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Schwarzwälder

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  1. Wir (meine Frau und ich) haben unsere Anzeige gem. §37h WaffG schon Anfang September gestellt und diese Woche die Bescheinigung bekommen. 3 Dinge: 1. Beim Kauf achtet man nicht nur auf das Kaufdatum, sondern auch den Namen des Erwerbers. Nur der Erwerber bekommt die Anzeigebescheinigung abgestempelt! 2. Netterweise wird aber eine gesonderte Legitimation zur Mitnutzung für gemeinschaftlich besessene Waffen ausgestellt, dies nach Rücksprache mit irgendeinem Europaministerium. Somit darf ich auch die von meiner Frau erworbenen Magazine und umgekehrt nutzen, sofern wir für die Waffen eine gemeinschaftliche Erlaubnis (gemeinsame WBK) haben. 3. Leider steht am Ende der §37h Anzeigebescheinigung folgender Text: Mit anderen Worten: Magazine, die (auch) in Kriegswaffen passen oder in verbotene Waffen passen, müssen immer beim BKA angezeigt werden?
  2. Also das Ganze kippt mir jetzt in eine Richtung also ob das NWR eine rein freiwillige und unverbindliche Datensammlung von Behörden sei ohne(!) Anspruch auf Vollständigkeit. Ein Blick ins NWRG §8,2 sagt aber aus: Das i.V.m. §19,3 NWRG ==> Also kann ich über die Registerbehörde oder direkt bei der Waffenbehörde doch eine Berichtigung und/oder Vervollständigung verlangen. ==> Zudem habe ich ganz prinzipiell doch ein Recht auf "informationelle Selbstbestimmung". Schon damit darf ich doch auf richtige + vollständige Daten pochen. Davon abgesehen, wenn das Einpflegen vollständiger Daten in das NWR in die Beliebigkeit der Waffenbehörden gestellt würde, wären wesentliche Gründe für das Einführen des NWRG ad absurdum geführt. Beispiel: Schütze xyz wird zuhause instabil. Seine Waffenbehörde hatte leider keine Lust, seine 9mm Pistole ins NWR einzupflegen. Im NWR ist nur ein 16 J Luftgewehr vermerkt. Diese Auskunft führt ggf. zu einem anderen polizeilichen Vorgehen. Fazit: Das NWRG macht nur Sinn, wenn die Daten vollständig und richtig sind. Schon von daher müsste ein Anspruch auf Berichtigungen/Ergänzungen bestehen. Ich war jetzt nah dran an einem Widerspruch nach der Argumentationskette, die @Muck skizziert hat. Soll ich das jetzt wirklich bleiben lassen?
  3. @Muck Herzlichen Dank! Das hilft mir ungemein weiter. @Elo Wenn die Behörde zur Speicherung verpflichtet ist, erübrigt sich die Frage, inwiefern es "mir was bringt". Pflicht ist Pflicht und gilt für beide Seiten! Es bringt mir aber schon insofern etwas, weil ich auf die gemeinsame WBK gestützt auch den gemeinsamen Besitz an langen Magazinen (zumeist sind es auf 10 Schuss blockierte 20er, die aber eben von beiden auch eingesetzt werden) für die gemeinsam besessenen Waffen hinarbeiten will. Was mir die Behörde ebenfalls verweigert (bzw. seit meinem Antrag von Anfang September in der Sache untätig bleibt). @HangMan69 Ich weiß auch nicht so recht, wie highlower das gemeint hat. Mitglied im FWR sind wir seit Ewigkeiten und wenn ich von Muck jetzt nicht so ne gute Auskunft bekommen hätte, dann hätte ich deren (FWR) Anwalt ggf. schon mal kontaktiert.
