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IGNORED

Aufnahmegebühren in den Vereinen


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Geschrieben

Hallo, 

 

ich wollte mal fragen, wie es bei euch die Vereine mit Aufnahmegebühren halten. Der mir bekannte Rahmen reicht von "Keiner" ist zu sehr hohen dreistelligen Beträgen. In den Vereinen, wo ich aktiv bin, bewegen wir uns im zweistelligen Bereich. 

 

Was wird damit bezweckt?

 

- Kompensation von entgangenen Arbeitsstunden vor Eintritt / "Steingeld"? 

- Ersatz von Kosten für die Anmeldung bei den Verbänden?

- Aufnahme von zahlungskräftigen Mitgliedern? 

- Abschreckung? 

- Ganz was anderes? 

 

 

Geschrieben

Ich vermute mal von allem ein bißchen...

Bei uns wird erst nach der Probezeit der Mitgliedsbeitrag fällig, bis dahin wird aber der Stand und die anderen Services auch schon genutzt.

Ein Eintritt verursacht auch Arbeit, es ist nicht nur die Meldung im Verband sondern auch in der Vereinsverwaltung usw.

Ein Eintritt soll auch "ernsthaft" und nicht aus einer "Bierlaune" heraus erfolgen, also auch da ist der Thema "Abschreckung" bzw. überprüfen der Ernsthaftigkeit sicherlich ein Thema. 

Geschrieben

Teilweise gibt es ja auch erhebliche Umlagen um Stände zu bauen/renovieren oder zum Beispiel elektronische Schießanlagen zu installieren. Gegenüber denen, die davon schon eine oder mehrere mitgemacht haben ist es ja nur fair, wenn Neue auch etwas in den Topf werfen. 

Geschrieben

Mir ist ein Verein mit gerade so vierstelliger Aufnahmegebühr bekannt. Soweit ich weiß, geht es da primär darum, die Nachfrage zu steuern, da das Angebot knapp ist.

 

Fies für finanzschwächere Leute, aber wenn es die Mitgliederversammlung so beschließt?

 

Und wie regelt man das anderweitig besser und ähnlich unwillkürlich, wen man aufnimmt und wen nicht, wenn sonst zuviele wollen?  

 

[wohlgemerkt: Gegend, wo Vereine häufig Aufnahmestopps haben]

Geschrieben

Die Finanzlage und Steuerung.

Wobei wir recht moderat sind, mit nur 60€ Jahresbeitrag.

 

Das Problem mit zu hohen Aufnahmegebühren ist allerdings auch, dass man damit Leute abschreckt,

die durchaus sehr wertvoll für den Verein sein können.

Wen eine vierstellige Aufnahmegebühr nicht juckt, ist in der Regel auch der, welcher sich von Arbeitsdiensten freikauft.

Geschrieben

Sich von Arbeitsdiensten freizukaufen ist der IDEALE Weg. Denn nur so hat der Vorstand die finanziellen Möglichkeiten bestimmte unbeliebte Arbeitsdienste an Externe zu vergeben, welche ihre Dienstleistungen in einer verlässlichen und definierten Qualität abliefern. Wer keinen Besen richtig halten kann, den kann ich beim Putzen nicht gebrauchen.

Davon abgesehen, ich habe mich immer gewundert wie Vereine mit so geringen Jahresbeiträgen überleben können? 

In unserer Finanzplanung kostet ein Mitglied dass wir aufnehmen, ohne dass dieser auch nur einen Schuss abgeben hat ca. 62 Euro im Jahr.

Das sind Abgaben an Verband, Umlagen pro Mitglied für Strom/Gas/Miete/Versicherungen/Instandhaltung. 

Geschrieben (bearbeitet)

Die Arbeitsstunden sind anteilig ein schöner Cashflow. Für große Projekte braucht es aber Manpower.

 

Einen gewissen Aufnahmebetrag braucht es, damit die Leute sich vorher über die Mitgliedschaft Gedanken machen. Sonst kommt man wegen An- und Abmeldungen zu nichts anderem. Weiterhin geht es auch darum für die bisherige Anlagen seinen Teil zu leisten.

