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IGNORED

Standaufsicht Situationen


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Geschrieben

Hallo Community,

 

ich lerne gerade für die Standaufsicht und hätte dazu zwei hypothetische Situationen.

Mich interessiert dabei, wie das richtige Verhalten des Schützen sowie der Standaufsicht wäre, wie ihr die Situation bewertet und wo dies ggf. geregelt ist.

 

Hypothetische Situation 1:
Ein Schütze betritt während einer Sicherheitsphase den Schützenstand, also dort wovon geschossen wird. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die anderen Schützen an den Scheiben, um diese zu wechseln.
Der Schütze legt seine Waffe auf dem Schützenstand ab. Die Waffe ist entladen, Magazin entnommen, gesichert und zusätzlich mit einer Schnur im Lauf versehen.

Wie würdet ihr diese Situation bewerten?

 

Hypothetische Situation 2:
Ein Schütze betritt während des laufenden Schießbetriebs den Schützenstand und legt seine gesicherte Waffe auf dem Schützenstand, also dort wovon geschossen wird,  ab.

Wie ist dieses Verhalten zu bewerten und wie sollte die Standaufsicht reagieren?

Danke und Gruß

Tobias


 

Geschrieben

Aus meiner Sicht:

 

Fall 1 ist ein ganz klarer Verstoß gegen die ausgerufene Sicherheit! Bei Sicherheit gilt: Alle Pfoten weg von den Waffen! Keine Diskussion! Egal ob jemand an der Scheibe ist oder nicht. 

Eigentlich hätte die Standaufsicht hier aber bereits vorher einschreiten müssen, dass es gar nicht erst zu der Situation kommt.

 

Fall 2 sehe ich etwas differenzierter.

Während eines Wettkampfes oder bei einem "Gruppentraining" würde ich das vorab unterbinden. Da hieße es warten, bis die Schützen mit Ihrer Runde durch sind.

Danach, oder wenn es ein "freies" Training individueller Schützen ist, würde ich darin kein Problem sehen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 34 Minuten schrieb Tobias Reineck:

Ein Schütze betritt während des laufenden Schießbetriebs den Schützenstand und legt seine gesicherte Waffe auf dem Schützenstand, also dort wovon geschossen wird,  ab.

Wie ist dieses Verhalten zu bewerten und wie sollte die Standaufsicht reagieren?

Das hängt etwas von der Standordnung und den Gepflogenheiten im Verein ab würde ich sagen. Manche Vereine achten sehr penibel darauf, dass Waffen erst auf Kommando ausgepackt und abgelegt werden, bei anderen ist das Verantwortung des einzelnen Schützen, und nur Ladetätigkeiten erfolgen erst auf Kommando. 

Bei uns würde es wahrscheinlich gar keine Reaktion der Aufsicht hervorrufen solange die Handhabung der Waffe dabei sicher ist. Die Waffe hinten auspacken und dann auf dem Weg zum Schützenstand die Hälfte der Anwesenden mit der Mündung abstreifen findet natürlich nicht statt, die Waffe am Stand auspacken ist regelmäßig kein Problem.

Wobei das "während der laufenden Serie den Schießstand betreten" bei uns schon aus räumlichen Gegebenheiten unterbleibt.

 

vor 34 Minuten schrieb Tobias Reineck:

Ein Schütze betritt während einer Sicherheitsphase den Schützenstand, also dort wovon geschossen wird. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die anderen Schützen an den Scheiben, um diese zu wechseln.
Der Schütze legt seine Waffe auf dem Schützenstand ab. Die Waffe ist entladen, Magazin entnommen, gesichert und zusätzlich mit einer Schnur im Lauf versehen.

Wie würdet ihr diese Situation bewerten?

