JoergS
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Was ist die „Sales Tax“ in den USA? Ganz einfach: Das ist keine Mehrwertsteuer wie bei uns, sondern eine lokale Verkaufssteuer, die nur beim Verkauf an Endkunden im jeweiligen US-Bundesstaat anfällt. Und das Beste (oder Schrägste): Jeder Staat kocht sein eigenes Süppchen – manche Städte legen sogar noch was obendrauf. Wichtig: Geschäft an Geschäft? → Keine Sales Tax. Export ins Ausland? → Keine Sales Tax. Lieferung von Texas nach Florida? → Auch keine Sales Tax. Nur wenn du als Privatperson im selben Bundesstaat etwas kaufst, dann kommt die Sales Tax drauf – typischerweise zwischen 5 und 10 %. Fazit: Wer in den USA eine Waffe einkauft und nach Deutschland importiert, zahlt dort keine Sales Tax – und hier trotzdem Einfuhrumsatzsteuer plus 19 % auf den Endpreis. Willkommen im deutschen Bürokratie-Paradies. Wird die Einfuhrumsatzsteuer wirklich in die Kalkulation eingerechnet? Nein – zumindest nicht, wenn der Händler vorsteuerabzugsberechtigt ist. Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist für einen Unternehmer kein echter Kostenfaktor, denn: Er zahlt sie ans Finanzamt, bekommt sie aber über den Vorsteuerabzug direkt wieder zurück. Das bedeutet: Die 19 % EUSt sind ein durchlaufender Posten. Also: Ob mit oder ohne EUSt – für die Kalkulationsbasis des Händlers macht das keinen Unterschied. Die Handelsmarge des Händlers (z.B. Faktor 2,3) bezieht sich auf den Nettoeinkaufspreis, nicht auf den Betrag inklusive EUSt. Wo ist der Unterschied dann überhaupt relevant? Nur bei Privatpersonen oder Kleinunternehmern, die keinen Vorsteuerabzug haben! Beispiel: Direktimport durch Privatperson: 500 € Warenwert + 95 € EUSt = 595 € realer Kostenpreis Dieselbe Ware, wenn die EuSt entfallen würde (wie die Amerikaner es gern hätten): → Nur 500 € Ersparnis für den Endkunden: satte 19 %.
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Das sehen die Amerikaner anders. Welche Steuern ein anderer Staat auf Produkte aus dem Inland erhebt ist für die Amis uninteressant. Für die Amerikaner bedeutet die EuSt, dass ihre Produkte in D teurer sind als in den USA und zwar deutlich. Aus ihrer Sicht verständlich.
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Ja.
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Aus Sicht eines international tätigen Waffenhändlers kann ich vielleicht etwas beitragen: Zunächst: Die Preise für viele Waffen in den USA steigen – und zwar nicht nur für Importware, sondern auch für in den USA gefertigte Modelle. Der Grund: Wenn Importwaffen durch Zölle teurer werden, verschiebt sich die Nachfrage auf inländische Hersteller, deren Preise dann ebenfalls steigen. Das sorgt in kürzester Zeit für ein höheres generelles Preisniveau. Die Folge: Die Nachfrage in den USA sinkt – das sehen wir bereits. Beispiel: Die beliebte Druckluftpistole Huben GK1 ist in den USA zuletzt um mehrere Hundert Dollar teurer geworden. Der Absatz ist zurückgegangen. Für uns in Europa hat das einen positiven Nebeneffekt: Die uns zugeteilten Kontingente steigen, weil die US-Nachfrage zurückgeht. Und das ist dringend nötig – wir haben es in zwei Jahren noch nie geschafft, diese Modelle ab Lager zu verkaufen. Jede Lieferung