Bearbeitet von Vroma
Geschrieben

Bei Vereinen mit Eigentum (eigener Grund und Boden, eigenes Schützenhaus, eigene Anlage) dient die Aufnahmegebühr auch als eine Art Eintritt, das neue Mitglied wird dann ja quasi Teilhaber und kann im Rahmen von Mitgliederversammlungen über die Anlage mitbestimmen. Und ja, heutzutage verhindert die Aufnahmegebühr ggf. auch das ungeliebte Vereinshopping....

Geschrieben

Der Verein, in den wir eingemietet sind, ruft als Aufnahmegebühr einen mittleren 3-stelligen Betrag auf. Die wollen bewusst filtern. Auch die Jahresgebühren sind heftig. Die brauchen die Kohle aber auch, am besten durch

zahlungskräftige Mitglieder.
Unser eigener Verein ruft EUR 250 auf. Wir hatten in letzter Zeit viel Arbeit (insbesondere ich selbst) mit der Betreuung von einigen Neumitgliedern, denen dann nachher eingefallen ist, dass der Schießsport doch nichts für sie ist.
Zuviel Aufwand, zu teuer, zu irgendwas... in der Zeit hätte ich auch viel mehr selbst trainieren können, als mich um andere zu kümmern. An der sehr guten und engagierten Einführung in den Schießsport lag es definitiv nicht. Das gibt's woanders so sicher nicht so schnell aber das werde ich so ganz sicher nicht mehr machen.
Letztendlich: Wer das unbedingt will, zahlt dann auch die Aufnahmegebühr. Im Endeffekt geht das im Rauschen der Gesamtkosten unter.

 

 

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb geissi:

................... Wir hatten in letzter Zeit viel Arbeit (insbesondere ich selbst) ..........................
 

 

 

Ja, so ist das im Ehrenamt...........

Geschrieben

Nachdem bei uns im Verein 2 mal eingebrochen wurde mußten wir eine sündhaft teure Alarmanlage mit Kameras und Aufschalten auf einen Wachdienst installieren, um überhaupt noch eine Versicherung zu bekommen. Zusätzlich mechanische Härtung der Fenster und Türen. Dazu wurde zu Spenden und Krediten bei den Mitgliedern aufgerufen. Da kann ich Aufnahmegbühren schon unterstützen. Wenn ich da so an die umliegenden Golfklubs denke. Da geht es schon mal in den 5stelligen Bereich. 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb CZM52:

Ja, so ist das im Ehrenamt...........

Wem sagst du das. Bei mir sind es 2-3 Stunden in der Woche nur für Verbandsarbeit (RAG) . Schießen finanziert sich selber, sagt der Verband. Und verwehrt uns die Beitragshoheit. Für jeden Pokal und jede Urkunde müßen wir selber zahlen. Fahrtkosten zu überregionalen Meisterschaften trägt jeder selber. 

Geschrieben

Die Aufnahmegebühr bei uns beträgt die Höhe eines Jahresbeitrags. Der wiederum setzt sich zusammen aus einem relativ niedrigen Grundbeitrag und dann kommen quasi noch Jahres-Standgelder dazu, je nachdem was man hauptsächlich nutzt. Also LG/LP, KK/GK oder Bogen. 
Da sind dann aber auch Scheiben und alles weitere inklusiv.

Der Grund für die Gebühr ist, wie BlackFly schon schrieb, vielleicht von allem ein bisschen.
Es geht natürlich auch um eine gewisse Aufwandsentschädigung (Anmeldung bei Verbänden) und um Einnahmen.
Ich denke die aktuellen Heiz- und Stromkosten gehen an den wenigsten Vereinen spurlos vorbei.

Für mich ein wichtiger Punkt ist, dass durch die Aufnahmegebühr auch in gewisser Weise getestet bzw. sichergestellt wird, dass es den Leuten mit der Vereinsmitgliedschaft wirklich ernst ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb Kugelfang78:

Was wird damit bezweckt?

 

- Kompensation von entgangenen Arbeitsstunden vor Eintritt / "Steingeld"? 

- Ersatz von Kosten für die Anmeldung bei den Verbänden?

- Aufnahme von zahlungskräftigen Mitgliedern? 

- Abschreckung? 

- Ganz was anderes? 

 

In erster Linie eine "Schutzbebühr", damit sich nur Leute anmelden, die es auch ernst meinen. 

Der Grundgedanke ist gut, aber trifft unter Umständen die Falschen. 

 

Schießsport war mal Breitensport/  Jedermannssport - was ist daraus geworden?! 

