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Weil bei einer militärischen Auseinandersetzung die Vernichtung des Gegners beabsichtigt ist (jedenfalls im Prinzip--die tatsächlichen ROE mögen aus allerlei Gründen wesentlich restriktiver sein), bei der zivilen Notwehr hingegen nur die Überwindung des gegenwärtigen Angriffs. Ist der Angriff vorbei sollen sich andere darum kümmern. Glücklicherweise zeigt die Erfahrung auch, daß die ganz überwiegende Mehrheit der Leute das auch so handhabt. Wo immer auch das Waffenrecht im Hinblick auf Selbstschutz liberalisiert wird, malen die Leute das Gespenst der häufigen Notwehrexzesse an die Wand, aber in der Praxis passiert das einfach nicht, auch wenn manche Leute gern große Sprüche klopfen. Der deutsche Michel ist, wenn man verallgemeinern darf, wohl eher an der wortwörtlichen Einhaltung von Regeln interessiert als der Ami, also würde in Deutschland noch viel weniger passieren.
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Normale Bürger für Waffenbesitz gewinnen
Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Nach Deiner Logik gab es auch in der "DDR" Reisefreiheit. Schließlich durfte ja jeder, der ein Visum hatte, ausreisen. Es konnte sogar praktisch jeder ein Visum bekommen. Man brauchte sich nur bis 65 abrackern und in der Zwischenzeit keine mißliebigen Bemerkungen machen. -
Normale Bürger für Waffenbesitz gewinnen
Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Glaube ich so nicht. Es gibt in Deutschland zwar nur wenige Menschen, die öffentlich für das Recht auf Waffenbesitz einstehen, aber es gibt auch nicht besonders viele entschieden hoplophob gestörte Leute. Für die meisten, die nicht über die Sport- oder Jagdroute mit Waffen befasst sind, scheint das eher kein Thema zu sein, mit dem sie sich in die eine oder andere Richtung überhaupt befassen. Das größte Problem ist die politische Selbstverstümmelung, derer, die sich für Waffen interessieren, nicht Waffengegner. Es gibt da eine interessante Analogie, die ich immer wieder bemühe. Ein erheblicher Anteil der deutschen Bevölkerung nimmt gelegentlich oder regelmäßig Stoffe, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Politiker posten Selfies mit ihren Hanfpflanzen, im Bundestag soll Koks sich einer gewissen Beliebtheit erfreuen, und allgemein nehmen Prominente mit Medieneinfluß wohl mehr ein als der Durchschnittsbürger. Medienhetze gegen Drogenkonsumenten mag es in den Fünfzigern bis Achtzigern nennenswert gegeben haben, heute aber nicht mehr. Die linke Ausrichtung der veröffentlichten Meinung sollte den Drogenkonsumenten eher helfen, denn zur Zeit ist es (unlogischerweise) eher die Linke, die da Liberalisierungen haben mag. Und trotzdem kriegen Abermillionen von Kiffern, Schnupfern und Pillenpoppern es nicht fertig, auch nur den Hauch einer Lobbyorganisation aufzubauen, die dafür einträte, daß sie wegen ihres Zeitvertreibs und des bloßen Besitzes eines Stoffes nicht mehr bestraft werden. Schlimmer noch, eine eigentlich völlig harmlose politische Forderung wird selbst von ihren Protagonisten als lächerliches Material für ein Blödellied angesehen: Gebt das Hanf frei! Kurz, das Gesetz wird trotz erheblicher Strafandrohungen allgemein ignoriert, aber keiner kriegt den Ar*** hoch, um es zu ändern, von ein paar radikallinken Jugendorganisationen und ein paar verstreuten Libertariern einmal abgesehen. Dabei ist das wohlgemerkt eine Forderung, die z.B. Milton Friedman schon in den Siebzigern gut begründet vorgetragen hat, und dessen Buch "Chancen, die ich meine" in Deutschland unter lesenden Kohl-Wählern einen gewissen Zuspruch hatte. Das Problem bei den Waffen ist, glaube ich, ein ganz ähnliches. Die Waffenbesitzer kommen entweder mit der Rechtslage klar und beantragen ihre Bedürfnisse oder verzichten auf einen erwünschten Erwerb oder auch nur eine erwünschte Disziplin, oder es wird auch mal das Waffengesetz einfach ignoriert. Aber es gibt nicht nur kaum einen, der sich irgendwie für eine Liberalisierung einsetzt, und sei es nur im Gespräch mit Freunden oder auch den jeweiligen Abgeordneten, sondern auch unter Waffenfreunden wird dieses Thema mehr als Blödelmaterial (Chips und Cola, wie es in diesem Forum heißen würde) angesehen. Solange die Leute, die es am meisten betrifft, nicht nur die Klappe halten sondern, schlimmer noch, diejenigen belächeln, die den Mund aufmachen und sich engagieren, wird es in der Tat nichts werden. -
Normale Bürger für Waffenbesitz gewinnen
Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Die Frage war, ob Frauen an Waffen zum Schutz ihrer selbst und ihrer Familie Interesse haben. Da ist es doch schon relevant, daß wo das einigermaßen unkompliziert geht, das Interesse von Frauen deutlich höher ist als in der Wettkampfszene. -
Zusammenhang Psychopharmaka und Amokläufe wohl vorhanden.
