Zum Inhalt springen
IGNORED

Kommendes Verbot von Armbrüsten?


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
2 minutes ago, EkelAlfred said:

 

Aber habe ich nicht im Auto eine Batterie, in der Batteriesäure ist?

 

 

Yes....nur sind die als Gegenstand definiert und fallen nicht darunter....außer Du bist mal neugierig und zerlegst eine alte Autobatterie und entleerst dabei die Batteriesäure in ein Gefäß, dann verstößt Du als Privatperson gegen das Gesetz. 

 

bj68

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb BJ68:

 

 

Tja @ASE da muss ich Dir zum Teil leider widersprechen....da diese Sache etwas komplizierter ist und da mehrere Sachen parallel gelaufen sind: 

 

 

Da wurden keine Lehrbücher geschrieben um zu zeigen wie sinnlos die Gesetzgebung ist,

 

doch doch und denjenigen haben sie auf einer Demo mit einem H&K -Granatwerfer festgenommen.

Geschrieben
12 minutes ago, ASE said:

 

doch doch und denjenigen haben sie auf einer Demo mit einem H&K -Granatwerfer festgenommen.

 

Hast Du da Infos dazu?

 

Ging an mir komplett vorbei.....

 

bj68

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb BJ68:

 

 

Yes....nur sind die als Gegenstand definiert und fallen nicht darunter....außer Du bist mal neugierig und zerlegst eine alte Autobatterie und entleerst dabei die Batteriesäure in ein Gefäß, dann verstößt Du als Privatperson gegen das Gesetz. 

 

bj68

 

Muss man bei alten Autos nicht auch mal Batteriesäure nachfüllen?

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb JoergS:

Also ist DEINE Empfehlung - nichts zu tun?

 

Schlaf weiter. 

Natürlich nicht. Aber wer Benzin ins Feuer gießt braucht auch über Verbrennungen nicht zu wundern.

Geschrieben
4 hours ago, EkelAlfred said:

 

Muss man bei alten Autos nicht auch mal Batteriesäure nachfüllen?

 

 

Wie Direwolf schon geschrieben hat, bei den neueren nur dest. Wasser und wenn doch, das Teil gilt eben nicht für Gewerbetreibende*, wie Firmen, Tankstellen usw. die dürfen Batteriesäure (was ca. 35%ige Schwefelsäure ist) bestellen, verwenden und besitzen...nur Du als Privatperson oder besser als "Mitglied der Allgemeinheit" darfst das nicht....

 

 

*= gab auch schon mal Diskussionen darüber das Teil auch auf Gewerbetreibende mittels einer Art Lizensierungsmodell auszuweiten, praktisch eine Art "chemisches GÜG" angelehnt an das GÜG vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Grundstoffüberwachungsgesetz Kategorie 1 und 2, mit Melde- und Registrierungs- und Genehmigungspflicht, hat man aber dann doch sein lassen, wegen der Frage wie das umsetzen....da diese Ausgangstoffchemikalien dann doch etwas breiter eingesetzt werden wie die GÜG-Stoffe. Allerdings aufgehoben ist nicht aufgeschoben....und dass sich da immer noch was tut siehe u.a. hier:   https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/13426-Terrorismuspravention-neue-Vorschriften-fur-das-Inverkehrbringen-und-den-Einsatz-von-Chemikalien-mit-hohem-Risiko_de

Sprich da kann immer noch was von den EU-Deppen kommen....

 

bj68

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb EkelAlfred:

Muss man bei alten Autos nicht auch mal Batteriesäure nachfüllen?

Wie oben schon geschrieben, musste man früher destilliertes Wasser nachfüllen (besser gesagt: konnte man), da nur dieses beim Ladevorgang bzw. bei Überladung in die Umgebung entweicht – durch Ausgasen. H2SO4 wurde nur bei der Erstbefüllung zugesetzt.
 

Und „neuere" Blei-Säure-Batterien aus dem Consumer-Kfz-Bereich sind wartungsfrei – das heißt frei von jeder Wartungsmöglichkeit. Aber selbst wenn man Säure nachfüllen müsste, würden dich unsere schlauen Politiker mit ihren Chemie-Unkenntnissen einfach an die nächste Kfz-Werkstatt verweisen.

