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Proud NRA Member

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  1. Als Gewürztraminer gelesene Trauben...woher weißt, Du denn, ob sich da nicht eine als Carménère identifiziert, oder gar als Ananas?
  2. Sprich: Die Stoßrichtung geht keineswegs nur auf Waffen und sonstige Gebrauchsgegenstände. Es geht auch um Durchsuchungen ohne Anlass. Da könnten dann ja z.B. auch delegitimierende Schriften und dergleichen entdeckt werden. Fünf Jahre danach wird es zur "Lücke" der Kontrollbefugnisse erklärt, dass man den Leute dabei nicht auch in elektronische Speichermedien schauen darf. Waffengrapscher machen nie beim Waffenrecht halt.
  3. Hängt davon ab, wie groß sie ist, nicht so sehr im Sinne der Anzahl von Lobbyisten, sondern von hinter ihnen stehenden Wählern. Die meisten großen Veränderungen werden von recht kleinen Minderheiten angestoßen, weil die Mehrheit sich einfach nicht für die meisten Themen interessiert. Irgendeine Substanz braucht man aber schon: Wie viele Deutsche engagieren sich mit mindestens einer als waffenlobyistischen Tätigkeit im Jahr -- sagen wir mit einem Aufwand von mindestens 20 Euro oder zehn Minuten im Jahr, das mag so einfach und zeitsparend sein wie eine Zuwendung zur Waffenlobbyorganisation ihrer Wahl oder ein Anruf beim Abgeordneten -- für ein liberales Waffenrecht? Eben. Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, dass es mehr Leute gibt, die sich gegen "chemtrails" einsetzen.
  4. Und mindestens in Condition Yellow und seinen Weg planen. Dann bist Du aber effektiv eine Patrouille und kein Spaziergänger/Fußgäner was auch immer. Die meisten Leute machen das verständlicherweise nicht zum Spaß, sondern nur als Job oder bestenfalls noch in einer freiwilligen Nachbarschaftshilfe. Das führt zu einer schwer aufzuhaltenden Abwärtsspirale. Kann man nicht mehr unbeschwert rausgehen, auch nicht mehr z.B. die Kinder alleine zum Spielplatz laufen lassen, wie das einmal selbstverständlich war, dann sind die Leute nur noch draußen, wenn sie es müssen. Damit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Umstehende helfen, es vergrößert sich das Unbehagen, und die Leute gehen nur noch raus, wenn sie es nicht vermeiden können, wer es sich leisten kann zieht um. Damit verschlechtert sich der Charakter des öffentlichen Raums weiter, und genannten Effekte verstärken sich.
  5. Aber vermutlich nicht, dass er es im Kampfeinsatz persönlich gesehen habe...
  6. Davon kann man ausgehen, wenn ein Land mit tausendjähriger Geschichte (jedenfalls der Hauptkomponenten Württemberg, Baden, Hohenzollern, der Reichsstädte, auch die vorderösterreichische Geschichte) anfängt, sich mit Häagen-Dazs Pseudoumlaut zu schreiben... Ist doch bei den Amis und immer mehr auch in Deutschland schon lange so, dass der Begriff "liberal" im Orwell'schen Sinne verwendet wird. Nennt sich ein Ami als Steigerung gleich noch "very liberal", dann wird das allgemein als radikal links verstanden, vom Sprecher und von den anderen. Was natürlich eine geistige Bankrotterklärung des Liberalismus impliziert.
  7. Deswegen machen sie ja zahlreiche Pakete. Das BKA soll zwecks Ausspionieren von Verdächtigen in Wohnungen eindringen dürfen -- angeblich nur wegen schwerster Straftaten, aber z.B. ein Verdacht "Kinder- und Jugendpornographie" ist auch verwirklicht, wenn man den Verdacht hat, dass sie siebzehnjährige Tochter einer missliebigen Person ihrem siebzehnjährigen Freund ein etwas aufreizendes Photo, das noch nicht einmal Geschlechtsteile zeigen muss, geschickt haben soll. Die Waffenbehörden sollen wegen Waffenverdacht reindürfen. Usw. Schmeiß genügend Scheiße an die Wände des Gerichtssaals in Karlsruhe, und irgendetwas wird schon kleben bleiben.
