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  1. Vielleicht könnte gegen eine Vorabprovision von 50'000 die Firma Russen-Inkasso (die anscheinend weder ein Inkasso-Unternehmen war noch einen einzigen Russen beschäftigte) aber einen Kontakt zur Wagner-Gruppe herstellen, die zu einem wirksamen Inkasso in Timbuktu vermutlich fähig wäre...
  2. Aber bei den ganzen Urteilen dazu, dass auch stark störende Geräuschentwicklung von Kinderspielen kein störender Lärm sei usw., wohl auch zumindest nicht opportun und sinnvoll zu verfolgen. Bei einer vielleicht-vielleicht-auch-nicht Ordnungswidrigkeit gibt's da ja ganz offiziell einen Ermessensspielraum. Mit einer freundlichen Erklärung vom Schutzmann, warum das auf gewissen Arten öffentlicher Plätze keine gute Idee ist, wäre das vielleicht sinnvoller zu regeln gewesen. Klar, keine Ahnung wie und in welchem Ton sowohl die Familie als auch die Cops da aufgetreten sind.
  3. Ist ja geil. Bei den Klassen usw. besteht hinreichende Ähnlichkeit, dass man denken könnte, das eine sei vom anderen inspiriert, aber da ist ja nichts Schlechtes dabei. Und für europäische Verhältnisse sogar noch mit Leihwaffen. (Ginge bei uns durch nettes Fragen im Voraus sicher auch, denn die Gemeinschaft ist sehr hilfsbereit, ist aber nicht der Normalfall und kein formales Angebot.) Also nichts wie hin!
  4. Um's mal aufs Thema zurückzuführen. Verweigern die wirklich den Verkauf, oder wollen die sich eben vor den als impraktikabel erkannten Verbraucherschutzvorschriften drücken, die man dem kleinen eBay-Nebenerwerb einer Hausfrau ums Ohr hauen würde? Unternehmer im Sinne von §14 BGB kann vieles heißen.
  5. Wenn man das ganze von Seiten der Behörde rein formal im Sinne der Zulässigkeit einer Waffe für eine Disziplin unabhängig von ihrer tatsächlichen Eignung betrachtet, dann soll man sich aber bitte nicht beschweren, wenn Schützen im Gegenzug die Wahl und Ausstattung ihrer Waffen auf das Problem des Traversierens eines gerichteten Graphen reduzieren, also so kaufen und ausstatten, dass offensichtlich hauptsächlich die Frage des Erwerbs weiterer Waffen die Wahl der gekauften Waffen beeinflusst hat. Man wäre unter diesem Umständen ja blöd, wenn man mit zwei in anderen Ländern für Anfänger empfohlenen "Universalpistolen", sagen wir einer Ruger KK-Selbstladepistole und einer Glock 17/19/34 oder vergleichbar anfangen würde, damit fleißig üben und Disziplinen ausprobieren, und sich damit alles verbauen würde. Eine Desert Eagle ist zwar als Sport- wie als Gebrauchswaffe eigentlich ziemlich hirnrissig, verbaut aber immerhin nicht Erwerb einer disziplinspezifischen Waffe...
  6. Das wollten sie bekanntermaßen in Tschernobyl in einem geplanten Test ausprobieren. Hat nur unbefriedigend funktioniert.
  7. Bei den Amis gibt es sogar in vielen Gegenden (die haben mehrere Verbundnetze) online und gratis Echtzeitinformationen, wo der Strom knapp ist und wo zuviel da ist, und wieviel genau in welche Richtung durch die großen Leitungen geht. Andererseits: Zumindest kurzfristig gehen die ja auch wegen Blitzeinschlag usw. öfters außer Betrieb, und wenn es nur Sekunden sind. Etwas mehr Resilienz, als dass es zwei Masten tun würden, ist also vermutlich doch da.
  8. Wenn das so ist, dann erübrigt sich eigentlich der Betrieb von Streitkräften, bzw. man sollte sie vorwiegend auf die Abwehr von kleineren Angriffen auf die Infrastruktur ausrichten. Jedenfalls scheint mir plausibel, dass jemand, der aus moralischen Gründen oder solchen der Risikoabwägung vor dem Atomkrieg oder Stalingrad II zurückschrecken würde, sich wesentlich eher entscheiden könnte, Trafos und Stromleitungen futschzumachen.
