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IGNORED

Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?


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Geschrieben (bearbeitet)

In Polen wird seit letztem Jahr eine freiwillige militärische Schulung bzw. Widerstands-/Abwehrfähigkeiten-Schulung für polnische Bürger angeboten. Also etwas unterschiedliche Ansätze, im wesentlichen aus zwei Komponenten.

Der polnische Generalstabschef Wieslaw Kukuła hat dazu auf einer Pressekonferenz im November erklärt:

"Erstens soll die individuelle Widerstandsfähigkeit der Bürger gestärkt werden, und zweitens sollen die Verfügbarkeit, die Widerstandsfähigkeit und die Kompetenz der Reserven gestärkt werden. Wir werden diesen Prozess auf zwei Wegen organisieren.

Der erste ist 'Resilienz' - er richtet sich an Menschen, die sich nicht an die Streitkräfte binden wollen und die auch nicht vorhaben, mit der Waffe in der Hand für Polen einzutreten.

Für die Streitkräfte ist der wesentliche Weg jedoch die Reserve - der Aufbau einer gewissen Kapazität und der Belastbarkeit der Reservisten".

 

Lt. "EuroNews" hat die Pilotphase des Programms am 5. November 2025 begonnen. "Bis zu 25.000 erwachsene Polen werden an dem sechswöchigen Training teilnehmen."  Ab Anfang 2026 läuft das Programm in vollem Umfang an.

Weiter: "Am Ende des Pilotprojekts werden die Befehlshaber der Einheiten Berichte mit Schlussfolgerungen erstellen, die innerhalb von 14 Tagen an den Generalstabschef gehen. Auf der Grundlage dieser Berichte wird das Verteidigungsministerium ein umfassendes Programm entwickeln, das auch Logistik und Ausbildungsinhalte umfasst."

.... "Im März dieses Jahres berichtete Premierminister Donald Tusk über die Arbeit an einem ähnlichen Programm und schätzte, dass Polen bis 2027 eine militärische Ausbildungskapazität von 100.000 Freiwilligen pro Jahr erreichen wird."

 

Auch soll es militärische bzw. der Resilienz dienende Ausbildungskomponenten in polnischen Schulen ab Klasse 8 geben.

 

Insgesamt soll so wohl eine einschlägige Wissensvermittlung sowie niederschwelliger Zugang von Zivilisten zu den Streitkräften (hauptsächlich Aufbau der Reserve für territoriale Verteididungsaufgaben) erreicht werden. 

 

 

 

Bearbeitet von karlyman
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb callahan44er:

Aber was unterscheidet dich dann von denen die schon länger hier leben???

 

Nichts, das ist ja der Witz. Einige der neben mir ausgebeuteten in diesem Forum scheinen aber vehement dafür einzutreten für Merkel, Merz und Co. in den Krieg zu ziehen. Das wundert mich. 

 

Es ist etwa so als ob der Sklave auf der Plantage ein besonderes Interesse daran hat, die Zustände seiner Unterdrückung aufrecht zu erhalten und sein Leben zu geben, wenn ein anderer Plantagebesitzer an die Tür klopft. Ich verstehe diese Haltung nicht. Gerade in Deutschland sollte das Misstrauen gegenüber dem Staat absolut sein. Nicht nur hatte dieser die Deutschen in einen mörderischen Angriffskrieg geführt, in dessen Folge Millionen Deutsche starben und vertrieben wurden, er hat einen Zivilisationsbruch verübt und diesen den Deutschen kollektiv in die Schuhe geschoben. Gleich danach gab es eine weitere Diktatur auf deutschem Boden, die durch massive Unterdrückung und Überwachung auffiel. Nun werden die Deutschen totalüberwacht, bekommen wegen ungenehmer Meinungen Hausbesuche durch die Polizei, kriegen ihre Energie verteuert, einen De-Growth übergezwungen, der Staat vertreibt die Industrie und jeden wirtschaftlich handelnden Akteur, importiert auf Kosten der Deutschen haufenweise Mittellose, erzwingt Steuern in unglaublichem Ausmaß und die Coronazeit ist unvergessen.

