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Pistolen-Paule

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  1. Volle Zustimmung!
  2. Ein schwieriges Thema! Im Jahr 1956 wurde die KPD in der Bundesrepublik Deutschland vom Bundesverfassungsgericht(!) als verfassungsfeindlich eingestuft - und so auch deren Anhänger, insbesondere Mitglieder als verfassungsfeindlich betrachtet. Und wer Mitglied einer verbotenen Partei ist oder deren verbotene Ersatzorganisationen unterstützt, gilt im deutschen Waffenrecht als unzuverlässig. Ergo wurden den Mitgliedern bestehende Erlaubnisse versagt, bzw. entzogen. Das galt auch noch später mit der Umgruppierung/ Umbennung in DKP weiter. Nun mag man von der aktuellen AFD halten was man will. Es gibt da sicherlich den ein oder anderen Schergen, der mit dem Grundgesetz auf Kriegsfuß steht, Hitler, Stalin, usw. anhimmelt... was auch immer. Und darum gibt es auch verschiedene Anklagepunkte, die AFD als "in Teilen gesichert rechtsextrem" zu bezeichnen. Aber verboten ist die Partei bisher nicht! Darum sehe ich es auch kritisch, wenn jemandem wegen der Parteinähe eine waffenrechtliche Unzuverlässigkeit unterstellt wird. Ich bin kein Jurist. Aber mein Bauchgefühl sagt mir: das ist so nicht in Ordnung!
  3. Ich habe das Thema aufgemacht, weil es gerade im Thema "Evaluierung" angeschnitten wurde und ich erst gestern Abend mit einem Kollegen die Diskussion hatte - wobei der den Standpunkt vertrat, dass man als Sportschütze/ WBK-Inhaber auf jeden Fall an Wettkämpfen teilnehmen müsse und alles andere nur eine billige Ausrede für den Waffenbesitz wäre. Ich sehe das anders und entspannter: wer Spaß am Schießen hat und dies öfter ausführt, ist für mich auch Sportschütze. Ganz egal, ob daheim im Keller/ auf dem Dachboden, im Verein oder in fünf Verbänden gleichzeitig. Ebenso egal, ob mit Pfeil und Bogen, Druckluft, Kleinkaliber oder Großkaliber; ob freie Waffe, Leihwaffe, innerhalb des Grundkontingents oder darüber. Ob auf Ringscheiben oder Ovalscheiben; Stahlziele, Klappscheiben, Wurfscheiben oder bewwegliche Ziele; Tiermotive oder Herzchen; Tonsterne oder Konservendosen... Ich habe nichts gegen Wettkämpfe, also mal woanders hinfahren, sich mit anderen Kollegen auf fremden Ständen messen und danach zusammensitzen und fachsimpeln. Ich habe auch nichts gegen das (alkoholfrei) Bier danach, wie auch gegen die paar Arbeitsstunden pro Jahr. Die gute und gesunde Mischung macht´s! Ich mache das, weil ich Spaß daran habe und dabei mein eigener/ größter Freund und Gegner bin. Die Kugeln auf die Scheibe (und noch besser konzentriert auf den Spiegel) zu bringen, strengt an, aber entspannt mich auch gleichzeitig. Den Kopf frei kriegen, an nichts anderes denken, als an das Ziel und wie ich mich und die Waffe bestmöglich in Einklang bringe... Herrlich! Mag tausend andere Kombinationen geben, wie Leute für sich den Schießsport definieren und was für sie daran wichtig ist. Aber auch das macht für mich die Vielfalt und den Reiz des Sports aus: unterschiedliche Waffenarten, Anschläge, Ziele, Munition, usw.
