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Sindbad

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  1. Rückwirkende Gesetzesänderungen mit enteignungsgleicher Wirkung wegen ein paar frei erhältlicher, harmloser Plastikteile ohne nennenswerten Grund ... ? Kein Bestandsschutz ? Keine Rechtssicherheit ? - War das nicht ein fundamentaler Wert unseres Rechtsstaates ? Quo vadis ? (Wohin gehen wir ?)
  2. @ Swiss-Shooter An die Schweiz hatte ich auch schon gedacht. Ist ein wirklich schönes und vielfältiges Land ! Es gibt nur einen ganz kleinen Nachteil: Mit einem deutschen Einkommen/Rente kann ich mir die Schweiz nicht leisten. Da ist der Euro nur noch 60 Cent wert.
  3. Geiler Gedanke: Jeder (auch Hinz und Kunz) kann den Magazin-Altbesitz kostenfrei bei der Behörde anmelden. Und 1 Jahr später wird die Aufbewahrung geprüft.... ? P.S.: Ich denke schon, dass in diesem Fall die erforderliche Aufbewahrung abweichend geregelt werden sollte. Ein 0er-Tresor ist für einen Flohmarktartikel unverhältnismäßig.
  4. Bevor ihr da noch mehr zum Bedürfnis zusammenspinnt, sollte man vielleicht mal in den Gesetzesentwurf sehen (Hervorhebungen durch mich): § 14 wird wie folgt geändert: b) Nach Absatz 2 werden die folgenden Absätze 3 und 4 eingefügt: „(3) Für das Bedürfnis zum Erwerb von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition ist durch eine Bescheinigung des Schießsportverbandes oder eines ihm angegliederten Teilverbandes glaubhaft zu machen, dass 1. das Mitglied seit mindestens zwölf Monaten den Schießsport in einem Verein regelmäßig als Sportschütze betreibt und 2. die zu erwerbende Waffe für eine Sportdisziplin nach der Sportordnung des Schießsportverbandes zugelassen und erforderlich ist. Innerhalb von sechs Monaten dürfen in der Regel nicht mehr als zwei Schusswaffen erworben werden. (4) Für das Bedürfnis zum Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition ist durch eine Bescheinigung des Schießsportverbandes oder eines ihm angegliederten Teilverbandes glaubhaft zu machen, dass 1. das Mitglied in den letzten zwölf Monaten vor Prüfung des Bedürfnisses den Schießsport in einem Verein regelmäßig als Sportschütze betrieben hat und 2. die Waffe, die das Mitglied besitzt, für eine Sportdisziplin nach der Sportordnung des Schießsportverbandes zugelassen und erforderlich ist. Sind seit der Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen, genügt für das Fortbestehen des Bedürfnisses die Mitgliedschaft in einem Schießsportverein nach Absatz 2; die Mitgliedschaft ist im Rahmen der Folgeprüfungen nach § 4 Absatz 4 Satz 2 durch eine Bescheinigung des Schießsportvereins nachzuweisen.“ Im Klartext: Das Bedürfnis zum Besitz wird genau wie bisher das Bedürfnis zum Erwerb geprüft: Der Verband bescheinigt, dass ein regelmäßiges Schießtraining stattfindet. 10 Jahre nach Erteilung einer Waffenbesitzkarte wird das Bedürfnis nicht mehr in Frage gestellt, solange ich in einem Schießsportverein Mitglied bin. Fazit: Aktiver Sportschütze => Bedürfnis für Besitz aller erworbenen Waffen ist gegeben. Langjähriger Sportschütze => Bedürfnis für Besitz durch Vereinsmitgliedschaft bereits gegeben.
  5. Das Waffengesetz ist gar nicht das Hauptproblem. Unsere regierenden Politiker haben in den letzten 12-14 Jahren einen langfristig katastrophalen Kurs gesteuert. Insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht: siehe Daniel Stelter, BTO : Dirigismus statt sozialer Marktwirtschaft. Dass in der Europawahl unsere Mitbürger dem links-grünen Mainstream ein "Weiter so !" bestätigen, hat mich daher ziemlich negativ überrascht. Als Optimist gehe ich davon aus, dass auch hier das Pendel wieder zurückkommt. Das nächste Unwetter in der Weltwirtschaft könnte reinigend wirken und die Prioritäten der Mitbürger neu sortieren. P.S.: “Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.” (Gustav Heinemann) Vielleicht merken wir deshalb früher als andere, dass unsere Politik vom rechten Kurs abgekommen ist.