 

Ich verstehe die Liebe der Deutschen zu ihrem Staat in keiner Form. Ich glaube es gibt wenige Feinde, welche die Deutschen je schlechter behandelt haben. 

 

vor 18 Stunden schrieb Mats:

Konntest Du Dir offenbar nicht leisten darum blieb nur Deutschland übrig, oder?

 

 

Zugegeben, die deutsche Staatsbürgerschaft war wirklich nicht teuer und es war nur ein bürokratisches Problem diese zu bekommen, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich natürlich lieber eine andere nehmen. H1B gab es damals in dieser Form und für meinen Beruf nicht, chinesisch konnte ich nicht sprechen und die Vorbereitungen, die man auf eine Tätigkeit in Deutschland treffen konnte, waren bereits Anfang des Jahrtausends sehr gut. Wenn ich mir anschaue wen der deutsche Staat heute alles an Landsmännern holt, wird mir Angst und Bange.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Dinesh:

es gibt wenige Feinde, welche die Deutschen je schlechter behandelt haben

 

Dr. Seltsam oder wie die Deutschen lernten, sich selber nicht mehr zu lieben

Theodor_W._Adorno.jpeg

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Dinesh:

Nichts, das ist ja der Witz. Einige der neben mir ausgebeuteten in diesem Forum scheinen aber vehement dafür einzutreten für Merkel, Merz und Co. in den Krieg zu ziehen. Das wundert mich. 

 

Ja das wundert mich auch. Nicht im Punkto Wehrpflicht. Da wollen ja wohl tatsächlich viele nicht hin. Wird es Gesetz, zählt es aber für dich genau so. Mich wundert wie viele meckern aber immer wieder das selbe wählen und hoffen das sich was ändert! Bei Leuten die viel Kohle haben kann ich es noch verstehen. Denen machen hohe Energiepreise und die Folgen daraus nichts aus. Ich kann auch noch gut leben. Aber ich WILL diese hohen Preise einfach nicht bezahlen! Ich nehme auch Gas und Öl vom Russen!

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Direwolf:
Zitat

z.T. Ex-Zivis, die nach drei Wochenenden zum gleichwertigen Soldaten erklärt werden

Das ist ein Witz, oder?

 

Nur polemisch verkürzt. <_<

 

Das Ganze nennt sich "Ausbildung für Ungediente im Heimatschutz der Bundeswehr" und dauert in der Regel ca. 17-26 Tage. 

 

 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb TGB11:

Die Finnen haben interessante Methoden. Statt den Reservisten die Staatswaffen mit nach Hause zu geben, dürfen die Reservisten im Einberufungsfall ihre privaten Knarren mitbringen.
Eigene Waffe an die Front: Finnland erlaubt Reservisten, private Schusswaffen im Kriegsfall mitzubringen - FOCUS online

Ich würde meine PDP auch mitnehmen, darf das aber nicht

Was ja genau wie in der Schweiz oder Litauen ein erwünschter Nebeneffekt ist: Wenn auch mit leichtem Fähigkeitsabzug sind die Reservisten unabhängig von logistischen Problemen gerade in den ersten Stunden und Tagen sowohl sofort grundlegend ausgerüstet als auch in der Lage sich bereits auf dem Weg zu etwaigen "Einrückungsorten", wie es in der Schweiz so schön heißt, im Zweifel zu verteidigen.

Wobei gerade Finnland auch zu genau diesem Zweck wohl beabsichtigt künftig halbautomatische Versionen des neuen (möglichen) Ordonnanzgewehrs zu beschaffen.

Geschrieben

Okay, was könnte man machen?

Ich würde durchaus den Reservistenverband stärker in die Pflicht nehmen. Schießsportverband ist er ja schon. Also... 

