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  1. Inhaltlich sicher nicht, aber was z.B. die Aufbewahrungsregeln sind muss man auch wissen, wenn diese sinnlos sind. Das könnte man sicher entschlacken und modernisieren, auch im Ablauf. Bei den Amis ist es beispielsweise seit langer Zeit üblich und erlaubt, dass man die Theorie selbst für den Flugschein mit einem Online- oder früher Videokurs statt in einer formalen Flugschule macht, und sich dann an einer frei zu wählenden Zeit zum Test anmeldet. Wenn das für Piloten reicht, dann sollte es eigentlich auch für Sportschützen funktionieren. Andererseits: Für den Waffenschein erlaubt mein Bundesstaat das nicht. Da gibt es einen Kurs zu Anfang und dann regelmäßige Wiederholungskurse, die sowohl in Theorie als auch in Praxis reine Zeitverschwendung sind, wenn man irgendwie sinnvoll eine Waffen herumtragen kann--die einzige Funktion ist eigentlich, dass ab und zu Leute bei der praktischen Prüfung freiwillig aufgeben, weil sie Angst davor haben, eine Pistole anzufassen oder dergleichen. Das könnte man ohne inhaltlichen Verlust durch den Nachweis an der Teilnahme an irgendeiner, wirklich egal welche, Disziplin mit Pistole und ein zwanzig Frage umfassendes Online-Quiz ersetzen.
  2. Das ist mehr als akzeptieren. Von vielen wird es ja selber positiv wahrgenommen und man ist stolz darauf, "LWB" zu sein. In anderen Gebieten werden Sicherheitsüberprüfungen und Vorschriften vielleicht als notwendiges Übel angesehen, aber stolz ist man doch eher auf bestandene Prüfungen oder gewonnene Wettbewerbe. Dazu kommt, dass die Verbände unter einem liberalen Waffenrecht einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Existenzgrundlage verlieren würden.
  3. Bei uns bisweilen erlaubt und erwünscht. Insofern die Polizeien zum größten Teil kommunal organisiert sind, geht das über nett fragen, und ein nicht vollkommen merkbefreiter Chef ist ganz froh, wenn wenigstens ein paar Leute auf eigene Kosten üben, mit ihrem Kram umzugehen. Macht trotzdem ein vernachlässigbar geringer Teil der Leute, und natürlich genau diejenigen, die es am wenigsten brauchen. Besonders übel ist es, wenn Frauen versuchen, die Fertigkeiten mit Feuerwaffen in ihrer Behörde zu verbessern. Männer stehen so gar nicht darauf, dass eine Frau sie alle locker ausschießt, und sie reagieren darauf in der Regel nicht mit Üben sondern mit Verweigerung.
  4. Vielleicht war es aber auch ein Vögelbeobachter. Auch die soll es ja geben, und sie legen Wert darauf, von den Vöglern nicht entdeckt zu werden. Nebenbei: Ist das englische Wort "aviation" (von lateinisch "avis", der Vogel) im Deutschen korrekt mit "Vögelei" wiedergegeben? Warum haben wir dieses Wort nicht?
  5. Na ja, also in meinem amerikanischen Bekanntenkreis z.B.: Die Dame lebte ziemlich gut von einem besseren Kellner-Job (schönerer Jobtitel, aber halt Gäste zufrieden halten, und dabei ein paar Unterkellner managen). Als sie wegen Covid zugesperrt haben, haben sie versucht, die Leute immerhin auf dem amerikanischen Äquivalent von Null-Stunden-Kurzarbeit zu halten, insbesondere in der Krankenversicherung. Nach der ersten Entglasung durch BLM immer noch. Nach der zweiten nicht mehr. Wer will denn, bitteschön, ein Lokal betreiben, das auf unabsehbare Zeit zugesperrt ist, wo die Büros usw. aus denen normal die Gäste kommen, ebenfalls zugesperrt sind, und wo das Objekt selber unversicherbar geworden ist? Klar, viele Leute sind clever und flexibel und finden etwas anderes, manchmal auch etwas besseres. Für manche ist es auch ein Tritt, endlich etwas zu verbessern, anstatt sich bequem einzurichten. Für manche anderen aber auch nicht. Versuch mal als Alleinerziehender, mit den Kindern zu Hause weil die Schulen auch zu sind und Du kein Geld für eine Privatschule hast, auf die Schnelle eine irgendwie ordentlichen Job zu finden.
