JoergS
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Also in diesem Video hier ist eine Glock jedenfalls bei einem sehr ähnlichen Versuchsaufbau deutlich beschädigt worden.
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Hier ging es ja um die Magtech Munition, die eben KEINE Magnum Zündhütchen verwendet. Wie ich sagte, mein Test ist sehr spezifisch und hat keine GENERELLE Bedeutung. Erst recht ist sie nicht repräsentativ. Es ist eine Einzelfallbetrachtung, nicht mehr und nicht weniger. Sie zeigt, dass ein solcher Unfall auch weitgehend folgenlos bleiben KANN. Jedenfalls hat der Test das auf Video dokumentierte Geschehen bei Tactical Dad bestätigt - das Geschoss drang auch bei ihm nicht tief genug ein, um eine neue Patrone zündfähig nachladen zu können. Der Kugelfang ist ein Krale-Produkt und besteht aus 3mm Stahlplatten, die Prallwand weist sogar 4mm Stärke auf und es gibt eine zweite 3mm Rückwand. Der Hersteller spezfiziert sie mit "bis 600 Joule problemlos". Da sind wir auf der sicheren Seite. In meinem Test des Kugelfangs hat das Ding sogar ein Flintenlaufgeschoss Kaliber 12/67 verdaut. Angesichts der vielen Bilder, Videos und Berichte über Glocks, die durch solche Unfälle zerstört worden sind, finde ich mein Testergebnis allerdings doch recht überraschend. Ich hatte (wie man in diesem Thread nachlesen kann) auf eine moderate Laufaufbauchung mit verklemmter Waffe getippt. Diese ist nicht eingetreten.
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Egal welche Geschosse ich verwendet hätte - es hätte immer jemanden gegeben, der sich andere Geschosse gewünscht hätte. Wie ich im Video sagte - mein Test lässt KEINE generelle Aussage über die Folgen solcher Unfälle zu. Er zeigt nur, dass mit DIESER Waffe und den von mir verwendeten Patronen in DIESEM Einzelfall keine oder nur geringe Schäden enstanden sind, und das auch nur bei oberflächlicher Betrachtung. Es kann sehr gut sein, dass ein Test mit nur geringen Abweichungen den Lauf zerstört hätte. Für eine generelle Aussage wären sehr viel umfangreichere Versuche notwendig.
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Nein, das überlasse ich dem voll informierten und berechtigten Käufer. Der Kaufvertrag wird entsprechende Klauseln beinhalten. Möglicherweise lässt er sie ja auch erneut amtlich beschießen. Es gibt aber auch Videos, die selbst bei Glocks bei Verwendung von Fabrikmunition bei solchen Versuchen wie dem meinen Laufaufbauchungen und Risse zeigen. Glock hat wohl bei den 5 Waffen sowohl den Härtungsprozess als auch das Laufinnenprofil verändert. Darüber hinaus wurde auch die Formgebung der Kammer geändert. Ob dies geschah, (auch) um die Läufe stabiler zu machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber meine Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gen 5 Läufe möglicherweise solche Unfälle besser überstehen als Gen 3 Läufe.
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Es könnten weitere, unsichtbare Schäden entstanden sein, auch am Rahmen zum Beispiel. Ich würde die Waffe niemanden als schussbereit anbieten, lediglich als Sammlerstück. Im übrigen bin ich nicht sicher ob das überhaupt wirtschaftlich ist, gebrauchte Glock 17 Gen 5 sind wirklich nicht teuer.
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Ich habe ja jetzt festgestellt: Ohne Pulver kann man keine Folgepatrone zünden und selbst mit wenig Pulver wird das Geschoss nicht tief in den Lauf getrieben. Man braucht eine beachtliche Menge Pulver, um ein Geschoss fast bis nach vorne zu treiben. Das ist dann kein Squib mehr, das merkt man. Deshalb belasse ich es dabei, will ja auch nicht herumreiten auf der Sache. Die Glock ist bereits verkauft an einen Sammler, wird nie mehr geschossen werden.