  • das Eintrittsdatum in den VdRBw zählt für die Anrechnung der min. 12 Monate Wartezeit zum Bedürfnis
  • dienstliches und privates Schießen mit Handwaffen sollte gemäß 12/18er Regelung gegenseitig anerkannt werden (z.B. 10x G36 – sowie 10x SpoPi .22lfb) ebenso für den Erhalt des Bedürfnisses. 
  • Waffensachkunde-Lehrgänge gemäß §7 WaffG sollten für alle Mitglieder des Verbands angeboten/ ausgeschrieben, also für alle bekannt gegeben (nicht nur innerhalb der RAGs)
  • auf Kreisebene ist mindestens ein Schießtraining (bevorzugt auf StOSchAnl) pro Monat anzubieten/ durchzuführen.
  • Alternativ/ zusätzlich sollten private Schützenvereine/ Schießsportanlagen auch „Reservisten-Gruppierungen“ (ähnlich den SLGs) erlauben und entsprechende Disziplinen anbieten dürfen.
  • dienstliche Schießübungen (z.B: G36-S-1) sollten (sofern auf zivilen Schießständen/ mit Halbautomaten möglich) ins Sportprogramm übernommen werden
  • Die Sportordnung sollte sich im Hinblick auf die Kaliber an den in der aktiven Truppe befindlichen Kalibern (für Pistole/ Sturmgewehr) orientieren/ halten.
  • entgegen §27, Abs. 7 sei das „kampfmäßige Schießen“ (Verteidigungsschießen, Mannscheiben, usw.) zu erlauben
  • Ausnahmeregelung/ Erlaubnis für große Magazine
  • Bundeswehr/ VdRBw sollen bei Neuanschaffungen von Dienstwaffen ebenso günstige Angebote (der zivilen Varianten) für deren Mitglieder aushandeln, bzw. anbieten 

 

Eigentlich nicht viel Neues. Der Verband ist ja bereits Schießsportverband und es könnten schon jetzt weitaus mehr seiner Mitglieder waffenrechtliche Erlaubnisse beantragen - ob beordert oder nicht.  

Doch es scheitert eher an der Kommunikation und dem mangelnden Angebot der RAGs Schießsport. 

 

Der Rest (Mannscheiben, Combat Schießen, 30er Magazine, usw.) ist da eher "nice-to-have", aber erfordert auch den politischen Willen, dies zuzulassen, wenn man daran interessiert ist, dass die Reservisten nicht nur Ringscheiben "bekämpfen" können. 

 

Finanziell wäre das jetzt auch kein großer Mehraufwand für BW/ Verband - es sei denn, man möchte das wirklich forcieren und sich auf privaten Ständen, in Schießkinos, o.ä. einmieten oder gar neue Anlagen bauen,

bzw. zivile Vereine unterstützen, ihre Anlagen zu ertüchtigen und Angebote zu schaffen, dass dort auch Reservisten schießen können. 

 

 

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

Ich würde durchaus den Reservistenverband stärker in die Pflicht nehmen. Schießsportverband ist er ja schon.

 

vor 39 Minuten schrieb Pistolen-Paule:
  • das Eintrittsdatum in den VdRBw zählt für die Anrechnung der min. 12 Monate Wartezeit zum Bedürfnis
  • dienstliches und privates Schießen mit Handwaffen sollte gemäß 12/18er Regelung gegenseitig anerkannt werden (z.B. 10x G36 – sowie 10x SpoPi .22lfb) ebenso für den Erhalt des Bedürfnisses. 

Genau solchen Zirkus sollte man von Anfang an tunlichst vermeiden. Will man das ganze halbwegs zielführend durchführen macht man um den "Verband der Obergefreiten der Reserve" einen möglichst großen Bogen, genau wie um das Thema Schießsport. Militärische Schusswaffenausbildung hat mit Schießsport genau die Schusswaffen gemein, sonst nichts. 

Was soll eine Vereinsmitgliedschaft (die ja keineswegs kostenfrei ist) oder ein Bedürfnisnachweis über die Beorderung hinaus für einen Mehrwert bieten?