  6. Also wenn die Grundbesitzer Dich kennen und die Fremden eben nicht, dann läge darin eine vollkommen harmlose Erklärung...
  7. Wenn es z.B. danach aussieht, dass die irrtümlich davon ausgehen, man sei einfach jemand, der aus Faulheit oder zur Abkürzung mit dem Wagen durch den Wald fährt (ist ja an manchen Orten auch nicht so selten), dann kann man das natürlich auch einfach freundlich aufklären.
  8. Ich weiß nicht. Mir jedenfalls scheint das Argument, dass eine Regulierung von Klemmlampen offensichtlich sowohl sinnlos als auch nicht durchsetzbar ist, schlüssiger als ein Argument, das implizit zugibt, das Klemmlampen regulierungsbedürftig seien, und sie dann für eine spezielle Anwendung haben will, die den meisten Leuten wohl ziemlich egal ist.
  9. Und wozu die "Bestimmung" einer Waffe groß definieren. Soll doch jeder draufmachen und auch besitzen dürfen, was er will. Hat die öffentliche Sicherheit wirklich etwas davon, wenn man sich darüber streitet, ob eine Picatinny-Montage jetzt für eine abnehmbare Fahrradbeleuchtung (wofür sie im Prinzip ja gar nicht so ungeeignet wäre, will man wiederholgenau das Licht anklemmen) oder für eine Kanone, Airsoft oder nicht, ist? Kriminelle zielen doch noch nichtmal. Die Deliktrelevanz von Waffenlampen dürfte jener von Steinschlosswaffen entsprechen.
  10. Es funktioniert im Großen und Ganzen auch das viel weitergehende Jedermann-Betretungsrecht in den skandinavischen Ländern ganz gut. Jedenfalls da, wo die Dichte an Besucherverkehr einigermaßen begrenzt ist. Schwierig wird's natürlich, wenn aus irgendeinem Grund alle an einen Ort wollen, der auf Instagram besonders schön aussieht und einigermaßen leicht, jedenfalls ohne übermäßiges Klettern, erreichbar ist. Im Großen und Ganzen scheint man da aber auch besser damit zu fahren, die Sache zu managen, als alles zu verbieten. Auf Reinebringen, einem berühmten Aussichtspunkt, sind einfach zu viele Leute drüber gestapft, so dass Bodenerosion ein Problem wurde, nicht wegen Fehlverhalten, sondern einfach, weil der dauernd regennasse Boden diesen Verkehr nicht trägt. Da haben sie schließlich Sherpas aus Nepal angeheuert, die da dann halt eine Treppe verlegt haben. Nicht umsonst, aber die Tourismuseinnahmen sind besser, als sich mit Fischerei durchschlagen zu müssen. Bei den anderen Gipfeln direkt daneben kann man in einer Tagestour (oder bei einigen auch länger, es gibt eine Hütte) hoch- und runterklettern und begegnet dabei in der Hochsaison einigen wenigen Leuten. Die Pfade, abseits von den offensichtlichsten, sind eher so wenig ausgetrampelt, dass man sich öfters fragt, ob man noch auf dem Pfad ist.
  11. Wobei es bei dieser Seite erstaunlicherweise niemanden stört, wie bizarr die gemachten Äußerungen sind. Man stelle sich mal vor, irgendwie prominente Leute, die irgendwie grob eher zur anderen Seite gehören, würden sich ähnlich extrem und inkohärent äußern. Da käme man so ungefähr bei Attila H. an, und die Reaktion auf den ist ja bekannt.
  12. Ich hatte mir gelegentlich überlegt, ob man nicht Bernie Madoff einen Besuch als eine Art Bewunderer anbieten sollte. Hat sich mit seinem Tod jetzt erledigt. Gesellschaft und Bewunderung und Knabberzeug vom Automaten im Besucherraum im Gegenzug für Verkaufsschulung sozusagen, das wäre doch auf seine Weise ein fairer Tausch gewesen.
  13. die dortige politische Stimmung die ganze Zeit von Gleichheit faselt und die Steuern im Vergleich zu anderen Bundesstaaten brachial sind.
