

Proud NRA Member
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Na ja, wenn man einen Satz billigste Messer aus der Prägemaschine ohne weiteres Schleifen herschaffen würde... 60 Euro sind für manche Leute schon ein gewisser Betrag. Also nehmen wir mal an, es müsste kein Schmetterlingsmesser sein, wie er das gesagt hat, sondern der Messerblock der Resterampe für 6 Euro für 7 Messer wäre akzeptabel, jedes Messer einzeln natürlich. Da wäre das schon eine Überlegung wert, dass sich ein paar Haushalte den Messerblock anschaffen und teilen... Ich stelle mir das gerade auch bildlich vor, wie man solcherart Arbitrage -- aus Sicht der Grabscher dann vielleicht "Missbrauch" -- verhindern wollte. Da arbeitet jemand bei der Polizei oder sonst auf dem Amt und es kommt jemand rein, der ein Messer dabei hat und das gegen einen Netflixcode eintaschen wollte. Wenn man ihm sagt, das Messer sei irgendwie in der Bauart falsch, dann versteht er kaum Deutsch, wird aber sichtlich aufgebracht. Will man da wirklich darauf bestehen, dass er sein Messer behält, oder gibt man nicht lieber den Code heraus?
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Dafür halte ich persönlich so einen Laserpatroneneinsatz für wenig geeignet. Einfach beim Trockenüben das Visier zu beobachten dürfte da viel hilfreicher sein. Wenn Du nicht anhand des Visierbilds ansagen kannst, wo der Schuss hingegangen ist, immer in einer statischen Disziplin und oft in einer dynamischen, dann ist das Problem fundamentalerer Art und ein Laser wird Dir nicht helfen, es zu lösen. Oder wenn Du wirklich Präzisionslasern willst eben eine der Laserpistolen, wie moderner Fünfkampf usw. sie verwenden -- es hat aber einen Grund, warum die ein Vielfaches der Laserpatrone kosten.
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Was gibt's denn da zu diskutieren? Im Rucksack bringt es einem offensichtlich nichts. Das Zeug ist ja auch nicht so riesig schwer. In einem geeigneten Holster stört es jedenfalls deutlich weniger als eine über Mäusepistolen hinausgehende Feuerwaffe.
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Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Sollten die Schätzungen der Behörden zum illegalen Waffenbesitz auch nur ansatzweise stimmen, dann wäre dessen Deliktrelevanz nicht höher. Hoch dürfte dagegen die Deliktrelevanz einschlägig polizeibekannter Personen sein. -
Bericht Aufbewahrungskontrolle (Berlin)
Proud NRA Member antwortete auf Ebert79's Thema in Waffenrecht
Die subjektive Intention ist auch der falsche Ansatz. Die teleologische Auslegung wird sich an der objektiv, z.B. in Gesetzesbegründungen und parlamentarischen Debatten, geäußerten Intention orientieren müssen, so wie sie zum damaligen Zeitpunkt von einem informierten Beobachter verstanden worden wäre. -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Schlimmer: Oftmals finden sie es sogar geil. -
Dafür sind die normalen Laserpatronen aber auch nicht gedacht, genausowenig wie Laservisiere übrigens. Mit den Laserpatronen kann man sehen, wo ein schneller Schuss nach dem Holsterziehen landet. Mit den Laservisieren kann man auf kürzere Distanzen Deutschüsse anbringen, wenn die Benutzung eines vernünftigen Visiers aus irgendwelchen Gründen nicht gut geht. (Die Infrarot-Lasiervisiere kann man auch als Zeigestöcke nehmen, wenn man Nachsichtausrüstung hat, die anderen aber nicht. Dürfte zivil wohl weniger relevant sein.) Ist da der Wertzuwachs durch die App wirklich so groß? Ich mache mir da halt ein verkleinertes USPSA-Ziel an die Wand und schaue, wo es leuchtet. Du schießt doch mit beiden Augen offen? Also jedenfalls Disziplinen, bei denen so etwas irgendwie sinnvoll ist?