  4. Man möchte meinen, die Antwort wäre einfach und klar: Sportschütze ist jede Person, die den Schießsport ausübt. Doch weit gefehlt! Selbst unter Schützenbrüdern (und -schwestern) gibt es wilde Diskussionen, was einen "richtigen" Sportschützen ausmacht. Sei es die Menge an verbrauchter Munition, die erzielten Ringe, die Häufigkeit von Training und/ oder Wettkämpfen; die Zahl der Orden oder die Schlagzahl am Tresen. Die sportlich Ambitionierten Der Profi-Wettkämpfer: Trainiert mehrmals die Woche, führt akribisch sein Schießbuch, optimiert die Ausrüstung bis ins letzte Detail und reist von Meisterschaft zu Meisterschaft. Schießen ist für ihn reiner Leistungssport. Der „Trigger-Happy“-Dynamiker: Liebt Disziplinen wie IPSC oder Speed-Schießen (oft beim BDS oder der BDMP). Munitionsdurchsatz pro Training: dreistellig. Er braucht Adrenalin, Bewegung und den schnellen, präzisen Schuss. Die Technik- und Traditionspfleger Der historische Nostalgiker: Schießt Vorderlader oder Ordonnanzwaffen, gießt seine Bleigeschosse selbst und trägt idealerweise die historisch korrekte Kleidung der jeweiligen Epoche. Für ihn zählt die Entschleunigung und die Liebe zur Historie. Der Technik-Freak / Wiederlader: Verbringt mehr Zeit im Keller beim Patronen-Wiederladen und Waffen-Tuning als auf dem Stand. Er kennt jeden ballistischen Koeffizienten und besitzt für jedes Teil ein Spezialwerkzeug, schießt aber oft mäßig, weil er ständig das Setup ändert. Die Geselligen und Brauchtumshüter Der Festivitäten-Kamerad: Kennt die Schießzeiten zwar, glänzt aber vor allem bei Vereinsfeiern, dem Adlerschießen und am Tresen. Das gesellige Vereinsleben steht für ihn weit über dem sportlichen Streukreis. Der Traditions-Kamerad („Uniformträger“): Seine Heimat ist das Schützenfest. Er pflegt das jahrhundertealte Brauchtum, trägt stolz den grünen Rock voller Orden, marschiert beim Umzug mit und sichert den Fortbestand des Vereins durch gesellschaftliche Repräsentation. Die Gelegenheits- und Zwecknutzer Der Gelegenheitsschütze: Kommt alle paar Wochen vorbei, gibt pflichtbewusst seine Schüsse für den Bedürfnisstempel ab und verbringt den Rest des Abends beim Plausch im Vereinsheim. Der Standaufsichts-Sheriff: Nimmt die Sicherheitsregeln extrem genau. Er sieht jeden Regelverstoß, korrigiert sofort jede Mündungsausrichtung und zitiert die Standordnung fließend aus dem Gedächtnis. Wo ordnet Ihr Euch selber ein? Was findet Ihr akzeptabel oder wünschenswert? Und was ist aus Eurer Sicht ein NoGo? P.S.: Leider erlaubt die Software nur 20 Fragen. Darum sind andere Argumente und mögliche Antworten nicht aufgelistet (z.B. Wiederladen) Aber kein Problem - wählt "Sonstiges" und beschreibt in Euren Worten, welche Attribute einen Sportschützen ausmachen. Vielleicht habe ich da auch einen anders geprägten Blick
  5. Der Gesetzgeber gibt dazu folgendes vor: Das heißt verkürzt: Mitgliedschaft in einem Verband (z.B. DSB) und Nachweis durch denselben (oder bei mehrern Mitgliedschaften durch wenigstens einen davon) Schießnachweise mit den eigenen Schusswaffen und pro vorhandener Kategorie (Kurz/ Lang) Zwischen den Zeilen steht: geschossen werden muss in (irgend)einem Verein - nicht auf einem kommerziellen Schießstand (Schießkino, o.ä.) Was da NICHT drinsteht: die Waffe muss zur eigenen (Verbands-)Schießsportordnung passen Einträge werden nur bewilligt, wenn nach Sportordnung ein komplettes Programm/ eine ganze Disziplin geschossen wurde Nachweise von anderen Vereinen/ Verbänden werden nicht anerkannt Auf der sicheren Seite wärst Du natürlich, wenn Du die 4/6er Regel für alle Verbände erfüllst, in denen Du (über den Verein) Mitglied bist, und wenn Du Dir alternativ Vereine suchst, die im gleichen Verband sind und Dir auch als Gastschütze den Stempel ins Schießbuch drücken. Für den Bedürfniserhalt - zumindest der Langwaffe - empfehle ich zudem den Erwerb/ Besitz eines KK-Einzelladers. Die Munition ist "selbst mit Hartz4" noch bezahlbar und die meisten Verbände und Schießstände erlauben das Schießen damit.
