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Proud NRA Member

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  1. Ich habe mittlerweile eine Kamera mit Aufzeichnung sowie Übermittlung von Klingeln und Möglichkeit des Gegensprechens auch über Internet vom Mobiltelephon aus dran. In meiner Gegend hatte ich bisher glücklicherweise noch keine Probleme mit Paketdiebstahl und nur relativ geringe mit unerwünschten Besuchern (einmal musste ich jemanden mit etwas physischen Mitteln am Reinkommen hindern, es blieb aber bei Stimme und Händen), aber schon hier und da mal dokumentierte Zustellungen, die nicht oder woanders oder erst an Tagen nach den angeblich dokumentierten stattgefunden haben. Eigentlich bin ich kein großer Freund von Kameras an allen Ecken, aber was will man machen?
  2. Mit einer eigenen Ideologie, die sich positiv auf die Freiheit bezieht, statt auf den Wunsch, ein gewaltorientierter Übervater Staat möge es für einen richten. Es ist ein Fehler, davon auszugehen, dass Waffengrapscher Waffen nur oder hauptsächlich deshalb grapschen wollten, weil sie das für eine rationale Maßnahme gegen Gewaltdelikte hielten. Wäre dem so, dann würde Aufklärung helfen. Aber dem ist nicht so. Wenn man versucht, Differenzen in Wertentscheidungen und Menschenbild als Differenzen in reinen Sachfragen zu behandeln, dann verliert man.
  3. Schon mal einen Gummiball gegen eine Betonwand geworfen?
  4. Dagegen haben sie auch schon einen Schutz: Die Kommissionspräsidentin benimmt sich schon im Ton gegenüber ihren Kollegen wie ein amerikanischer Präsident. Bei dem konzentriert sich wirklich die ganze Exekutive in einer Person, der hat deswegen Sekretäre und keine Minister, aber er ist natürlich immerhin vom Volk -- wenn auch theoretisch indirekt -- gewählt. In der EU dagegen nominiert man zwar Spitzenkandidaten, lässt das Volk wählen, und dann sucht man sich einfach eine Dame aus, die gerade versorgt werden musste, aber gar nicht kandidiert hatte. Immerhin, 2024 trat sie ja tatsächlich als Spitzenkandidatin an.
  5. Was aber theoretisch mindestens einen rational artikulierbaren Grund erfordert -- vielleicht keinen guten, aber immerhin einen.
  6. Gar nicht, was bei einem Mandatsschreiben wie diesem auch ungewöhnlich wäre. Dieses Schreiben finde ich sowieso bemerkenswert: Die Kommissionspräsidentin hat zwar eine Richtlinenkompetenz, aber in so einem herrischen und kleinlichen Ton hat mir noch kein Chef meinen Job erklärt.
  7. Gegen die Merkel-CDU sind die Grünen doch noch ein Verein von gemäßigten Realpolitikern. In welcher großen Frage war die CDU denn nicht radikaler links als die Grünen? Und warum soll das bei den kleinen Fragen anders sein? Jetzt zeigt natürlich auch schon die Benennung eines "Aktionsplans gegen Feuerwaffen", was sie wirklich wollen. Sie lügen da gar nicht mehr, sche** auf die Zuständigkeit der EU. Aber natürlich wird in der Richtline wieder drinstehen, die diene ja lediglich dem einfacheren Reisen und Handeln mit Waffen, und natürlich wird ein allfällig befragtes Gericht im ausurteilen, das stehe da drin, dann müsse es ja auch so sein.
  8. In diesem Fall vielleicht auch als Wette auf sein Alter. Noch zwei, drei Jahre lang nichts tun und vor Gericht verlieren, und dann behaupten sie als neu aufgetretene Tatsache, dass er jetzt wegen Senilität nicht mehr geeignet sei, auch wenn der Zuverlässigkeit nichts mehr im Wege stehe...
  9. Es war ja nur ein Rechenbeispiel mit Vereinfachungen. Wenn man andere plausible Zahlen einsetzt, dann wird das Ergebnis von der Tendenz her auch so bleiben: Es kann passieren, es kann auch leicht genug passieren, dass es einem mal passieren wird, aber die wesentlich plausiblere Erklärung eines konkreten Falls ist doch immer noch, dass man gefehlt hat.