ist vergriffen, bevor sie eintrifft. Interessant ist auch die Währungsseite: Während US-Produkte durch Zölle teurer werden, wird der US-Dollar selbst schwächer – unter anderem weil Investoren wegen der Binneninflation abspringen. Anfang des Jahres lag der Kurs noch fast bei 1:1 (USD zu EUR), jetzt sind wir bei unter 0,9. Tendenz: fallend. Für deutsche Importeure heißt das: US-Produkte werden in Euro gerechnet günstiger. Aber – und das wird oft übersehen: Nur wenige US-Waffen sind tatsächlich noch vollständig amerikanische Produkte. Viele Bauteile und Vormaterialien stammen aus dem Ausland und sind ihrerseits von US-Zöllen betroffen. Das drückt die Marge und relativiert die Effekte des günstigeren Dollars. Was in den politischen Debatten gern vergessen wird: Auch Deutschland erhebt auf US-Waren eine Art „Zoll“ – nämlich die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) von 19 %. Aus US-Sicht macht das deutsche Importe automatisch 19 % teurer gegenüber den in den USA verlangten Preisen für dieselbe Ware. Wir hier nehmen das oft nicht als Handelsbarriere wahr, weil die Umsatzsteuer für Inland und Import gleich ist – aber aus Sicht amerikanischer Exporteure ist das ein echter Wettbewerbsnachteil. Ohne die 19% Steuer wären amerikanische Produkte hier wesentlich konkurrenzfähiger. Deshalb empfinden viele in den USA die EU-Handelspolitik (trotz Wegfall von Strafzöllen) weiterhin als einseitig benachteiligend – und ganz ehrlich: Sie haben da nicht unrecht.
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Was gebe ich denn vor zu sein? Meine Karten liegen offen auf dem Tisch und ich habe immer - hier und überall sonst - meine Motive und Absichten klar kommuniziert. Welche "3 Schuss Geschichte"? Bitte werde etwas deutlicher, ich kann mich an keinen derartigen Vorfall erinnern. Bitte erkläre mir, was Du hiermit meinst. Etwas mehr Deutlichkeit bitte. So empfinde ich das als "Creepy", zusammen mit Deinen sonstigen Andeutungen und Bezüge auf der persönlichen Ebene.
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Ein wenig Satire zur Auflockerung gefällig? Hinweis: Diese Darstellung ist satirisch gemeint und kritisiert die aktuelle Gesetzesverschärfung im Waffenrecht. Sie richtet sich nicht gegen eine bestimmte Person, sondern gegen politische Entscheidungsprozesse und die mangelhafte Ausgestaltung des Gesetzestexts. Satire ist durch Art. 5 Abs. 1 GG geschützt.
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Dafür fangen aber viele Deiner Statements in meine Richtung mit den Worten "Du solltest" an... Tut mir leid, mir erschließt sich immer noch nicht, wie meine allesamt erlaubnisfreien Produkte und die Werbung dafür den Besitzern erlaubnispflichtiger Waffen schaden könnten. Das sind doch nun wirklich zwei verschiedene paar Schuhe. Du verrennst Dich da, meiner Meinung nach. Du findest mich unsympathisch und das ist Dein Recht. Wenn man in der Öffentlichkeit steht, so wie meine Wenigkeit, dann muss man damit klarkommen. Ich erlebe jedenfalls auch viel Zuspruch und wenn ich mich mal auf der IWA blicken lasse, dann fühle ich mich fast wie ein kleiner Promi - kann keine 3 Meter gehen, ohne Selfies machen zu müssen. Ich freue mich über sowas, immer noch.