  9. Von ausländischen Geheimdiensten? Das wäre ja noch insoweit plausibel, als dass es theoretisch möglich ist, jedenfalls nicht bekannten Naturgesetzen widerspricht. Er hat sich darüber beschwer, dass die Angriffe "durch die Steckdosen" kämen. Das ist schon eine klassische Selbstdiagnose einer schizophrenen Störung, die sich der Betroffene deutlicher selber gar nicht stellen könnte. Man kann ja schlecht erwarten, dass er schreibt: "Ich erfülle fünf der Diagnosekriterien von ICD-10 20.0, von denen eines zu Diagnose einer Schizophrenie reichen würde." Diese Einsicht würde ja eher gegen die Schizophrenie, oder jedenfalls gegen ihre Schwere, sprechen, weil der Betroffene die Wahnhaftigkeit seiner Gedanken selber erkennen können müsste. Diese Selbstauskunft bezüglich der Sachlage ist soweit bei Taten, wo man sich hinterher fragt, wie das passieren konnte, auch nicht so selten. Aus der al-Quds-Moschee Hamburg, in welcher die Täter der Anschläge vom 11. September verkehrten, gab es ein Video von den dortigen Predigten. Das wurde (vor den Anschlägen aufgenommen, allerdings erst hinterher veröffentlicht) sogar in einem Film verwurstet, und die Inhalte wurden recht offen als Aufnahmen in Buchhandlungen vertrieben. Hätten die deutlicher sagen wollen, was da abgeht, dann hätten sie schon ein riesiges Neon-Leuchtzeigen "Dschihad-Zentrale" vor ihrer Moschee anbringen müssen.
  10. Was soll er schon sagen? Dass die Dinger ein an das Waffenrecht gerichteter Mittelfinger waren, war ja klar. Ähnlich bei den Amis mit den "Armschienen", die anstelle eines Hinterschafts bei AR-15 "Pistolen" mit 14"-Lauf angebracht werden, obwohl der Besitzer überhaupt keine Probleme mit den Armen oder Händen hat. Auch klar, und da liegt ein Unterschied zwischen bei den beiden Fällen, war wohl, dass die deutschen Besitzer es nicht hinbekommen würden, sich zu solidarisieren und gemeinsam auf einen Schutz ihres Besitzes hinzuwirken. Und selbst wenn sie das tun würden: Sagen wir mal, mit hinreichendem politischem und/oder rechtlichem Aufwand bekämen sie Altbesitz als Bedürfnis anerkannt, was dann? Wie viele wollten denn langfristig das Ding, das sie nicht mehr schießen dürfen, mit wiederkehrenden Gebühren und Besuchen und sonstigen Abschreckungen in einem teuren Schrank verwahren? Oder, mal unterstellt man bekäme das als Bedürfnis durch, wie viele wollten den wirklich regelmäßig z.B. Pfeilabschussgerätesportschießen?
  11. Warum die Konzentration auf das Waffenrecht. Wer mit einer Kanone Unschuldige töten will und kann, der kann das auch ohne Kanone. Die Kanone im Vergleich zu anderen Waffen wird eigentlich erst dann wirklich relevant, wenn man Gegenwehr bekommt, was bei Angriffen auf Unschuldige regelmäßig nicht der Fall ist, auch offenbar gar nicht politisch erwünscht ist. Damit ist man bei der schwierigen Frage, wie man als Staat und Gesellschaft mit Typen umgehen soll, die offensichtlich einen Sprung an der Schüssel haben, gar ihre Selbstdiagnose der Schizophrenie so eindeutig wie nur möglich an Behörden verschicken, in einer Art, die schon an einen Hilferuf denken lässt. Einerseits wünscht sich, wer in der Familie oder in der Familie von Bekannten schon mal einen hilfsunwilligen schwer Schizophrenen erlebt hat, dass man da einschreiten kann. Andererseits ist die Freiheit, auch als verschroben betrachtete Gedanken zu pflegen, ohne deswegen nach Art von Mollath oder gar der Sowjetpsychiatrie eingesperrt und ruhiggestellt zu werden, ein extrem hohes Gut, und die Missbrauchsgefahren von Zwangsdiagnose und -therapie sind offensichtlich und groß. Eine wirklich gute Antwort auf diese Frage gibt es nicht, aber es führt von der sinnvollen Beschäftigung mit ihr ab, sie auf das Waffenrecht zu konzentrieren. Wie steht's mit Autos, Küchenmessern, Benzinkanistern, usw., von Kunstdünger gewisser Sorten mal gar nicht zu reden? Wie steht's mit der Freiheit, seinen Aufenthalt und seine ärztliche Behandlung selber bestimmen zu dürfen? Ab wann soll man das jemandem nehmen dürfen?