  10. Um es schnell zu überschlagen: Es geht ja nicht um Präzisionsdisziplinen, bei denen es aus gutem Grund bei einigen elektronische Erfassung oder eine Zielscheibe pro Schuss gibt, sondern um Schnellschießen. Sagen wir, jemand schieße eine Normalverteilung mit einer Standardabweichung von 2 cm, locker genug für ein A (es sei denn bei dem Augenschlitz von USPSA). Sagen wir, der RO brauche eine Abweichung von 1 mm, damit er den Doppeltreffer erkenne. In einer Dimension wäre da die Trefferwahrscheinlichkeit (grob) bei 4%. In zwei Dimensionen der Zielscheibe dann aber (grob) bei 4% zum Quadrat, wären 0.16%, also einer von 625 Fällen. Kann passieren, wird statistisch gesehen auch auf einem Match jemandem passieren, ist aber weit weniger wahrscheinlich als einfach gefehlt zu haben. Und die Möglichkeit, dass einem das alle paar Matches mal passiert, gehört einfach zu den Spielregeln dazu. Wer sich daran stört, der möge die Kohle für elektronische Erfassung an jedem Ziel aufbringen oder dergleichen.
  11. Habe ich schon von wirklich guten Schützen auf noch kürzer gesehen... Dass ein Overlay genommen wird würde ich da als übliche Prozedur ansehen. Wenn das auch nichts entscheidet, dann ist es halt Pech. (Schneller schießen, das verringert die Wahrscheinlichkeit von Loch in Loch.... ) Ich habe umgekehrt auch schon welche bekommen, wo ich mir nicht so sicher war, ob da nicht einfach die Pappe wetterbedingt ausgefranst war oder was auch immer. Ist in beiden Fällen nichts, um das ich mich streite.
  12. Gut, 1980 war die Aufklärungsquote noch 27%. Dafür in der alten Bundesrepublik mit wesentlich geringerer Bevölkerung eine deutlich höhere Fallzahl (99'133) als heute für Gesamtdeutschland samt denen, die noch nicht so lange hier leben. Nur weil's heute nichts taugt war's früher nicht besser.
  13. Oder gar eine Schaumstoffpfeilpistole (jedenfalls in Amerika hauptsächlich unter dem Markennamen Nerf bekannt)!
  14. Bei Wohnungseinbrüchen? Die Aufklärungsquote liegt da seit Jahrzehnten deutlich unter 20%, und bevor man überhaupt Statistiken geführt hat dürfte sie nicht besser gewesen sein. Die knappen 20% dürften insofern noch optimistisch sein, weil dem Schaden nach kleine oder geschickt ausgeführte Taten vielleicht nicht unbedingt angezeigt oder auch nur gleich bemerkt werden.
  15. Das reicht auch schon. Natürlich werden die da nicht bei Zehn- oder Hundertausenden mit dem großen Sturmkommando anrücken, schon aus Kapazitätsgründen. Die Frage ist eher, ob Zehn- oder Hunderttausende aus Furcht vor solchem Vorgehen auf Dinge wie Parteimitgliedschagten, Beteiligung an der öffentlichen Diskussion von politischen Fragen, usw. verzichten. Als die Folter offizieller Teil des Strafprozesses war, war der erste Schritt oft auch das reine Vorzeigen der Instrumente. Der nächste dann ihre Erklärung.
  16. Die benötigte Menge wäre auch bei einem geeigneten Zufuhrpunkt noch so eine Sache. Die Anzahl der Substanzen, die gleichzeitig in sehr hoher Verdünnung ordentlich giftig, wasserlöslich, ohne starken Geschmack, einigermaßen praktisch im Handling und gut verfügbar sind, hält sich in argen Grenzen. Für eine schwere und möglicherweise tödliche Wirkung beim Menschen z.B. von Ricin oder Zyanid als zwei einigermaßen zugänglichen Giften bräuchte man bei oraler Aufnahme grob so 0,1 Gramm, wenn man diese Menge also in einem Glas von einem Viertelliter unterbringen wollte also 400 ppm. Gar nicht so einfach. Am einfachsten wäre wohl, auf den Versuch, körperliche Schäden direkt zu verursachen, zu verzichten, und einfach einen Kanister Denatonium an geeigneter Stelle reinzukippen. Für den von Terroristen gewünschten Vertrauensverlust der Leute in Selbstverständlichkeiten wirkt auch das, es wirkt dafür in sehr kleinen Mengen, und wenn man erwischt wird, dann ist gar nicht so offensichtlich, ob da eine riesige Straftat vorliegt, man ist also vielleicht bald wieder draußen. Da reicht 1 ppm für einen extrem unangenehmen Warngeschmack. An der Panik kämen möglicherweise mehr Leute zu Tode als am Versuch einer Gifteinbringung.
