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Proud NRA Member

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  1. Polizei ist auch schwierig. An vielen Tagen ist es ein eher langweiliger Job. Aber je nach dem was passiert, sollte der Polizist idealerweise Sozialarbeiter, Einmann-Kommandosoldat, Rechtsanwalt, Kindergärtner, Tierpfleger, Jäger, Automechaniker, Ingenieur für Verkehrsplanung und noch einiges mehr sein können. Und dazu sollte er noch das Urteilsvermögen besitzen, zu entscheiden, was davon er jetzt gerade sein sollte. Menschen, die das alles können, gibt es nicht viele, und wenn es sie gibt, dann arbeiten sie eher nicht zu den Bezügen, auch nicht mit der relativen Langeweile, eines Streifenpolizisten. Insofern muss man damit leben, dass jemand nicht alles kann, was eigentlich ideal wäre. Das liegt in der Natur eines universellen Berufs. Es wäre wohl auch nicht sinnvoll, ausschließlich die tacticoolen Sportskanonen einzustellen, selbst wenn man genug finden würde, weil denen dann vermutlich oft andere, ebenfalls nötige Attribute abgehen würden. Dazu kommt natürlich noch, dass der Beruf unvermeidlich auch einen gewissen Prozentsatz wenig selbstsicherer Persönlichkeiten anzieht, die sich nach der Uniform und der Autorität und vielleicht der Waffe am Gürtel sehnen. Manche wachsen dann in die Rolle hinein, andere nicht.
  2. Es gibt eine Minderheit, für die solche Aspekte des Berufs gleichzeitig Hobby sind, und die entsprechende Förderung als einen Teil der Bezahlung ansehen. Bei der Mehrzahl wird das nicht der Fall sein. Da kann, nachdem was ich von amerikanischen Polizisten höre, sogar zum Problem werden, dass die wenig interessierten Leute deshalb nicht zum Training gehen, weil sie nicht bei ihren schlechten Leistungen gesehen werden wollen. Noch schlimmer, wenn eine Frau versucht, das zu organisieren. Nicht jeder Mann, insbesondere vielleicht solche, die es zu einer Uniform und Autorität hingezogen hat, steht darauf, vor einer Frau zu zeigen, dass er weder laufen noch Gewichte heben noch eben schießen kann.
  3. So wirklich ja nicht. Um in dem zu stehen, muss man auch eher Rampensau sein, was ich bei den "LWB" gerade nicht erkennen kann. Schon diese verdruckste Bezeichnung zeigt doch, dann man eher gleich einem Mäuschen das Versteck zwischen den Brettern der Bühne sucht als das Rampenlicht. Das dürfte, so sehr ich mich über den steigenden Anteil immer weiblicherer und immer jüngerer Wettbewerbsteilnehmer freue, wohl auch der Fall sein, bei den meisten Säugetieren. Braucht man sich auch nicht für zu entschuldigen. Und den Spruch hätte man sicher charmanter vortragen können, aber im Prinzip gibt's ja schon Anlass dazu: Wenn jemand ohne Grund um ein Treffen "in den Privaträumen" bittet, dann kann man natürlich etwas in der Art sagen, dass man ein Treffen auf einen Kaffee im öffentlichen Raum bevorzugen würde, aber nur kurz, denn dann wolle man zusammen mit seiner Frau, die man mitbringen werde, sich wieder alleine in die Privaträume zurückziehen. Die Unverschämtheit ist die Selbsteinladung, nicht die Antwort darauf.
  4. Sie ist aber gar nicht so trivial zu beantworten. Man hat natürlich eine Hochphase des Stolzes auf die freiheitliche Tradition im württembergischen Verfassungskonflikt 1815-1819, wo anscheinend jeder zweite Dorfschreiber zum nebenberuflichen Verfassungsjuristen wurde und Pamphlete hat drucken lassen, wo sich das Volk zu irgendwelchen Freiheitsfeiern versammelt hat und sich von Verboten wenig beeindrucken ließ, Leute Medallions mit dem Bild von Herzog Christoph trugen, usw. Das wurde dann ja in einem Kompromiss gelöst, unter den gegebenen Bedingungen durchaus befriedigend und auch zukunftsweisend. In der Zeit der Einigungskriege gibt es dann noch einmal bei Konservativen und Linken, gegen die Nationalliberalen, eine Rückbesinnung darauf. Der Verfall ansonsten im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts und dann die Katastrophe im zwanzigsten sind aber schwerer zu erklären. Die vergurkte Revolution von 1848 hat sicher dazu beigetragen. Beliebte Erklärungen wie "deutscher Schuldkomplex" usw. tragen meines Erachtens nicht wirklich. Süddeutscher Partikularstaatspatriotismus wurde wohl eher belächelt denn als Bedrohung wahrgenommen, von den Siegermächten wie von den Deutschen.