Grundsatz: kann gleich wieder einpacken und heimfahren. Kann er mir noch so oft erzählen, dass die Waffe ja entladen, das Magazin in einer anderen Tasche, die Munition sowieso, drei Schnüre und zwei Kammerfahnen drin waren. Wenn sich vorderhalb der Schützenstände Personen befinden finden keine Handgriffe an der Waffe statt. Nein, auch kein Justieren der Visierung, kein Putzen, gar keine. Aus Prinzip nicht. Schießunfälle in diesen Situationen finden weit überwiegend mit Waffen statt die ja ganz sicher nicht geladen, gesichert und was nicht alles waren...

Bearbeitet von ChrissVector
Geschrieben

Zu 1) Gäbe direkt Anschiss, wenn jemand vorne an der Scheibe ist, wird keine Waffe angefasst. 

 

Zu 2) Während geschossen wird, hat keiner den Stand zu betreten, außer der Stand ist so gebaut, dass niemand gestört wird.

Während der Serie sollte im eine Unruhe entstehen. Sicherheitstechnich sehe ich da kein Problem.

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Harry Callahan:

Zu 2) Hä ??? Er nimmt also den Stand ein, während die anderen schießen? Also wer sich davon gestört fühlt, der soll zuhause Hanni und Nanni lesen. Also kein Problem. 

 

vor 3 Stunden schrieb Tobias Reineck:

Hypothetische Situation 2:
Ein Schütze betritt während des laufenden Schießbetriebs den Schützenstand und legt seine gesicherte Waffe auf dem Schützenstand, also dort wovon geschossen wird,  ab.

Wie ist dieses Verhalten zu bewerten und wie sollte die Standaufsicht reagieren?

Eine " gesicherte Waffe " ? Also eine Pistole ohne geöffneten Verschluss?  Wie soll die Aufsicht dann sehen das die Waffe auch wirklich " sicher " ist? Würde ich unterbinden. Würde sich die Waffe als geladen herausstellen könnte er grade wieder Einpacken. Geladene Waffen werden nicht abgelegt. KOmmt jemand rein , geht an einen freien STand und packt , während die anderen noch schiessen seine Waffe aus und legt sie ordnungsgemäß ab ist alles ok. Der meldet sich eh bei der AUfsicht " an " . Und wenn die dann was dagegen hat wird sie es sagen. Bei uns aber kein Problem.Genau wie abbauen und gehen.

Geschrieben

Unter "gesichert" kann auch "sicher" gemeint sein. Das wäre dann offen. Ich würde bei einem Anfänger hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. 

 

Ad1:

Einpacken und Ende für heute. Ist Sicherheit ausgerufen bleibt man einen Schritt weg von den Waffen.

 

Ad2:

Das ist in meinem Verein der Normalzustand. In beiden. Der eine ist ein reiner DSB-Verein. Aber im Training wird normalerweise nicht synchron geschossen, sondern jeder kommt und geht wie er will. Natürlich unter Beachtung aller Sicherheitsregeln und ohne zu stören.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Tobias Reineck:

Hallo Community,

 

ich lerne gerade für die Standaufsicht und hätte dazu zwei hypothetische Situationen.

Mich interessiert dabei, wie das richtige Verhalten des Schützen sowie der Standaufsicht wäre, wie ihr die Situation bewertet und wo dies ggf. geregelt ist.

 

Hypothetische Situation 1:
Ein Schütze betritt während einer Sicherheitsphase den Schützenstand, also dort wovon geschossen wird. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die anderen Schützen an den Scheiben, um diese zu wechseln.
Der Schütze legt seine Waffe auf dem Schützenstand ab. Die Waffe ist entladen, Magazin entnommen, gesichert und zusätzlich mit einer Schnur im Lauf versehen.

Wie würdet ihr diese Situation bewerten?

 

Hypothetische Situation 2:
Ein Schütze betritt während des laufenden Schießbetriebs den Schützenstand und legt seine gesicherte Waffe auf dem Schützenstand, also dort wovon geschossen wird,  ab.