  8. Was eigentlich mindestens an die Möglichkeit einer Minimalanhörung vor einem Richter und an die Demonstration, dass die unterstellt mangelnde Zuverlässigkeit oder Eignung ein akutes Problem sei, geknüpft gehört. Da gibt es ja schon eine erhebliche Bandbreite, ob jemand z.B. direkt vor der Bodycam eines Polizisten und damit ziemlich eindeutig seine Frau krankenhausreif geschlagen hat, oder ob jemandem nur die Regelunzuverlässigkeit unterstellt wird weil er vor drei Jahren einmal an den falschen Verein gespendet haben soll, es aber unstrittig ist, dass er nie in irgendeiner Weise durch gewalttätiges oder physisch gefährliches Fehlverhalten aufgefallen ist. Im ersten Fall könnte man schon verstehen, dass für den erstmal Pause ist, wenn z.B. ein Argument, das sei Notwehr gewesen, extrem unglaubhaft wirkt, während im zweiten Fall eigentlich kein Notfall vorliegt, für den man nicht ein volles rechtstaatliches Verfahren abwarten könnte.
  9. Ich halte es allgemein für einen ziemlich falschen Ansatz, Dinge, und mögen sie unbequem oder ihre Erörterung angeblich "eher kontraproduktiv" sein, dadurch erledigen zu wollen, dass man sie nicht diskutiert, gar anderen rät, sie nicht zu diskutieren. Politische Resultate (oder auch Resultate in einem Betrieb, in der Familie) usw. durch Verschweigen erreichen zu wollen geht selten lange gut, und es gibt denen, denen die arcana imperii dann doch auffallen, eine erhebliche Macht. Sonnenlicht ist das beste Desinfektionmittel sagte der Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Louis Brandeis dazu. Wenn das Waffenrecht anderswo noch schlimmer ist, dann ist das eben so. Das ändert sich nicht dadurch, dass man den Mantel des Schweigens darüberlegt.
  10. Immerhin hat er es in neun Jahren zu einem Studienabschluss in Soziologie gebracht. Kann man nicht von jedem Berufspolitiker sagen.
  11. Für Aktionen, bei denen dem Betroffenen/Verdächtigen/Opfer nicht im Voraus rechtliches Gehör ermöglicht wird, würde ich es allgemein für sinnvoll halten, die Zeugen, auf denen "Tatsachen" beruhen sollen, vor einem Richter zu vereidigen und dann Meineid mit dem Zweck, es jemandem heimzuzahlen, auch zu verfolgen. Der Betroffene hat dabei ja nicht die Möglichkeit, den Beschuldiger im Voraus zu konfrontieren und gegebenenfalls seine Vereidigung zu beantragen. Das würde vielleicht die eine oder andere Anschuldigung etwas nuancierter und oft harmloser aussehen lassen.
  12. Motorradrocker wäre da wohl typischer... Wobei da die Talente und Fähigkeiten natürlich auch sehr ungleich verteilt sind.
  13. Na ja, wie gesagt, beim Bezug einer Militärpension, dazu noch auf Ebene eines Obersten, hängt eigentlich an Meineid mehr als bloß ein "Du Schelm" und eine Bewährungszeit. Theoretisch jedenfalls.
