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Scharte im Dünnschliff, und nu?


kwler

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Hallo Zusammen, 

 

leider wird die Regel, meine Speckmesser mit Dünnschliff nur auf Holzbrettchen zu verwenden, irgendwie nur von mir eingehalten. Als Ergebnis habe ich heute zwei große Scharten in zwei davon entdeckt 😭  die ich gerne wieder los hätte. Mit Lansky sehe ich wenig Erfolgschancen und Bandschleifer ist dann vermutlich die Endlösung. 

 

Hat schon mal jemand einen Dünnschliff selber repariert oder hätte mir einen Tipp wie ich den Schliff angehen könnte. Bisher habe ich nur ganz normale Messer mit Lansky oder, wenn die Messer mir weniger wichtig sind, mit Bandschleifer geschärft. 

 

Bin gespannt und für jeden Tipp dankbar.

 

Beste Grüße

kwler

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Das verwendete Brett sollte bei Scharten nicht allzu viel Relevanz haben - eher das etwas harte Schnittgut oder harte Kanten?

 

Mit einem im Dauerbetrieb auf den Kopf gelegten Bandschleifer und 400er Koernung lassen sich Messer super schaerfen (mit anschliessendem Feinschliff) - wichtig ist nur immer wieder im kalten Wasserbad abzukuehlen, damit der Stahl nirgendwo die Anlasstemperatur erreicht. Dabei beachten, dass je duenner die Klinge ist und je weniger Stahl um die Schleifstelle herum ist, die Waermeableitung schlechter funktioniert. Ist die Klinge in der Klingenmitte handwarm, ist sie an der geschliffenen Schneide deutlich heisser.

 

Aber: Sind die Scharten so gross und tief, dass sie wirklich raus muessen? Grad wenn ich befuerchten muss, dass die Messer wieder missbraucht werden, wuerde regelmaessiges und konsequentes Schartenausbessern die Lebensdauer der Klinge ja deutlich reduzieren...

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Danke für die guten Ratschläge so weit :-)

Die eine muss mit fast 5mm Tiefe schon auf jeden Fall raus, mal sehn ob ich das mit dem Bandschleifer hinbekomme. Das mit dem Abkühlen im Wasserbad klingt nach einem guten Tipp, werd ich probieren.

Ja, Nachbestellen ist natürlich auch eine Lösung und in Kombination mit Scheidung vermutlich sehr im Sinne ewig scharfer Messer. Aber da hängt mir mein Schatz doch sehr viel mehr am Herz als hier und da eine Macke im Stahl.

Außerdem ist's doch so viel nachhaltiger die Dinger zu reparieren als sie einfach zu ersetzten ;-)

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5mm ist schon ne Hausnummer! Ich benutze für solch grobe Arbeiten Wetzsteine für Sensen, die gibt es auch in verschiedene Körnungen und Qualitäten, meine haben sich im laufe der Jahrzehnte sowieso zusammengefunden. Also die Scharten rausschleifen und danach, wenn das Lansky sowieso schon vorhanden ist einfach damit wieder nachschleifen, funktioniert!  

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Von was für Klingen reden wir denn? Hochwertige nur für dich in Handarbeit gefertigte Messer oder günstige Standardware aus der Stanze?

Wenn ersteres würde ich einen Messermacher suchen der mir eine neue Klinge anfertigt. Im anderen Fall das Stück der Wiederverwertung zuführen und neu kaufen. Aus einer dünnen Klinge - ein Foto wäre ganz hilfreich - derart tiefe Scharten ausschleifen bzw erst mit Aufschweißen füllen steht in keiner Relation zum Nutzen.

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vor einer Stunde schrieb kwler:

Aber da hängt mir mein Schatz doch sehr viel mehr am Herz als hier und da eine Macke im Stahl.

kenn' ich.

 

Ein "Trick" hat bei mir, für mein Wurstmesser, funktioniert: lasse Dir das Messer zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken. Dann ist es klar, daß es Deins ist. V.a. wenn es anschließend seinen eigenen Platz im Messerblock oder sonstwo hat.

 

 

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vor 21 Minuten schrieb Asgard:

Von was für Klingen reden wir denn? Hochwertige nur für dich in Handarbeit gefertigte Messer oder günstige Standardware aus der Stanze?

Schon Standardware (https://www.windmuehlenmesserstore24.de/buckels-carbon-kirsche-herder-windmuehlenmesser/a-7624/) und auch schon ein paar Jahre im Einsatz. Daher hätten sie ihren Dienst getan auch wenn ich sie echt gern verwende. Hoff ich komm jetzt nicht als Messi bei Euch rüber aber ich schmeiß ungern was weg wenn ich es repariert bekomme 🤦‍♂️  ... Bei dem Dünnschliff bin ich mir noch unsicher ob ich mit dem Bandschleifer gleich das ganze Messer runterschrubb. Aber naja Versuch macht Kluch. 

Edited by kwler
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Hm, ich habe mal gelernt, dass z. B. bei einem Bandschleifer die Wärmeentwicklung auch nur für kurze Zeit an dem Punkt des Schleifens schon zu hoch sein kann und somit die Härtung einer Klinge ruiniert, weswegen man immer eine Kühlung verwenden sollte. Und dann noch Dünnschliff.... aber versuchen kann man es, wenn es hin ist war es zumindest nicht zu teuer.