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Es stimmt, ich war zunächst skeptisch, als Ingo mich ansprach. Die "Performance" der seinerzeit (mehr oder weniger) aktiven "Lobbyverbände" hatte mich wenig beeindruckt (gelinde gesagt) und auch der VBD hatte damals wenig vorzuweisen. Ingo hatte ja gerade erst übernommen. Es war dann mein Kampf gegen die damals geplante Erlaubnispflicht von SRS-Waffen (die ich im übrigen gar nicht verkaufe), den der VDB massiv unterstützt hat und der letztlich (bis jetzt) erfolgreich war. Das hat mich überzeugt und deshalb bin ich zum VDB-Unterstützer geworden. Du hast Dich bekanntlich vom VDB abgewendet, was Dein Recht ist und was ich gar nicht hinterfragen möchte. Deine Erklärungsversuche habe ich jedenfalls nicht verstanden. Vielleicht reichen meine intellektuellen Fähigkeiten dafür nicht aus. Es spielt auch keine Rolle, das ist allein Deine Entscheidung. Ich verkaufe keine erlaubnispflichtigen Waffen. Inwiefern bin ich für die Besitzer von Erwerbsberechtigungen "schädlich"? Das leuchtet mir noch weniger ein als Dein Entschluss, Dich vom VDB abzuwenden. Immerhin bin ich selbst Besitzer von "EWB Waffen" und würde mir ins eigene Fleisch schneiden, wenn ich einer Personengruppe Schaden zufügen würde, zu der ich mich selbst zähle. Am wenigsten verstehe ich Deine massive Abneigung gegen mich. Ich habe Dich nicht angegriffen und unsere Themen auf YouTube haben so gut wie keine Überschneidungen. Ich vertrage mich sehr gut mit den allermeisten Gunfluencern, außer mit Dir. Aber vielleicht können wir uns ja doch irgendwann mal wieder die Hand reichen. An mir soll es nicht liegen.
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Keine Ahnung ob wir uns "kenen", aber in Essen habe ich nie gewohnt. Wenn es nichts zur Sache tut, warum erwähnst Du das dann? Hört sich ein wenig wie eine Drohung an. "Ich weiß wo Deine Kinder wohnen", nur etwas subtiler. Du weißt doch gar nicht, was ich vorhabe. Aber ich bin Unternehmer und überlege mir sehr genau, wofür ich mein Geld ausgebe. Sollte ich zum Schluss kommen, dass mein Geschäftsmodell in Deutschland nicht mehr funktioniert, dann werde ich mich aus Deutschland zurückziehen. Das entscheidest aber nicht Du - es sei denn, Du glaubst an die Kraft der Manifestation. Vielleicht durch Bachblüten verstärkt, keine Ahnung. Entscheiden tun das die Kunden. Wenn sie meine Produkte hier nicht mehr kaufen, dann werde ich den Laden zumachen und mich auf andere Märkte konzentrieren. Danach sieht es aber derzeit absolut nicht aus. Ich werde Euch wohl noch ein Weilchen erhalten bleiben. Ich "schade" Euch also? Zunächst mal habe ich viele Menschen zu Waffenbesitzern gemacht, die vorher damit nichts am Hut hatten. Ich habe massiv für den VDB Werbung gemacht und diesem Tausende Fördermitglieder zugeführt. Ich habe jetzt zwar zum ersten Mal eine Gesetzesverschärfung herbeigeführt (die Pfeilwaffen waren nicht meine Erfindung), aber diese Verschärfung ist chirurgisch und geht NUR gegen den Six Needler - den es ohne mich gar nicht gegeben hätte. Ja, es gibt jetzt diese Verwirrung wegen des schlampig hingerotzten Gesetzestexts, aber das wird sehr bald bereinigt werden - denn die Absicht des Gesetzgebers war ganz klar, NUR mein Produkt zu treffen. Da ist für niemanden sonst ein "Schaden" entstanden. Auch nicht für die Kunden des Six Needlers, denn ich nehme IMMER erst Bestellungen an, wenn die Zulassung erfolgt ist. Deshalb gibt es auch keine Bestellungen für den Six Needler. Ich habe so ziemlich alle meiner Druckluftwaffen eingetragen, allein schon, weil ich die Leistungssteigerungsmöglichkeiten für die F-Zulassung dokumentieren muss. Aber natürlich auch, weil ich dann die Leistungsfähigkeit eines "offenen" Gewehrs in Videos zeigen kann, ohne erst ins Ausland fahren zu müssen. Offene Druckluftwaffen machen viel Spaß. Superleise mit Schallis, die noch dazu nicht verdrecken. Jede Menge Power und extrem preiswerte Betriebskosten. So eine Megalodon mit Schalli liegt leistungsmäßig auf dem Niveau einer schallgedämpften .300 Blackout mit Subsonic Munition, ist aber leiser und verschmutzt nicht. Kann ich nur empfehlen.