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Blick über die Grenze: Waffenlobby und Waffenrecht im Ausland
Proud NRA Member antwortete auf Elo's Thema in Waffenlobby
Also nachdem jetzt in Deutschland die Grünen die NATO geil finden und die am ehesten noch konservative Partei Positionen bedient, die früher mal beim Pahl-Rugenstein Verlag zuhause waren, schlagen jetzt die Konservativen in der Alpenrepublik Waffenverbote vor, und die Grünen sind zwar nicht gegen die Verbote, aber immerhin gegen deren völlig inkompetente Ausgestaltung? -
Bericht Aufbewahrungskontrolle (Berlin)
Proud NRA Member antwortete auf Ebert79's Thema in Waffenrecht
Das scheint mir ein Trugschluss. Wenn man alles im Detail durch Vorschriften regeln will, dann verheddert man sich. Einerseits können die Vorschriften einfach nicht jede später einmal vorkommende Lebensrealität im Voraus abbilden. Andererseits schleichen sich mit zunehmendem Umfang auch immer mehr Redaktionsfehler ein, wo einfach kein Mensch bedacht hat, wie Teil IV § 632 (2)(a)(vii) mit Teil XI § 231 (8)(c)(ii) interagiert, obwohl sie das nach den Regeln von Logik und Grammatik eigentlich tun müssten. Dann kommt ein Jörg S. daher, und hält den Referenten im Ministerium, der irgendwelche Änderungen geschrieben hat, ohne sie wirklich zu durchdenken oder in ihrer Interaktion mit anderen Teilen des Gesetzes zu verstehen, auch noch die den geregelten Gegenstand in der Hand hatte, mit einer etwas verrückten Konstruktion zum Narren. Also macht man die nächste Gesetzesänderung, versteht sie aber immer noch nicht. Bei den Verwaltungsvorschriften, die weniger ausführlich redigiert werden, wird's dann noch schlimmer. So hat man einen Wust von Wörtern, deren Bedeutung um so unklarer wird, je mehr Wörter man hinzufügt. Bei den Amis gibt's da übrigens in der Luftfahrt einen interessanten Ansatz. Obwohl die rechtlich verbindenden Regeln schon ein riesiger Wust sind, hat man doch eine Möglichkeit gesucht und gefunden, ihr Anwachsen etwas zu begrenzen. Außen den rechtlich verbindlichen FAR gibt auch das AIM und die Advisory Circulars, und die sind in ihrer Funktion eindeutig nicht verpflichtend, sondern beratend, setzen aber Benutzung des Hirns voraus und man darf auch von ihnen abweichen. Tut man das und wird gefragt, dann sollte man die Abweichung halt sinnvoll erklären können. Aber man spart sich so die endlosen Streitfragen, wo es eigentlich gar keinen Streit gibt. -
Schlappe für Passauer Justiz: Verfassungsgericht kassiert Durchsuchungsbeschluss
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Waffenrecht
Der aber eine tatsächliche Grundlage braucht, und da stellt sich eben die Frage, ob eine nicht nur rechtswidrige, sondern lächerlich rechtswidrige Durchsuchung die sein kann. Wenn das einreißt, wo hört es auf? Wir haben genug Gesetze, dass man mit hinreichender Mühe bei wirklich jedem etwas finden kann. Der eine hat eine Kanone daheim, die nicht angemeldet ist, der andere hat einen Tonträger, der seit drei Jahrzehnten nicht vermarktet wird, als Schwarzkopie auf dem Computer, noch ein anderer hat eine vielleicht abenteuerliche Rechtsposition beim Absetzen irgendwelcher Kosten von zwanzig Euro bezogen, noch jemand anders eine Reparatur an der Abgasreinigung des Autos oder der Heizung auf kreative und kostensparende Weise ausgeführt. Irgendwas findest Du bei jedem. Wenn da schon solche Dinge wie das unverschämte Insistieren, dass man einen Brief rechtzeitig eingeworfen habe, was zutrifft, Anlass zu einer Durchsuchung geben können, deren Ergebnisse dann auch verwertet werden dürfen, wer ist dann überhaupt noch sicher? -
Erfahrungsbericht Camp Perry, Small Arms Firing School
Proud NRA Member antwortete auf Proud NRA Member's Thema in Allgemein