  12. Für Texas habe ich auf die Schnelle keine Zahlen, aber in Chicago hast Du letztes Jahr 792 Tötungsdelikte, davon ein sehr großer Teil im Bandenumfeld, und 11 in Selbstverteidigung Getötete. Auch wenn die Texaner jedenfalls auf dem Lande (wo aber nicht die Mehrzahl der Straftaten passiert) sicher wehrwilliger sein mögen, das Risiko, von einem Opfer getötet zu werden, dürfte immer noch vernachlässigbar sein sein gegenüber dem Risiko von einem "Freund" aus dem eigenen Bandenumfeld getötet zu werden, oder von jemandem aus einer rivalisierenden Bande. "Das größte Risiko" ist die Gegenwehr des Opfers ziemlich sicher nicht mit Abstand. Liegt einfach daran, dass die Opfer normal nicht mit unbedingtem Tötungsvorsatz rangehen, sondern zufrieden sind, wenn der Täter Fersengeld gibt.
  13. Eher schwierig. Immobilien z.B. wecken ja mindestens so große Begehrlichkeiten wie Kanonen und sind ihrer Immobilität wegen schlecht als bei einem Bootsunfall bedauerlicherweise verloren gegangen zu deklarieren. Gold weckt auch Begehrlichkeiten. Nicht fungible Gegenstände mit Sammlerinteresse wie Kunst oder Wein sind ein notwendig im Vergleich zu fungiblen Medien illiquider Markt. Die grundlegende Erkenntnis der quantitativen Finanz ist, dass es in einem halbwegs effizienten Markt nur einen Weg zu einem besseren Verhältnis von Risiko und Rendite gibt: Diversifikation. Einen kleinen Teil des Vermögens in Konservendosen angelegt zu haben genug für zwei Wochen oder einen Monat, kann das Risiko gewisser Extremfälle stark senken. Das ganze Vermögen in Konservendosen im Keller anzulegen verringert dagegen nicht das Risiko, sondern ist nahezu garantierter Verlust. Böse Zungen würden das auch von Waffen und Munition sagen, die nirgendwo eingetragen sind. Bei Liebhabersachen wie mehr Waffen als man braucht oder Kunstgegenständen oder Kuckucksuhren sollte man die Sache wohl als Liebhaberei betrachten, nicht als Geldanlage, und sich im Fall eines finanziellen Profites eben daran freuen, aber über einen finanziellen Verlust nicht traurig sein.
  14. Keineswegs. Für "Sowenig Waffen wie möglich im Volk" kann man das Ziel wie auch bei der Vermeidung sozialer Kontakte--ob das jetzt dem Infektionsschutz oder ganz anderen Interessen oder beidem diesen soll, ist dafür egal--durch ziemlich beliebige Schikanen erreichen. Eine Überprüfung der geistigen und körperlichen Gesundheit, bei der man am ersten Donnerstag des Monats, in dem man Geburtstag hat, um 9 Uhr beim Amtsarzt auftauchen und da eine gewisse Zeit auf einem Bein stehen muss, gebührenpflichtig natürlich, würde es auch tun.