  14. Jetzt weiß ich, warum die Amis auf die ganzen Reinigungs- und Schmiermittel für Waffen schreiben, sie seien "nicht zur innerlichen Anwendung"... Nee, aber im Ernst, einerseits geht es einen Vermieter nichts an, was in einem Tresor drin ist oder nicht. Andererseits schafft freundliche Offenheit im Zweifel mehr Vertrauen als Geheimnistuerei. Ich wohne in einer Gegend voller Unterstützer des linken Flügels der Demokratischen Partei, die irgendwie--genau ist das auch denen nicht klar--einerseits alle Waffen außer denen von Polizei und Militär verbieten wollen, andererseits Polizei und Militär "definanzieren" wollen, und auch die habe ich mittlerweile soweit, dass sie beim Auspacken des Autos freundlich fragen, wie der Wettkampf gelaufen sei. Und wie manche Erwachsenen strahlen, wenn sie mal den Gürtel mit dem (leeren!) Holster dran oder gar den mit den ganzen 3Gun-Accessories dran anprobieren dürfen!
  15. Wobei solche Einstellungen das Grapschen natürlich besonders leicht machen. Da braucht man sich gar nicht die Schwierigkeit des wirklichen Verbots zu machen. Das ist ein wenig wie bei der Schere im Kopf wenn der Staat die Zensur ankündigt. Wirklich jeden zu verknacken, der sich negativ über die Bundesregierung äußert, ist aus allerlei Gründen gar nicht so leicht. Die Leute halten aber schon bei der Drohung freiwillig die Klappe, machen ihre Netzwerkdurchsetzung also im eigenen Kopf. Bei den Amis passiert erfahrungsgemäß das Gegenteil. Wenn ein blöder Politiker vom Verbieten faselt, dann gehen die Leute richtig einkaufen, auch solche, die eigentlich keinerlei Wunsch nach entsprechenden Waffen hatten. Niemand hat so viele AR-15 verkauft wie Bill Clinton und mit ihm Joe Biden und dann Barack Obama und dann wieder Joe Biden. Vor dem Clinton-Verbot hatten Leute wie ich, die sie auch schießen, die Dinger, und das sind nicht sehr viele. Inzwischen haben wir wohl so fünfzehn Millionen derartige Waffen im legalen zivilen Umlauf.
  16. Gut, die Lage in Deutschland ist etwas anders, aber bei mir ist das bedrohende Ziehen im Prinzip dem Schießen rechtlich gleichgestellt (wenn es in der Praxis natürlich einen Unterschied im Strafmaß zu erwarten gibt, auch ein Runterhandeln auf ein geringeres Delikt viel wahrscheinlicher wäre). Ich weiß jetzt nicht, was das Verbot, andere Leute mit einer tödlichen Waffe zu bedrohen, mit meinem Recht zu tun hätte, sie herumzutragen. Ich weiß auch nicht, was die Formulierung "selbst ein Polizist" zu bedeuten hat.
  17. Wozu es aber gerade notwendig ist, dass man den Leuten erklärt, wie es sein sollte und warum. Wenn es nur eine Position gibt, die im Grunde auch von vielen Privilegwaffenbesitzern geteilt wird, nämlich dass als Normalfall der Bürger keine Waffen zu besitzen hat, und davon nur Ausnahmen zulässig sein sollen, dann hat diese Position eine natürlich Eigendynamik. Jeder, der etwas will, argumentiert für eine Ausnahme von der allgemeinen Regel für sich selber, und das ist kein sehr überzeugendes Argument. Insbesondere ist eigentlich jedes stichhaltige Argument weg, wenn man Selbstschutz nicht als Bedürfnis anerkennen will, denn dann muss man Sachen wie Breitensport über das Recht auf Leben stellen, um dafür eine Ausnahme zu begründen, was nicht wirklich überzeugt. Deswegen müssen die Leute, angefangen mit den Waffenbesitzern selber, erstmal verstehen, dass es eben nicht nur diese eine Position gibt, dass es eben nicht (jedenfalls: nicht nur) Spinner sind, die das Recht auf Leben, Freiheit, körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung für wichtig genug halten, dass daraus ein Recht zu dessen effektiver Verteidigung folgt. Die Frage z.B., warum man den Bürger entwaffnen soll, wenn nahezu alle Morde in der deutschen Geschichte staatliche Veranstaltungen waren, ist so trivial nicht zu beantworten. Um damit jemanden in die Enge zu treiben, muss sie aber auch gestellt werden.
  18. Diese Regel bezieht sich aber normalerweise auf strittige Fakten, um die es hier ja nicht geht. Rechtsauffassungen, Schriftsätze usw. kann man eigentlich schon publik machen, und bei den amerikanischen Waffenrechtsvereinigungen jedenfalls wird das in der Regel auch so gehandhabt.