Ziel ist es nicht mehr Mitglieder für die RAGen Schießsport zu gewinnen, sondern den Fähigkeitserhalt in der Reserve zu vereinfachen. Die Doppelstruktur durch den VdRBw müssen abgebaut werden, nicht erweitert. Die Verantwortung für das Angebot regelmäßiger Termine für die Schießausbildung gehört in die Hände der Heimatschutzkompanien oder der Landeskommandos und nachgeordneten Dienststellen. Der VdRBw ist nunmal gerade in Bezug auf die Nutzung von StOSchAnl maximal Bittsteller.

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Geschrieben

Wenn die BW einen Teil ihrer unbeorderten Reservisten in Sachen Waffenhandhabung (incl. Treffen auch unter Stress) ausbilden möchte bzw. besser Ihnen die Chance auf freiwillige Teilnahme an Ausbildungen ermöglichen möchte, so muss sie dazu Schiessanlagen zur Verfügung stellen.

Dort auf BW-Anlagen hätte man unter Kontrolle, dass nur Reservisten Übungen außerhalb der aktuellen Beschränkungen des zivilen Waffenrechts abhalten dürfen. Also sowas wie eine VVag unter RAG-Kontrolle mit eigenen Waffen.

DVag Schießen sind logistisch sehr aufwendig, im Rahmen einer VVag aber recht einfach.

Bis jetzt ist der Schießsport in einer RAG aber extrem zugeknöpft. Der VdRBW gibt sich weitaus strenger als z.B. der BDS. Da ich im Rahmen des VdRBW und auch im BDS und BDMP unterwegs bin, habe ich da einen guten Einblick.

Aktuell will die BW nichts mit Unbeorderten zu tun haben, das ist leider so.

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Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb TGB11:

Aktuell will die BW nichts mit Unbeorderten zu tun haben, das ist leider so.

Stimmt so auch nicht ganz, aber die stehen halt in der Priorität nicht besonders weit oben solange es bei den beorderten noch unzählige Baustellen gibt.

Geschrieben

In dem nächsten Krieg wird es garnicht so sehr darum gehen, ob ihr " mit schiessen" könnt oder nicht.

 

Wenn die USA in dem aktuellen Iran  Konflikt keine Hilfe bei der Sicherung der Strasse von Hormus bekommen...tja.

 

Dann gibt's eben kein Öl mehr...und damit Pleite für fast 90% aller Firmen hier.

 

 

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Okay, was könnte man machen?

Ich würde durchaus den Reservistenverband stärker in die Pflicht nehmen. Schießsportverband ist er ja schon. Also... 

  • das Eintrittsdatum in den VdRBw zählt für die Anrechnung der min. 12 Monate Wartezeit zum Bedürfnis
  • dienstliches und privates Schießen mit Handwaffen sollte gemäß 12/18er Regelung gegenseitig anerkannt werden (z.B. 10x G36 – sowie 10x SpoPi .22lfb) ebenso für den Erhalt des Bedürfnisses. 
  • Waffensachkunde-Lehrgänge gemäß §7 WaffG sollten für alle Mitglieder des Verbands angeboten/ ausgeschrieben, also für alle bekannt gegeben (nicht nur innerhalb der RAGs)
  • auf Kreisebene ist mindestens ein Schießtraining (bevorzugt auf StOSchAnl) pro Monat anzubieten/ durchzuführen.
  • Alternativ/ zusätzlich sollten private Schützenvereine/ Schießsportanlagen auch „Reservisten-Gruppierungen“ (ähnlich den SLGs) erlauben und entsprechende Disziplinen anbieten dürfen.
  • dienstliche Schießübungen (z.B: G36-S-1) sollten (sofern auf zivilen Schießständen/ mit Halbautomaten möglich) ins Sportprogramm übernommen werden
  • Die Sportordnung sollte sich im Hinblick auf die Kaliber an den in der aktiven Truppe befindlichen Kalibern (für Pistole/ Sturmgewehr) orientieren/ halten.
  • entgegen §27, Abs. 7 sei das „kampfmäßige Schießen“ (Verteidigungsschießen, Mannscheiben, usw.) zu erlauben
  • Ausnahmeregelung/ Erlaubnis für große Magazine
  • Bundeswehr/ VdRBw sollen bei Neuanschaffungen von Dienstwaffen ebenso günstige Angebote (der zivilen Varianten) für deren Mitglieder aushandeln, bzw. anbieten 