  15. Aber wo willst Du da die Grenze ziehen? Die "guten Einzelhändler" haben die kleinen Gemischtwarenläden verdrängt, die die fahrenden Händler, usw. Das ist der Lauf der Welt, dass sich die Dinger verändern und glücklicherweise oft auch verbessern. Als ich Kind war, gab es in meiner Kleinstadt von fünftausend Leuten mehrere Klamottenläden, mehrere Uhrenläden, mehrere Photoläden. Die können schon damals kaum finanziell tragfähig gewesen sein. War das aber wirklich "gut"? Vor Amazon wurden die schon von der steigenden Verbreitung von Autos und Kaufhäusern in den umliegenden Mittelstädten jedenfalls an den Rand des Ruins getrieben. Der damalige Siegeszug von McDonalds in Amerika kam wesentlich daher, dass das Essen an Tankstellen oder Wirtshäusern an den neuen Autobahnen, das von den unabhängigen Pächtern zubereitet und an durchreisende Kunden verkauft wurde, oftmals wirklich hundsmiserabel war. Manchmal aus reiner Berechnung, weil die Kundschaft eh durchreisend und alternativlos war, manchmal auch einfach weil ein zwanzigjähriger Tankwart halt nicht Koch gelernt hat. (Autobahnraststätten gibt es in Amerika sehr wenige, weil ein Gesetz zum Schutz der Einzelhändler an den Ausfahrten die weitgehend verbietet.) Ein Bulettenbrötchen, das dank eines ausgeklügelten Systems in gleichbleibender Qualität zubereitet werden kann, gleich fertig ist, und wenig kostet, war da für viele eine Erleuchtung. War das schade, dass die Wirtshäuser nichts mehr verkauft haben? Später sind dann die Ansprüche gestiegen, und neue Ketten haben es geschafft, das Rezept der Systemgastronomie zu übernehmen, aber mit frischen Zutaten und wohlschmeckenderen Speisen. Ist es schade, wenn die McDonald's die früher einmal die Wirtshäuser verdrängt haben, selber verdrängt werden weil man heute als Schnellgericht lieber Trüffelpasta oder frisch zubereitete Brokkolisuppe bekommen kann statt eines Labberbrötchens? Den unabhängigen Wirtshäusern an den Autobahnen mit gutem Essen hat der Internet übrigens sehr genützt. Früher konnte man nur davon ausgehen, dass das Essen in den meisten schlecht ist. Deswegen war die Systemgastronomie mit dem Versprechen der Marke, wenn nicht gute dann wenigstens gleichbleibende Qualität zu liefern, erfolgreich. Heute kann man wenn einen der Hunger überkommt ein Restaurant mit guten Kundenbewertungen suchen und sich auch gleich hinlotsen lassen. Da senkt den Wert der nationalen Marke, weil man etwas von einem unabhängigen Restaurant haben kann, aber wie bei der nationalen Marke nicht die Katze im Sack kaufen muss. Man kann als nicht Ortskundiger im Voraus wissen, ob es wo aufgewärmte Tütensuppe oder liebevoll und sachkundig zubereitete Suppe gibt, so dass letztere nicht mehr von erstere verdrängt wird. Für manche ist das eine Goldgrube. Die "guten Einzelhändler" werden sich neu erfinden müssen. Manchen wird das gelingen, anderen nicht. Dass man nicht mehr davon leben kann, schlicht der einzige Laden für Klamotten oder Uhren oder sonstwas am Ort zu sein, ist jedenfalls für sich nicht schlecht.
  16. Diese Kombination scheint Teil von Roy Cohens Erfolgsrezept zu sein. Erst mal ausliefern, und dann bei den 3% der Käufer, die wirklich damit schießen und sich beschweren, nachbessern. Meine MPX Gen. 2 war irgendwie derartig vermurkst, dass der Verschlussträger massiv Späne aus dem Gehäuse gefräst hat. Es gab dann unproblematisch ein neues Gehäuse und eine neue Verschlussträgergruppe. Lustigerweise mit stark geänderter Konstruktion, obwohl es immer noch Gen. 2 ist, also kein offizieller Modellwechsel. Oder gar die Geschichte, dass man die Anforderungen für die neue Pistole der Streitkräfte ohne wirklich nachvollziehbaren inhaltlichen Grund auf seine Konstruktion zugeschnitten kriegt, damit die Verkäufe an das Militär und die daraus folgenden Zivilverkäufe. Und nachdem man riesige Mengen ausgeliefert hat, bietet man kulanterweise ein Update an, um die Fallsicherheit herzustellen. Aus Ingenieurssicht ist das nicht schön, aber Bill Gates wurde mit erst versprechen, dann funktionsunfähig ausliefern, dann vielleicht im nächsten Update reparieren ein sehr reicher Mann.