  17. Das ist wohl nicht nur "Modernität", sondern vor allem eben Eigenschaften, die als Spektrum existieren. Bei Autismus ist das vollkommen anerkannt, aber beim Rest ist es auch in die diagnostischen Kriterien eingearbeitet. Aus dieser Verteilung als Spektrum anstatt etwas, das man hat oder nicht hat, ergibt sich natürlich, dass die Abgrenzung zwischen Diagnose oder Nichtdiagnose im Grunde willkürlich ist, so wie es auch willkürlich ist, wo man die Grenze zieht z.B. zwischen Dummheit und geistiger Behinderung ohne abgrenzbare Ursache mit Diagnosewert. Gleichzeitig haben wir als Gesellschaft entschieden, dass die Diagnose der Schlüssel zu Dingen wie besonderer Hilfe oder Ausnahme von Regeln ist. Im Falle der Dummheit z.B. ist es in einem dreigliedrigen Schulsystem offensichtlich absurd, dass man ein Kind mit IQ 85 ohne Diagnose in die Hauptschule schickt und eines mit IQ 78 mit Diagnose -- und vermutlich mit Eltern aus einer anderen sozialen Schicht als denen des ersten Kindes -- mit einer extra Lehrperson ins Gymnasium. Im Fall des Autismus finde ich z.B. Tom Harrendorf auf YouTube sehr interessant. Den haben sie offenbar diagnostiziert und ihn dann in eine Berufsunfähigkeitsrente geschickt, mit der man dann aus sonstigen Förder- und Vermittlungsversuchen weitgehend herausfällt. Das Leben auf Rente als junger Mann ist natürlich der geistigen Gesundheit, dem Finden von freundschaftlichen und romantischen Beziehungen usw., überhaupt nicht zuträglich. Der Mann kann reden und komplexe Zusammenhänge gut diskutieren -- wenn auch mit kleinen sprachlichen Besonderheiten -- und liest klassische Philosophen. Da braucht man eigentlich kein ausgebildeter Psychoonkel zu sein, um zu erkennen, dass er sehr wohl etwas Produktives tun kann und sollte und dass Rente oder der Vorschlag, in einer Behindertenwerkstatt mit Vermittlungsquote 0 auf den richtigen Arbeitsmarkt zusammen mit wirklich dummen Menschen Wäscheklammern zusammenzusetzen, exakt das Falsche sind. So eine Diagnose ist da natürlich ein Handel mit dem Teufel. Einerseits erhält man Zugang zu allerlei Leistungen und Vorzugsbehandlungen, die manchmal sinnvoll sein mögen, oft auch nicht, und manchmal sogar direkt zerstörerisch sind. Andererseits klebt man sich ein Etikett auf, das einerseits mit dem Selbst- und andererseits mit dem Fremdbild Dinge macht, die weniger attraktiv sind. Zu den schädigenden Einflüssen einer Diagnose, die man stellen kann oder auch nicht, gehört dann natürlich auch, dass es mit Dingen wie gewissen Versicherungen oder gewissen Berufen und Berechtigungen schwierig werden kann, aber nicht nur mit denen, sondern allgemein auch mit dem Selbst- und Fremdbild. Sollte man sich insbesondere überlegen, bevor man Kinder als schnellen Ausweg aus schulischen Problemen diagnostizieren lässt. Bei den Amis gibt es etwas ähnliches auch bei Veteranen mit der immer beliebteren Diagnose des postraumatischen Stresssyndroms. Einerseits ist es natürlich gut, dass den Leuten angeboten wird, mit jemandem reden zu können usw., und man sie nicht alleine lässt, bis sich einer erschießt. Andererseits dürfte das Betroffene oft in eine Ecke drängen, wo es vielleicht sinnvoller wäre, zu sagen, dass gewisse Reaktionen auf extreme Erlebnisse eben für sich nicht krankhaft, sondern normal sind.
