonia, egal welchen der ohnehin handzahmen Verbände sie unterstützen oder nicht.

Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb JoergS:

Ich kaufe jedenfalls ganz gern bei Frankonia, egal welchen der ohnehin handzahmen Verbände sie unterstützen oder nicht.

 

Ich habe auch nichts gegen Frankonia. Manchmal haben die wirklich gute Angebote. 

 

Allerdings versuche ich auch, unseren Büchsenmacher vor Ort größtmöglich zu unterstützen, den dessen Service ist wirklich top und seine Preise können sich auch sehen lassen. 

Geschrieben

Da ich auch oft und gerne Munition bei Frankonia kaufe seitdem sie beim Preis echt zu den nicht günstigen sondern weniger schlimmen gehören würde mich interessieren in welchem Zeitraum die Munition verkauft wurde.

Magtech habe ich immer gerne gekauft weil sie gefühlt ein wenig stärker war als z.b. S&B

 

Ist Top Shot die Hausmarke nicht auch Magtech?

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Fyodor:

Flugbahn und Geräusch kann man das zu 90% unterscheiden. Ein Squib ist eine leere Hülse, ein Dud eine volle Patrone. 

Aber um das zu wissen muss man halt Experte sein, und kein "Experte".

 

Für einen Berufswaffenträger im Feuergefecht um Leben und Tod ist es noch wichtiger diese Fälle sicher zu unterscheiden.

 

Diesen Punkt sehe ich teilweise deutlich anders.

Aus der Sicht eines Berufswaffenträgers (der ich nicht bin, also nur theoretisch), zumindest eines solchen, der eine Waffe nach Richtlinie hat, bei der ein verstopfter Lauf keine gefährlichen Verletzungen beim Schützen verursachen soll:
 

Habe ich im Feuergefecht eine Fehlfunktion, muss meine Waffe so schnell wie möglich wieder funktionieren, oder ich muss mich sofort zurückziehen und hoffen, das ohne Eigengefährdung zu schaffen.
 

Ein solcher Ausfall hat in diesem Moment nicht nur persönliche Folgen. Er kann auch bedeuten, dass Kameraden oder Kollegen zeitweise ohne Deckung auskommen müssen oder dass ein Angreifer beziehungsweise Attentäter seine Handlung ungehindert fortsetzen kann. In besonders kritischen Situationen kann der Ausfall der eigenen Waffe sogar bedeuten, dass man mit schwersten Verletzungen oder dem Tod durch den Gegner rechnen muss.
 

Vor diesem Hintergrund ist es im Einsatz zunächst zweitrangig, ob lediglich eine Störung vorliegt, die sich später in der Werkstatt einfach beheben ließe (erkannter Squid Load), oder ob die Waffe vollständig zerstört wird (Squid Load mit Folgeschuss). In beiden Fällen ist die unmittelbare Folge dieselbe: Man muss so handeln, als stünde keine funktionierende Waffe mehr zur Verfügung.

Genau deshalb ist in dieser konkreten Lage auch die Unterscheidung zwischen einem Dud und einem Squib zunächst von nachrangiger Bedeutung. Da ein Dud beziehungsweise Zündversager um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist als ein Squib, wird unter Beschuss alles zunächst wie ein Dud behandelt, um möglichst schnell wieder feuerbereit zu sein.


Stellt sich im Nachhinein heraus, dass es doch ein Squib war, kann der Folgeschuss die Waffe mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigen oder sogar vollständig zerstören. In seltenen Fällen könnte sie dennoch weiter funktionieren. Selbst wenn sie dabei unbrauchbar wird, entsteht daraus gegenüber der Situation, in der die Feuerbereitschaft wegen eines erkannten Squibs ohnehin verloren gegangen wäre, zunächst kein zusätzlicher taktischer Nachteil: In beiden Fällen ist die Waffe im entscheidenden Moment nicht mehr einsatzfähig.


Auf dem Schießstand gelten selbstverständlich andere Maßstäbe. Dort steht nicht das unmittelbare Überleben im Gefecht im Vordergrund, sondern die sichere Handhabung. Wer jedoch für reale bewaffnete Auseinandersetzungen ausgebildet wird, trainiert seine Abläufe konsequenterweise unter genau dieser Einsatzlogik, damit sie im Ernstfall zuverlässig abrufbar sind.


