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  1. Inhaltlich sicher nicht, aber was z.B. die Aufbewahrungsregeln sind muss man auch wissen, wenn diese sinnlos sind. Das könnte man sicher entschlacken und modernisieren, auch im Ablauf. Bei den Amis ist es beispielsweise seit langer Zeit üblich und erlaubt, dass man die Theorie selbst für den Flugschein mit einem Online- oder früher Videokurs statt in einer formalen Flugschule macht, und sich dann an einer frei zu wählenden Zeit zum Test anmeldet. Wenn das für Piloten reicht, dann sollte es eigentlich auch für Sportschützen funktionieren. Andererseits: Für den Waffenschein erlaubt mein Bundesstaat das nicht. Da gibt es einen Kurs zu Anfang und dann regelmäßige Wiederholungskurse, die sowohl in Theorie als auch in Praxis reine Zeitverschwendung sind, wenn man irgendwie sinnvoll eine Waffen herumtragen kann--die einzige Funktion ist eigentlich, dass ab und zu Leute bei der praktischen Prüfung freiwillig aufgeben, weil sie Angst davor haben, eine Pistole anzufassen oder dergleichen. Das könnte man ohne inhaltlichen Verlust durch den Nachweis an der Teilnahme an irgendeiner, wirklich egal welche, Disziplin mit Pistole und ein zwanzig Frage umfassendes Online-Quiz ersetzen.
  2. Das ist mehr als akzeptieren. Von vielen wird es ja selber positiv wahrgenommen und man ist stolz darauf, "LWB" zu sein. In anderen Gebieten werden Sicherheitsüberprüfungen und Vorschriften vielleicht als notwendiges Übel angesehen, aber stolz ist man doch eher auf bestandene Prüfungen oder gewonnene Wettbewerbe. Dazu kommt, dass die Verbände unter einem liberalen Waffenrecht einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Existenzgrundlage verlieren würden.
  3. Bei uns bisweilen erlaubt und erwünscht. Insofern die Polizeien zum größten Teil kommunal organisiert sind, geht das über nett fragen, und ein nicht vollkommen merkbefreiter Chef ist ganz froh, wenn wenigstens ein paar Leute auf eigene Kosten üben, mit ihrem Kram umzugehen. Macht trotzdem ein vernachlässigbar geringer Teil der Leute, und natürlich genau diejenigen, die es am wenigsten brauchen. Besonders übel ist es, wenn Frauen versuchen, die Fertigkeiten mit Feuerwaffen in ihrer Behörde zu verbessern. Männer stehen so gar nicht darauf, dass eine Frau sie alle locker ausschießt, und sie reagieren darauf in der Regel nicht mit Üben sondern mit Verweigerung.
  4. Vielleicht war es aber auch ein Vögelbeobachter. Auch die soll es ja geben, und sie legen Wert darauf, von den Vöglern nicht entdeckt zu werden. Nebenbei: Ist das englische Wort "aviation" (von lateinisch "avis", der Vogel) im Deutschen korrekt mit "Vögelei" wiedergegeben? Warum haben wir dieses Wort nicht?
  5. Na ja, also in meinem amerikanischen Bekanntenkreis z.B.: Die Dame lebte ziemlich gut von einem besseren Kellner-Job (schönerer Jobtitel, aber halt Gäste zufrieden halten, und dabei ein paar Unterkellner managen). Als sie wegen Covid zugesperrt haben, haben sie versucht, die Leute immerhin auf dem amerikanischen Äquivalent von Null-Stunden-Kurzarbeit zu halten, insbesondere in der Krankenversicherung. Nach der ersten Entglasung durch BLM immer noch. Nach der zweiten nicht mehr. Wer will denn, bitteschön, ein Lokal betreiben, das auf unabsehbare Zeit zugesperrt ist, wo die Büros usw. aus denen normal die Gäste kommen, ebenfalls zugesperrt sind, und wo das Objekt selber unversicherbar geworden ist? Klar, viele Leute sind clever und flexibel und finden etwas anderes, manchmal auch etwas besseres. Für manche ist es auch ein Tritt, endlich etwas zu verbessern, anstatt sich bequem einzurichten. Für manche anderen aber auch nicht. Versuch mal als Alleinerziehender, mit den Kindern zu Hause weil die Schulen auch zu sind und Du kein Geld für eine Privatschule hast, auf die Schnelle eine irgendwie ordentlichen Job zu finden.
  6. Also wenn die Grundbesitzer Dich kennen und die Fremden eben nicht, dann läge darin eine vollkommen harmlose Erklärung...
  7. Wenn es z.B. danach aussieht, dass die irrtümlich davon ausgehen, man sei einfach jemand, der aus Faulheit oder zur Abkürzung mit dem Wagen durch den Wald fährt (ist ja an manchen Orten auch nicht so selten), dann kann man das natürlich auch einfach freundlich aufklären.
  8. Ich weiß nicht. Mir jedenfalls scheint das Argument, dass eine Regulierung von Klemmlampen offensichtlich sowohl sinnlos als auch nicht durchsetzbar ist, schlüssiger als ein Argument, das implizit zugibt, das Klemmlampen regulierungsbedürftig seien, und sie dann für eine spezielle Anwendung haben will, die den meisten Leuten wohl ziemlich egal ist.