 

Doch nicht nur die Anmeldegebühr, sondern auch weitere Kosten schrecken ab.

 

1.000 Euro für einen sicheren Schrank, nur um ein Einzellader-KK-Gewehr aufzubewahren? 

Und warum soll der LG-Schütze, der nix strapaziert/ beschädigt, soviel zahlen, wie der GK-Kollege? 

 

Klar - absolute Gerechtigkeit wird es nie geben. Dennoch halte ich Staffelpreise und zusätzliche Gebühren je nach Stand/ Kaliber für gerechter. 

 

All das setzt aber sinnvolle und transparente Kostenkontrolle und Planung voraus. 

Das gilt auch für die Arbeitsdienste.

 

Auf der einen Seite drastische Einstiegspreise fordern, aber auf der anderen Seite große Diskussionen führen, wenn der Bierpreis von 1,80 auf 2,00 Euro angehoben wird?

Als wenn das der Grund wäre, warum sich da jede Woche immer nur die gleichen "5 Freunde" treffen - obwohl der Verein 100 Mitglieder zählt. 

 

Viele Vereine altern! 

 

Zitat

Das Vereinsheim ist in die Jahre gekommen. Das Holz der Pergola morsch, die Sonnenschirmständer verrostet und die Leuchtreklame "SV Grün-Weiß e.V." über dem Eingang, verblasst, vergilbt, verwittert.

 

Drinnen dann der Aufenthaltsraum: eine Zeitreise in die 1970er - als Partykeller noch "in" waren und man Profilholz an Wände und Decken nagelte. Ein selbst gezimmerter Tresen, dahinter Möbel in Geselnkirchener Barock.

 

Da sind auch 1.000 Euro Aufnahmegebühr und 25 Euro pro verpasster Arbeitsstunde langfristig keine Hilfe, wenn alles an den letzten 5-10 Aktiven hängen bleibt (die oftmals gleichzeitig im Vorstand sind). 

 

Im Gegenteil: es schadet vielleicht mehr, als dass es nutzt. 

 

Aus Marketing-Sicht frage ich mich eher: 

Wieviel Geld müsste man besser zum Fenster rauswerfen, damit es durch die Tür zurückkommt? 

Bearbeitet von Pistolen-Paule
Geschrieben


Tja, von all dem bisher erwähnten ein bischen.

 

Ich kenne (bin auch Mitglied) Vereine(n) die verlangen 3- bis 4-stellige "Eintrittsgelder, manche sogar 5-stellig, wer nicht will, der soll es eben bleiben lassen.

Es ist der Ausgleich, soll es zumindest sein, für all die finanziellen Leistungen und all die Arbeitsleistungen die all die vielen Mitglieder VOR DEINER ZEITRECHNUNG bereits erbracht haben, und von denen DU nun profitieren wills.

 

Soll? muss? ich sie wirklich alle aufzählen?

 

Jaaaa, das kann je nach Verein und Anlage des Vereins(vermögens) durchaus beträchtlich sein, aber - niemand zwingt dich dort Mitglied zu werden, oder? Wer zwingt dich DORT zu trainieren und zu schießen?

Es sollte vermittelbar sein, daß die Mitgliedschaft im Verein "SV - Tiefkeller an der BAB", beheimatet in aufgelassen Bauhöhlen des BAB Baues, eigentlich eher "Tropfsteinhölen SV", gegründet dort vor ca. 15 Jahren, etwas weniger "Aufnahmegebühr" kostet als die profimässig und vom Gärtner gepflegten Anlagen des "SV König. Priv. "SG zu Wir sind Mehr und Nochmehr"", gegründet von 125 Jahren, mit z.B mehreren immer schußbereiten 50m Bahnen und dem Physiotherapeuthen vor Ort, natürlich "All Included".

Der Aus- und Umbau einer Schießstätte auf LW, KW statisch oder dynamisch, Mehrdistanz, Umweltgerecht, kostet heute ein mehrfaches dessen was füher üblich war, und das bezahlst du mit, AUCH MIT DEINEM EINTRITTSGELD!

 

Nebenbei: Für wen hast du bei den letzten Wahlen deine Stimme abgegeben?

 

Templar

Geschrieben

Angebot und Nachfrage. Hier in HH wird kräftig abgezockt, auch in meinem Verein. Es gibt zu viele Leute, die Waffen haben wollen, die hohe Nachfrage führt eben zu hohen Gebühren. 