  6. Grundsätzlich habe ich nichts gegen das Einführen eines Sicherheitsindikators auf dem Schießstand - so lässt sich auch von den umliegenden Schützen schnell erfassen, dass die Waffe ungeladen und das Patronenlager frei ist. Zumindest funktioniert das bei Pistolen ganz gut. Bei Revolvern müsste man eigentlich in jede Patronenkammer ein Fähnchen stecken - da wird es dann schon albern und bei der Langwaffe kann es - bauartbedingt - ebenso zu viel unnötiger Fummelarbeit führen, die womöglich zu wilden Verrenkungen führt und eher sicherheitsgefährend, statt -gewinnend ist. Das Sicherste ist eben doch: mindestens einen Schritt zurück treten und nicht mehr herumfummeln. Trommel ausgeschwenkt; Magazin entnommen und Verschluss hinten. Und dann gehen ALLE nach vorne zu den Scheiben und KEINER (außer vielleicht der Aufsicht) bleibt zurück, der noch an den Waffen herumfummeln könnte. Damit sollte der Sicherheit genüge getan sein. Was das Auspacken der Waffen angeht, kenne ich beide Versionen: a) die Waffe wird an der Nulllinie aus dem Koffer geholt, abgelegt und der Koffer dann (hinter dem Schützen) weggestellt oder b) die Waffe wird hinter dem Schützenstand ausgepackt, geöffnet und mit nach unten zeigender Mündung zum Schießstand gebracht und dort abgelegt. In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass die Waffen ENTLADEN sind - denn geladen/ teilgeladen dürfte die Waffe auch gar nicht zum Stand transportiert werden! Dennoch auch hier: das vorsichtige Hantieren mit der Waffe, als sei sie bereits fertig geladen/ schussbereit. Spätestens durch das Öffnen sollte Klarheit hergestellt sein oder die Waffe tatsächlich von noch beinhalteter Munition befreit werden und hier könnte man dann auch den Sicherheitsfaden durchziehen. Beim Einpacken ebenso: Munition entfernen ("Patronenlager frei!"), Waffe entspannen/ abschlagen und dann a) am Stand oder b) im rückwärtigen Raum einpacken. Da braucht es dann auch kein Fähnchen. Außerdem wüsste ich jetzt auch nicht, warum eine geholsterte Waffe sicherer sein sollte, als eine auf dem Stand abgelegte. 🤔
  7. Die alte Seite war ja wirklich ein Relikt der Jahrtausendwende! Das hatte zwar seinen Reiz - wirkte aber aus der Zeit gefallen und damit sehr unprofessionell, wenn man es mit anderen Seiten wie gunfinder, VDB-Marktplatz, usw. verglich. Gut fände ich die Möglichkeit, zwischen weißer und schwarzer Ansicht zu wechseln - innerhalb des neuen Designs.
  8. Um mal eine andere Metapher zu bemühen: Max Mustermann ist von 2020-2023 Mitglied der Partei XYZ. Er engagiert sich, kommt in den Ortsbeirat und schafft es auch auf die Landesliste. Doch nach drei Jahren ist die Luft raus. Das große Ziel, im Land- oder gar Bundestag zu sitzen, ist nicht mehr seins. Er tritt aus der Partei aus. Drei Jahre später spürt er wieder einen Motivationsschub - er will sich wieder engagieren und tritt erneut der XYZ bei. Doch als er 2030 kein Dankesschreiben und keine Treuenadel für 10 Jahre in der Partei erhält, fühlt er sich zurückgesetzt ... und kann gar nicht verstehen, warum ihm seine Erstmitgliedschaft nicht durchgehend bis heute anerkann wird... wo er sich doch all die Jahre so dafür interessiert und engagiert hat. So bedauerlich das auch sein mag - ich kann da nicht nur den Gesetzgeber verstehen, sondern jeden, der nachschaut und nachrechnet und feststellt: "Die 10 Jahre sind ja gar nicht erfüllt!" Ob Partei, Verein, ...was auch immer. Niemand wird da von 2020 an rechnen. Auch nicht unter Ausklammerung der 3 Jahre Fehlzeit. Krankheit o.ä. könnten so etwas unter Umständen begründen - aber auch das müsste man dann mit den verantwortlichen Stellen (vorab) klären, ob eine Aussetzung machbar und anrechenbar ist. Ich kann leider auch nicht zur Volksbank gehen und darauf pochen, dass ich mal ein "Jeanssparbuch" hatte und jetzt gerne wieder 3% Zinsen hätte. Da muss man der Realität leider ins Auge sehen.