     

 

Eigentlich nicht viel Neues. Der Verband ist ja bereits Schießsportverband und es könnten schon jetzt weitaus mehr seiner Mitglieder waffenrechtliche Erlaubnisse beantragen - ob beordert oder nicht.  

Doch es scheitert eher an der Kommunikation und dem mangelnden Angebot der RAGs Schießsport. 

 

Der Rest (Mannscheiben, Combat Schießen, 30er Magazine, usw.) ist da eher "nice-to-have", aber erfordert auch den politischen Willen, dies zuzulassen, wenn man daran interessiert ist, dass die Reservisten nicht nur Ringscheiben "bekämpfen" können. 

 

Finanziell wäre das jetzt auch kein großer Mehraufwand für BW/ Verband - es sei denn, man möchte das wirklich forcieren und sich auf privaten Ständen, in Schießkinos, o.ä. einmieten oder gar neue Anlagen bauen,

bzw. zivile Vereine unterstützen, ihre Anlagen zu ertüchtigen und Angebote zu schaffen, dass dort auch Reservisten schießen können. 

 

 

 

Bis auf das 'Jahr Wartezeit klingt das vernünftig, zumindest für die Einstellung der Leute, wenn ich mir heute die Schießsportaktivitäten von BSB 1874 und BKV anschaue dann ist das langweiliges Schiessen wie beim BSSB.

 

Militärisch hätte das keinen Mehrwert aber für die Einstellung, heutzutage Mindset genannt.

Geschrieben

Man könnte es auch noch weiter runterbrechen und es auf folgende Bedingungen reduzieren: 

  • aktiver Soldat, beorderter Reservist und/ oder Mitglied im VdRBW
  • sicherheitsüberprüft (= darf auch mit BW-Waffen schießen)
  • Waffensachkunde nach §7 WaffG
  • Nachweis der Ausbildung an den Handwaffen BW oder entsprechenden Kalibers zivil
  • geeignete Aufbewahrung (vielleicht auch da Rückkehr/ Ausnahme für A/B-Schränke)

Fertig.

Keine Wartezeiten, keine 12/18er Regelung und kein Erwerbserstreckungsgebot 2/6.  

(das gibt es bei Jägern auch nicht)

 

Sportordnung entschlacken und auf aktuelle Waffen und Kaliber anpassen. 

(KK-Waffen haben da ebenso wenig zu suchen, wie Revolver oder Weltkriegswaffen) 

 

Mindestens Bewilligung für Repetierer oder Einzellader in .223Rem. und .308Win. erteilen.

(in Östtereich ist Kat. C weiterhin (bedürfnis)frei ab 18 - in Deutschland war das bis 1972 auch so) 

 

Halbautomatische Langwaffen und/ oder Kurzwaffen ggf. erst bei weiteren Trainingsnachweisen und "Bedürfnis". 

 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb ChrissVector:

Ziel ist es nicht mehr Mitglieder für die RAGen Schießsport zu gewinnen, sondern den Fähigkeitserhalt in der Reserve zu vereinfachen. Die Doppelstruktur durch den VdRBw müssen abgebaut werden, nicht erweitert. Die Verantwortung für das Angebot regelmäßiger Termine für die Schießausbildung gehört in die Hände der Heimatschutzkompanien oder der Landeskommandos und nachgeordneten Dienststellen. Der VdRBw ist nunmal gerade in Bezug auf die Nutzung von StOSchAnl maximal Bittsteller.

 

Die Ursprungsfrage/ Idee war ja: wie bewaffnet man mehr Reservisten mit zivilen/ privaten Waffen? 

Nicht mehr und nicht weniger. 