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Welche Grenzen? Hate Posts gegen unbescholtene Unternehmer zum Beispiel? Nee, bitte nicht, liebe Mods. Dann trocknen meine Lieblings-Threads viel zu schnell aus.
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Ich sollte ganz sicher nicht tun, was ich der Meinung meiner Hater nach tun sollte. Im Ernst: Ich finde, wir haben jetzt genug über Rivalitäten und Namensfragen gesprochen. Ob Gunflog, Gunvlog oder Gunblog – am Ende zählt doch, wer was beiträgt. Ich bleibe jedenfalls bei dem, was ich immer mache: Produkte entwickeln, Risiken eingehen, Verantwortung übernehmen – mit echtem Namen und offenem Visier.
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Du dagegen bist ein echtes Vorbild, was den respektvollen Umgang mit anderen betrifft.
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Das habe ich mich auch schon gefragt. Wenn ich unter meinem Klarnamen auftreten kann, dann kannst Du das doch auch, oder, lieber Ken?
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Ob ich diese Waffen nun im Odenwald oder auf der Ponderosa erfinde - in der Welt sind sie in jedem Fall.
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Das muss ja niemand glauben. Was würde es ändern? Ich bin der, der ich bin. Irgendjemand muss es sein.
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Hatten wir ja schon. Ich habe halt ein Privatleben, das ich gut von meinem Beruf trennen kann.
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Ja natürlich nehme ich das in Kauf - ohne es zu beabsichtigen natürlich. Dieser "Effekt" ist eine leider unumgängliche "Nebenwirkung" der Weiterentwicklung in der Waffentechnik. Stark verbesserte erlaubnisfreie Waffen werden durch Gesetzverschärfungen reguliert. Das liegt nicht an mir, sondern am Gesetzgeber, der jeden Fortschritt in der Waffentechnik ebenso massiv verhindern möchte wie damals im Mittelalter die Kirche den Buchdruck verteufelte. Das war auch bei den Waffen schon vor mir so. Erinnert Euch an das Taser-Verbot, die Erlaubnispflicht für 4mmM20-Waffen und die LEP-Erlaubnispflicht. Da hatte ich "keine Aktien drin". Ich mache nur meinen Job als Erfinder, Integrator und Unternehmer. Ich bin nicht die Mutter Teresa der Waffenbesitzer - eine Gruppe, die so zerstritten ist, dass man eigentlich gar nicht von "den Waffenbesitzern" reden kann. Es sind vielmehr versprengte Grüppchen und Fraktionen, die sich gegenseitig hassen und sich freuen, wenn es "die anderen" erwischt bei der nächsten Runde der Gesetzesverschärfungen. Privat sieht es anders aus, da kämpfe ich für ein liberales Waffengesetz und unterstütze den VDB.
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Ja selbstverständlich. Was soll ich denn bitte sonst machen? Knicklaufgewehre im Kaliber 4,5mm anbieten? Wenn in Deutschland ein Verbot kommt - was ich nicht glaube, jedenfalls nicht so bald - dann verkaufe ich diese Produkte eben im Ausland. Die "Erfindung" (ich würde es eher als "Idee" oder "Konzept" bezeichnen) kommt auch international sehr gut an. Nur weil wir in Deutschland ein bescheuertes Waffengesetz haben werde ich nicht aufhören, meine Produkte laufend zu verbessern und für die Kunden attraktiver zu machen. Den Fortschritt kann man nicht aufhalten. Solange ich in Deutschland verkaufen darf mache ich das - ansonsten nicht. Ich bin eben nicht nur Waffenhändler, sondern INTERNATIONALER Waffenhändler. Auf Parties macht mich das eher unbeliebt, aber hey, man kann nicht alles haben.