  9. Manches Mal reicht auch ein Buttermesser für die entzückten Beamten... ähm... die gezückten Waffen: https://merkurist.de/mainz/rheinstrasse-mann-mit-messer-in-mainzer-altstadt-polizei-zieht-waffen_85lI Was auch immer einen dazu bringt, eine "Waffe" (ob unters WaffG fallend oder auch nicht) zu ziehen, damit herumzufuchteln - keine Ahnung. Imponiergehabe, auf coolen Macker machen (kurz: toxische Männlichkeit), weil man glaubt, die Situation damit "regeln" zu können, aus Gründen des Selbschutzes... also spätestens, wenn da LALÜ-LALA zu hören ist und ein paar Uniformierte zackig aussteigen und beharrlich die Situation an sich reißen - spätestens da sollte man alles von sich legen, bzw. die Arme in die Höhe strecken. Blöd natürlich, wenn da die Suchtmittel besonders gut angeschlagen haben, bzw. der Typ sowieso einen an der Klatsche hat, wird es natürlich problematisch - vor allem für ihn. Auch nicht auszuschließen, dass es sich um "Tötung auf Verlangen" handelt und der Typ die Situaton herbeiführt, um erschossen zu werden. So oder so möchte ich nicht in der Haut der Beamten stecken, die binnen Bruchteilen von Sekunden die Situation erfassen und handeln müssen - möglichst besonnen, mit so wenig Schaden wie möglich - für ALLE Beteiligten. Grundsätzlich mal: RESPEKT für die Arbeit und vor allem auch, dass man selbst mit solchen Typen anständig umgeht! Das zeichnet unseren Rechtsstaat aus. DANKE! Was Staatsanwälte und Richter nachher daraus machen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber von "Polizeiwillkür" und "schießwütigen Cops" sind wir dann doch weit entfernt!
  10. (Nachtrag) Später dann so richtig tolle "Anscheinswaffen" wie die JAGUARMATIC von Edison Giocattoli. Aber die wurden natürlich verdeckt geführt und nur auf dem Spielplatz oder im Wald dann gezogen. Da war man dann "Geheimagent" oder sowas und durfte sowieso nicht auffallen. Da war es das oberste Gebot, nicht von Passanten gesehen zu werden!
  11. Hier mal die Entwicklung der Mitgliederzahlen des DSB: https://www.dsb.de/fileadmin/DSB.DE/PDF/PDF_2022/Mitgliederstatistik_Mitgliederbewegung_seit_1952-2022_31.12.2022.pdf Ende der 1990 fast 1,6 Mio Mitglieder! Ich stimme Dir zu. Waffen waren bekannt und vorhanden. Der Umgang und deren Verwahrung eher pragmatisch geprägt. Als 12-Jähriger bekam zum Geburtstag vielleicht das erste Luftgewehr, samt der eindrücklichen Worte "Wenn Du damit Mist machst, gibt es eine Tracht Prügel!" (oder ähnliches). Die Frau schenkte ihrem Mann zu Weihnachten vielleicht noch ein Gewehr "aus guter alter Zeit"; der Onkel ging mit dem Nachbarn und dem KK-Gewehr in den Steinbruch zum Dosenschießen,... Soweit so gut. Die Gefahr, im Straßenverekhr zu sterben war auch da um ein Vielfaches größer, als durch eine Kugel. Als Kind sind wir mit Knallpälltchenpistolen über die Straße zum Spielplatz gelaufen. Okay - wir sahen auch mit Cowboyhut und Sheriff-Stern dennoch wie 8-10jährige aus - und nicht wie der große 'Kuseng' aus dem Land wo der Pfeffer wächst. Oder wir hatten die coolen Erbsenpistolen mit dem rausstehenden Magazin. Später dann so richtig tolle "Anscheinswaffen" Aber da wäre doch keiner auf die Idee gekommen, damit auf Polizisten - oder überhaupt auf Erwachsene/ Unbeteiligte - zu zielen! Das hätte einen Arschvoll sondergleichen gegeben! Anfang der 90er sind wir beim Bund auf Übungen auch mit dem G3 - Schulterstütze rein, Magazin raus und verkehrt herum (Mündung nach unten) - in den McDonalds gegangen. Hat niemanden interessiet oder gar schockiert. Ja, es ist wohl so, dass Waffen aus dem Alltag verschwunden sind und heutzutage für mehr "SHOCKING!"-Momente sorgen, als früher.