  5. Schon, aber aus dieser Zufälligkeit eines unfähigen Herzogs entstand etwas, das über ihn und die Probleme mit ihm hinauswies: Fünfhundert Jahre lang ununterbrochen ein System mit, in mit den Zeiten wechselnden Ausprägungen, ständischer oder repräsentativer Volksvertretung, Selbstbesteuerung, Grundrechtskatalog usw., dieser Grundrechtskatalog bis 1918 eben auch mit Einschluss des Waffenbesitzes. Einzige Ausnahmen waren unter Napoleon und dann unter Hitler, die man wohl beide als nicht ursprünglich württembergische Probleme ansehen kann. Warum ist denn der Württemberger auf diese seine freiheitliche Tradition nicht ebenso stolz wie--bei ganz unterschiedlichen Macht- und Größenverhältnissen--der Ami oder der Isländer, die beide gerne die Flagge zeigen und die Hymne schmettern? Warum wissen die meisten Württemberg noch nicht einmal um diese ihre freiheitliche Tradition?
  6. Also Haftungsgründe im Sinne von statistisch zu erwartenden Schadensersatzpflichten werden das nicht sein, denn im produkthaftungsgeilen Amerika funktioniert es. Meine MPX kriegt z.B. Impact Ammo zu fressen. Nicht sorten-, nicht einmal farbenrein, aber es läuft. Vielleicht besteht aus anderen Gründen kaum ein Markt, vielleicht wurde auch einfach ein Teil des Schützenwesens erfolgreich aus der Existenz reguliert.
  7. So wie mit einem Nichtwaffenbesitzer mit entsprechenden Eigenschaften auch. Wie fährt der denn Auto? Da führt Jähzorn normalerweise zu viel größeren Problemen als mit Schusswaffen. Wie steht's mit legalen oder illegalen Betäubungsmitteln? Im Grunde gibt es ja nur eine Reihe von Möglichkeiten: 1. Er merkt gar nicht, dass sein Verhalten andere belastet. Sollte man also in geeignetem Rahmen ansprechen, wenn das eine Möglichkeit ist. 2. Er merkt, dass sein Verhalten andere belastet, aber es ist ihm egal. Da fehlt der Leidensdruck, dass die anderen ihm Grenzen setzen und das nicht mitmachen. 3. Er merkt nicht nur, sondern er will, dass es andere belastet. Da fehlt der Leidensdruck so richtig. 4. Er merkt es, und es stört ihn, und vielleicht hasst er sich sogar dafür, und wird dann gerade zornig. Das ist Unterstützung angebracht, vorausgesetzt er will ernsthaft daran arbeiten. Es ist da oftmals sinnvoll, dieses Daran-Arbeiten in einen formalen Rahmen zu bringen, z.B. mit einer Therapie oder Unterstützungsgruppe. Psychotherapeuten oder Kreise in der Art der Anonymen Alkoholiker haben meines Erachtens keine magischen Rezepte, sondern auch in der akademisch geschulten Ausprägung sind diese Felder erstaunlich evidenzfrei, aber der reine Akt zusammen mit anderen Menschen, denen man Rechenschaft schuldig ist, etwas ändern zu wollen, macht es leichter, etwas zu ändern, als wenn man alleine ist. Beispielsweise wenn man krankhaftes Trinken als Lebensinhalt durch Nichttrinken als Lebensinhalt ersetzt. Dieses Nichttrinken kann auf andere auch seltsam und nervig wirken, aber Nichttrinken als Hobby, mit wöchentlichem Treffen usw., kann eben das Trinken als Lebensinhalt ersetzen, und das ist dass die bessere Wahl.
  8. Scheint so, als hätte er generationenbedingt YouTube verpasst. Es gibt viele Kanonen, die ich mir nie kaufen würde, aber gerne anschaue, und zumindest bei den Amis ist das für manche Leute eine eigenständige Geldquelle.