 

Klar. Mit Schießen alleine ist die militärische Ausbildung und der Fähigkeitserhalt nicht zu bewerkstelligen, aber das war hier nicht das Thema oder Teil der Forderung von Grünen, bzw. VDB. 

Dort geht es um "den erleichterter Zugang zu Schusswaffen zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Verteidigungsbereitschaft" und den Verweis auf die nordischen und östlichen Länder Europas und u.a. das Beispiel vom "Bau von über 300 neuen Schießstätten in Finnland im Rahmen vereinfachter Verfahren".   

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb ChrissVector:

Militärische Schusswaffenausbildung hat mit Schießsport genau die Schusswaffen gemein, sonst nichts. 

Das ist falsch. Sicherheitsregeln, Kimme/Korn/ZF, TriggerControl, Aufbewahrungsdisziplin, alles das selbe. 

vor 11 Stunden schrieb TGB11:

Dort auf BW-Anlagen hätte man unter Kontrolle, dass nur Reservisten Übungen außerhalb der aktuellen Beschränkungen des zivilen Waffenrechts abhalten dürfen. Also sowas wie eine VVag unter RAG-Kontrolle mit eigenen Waffen.

Würde ja schon reichen, wenn man für die RAGn die militärischen Standrichtlinien, so wie früher mal, anlegen würden. So wird auf DVags auf A Ständen auf 300m geschossen und die gleichen Reservisten auf der RAG VVag ein WE später, mit praktisch den gleichen Waffen und der gleichen Munition, nur auf 80m.  Weil dann für den Verband (rechtlich ein e.V.) die zivilen Stand RiLis gelten. 

Geschrieben

Wenn ich die ganze Diskussion hier lese, rollen sich mir die Fußnägel hoch. Zum einen ist gutes Schießen militärisch von eher geringer Bedeutung, es gibt da wesentlich wichtigere Dinge, die ein Soldat beherrschen muss.

Und militärisches Schießen hat kaum etwas mit sportlichem Schießen zu tun.

Aber es kommt noch etwas wesentliches hinzu: Bewaffnete Zivilisten haben keinen Kombattanten-Status und genießen folglich nicht den Schutz der Genfer Konvention. Sie können bei Antreffen einfach erschossen werden.

Geschrieben

Ich sehe das alles viel einfacher, pragmatischer.

 

Mir ist vollkommen klar, dass die wirklich allerwenigsten Sportschützen, Jäger allein durch ihre Bewaffnung und selbst

dynamischem Schiessen wie IPSC militärisch ernstzunehmende Kampffähigkeiten in Einsatzscenarios hätten.

 

Aber :

Müsste ein Eindringling davon ausgehen, dass in D jeder zweite, dritte oder vierte Haushalt schussbewaffnet ist würde

er definitiv vor einer wehrhafteren Gesellschaft stehen als wenn nicht.

Zwei Länder, beide vollkommen identisch in ihrer Stärke an Staatsorganen und Militär aber das eine mit unbewaffneter,

das andere mit bewaffneter Zivilbevölkerung behaupte ich, dass zweitere es einem Angreifer deutlich schwerer macht.

 

Von daher :

Es gehört ein weiteres Bedürfnis in‘s Gesetzt, dass zur Selbstverteidigung in den eigenen Wänden.

 

Meine Meinung

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Man könnte es auch noch weiter runterbrechen und es auf folgende Bedingungen reduzieren: 

  • aktiver Soldat, beorderter Reservist und/ oder Mitglied im VdRBW
  • sicherheitsüberprüft (= darf auch mit BW-Waffen schießen)
  • Waffensachkunde nach §7 WaffG
  • Nachweis der Ausbildung an den Handwaffen BW oder entsprechenden Kalibers zivil
  • geeignete Aufbewahrung (vielleicht auch da Rückkehr/ Ausnahme für A/B-Schränke)

Fertig.

Keine Wartezeiten, keine 12/18er Regelung und kein Erwerbserstreckungsgebot 2/6.  

