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  1. Damit wären wir (außer der Eintragung einen bestimmten Waffe) von vielen amerikanischen Staaten gar nicht so weit weg. Eine Art Sachkunde wird in den meisten amerikanischen Bundesstaaten auch gefordert. Für den Rest sind die Vorschriften in Deutschland zwar zehnmal so lang und umständlich wie sie sein bräuchten, aber in der Substanz haben auch die Amis Vorschriften zur Aufbewahrung (jedenfalls für Haushalte mit Kindern), und die Neigung, alles in verschwurbelten Verwaltungsvorschriften regeln zu müssen, was die Leute im Großen und Ganzen auch selber geregelt bekommen, ist halt deutsch. Im Grunde bräuchte es bloß die Streichung dessen, was in Amerika "may issue" heißt, also die theoretische Anforderung der besonderen Gefährdung, die in der Praxis immer eine Willkürentscheidung ist, jedenfalls nicht in einem konsistenten Zusammenhang mit statistischen Größen der Gefährdung.
  2. Das liegt, glaube ich, nicht so sehr am Wahlrecht als am Engagement der Bürger. Diejenigen, die sich einbringen, sind natürlich immer nur eine Minderheit. Aber wenn in Deutschland die Mehrzahl der Waffenbesitzer sich nicht nur nicht einbringt sondern auch noch Leute, die ganz bescheiden z.B. das Bedürfnisprinzip anzweifeln oder die Anerkennung des Rechts auf Waffen zum Selbstschutz vorschlagen, blöde belächelt und mit dem Lächeln nur aufhört, wenn genau die eigene Lieblingsdisziplin oder die eigene Waffe futsch ist, dann wird's nichts, egal wie das Wahlrecht aussieht. Beim Wahlrecht kannst Du genausogut umgekehrt argumentieren, daß es das Verhältniswahlrecht einer meinungsstarken Minderheit einfacher macht, sich politisch zu etablieren.
  3. Und das "militärischen Ursprungs" oder ähnlicher Anscheinskram war auch schon immer nur der erste Schritt zum nächsten Verbot und wird das auch immer sein. Wenn eine Waffe wegen ihres militärischen Ursprungs verboten ist und gar noch irgendwelche (angeblichen oder wirklichen) Repräsentanten der Schützen erzählen, das sei OK, dann liegt es doch auf der Hand die "Lücke" für funktional identische Waffen zivilen Ursprungs als nächstes zu schließen. Außer als Vorbereitung auf dieses nächste Verbot ergibt ein Verbot nach "militärischem Ursprung" keinerlei Sinn.
  4. Was heißt da Kleinkrieg--die stehen offenbar auf der anderen Seite. Wenn ein Industrieverband für seine Mitglieder Harakiri machen will kann man ihn nicht dran hindern, aber unterstützen braucht man ihn auch nicht.
  5. In der Tat. "Geheimdiplomatie" ist schon deswegen völlig daneben, weil Diplomatie voraussetzt, daß man bündnisfähig ist, also eine realistische Drohung oder ein begehrenswertes Angebot hat, was das FWR aber nicht hat und die Waffenbesitzer auch nicht haben. Was wir haben (das FWR aber offenbar nicht) sind gute Argumente und Wählerstimmen, und beides lässt sich nicht im Geheimen sondern nur öffentlich mobilisieren.
  6. Das geht über das Bauernopfer hinaus, weil es ohne jede Begründung voraussetzt, daß die Kaschi verboten gehört. Ich persönlich habe keine, will auch keine haben (außer zu einem sehr guten Preis...), aber darauf kommt es nicht an. Wer sagt, Munition unter 40 mm sei böse, der hat eigentlich keinerlei tragfähige Argumente mehr wenn ein Jahr später jemand kommt und sagt, längere Patronen können mehr Pulver aufnehmen und seien deswegen noch böser, während andererseits KK noch kürzer ist und deswegen noch böser. Weder die exakten Abmessungen einer Patrone noch die Abstammung einer Waffe von einer militärisch genutzten noch das Vorhandensein eines Holzschaftes haben irgendeinen logischen Zusammenhang mit der Verwendbarkeit der Waffe für Straftaten. Das FWR übernimmt also die Argumentation der Waffengrapscher und wieder einmal ist der größte Feind des deutschen Waffenbesitzers der deutsche Waffenbesitzer und dazu noch die, die vom deutschen Waffenbesitzer leben.