Ich habe nochmal nachgeschaut, und so wie ich es verstehe, sollte einer Teilnahme an den Bundesmeisterschaften für Ausländer -- vielleicht verbunden mit einem kleinen Urlaub am Eriesee -- nichts im Wege stehen, auch dem Erhalt des heiß begehrten President's 100 Tab nicht. Die Regeln für Service Rifle wurden im Laufe der Zeit auch aufgeweicht, so dass die Konfiguration einer entsprechenden Kanone kein Hexenwerk sein sollte. -
Schlappe für Passauer Justiz: Verfassungsgericht kassiert Durchsuchungsbeschluss
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Waffenrecht
Ist aber auch nicht nötig. Es geht ja nicht um die Fernwirkung der Doktrin der Früchte des verdorbenen Baumes amerikanischer Art, sondern darum, was man mit einem direkt bei einer nicht nur rechtswidrigen, sondern lachhaft rechtswidrigen Hausdurchsuchung gefundenen Beweismittel machen darf. Der einzige Anlass zur der Hausdurchsuchung war ja, dass der Beschuldigte eine richtige (!!) Angabe gemacht hat, wann er ein Schreiben bei Gericht eingeworfen hat. Wenn man Beweismittel aus einer mit diesem Anlass angeordneten Hausdurchsuchung nutzen darf, dann kann man wohl die StPO gleich in ihrer Gesamtheit in die Tonne treten und vielleicht das Jurastudium verkürzen. Zugegeben: Die deutschen Gerichte sind da windelweich. Beispielsweise der BGH mit der Aussage: Das heißt auf gut Deutsch: Wir entscheiden frei Schnauze. Angebliches Interesse der Allgemeinheit kann vieles sein. Gerade gegen die Zumutung der Behauptung solcher allgemeiner Interessen gewährt die FDGO dem Einzelnen eigentlich Abwehrrechte, z.B., dass einem nicht einfach mal zum Abstrafen wegen Unbotmäßigkeit gegenüber dem Amt, das nicht weiß, wann es seinen Briefkasten geleert hat, die Bude auf links gedreht werden darf. Sagt doch außer Dir auch keiner. Wenn allerdings im Urteil immerhin die Vorgänge um die Hausdurchsuchung und deren rechtliche Einordnung geklärt wurden, dann kann und sollte jedenfalls das durchaus einen Einfluss auf weitere Verfahren, die sich im Gefolge dieser Hausdurchsuchung ergeben, haben. -
Schlappe für Passauer Justiz: Verfassungsgericht kassiert Durchsuchungsbeschluss
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Waffenrecht
Nee, in Amerika Rechtslage als Doktrin der Früchte des vergifteten Baumes. In Deutschland ist das weniger stark ausgeprägt, aber Beweisverwertungsverbote gibt es auch da, teilweise zwischen Juristen und Gerichten in ihrem Umfang umstritten. Ist dann halt die Frage, welche Auswirkungen das einerseits auf strafrechtliche Vorwürfe, andererseits auf verwaltungsrechtliches Handeln hat. -
Schlappe für Passauer Justiz: Verfassungsgericht kassiert Durchsuchungsbeschluss
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Waffenrecht
Ist halt die Frage, ob offensichtlich rechtswidrig erhobene Tatsachen zum WBK-Entzug führen können. -
Erfahrungsbericht Camp Perry, Small Arms Firing School
Proud NRA Member antwortete auf Proud NRA Member's Thema in Allgemein
Wie gesagt, man braucht kein Zufallsgewehr zu bestellen, sondern man kann wenn man eh zu einem Wettbewerb da ist einfach dreißig Stück anfingern und den Liebling mitnehmen. Ich bin gerade mit Fliegen, Schießen und ein paar anderen Sachen gut gebucht, aber das Garand kommt noch. -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Pöbeln ist ein möglicher Ausdruck der Meinungs- und Redefreiheit. Nicht immer ein produktiver, aber ein erlaubter und geschützter. Hier ist eine Erklärung eines texanischen Rechtsanwalts und Aktivisten für Rede- und Waffenfreiheit an einen Gemeinderat, der das nicht so recht verstanden hatte: -
Erfahrungsbericht Camp Perry, Small Arms Firing School
Proud NRA Member erstellte Thema in Allgemein