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Von durch Squibs zerstörten Glocks gibt es jede Menge Bilder und Videos. Aber alles ältere Generationen. Ab Gen 4/5 hat Glock das angeblich verbessert, durch andere Härtung, Laufprofil und Kammerdesign. Da Brandy mir kurzfristig eine Gen5 anbieten konnte, sehr sehr günstig, habe ich zugeschlagen. Die Etchelon ist ja auch im Vergleich nicht sehr verbreitet. Die Glock Gen 5 ist dagegen sowas wie der Gold Standard.
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Meine Tests sind abgeschlossen, mit durchaus unerwarteten Resultaten. Ich poste ja keine Links zu meinen eigenen Videos, aber wer will kann gern bei mir reinschauen (auf dem Sachverständigem-Kanal).
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Die größte Gefahr ist vielleicht die aus dem Schaden resultierende Störung, weil der Verschluss sicher klemmen wird und die Waffe ohne umfangreichere Maßnahmen NICHT mehr schießen wird. Für Sportschützen nicht so schlimm, für Berufswaffenträger schon eher. Aber greifen wir nicht vor. Ich baue heute die Halterung für die Glock.
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Das Geschoss wird man nicht sehen, aber die Bewegungen der Waffe. Glaube mir, von Videoproduktion verstehe ich was. Mache das nicht erst seit gestern.
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So, die Glock "Huddel" ist da (eigentlich eine echt schöne Pistole, Gen3 und in gutem Zustand - echt billig zu haben so ein älteres Modell). Aus der Hand "meines" Wiederladers "leere" Patronen (nur mit Zünder und Geschoss) sowie Patronen mit sehr wenig Treibmittel. Alle Tests eingespannt und mit Fernauslöser. Im ersten Step werde ich testen, ob und ggf. wie weit sich das Geschoss nur durch den Zünder in den Lauf schiebt. Dann werde ich testen, wieviel bzw. wie wenig Pulver nötig ist, um das Geschoss so weit in den Lauf zu treiben, dass eine neue Patrone vollständig zugeführt werden kann. Dabei wurde BEWUSST auf "Füllmaterial" verzichtet, weil dies eine Simulation eines Fehlers im Fertigungsprozess ist und kein Test absichtlich schwach gehaltener Ladungen. Da es zu Überdruckeffekten kommen könnte erfolgen auch diese Tests mit Fernauslöser. Abschließend werde ich dann den fatalen Effekt testen - ein Geschoss steckt im Lauf und eine zweite, scharfe Patrone wird abgefeuert. Wir werden in der HighSpeed-Aufnahme (2500 Bilder/Sekunde) sehen, was passiert. Ihr dürft gern raten - meine Erwartung: Deutliche Laufaufbauchung, Abheben des Schlittens und Verklemmung aber keine unmittelbare Gefahr für den Schützen. Aber ich kann mich irren!
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Das stimmt - aber Null ist das Risiko auch bei statischen Disziplinen nicht.
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Die Gefahr besteht eben darin, dass viele Schützen denken, es handelt sich einfach nur um einen kompletten Blindgänger. Ritsch, ratsch, alte Patrone (die nur eine Hülse ist) fliegt raus, neue Patrone rein, bumm und es fliegen die Fetzen.
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Das mag alles sein. Aber es entschuldigt die Schlamperei bei Magtech in keiner Weise, denn die Gefahren sind einfach ZU groß und die Zahl der Squibs bei dieser Marke in den letzten Jahren ist viel zu hoch.
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Genau das ist der Plan. Ich werde erstmal testen, ob nur das Zündhütchen überhaupt ausreicht um das Geschoss von der Hülse zu schieben oder ob dazu ein wenig Pulver nötig ist. Danach werde ich einen richtigen Schuss hinterhersetzen, per Fernauslöser und alles mit der HighSpeed Cam aufzeichnen.
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Vielleicht kannst Du ja auch Deinen Monitor so fest zucrimpen, dass keine Videos mehr angezeigt werden.