  7. Ich betreibe das "sog. Dynamische Schießen" eigentlich sehr gerne. Inwiefern es "kriegssimulierend" sein soll erschließt sich mir allerdings nicht so ganz. Natürlich gibt es Verwandtschaft zwischen dynamischen Disziplinen und dynamischen Kampfsituationen, genauso wie es eine Verwandtschaft gibt zwischen Sportfechten und Zweikampf oder zwischen Schachspiel und militärischer Strategie. Ganz allgemein sind sogar im Tierreich Spiele oft ein simulierter und durch Regeln eingehegter Kampf, und eben diese Einhegung ist doch etwas sehr gutes. Vor 100 Jahren haben sich die Völker Europas die Köpfe eingeschossen. Wenn sie sich heute zum gemeinsamen Schießen treffen und der Deutsche dem Polen schonmal seine Ausrüstung leiht und umgekehrt und sie dann alle hinterher ein Bier trinken gehen, dann erscheint mir das als positive Entwicklung. Aber das nur am Rande. Immerhin: Viele von uns wissen jetzt, wo gewisse Abgeordnete stehen und gewisse Abgeordnete wissen auch, daß es Leute gibt, denen diese Dinge wichtig sind. Jenseits der Aktivitäten in bezug auf die gerade anstehende Direktive wäre es wünschenswert, dieses Wissen zu bündeln, so wie es die NRA in Amerika mit ihren Fragenkatalogen an Politikern und Zusammenstellungen von Abstimmungen und daraus errechneten Schulnoten macht. Damit kann sich dann auch jeder, der selber nicht schreibt, bei anstehenden Wahlen informieren, welcher Kandidat seine Interessen wahrnimmt und welcher nicht. Das wäre, glaube ich, auch eine mit nur begrenzten Ressourcen zu machende wirksame Lobbyarbeit.
  8. Nun, strengere rechtliche Vorschriften für die Ausstellung von Durchsuchungsbeschlüssen oder falsche Behauptung von Gefahr im Verzug wo der Sache nach offensichtlich keine Gefahr vorliegt (ich nehme an, das Ding war nach WaffG korrekt eingetragen und Du warst nicht als Gewaltkrimineller oder gewalttätiger Psychopath bekannt) mit strengeren Strafen, wenn es jemand trotzdem macht, wären in der Tat eine Rechtsverschärfung, für die ich mich erwärmen könnte. Das würde vielleicht wirklich den Terror (also Schrecken) reduzieren.
  9. Deswegen habe ich ja geschrieben, den reinen Besitz nicht mit eingerechnet. Wenn der Besitz bei irgendeinem Problem mit einem Behördenbescheid die schlimmste Straftat im Zusammenhang mit diesem Waffen ist, dann hält sich mein persönliches Bedrohungsgefühl in sehr engen Grenzen. Schon die moralisierende Idee im KWKG, daß eine Herkunft aus Vollautomaten, nicht eine tatsächliche technische Eigenschaft eine Waffe zur "Kriegswaffe" macht, ist ja ganz offensichtlich hanebüchen.
  10. Wurden die eigentlich jemals für eine ernste Straftat (reiner Besitz usw. nicht eingerechnet) verwendet? Am ehesten könnte ich mir noch Jagdwilderei vorstellen, aber wenn's danach ginge, dann dürfte man in ganz Südfrankreich und Italien keinen Klebstoff mehr verkaufen.
  11. Ist in Amerika als Bezeichnung, nicht unbedingt abschätzig gemeint, für Waffen wie AR 15, Kaschi, usw. üblich. Kein fest umrissener Begriff, aber als erste Definition dürfte hinkommen: "Halbautomatische Langwaffe (oder aus einer Langwaffe abgeleitete Kurzwaffe) ohne Holzschaft." Also K98 oder auch Garand definitiv nicht, AR 15 und Kaschi definitiv, bei modernen Polymerwaffen könnte man sich streiten ob einen das Plastik mehr an Holz oder mehr an Metall erinnert.
  12. In Australien wurde wohl gezahlt, allerdings, glaube ich, 250 Aussie-Dollar pro Waffe, unabhängig vom Wert oder Zustand. Wer eine Schrottwaffe hatte, die er gerne für 100 losgeworden wäre, hat sich gefreut, die anderen wurden enteignet.
  13. Und wenn, was macht's? Die Verwendung von selber gebauten oder reaktivierten Schußwaffen dürfte unterhalb jeder statistische Relevanzschwelle liegen. Ich kann mir in Amerika frei und ohne Background-Check einen AR-15 Upper kaufen und dazu einen "80% fertiggestellten" Bausatz für den Lower. Die Leute, die das machen, sind je nach Interpretation vorsichtig oder paranoid, aber nicht kriminell. Genau wie bei dem ganzen Anscheinskram ist das bestenfalls Augenwischerei und unnötige Bürokratie.