  4. Gut, aber der Händler wird ja einen aktuellen Auszug aus dem NWR verlangen. Und wenn da dann die Gemeinsame WBK/Mitnutzererlaubnis vermerkt ist, dürfte doch alles gut sein. Ich weiß jetzt nicht, wie es die 25.247 Mitnutzererlaubnisse laut Bundesregierung es in das NWR geschafft haben - wenn es sooo unwichtig sein soll. Man kann ja über das NWR denken wie man will, aber wenn es nun mal da ist, legt doch jeder Wert, dass seine Daten/Erlaubnisse darin korrekt und vollständig erfasst sind. Für jede diese Miterlaubnisse musste die ganze Ochsentour: 12/18 Trainingsnachweise, oft Wettkampfbescheinigungen, Bedürfnisnachweise, jeweils etwa 30-50 Seiten Antrag+Anlagen (kein Witz!) und natürlich Beachtung von 2/6 vorgelegt werden, dann alles zur Behörde, dort Vorlage der WBKs, wieder Anträge, Schießbuch- und Urkundenvorlage und alles in allem ziemlich Geld hingelegt werden. Und jetzt verschwinden diese Miterlaubnisse im Nirwana, weil ein SB meint: "Das Waffengesetz kann nicht explizit alle Lebenssachverhalte erfassen und daher gibt es keine "gemeinsamen Waffenbesitzkarten"
  5. Das NWR fungiert als Dokumentation der Erlaubnisse, auch für Dritte, nicht nur Behörden. Beispiel: Ich bestelle Munition für eine Waffe, für die die Frau als Mitberechtigte eingetragen ist und an die sie adressiert werden soll, weil ich ggf. auf Arbeit bin. Der Händler guckt dann ins NWR und erst dann nimmt er als Lieferanschrift die Frau. Ist sie nicht nachweislich berechtigt, schickt er stur an mich. Und ob ihm künftig noch die uralte WBK-Kopie reicht... wer weiß.
  6. Gemäß der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache vom 29.12.2020) waren zum 31.12.2019 satte 25.246 "Mitbenutzererlaubnisse zur gemeinsamen WBK" im NWR eingetragen. https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/256/1925650.pdf Zusätzlich gab es 14.100 Vereins-WBKs in D (wo natürlich ohnehin mehrere Berechtigte existieren). Ich selber habe div. WBKs zweier Behörden, die ausdrücklich als "Gemeinsame Waffenbesitzkarte" gestempelt sind, ferner div. WBKs wo mehrere Berechtigte Familienmitglieder eingetragen sind. Leider hat meine Behörde auf unser Begehr, die Mitbenutzererlaubnisse im NWR einzutragen/zu melden, abgelehnt. Die Begründung im Wortlaut: Wie soll man hier vorgehen? Klar, klagen kann man - aber sind die Gerichte eine Fortbildungsinstanz für ahnungslose Sachbearbeiter? Kann mir jemand sagen, WO im NWR (im Programm), die Mitbenutzererlaubnisse im NWR eingetragen/vermerkt werden?
  7. Damit das dann auch effektiv wird, würde ich Dir empfehlen Deiner Waffenbehörde noch ein paar Ergänzungsvorschläge über die Impfpflicht hinaus zu machen, man kann nie sicher genug vorgehen! Impfpflicht einschließlich aller regelmäßigen Updates/Impfauffrischungen gegen die jeweils neuesten Mutationen Nachweis des Immunstatus (wir wollen keine Impfversager auf dem Schießplatz!), z.B. div. Antikörpertests/Titer, Plaquetest... Trainingsgenehmigung erst, wenn die Waffenbehörde online Zugriff auf Deine Corona-App hatte und keine kritischen Kontakte bestanden Da die Impfung nicht davor schützt, Virenträger zu sein: 48 Stunden vor jedem Training ein PCR-Test und am Eingang zum Schießplatz noch ein Schnelltest FFP3-Masken beim Schießen Pflicht Abstand, Hygiene usw. sowieso Nein, im Ernst: Ein umfangreicher, ggf. automatisierter Datenabgleich zwischen Gesundheitsbehörden und Waffenbehörden bietet eine Vielzahl von Risiken, wo neue Daumenschrauben angesetzt werden. Nicht nur bei Leuten, die sich gegen Corona nicht impfen lassen wollen (immerhin je nach Umfragen bis 40% der Bevölkerung), die hier (O-Ton @H.S. ) pauschal als "Spinner" diffamiert werden, sondern auch bei Leuten, die sich brav und blind mit jedem und allem impfen lassen, was ihrem Oberarm angeboten wird. Die Gesundheitsbehörden laufen sich in der Corona-Krise warm, zur Super-Überwachungsbehörde zu werden. Mir ist aber nicht ersichtlich, wieso diese hochprivate Datenfülle ungefiltert und en masse den Waffenbehörden zugänglich gemacht werden soll. Wie gesagt: Eine punktuelle Übermittlung von Zwangseinweisungen kann man machen. Aber Leuten wie @karlyman scheint dies nicht zu reichen. Die wollen mehr. Warum?