  17. Die gibt's überall. Aber bei den Amis haben sie immerhin nicht das Meinungsmonopol.
  18. Ach was. Sag das mal George Floyd. Der ist für einen auch für diese Art von Straftat außergewöhnlich brutalen Raubüberfall auf eine Wohnung in Texas weniger lange eingesessen als die Mindeststrafe in Deutschland wohl gewesen wäre, trotz erheblichem Vorstrafenregister und einem systematischen Zug durch so ziemlich alles, was sich strafverschärfend auswirkt. Wäre er eine nach hüben und drüben etablierten Rechtsvorstellungen angemessene Zeit eingefahren, dann wäre er noch am Leben. Das Berufsrisiko für solche Bandenkriminellen ist, von konkurrierenden Bandenkriminellen getötet zu werden. Das Risiko, dass es von einem anständigen Bürger eine Ladung Blei gibt, ist dagegen vernachlässigbar. Die absolut überwiegende Mehrzahl der Schusswaffeneinsätze durch anständige Bürger bleibt bei der Drohung, und der Kriminelle wird vielleicht beim nächsten Mal etwas genauer darauf achten, ein leichtes Opfer auszusuchen. Natürlich soll sich jeder verteidigen dürfen, aber wer es für normal hält, mit Leuten abzuhängen, die sich aus nichtigstem Anlass gegenseitig abknallen und -stechen, ist nicht wirklich abschreckbar. Selbstverständlich ist so jemand auch nicht, und da kommen wir aufs Thema zurück, durch die Strafen für ein Delikt, das bloß aus dem Besitz eines Gegenstandes besteht, abschreckbar.
  19. Ich meinte die zivilen (und privaten) Teilnehmer, die ohne Scheffe kommen. Was war denn damals Geeignetes und Vergleichbares in den Schränken von Sportschützen?
  20. Was war denn da die Ausrüstung? Plattenträger, AR-15 und Plastikpistolen (manche benutzten auch 2011) waren da doch vermutlich noch nicht so in Mode, oder doch?
  21. Was hat man sich eigentlich unter "kampfmäßigem Schießen" oder "Wehrsport" vorzustellen? Offensichtlich war es kein Kampf, denn es war kein Krieg sondern ein freundschaftlicher Wettkampf. Wenn man weiß, daß der Rauch aus der Nebelmaschine kommt und dass niemand auf einen schießen wird, dann sind der Charakter der Veranstaltung und die Psychologie offensichtlich völlig anders als wenn das nicht der Fall ist. Der einzige Feind sind die eigenen Grenzen von Muskelkraft, Ausdauer, Koordination und der innere Schweinehund. Dass die Erweiterung dieser eigenen Grenzen militärischen Wert hat, ist auch klar, aber will man wirklich Frieden schaffen durch Verfettung und körperliche und geistige Schwäche? Hast Du Sorgen... Ich dachte bei der Baumstammgeschichte oder der Reifenwand eher daran, was meiner Wirbelsäule passiert, wenn ich runterfalle... Die Panzerung sollte einen gewissen Schutz geben, und bei dem Alley Oop haben sie bei den Anfängern einen Hünen druntergestellt, der wohl schon mehr als einmal dafür gesorgt hat, dass ein Rekrut weitgehend auf den Beinen landet (und einem mit vertrauenerweckender Sicherheit gesagt hat, dass man das könne), aber es besteht natürlich ein gewisses Risiko, wenn man Mutsprünge und -klettereien mit einen harten und scharfen Gegenstand auf dem Rücken ausführt. Insofern dürfte es sich um eine Risikosportart handeln, was nicht zu vermeiden ist, wenn das Ziel ist, einem zu vermitteln, dass man Dinge kann, von denen man sich nicht sicher war, ob man sich dabei nicht brutal auf die Schnauze legt. Das muss man für sich wissen, aber auch da gilt, dass ein Mangel an den so eingeübten Eigenschaften und Fähigkeiten ja ebenfalls mit Risiken verbunden ist.
  22. Zu einem Biathlon bin ich in einem Monat angemeldet. 5 Kilometer durch den Wald, Stock und Stein, mit Karabiner und Pistole (selbstverständlich samt Munition am Mann zu tragen) und Schüssen vom Nahbereich bis 700 Yard oder so auf dem Weg.
  23. Kein Problem. Das Schießen kommt am Schluss, wenn man körperlich und geistig fertig ist. Das ist ja der Witz. Wenn ein Hindernislauf draußen mit Kanonen unerwünscht ist, dann könnte man die zur Not am Schießstand deponieren und durch einen Rucksack ersetzen.