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Das wird mir dann doch etwas teuer. Die Gen3 bekomme ich für 250 Tacken. Das wird das Video hoffentlich einspielen. Wenn ich es sensationswirksam gestalte klappt das schon. Magtech wird's nicht toll finden, aber dann sollen sie eben in der Fertigung besser aufpassen.
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Naja, wie gesagt: Berufswaffenträgern wird eingebläut, dass sie eine Störung so schnell wie möglich beseitigen sollen und weiterschießen. Es macht klick, dann eben manuell repetieren, die vermeintliche Patrone (die nur eine Hülse ist) auswerfen und nochmal schießen. Dann ist es passiert.
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Ich bekomme von meinem Händler (Brandy) eine alte (aber voll funktionstüchtige) Glock 17 Gen 3 und ein paar gezünderte, aber leere 9mm Patronen sowie ein paar sehr sehr schwach geladene Exemplare. Dann steht meinen Tests nichts mehr im Weg.
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Bei einem Dud ist die Antwort zu 100%: Ja, die Patrone kann nicht ausgeworfen werden, weil die Energie exakt NULL ist. Es findet keinerlei Zündung statt. Bei einem Squib KANN es geschehen, dass genug Pulver da ist, um den Verschluss zu öffnen, die Hülse auszustoßen und die nächste Patrone nachzuladen. Allerdings wird in den allermeisten Fällen dann aber auch das Geschoss den Lauf verlassen haben, zumindest bei Kurzwaffen. In einem solchen Fall wird das Geschoss dann entweder gar nicht auf der Scheibe sein oder eben sehr tief liegen. Die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Nachladevorgangs mit einem im Lauf steckenden Geschosses ist klein, aber nicht Null.
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Und die Tatsache, dass der Druck ansteigt? Die Patrone unter Druck steht? Das rausgedrückte Zündhütchen? Ganz davon abgesehen reden wir hier nunmal über 9mm Luger und dein Vortrag ist ebenso schräg wie am Thema vorbei, o Du Großmeister der Munitionskunde.
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Interessante Aussage. Du behauptest also ernsthaft, du könntest eine 9mm Patrone so fest crimpen, dass der Gasdruck eines Small Pistol Primers nicht ausreicht, um das Geschoss aus dem Hülsenhals zu bewegen? Selbst wenn das geht, dann steht die ausgeworfene Patrone unter Druck... oder das Zündhütchen poppt raus und verklemmt Dir möglicherweise die Waffe. Wenn du den Crimp so extrem setzt, dass das Geschoss stecken bleibt, veränderst du den Ausziehwiderstand bei einer regulären Zündung so massiv, dass du riskante Druckspitzen provozierst. Wir reden hier von 9mm Luger, da wird das doch über den Taper gemacht - wenn Du da den Crimp übertreibst, dann passt doch die gesamte Hülsengeometrie nicht mehr. Von den Auswirkungen auf die Präzision ganz zu schweigen. Aber viel wichtiger: Wir reden hier über Magtech Fabrikmunition. Die ist so gecrimpt, wie sie eben gecrimpt ist. Und da reicht das Zündhütchen eben locker aus, um das Geschoss in den Lauf zu schieben. Dein privater Wiederlader-Kniff hilft den 25 Leuten, die leere Magtech-Hülsen gefunden haben, rein gar nichts. Ein Squib bei Fabrikmunition bleibt ein Squib - und wer den 'überfühlt' und nachschießt, hat ein Problem.
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Ich neige dazu, arrogant auftretenden Menschen, die mich persönlich angreifen, nicht zuzuhören. Habe ich keine guten Erfahrungen mit gemacht. Meist ist da nicht viel dahinter.
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Sicher, aber wie bemerkst Du den Unterschied zwischen einem kompletten Blindgänger und einem Squib (also kein Pulver, nur das (schwache) Zündhütchen?
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Zumindest ist man dann selber schuld wenn was nicht klappt.