  19. Das Finanzamt manchmal schon, jedenfalls wenn man längere Zeit Verluste anmeldet...
  20. In der Tat ein gutes Buch. Es hat auch ein amerikanisches Pendent, nämlich Shooters von Abigail Kohn. Aus dem Vergleich erschließen sich einige Unterschiede im Selbstverständnis der "LWB" (was Amerikaner so nie sagen würden), mit denen die unterschiedlichen politischen Entwicklungen zusammenhängen mögen. Eine schöne und zutreffende Formulierung in Faszination Waffe ist die "vom Gesetzgeber geschaffene Figur des Sportschützen", die in Deutschland eben nicht nur als rechtliches "Bedürfnis" existiert, sondern längst zum Selbstverständnis geworden ist. In diesem Selbstverständnis gibt es einen Sport mit Sportgeräten, der dann aber nichts mit dem Rest des Lebens, sei es individueller Selbstschutz, sei es Verteidigung der FDGO, zu tun haben soll. Bei den Amis dagegen wird der Waffenbesitz normalerweise längst nicht so in enge geistige Abteile gedrückt. Klar, es gibt Leute, die intensiv sporteln und die stolze Besitzer von offensichtlich als reinen Sportgeräten konzipierten Waffen sind, die dann wenn kein Training oder Wettbewerb anstehen auch brav ungeladen in Tresoren übernachten. Aber dieses intensive Sporteln stellt bei den meisten nicht den einzigen Bezug zu Waffen dar, sondern überschneidet sich mit Erfahrung beim Militär, zur Heimschutz vorgehaltenen Waffen, Sammlungen (teilweise auch Erbstücke als Erinnerungen an vergangene Generationen), der Jagd, dem Schein (wo benötigt) zum verdeckten Tragen, dem Bauen von Waffen, usw. Bei vielen Amis gibt es sogar das Bedürfnis nach Waffenbesitz, ohne dass dem mit irgendeinem konkreten Zweck nachgegangen wird: Ich kenne genug Leute, die sich nach einer besonders dummen Politikerrede ein AR gekauft haben, ohne es dann je geschossen zu haben, oder auch nur passende Munition zu besitzen. Damit ergibt sich auch ein grundlegendes Problem: Wer Sportschütze ist, nicht in dem Sinne, dass er fleißig sportelt, sondern als Selbstverständnis und Begründung des Waffenbesitzes, der hat Angriffen, dass es sich bei seinen Sportgeräten ja um Tötungsinstrumente handle, eigentlich wenig entgegenzusetzen, außer der Freiheit des Sports und dass damit nichts passiere. Der Ami wird dagegen eher sagen, dass es gerade die Verteilung von Tötungsinstrumenten im Volk ist, die überhaupt die Nation geschaffen hat (angefangen mit der bei jedem Project Appleseed-Schießen erzählen Geschichte des Gefechts von Lexington und Concord, bei dem Bürger ihre Waffen vor dem Einsacken durch das Militär bewahrt haben, woraus sich die ersten bewaffneten Kämpfe entwickelten, aus denen dann die Nation geboren wurde), und dass es diese Verteilung ist, in welcher die letzte Garantie der Verfassung gegen die Tyrannei liegt. Aus diesem Selbstverständnis folgen dann auch die deutschen Anfeindungen zwischen unterschiedlichen Sportschüzenfraktionen, wo manchen die Verwendung von auch praktisch brauchbaren Waffen eher suspekt ist. Bei den Amis gibt es das so nicht. Der Freipistolenschütze mit seinem hochgezüchteten Einzelpillenwerfer und der 3Gun-Schütze, der mit einem AR und einer Flinte auf dem Wägelchen und einer Pistole am Gürtel und 30 Kilo Geraffel über den Stand bugsiert, sind sich einig darin, dass der jeweils andere schießen darf und soll, was ihm beliebt, und sie schauen sich, wenn beides am gleichen Tag stattfindet, auch interessiert und mit Anerkennung zu. Insofern ist vielleicht das Grundsatzprogramm der Grünen gar nicht so relevant wie die Frage nach dem Grundsatzprogramm von immerhin anderthalb Millionen oder so deutscher "LWB".
