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ChrissVector

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  1. Die da wären? Bei den CZ75-Derivaten mit Sicherheitsrast handelt es sich nicht um Schlagbolzenschloss-Pistolen, bei den Schlagbolzenschloss-Pistolen von CZ lässt sich von außen nicht erkennen ob das System gespannt oder entspannt ist, es lässt sich auch geladen nicht entspannen. Deshalb ja "gelten als", auch wenn eine entspannte DA-Pistole gerade technisch nicht gesichert ist. Ja. Solche Wiederholungen führen nur zu Missverständnissen und Unsicherheiten in der Praxis. Wenn Waffen mit Abzugszüngelsicherung (oder rein automatischer interner Schlagbolzensicherung) bereits pauschal als gesichert betrachtet werden bedarf es keiner zusätzlichen Regelung für Schlagbolzenschloss-/Striker-Fired-Pistolen. Diese gelten entweder aufgrund ihrer Konstruktion pauschal als sicher oder eben bewusst nicht. 1. Der Zustand "gespannt" ist nur dann relevant wenn es im Regelwerk irgendeinen Bezug darauf gäbe. Den gibt es zwar in 13.01.02, er würde aber genau für die Waffen die von der Regelung des 3.3.7.4 erfasst würden gegenstandslos, weil diese rein technisch nicht "ungesichert und gespannt" geholstert werden können. Einzige Ausnahme davon wäre, sofern man die automatische Schlagbolzensicherung genau nicht ausreichen lassen möchte, die P320 mit manueller Sicherung, diese gilt aber egal ob gespannt oder entspannt nicht als gesichert, da der Zustand des Systems von außen nicht erkennbar ist und deshalb immer die manuelle Sicherung eingelegt werden muss um sie holstern zu dürfen. 2. Gerade bei teilvorgespannten Systemen lässt sich regelmäßig von außen nicht erkennen ob das System gespannt ist oder nicht. Mir wäre zumindest auf Anhieb keine Pistole bekannt die ein teilvorgespanntes System hat UND eine entsprechende Spannanzeige.
  2. Gegenvorschlag: Sp 03.03.07 Pistolen dürfen in fertig geladenem Zustand nur gesichert geholstert werden. Sp 03.03.07.01 Eine Waffe gilt jedenfalls dann als gesichert, wenn - eine manuell bedienbare Sicherung aktiviert ist oder - sie über eine Abzugszügelsicherung (integrierte Klinke/Sicherung im Abzugsblatt) verfügt oder - sie über eine automatische Schlagbolzensicherung (Safety Plunger) verfügt oder[Anmerkung: aus Sicherheitsgründen ist dies aber eigentlich nicht wünschenswert. Streicht man diesen Satz ist das ein Sicherheitsgewinn, aber alle P320 ohne manuelle Sicherung fliegen raus] - sie sichtbar entspannt ist. [Anmerkung: trifft praktisch nur auf Pistolen mit Hammer zu, theoretisch auch auf bestimmte Modelle der P99 und ihrer Kopien von Canik] Sp 03.03.07.02 Sportpistolen mit Schlagbolzenschloss (Striker-Fired) gelten im Holster als gesichert. [Fällt entsprechend weg weil entbehrlich] Sp 03.03.07.03 Alleine das Vorhandensein einer funktionierenden Griffsicherung (analog Colt 1911 A1) führt nicht zu einem „gesicherten“ Zustand der am Griff gefassten Waffe, wenn die Waffe weitere, separat mechanisch aktivierbare Sicherungen hat. Sp 03.03.07.04 Teilvorgespannte Schlagbolzenschloss-Systeme sind auch in sichtbar teilvorgespanntem Zustand nicht als „gespannt“ anzusehen. [Wie bereits thematisiert]
  3. Für Steel Challenge ergibt sich das eindeutig aus SC 2.07 "Striker-Fire Waffen gelten generell "als gesichert"" Für Speed Steel kann man anderes begründen. Hier ist aber doch direkt wieder ein Widerspruch enthalten. Damit gelten Waffen mit einer anderen Funktionsweise nur dann als gesichert, wenn eine vorhandene manuelle Sicherung aktiviert ist ODER eine Abzugszüngelsicherung vorhanden ist ODER eine automatische Schlagbolzensicherung vorhanden ist. Pistolen mit Schlagbolzenschloss hingegen gelten im Holster grundsätzlich als gesichert, so auch die thematisierte Q5. An welche Modelle denkst du da konkret, bei denen das sichtbar wäre?