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Kommt auf den Bandschleifer an. Ein Flächenschleifer ist evtl nicht das richtige Werkzeug, ein Bandschleifer an einem Schleifbock ist sicher die bessere Wahl. Die Dinger kosten nicht die Welt, wenn du einen anschaffst achte darauf einen für Bänder 1020x50mm zu nehmen. Und einen der ein Metallgehäuse für das Schleifband hat.

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Bandschleifer ist vorhanden und wird heut Abend angeworfen. Häufiges Kühlen werd ich mal versuchen einzubauen. Bin gespannt wie schnitthaltig es bleibt und wie flach ich es hinbekomme. Bisher hat ein Wetzstahl ein zwei mal links, rechts gereicht um eine hervorragende Schärfe zu erreichen. 1b8caac60d0482ac1c559ec12fd3cde1.jpg

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Ich verwende eine Lamellenscheibe, keinen Bandschleifer, wegen der Temperatur ist es das beste mit den Fingern der Führhand direkt über der Scheibe zu bleiben.

Man schafft es nicht das Messer zu überhitzen, eher rauchen die Finger.

 

image.jpeg

Der Ausbruch ist heftig, wie geht sowas? Stahldraht geschnitten?

Edited by norbi4570
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Das schaffen Frauen spielend.

 

meine hat früher öfter Mal mit einem Tafelmesser Schrauben nachgezogen, statt im Keller einen Schraubenzieher zu holen. Es sind ein paar Messer vorne verdreht.

 

Den Ausbruch würde ich mit einer Schlüsselfeile, Kettensägenfeile, Rundstab mit Schmirgelpapier drum oä ausfeilen wie bei einem Wellenschliff. Kerbwirkung weg und keine Überhitzung.

 

Edited by Schleifalot
drecksautokorrektur
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vor 12 Minuten schrieb Schleifalot:

...

meine hat früher öfter Mal mit einem Tafelmesser Schrauben nachgezogen, statt im Keller einen Schraubenzieher zu holen. Es sind ein paar Messer vorne verdreht.

...

 

 

vor 6 Minuten schrieb gungir:

Das ist bei Frauen wohl gang und gäbe mit dem Messer Schrauben anzuziehen.

...

 

Ganz toll ist auch, die festgedrehten Deckel von Gläsern mit Vakuum (Essiggurken, Marmelade etc.) mit der Spitze eines Besteckmessers zu lockern um das Vakuum zu beenden.

Inzwischen sehen fast alle unsere Messer so deformiert aus. Seufz.

Ich kriegs nicht raus aus ihr. 🙄

Wobei man natürlich sagen muß daß das bei einem billigen Besteckmesser auch nur ein Schönheitsmangel ist und kein Potential für einen Streit birgt.

 

Die Scharte im vorliegenden Messer ist eher nicht durch einen Schnitt entstanden, das war Hacken und/oder Hebeln schätze ich mal.

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Meine packt alle Messer in die Spülmaschine, rigoros. Auch die richtig scharfen, obwohl ich ihr ...zigmal erklärt hab, dass die davon stumpf werden. Auch Messer mit Holzgriff, selbst richtig alte "Lieblingsmesser", an denen ich hänge...es hilft nix, immer wieder. Selbst wenn dann an einem alten, liebevoll gepflegten Erbstück mit ideellem Wert aus den 30er Jahren der Holzgriff reißt, ficht sie das nicht an...was soll man da noch tun. Vielleicht pack ich ihre Kosmetikutensilien auch mal rein, oder ein paar Stiefel von ihr...das ist das einzige, was ich noch nicht versucht hab.

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Spülmaschine, … der Klassiker. Ich seh schon, so ganz alleine bin ich bei dem Thema nicht 😂  

 

... Da ich keine Lamellenscheibe habe, das wär glaub in der Tat mein Favorit gewesen, habe ich es jetzt einfach mit Bandschleifer und wie oben empfohlen feiner Körnung probiert. Nach jedem Strich in ein Wasserglas und am Schluss an der Filzscheibe nochmal abgezogen. Bin mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden. Trotz des flachen Winkels sind erstaunlich wenig Kratzer bzw. Schleifspuren drin und für den Moment fühlt es sich auch schön scharf an. Wird sich jetzt die Tage zeigen ob die Härte noch gegeben ist oder ob es in die Tonne muss. 

 

20200211_224837.jpg

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@kwler

 

Die Macke ist war ja echt brutal!

 

Ich würde bei so einem vermackten Messer zuerst nachhaltig deutlich machen, dass ich enttäuscht und betrübt bin (ohne Schuldzuweisung an irgendwen).

 

Nach ein paar Tagen würde ich genau dieses Messer neu kaufen (aus didaktischen Gründen).

Das alte würde ich meiner Frau dann überlassen: "Damit kannst Du machen, was Du willst. Da habe ich nichts mehr mit zu tun."

 

Fazit:

Ich habe wieder ein schönes neues Messer. 

Meine Frau hasst Verschwendung, kann sich aber in diesem Fall nicht beschweren. Das alte Messer liegt noch Monate "vorwurfsvoll" in der Schublade.

Geht ohne Streit für alle Beteiligten ab, bleibt aber trotzdem in Erinnerung.

 

Und... notfalls kann man das Programm auch wiederholen.

 

 

Edited by Sindbad
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vor 1 Minute schrieb Sindbad:

aus didaktischen Gründen

Stimmt, das habe ich mit meiner Reparatur natürlich jetzt komplett ausgehebelt. Im Gegenteil, für den Moment ist es ja jetzt sogar noch schärfer. Hoffe ich fördere damit den Fehlgebrauch nicht noch 🤔 

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