  12. "HALT! Stehen bleiben oder... ich werde nicht befördert." 😖 Das kann's ja auch nicht sein!
  13. Zum Glück wissen es im Nachhinein einige besser: Quelle: https://www.stern.de/gesellschaft/regional/bayern/muenchen--vorwuerfe-nach-polizeischuss-auf-schueler-mit-softair-waffe-38135306.html Erinnert mich irgendwie hier dran: Ich habe gar nichts gemacht. Gar nichts! Nur eine Bier getrunken.
  14. Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/schueler-mit-softair-waffe-polizei-schoss-in-muenchen-schwabing-auf-14-jaehrigen,VSjbMWd Wer weiß, was die Passanten/ Zeugen mitgeteilt haben, als sie die 110 anriefen? Dass man dann 80 Leute losgeschickt hat, spricht einmal mehr dafür, dass man mindestens von einem jungen, erwachsenen Täter ausging. Und "im Eifer des Gefechts" hat auch keiner die Zeit und Muße, nach dem Alter zu fragen. Die Situation muss so schnell wie möglich geklärt und der Täter entwaffnet werden. Nachher ist man immer schlauer...
  15. (Don´t feed the troll!) Könnten wir bitte zum Thema "Schießbuch führen" zurück kommen? Danke!
  16. Bitte als Beispiel/ Schema verstehen! Okay. Machen wir es einfacher: der Schütze nutzt drei verschiedenen Möglichkeiten: Das könnten klassische Vereine sein, die zu einem Dachverband (z.B. DSB) gehören, aber auch Vereine/ Sportgruppen, die zu unterschiedlichen Verbänden (.B. A=DSB, B=Kyffhäuser, 3=VdRBw) gehören, und/ oder jagdliche oder kommerzielle Schießanlagen.
  17. Das denke ich mir auch. Eben. Nehmen wir mal an, ein Novize tritt am 01.01.2025 einem Verein bei, der Mitglied bei einem baden-württembergischen DSB-Landesverband ist und schießt dort die ersten Monate mit KK-Pistole auf Ringscheiben Ein Vereinskollege ermuntert ihn, doch auch mal auf Klappfallziele, gemäß Sportordnung vom BDS auf Klappscheiben zu schießen und gegen ein paar Taler mehr auch dort Mitglied zu werden. In seiner Heimat Hamburg, wo er immer noch als Familienmitglied in einem DSB-Verein ist (und früher nur Luftgewehr geschossen hat), schießt er wenn er mal zu Besuch ist, mit dem KK-Gewehr. Und ein Kumpel überredet ihn, auch mal ein Schießkino zu besuchen, wo sie neben virtuellem Dosenschießen und gegen Kegel und Luftballons auch jeweils eine Runde gem. Sportordnung DSU abhalten. Am 31.12.2025 stellt er beim DSB seinen Antrag für den ersten/ oder weiteren Eintrag in die WBK: eine Sportpistole in .22lfb Als Schießnachweise präsentiert er: Für den Bedürfniserhalt dürfte es reichen. Aber ob der BSV/ WSV als Landesverband des DSB die Nachweise des Hamburgischen DSB-Vereins akzeptiert - geschweige denn die Nachweise nach anderen Sportordnungen - dürfte mindestens "diskussionswürdig" sein. Oder wie würdet Ihr das sehen?
  18. Mal die Frage in die Runde - sowohl an die zukünftigen und frischen WBK-Inhaber, als auch an die alten Hasen, die länger dabei sind: Wie haltet Ihr es mit den Schießnachweisen? Tragt Ihr jedes sportlich/ jagdliche Schießen in ein privat geführtes Schießbuch ein? (oder müsst Ihr am Tag X - wenn die Behörde den Nachweis für die letzten Jahre haben will - die Schießkladden in den Vereinen durchbrättern, wann ihr geschossen habt?) Notiert Ihr nur die offiziellen, nach Reglement komplett absolvierten Disziplinen (also keine Probeschüsse oder nur einen Teil der Disziplinen) oder doch alles? Lasst Ihr es vom Schießleiter/ Standaufsicht gegenzeichnen? Trennt Ihr zwischen Vereinen, Verbänden und Veranstaltungen? Habt Ihr dafür separate Schießbücher? Reicht den Behörden, dass sie in der Zeitung/ online nachlesen können, dass ihr alle paar Wochen an irgendwelchen Wettkämpfen teilnehmt oder verlangen die dennoch Nachweise? Hattet Ihr schon mal Stress/ Diskussionen mit Vereins- oder Verbandsfürsten, weil die Eure Nachweise nicht anerkennen wollten? Oder hat schon mal die Behörde den Entzug der Waffen angedroht? Oder gar geholfen, indem sie alle Nachweise anerkannt hat - im Gegensatz zu den Verbänden? DANKE!