  4. Die technisch richtige Beschreibung wäre "teilvorgespanntes Schlagbolzenschloss-System". Das kommt drauf an was man genau erfassen will. Schlagbolzenschloss-Pistolen? Nur solche mit teilvorgespanntem System? Nur solche die tatsächlich ein "Safe Action"-System, also eines der Firma Glock verwenden? Ich schätze mal zweckmäßigerweise ersteres, sonst schließt man doch eine nicht geringe Zahl an Schlagbolzenschloss-Pistolen bewusst aus. Dann sollte man sich aber Gedanken machen ob man das um andere Sicherheitsanforderungen wie eine Abzugszüngelsicherung ergänzt, oder andere klar nach ihrer Funktion beschriebene automatische interne Sicherungen ausreichen lässt.
  5. Diese Argumentation verfängt bei Speed Steel, weil die Sportordnung dort von "Safe-Action-Systemen" bzw. (technisch falsch) "teilvorzuspannende DAO-Systemen" spricht bei denen der gesicherte Zustand ohne Betätigung des Abzugs angenommen wird. (PS: diese Beschreibung ist aus verschiedenen Gründen gänzlich misslungen und sollte dringend überarbeitet werden) Bei Steel Challenge lässt sich aus dem Satz "Striker-Fire Waffen gelten generell als gesichert" kein Ausschluss selbst für die beschriebene Q5 nicht rechtfertigen, auch wenn ich die Argumentation dahinter durchaus nachvollziehen kann.
  6. Quark. Die Sportordnungen für beide Disziplinen regeln klar wie Waffen mit Schlagbolzenschloss ohne manuelle Sicherung zu betrachten sind: als gesichert solange der Abzug nicht betätigt wird.
  7. Vollständig? Nein, das ist auch nicht ihr Ziel. Aber sie reduziert die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit solcher Taten.
  8. Nein, ist es nicht. Gerade das Wörtchen "erlaubnispflichtig" ist neben der damit verbundenen verpflichtenden Registrierung und der sicheren Aufbewahrung der entscheidende Unterschied beim Zugang zu Schusswaffen in Deutschland und den meisten zivilisierten Ländern gegenüber den USA. Der einfache, sprich regelmäßig weder erlaubnis- noch registrierungspflichtige Zugang zu Schusswaffen für unbescholtene, volljährige Bürger ohne Verpflichtung (und Kontrolle) einer sicheren Lagerung und ohne effektive Verhinderung einer Weitergabe an nicht erwerbsberechtigte führt zwangsläufig zu einem deutlich leichteren Zugang zu Schusswaffen auch für Personen die diese legal nicht erwerben können. Es ist kein Widerspruch in Deutschland legal Schusswaffen zu besitzen weil man selbst die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt und gleichzeitig die Umstände in den USA im Zusammenhang mit Waffenbesitz zu kritiseren. Ja, auch strengere Gesetze verhindern solche Taten nicht zu 100%, aber sie erhöhen die Schwelle erheblich und senken damit ihre Häufigkeit. Auch wenn man die sozialen Hintergründe mit einbezieht hat es einen Grund, warum derartige Taten in den USA um Größenordnungen häufiger sind als in jedem anderen Land der Welt, und das ist nunmal der Zugang zu Schusswaffen.
  9. Sie sind unpraktisch und teuer bei keinem nennenswerten Mehrwert hinsichtlich Funktion oder Zuverlässigkeit. Wozu? Auf einem bereits gut versorgten Markt proprietäre Produkte einführen ergibt nur dann Sinn wenn sie einen echten Mehrwert liefern, sei es funktional oder preislich. Hera könnte realistisch die Preise von Glock-Magazinen nicht wirtschaftlich unterbieten. Die rechtliche Problematik dieser Magazine ist fast ausschließlich auf Deutschland begrenzt.