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Das Snipergewehr macht gute Fortschritte. Es wird einen Spezial-Lauf im Kaliber .68 bekommen, mit eigens entwickelten flachen Zügen. Gerade in Verbindung mit dem beiliegendem Exportkit werden damit sehr beachtliche Distanzen möglich, aber auch in 7,5 Joule wird die Performance neue Maßstäbe setzen. Da das neue Gesetz einschüssige Waffen für Geschosse >30mm ausdrücklich von der Erlaubnispflicht ausnimmt und in der Gesetzesbegründung die "Ungefährlichkeit" solcher Waffen betont mache ich mir über eine erneute Gesetzesverschärfung keine Sorgen. Das ist ja das gute am neuen Gesetz: Jetzt haben wir Klarheit und können die neuen Freiräume nutzen. Dobrindt kann ja schlecht alle drei Wochen ein neues Eilgesetz gegen Nadelwaffen auf die Beine stellen.
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Glaube mir, mit Reichweite kann man viel erreichen. In diesem Fall traue ich mir durchaus zu, eine Gesetzeskorrektur erzwingen zu können. Schau zu und lerne.
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Ruhig Blut. Natürlich ist das Gesetz fehlerhaft und das BMI versucht, um die Peinlichkeit der "zugeben müssen" herumzukommen. Das mache ich ihnen nicht leicht, es haben sich neben den bereits bekannten zwei VDB-Juristen mittlerweile vier Rechtsanwälte mit Stellungnahmen gemeldet, die allesamt dasselbe sagen: Der Text muss geändert werden, um die Absicht des Gesetzgebers zu reflektieren. Es soll eigentlich NUR der Six Needler erlaubnispflichtig gemacht werden und alle anderen F-Waffen sollen so umfassend wie möglich verschont bleiben. Das "vergurkte" Gesetz führt allerdings zum Gegenteil dessen, das beabsichtigt war. Eine große Ohrfeige für die Juristen im KM5. Die sauberste Art, die Sache aus der Welt zu schaffen, wäre nun eine Dienstanweisung an die Behörden (Polizei, Waffenbehörden etc.), trotz des "missverständlichen" Gesetzestexts F-Waffen mit bereits erfolgter Zulassung weiter als erlaubnisfrei zu behandeln und dann so schnell wie möglich eine Gesetzesänderung (Bereinigung eines redaktionellen Fehlers) anzustreben. Wir werden sehen, ob das BMI vernünftig handelt oder so stur reagiert wie ich befürchte - nämlich auf dem Standpunkt zu beharren, das Gesetz wäre passend formuliert und bedürfe keiner Änderung. Ich werde weiter Druck ausüben, bis in einer Woche werde ich eine zweistellige Zahl von Rechtsmeinungen (alles Volljuristen) präsentieren, die meine Meinung teilen.