  6. 06/2017 rückwirkend festzulegen macht nur Probleme: 1. Wer weiß heute noch, wann genau er mal etwas gekauft hat. Es war nicht wichtig. 2. Die Kunststoffmagazine sehen alle exakt gleich aus. Das Herstellungsdatum ist z.T. in einem Buchstabencode verschlüsselt. Man kann ältere und neuere Magazine so gar nicht mehr unterscheiden ! Ein Stichtag zeitnah zur Verkündigung ist bewährte Praxis und vernünftig umsetzbar !
  7. In dem Gesetzesentwurf steht nichts davon, dass ein Nachweis geführt werden muss, wann ein Magazin erworben wurde (siehe § 58 (17) )! D.h. ich habe nach Verkündigung 12 Monate Zeit anzuzeigen, welche Magazine ich vor diesem Stichtag besessen habe (siehe § 58 (17) und § 37f). Ich bekomme eine amtliche Bescheinigung über die Anzeige (§ 37h) und fertig. Fazit: Alle Magazine, die ich vor Juni 2017 besessen habe, kann ich anmelden und behalten. Ohne Einzelnachweis des Erwerbs, der in den allermeisten Fällen doch gar nicht mehr zu führen ist. (Beim Waffenkauf wurden immer 2 Magazine mitgeliefert, aber oft nicht in der Rechnung separat aufgeführt) P.S.: Seite 68: Abschätzung: 1.000.000 große Magazine in D, sämtliche Anzeigen sollen auf dem Postweg abgewickelt werden, 5 min/Anzeige. Da ist wohl keine Detail-Prüfung geplant.
  8. Ob das heute noch aktuell ist ? Der verlinkte Text ist von 1998... das sind inzwischen 20 Jahre.
  9. Alternativ könntest Du auch in einem Waffengeschäft Deine Waffe für jeweils 2 Tage deponieren. Oder bei dem, von dem Du die Jagdeinladung hast, die Waffe auf der Hinfahrt in den Tresor stellen.
  10. Identische Mail bekommen - inclusive Tippfehler (oder freudscher Versprecher: "Verschärfung bestehender Standards mit Außenmaß" ) .... schmeckt wie "Opium fürs Volk"
  11. Nachdem der ursprüngliche Link zu einer Fehlermeldung führte, hier der Weg zum Video: Unter diesem Link: https://video.uni-frankfurt.de/Mediasite/Catalog/catalogs/events dort unter "Nights of Science", dann "2016" und dort das 5. Video. Aktueller Direktlink: http://video.uni-frankfurt.de/Mediasite/Play/8237d81512ca4a62b5d739665c0816fb1d?catalog=e0ede282-c733-4e50-b8f1-8ac5b4a9cd31
  12. @ keks: Politik funktioniert ganz anders als "ingenieurmäßig": Wenn jemand vorschlägt, Blattläuse mit Atombomben zu bekämpfen, sollte man daran zweifeln, dass derjenige wirklich etwas gegen Blattläuse unternehmen will. Der will alles ausrotten, verpackt es aber "zustimmungsfähig".
  13. Die EU-Politiker haben gemeinsam gewisse Restriktionen als wichtig für die Sicherheit verabschiedet. Und andere Restriktionen bewusst verworfen, wie z.B. das Aussehen. Es ist jetzt Aufgabe unserer Sportverbände im kommenden nationalen Gesetzgebungsverfahren den Entfall von überflüssig gewordenen Regelungen zu fordern. Eben z.B. Aussehen und Hülsenlänge, die absurderweise gerade die KK-Selbstlader betreffen.
  14. Noch ein ganz anderer Gedanke: Der ganze Mist wurde doch mit dem offiziellen Ziel veranstaltet, die EU-Waffengesetze zu vereinheitlichen. Zwecks einfacherem Handel, Transport etc. Dann sollten aber im Gegenzug jetzt auch etwas schrullige nationale Sonderregelungen kritisch diskutiert und abgeschafft werden. Da fallen mir z.B. ein: in Deutschland das Anscheinsthema (KK-Halbautomaten im AR-15 Aussehen), in Österreich die Repetierflinten, in Italien die Kaliberthematik (9 mm), in Spanien die Halbautomaten etc. Wenn die EU schon ihre Befugnisse überschreitet und wir deren Quatsch übernehmen müssen, dann bitte als "komplettes Konzept eines EU-bestimmten Waffengesetzes" und nicht als Ideensammlung, um in jedem Land noch möglichst viel draufzupacken.
  15. Und wieso gibt es keinen Artikel, der sich kritisch mit dem hanebüchenen Brüsseler Vorgehen befasst ?? Wer ein Thema zuerst in der Presse vorstellt, kann seine Deutung den Leuten verkaufen. Deswegen sind wir immer in der Defensive ! Haben wir niemanden, der so aktiv Öffentlichkeitsarbeit machen kann wie dieser unselige R.G. jetzt in der FAZ ? Daran müssen wir arbeiten!
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