Ich bin ja eigentlich eher bei den dynamischen Schützen unterwegs, aber letztes Wochenende habe ich mir in meinem ersten Jahr als voller Amerikaner (der man dazu sein muss) eine amerikanische Schützentradition gegönnt: Die Small Arms Firing School auf Camp Perry, extrem traditionsreicher Ort der amerikanischen Bundesmeisterschaften im Schießen mit Dienstwaffen und deren Derivaten. Die SAFS Rifle ist ein zweitägiger Kurs zur Einführung in das Stehend/Sitzend/Liegend-Schießen im traditionellen sportlichen Stil, also grob DSB-artig. Es gibt einen Kurs für Anfänger und einen für Fortgeschrittene, die sich am ersten Tag unterscheiden, und am zweiten Tag schießen alle zusammen einen Wettbewerb, um das Gelernte auszuprobieren. Der Kostenbeitrag der Teilnehmer deckt grob das Verbrauchsmaterial, während der Unterricht und die Standnutzung von der Truppe finanziert werden. Die Waffen werden gestellt, M16 oder für Kurzgewachsene und Kinder auch M4, mit sportlichem Umbau auf Freefloater, aber ansonsten einfach gehalten mit GI-Abzug, offener Visierung (die sportlich nicht wettbewerbsfähig ist, seit 4.5 Vergrößerung in der Disziplin erlaubt wurde nachdem die Truppe ACOG bekommen hatte), Plastikkolben und Plastikvorderschaft wie von Eugene Stoner erdacht. Die Leitung des Kurses übernimmt die US Army Marksmanship Unit und die meisten Instruktoren sind Aktivdienstler oder Reservisten, die eigentlich etwas anderes machen, aber dafür einen vorübergehenden Diensteinsatz auf Camp Perry bekommen. Auf vier Schützen kommt ein Instruktor, also wirklich gute Versorgung mit Lehrpersonal, und die sind auch mit Spaß und Eifer bei der Sache. Gerade als Reservist ist das wohl eine ziemlich schöne Möglichkeit, Diensttage zu sammeln und gleich noch bei den Bundesmeisterschaften teilzunehmen. Der "President's 100" Tab auf der Uniform stellt auch gleich klar, dass ein Instruktor kann, was er lehren soll. Die Kursteilnehmer sind, obwohl das Ganze eigentlich vom Civilian Marksmanship Program organisiert wird, auch zu einem erheblichen Anteil bei der Truppe oder auch deren Angehörige, auch aus den Kadettenprogrammen für Schüler waren einige da. Wenn man's richtig anstellt, kann man als Soldat wohl auch die Kursteilnahme als Dienstzeit verbuchen und sich die Anreise und Übernachtung zahlen lassen. (Die Übernachtung in Hotels kann etwas ins Geld gehen, weil das in einer auch als Ferienort sehr beliebten Gegend ist. Die Übernachtung auf Staatskosten ist etwas spartanisch, weil da in den letzten hundert Jahren die Kasernenräume kaum renoviert wurden, z.B. mit Duschen in einem zentralen Gebäude. Dafür ist wegen der hohen Kosten an dieser Örtlichkeit die Pauschale für Verpflegung in Restaurants großzügig.) Obwohl es eigentlich ein Anfängerkurs genannt wird, bei dem man außer Augen- und Ohrenschutz nichts mitzubringen braucht, waren viele der Teilnehmer erfahrene Schützen in anderen Disziplinen. Manche waren wohl auch erfahrene Schützen in dieser Disziplin, brachten jedenfalls Zeug wie Schießjacken, -handschuhe, Spektive mit, die man sonst eigentlich kaum im Haus hat, die ich auch nicht hatte. In meinem Trupp waren ein Luftwaffenreservist, der jetzt 747 fliegt, samt seinem Sohn und ein Unteroffizier. Beide übrigens mit Deutschlanderfahrung und mehr als verwundert, als wir etwas über Politik gesprochen haben und ich bemerkt habe, dass die deutsche Regierung gerade eine doofe Zeitschrift einfach ohne Gerichtsbeschluss oder strafrechtlichen Vorwurf verboten und ihr die Gegenstände und das Vermögen eingezogen hat. Meinte einer dann dazu, ob die Deutschen eigentlich nicht zweimal schlechte Erfahrungen mit so etwas gemacht haben? Das Mindestalter ist zwölf Jahre, mit Zettel von einem Schießtrainer oder dergleichen aber mit Ausnahmen nach unten. Die Kleinen bekommen dann eben M4, die von den Dimensionen her besser passen. Die etwas unklare Positionierung als Anfängerkurs wäre auch mein einziger Kritikpunkt: Als wirklicher Anfänger muss das frustrierend sein. Am Anfang geht eine Hauptgefreite schnell mal eine PowerPoint-Folie mit den Bedienelementen des M16 durch, und dann soll man den ersten Schuss im Leben überhaupt auf ein melonengroßes Ziel in 200 Yard Entfernung machen? Da sollte man wohl realistischer sein und tatsächlichen Anfängern im Schießen überhaupt einen Extrakurs oder Extratag vorher anbieten. (In diesem