  21. Wobei da die Anspruchshaltung der Betreffenden und die damit verbundene Risikobereitschaft doch erstaunen. Mal ganz doof: Wenn jemand aus welchen Gründen auch immer (in der Mehrzahl vermutlich soweit nachvollziehbare und legitime--ich denke nicht, dass sich wirklich Gewaltkriminelle die Mühe mit dem Zettel machen) Schusswaffen auf Zettel haben will, dann werden sich doch zwölf Übungstermine eh schon empfehlen. Es wäre eine Sache, wenn sich jemand mit Geld den Königsweg dazu erkauft, indem er halt für eine Gegenleistung dann den Stand geöffnet und Unterricht bekommt, wenn ihm das in den Zeitplan passt--warum eigentlich auch nicht? Aber wenn die Termine gar nicht stattfinden, dann hat man ein erhebliches Risiko und einen Zettel für Kanonen, mit denen man nicht umgehen kann. Warum ist das eigentlich besonders attraktiv für eine gewisse Klientel? Ich habe jedenfalls mehr als zwölf Schießtermine gebraucht, bis ich mich irgendwie auch nur im Ansatz für qualifiziert gehalten habe, damit im Zweifel z.B. mich in meinem Haus zu schützen. Ganz am Anfang habe ich einmal die Woche auf dem Kommerzstand eine geliehene .22 oder gelegentlich .45 geschossen. Dann kamen die ersten eigenen Waffen, dann die Wettbewerbe (und damit auch eine Verbandsmitgliedschaft, die bei mir natürlich keine rechtliche Bedeutung für den Waffenerwerb hat, sondern halt der Punkteverwaltung dient), dann die Mitgliedschaft in einem Verein mit weitläufigen offenen Ständen für die Mitglieder.
  22. Wobei diese Definition nicht unbedingt wirtschaftliche Realitäten abbildet, weil nicht jeder Drittligaspieler davon leben kann oder in weiser Zukunftsplanung davon leben will, andererseits auch der eine oder andere Regionalligaspieler ein Zubrot bekommt. Tatsächlich sind Sportler, die ihr Geld vorrangig damit verdienen, dass andere ihnen zugucken, wohl eher die Ausnahme unter den Sportprofis. Die meisten Profisportler verdienen ihr Geld wohl eher als Lehrer, wie der Skilehrer, Reitlehrer, Golflehrer, oder, nimmt man Beamte auf, auch der Sportlehrer an der Schule. Die können ihrem Profisport aber logischerweise nur dann nachhaltig nachgehen wenn auch die Kundschaft sporteln darf. Ich habe z.B. letztes Jahr auch einen Lehrgang bei Max Leograndis gemacht. Der ist ohne Zweifel Profisportler, aber von Sponsorenunterstützung lebt man auch in der absoluten Spitze in einem solchen Sport eher nicht so prall, so dass er und Lynda Turnbull eben auch durch die Lande tingeln und Seminare geben. Die Möglichkeit, mit diesen Seminaren Geld zu verdienen, hängt natürlich an der sportlichen Leistung, welche die beiden auf Wettbewerben zeigen. Bei den Skilehrern ist das ganze etwas professionalisierter als bei den Schießlehrern, und die haben ein System von Leistungsnachweisen zur Lehrbefähigung, zumal die Kundschaft normalerweise nicht an der Verbesserung von Wettbewerbsleistungen arbeitet, bei den Golflehrern genauso. Insofern hat der Großteil des tatsächlichen Profisports nur begrenzt etwas davon, alleine trainieren zu dürfen.