  10. Für statische Disziplinen, in denen regelmäßig eine Aufsicht eine Vielzahl von Schützen beaufsichtigt und die Anforderungen an die Qualifikation des einzelnen eher niedrig sind bieten Sicherheitsfäden einen Weg die Sicherheit einer abgelegten Waffe schnell und "eindeutig" zu erkennen. Man sollte dabei dennoch auch Aufsicht nicht nachlässig werden, die Gefahr dazu besteht leider. Für dynamische Disziplinen mit "Einzelbetreuung", dafür aber viel Bewegung im Rückraum mit Waffen ist der Mehrwert ganz praktisch eher gering, da die Umsetzung mit einigen Problemen behaftet ist. Sicherheitsfäden für Langwaffen sind regelmäßig nicht sonderlich haltbar, Sicherheitsfäden für Kurzwaffen behindern regelmäßig die Funktion verbreiteter Sportholster. Reine Sicherheitsfahnen sind regelmäßig nicht so eindeutig dass der Aufwand es lohnt. Der Weg zu mehr Sicherheit auf Schießständen ist konsequente und beinahe drakonische Ahndung von Verstößen einschließlich einer wie auch immer gearteten Erfassung über die bloße Betreiber- oder Vereinsebene hinaus. Wer wiederholt durch unsicheren Umgang auffällt muss dafür Konsequenzen über die Disqualifikation vom jeweiligen Wettbewerb oder momentanen Verweis vom jeweiligen Stand hinaus fürchten. Aber wollen wir das?
  11. Wobei man durchaus vertreten kann, dass hier Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund steht, sondern wirtschaftlicher Betrieb der Anlage. Auch kann der Schießsport ja nicht ausschließlich gefördert werden indem man einem bestimmten Landesverband zu extrem guten Konditionen die Nutzung gewährt.
  12. Gewöhnungsbedürftig, spannend finde ich den gefühlten Wechsel von einem Design der frühen 2000er auf eines der frühen 2010er... Was die neuen Funktionen angeht (Passkey, Merken ohne Aufruf des Angebots, Filter, Aufteilung der Merkliste ...) bin ich persönlich recht zufrieden, ist auf jeden Fall überwiegend eine merkliche Verbesserung. Optisch ansprechend finde ich es selbst im Vergleich nicht unbedingt, wo das alte Design praktisch aber schmucklos war ist das neue oft optisch überladen. Wobei gerade gunfinder zwar optisch ansprechend aber funktional eher dürftig ist. Was ich persönlich noch vermisse sind funktionierende (!) Filter innerhalb einzelner Kategorien.
  13. Nein. Das WaffG kennt kein vom "Führen" zu unterscheidendes "Transportieren", es kennt eine Erlaubnisfreistellung hinsichtlich des Führens gem. § 12 III Nr. 2 WaffG zum Zwecke des Transports. Es bleibt aber eben weiterhin ein Führen im Sinne des Anlage 1 Abschnitt 2 Nr. 4. Einen definierten Begriff des "Transportierens" kennt das WaffG nicht. Wenn ein Sachbearbeiter das irrtümlich anders sieht sehe ich ihm das nach, Menschen sind nicht fehlerfrei. Leider verstehen viele der regelmäßigen Anwender das Gesetz nicht, weil es schlicht schlecht geschrieben ist.
  14. Deine WBK solltest du vielleicht besser zurückgeben, wenn du derartige Grundlagen des deutschen Waffenrechts nicht verstanden hast. Was denkst du denn ist es, wenn du deine Waffe von deiner Wohnung zum Stand, Büchsenmacher oder sonst wo hin beförderst? Eigentlich entscheidet das Gesetz nur zwischen erlaubnispflichtigem und erlaubnisfreiem Führen, wendet diese Systematik aber nicht konsequent an. Das Führen im Zusammenhang mit dem Schießsport ist dabei regelmäßig erlaubnisfrei, das Führen im Rahmen der Jagdausübung ist hingegen systematisch ein erlaubnispflichtiges Führen, nur, dass die Erlaubnis hierfür bereits der Jagdschein ist.
  15. Was bei entsprechenden Luftgewehren der Fall ist. Und Waffen die sportlich nutzbar sind, für die es also eine Disziplin gibt, und die nicht unter die Privilegierung des § 14 VI WaffG fallen müssen eben mit Voreintrag auf die Grüne erworben werden.