Oder an die Tochter deiner Nachbarn, die als 18-jährige Oberstufenschülerin aus dem Chemie-LK gewerblich Nachhilfe für Mittelstufenschüler anbietet. Die darf nämlich Schwefelsäure und die anderen Stoffe von der Ausgangsstoffliste für Demoversuche erwerben und besitzen – im Gegensatz zu ihrem Lehrer, der als promovierter Chemieingenieur mit Leidenschaft für Chemie (als Hobby, aber ohne Nebenerwerb) quereingestiegen ist. Der darf daheim nichts haben, nur in der Schule. 

Genauso wie die selbstständige Reinigungskraft H2O2 auch in konzentrierter Form erwerben und besitzen darf. Einziger notwendiger Nachweis: Gewerbeschein!

Wer das Chemikalienrecht kennt, der findet das Waffenrecht direkt logisch und in sich widerspruchsfrei schlüssig! Dass diese Konzentrationsbeschränkungen bei H2SO4 und H2O2 – ganz davon abgesehen – völlig sinnfrei sind, weil diese Stoffe zu den am leichtesten aufkonzentrierbaren gehören, hat unsere Wissenschaftsversager an der Macht auch nicht im Geringsten beeindruckt. Schwefelsäure lässt sich bis zum Azeotrop, bei etwa 98% Konzentration, durch Auskochen des Wassers konzentrieren, H2O2 durch Einfrieren …
 

Und da glaubt Jörg, dass es für dieselben Politiker eine Relevanz hat, ob man zum Selbstbau einer Schusswaffe erst einmal sechs Tage Metallbau ausprobieren muss, bis man den Bogen raus hat (Hartlöten, Schweißen, Drehen), oder ob es nur drei Tage Übung (Temperaturen, Haftungsart, Heizung/Kühlung) am 3D-Drucker braucht bis die Drucke so werden wie man es haben will.

Bearbeitet von JFry
Geschrieben
9 hours ago, JFry said:

im Gegensatz zu ihrem Lehrer, der als promovierter Chemieingenieur mit Leidenschaft für Chemie (als Hobby, aber ohne Nebenerwerb) quereingestiegen ist. Der darf daheim nichts haben, nur in der Schule. 

[...]

 

 

Tja...frag mal die Leute die sich für legale Chemie interessieren als Hobby, was die davon halten, ist mit* ein Grund warum das Chemieforum wo ich Admin geworden bin, nach den USA umgezogen ist und nicht mehr in DE gehostet wird. Sorgt halt auch, wenn es kein wirklicher Schutz ist, dafür, dass u.U. freidrehende Staatsanwälte vgl. https://www.telepolis.de/article/Terrorfahndung-in-Kinderzimmern-3404157.html und https://www.telepolis.de/article/Von-Chemikalien-Aquarianern-Sprengstoffen-und-Drogen-3419551.html (wenn dort auch die Opfer Chemikalienhändler und deren Kunden waren) eine zumindest kleine Hürde mehr nehmen müssen, wenn sie an die Daten wollen. 

 

*= der andere war, dass ich den Vertrag bei Strato wegen keinem Wohnsitz in der EU eh nicht übernehmen konnte d.h. ein Umzug war eh fällig.

 

 

Btw. der Punkt 7. auf der ersten Seite in https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32019R1148 kommt mir irgendwie ziemlich arrogant vor...sorry...schon alleine die Aussage "gibt es keine rechtmäßige Verwendung durch Mitglieder der Allgemeinheit" ist schon ziemlich heftig (muss mich sehr zusammenreißen damit ich nicht beleidigend werde, wenn ich diese zusammen gequirlte S***e lese). Da gibt es z.B. zwei Bücher die ich habe:

- The Colouring, Bronzing and Patination of Metals: A Manual for Fine Metalworkers, Sculptors and Designers von Richard Hughes und Michael Rowe

- Patina: 300+ Coloration Effects for Jewelers & Metalsmiths von Matthew Runfola

und dort werden genau die Chemikalien verwendet für die es laut den Bürokraten keine rechtmäßige Verwendung durch Privatpersonen gibt....