zweiminütigen Schnelldurchlauf durch das Gewehr schien mir übrigens auch der Rat, wenn der Verschluss nicht zugeht, auf den entsprechenden Knopf zu hauen, etwas seltsam.) In der Ergebnisliste des zweiten Tages gab es dann auch ein paar Einträge von Leuten, die offenbar nicht die Scheiben halten konnten, was sich blöde anfühlen muss, zumal wenn dann auch noch das Prozedere um die Korrektur der Ergebnisse des Nachbars dazukommt, wenn der elf Löcher auf der Scheibe hat. Der Samstag ging von 7 Uhr bis 18 Uhr mit dem Üben der drei Haltungen (sitzend und liegend mit Riemen) erst trocken und dann scharf. Unterbrochen wurde das über zwei Tage sechsmal durch eine Schließung des Standes durch in den Sicherheitsbereich eindringende Boote und Jet Ski, die dann von einer gemeinsamen Patrouille von Wasserpolizei und Armee hinaueskortiert und mit einem Strafzettel versehen werden. Camp Perry wurde nämlich zu einer Zeit vor mehr als hundert Jahren angelegt, als man sich Kugelfänge noch gespart hatte, und die Geschosse gehen in einem touristisch dem Bodensee vergleichbaren Gebiet einfach ins Wasser hinter dem Stand. Zu Anfang mussten auch einige Teilnehmer, die nicht wussten wohin sie laufen sollten, auf truppentypische Weise dadurch daran erinnert werden, das ernst zu nehmen, indem mehr als 300 Anwesende alle jeweils an ihre Ausgangspunkte zum Durchzählen zurückgeschickt wurden. Das hat gefruchtet, und am zweiten Tag waren die Abläufe flott und problemlos. Am Sonntag war dann das Match, um das Gelernte auszuprobieren. Insgesamt waren es 270 Teilnehmer, von denen immer jeweils einer schoss, einer Ergebnisse aufnahm, und zwei die Zielanlage bedienten. Es waren, wie gesagt, der Anfänger- und der Fortgeschrittenenkurs zusammen. Ich landete da gerade im Mittelfeld mit 330 von 400 Punkten (jeweils zehn Schuss langsam liegend, schnell liegend, schnell sitzend, langsam stehend). Das war klar steigerungsfähig, alldieweil ich schnell liegend etwas besser schoss als langsam liegend. Ermüdung und gewisse Schmerzen im Gelenk der Unterstützungshand mögen da mitgespielt haben, vielleicht auch einfach der Umstand, dass ich es aus anderen Disziplinen gewohnt bin, schnell Blei zu sprühen, und deswegen da die Bewegungen und mentalen Abläufe intuitiver für mich sind. Ein anderer Teilnehmer meines Trupps hat mir am Vortag die Nutzung seiner Schießjacke und seines Handschuhs angeboten, was aber an meiner Linkshändigkeit scheiterte. Dafür, dass es für mich wirklich das erste Mal überhaupt in einer derartigen Disziplin war, und ohne die üblichen Klamotten, auch ohne Spektiv zur Korrektur beim langsamen Schießen, kann ich wohl zufrieden sein. Es war übrigens auch das erste Mal, dass ich ein AR-15-Gewehr schoss, das vom Gefühl und Aussehen her nahe am Dienstgewehr und kein offensichtlicher Sportler oder sonstiger Zivilistenluxus ist. Nach Schluss habe ich noch den CMP-Laden auf Camp Perry angeschaut. Da stehen massenhaft Springfield und Garand herum, einfach so in Ständern, und man kann sie ohne das Brimborium eines gewerblichen Waffenladens einfach alle in die Hand nehmen und bei Bedarf zu einem sehr guten Preis mitnehmen. Ich habe mich vor einem Impulskauf zurückgehalten, auch die entsprechenden Papiere nicht dabeigehabt, aber ein Garand muss früher oder später mal her. Vor der Rückreise habe ich dann den Tag im Liberty Aviation Museum im dortigen Flughafen ausklingen lassen, wo man über das Rollfeld von einem Museumshangar zum anderen läuft. Die haben einige sehr schöne Exponate, z.B. jeweils zwei Ford Trimotor und Cobra Kampfhubschrauber, die auch flugfähig gehalten werden und in denen man ab und zu auch als Gast mitfliegen kann. Auf Camp Perry selbst haben sie eine Nike Hercules herumstehen, die irgendwie kleiner ist, als ich mir eine Rakete mit nuklearem Sprengkopf und Kontrollelektronik mit Vakuumröhren aus den 1950ern vorgestellt hatte. Wenn man die Möglichkeit dazu hat, eine wirklich schöne und interessante Erfahrung. An den Bundesmeisterschaften darf man soweit ich weiß auch als Ausländer teilnehmen, und es gibt außer der Klasse für Dienstgewehre und Derivate auch eine offenere Klasse, in die ein deutsches Sportgewehr leichter passen würde. Die Kurse sind Amerikanern vorbehalten.- 10 Antworten