  9. Und wozu die "Bestimmung" einer Waffe groß definieren. Soll doch jeder draufmachen und auch besitzen dürfen, was er will. Hat die öffentliche Sicherheit wirklich etwas davon, wenn man sich darüber streitet, ob eine Picatinny-Montage jetzt für eine abnehmbare Fahrradbeleuchtung (wofür sie im Prinzip ja gar nicht so ungeeignet wäre, will man wiederholgenau das Licht anklemmen) oder für eine Kanone, Airsoft oder nicht, ist? Kriminelle zielen doch noch nichtmal. Die Deliktrelevanz von Waffenlampen dürfte jener von Steinschlosswaffen entsprechen.
  10. Es funktioniert im Großen und Ganzen auch das viel weitergehende Jedermann-Betretungsrecht in den skandinavischen Ländern ganz gut. Jedenfalls da, wo die Dichte an Besucherverkehr einigermaßen begrenzt ist. Schwierig wird's natürlich, wenn aus irgendeinem Grund alle an einen Ort wollen, der auf Instagram besonders schön aussieht und einigermaßen leicht, jedenfalls ohne übermäßiges Klettern, erreichbar ist. Im Großen und Ganzen scheint man da aber auch besser damit zu fahren, die Sache zu managen, als alles zu verbieten. Auf Reinebringen, einem berühmten Aussichtspunkt, sind einfach zu viele Leute drüber gestapft, so dass Bodenerosion ein Problem wurde, nicht wegen Fehlverhalten, sondern einfach, weil der dauernd regennasse Boden diesen Verkehr nicht trägt. Da haben sie schließlich Sherpas aus Nepal angeheuert, die da dann halt eine Treppe verlegt haben. Nicht umsonst, aber die Tourismuseinnahmen sind besser, als sich mit Fischerei durchschlagen zu müssen. Bei den anderen Gipfeln direkt daneben kann man in einer Tagestour (oder bei einigen auch länger, es gibt eine Hütte) hoch- und runterklettern und begegnet dabei in der Hochsaison einigen wenigen Leuten. Die Pfade, abseits von den offensichtlichsten, sind eher so wenig ausgetrampelt, dass man sich öfters fragt, ob man noch auf dem Pfad ist.
  11. Wobei es bei dieser Seite erstaunlicherweise niemanden stört, wie bizarr die gemachten Äußerungen sind. Man stelle sich mal vor, irgendwie prominente Leute, die irgendwie grob eher zur anderen Seite gehören, würden sich ähnlich extrem und inkohärent äußern. Da käme man so ungefähr bei Attila H. an, und die Reaktion auf den ist ja bekannt.
  12. Ich hatte mir gelegentlich überlegt, ob man nicht Bernie Madoff einen Besuch als eine Art Bewunderer anbieten sollte. Hat sich mit seinem Tod jetzt erledigt. Gesellschaft und Bewunderung und Knabberzeug vom Automaten im Besucherraum im Gegenzug für Verkaufsschulung sozusagen, das wäre doch auf seine Weise ein fairer Tausch gewesen.
  13. die dortige politische Stimmung die ganze Zeit von Gleichheit faselt und die Steuern im Vergleich zu anderen Bundesstaaten brachial sind.
  14. Jetzt weiß ich, warum die Amis auf die ganzen Reinigungs- und Schmiermittel für Waffen schreiben, sie seien "nicht zur innerlichen Anwendung"... Nee, aber im Ernst, einerseits geht es einen Vermieter nichts an, was in einem Tresor drin ist oder nicht. Andererseits schafft freundliche Offenheit im Zweifel mehr Vertrauen als Geheimnistuerei. Ich wohne in einer Gegend voller Unterstützer des linken Flügels der Demokratischen Partei, die irgendwie--genau ist das auch denen nicht klar--einerseits alle Waffen außer denen von Polizei und Militär verbieten wollen, andererseits Polizei und Militär "definanzieren" wollen, und auch die habe ich mittlerweile soweit, dass sie beim Auspacken des Autos freundlich fragen, wie der Wettkampf gelaufen sei. Und wie manche Erwachsenen strahlen, wenn sie mal den Gürtel mit dem (leeren!) Holster dran oder gar den mit den ganzen 3Gun-Accessories dran anprobieren dürfen!
  15. Wobei solche Einstellungen das Grapschen natürlich besonders leicht machen. Da braucht man sich gar nicht die Schwierigkeit des wirklichen Verbots zu machen. Das ist ein wenig wie bei der Schere im Kopf wenn der Staat die Zensur ankündigt. Wirklich jeden zu verknacken, der sich negativ über die Bundesregierung äußert, ist aus allerlei Gründen gar nicht so leicht. Die Leute halten aber schon bei der Drohung freiwillig die Klappe, machen ihre Netzwerkdurchsetzung also im eigenen Kopf. Bei den Amis passiert erfahrungsgemäß das Gegenteil. Wenn ein blöder Politiker vom Verbieten faselt, dann gehen die Leute richtig einkaufen, auch solche, die eigentlich keinerlei Wunsch nach entsprechenden Waffen hatten. Niemand hat so viele AR-15 verkauft wie Bill Clinton und mit ihm Joe Biden und dann Barack Obama und dann wieder Joe Biden. Vor dem Clinton-Verbot hatten Leute wie ich, die sie auch schießen, die Dinger, und das sind nicht sehr viele. Inzwischen haben wir wohl so fünfzehn Millionen derartige Waffen im legalen zivilen Umlauf.
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