  19. Es ist immer tragsich, wenn es einen plötzlich und relativ jung und unerwartet aus dem Leben reißt. Beim 97-jährigen, der nach 3 Schlaganfällen und 5 Herzinfarkten das Zeitliche segnet, sieht es eben anders aus (auch wenn der sich bis zuletzt weigert, Waffen und Autoschlüssel abzugeben). Ein Verlust und ein Einschnitt in das Leben der anderen wird es immer sein. Und wenn man sich mit seiner Familie nicht verkracht hat, sollte es doch der Anspruch sein, dass man seinen Abgang relativ gut dokumentiert vorbereitet: Wo ist der Ordner mit den Übersichten über Konten, Versicherungen, usw.? Gibt es vielleicht noch Verbindlichkeiten oder mögliche Erben, von denen man bisher nichts wusste (z.B. die Geliebte und/ oder uneheliche Kinder)? Existieren vielleicht auch Absprachen, die das Erbe tangieren (z.B. "Wenn ich nicht mehr bin, dann bekommt die Uschi den Schmuck, der Harald das Ölgemälde über dem Sofa, ... und der Karl-Heinz meine Waffensammlung")? Da kann ich nur raten: klärt das wenn möglich zu Lebzeiten mit den betroffenen Personen und (offiziellen) Erben! Gerade wenn es besondere Erbstücke gibt - auch hinsichtlich der Vermögenswerte. z.B.: ist die Modelleisenbahn nur hundert Euro wert oder eher im 5-stelligen Bereich? Interessiert sich bspw. jemand für die akribische Papierschnipselsammlung (ausgeschnittene Zeitungsartikel der letzten 50 Jahre) über die Aktivitäten des Vereins, der Partei, Initiative, o.ä.? Ist das eher ein Fall für die Tonne, fürs Heimatmuseum oder gar für "Rares für Bares"? Wer da nicht im Thema ist und schnell handeln muss - weil bspw. die Mietwohnung jeden Monat weiter kostet und schnell leer geräumt werden muss - dem sollte man idealerweise entpsrechende Hilfen an die Hand geben. Gerade eben bei solch einem komplizierten Fachgebiet wie Waffen: Zuständigkeiten, Meldefristen, Regelungen, usw. Steht da im Schrank nur das alte KK-Gewehr (wo man bei eGun keine hundert Euro bekommt) oder hat sich Opa vielleicht über die Jahre doch eine schicke H&H-Kollektion gegönnt, die den Wert eines Ferraris erreicht? Ist es okay, wenn der Kalle dann sagt "Ich kümmere mich darum - aber das ist eigentlich alles Schrott... und dann noch die Gebühren... also sei froh, wenn du da 0 auf 0 rauskommst!" (legt der drauf oder fährt der künftig mit einem Ferrari?) Es geht also nicht nur darum, wo im Erbfall der Schlüssel liegt. 😉
  20. Mal ein etwas anderes Thema: habt ihr Euch Gedanken gemacht, was mit den Waffen, der Munition, usw. passiert, wenn ihr von heute auf morgen aus dem Leben gerissen werdet? Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt, Koma, ... ob sabbernd im Rollstuhl oder drei Meter unter der Erde... Ihr seid auf einmal nicht mehr Herr über Euer Handeln und noch weniger über Eure Sammlung. Wer kümmert sich um die fristgerechte Meldung beim Amt/ den Behörden? Was passiert mit Eurem Bestand? Wie kommen die Erben an den Schlüssel? usw. Gerade auch, weil es juristisch einige Fallstricke gibt: Erfährt bspw. die Lebenspartnerin zu Lebzeiten den Versteck des Schlüssels/ der Kombination, riskiert der Besitzer die Zuverlässigkeit; eröffnet der Notar nach dem Ableben des WBK-Inhabers das Testament und teilt die Zahlenkombination mit, wird die Partnerin ohne WBK zur unerlaubten Besitzerin, usw. Wie bekommt man das sauber gelöst, dass die Erben keinen Schaden nehmen? Was habt Ihr das testamentarisch hinterlegt/ verfügt? Oder habt Ihr in Euren Unterlagen nur den Hinweis: "Wenn ich sterbe oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Herr meiner Sinne bin, wende Dich an den Karl-Heinz vom Schützenverein: Tel. 0171-...789 - der kümmert sich darum." Danke!