  14. Nun, die Antworten die ich bisher von EP-Abgeordneten bekommen habe sind gar nicht so schlecht. Wir haben doch eine, wenn natürlich auch nicht perfekte, demokratische Vertretung, und was man auch sonst über das EP und seine Abgeordneten denkt, wiedergewählt werden wollen auch die. Wenn sich also trotz Sprachhürden eine europäische Öffentlichkeit bildet, dann kann die schon was heben. Würden bei, sagen wir, 100 Millionen zivil besessenen Feuerwaffen in der EU eine Million Waffenbesitzer oder auch nur hunderttausend ihrem jeweiligen Abgeordneten klarmachen, daß er ihre Stimme abschreiben kann, wenn er dem zustimmt, dann wäre der Entwurf schneller Geschichte als man die Löschtaste auf dem Computer drücken kann, und dazu noch wäre das ein Meilenstein für die Bildung eines europäischen Staatsvolks ohne das Demokratie halt schlecht funktioniert.
  15. Mit Waffen für Privatleute macht niemand genug Geld um damit eine von der Industrie gesponsorte effektive Lobby aufzubauen. Das trifft sogar in Amerika zu, wo sich Waffen doch ein wenig besser verkaufen als in Europa. Natürlich sollen die sich nach Möglichkeit einklinken, aber effektiver Druck kann nur von uns selber kommen. Ich habe immerhin von einigen EU-Parlamentariern Antworten bekommen die zwar unverbindlich waren, aber präzise genug um annehmen zu können, daß es keine Standardantworten waren. So viele Beschäftigte hat ein Parlamentarier auch nicht. Wenn die alle damit beschäftigt sind, individuelle Zuschriften (keine vorformulierten!) von Bürgern zu beantworten, dann wird der Chef immerhin merken, daß es Leute gibt, die das anders sehen und wählen gehen.
  16. In der Tat! Habe ich auch schon gemacht, in meinem Fall für die Europaabgeordneten aus Baden-Württemberg und ein paar Bundestagsabgeordnete. Eine Musteremail stelle ich bewußt nicht rein weil es besser funktioniert, wenn sich jeder in seiner eigenen (angemessenen!) Sprache meldet.
  17. Jetzt weiß ich, woher die Redensart "Die Flinte ins Korn werfen" kommt.
  18. Und schimpfen wie die Rohrspatzen, aber regelmäßig klein beigeben, wenn man ihnen anbietet, ihre Wahlkreise könnten im Rahmen eines Gebietsaustauschs einem zukünftigen Palästinenserstaat zugeschlagen werden--die wissen nämlich auch wo es sich besser lebt. Und arabischsprachige Muslime dienen auch, allerdings freiwillig, im Militär dort.
  19. Tja, die Tschechen erinnern sich noch daran, was das freundschaftliche Bündnis mit dem großen Bruder bedeutet hat. Ich selber verdanke einen guten Teil meiner politischen Einstellungen einem Tschechen, der nach dem Prager Frühling in Deutschland Asyl gefunden hat. (Die Umerziehung im Sowjetknast hat nicht so gut funktioniert--vorher war er weichgespülter Marxist und Atheist, hinterher Christ und hart konservativ.) Sie brauchen aber trotzdem die Unterstützung aus den großen und mächtigen EU-Ländern. Auch wenn wir natürlich in zwei Wochen keine Mehrheit im Land zusammenkriegen, es ist wichtig, daß sowohl die Osteuropäer als auch unsere eigenen Politiker wissen, daß viele bei uns im Land die Sache genauso sehen.
  20. Na ja, auch wenn in der Ideologie Übereinstimmung besteht, ist die Motivation wohl eine andere: Die Saudis sind konservativ und haben Angst davor, daß ihnen religiöse Fanatiker den Kopf abhauen. Die IS-Typen wollen wahllos Köpfe abhauen und letztlich auch die eigenen abgehauen haben. Die Saudis wollen von Deutschland Kanonen und Luxusautos geliefert bekommen--ob wir hier Pornos gucken oder gar Karikaturen malen scheint sie nicht so zu berühren, solange die Kanonen und Luxusautos weiterhin geliefert werden. Es scheint wohl so zu sein, daß zumindest ein Teil der Unterstützung, die die Golfstaaten an Terroristen geben, nicht wirklich auf Zustimmung zu den Terroristen beruht, sondern eher auf der Hoffnung, daß denen woanders die Rübe weggeblasen wird und sie so im eigenen Land keinen Ärger machen. Diese Einstellung ist in gewisser Weise moralisch noch verkommener als die von Leuten, die wirklich an den Dschihad-Mist glauben, und genausowenig akzeptabel, aber vielleicht leichter zu korrigieren. Schon leichte Sanktionen wie keine Waffen, keine Luxusgüter, keine Urlaube und Shoppingtouren bei uns für Regierungsmitglieder und ihre Familien, und nur deutlich eingeschränkte und überwachte Finanzdienstleistungen könnten da Wunder in der Einstellung bewegen.