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Und wer's glaubt wird davon nicht selig. Wenn niemand kriminalisiert werden soll, der nicht eh schon kriminell ist, dann braucht man offensichtlich keine ausladenden neuen Strafvorschriften, sondern könnte sich auf die Durchsetzung derjenigen gegen Mord, Terrorismus, usw. konzentrieren. Dinge, die der Sache nach eigentlich Ordnungsunrecht sind, weder einen Vorsatz der Schädigung anderer beinhalten noch einen tatsächlichen Schaden verursachen, sind aber die schlimmsten Delikte überhaupt: Fast jedem solchen Delikt liegt nämlich ein Denkverbrechen zugrunde, dass der Betreffende sich nicht bei jeder seiner Handlungen zuerst fragt, ob er damit dem Volkskörper dem Sozialismus der Demokratie und dem Klima hilft, indem er sich stets um die stille Unterstützung der Regierung bemüht und sonst brav um 9 ins Bett geht.
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Ist doch legitim. Natürlich verhaut die 6.5 nicht die Schulter. Aber wenn Du sehen willst, wo neben einem Stahlziel der Dreck aufspritzt, dann ist alles, was hilft, dass sich das Zielfernrohr nicht groß bewegt, durchaus nützlich.
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Können wir uns nicht alle vertragen? Bei Wettkämpfen gibt es ja Regeln bezüglich der Waffen, und wenn man sich zu einer Disziplin anmeldet, dann kann man sich kaum beschweren, dass da andere Leute sind, die sich im Rahmen des in dieser Disziplin Erlaubten einen Vorteil zu verschaffen suchen. Bei vielen Disziplinen, bei denen die Leute nebeneinander und nicht jeder einzeln schießen, sind ja auch Bremsen verboten. Wenn ich zu einem Match für ganz harte Jungs gehe, wo die Regel für die Waffen einfach "Run what you brung" lautet, dann kann ich mich kaum beschweren, wenn jemand was richtig Lautes oder anderweitig Seltsames dabei hat, aber solche Matches werden normal kaum von lärmempfindlichen Individuen besucht. Wenn einem da nicht ein fettes Grinsen als Reaktion auf ungewöhnliche Waffen gegeben ist, dann sollte man halt zu einem braven Match nach Regelbuch gehen, von denen es eh viel mehr gibt. Im freien Training gibt's eine Regel, die auch sonst im Leben hilfreich ist: "Sei kein Ar***l*ch." Bei einer lockeren Veranstaltung mit ziemlich freier Waffenwahl, die sich an eine Mischung aus Neulingen und Erfahrenen richtet, z.B., hatte ich ein etwas asoziales AR dabei, das Hülsen nach links auswirft (so dass der Schütze links von mir von zwei Seiten Hülsen abkriegt) und eine fiese Bremse draufhat, die einem das Gefühl einer Rasur vermittelt. Also halt eben den RO gebeten, er möge mich neben jemanden platzieren, der darüber grinst, und nicht neben einen Vater mit seinem Achtjährigen oder einer wenig schießenden Hausfrau. Alles gut, alle haben Spaß. Zur Not hätte ich als Alternative auch noch ein KK-Gewehr dabeigehabt. Sportschießen ist ein Spiel, und es sollte Grinsen vermitteln, nicht Streit oder Ressentiment.
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Na ja, Information ist ja nicht der Versuch, diese Information auch praktisch zu nutzen. Hier ist übrigens der berühmte Artikel zum Geheimnis der Wasserstoffbombe, der in Amerika ein bekannter, aber letztlich nicht vor Gericht entschiedener Fall zur Redefreiheit wurde (weil die Regierung lieber ihre Klage zurückgenommen hat, als die Korrektheit des Artikels auch noch zu bestätigen). Ansonsten: Bekomme ich bitte, bitte Amnestie für meine Versuche so in der fünften Klasse (bei denen ich auch im Rückblick durchaus vernünftig war, kleinste Mengen, schon aus finanziellen Gründen, nie verdämmt, immer mit Schutzbrille)?