  14. Oh, passende Experten kann man für alles finden. In Kalifornien hatten sie bei einem Prozess zum Waffenrecht einen Obersten der Marineinfanterie als Experten gefunden, der angeblich Truppen im Kampf kommandiert haben will. Der hat unter Eid ausgesagt, dass die .223 mit einem einzigen Schuss den Oberkörper von den Beinen abtrennen könne, und dass die dafür verwendeten Gewehre besonders fies seien, weil sie im Gegensatz zu zivilen Waffen "Züge" im Lauf hätten, mit denen das Geschoss zum Taumeln gebracht werde, um so schwerere Verletzungen zu verursachen. Diese Effekte will er persönlich im Kampf gesehen haben. Eigentlich hätte das zu einer tiefgreifenden Untersuchung führen müssen, wie es möglich ist, dass jemand als Oberst junge Leute in den Kampf und möglicherweise den Tod schicken kann, der entweder unter Eid lügt oder aber wirklich nicht die geringste Ahnung von den einfachsten Waffen seiner Truppe hat und noch nicht einmal erkennt, dass er nicht die geringste Ahnung hat. Passiert ist das natürlich nicht. Ich hätte mir den -- wäre ich in einem passenden Amt -- gerne einmal vor einen Untersuchungsausschuss bestellt, wo er weiter unter Eid hätte aussagen dürfen, wo er die Informationen, die er ausgesagt hat, eigentlich herhaben will, wie er als Kommandant in zwanzig Jahren Dienst ausgebildet wurde oder nicht, ob aus seinen Vorstellungen Fehlentscheidungen mit Toten oder Verletzen resultierten, und ihn darauf hingewiesen, was eine Verurteilung wegen Meineid, dazu noch mit Bezug auf seinen Dienst, für seine Pension im Wert von rund zwei Millionen Dollar bedeuten würde. Glaubst Du wirklich, dass die keinen passenden Experten für Taschenmesser finden würden?
  15. Sollte man einmal Tagesfreizeit haben und dafür opfern wollen, dürfte ein wohlvorbereiteter Besuch der Bürgersprechstunde des Abgeordneten effektiver sein. Die sind oftmals gähnend leer und einen Besucher kann man schlechter in Ablage P befördern als einen Brief, zumal einen offensichtlichen Massenbrief.
  16. Man kann ein Problem bei einer Sache angeben, ohne eine wirkliche Lösung zu haben. Ich würde sogar behauptet, dass es eine erhebliche Klasse von Problemen gibt, die keine wirklich Lösung haben. Dasjenige, das echte, nicht simulierte, Erfahrung mit echten Schlägereien typischerweise Leuten einen riesigen Vorteil gibt, die aus dem einen oder anderen Grunde andauernd in echte Kneipenprügeleien usw. verwickelt sind, dürfte dazugehören. Daraus kann man dann die Strategie ableiten, sich nicht in Situationen zu begeben, wo das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintritt, womit man aber natürlich noch weniger wahrscheinlich praktische Erfahrungen gewinnt. Die Verwendung von Distanzwaffen kann ein anderer Ansatz sein. Die werden ja nicht ohne Grund als der große Gleichmacher bezeichnet. Das liegt nicht nur daran, dass sie die Wirkung weitgehend von der Körperkraft entkoppeln, sondern auch daran, dass man mit ihnen ziemlich gut werden kann, auch wenn man nur simuliert übt, beispielsweise mit echter Munition im ganzen Leben nur Papier und Stahl bearbeitet hat und lediglich mit Simunition oder dergleichen selbst beschossen wurde. Bei einer gewissen Fitness ist Fersengeld, möglicherweise begleitet vor einer vorausgehenden Diversion irgendeiner Art, ein anderer plausibler Ansatz. Besser zu sprinten als die meisten Kaputtniks ist vermutlich für viele Menschen leichter zu lernen als besser hauen. Geeignete Schuhe passen nicht in alle Situationen, aber doch besser als das Mitführen mancher zum Selbstschutz empfohlener legaler oder illegaler Gegenstände.