  21. Wer's wirklich haben will und eine gewisse rechtliche Grauzone mit erheblicher Strafandrohung nicht scheut kann das in Amerika umgehen: Waffe als Kurzwaffe kaufen--es gibt eine erhebliche Auswahl an AR-15 "Pistolen" u.Ä., auch wenn die sinnvoll eigentlich nur aufgelegt zu schießen sind. Will man dann aus einem vernünftigen Anschlag schießen, dann wäre ohne SBR-Stempel die Anbringung eines Hinterschafts strengstens verboten. Es gibt allerdings "Armstützen", ursprünglich zur Stabilisierung der Waffe für Behinderte mit eingeschränkter Handfunktion gedacht, die zufälligerweise ein ganz ähnliche Form haben wie ein Hinterschaft. An und für sich ist da nichts Verbotenes daran, aber es ist nicht ganz klar, wie das rechtlich aussieht, wenn offensichtlich ist, daß man das Ding ausschließlich als Hinterschaft verwenden will und keinerlei Probleme mit den Händen hat. Das aber nur als Ausflug. Mir persönlich ist das zu blöd--für ein sehr kurzes Gewehr tut's ein Bullpup besser finde ich. Genau da ist das Problem. Die Anscheinswaffenverbieter in Amerika geben bisweilen offen zu, daß Verbote nach Aussehen praktisch keinerlei Auswirkungen auf die Kriminalität haben werden, einerseits weil Langwaffen eh kaum deliktrelevant sind, andererseits weil kosmetische Vorschriften leicht umgangen werden können (siehe oben). Worum es geht ist erst irgendwelche Waffen zu verbieten, die irgendwie furchteinflößend aussehen, um dann im zweiten Schritt sagen zu können, daß andere, putziger aussehende Waffen funktional identisch sind, um die dann auch verbieten zu können. Wenn AR-15 oder Tavor verboten sind, dann ist es im Grunde nur logisch als nächstes zu sagen, daß ein K98 viel eher tödliche Murmeln verschießt (und tatsächlich zu ungezählten Morden verwendet wurde, allerdings durch Uniformierte) und deswegen noch viel schlimmer ist. Waffengrapscher werden niemals zufrieden sein, eine bestimmte Gattung Waffen verboten zu haben. Jedes Verbot ist nur der erste Schritt zum nächsten Verbot. Ohne SBR-Stempel fehlen da anderthalb Zoll Lauflänge.
  22. Bei Optik wäre ich vorsichtig, insbesondere alles was Tritium enthält. Da steht normalerweise deutlich auf der Packung angeschrieben, daß man es nicht so ohne weiteres ausführen darf.
  23. Aber nur so lange bis der Angreifer merkt, daß die Menschenmenge vor der Zugangskontrolle eigentlich ein viel leichteres Ziel ist als die Leute drinnen... Sent from my iPhone using Tapatalk
  24. Haben wir jetzt die gesamte geistige Verwandtschaft des Göttinger Mescalero hier im Forum, die sich mit der berühmten klammheimlichen Freude über allerlei Dinge abgrinst? Im Übrigen: Wenn Du, wie zu vermuten ist, auf den damaligen Oberst Klein anspielst, dann hat der vielleicht überreagiert und Vorschriften ignoriert, aber ganz bestimmt keine Dörfer "einäschern" lassen. Weißt Du denn, ob Du wenn Du mit der Möglichkeit konfrontiert wärst, daß jemand in einem Kriegsgebiet zwei Tanklaster unter Deinem Hintern hochjagt, besonnener reagiert hättest?
  25. Also einmal abgesehen davon, daß Deine Wortwahl eine von Dir hoffentlich nicht gemeinte Gleichgültigkeit bezüglich Morden an Politiker und ihren "Bütteln" (also einfachen Polizisten, Soldaten, oder Fahrern) zum Ausdruck bringt, ebenso abgesehen davon, daß die Passagiere und Besatzung der Landshut ohne die geglückte Befreiung die Mehrheit der RAF-Opfer gewesen wären: Auf Massenmorde, die sich nicht gegen die Mächtigen sondern z.B. gegen Schüler und Lehrer richten, reagieren Politiker und Bürger doch ähnlich verquast.
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