  9. Das "Einklipsen" halte ich für suboptimal. Von Oakley z.B. gibt's bombenfeste (im wörtlichen Sinn--werden beim Militär zum Splitterschutz verwendet) Schutzbrillen mit in die Scheibe eingearbeiteter Korrektur. Nicht umsonst--meine erste Schutzbrille war teurer als meine erste Waffe--aber meines Erachtens den Preis wert.
  10. Oder halt doch. Die Aufnahme des Rechts auf Waffenbesitz in die Grundrechtskataloge kommt ja nicht von ungefähr. Allgemein üblich zu Zeiten des alten Reichs war wohl, dass das Führen dem Adel und damit gleichgestellten Gruppen, insbesondere Akademikern, vorbehalten war. Mit Variationen je nach regionaler Tradition. Württemberg hatte lange ein Recht auf Waffenbesitz, und es hatte gar keinen (einheimischen) Adel, womit sich das als Unterscheidung eh erledigt hatte. Oftmals war die Angst wohl auch weniger vor Aufständen als vor Wilderei, gar nicht unbedingt wegen des Wildes selber, sondern weil was aus Sicht der Herren ein Freizeitvergnügen war aus Sicht des Subsistenzbauern eine Schweineplage war, die ihm das Essen für seine Familie vernichtet hat.
  11. Gab es das? In der Charte Waldeck stand die Garantie des Waffenbesitzes drin, aber die wurde ja nicht angenommen.
  12. "Unter dem Tisch" kann vieles heißen. Es kann heißen, dass wo nicht die Steuer bezahlt wird. Bei einem Gemischtwarenhändler sicher möglich, dass manche Stücke nicht über die Bücher gehen. Es kann heißen, dass irgendwer irgendwelche "Schulhof-CDs" oder in jedem anderen Land legale und deshalb leicht zu beschaffende Nachdrucke von Nazibüchern, die eh keiner liest, vertickt. Oder irgendwelche Wehrmachtsorden made in China. Skandalöse Waffengeschäfte, soweit überhaupt auf Messen angebahnt, werden aber wohl eher auf solchen Messen angebahnt, die sich an Regierungsvertreter richten, und das nicht unter dem Tisch sondern in einem Konferenzraum.
  13. Das Teuflische ist, dass es außerhalb deren Vorstellungshorizontes ist. Es wird nicht abgelehnt, es ist gar nicht als etwas, das man begrüßen oder ablehnen kann, in der Welt des Denkbaren. Wenn ist in Deutschland mit Leuten über Waffenrecht diskutiere, dann ist eigentlich schon egal, ob das ein Konservativer oder ein Linksgrüner ist. Bei Argumenten, wie dass gerade in der deutschen Gesichte wirklich praktisch alle Morde mit Feuerwaffe und überhaupt staatlich organisiert waren, dass deswegen ein Staatsmonopol auf Waffen zur Verhinderung von deren Missbrauch mindestens schwer begründungsbedürftig ist, ist die Antwort immer gleich: Das hat man noch nie gehört, zahlenmäßig wird es schon stimmen, eine Antwort falle einem darauf gerade nicht ein. Das ist, als würde man einem Menschen aus dem Mittelalter die Einführung von Onlineabstimmungen vorschlagen.
  14. Bei meinem habe ich aus gegebenem Anlass mal ein Reflexvisier mitgenommen--ohne Kanone dran.
  15. Auch für die Steigerungen, die ja fast schon wie der Völkische Beobachter klingen: "äußerste Beliebtheit", "der bestens bekannte" für ein insgesamt doch eher spezialisiertes Interesse und Namen, die auf der Straße kaum Erkennungswert haben dürften. Ist ja fast schon wie die welthistorische Enthüllung der Plakette an der Parkbank für den Blutzeugen der Bewegung, der da als Kind angeblich einmal draufsaß und nun eine weltgeschichtliche Figur ist. Wo jetzt der im Titel versprochene Skandal sein soll, erschließt sich aber nicht so ganz.
  16. Weil die erstens begrenzte Magazine verwenden und sich zweitens davon animiert fühlen, einmal zu versuchen, zu treffen?