Wie ist dieses Verhalten zu bewerten und wie sollte die Standaufsicht reagieren?

Danke und Gruß

Tobias


 

In beiden Fällen gäbe es für die Verursacher sehr, sehr deutliche und sicher nicht leise Ansagen.

Und bei Widerworten Standverweis.

1.Wenn Sicherheit ist wird NIE eine Waffe berührt. Es gibt von dieser Regel keine Ausnahme.

2.Es wird NIE eine Waffe mit Magazin und nicht geöffnetem Verschluß abgelegt. Es gibt von dieser Regel keine Ausnahme.

Da ist nichts groß zu bewerten, geschweige denn zu diskutieren.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb MB69:

2.Es wird NIE eine Waffe mit Magazin und nicht geöffnetem Verschluß abgelegt.

Das ist richtig, wurde aber beim zweiten Fall nicht explizit beschrieben, sondern nur "gesicherte Waffe". Wenn die beim Ablegen in irgendeiner Weise geladen war ist das natürlich ein No-Go.

 

 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Fyodor:

Das ist in meinem Verein der Normalzustand. In beiden. Der eine ist ein reiner DSB-Verein. Aber im Training wird normalerweise nicht synchron geschossen, sondern jeder kommt und geht wie er will. Natürlich unter Beachtung aller Sicherheitsregeln und ohne zu stören.


Ist bei uns auch so.

Ansonsten - bei Punkt 1 greife ich als Aufsicht (aber auch als Schütze, der keine Aufsicht hat) natürlich ein. Bei Punkt 2 ebenfalls, wenn der Verschluss nicht offen ist.

Geschrieben

Moin zusammen,

 

als Aufsicht halte ich es so. Betreten des Schießstandes grundsätzlich nur mit Kanone im Holster. Kein Holster dann draußen bleiben, bis Einlass gewährt wird.

Eine Waffe gezogen in der Hand eines Schützen auf dem Schießstand, egal welcher Ladezustand, nur wenn ich das Kommando dazu gebe. Aus die Maus.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Stunden schrieb Tobias Reineck:

 

Hypothetische Situation 1:
Ein Schütze betritt während einer Sicherheitsphase den Schützenstand, also dort wovon geschossen wird. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die anderen Schützen an den Scheiben, um diese zu wechseln.
Der Schütze legt seine Waffe auf dem Schützenstand ab. Die Waffe ist entladen, Magazin entnommen, gesichert und zusätzlich mit einer Schnur im Lauf versehen.

Wie würdet ihr diese Situation bewerten?

 

Hypothetische Situation 2:
Ein Schütze betritt während des laufenden Schießbetriebs den Schützenstand und legt seine gesicherte Waffe auf dem Schützenstand, also dort wovon geschossen wird,  ab.

 

Frage: Wie ist dieses Verhalten zu bewerten und wie sollte die Standaufsicht reagieren?

Zu 1:

Fehler der vaP:

Das Entstehen der geschilderten Situation setzt voraus, dass der Schütze - ohne daran von der vaP gehindert worden zu sein - entweder seine Kanone unverpackt von irgendwo bis zur Ablageposition getragen hat oder auf den Stand an seiner Schießposition ausgepackt hat.

 

 

Fehler des Schützen:

jedenfalls das Ablegen

 

zu 2:

Das Ablegen als solches ist aus meiner Sicht in Ordnung, wenn die Kanone ungeladen und offen ist, evt. nach Regelwerk mit Fahne.

Bearbeitet von webnotar
Geschrieben

Bei Punkt zwei muss man differenzieren:

 

* bei einem geschlossenen KW Stand, wäre das Schießen für den Schützen an diesem Tag beendet.