  17. Geben wird's die schon. Genau wie jede andere Quatschmeinung. Und dann gibt's natürlich auch Leute, die den Quatsch gar nicht glauben, aber gerne provozieren oder einfach eine spinnerte Idee aus Unterhaltung weiterspinnen -- ein großer Teil der Flacherde-Bewegung z.B. dürfte darunter fallen. Wenn man sich nur einmal den Stuss anhört, den unsere Politiker -- studiert, nicht ohne IQ-Punkte, durch Auswahlverfahren gekommen, an denen die meisten Bewerber scheitern -- ablassen: Klar, unter 80 Millionen findet man welche, die noch größeren Stuss ablassen. Interessant ist es dann eben, wenn sich der Staat auf ein seltenes und wohl eher der Psychiatrie oder Sonderpädagogik zuzuordnendes Problem einschießt, um damit eine Feindfigur zu schaffen. Wir haben ja schon im Forum hier gesehen, dass der Feind dabei in gewisser Weise austauschbar ist. Mal sind es die Reichsbürger, mal sind es die Horror-Clowns. Und, ja, klar, natürlich werden sich gerade um Halloween herum mal ein paar Leute als Clowns verkleiden und so um die Straßen ziehen. Insofern sind auch die Horror-Clowns an sich schon real. Der Aufbau von Feindfiguren scheint bei den Leuten auch so beliebt zu sein, dass er sich sogar wirtschaftlich lohnt, wo man das eigentlich nicht erwarten würde. Ich sehe z.B. regelmäßig auf den sozialen Medien bezahlt verbreitete Quatschbeiträge darüber, wie Veganer wegen Fleischessern "ausrasten" würden und umgekehrt, wie es "zum Eklat gekommen" sei, Leute "rausfliegen" würden, blah, fasel. Solche bezahlten Beiträge sind eigentlich schweineteuer und das lohnt sich nur, wenn ziemlich viele Leute sich da durch- und dann auch weiterklicken, damit sie entsprechend viele saudumme Anzeigen lesen und die dann idealerweise auch klicken. Offenbar lesen viele Leute da also gerne. Das echte Leben kenne ich viel differenzierter, z.B. Leute, die aus moralischen Erwägungen nur selbstgejagtes Fleisch konsumieren -- damit die meisten Tage effektiv Veganer sind -- oder auch Bauerstöchter, die zeitweise oder dauerhaft Vegetarier oder Veganer wurden, und trotzdem mit den Eltern ein gutes Verhältnis haben.
  18. Wenn man schon den Waffenbesitz nicht als Bürgerrecht anerkennt, sondern als Privileg ansieht, dann wäre gegen eine Unterhaltung, wenn jemand irgendwie durchgeknallt wirkt, ob da etwas ist, ja auch nichts zu sagen. Aber in einem Rechtstaat könnten diffuse Verdachtsmomente bestenfalls ein Grund sein, nochmal etwas genauer hinzuschauen. Wenn jemandem Rechtsfolgen daraus erwachsen, dass ihn irgendjemand irgendwie einschätzt, der sich aber zu den Gründe nicht äußert und als Zeuge vor Gericht erst recht nicht zur Verfügung steht, dann ist das ein massives Problem.
  19. Das ist ganz einfach: So schafft man Stellen für Leute, die gerne fies stürmen wollen, es aber nicht können wenn man mit Gegenwehr rechnen müsste...
  20. Na ja, wie gesagt halte ich es für einen wirklich grundlegenden Unterschied, ob es sich um einen sportlichen Wettkampf handelt, der unter Regeln ausgetragen wird, die gerade dazu bestimmt sind, ernsthafte Konsequenzen nahezu auszuschließen, oder ob es sich um einen Kampf handelt, der ohne Regeln ausgetragen wird.
  21. Ein Brauchtum hängt von einer durchgehenden Praxis ab. Ob die dann wirklich in der Art und Weise, wie man sich das vorstellt, historisch akkurat ist, ist eine andere und im Grunde unbedeutende Frage. Viele Bräuche sind -- und zwar gerade wenn sie lebendig sind -- in ihrer Ausgestaltung durchaus nicht historisch akkurat, sondern verändern sich nach gegebenen Bedürfnissen. (Moden, Kochrezepte, Musik, die als traditionell empfunden, aber eben nicht nur als wissenschaftliche oder historische Veranstaltung als Fossil ausgestellt, sondern aktiv gelebt werden, ändern sich z.B. alle.) Für eine möglichst exakte Nachstellung historischer Gegebenheiten wäre eher die Freiheit von Kunst und Wissenschaft ein Anknüpfungspunkt als das Brauchtum.