  17. Ist, glaube ich, eine begrenzte Korrelation. In manchen Disziplinen ist die Sicherheitskultur eine andere als in anderen Disziplinen. Man kann das als unterirdisch und überaltert ansehen, oder man kann sich sagen, dass wegen anderer Umstände dieser Disziplinen auch so eher wenig passiert. Gerade auf diesem Niveau sind das wohl auch Spezialisten, die nichts anderes machen als eine Disziplin mit ihren Abläufen. Die meisten olympischen Schützen machen wohl nicht an einem Wochenende 3Gun und an einem anderen Wochenende Geländelauf mit Waffen.
  18. Zur Befestigung sind die ungeeignet. Die sind eine Sicherung. Die Befestigung erfolgt über den Klettverschluss zwischen Außen- und Innengürtel.
  19. Man wird sehen. Eigentlich ist eine Funktion der Messinghülsen bei schnellem Feuer ja die Wärmeabfuhr. Davon wird's auch weniger geben. Die älteren bei HK können noch ein Lied davon singen.
  20. Vielleicht irgendein Ortsbezug, oder ihm fiel eben nur dieser Stand ein. Die Leute fahren auch zu den seltsamsten Brücken und Bahnstrecken usw.
  21. Das kann man ihr nicht vorwerfen. Allerdings scheint sie auch wenn es nach ihr ginge eher das zu sein, was man früher von CDU oder FDP erhofft hat, nämlich dass es nicht noch schlimmer werde. Eine Position für ein liberales Waffenrecht kann ich bei ihr auch nicht ausmachen.
  22. Doch. Alles andere, soweit nicht schon geschehen, als militärische Munition gegen Schutzwesten verbieten.
  23. Geben die Regeln das her? Bei uns wäre das aus eben diesem Grunde verboten. Bisweilen darf mit mit einer zweiten Waffe außer Konkurrenz nochmal. Es gibt allerdings einige ganz Harte, die sich Stages daheim aufstellen--natürlich auf das Risiko von Interpretationsunterschieden dazu, wie es dann wirklich gebaut wird.
  24. Aber was wenn nun ein "Magazinkörper" durch Austausch von Bodenplatte und Innenleben sowohl Zentralfeuer als auch anderes füttern könnte und nach Herstellerabsicht auch sollte? Sagen wir, der Hersteller, der den "Körper" gespritzt hat, hat dabei vorwiegend an Zentralfeuer gedacht, und dann hat ein anderer Hersteller ein Randfeuer- oder Garnichtfeuer-System eingebaut? So viele Fragen, solcher Hirnriss...
  25. Du musst Dich natürlich da in einem gewissen Spannungsverhältnis entscheiden. Das eine Extrem wäre, dass eine Waffe als Sammlerstück gar nicht oder mit fünf Schuss Mädchenmunition im Jahr geschossen wird und nur mit Handschuhen angefasst wird. Das andere Extrem wäre, dass sie täglich mit Schweiß und Schlamm und Regen dran getragen und/oder mit zehntausenden Schuss bewegt wird. Davon wird die beste Kanone logischerweise nicht neuer, und wer das macht, sieht seine Waffe als Verschleißteil an. Wer eine Waffe wirklich ohne offensichtlichen Missbrauch ausgeschossen bekommt, der hat sich auch eine neue redlich verdient. Wenn Du nicht übermäßig häufig mit Mädchenladungen ein paar Schuss Präzision schießt, dann sollte dieses Vergnügen lange anhalten. Ich weiß es nicht sicher, aber intuitiv würde ich darauf tippen, dass dabei die größte Variable neben der Schusszahl die Energie der Munition ist. In einen .357-Revolver kann man ja zwischen der Cowgirl-Ladung und der Antibraunbären-Defensiv-Ladung wirklich eine sehr große Bandbreite von Munition stecken. Wenn es sich im Handgelenk anfühlt wie ein Hammerschlag und einen Blitz macht, mit dem man ein Photo des gesamtes Standes machen kann, dann ist es vermutlich weniger schonend. Wenn Du Dir aber in den Kopf setzt, Deutscher Meister im Revolver-IPSC zu werden, oder wenn Du Deine Waffe regelmäßig und bei Wind und Wetter und Dreck tragen darfst und willst, dann wäre es am sinnvollsten, zu diesem Zweck eine herzutun, an der Du weniger emotional hängst.
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