  21. Der Text ist doch recht eindeutig: Natürlich gilt das für den EINEN Antragsteller = Sportschützen. Es ist vermutlich Auslegungssache und bedarf guter Argumente, um von dieser Regel abweichen zu dürfen. Um mal ein fiktives Szenario zu bringen: der international renommierte Sportschütze und Olympionike Gutfried Gutschuss zieht von Österreich nach Deutschland und möchte zeitnah in seinen 5 Disziplinen bei Wettkämpfen wieder antreten können. Dem weird man vermutlich leichterdings erlauben, seine WBK schnell zu füllen. Aber mit "ich habe da bei Pistolen-Palast24.com ein gutes Angebot gesehen" oder "ich könnte vom alten Vereinskollegen alle Waffen auf einmal übernehmen", wird man wohl eher wenig erfolgreich sein. Wenn man gute Argumente hat, sollte man es probieren, mit den Leuten zu sprechen. Mehr als NEIN sagen, können die auch nicht.
  22. Nur der Vollständigkeit halber: Du wohnst noch im gleichen Bundesland und der Landesverband des Schießsportverbands ist weiterhin zuständig? 🤔
  23. Na dann... : ist allerdings schon mindestens 10-15 Jahre her und mit freien Waffen. 2010-2015 war ich aktiv am Geocachen und hatte zu später Stunde auch gerne mal die Schreckschusswaffe dabei. An diesem Abend hatte ich das Suchen bereits eingestellt und fuhr mit dem Auto aus der Ortschaft heraus zur Landstraße (T-Kreuzung). Von rechts kommend, bogen ein paar Polizeiwagen mit Blaulicht und weitere zivile Fahrzeuge in die Stichstraße zum Ortskern ab. Als ich grün bekam, fuhr ich nach links auf die Landstraße ab. Kurze Zeit später bemerkte ich ein Fahrzeug hinter mir, das aus der Ortschaft gekommen war; ein paar hundert Meter weiter, schaltete das Fahrzeug das Blaulicht ein und ich verlangsamte meine Fahrt, um bei nächster Gelegenheit rechts abzubiegen und zu halten. Gesagt, getan. Ich hielt am Rand der Straße, das andere Fahrzeug hinter mir. Licht an, Fenster runter, Papiere auf dem Armaturenbrett, Hände auf 10:10h. "Guten Abend .... (den genauen Wortlaut kann ich nicht mehr wiedergeben) Ausweise bitte..." Ich reichte also Perso, Führerschein und Fahrzeugschein heraus. Ja, ich meine, es wurde die Frage gestellt, was ich in der Ortschaft gemacht hätte oder warum ich von dort käme. Wahrheitsgemäß konnte ich sagen, dass ich Geocachen war - das GPS-Gerät, als auch Ausdrucke zu den Caches lagen auf dem Beifahrersitz. Es gab wohl einen Einbruch und weil ich scheinbar das einzige Fahrzeug von dort war, hatte man Interesse daran, mich und mein Fahrzeug zu durchleuchten. Als man mich bat, auszusteigen, wies ich darauf hin, dass ich eine SRS führen würde. Die Beamten reagierten 'relativ' gelassen, dennoch fragten sie zunächst nach dem KWS, welchen ich dann überreichte, dann wie und wo ich die Waffe führen würde. "Gürtelholster, rechte Seite, Waffe teilgeladen, entspannt und entsichert." Laaaangsam durfte ich aussteigen, mich zum Fahrzeug drehen und mich mit Händen an die Rücktür und Beinen breitbeinig hinstellen. Einer "sicherte" (wobei ich da keine Waffe oder Hand an der Waffe sah), während der andere mich filzte. Etwas mühselig holte er die 8mm RÖHM RG9 (~ Walther TPH) auf dem Lederholster und legte/ steckte (?) sie beiseite und tastete mich weiter ab. Ein wenig verwundert über den Munitionsmix (grün - braun - gelb - braun - gelb - braun) leerte er das Magazin. Ich wurde gefragt,ob ich weitere gefährliche Gegenstände bei mir hätte - ich verwies auf das Victorinox SD am Schlüsselbund und antwortete auf die Frage, ob ich Werkzeug dabei