Dito hier [url=https://illumina-chemie.org/viewtopic.php?t=5633]Entkapselung von integrierten Schaltkreisen (IC Decapsulation)[/url] und damit mach ich Bilder von den Teilen:

 [url=https://illumina-chemie.org/viewtopic.php?t=6163]The beauty of integrated circuits ;-)[/url]

Da gibt es noch eine Menge auch für Privatpersonen legaler Anwendungsmöglichkeiten, aber das geht in Bürokratenschädel nicht rein.....und ihre sog. Interessensabwägung (Oberhalb dieses oberen Konzentrationsgrenzwerts wiegt das Risiko im Zusammenhang mit der unrechtmäßigen Herstellung von Explosivstoffen schwerer als die unerhebliche rechtmäßige Verwendung dieser Ausgangsstoffe für Explosivstoffe durch die Allgemeinheit, für die Alternativen oder niedrigere Konzentrationen die gleiche Wirkung erzielen können.) können sie sich an eine Stelle stecken wo kein Licht hinkommt und zur Not trete ich noch gerne etwas nach. 

 

Sorry fürs auskotzen.......mir kommt da halt nur der Spruch oder besser der Buchtitel eines Herrn Sarrazin von 2010 in den Sinn, weil mit solchen Verboten unterm Strich die Axt an den Nachwuchs der sich für MINT interessiert und an die Innovation von Erfindern, Bastler, Tüftler, Nerds usw. angelegt wird, praktisch genau das womit DE und auch die EU im Konkurrenzkampf punkten könnte angelegt wird. 

 

Danke aber auch liebe EU und diverse andere Bürokraten-Typen.....

 

bj68

  • Gefällt mir 4
  • Wichtig 3
Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb BJ68:

Tja...frag mal die Leute die sich für legale Chemie interessieren als Hobby, was die davon halten

Das muss ich gar nicht fragen, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Chemie als Hobby hatte mich noch vor der Elektronik interessiert und war auch einer meiner beiden LKs – wenngleich ich heute nur noch das Wissen praktisch anwende…
Eine Zeit lang habe ich hinsichtliches der Studienabsicht zwischen Elektrotechnik, Chemie und Informatik hin und her geschwankt. (ist dann aber doch ersteres geworden)

Ich habe den ewig langen Thread, den es damals auf Chemieonline (kennst du vermutlich auch) zu den von dir zitierten Vorfällen gab, quasi von Anfang an mitverfolgt und in anderen Foren als Beispiel für durchgeknallte Aktionen gewisser Staatsorgane verlinkt. Dort war meines Wissens auch der in dem Telepolis-Artikel zitierte Schüler selbst aktiv und hat neben anderen Betroffenen berichtet (ich glaube, er hatte einen Usernamen, der an gewisse „Silberscheiben" angelehnt war – ist aber auch schon 20 Jahre her).

Das Krasse war ja insbesondere, dass es damals für die Stoffe, aufgrund derer ermittelt wurde, gar kein Besitzverbot gab. Die allermeisten der Durchsuchten haben nichts, aber auch wirklich gar nichts Verbotenes gemacht. Der Händler hatte gegen einige Gewerbe-, Lager- und Dokumentationsvorschriften verstoßen – aber nicht die Käufer! Es gab ja auch nur einige wenige Funde, u. a. beim besagten Schüler, und diese Funde waren, zumindest soweit öffentlich bekannt, schlicht experimentelle Kleinmengen. Mengen, von denen keine größere Gefahr ausging als von der typischen Plastiktüte eines 18-Jährigen, der am Vortag von Silvester das Geschäft verlässt.

Massive Eingriffe in das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung – mit Türeintreten, nicht etwa der oft immer noch höflichen Bitte um Einlass bis zum Tresorstandort, die man ablehnen könnte – für, ich glaube, sogar hunderte Personen, die nichts Illegales getan haben. Wahnsinnige Kosten, und herausgekommen ist quasi nichts.