Deshalb ist die Aussage, dass im taktischen Bereich die schnellstmögliche Wiederherstellung der Feuerbereitschaft absolute Priorität hat, in diesem Gedankenspiel nicht grundsätzlich falsch. Für Sportschützen – und ebenso für Jäger außerhalb einer echten Verteidigungssituation – wäre dieselbe Herangehensweise dagegen problematisch bis verantwortungslos.

Natürlich bleibt auch dann ein Restrisiko bestehen, dass es trotz einer entsprechend ausgelegten Waffe zu erheblichen Verletzungen bei einem selbst oder bei anderen kommt, die über bloße Kratzer oder Prellungen hinausgehen. Dieses Risiko erscheint in der geschilderten Einsatzlogik jedoch scheinbar deutlich geringer als das Risiko, in einer lebensbedrohlichen Situation plötzlich ohne funktionsfähige Waffe dazustehen. Zudem gibt es durchaus zahlreiche Berichte und Videos über Waffensprengungen, auch bei Modellen, die keine offizielle Anforderung im Sinne von „keine ernsthafte Verletzung“ erfüllen. Viele aus dem Sportschützenbereich kennen jemanden der selbst eine Waffensprengung hatte oder zumindest bei einer dabei war. Auch hier im Forum sind so einige. 

Die entscheidende Frage wäre deshalb weniger, ob ein solcher Fall theoretisch gefährlich ist, sondern wie die tatsächlichen Verhältnisse aussehen: Wie viele ernsthafte Verletzungen durch eine Waffensprengung infolge einer Squib Load sind tatsächlich bekannt? Und wie verteilt sich das Verhältnis zwischen den Fällen, in denen die Waffe nach einem Folgeschuss weiter funktioniert, den Fällen mit einem Defekt ohne behandlungsbedürftige Verletzungen und jenen Fällen, in denen ärztliche Versorgung oder sogar bleibende Schäden die Folge sind?

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Domenicus:

Bei allem berechtigten Groll auf Frankonia scheinen die zumindest hier ihre Pflichten als Generalimporteur ernst zu nehmen.

Einer von zwei. AKAH ist auch Importeur und auch derjenige worüber wahrscheinlich die meisten Händler die Munition beziehen. Wenn er nicht zu Frankonia schicken will kann er ja auch zu AKAH schicken.

Geschrieben

Und noch ein Punkt zur Aussage von TD über die mögliche Verletzungsgefahr und zur Kritik daran:
 

Hier sollte man zumindest fair bleiben und anerkennen, dass im Video beide Möglichkeiten angesprochen werden. Es wird dort auch gesagt, dass er zunächst davon ausgegangen ist, ohne ernsthafte Verletzung, aber mit zerstörter Waffe davongekommen zu sein. Durch die Aussagen weiterer Personen hat sich seine Einschätzung dann jedoch in Richtung „vermutlich erhebliches Verletzungsrisiko“ verschoben. Ein gewisses Maß an Effekthascherei mag dabei vielleicht tatsächlich eine Rolle spielen oder auch nicht, das würde ich aber nicht überbewerten.


Ansonsten gilt: Ja, TD ist sehr meinungsstark (wird mich auch manchmal nachgesagt), und es gibt auch einige Punkte, bei denen ich denke, dass er falsch liegt. Meine abweichende Meinung habe ich auch schon das eine oder andere Mal in den Kommentaren hinterlassen. Teilweise ergab sich daraus sogar ein Meinungsaustausch. Trotzdem sind alle meine Kommentare weiterhin vorhanden und lesbar, auch wenn man ohne Anmeldung nachsieht. Und dort, wo Diskussionen entstanden sind, verliefen diese sachlich. Vielleicht kommt es am Ende tatsächlich auch auf den Ton an.


Mit der Verbandsschelte ist halt ein Thema für sich. Da habe ich in vielen Punkten eine andere Meinung, auch wenn das ein oder andere Argument dann doch stimmt.
Aber viele Dinge sind halt wohl einfach verschiedene Sichtweisen im Bezug auf "Schusswaffenbesitzinteressierte mit und ohne aktuelle WBK" versus "Am Schiessport tatsächlich interessierte mit und ohne WBK" Teilweise sind die Interessen dieser Gruppen zwar Deckungsgleich und es gibt auch wirklich ein paar Dinge bei den Verbänden wo auch ein hoher Anteil aus der zweiten Gruppe mit dem Kopf schüttelt. Aber ganz vieles was er kritisiert ist etwas was nach dem Selbstverständnis gar nicht in die Aufgabe der "SPORT-Verbände" fällt so lange die sich nicht als reine "WAFFENBESITZERMÖGLICHUNGS-Verbände" sehen
 

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