hätte - "nur das Bordwerkzeug". Die beiden durchsuchten nach und nach Kofferraum, Handschuhfach, Türfächer, usw. (ehrlich gesagt: die DDR-Grenzer waren da sorgfältiger! ) Aber nach einigen Minuten hatten sie weitestgehend alles durchsucht und überprüft und gaben mir nun Waffe, plus Magazin und die einzelnen Murmeln zurück, indem sie die Teile im Kofferraum (Hochdachkombi) ablegten, welche ich dann vorsichtig an mich nahm und einfach in eine Tasche (oder den Rucksack?) einpackte. Am Ende bedankte ich mich für die sehr professionelle, aber auch entspannte Situation und wir wünschten und noch gegenseitig einen schönen Abend. Das war natürlich keine Situation, die ich mir gewünscht habe! Und ich hätte es durchaus verstehen können, wenn einer von denen die echte 9mm - zumindest in Vorhalte - gehabt hätte. Aber so war es doch ein gewisses Zugehen und Zugestehen, was die Situation für alle erleichterte. Ruhig, freundlich, offen... da hat keiner den großen Zampano gemacht und gestresst. Was würde ich heutzutage anders machen? Nix! Also ich wüsste, nicht was. Sofern ich Waffen am Mann trage und aussteigen soll, würde ich auch darauf hinweisen - ganz gleich ob SRS, "großes" (42a-konformes) Messer... oder auch als Jagdausübungsberechtigter entsprechend die scharfe (Kurz-)Waffe. Als Sportschütze hingegen... situationsabhängig. Da sollte ja eigentlich alles sauber verstaut sein. Wenn also die Frage nur nach Winterreifen kommt oder "haben sie was getrunken", und ich nicht aussteigen muss, sehe ich keinen Grund, auf mögliche "Gefahrenquellen" hinzuweisen. Und wenn ich das Warndreieck doch wieder im Kofferraum habe und diesen öffnen muss - so what? Da breche ich mir doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich darauf hinweise und/ oder die Heckklappe öffne.
  24. Falsch! DAS tue ich sicherlich auch nicht! Nur weil ich kein Problem damit habe, dass jemand mal in meinen Kofferraum schaut, heißt das noch lange nicht, dass ich eine Kopie meines Haustürschlüssels bei der örtlichen Polizeidienststelle hinterlegt habe - für den Fall dass sie mal nachschauen möchten.
  25. Was ich grundsätzlich - nicht nur beim Transport von Waffen - nicht verstehe: Warum sollte man die Polizisten nicht in den Kofferraum schauen lassen?! Ich habe weder zuhause illegale Waffen oder verbotene Gegenstände, Drogen, Falschgeld/ größere Bargeldbeträge, KiPo o.ä.; ebenso wenig Propagandamaterial des Dschihadisten-Netzwerks, vom Reichsbürger-Fanclub; genauso wenig Gummipuppe, Plüschhandschellen oder andere Fetisch-Artikel,... erst recht nicht die nicht tote Schwiegermutter - und schon gar nicht fahre ich damit spazieren! Also welcher Blamage oder welchem Verdacht müsste ich mich aussetzen, wenn ich jemandem meinen Kofferaum zeige? Das schlechte Gewissen, dass da immer noch die Wanderstiefel und die halbe Wasserflasche vom letzten Wochenende drin sind? Oder die Tüte mit den Altkleidern, die ich vor drei Wochen eigentlich zum Container bringen wollte? Der Türschlossenteiser für das schlüssellose Auto, sowie der Kanister Frostschutzzusatz - bei über 20°C? Die 3 verranzten Einkaufstüten und die klapperige Klappkiste mit den drei Flaschen/ Joghurtgläsern, die der Pfandautomat nicht nehmen wollte? Ich weiß ja nicht, was ihr so dabei habt, aber ich habe wenig schlechtes Gewissen, den Kofferraum zu öffnen. Ganz egal, ob da zusätzlich noch der Koffer mit Waffen/ Munition daneben steht oder nicht.
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