 

vor 15 Stunden schrieb BJ68:

und dort werden genau die Chemikalien verwendet für die es laut den Bürokraten keine rechtmäßige Verwendung durch Privatpersonen gibt....

Dazu muss man nicht einmal auf so spezielle Fälle verweisen. In den letzten zehn Jahren ist die Selbstfertigung von Platinen (gedruckten Leiterplatten / PCBs) durch Hobbyelektroniker stark zurückgegangen, weil professionell gefertigte Platinen aus China inzwischen so günstig sind. Aber sie findet weiterhin statt – wenn jemand nicht so lange warten will oder einfach Spaß an der Sache hat (oder ganz oldschool mit Lackstift statt mit CAD-Software sein Layout erstellt).
Das waren zeitweise hunderttausende Hobbyisten, die so ihre Platinen gemacht haben: geätzt mit einer Mischung aus verdünnter HCl und H2O2, der Fotolack danach mit Aceton (oder Butanon) entfernt.
Absolut übliche, gängige Methode die in vielen Büchern auch so empfohlen ist.
Was bei einer (gleichzeitigen) unbedachten Bestellung der drei Stoffe ohne wirklich glaubwürdige EVE passieren würde ist leider klar...
 

Wer selbst chemisch durchkontaktieren wollte (schon deutlich exotischer) oder aus anderen Gründen mit Galvanik zu tun hatte (was bei diversen anderen Hobbys ebenfalls üblich ist bzw. war), für den ist H2SO4 nichts Exotisches. Sie wird zum Ansetzen des Elektrolyten gebraucht – und selbst bei gekauftem Fertigelektrolyt, wenn man mit der Zeit etwas nachkorrigieren muss.
Selbst beim Metallbau und Schmieden gibt es gängige Anwendungen für einige dieser Stoffe.
Aber ich vermute stark, dass ich dir das gar nicht erklären muss – das ist eher für die anderen Mitleser gedacht.
 

Ich habe das Glück, dass ich nicht nur mehrere Sachkundenachweise besitze, sondern auch einen Gewerbeschein (Nebenberuf), aus dem sich die tatsächliche gewerbliche Verwendung plausibel belegen lässt – nicht nur als Vorwand, sondern real, wenn auch selten, genutzt. Und über meinen Arbeitgeber kann ich die Dinge bestellen, die ich zwar völlig legal bestellen darf, bei denen sich aber mittlerweile viele Lieferanten anstellen, sobald sie an einen Kleingewerbler liefern sollen – selbst wenn der zusätzlich zum Gewerbe seine Sachkunde nachweisen kann.

Und trotzdem könnte ich bei der gesamten Thematik jedes Mal einfach nur im Quadrat kotzen!


Ich habe einige Chemie-Ings im Bekanntenkreis – FH, Uni, mit und ohne Promotion. Die haben alle eines gemeinsam: Sie haben in der frühen Jugend, teils schon als Kinder, angefangen und dürften dieselben Experimente aus ihren Kindertagen heute, trotz Abschluss, nicht mehr daheim durchführen. Außer, sie melden ein Gewerbe an oder werden freiberuflich in einem Bereich tätig, in dem sich das plausibel erklären lässt.


Und dann wundern sich die „Wissenschaftsversager an der Macht", warum der qualifizierte Nachwuchs ausbleibt bzw. das Wissensniveau immer weiter absinkt. Vielleicht ist es eben doch nicht dasselbe, ob sich jemand ab 13 aus intrinsischem Interesse als Hobby in die Materie hineinfuchst – inklusive eigener Experimente – oder ob er bzw. sie das mit 17 im Nebensatz des Frontalunterrichts erzählt bekommt. Natürlich ohne Versuch, denn der wäre ja selbst als Lehrerversuch zu gefährlich …

 

Bearbeitet von JFry

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Bitte beachten Sie folgende Informationen: Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Community-Regeln.
Wir haben Cookies auf Deinem Gerät platziert. Das hilft uns diese Webseite zu verbessern. Du kannst die Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist, weiterzumachen.