* bei einem offenen LW Stand, ist das Ausbringen der Waffe möglich, solange keine Sicherheit ausgerufen wurde. Dennoch gebietet der Respekt und der Anstand, dass man sich bei der Standaufsicht anmeldet.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb harry tasker:

Moin zusammen,

 

als Aufsicht halte ich es so. Betreten des Schießstandes grundsätzlich nur mit Kanone im Holster. Kein Holster dann draußen bleiben, bis Einlass gewährt wird.

Eine Waffe gezogen in der Hand eines Schützen auf dem Schießstand, egal welcher Ladezustand, nur wenn ich das Kommando dazu gebe. Aus die Maus.

Whaaat:D meine Kameraden besitzen grössten Teils gar kein Holster.

Vermutlich glauben einige sogar das sei verboten:rofl:

 

Das ist genau so gefährlich und verboten wie Reddot:crying: und mehr wie 5 Schuss laden auch:rtfm:

 

Aber im Ernst, letzten Sonntag hat ein Pärchen (die schon länger im Verein sind) ihre Waffen ausgepackt und in Schussrichtung abgelegt während vorne abgeklebt wurde. Es blieb bei einem ordentlichen Rüffel. 
 

Man muss sich auch immer vor Augen halten wie man selbst als Standaufsicht reagiert. Jagd man die Leute aus dem Haus? Zur Bestrafung? Wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist? 
 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Andor:

Das ist richtig, wurde aber beim zweiten Fall nicht explizit beschrieben, sondern nur "gesicherte Waffe". Wenn die beim Ablegen in irgendeiner Weise geladen war ist das natürlich ein No-Go.

 

 

Ich war davon ausgegangen, dass die Waffe gesichtert statt offen gemeint war.

Sonst wär‘s ja wirklich null erwähnenswert.

 

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo…Kurzwaffenstand…Sicherheit und Trefferaufnahme…vorn an der Scheibe wird „gearbeitet“

Da bewegt sich an den Schützenständen rein gar nichts…kein ausbringen oder verwahren von Waffen oder Munition…sollte da jemand selbständig werden, sofortiger „verbaler Verweis“ :rtfm:

Ende Gelände, wer das nicht befolgt kann gehen.

 

So handhabe ich es als Standaufsicht.

Gruß Boba

Bearbeitet von Bobafett
Komma
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Hasenklage:

Jagd man die Leute aus dem Haus? Zur Bestrafung? Wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist? 


Bei gravierenden Sicherheitsverstößen ja. Also in dem Sinne, dass an diesem Tag kein Training mehr für den Betreffenden stattfindet. Nennt man Erziehungseffekt und bleibt hoffentlich hängen.
Bisher äußerst selten bzw. in 30 Jahren nur einmal erlebt und der hat dann natürlich auch den Dicken markiert. Mein Gefühl ist das Kameraden, die dass dann einsehen und die gelb-rote Karte ohne Diskussion akzeptieren diejenigen sind, denen so etwas aber eh nicht passiert.

Gravierender Sicherheitsverstoß wäre für mich das die Mündung in eine falsche Richtung zeigt, bei "Sicherheit" während der Trefferaufnahme  an der Waffe rumgefummelt wird oder jemand nach seinem Training eine geladene Waffe wegpackt (wobei das dann mit Trainingsende am gleichen Tag schwierig wird) oder eine geladene Waffe auspackt.
Das alles bezogen auf Leute, die schon länger schießen.

Bei Anfängern ist das was anderes, aber da muss man eh mit allem rechnen und die brauchen einen 1:1 Betreuer, der solche Situationen gar nicht erst entstehen lässt. Die normale Aufsicht während des Schießtbetriebs sollte das nicht machen, dafür braucht man extra jemanden.

Bearbeitet von chief wiggum
Geschrieben

Bei uns wird auf dem KW Stand auch Schwarzpulver geschoßen. Kann eigentlich nichts passieren, aber mich macht es immer nervös, wenn einer sich umdreht (Blick Richtung Fenster zum Aufenthaltsraum), um auf der dortigen Ablage seine Trommel zu stopfen. 

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