  16. Rechtlich? Nein. Eine einfache Kopie ist kein Ersatz für das jeweilige Dokument, das gem. § 38 WaffG mitzuführen ist. Der Verstoß gegen diese Pflicht ist eine waffenrechtliche Ordnungswidrigkeit und kostet einen im Zweifel die Zuverlässigkeit Genau deswegen ist diese unsägliche Praxis mancher Behörden (Vor-)Einträge nicht sofort im Publikumsverkehr zu bearbeiten auch so problematisch.
  17. Das stimmt, wird aber in aller Regel keinen nennenswerten Beitrag zur Aufklärung DIESER Tat haben. Natürlich könnte man auch einfach einen hinreichenden Tatverdacht einer derartigen Tat nutzen um andere Taten aufzudecken... Viel problematischer: man nimmt damit der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit von der Verfolgung abzusehen. Das mag jetzt erst mal komisch klingen, könnte aber gerade mit Blick auf LWB nicht ohne Folgen bleiben.
  18. ChrissVector

    WBK

    Ja. Und wenn nicht ist der Wortlaut des Gesetzes hinreichend eindeutig. Nein. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Dass eine derartige Untersuchung auf dem Niveau einer MPU erfolgt ist die absolute Ausnahme.
  19. Sind dann beide raus sobald irgendwer Magazine mit mehr als zwei Schuss dafür anbietet. Es ging ja schließlich in den Urteilen weder um die Nutzung von entsprechenden Magazinen bei der Jagd noch um den Besitz solcher Magazine, sondern um den Besitz von Waffen bei denen die Nutzung eines Magazins mit mehr als zwei Patronen Kapazität bereits möglich ist. Damit wären faktisch alle SLB mit Wechselmagazin für Jäger nicht mehr erwerbbar geblieben. Und ich würde behaupten selbst die "Lodenjockeln" hätten mit dieser Begrenzung ein Problem, und sei es nur aus Prinzip...
  20. Und das konnte natürlich unter keinen Umständen akzeptiert werden, deshalb ganz schnell das Gesetz geändert...
  21. Ich weiß, was du damit aussagen möchtest aber: wie weißt der "tatsächliche Jäger" seine "tatsächliche Jagdausübung" denn nach? Und wie würde eine derartige Nachweispflicht in der Jägerschaft allgemein aufgenommen werden?
  22. Was genau ist die Argumentation dahinter seitens der Behörde?
  23. Die Jagdverbände haben seit den späten 60ern dafür lobbyiert, dass ihre Vertretenen die einzigen seien sollen die tödliche Schusswaffen besitzen dürfen. Gleichzeitig wollte man die eigenen Privilegien, wie die niedrigeren Altersgrenzen, den unbeschränkten und vor allem voreintragsfreien Erwerb von Langwaffen und die geringeren Bedürfnisnachweise um jeden Preis erhalten, während man den Sportschützen jede noch so kleine Lockerung abgesprochen hat. Und dann stellt man sich jetzt hin und beschwert sich, dass andere diese Sonderstellung eben auch "ausnutzen" um die Beschränkungen für Sportschützen legal und "einfach" zu umgehen? Geh mal in nen Jagdverband oder eine Kreisjägerschaft und schlag ihnen vor die Altersgrenzen oder die Bedürfnisnachweise auch nur Ansatzweise auf das Niveau der Sportschützen anzuheben, und schau was du für Antworten bekommst. Da ist dann plötzlich der Schießnachweis jedes Jahr absolut unzumutbar, und dem Jungjäger erst ab 21 eine GK-Waffe zu erlauben, Jungjäger bis 18 nur mit KK und Flinte üben zu lassen würde ja dem Nachwuchs schaden, bla bla bla... Würden die Jäger ihre Verbände endlich mal einfangen und beginnen für ein liberales Waffenrecht für ALLE zu arbeiten, vielleicht würden wir nicht über die nächste Beschneidung diskutieren die jetzt ausnahmsweise mal die Jäger trifft...
  24. Genau das hier. Eventuell verbunden mit einer freundlich-bestimmten Nachfrage aus welchen Gründen der Sachbearbeiter Zweifel an der Richtigkeit der Bedürfnisbescheinigung hat, mit dessen Vorgesetzten und dem Verband in CC...
  25. Nachdem du mit dem Antrag bereits eine entsprechende Bescheinigung eines anerkannten Verbandes zum Bestehen eines entsprechenden Bedürfnisses für die beantragte Waffe eingereicht hattest?
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