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Ich bediene mich in solchen Diskussionen gern an Vergleichen, die den anderen in Erklärungsnotstand bringen. "Schau mal, hier geht es eigentlich um Toleranz, nicht nur in Punkto Waffenbesitz sondern generell. Ich nehme an, Du findest Toleranz als Konzept OK, oder? Ich verstehe, Du selbst hast kein Interesse an Waffen und na klar, Waffen sind gefährlich. Ich dagegen besitze Waffen, aus verschiedenen Gründen, die eigentlich niemanden etwas angehen. Du zum Beispiel rauchst Zigaretten und das in der Öffentlichkeit. Du schadest Dir selbst damit und natürlich ist Dir das klar. Aber Dein Rauchen ist auch gefährlich für Deine eigentlich nicht rauchenden Mitmenschen. Das ist Dir aber nicht wichtig genug, um zumindest in der Öffentlichkeit NICHT zu rauchen. Ich finde Rauchen furchtbar, aber ich toleriere Deine Zigaretten, weil mir Toleranz wichtig ist. Ich toleriere auch die Motorradfahrer, die jeden Sonntag die Landstraße, die an meinem Haus vorbeiführt, zur Rennstrecke machen und deren offene Auspuffanlagen mich massiv stören. Aber ich fordere deshalb kein Verbot von Motorrädern. So verhalte ich mich als toleranter Mensch und ich würde mir wünschen, dass Du es ebenso halten würdest. Denn ohne gegenseitige Toleranz wäre dies keine Gesellschaft, in der es sich gut leben lässt." Ich fühle mich dann besser. Überzeugen kann man damit aber auch keinen Waffenhasser. Leider.
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Ich sehe leider nicht, was diese Waffe nun besser machen sollte als herkömmliche Wurfarme. Mit den modernen Glasfaser/Kohlefaser Hybrid Wurfarmen bekommt man ca. 3,8 Joule pro Kilo und Powerstroke Meter (bei der Interceptor sind das 34 Joule bei 55kg (120 lbs) und 0,16 Meter (16cm) Powerstroke. Für wirklich kleines Geld. Ob da der Gaskolben besser wäre? Es muss ja viel Masse bewegt werden und Reibung gibt es auch.
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Ich habe das ganze Thema seinerseit durch zwei gleichzeitige Feststellungsbescheide sattelfest machen lassen. Einmal die FX Indy Arrow, ein Pfeilgewehr, das NUR mit der fest eingebauten Pumpe unter Druck gesetzt werden kann. Also "Muskelkraft only". https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SchussSpielzeugwaffen/201202FbZ506_FXAirguns.html Dann die Steambow Micro 355. Eine herkömmliche Armbrust, die mit Druckluft gespannt wird. https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SchussSpielzeugwaffen/201202FbZ507_SteambowMicro355.html Nun musste sich das BKA entscheiden - BEIDE Waffen konnten sie nicht in die Kategorie "Pfeilabschussgerät" packen. Sie haben sich entschieden, dass eine Armbrust einen Wurfarm und eine Sehne hat. Ausdrücklich betont wird, dass die Art der Energieeinbringung NICHT erheblich ist. Aus meiner Sicht ist die Gaskolben-Armbrust ganz klar kein Pfeilabschussgerät. Auch hier wird die gespeicherte Kraft über eine quer verlaufende Sehne übertragen und es gibt auch einen "Querarm". Woher der Querarm nun seine Federspannung erzielt ist kaum erheblich. Immerhin unterscheidet sich der Wurfarm einer modernen Compound-Armbrust sehr deutlich von den Wurfarmen einer Mittelalter-Armbrust - trotzdem sind das keine Pfeilabschussgeräte im Sinne des Gesetzes. Auch die Gesetzesbegründung aus der Zeit (2017) ist ganz klar - man wollte Druckluftarmbrüste wie die "Verminator" regulieren, da es sich im Prinzip um starke Druckluftwaffen handelt. Man hat damals argumentiert, dass die "technische Entwicklung" diese neue Kategorie von Schusswaffen, die eben NICHT "durch einen Lauf" beschleunigen, sondern "über einen Lauf" hervorgebracht hat und dies eine Gesetzesänderung erforderte. Das hat das BKA klargestellt. Kurz: Ich würde mich als Waffenhändler auch ohne BKA Bescheid trauen, diese Armbrust zu verkaufen. Denn es wird eben keine Energie aus einem Presslufttank auf den Pfeil abgegeben.
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Schade... hatte vor 30 Jahren mal einen Erma Galagher bei ihm gekauft, damals wohnte ich noch in Hagen. Die Waffe besitze ich noch heute.