  18. Wenn das alles war, sie also gar keine darüber hinausgehenden Fakten behauptet hat, dann ist das natürlich die extra-hinterfotzige Art. Gegen die Behauptung kann man -- wenn sie nicht gerade so blöde ist, vor Zeugen zu sagen, sie fühle sich in Wirklichkeit gar nicht bedroht -- ja nichts sagen oder tun. Jemand mag sich auch subjektiv aufrichtig davor fürchten, verhext zu werden. Das ist nicht strafbar. Damit fiele eigentlich die Verantwortung auf die Cops, aber die strafrechtlich zu verfolgen, dürfte noch aussichtsloser sein. Vorsicht. Das ist dann ja eine Tatsachenbehauptung, die hoffentlich stimmt. Wenn nicht, dann kann's dafür schon Ärger geben, zumal wenn es dem Zusammenhang nach offensichtlich eine Retourkutsche ist. Wenn sie tatsächlich fahruntüchtig ist, dann sollte sie natürlich in der Tat nicht fahren, das allerdings unabhängig vom Ehekrach.
  19. Ergo schaffen wir die Freiheiten und den Schutz, den Deutschland bietet, ab. Kriminelle, Extremisten und Terroristen missbrauchen auch die Redefreiheit, die Religionsfreiheit, den Anspruch auf rechtstaatliches Verfahren, den Schutz der Wohnung, das Post- und Fernmeldegeheimnis, usw. Diese Dinge dürften sogar Kriminellen, Extremisten und Terroristen weitaus mehr Freiräume bieten als irgendwelche verbleibenden Möglichkeiten des legalen Besitzes und Tragens von Waffen oder Werkzeugen. Diese Denke offenbart ein grundsätzliches Problem, sei es mit dem Verstehen oder sei es mit den Wertentscheidungen oder gleich beides, mit der FDGO.
  20. Das ist ja noch nicht einmal ein Ehekrach, auch keine Kritik an einem Politiker. Irgendwer -- auf dessen Identität es keine belastbaren Hinweise gab -- soll einen Anwalt negativ bewertet haben. Damit kann man wohl wirklich jedem alles vorwerfen. Ein Anwalt zerstreitet sich mit seinem Mandanten. Kommt wohl vor. Der Anwalt erhält in der Folge einige negative Bewertungen bei Google, in denen laut Artikel drinstehen sollte, der Klient fühlte "sich nicht gut verteten" -- was auch bei korrekter Erledigung des Geschäfts durch den Anwalt eine völlig legitime Einschätzung wäre. Selbst wenn das noch mit einer Beleidigung oder zwei gewürzt worden wäre, da sollte man in einem Berufsstand, der sich der Bearbeitung von Streitfällen widmet und deswegen oft mit Streithähnen zu tun hat, eigentlich darüberstehen. Dem Artikel nach ist nicht klar, ob überhaupt eine Straftat vorlag, zumal das Vorgehen des Anwalt ja auch nahelegt, dass sich da zwei getroffen haben mögen, die beide keinem Streit aus dem Wege gehen. Wenn eine Straftat vorlag, gibt es offenbar keine Hinweise, dass der Beschuldigte der Täter sei, außer dem zeitlichen Zusammenhang des Streits. Und dafür brechen die jede einzelne Tür im Haus gewaltsam auf.
  21. Das Mitführen bei einer Straftat. Was ich auch in Ordnung finde. Zumal das Pfefferspray ja auch keinen anderen plausiblen Zweck als die Verwendung als Waffe hat -- ich kenne jedenfalls niemanden, der damit sein Chili nachwürzt. Wenn man das also z.B. zu einem Ladendiebstahl mitbringt, dann muss man sich wohl schon vorhalten lassen, entweder eine Eskalation im Falle des Erwischtwerdens geplant zu haben, oder sie zumindest als Möglichkeit in Kauf genommen zu haben.
  22. Warum eigentlich? Kann sie das auch quantifizieren? Welcher Anteil der bei kriegerischen oder terroristischen Handlungen verwendeten Waffen stammt aus schweizerischen Beständen in den Händen einzelner Bürger? "Wenn man auch nur einen Fall verhindern kann" ist kein Argument, denn damit kann man für alles argumentieren und auch für dessen Gegenteil. "Wenn auch nur ein Raubmord durch die Ausgabe von MG mit Kettenzufuhr an jeden Privathaushalt verhindert werden kann..." ist kein weniger valides Argument als "Wenn auch nur ein terroristischer Mord durch die Einziehung von Sturmgewehren verhindert werden kann..."