 

Hatte auch schon Kontakt mit einigen, die das mal geschäftlich aufziehen wollten, also Paket buchen, in dem dann 12 Schießstandbesuche pro Jahr drin sind, Vereinsmitgliedschaft für 1 Jahr etc. Dem Konzept nach hätte man sich danach einen anderen Verein gesucht. Problem war dabei letztendlich die Gewinnerzielungsabsicht, das beißt sich mit dem Vereinsrecht. Eben eine typisch bekloppte Regel aus dem tiefsten Muff des deutschen Parteienstaates. 

 

Von vierstelligen Beträgen habe ich indes noch nie gehört. Dafür würde ich ein Rundum-Sorglos-Paket erwarten. 

 

Geschrieben

Schießen als Breitensport ist mit eigenen Waffen schon lange vorbei. Dafür hat der Gesetzgeber nachhaltig gesorgt, und das nach meiner Überzeugung nicht ganz unbeabsichtigt.
Die Preisentwicklung bei Waffen und Munition kommt noch dazu.
Mich hat es z.B. letztes Jahr mal kurz auf den Hintern gesetzt als ich gesehen habe, was heute ein neues Pressluft- oder auch KK-Matchgewehr kostet.
Da wundert es mich nicht mehr, dass die Jugend bei uns fast ausschließlich Bogen schießt.

Für finanziell schlechter gestellte Menschen ist schießen nach wie vor möglich - mit Vereinswaffen. Genau dazu brauchen die Vereine aber auch eine solide finanzelle Basis.

Geschrieben

Hallo, 

 

danke für die zahlreichen Antworten, von denen jede sicher in irgendeiner Art und Weise zutrifft. 

 

vor 18 Stunden schrieb a2c:

Mir ist ein Verein mit gerade so vierstelliger Aufnahmegebühr bekannt. Soweit ich weiß, geht es da primär darum, die Nachfrage zu steuern, da das Angebot knapp ist.

 

Fies für finanzschwächere Leute, aber wenn es die Mitgliederversammlung so beschließt?

 

Ich kann den Punkt verstehen,  aber dann will der Verein wahrscheinlich eher zahlungskräftige Mitglieder anstelle von motivierten, wobei sich das ja nicht ausschließt.

 

 

vor 16 Stunden schrieb geissi:

Der Verein, in den wir eingemietet sind, ruft als Aufnahmegebühr einen mittleren 3-stelligen Betrag auf. Die wollen bewusst filtern. Auch die Jahresgebühren sind heftig. Die brauchen die Kohle aber auch, am besten durchzahlungskräftige Mitglieder.

 

Ist natürlich ein Weg.  Mich haben zu hohen Aufnahmegebühren immer abgeschreckt. Zum Glück ist bei uns die Anzahl der Vereine recht hoch und man hat die Auswahl. 

 

 

vor einer Stunde schrieb chief wiggum:

Mich hat es z.B. letztes Jahr mal kurz auf den Hintern gesetzt als ich gesehen habe, was heute ein neues Pressluft- oder auch KK-Matchgewehr kostet.
Da wundert es mich nicht mehr, dass die Jugend bei uns fast ausschließlich Bogen schießt.

 

Das stimmt leider. Schießen wird irgendwie immer mehr zum Luxushobby.

 

 

vor 10 Stunden schrieb Templar2846:

für all die finanziellen Leistungen und all die Arbeitsleistungen die all die vielen Mitglieder VOR DEINER ZEITRECHNUNG bereits erbracht haben, und von denen DU nun profitieren wills.

 

Komischerweise hat hier in der Gegend ein Verein im Keller einer Sporthalle,  die eigentlich alles durch die Stadt finanziert bekommen,  die höchste Aufnahmegebühr. 

Geschrieben

wir MUSSTEN letzes jahr die Mitgliedsbeiträge (etwas) erhöhen, da die stadt einen "Mindestbetrag" für vereine fordert, da sie sonst aus "der förderung" herausfallen!

 

da mussten wir mitziehen, da wir regelmäßig durch die förderung LG/KK waffen u.a. für den nachwuchs als vereinswaffen anschaffen...

 

jahresbeitrag liegt dabei aber immer noch unter 3stellig...

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