  8. Na wunderbar! Wie ich schrieb: "dann kann der Datenabgleich doch punktgenau darauf (auf die Mitteilung von Zwangseinweisungen) beschränkt werden". Mehr Datenabgleich braucht es nicht und wenn mehr im Referentenentwurf steht, dann muss das von unserer Lobby massiv thematisiert werden, damit es wieder schön raus kommt, aus dem Entwurf.
  9. Nicht so schnell. @mühli stellt genau die richtigen Fragen! Die Gesundheitsbehörden werden künftig immer mehr mit einer Fülle von persönlichen Daten "gefüttert" und mit "massiven Durchgriffsrechten ausgestattet" wie @Katechont zurecht schrieb. Hier sollte man schon genau hingucken, wieso und warum was genau an "Datenabgleich" mit den Waffenbehörden ermöglicht wird. Corona-App mit Kontaktverfolgungen- sollen diese irgendwann auch der Waffenrechtsbehörde ermöglicht werden, die die "Kontakte" dann vom Verfassungsschutz prüfen lässt? Könnte jemand, der auffällig oft in Quarantäne muss, auch die Vermutung der Unzuverlässigkeit (ja nach Grund) rechtfertigen? Hat jemand, der nicht geimpft ist, noch ein Bedürfnis? Wenn z.B. die nahegelegenen Schiessstände nur für Geimpfte geöffnet werden? usw. Ich finde, solche Probleme brauchen wir nicht. Wenn @H.S. meint, der Datenabgleich diene nur und ausschließlich dazu, Zwangseinweisungen den Waffenbehörden mitzuteilen, dann kann der Datenabgleich doch punktgenau darauf beschränkt werden. Oder?
  10. Wenn der Datenabgleich nicht auf die Mitteilung von Zwamgseinweisungen begrenzt ist, dann wäre das denkbar und möglich. Ggf. darf das Gesundheitsamt künftig umfangreiche Daten zum Immunstatus eines jeden Bürgers sammeln und dann auch weitergeben. Vielleicht darf das Gesundheitsamt dann auch umfangreiche Profile aus künftigen Corona Apps anlegen und weitergeben.
  11. Laut BDS Infobrief soll das Waffengesetz jetzt doch noch ein weiteres Mal geändert werden. Betroffen sind die Paragraphen 5+6 zu Zuverlässigkeit und persönlicher Eignung. Hier soll es neu ein Datenabgleich mit den Gesundheitsbehörden geben. Meine Fragen : Zielt der Datenabgleich darauf ab, Quarantänesünder etc. als unzuverlässig einzustufen? Oder einen Verstoßes gegen Corona Auflagen mit Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnisse zu bestrafen. Oder will man Ungeimpfte oder "Corona Kritiker" von Waffen und Schießplätzen fernhalten? Will man einen Impfzwang via Datenabgleich durchsetzen? Werden künftig auch Testergebnisse wie beim BDS Steel Match im Mai für die Waffenbehörden abrufbar? Wozu der Datenabgleich mit dem Gesundheitsamt?