  23. Um mich selber aus einem anderen Thread zu zitieren, es gibt aber eine ganz einfache, mit nur geringen Änderungen des WaffG umsetzbare Lösung: Man könnte--und zwar mit Verweis auf liberale Traditionen in Deutschland wie auch Regelungen in EU-Nachbarstaaten--ein Bedürfnis "Selbstschutz" für Nichtbonzen anerkennen, mit einer rechtlichen Vermutung, dass bei Antragstellern dieses Bedürfnis existiert, denn sonst würden sie ja keinen Antrag stellen, schon gar nicht solange dazu der ganze Aufwand mit Sachkunde, Tresor usw. gefordert wird, fürs Tragen von mir aus auch ein praktischer Fähigkeitsnachweis solange er die Anforderungen an Streifenpolizisten nicht übersteigt und auch für Bonzen gilt. Man könnte weiters das bereits anerkannte Bedürfnis Sammeln entschlacken und bei Antragstellern vermuten, dass sie in der Tat die Waffen, die sie sammeln wollen, auch sammeln wollen--dazu braucht es keine besondere thematische Ausrichtung oder Größe der Sammlung, und welche Sammelgegenstände jemandem Spaß machen, weiß er selber wohl am besten. Ferner könnte man auch bei Sportschützen eine rechtliche Vermutung, dass sie ein Bedürfnis nach Waffen haben, als rechtliche Vermutung anerkennen. Ob jemand, der beispielsweise mit einer etwas Spitz auf Knopf getunten und daher nicht ganz wie eine Glock im Fabrikzustand laufenden Waffe schießt, eine Zweitwaffe zum Wettbewerb mitnehmen will, das weiß er doch wohl selber am besten. Das ginge mit nur (der erforderlichen Anzahl der Sätze, nicht dem Geist nach) geringfügigen Veränderungen im WaffG und innerhalb der EU-Richtlinen und wäre verwaltungsmäßig leicht umsetzbar, weil im ersten Schritt die Formulare usw. gleich bleiben würden und nur die Beurteilung des Bedürfnisses im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung dem Bürger mehr Selbstverantwortung zugestehen würde. Für eine weitere Entschlackung im zweiten Schritt wäre damit dann die Grundlage gelegt. Begründung: Schutz von Leben und Freiheit (Selbstschutz für Nichtbonzen), Entfaltung der Persönlichkeit (Sammeln und Sporteln), Eigenverantwortung des Bürgers (Bedüfnisbeurteilung da, wo das Bedürfnis am besten bekannt und verstanden ist), Gleichbehandlung der Bürger (das derzeitige Selbstschutzbedürfnis hat zwar nicht "verwaltungsnahe Bonzen" im Gesetzestext erwähnt, aber derartige "may issue" Regeln laufen noch überall, wo sie versucht werden, darauf hinaus, oft auch auf Korruption), Entbürokratisierung.
  24. Das ist klar, wird auch immer so sein. Es werden auch immer der Tendenz nach Vorstände von Aktiengesellschaften versuchen, für möglichst wenig Arbeit möglichst viel Macht und Geld zu erhalten, usw. Soweit ist das Menschennatur. Die Idee des Rechtstaats mit Gewaltenteilung und Wahlen ist aber, dass dieser natürlich Tendenz ein ebenso natürliches Korrektiv entgegengestellt wird. Die Gewaltenteilung ist durch die Erfindung des Parteienstaates mindestens teilweise aufgehoben, auch schon durch die Einführung der parlamentarischen Demokratie, wo die Regierung nahezu immer eine Mehrheit im Parlament hat. Gleichzeitig kümmern sich die Wähler mehr um Angebote von Lebensgefühlen als darum, was die da oben wirklich machen. Freiheit kann durch Institutionen begünstigt oder benachteiligt werden, ist aber langfristig immer vom Freiheitswillen der Regierten abhängig.
  25. Andererseits könnten aber bei einem liberalen Waffenrecht alle Verbände zwar nicht zuschließen, aber ihre Größe auf ein durch den Sport, nicht das Waffenrecht, begründetes Maß zurückführen. (Oder halt durch andere Sachen wie Traditionspflege begründet.) Das wäre ein Schnitt nicht viel anders als beim Staatsfunk ohne Zwangsgebühren. USPSA als einer der größten Schießsportverbände bei den Amis hat rund dreißigtausend gegenwärtige Mitglieder. Die Mitgliedsnummern, also alle, die mal dabei waren, sind mittlerweile gering sechsstellig. Es braucht keinen SuRT, und für Vereinswettbewerbe muß man nicht Mitglied sein, weder im Verein noch im Verband. Der Verband dient damit der Pflege des Regelwerks und der Verwaltung der Punktestände und Abhaltung überregional bedeutsamer Wettbewerbe. Auf die deutsche Bevölkerung gerechnet wäre damit ein Verband mit 10'000 (recht geringe Beiträge) zahlenden Mitgliedern einer der größeren. (NRA ist ein Sonderfall, denn die ist zwar auch für die DSB-artigen Disziplinen zuständig, aber die riesige Mehrzahl der Mitglieder ist nicht wegen des Sportes dabei sondern wegen politischer Interessenwahrung, Angeboten für Jäger, und tausend anderen Sachen.) Solche Mitgliedschaften bräuchte dann nur noch die Minderheit, die tatsächlich an den sportlichen Dienstleistungen interessiert ist, also die leistungs- und vergleichsgeilen.
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