  23. Es geht darum, um es einmal auf das eigentliche Thema des Threads zurückzuführen, anderen Leuten restriktiv in ihr Leben, ihr Verhalten, ihre Gedanken hineinzuregieren. Es geht darum, andere Leute zum Grüßen des Gesslerhuts zwingen zu wollen. Da wundert es wenig, dass manche dieser Leute das nicht so gut finden. Das ist sogar Zweck der Sache. Die Frage ist dann eine Machtfrage, nämlich ob man sie trotz und sogar wegen ihres Unwillens zum Grüßen zwingen kann.
  24. Das ist ja eben gerade als windelweicher Durchdurchungsgrund gedacht. Der im Entwurf stehende Richtervorbehalt ist offensichtlich auch nur ein Mäntelchen, denn bei "Gefahr im Verzug" gilt er ja nicht, und die dürfte wohl regelmäßig behauptet werden, wenn angeblich "Tatsachen die Annahme rechtfertigen." Jedenfalls ist offensichtlich die Absicht, Durchsuchungsgründe gegenüber den bestehenden Durchsuchungsgründen zur Gefahrenabwehr erheblich zu erweitern, sonst bräuchte man die neue Regelung ja gar nicht.
  25. Wenn ein Mann aus Gründen, die er mindestens teilweise nicht selbst zu vertreten hat, bei der Damenwelt überhaupt nicht ankommt und in der U-Bahn oder der Disco schon mal einfach absichtlich oder gar unbewusst beiseite geschubst wird, dann kann das mit Sicherheit einen Leidensdruck erzeugen, der nicht geringer ist als der von Transleuten. Ist soweit ja völlig legitim: Einer ist kurz gewachsen und schmächtig, mit 20 glatzköpfig, ein wenig dumm, dazu sozial arg ungeschickt -- vollkommen verständlich, dass er darüber unglücklich ist und sich wünscht, das sei anders. Aber gibt ihm das ein Recht, dass die Gesellschaft ihn deswegen so behandeln muss, als sei er attraktiv aussehend und kräftig und intelligent und charmant? Müssen Frauen mit ihm heimgehen, weil er gerne ein Frauenheld wäre? Muss das KSK ihn nehmen, weil er gerne ein Kriegsheld wäre? Das sind ja alles völlig legitime Wünsche, und dass jemand unglücklich ist, dass ihm das verschlossen bleibt, ist vollkommen verständlich. Oder nimm einfach nur das reine Aussehen. Wenn jemand mit seinem Aussehen massiv unzufrieden ist -- dieses Aussehen sich aber nach Ansicht der Gesellschaft im Rahmen bewegt und keine klar abgrenzbare physische Krankheit wie z.B. Brandverletzungen ist -- und sich plastische Chirurgie wünscht, ist die Gesellschaft verpflichtet, ihm diese Operationen zu zahlen? Was, wenn die gewünschten Operationen als dem Ergebnis nach nicht vielversprechend bekannt sind, weil eben die z.B. die Änderung der Körpergröße schwieriger und mit mehr Nebenwirkungen behaftet ist als die Änderung der Körbchengröße? Mein persönliches Empfinden meines Kontostandes deckt sich auch nicht mit dem, was die Bank auf den Kontoauszug schreibt. Darüber unglücklich zu sein ist soweit vollkommen legitim, zumal der Kontostand ja auch von vielen Zufällen der Geburt abhängt, genetisch wie sozial. Aber gibt mir das ein Recht, von anderen, z.B. meiner Bank, zu fordern, dass sie ein Riesenbrimborium darum machen, dass ich doch eigentlich reich sei, dass z.B. die Bank meinen Kontostand auf den von mir empfundenen Betrag zu korrigieren hat? Ich denke, wir alle kennen die Antwort auf diese Fragen und sind uns über sie einig. Warum soll das nur in einem Fall, der Transerei, anders sein als in allen vergleichbaren Fällen, in denen sich jemand als etwas anderes identifiziert oder gerne etwas anderes wäre, als er eben geworden ist?
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