  12. @JägermitHut Vielen Dank! Das sind sehr praktische gute Hinweise. Ich bespreche das noch mal mit meinem Verein/LV. Evtl. kann man ja als letzten Versuch eine Verbandsbescheinigung beibringen, wonach die Grundwaffe mit dem Wechselsystem auch für eine konkrete Disziplin zugelassen ist (ist sie, meine Frau hat sie letztes Jahr bei BDMP und BDS Wettkämpfen eingesetzt. Aber wenn sich dann immer noch nichts tut, dann muss ich klagen. Ich habe zwar zweimal eine schriftlich "begründete" Ablehnung erhalten, aber formal stand nie was von Widerspruchsbescheid drin und eine Belehrung über die Rechtsmittel nebst Fristangabe fehlt. Kann ich dann trotzdem klagen?
  13. So, nun habe ich nach knapp 4 Monaten auf meinen formlosen Widerspruch nochmals behördlichen Bescheid bekommen: Das war's. Ausgangspunkt war ein SL in .223, für den wir beide als Berechtigte in der WBK eingetragen sind, nachgewiesen seinerzeit durch 2 separat ausgestellte Bedürfnisse. Für diese Grundwaffe habe ich 2019 ein WS gekauft, das im kleineren (!) Kaliber 5,45x39 geliefert wurde (HAR-15 von Horner Arms). Dieses wurde durch Schaftwechsel etc. auf sportlich getrimmt und vom BKA per Bescheid nicht vom sportlichen Schiessen ausgeschlossen. In 2020 wurde es dann auch (u.a. von meiner Frau) bei Wettkämpfen im BDS und BDMP eingesetzt. Ich verstehe nicht, warum durch Verwendung des Wechselsystems "eine ganz neue Waffe" entstehen soll. Das WS ist alleine nicht bestimmungsgemäß verwendbar und führendes wesentliches Teil ist und bleibt der Lower, der ja in beiden Fällen gleich ist/unverändert bleibt. Oder übersehe ich da was im neuen WaffG und ein Kaliberwechsel von größer nach kleiner fordert jetzt auch eine Bedürfnisbescheinigung? Auszug-Waffenbehörde-11.03.2021.k.pdf
  14. Ich habe die Anzeige als einer der ersten gemacht. Mit kompletten Kaufnachweisen aller (!!) teils fast 20 Jahre alten Magazinkäufe. Ich habe sogar die Bestätigungsformulare für die Behörde (Vordruck auf den offiziellen Seiten des NWR) vorausgefüllt mitgeschickt. Einen Stempel/Bestätigung habe ich bis heute nicht. Man will das offenbar aussitzen und in ein paar Monaten war's das dann. Also "einfach" ist da leider gar nichts.
  15. Hm, der Haken ist dann aber gut versteckt. Und gilt der nur für Nachlieferungen oder auch für sofort lieferbare, aber in unterschiedlichen Lagern sich befinden Artikel? Genauer besehen wird es bei mir wohl auf 5* Porto rauslaufen, denn manche Artikel sind zwar gelistet und können vorgemerkt werden, aber nicht zusammen bestellt werden, so eine Abzugstuningfeder in meinem Fall. Die hatte ich vorgemerkt und jetzt ein paar Tage später die Email bekommen, dass ich jetzt bestellen kann, natürlich dann wieder gegen extra Versandkosten, denn Mitliefern geht ja nicht, obwohl ich bislang nur 1 der 4 Sendungen geliefert bekam. Zur Optimierung der Versandkosten splittet Brownells Deutschland also einen Bestellwunsch via unterschiedliche Lager, unterschiedliche Lieferzeiten Rückstand / Lagerware und "Bestellumwege" /Vormerkprozess so auf, dass bis zu 6 Mal Versandkosten anfallen können. Das muss kundenfreundlicher. zu regeln sein. Ich bitte als langjähriger Kunde darum.
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