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Gab's dann auch noch eine Anzeige wegen des Begriffs "Blockwart" oder einfach nur die Frage "Woher wissen Sie denn, was mein Opa gemacht hat?" Und wurde eigentlich geklärt, ob Poppen in der Küche zulässig ist, oder ob das nur im dazu gewidmeten Schlafzimmer statthaft ist?
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Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Hängt davon ab, von welchem Problem man redet. Man begibt sich beim Waffenrecht schon freiwillig ins falsche Fahrwasser, wenn man überhaupt zugesteht, dass das vorwiegend eine Diskussion um die Vermeidung von Kleinkriminalität sei und dabei Staatskriminalität ausklammert, die über hinreichend große zeitliche und örtliche Räume die Kleinkriminalität so sehr dominiert, dass die Kleinkriminalität nahezu bedeutungslos wird. Das ist ungefähr so, als würde man die Pressefreiheit hauptsächlich unter dem Aspekt diskutieren, dass in Druckfarben ungesunde Sachen drin sein können. Wenn man es im Hinblick auf das oben Gesagte betrachtet, dann sind das vielleicht gar nicht die Schlafschafe, sondern sie verfolgen einen Plan, der sich mit ihren sonst geäußerten politischen Überzeugungen einwandfrei deckt. Das berühmte Corona-Papier des Innenministeriums, dessen Politik weitgehend von denselben Kreisen bejubelt wurde, schloss bekanntermaßen, die Maßnahmen sollten "auch zukunftsweisend sein für eine neue Beziehung zwischen Gesellschaft und Staat." Wenn man die darin implizierte neue Beziehung zwischen Gesellschaft und Staat haben will, welche Ansichten hätte man dann wohl zum Waffenrecht? Genau. Vielleicht sind ja eher diejenigen, die sich freiwillig ein Kürzel wie "LWB" geben (schon mal einen Buchbesitzer gesehen, der sich ernsthaft "LBB" nennen würde?), die Schlafschafe? -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Haben sie das? Es scheint doch eher bei vielen die Lust am großen Durchregieren da zu sein. "Coronamaßnahmen" scheint mir nicht "antiautoritär" in irgendeiner sinnvollen Wortbedeutung zu sein, "Klimamaßnahmen" und der "Kampf gegen Rechts" auch nicht. Diese Dinge haben noch nicht einmal nötig einen besonders engen Zusammenhang mit dem angeblich behandelten Gegenstand, sondern scheinen oft das Durchregieren als Selbstzweck zu haben. Widerständigkeit im Sinne eines Pochens auf eigene wie anderer Leute Rechte scheint heute eher außer Mode zu sein. Lieber konstatiert man die ganz große Krise, die natürlich nicht von einem selbst zu lösen ist, sondern durch Durchregieren. Das wäre ein Beispiel. Wenn sich jemand nicht daran stört, dass eine von der Politik unerwünschte Zeitschrift mal schnell ohne Gerichtsverfahren und von der Regierung zugegeben "unterhalb der Strafbarkeitsschwelle" verboten wird, dann wird man kaum ernsthaft erwarten können, dass diese Person sich daran stört, nicht mal schnell im entsprechenden Geschäft ein neues Stonergewehr einkaufen zu können. -
Antrag auf Tresor mit einer anderen Sicherheitsstufe
Proud NRA Member antwortete auf Last_Bullet's Thema in Waffenrecht
Ich will das jetzt nicht zu weit führen, aber sie haben sich da ein Zeichen geschaffen, das eine (ziemlich) einheitliche Erscheinung hat und eine einheitliche Bedeutung. Lustigerweise jedenfalls für mein Erachten vom Graphikdesign her auch dem conformité européenne Zeichen deutlich überlegen, denn dessen Kerning ist grauenhaft. Wenn es schlicht um die plumpe Fälschung des CE-Zeichens ginge, dann wären die Chinesen wohl ohne Zweifel in der Lage, das herunterzuladen und in der originalen Gestaltung anzubringen. Wäre ja am einfachsten. Stattdessen haben sie sich etwas geschaffen, das eine Mischung aus tatsächlich verbesserter graphischer Gestaltung und ausgestrecktem Mittelfinger und plausible deniability ist.