(das gibt es bei Jägern auch nicht)

 

Sportordnung entschlacken und auf aktuelle Waffen und Kaliber anpassen. 

(KK-Waffen haben da ebenso wenig zu suchen, wie Revolver oder Weltkriegswaffen) 

 

Mindestens Bewilligung für Repetierer oder Einzellader in .223Rem. und .308Win. erteilen.

(in Östtereich ist Kat. C weiterhin (bedürfnis)frei ab 18 - in Deutschland war das bis 1972 auch so) 

 

Halbautomatische Langwaffen und/ oder Kurzwaffen ggf. erst bei weiteren Trainingsnachweisen und "Bedürfnis". 

 

 

 

Ich würde da bei allen nicht aktiven Soldaten noch eine mindestens jährlich abzuhaltende Sportprüfung (z.B. nach sportlicher Eignungsprüfung wie bei der Polizei, oder deutsches Sportabzeichen mit mindestens "Silber") und eine damit verbundene ärztliche Untersuchung (vor allem Hören und Sehen) voraussetzen, damit die betreffende Person überhaupt grundlegende körperliche Voraussetzungen für die militärische Verwendung in Verbindung mit Schußwaffengebrauch mitbringt, und das auch so bleibt.

 

Gerade ältere Semester haben da eine nicht mehr ganz realistische Selbsteinschätzung vorliegen, was solche Dinge anbelangt, und sollten da vorab erstmal auf den (manchmal recht harten) Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

Bearbeitet von GermanKraut
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb MB69:

.... Müsste ein Eindringling davon ausgehen, dass in D jeder zweite, dritte oder vierte Haushalt schussbewaffnet ist würde

er definitiv vor einer wehrhafteren Gesellschaft stehen als wenn nicht. ...

Sich zu wehren ist vor allem eine Frage des Willens. Und wenn der Eindringling nur 50 bis 100 Bewaffnete Zivilisten erschießen würde und diese Tatsache bekannt machte, wie schnell würde dann wohl der Wehrwille der anderen nachlassen? 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb alter_Opa:

Aber es kommt noch etwas wesentliches hinzu: Bewaffnete Zivilisten haben keinen Kombattanten-Status

Kommt drauf an. Stay-Behind-Organisationen wie Gladio in Italien wurden in den 50er Jahren durchaus von Regierungen geführt. 

Geschrieben

Verteidigungsbereitschaft faengt im Kopf an. Wenn der Soldat in der Gesellschaft nicht geachtet und gewuerdigt wird, wird auch ein Reservistenprogramm wenn man denn finanzielle Anreize bieten wuerde nicht sehr viel schaffen. Als Wehrpflichtiger hatte ich 1978  DM 6,50 am Tag bekommen und eine Freifahrt nach Hause im Monat. Das Ansehen der Soldaten, die in Gruppen am Wochenende laut in den Bahnen nach Hause gefahren sind, war in der Bevoelkerung nicht sehr gut. Als Reservist ist der Wochenenddienst, oder Schulungen am Abend nicht verguetet. Ein Reservist bekommt hier als Gefreiter im Schnitt $4,300 im Jahr fuer seine Wocheenddienste. Zaehlt nach 20 Jahren zur Rente dazu.

 

Niemand hat meinem Grossvater fuer seinen Dienst in Verdun gedankt, niemand meinem Vater der vor Smolensk das silberne Verwundetenabzeichen verliehen bekommen hatte und niemand hat mir in Deutschland gedankt.

 

Wenn ich hier in den USA erwaehne, dass ich Soldat in der NATO war, dankt man mir und viele grosse Corporations geben Soldaten 5 bis 10% Rabatt beim Einkauf. Vor den gleichen Laeden gibt es Sonderparkplaetze fuer Veteranen.

 

In Deutschland muss sich in den Koepfen etwas aendern. Ein paar Reservisten die in der Freizeit Schiessausbildung machen, werden keinen nennenswerten Unterschied in der Verteidigungsbereitschaft machen - gerade wohl beim Drohnenangriff nicht.

 

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