  22. Also wenn Du in einer gewissen Sorte von Bars so mit den anderen Gästen redest, dann dürfte das dem Aufbau eines Erfahrungsschatzes in Prügeleien sicher nützen...
  23. Also einmal angenommen, es gibt keinen "Brauchtumserlass" usw. und man muss das aus dem Wort selbst beantworten: Ein durchgehendes Brauchtum aus dem Mittelalter, das damit fortgesetzt würde, gibt es (abgesehen von irgendwelchen spezifischen Wallfahrten usw., die man dann aber kaum der "Mittelalterszene" zurechnen würde) wohl eher nicht. Damit wäre es also als schaupielerische/karnevaleske Sache so ähnlich zu bewerten wie eine Star Wars-Convention, Cosplay, usw. Eine derartige Veranstaltung könnte im Prinzip so weit zum Klassiker geworden sein, dann man sie als Brauchtum ansieht, scheint mir aber eher selten der Fall zu sein. Damit stellt sich eine interessante Frage: Gilt die Privilegierung von Bräuchen nur für "Altbräuche" aus der Zeit vor dem WaffG, oder können sich mit der Zeit neue Bräuche etablieren? Die haben dann natürlich das Problem, dass sie anfänglich eben nicht privilegiert sind, die Veranstaltung an sich also schon Brauch werden kann, das Waffentragen bei ihr aber nicht.
  24. Dafür gibt's auch einen anderen Ausdruck: Feigheit oder auch Selbstgleichschaltung. Meistens sind die Konsequenzen, wenn man sich traut, auch längst nicht so schlimm, wie es sich die Leute ausmalen. Ich habe mal während so eines Diversity, Inclusion, Equity-Trainings auf die Aufforderung, eine Liste von Bekannten und Kollegen zu machen und die nach angeblicher rassischer und sonstiger Privilegierung zu sortieren, vor der Gruppe gesagt, dass ich einen Teufel tun werde, eine Rangliste von Menschen nach ihrer Rasse, sexuellen Präferenz usw. aufzustellen, das habe schon genug Unheil angerichtet. Der Trainer hat das so zur Kenntnis genommen und gut. Es war eher betretenes Schweigen, aber hinterher haben mir auch welche gesagt, dass noch mehr so gedacht hätten -- ich habe es halt ausgesprochen. Mehr passierte nicht. Okay, damit werde ich vermutlich nicht Spitzenpolitiker oder Vorstandsvorsitzender in einem Unternehmen, bei dem diese Funktion wesentlich politische Beziehungspflege ist, aber für solche Tätigkeiten, jedem den Unsinn zu erzählen, den er hören will, geht mir eh jedes Talent ab, werde ich also eh nicht. Die amerikanischen Gründerväter haben "unsere Leben, unsere Vermögen und unsere heilige Ehre" eingesetzt, sich Freiheit nach ihren Vorstellungen zu erringen. Die Männer des 20. Juli haben das mit wesentlich größerem Verlustrisiko für Leben und Vermögen, auch ihrer Familien, getan. Ich war noch nicht in der Situation, mein Leben einsetzen zu müssen, hoffe, nie in sie zu kommen, sehe mich bestimmt nicht als Helden an. Aber irgendwann ist auch mal gut und man kann seine Klappe jedenfalls dann aufmachen, wenn die tatsächlichen Konsequenzen sich aller Voraussicht nach sehr im Rahmen halten werden. Und die Leute betreiben diese Selbstgleichschaltung ja nicht nur unter Druck, wenn man jedenfalls irgendwie aufgefordert wird, mitzumachen. Oftmals machen sich schon im Voraus mit, wollen zwanghaft dazugehören, und registrieren gar nicht mehr, was sie da eigentlich plappern. Die Bilder der Bahnhofsklatscher z.B. hatten eindeutige Züge einer kollektiven Massenpsychose. Die Klimademos ebenso. Äußerer Druck ist da keine hinreichende Erklärung. Es scheint sich eher um ein Bedürfnis nach einem rauschhaften Gemeinschaftsgefühl zu handeln.
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