  24. Auch wenn es nicht IPSC ist, will ich es wegen der sehr dynamischen Gestaltung dieser Schießsportdisziplin einmal hier einstellen: Ich war heute das erste Mal bei einem Wettbewerb in einer sehr neuen Disziplin: Tactical Games. Es handelt sich um einen Hindernislauf, heute waren es bei beiden Stages jeweils rund ein Kilometer. Unter den Hinternissen fanden sich Überquerungen eines Baches auf Baumstämmen, an einem Seil hangelnd, watend, und dann war der Bach bis zu hüfttief ziemlich lange der Länge nach zu durchwaten. Es gab einen Alley Oop, ein militärsportliches Turngerät aus drei Baumstämmen, auf rund 60 cm, 120 cm, und 180 cm in Abstand voneinander angebracht, bei denen man auf den ersten, dann auf den zweiten springen muss, und von da beherzt über den Dritten, sich an dem fangen, und an der anderen Seite runterkommen. Eine Wand aus an Seilen hängenden Reifen gab es zu überklettern, Gewichte zu schleppen, usw. Wenn man das geschafft hat, darf man am Schluss schießen. Es sind rifle plates (wie auch immer diese Art Körperpanzerung auf Deutsch richtig heißt) mit 15 Pfund Mindestgewicht zu tragen, der Karabiner und die Pistole samt Munition. Wertung ist Zeit plus Strafpunkte. Insgesamt nimmt das Schießen einen relativ kleinen Teil der Wertung ein, jedenfalls so lange man keine No-Shoots erwischt, die sehr teuer sind, einfach weil die Hindernisse für große Unterschiede zwischen den Wettbewerbern sorgen. Insgesamt ist es so ähnlich wie z.B. die Tough Mudder Hindernisläufe, aber eben mit rifle plats und Schießen. Entwickelt hat sich das Ganze im Umfeld der Spezialeinheiten, und der Großteil der Teilnehmer kommt aus Spezialeinheiten, Marines, usw., aber es ist eine Einzelwertung und Zivilisten sind herzlich eingeladen. Es gab auch ein militärisches Thema: Ausrichter war der Ehemaligenverband der Spezialeinheiten in diesem Bundesstaat, und das Datum wurde im Gedenken an die Schlacht von Mogadischu ("Black Hawk Down") gewählt. Etwas eigenwillig wurde sogar der berühmte Nebel des Krieges buchstäblich erzeugt, nämlich von einer Nebelmaschine in Diskotheken-Dimensionen, die von einem 5 kW-Generator versorgt und auf einem Allradgefährt durch den Schlamm gefahren wurde... Mein Ergebnis war nicht gerade berauschend (der Gewinner war knapp dreimal so schnell), aber mein Ziel war Durchkommen und etwas Motivation mitzunehmen, mehr Kraft- und Koordinationstraining zu machen. Das ist gelungen. Als Zivilist hat man auch den Nachteil, dass einige der Hindernisse, z.B. diese Dreifach-Barren-Konstruktion, anscheinend so in vielen Kasernen zu finden sind, so dass die Soldaten das schon zigmal geübt haben, und in Sportklamotten, während unsereiner es das erste Mal probiert, mit Panzerung und einem Gewehr auf dem Rücken, auf das man besser nicht fallen sollte. Die Hindernisrichter waren nett genug, in solchen Fällen Tipps zu geben, z.B. wann man mit welchem Arm vorgreifen sollte, damit man drüber kommt, ohne dass man Probleme mit dem Gewehrriemen bekommt. Angefeuert wird man auch. Nachdem die militärischen Teilnehmer solche sind, bei denen es nicht nur der Beruf ist, sondern die das so geil finden, dass sie das gleiche Zeug am Wochenende als privaten Wettbewerb weitermachen, dürfen meine Gewinnchancen mit einem Bürojob, begrenztem Krafttraining und acht anderen Hobbies auch nächstes Jahr eher Null sein. Aber Dabeisein, Durchkommen, und besser sein als letztes Jahr ist alles. Der Gewinner ist übrigens kein aktiver Soldat, sondern leitet eine SWAT-Gruppe bei der Polizei. Von meinem Match heute sind noch keine Videos verfügbar, aber hier ist eine größere Veranstaltung der selben Disziplin: Wollte man das in Deutschland machen (sind da eigentlich Hindernisrennen ohne Schießen so beliebt wie in Amerika?) sollte man wohl auf die militärische Themengebung verzichten und es Kraftausdauer-Biathlon nennen, oder, sollte der noch politisch korrekt sein, Turnvater-Jahn-Gedächtnisspiele.
  25. Die Bevölkerung, die Deutschland von dem, was die Natur bietet, tragen kann, dürfte allerdings minimal sein. Bei Völkern, die sich mit dem Jagen und Sammeln befassen, gibt es keine Großstädte, auch keine nahe beinander liegenden größeren Dörfer.
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