Proud NRA Member antwortete auf Iggy's Thema in Allgemein
Und in welche Richtung. Wenn man damit, daß man freiwillig zu einem Psychologen oder Psychiater geht, mit keiner Geschichte eigen- oder fremdschädigenden Verhaltens und keinen entsprechenden Absichten, sein Hobby oder seine Karriere aufs Spiel setzt, dann gehen die Leute da natürlich nicht hin. -
Zusammenhang Psychopharmaka und Amokläufe wohl vorhanden.
Proud NRA Member antwortete auf Iggy's Thema in Allgemein
Im Fall der Schulen und Mitschüler scheint ein verbreitetes Element auch in massiver Schikane zu bestehen. Das geht an der einen oder anderen Schule schon in den Bereich der täglichen gefährlichen Körperverletzung gegen ein "Opfer" das irgendwie nicht dazupaßt. Davon alleine knallt niemand durch. Aber es gibt eben, gottlob selten, Fälle wo psychische Krankheit, Realitätsverlust, überforderte Eltern, und Schikane in der Schule zusammenkommen und dazu dann noch die, wohl erheblich kulturell beeinflußte Entscheidung, daraus entstehende Wut nicht in Aggression gegen sich selber sondern gegen andere auszuleben. -
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Gegen null, nehme ich an, wenn Du unter berufsbedingt verstehst, daß es Voraussetzung für den Job ist. Da gibt's hier traditionell die etwas korrupte Vorgehensweise, daß entsprechende Jobs mit Cops als Nebenjob oder nach dem Ausscheiden besetzt werden, und die dürfen auf einer anderen rechtlichen Grundlage führen. Wenn Du unter berufsbedingt auch z.B. einen Verkäufer im Nachtdienst verstehst vermutlich ein paar mehr. Was hat das aber mit irgendetwas zu tun? Das Recht auf Leben ist, scheint mir, nicht an einen bestimmten Beruf gebunden. -
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Hast Du die schon einmal bei einer Kontrolle ausprobiert? -
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Hmm. Also bei uns sind das gar nicht einmal so wenige. Die sportlichen Wettbewerbe sind eindeutig männerdominiert, aber unter den Waffenscheininhabern, die ich kenne, und auch unter den Leuten, die bei meinem Waffenscheinkurs waren, ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Aus diesen, zugegeben statistisch nicht belastbaren, Beobachtungen könnte man eher folgern, daß Frauen sich nicht so sehr für den ins Sportliche organisierten Hahnenkampf interessieren, wohl aber für den Selbstschutz, zumal die Feuerwaffe wie keine andere Waffe Unterschiede in Kraft und Gewicht zu neutralisieren vermag. -
Mag sein, aber erfahrungsgemäß funktioniert es noch schlechter, wenn entsprechende Diskussionen nicht vom Volk sondern vom Politbüro, der Hofclique, usw. geführt werden.
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Das war es ohne Zweifel, aber wegen eines abgebrochenen Raubes knalle ich niemanden ab, auch wenn er eine Abreibung noch so sehr verdient hätte. Für die Strafe sind andere zuständig. Mein Job, ist mein Leben und meine Gesundheit und die meiner Nächsten zu schützen, nicht die strafende Gerechtigkeit herzustellen. Wenn dem Straftäter einfällt, daß er daheim die Milch auf dem Herd vergessen hat, dann ist dieser Zweck genauso, und mit weniger Ärger, erreicht wie wenn er tot oder verkrüppelt da liegt.
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Na ja, diese Technik ist auch eher mit der Tür ins Haus gefallen. Um mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich zu verwenden: Wenn Steve Jobs die Leute gefragt hätte "Möchten sie ein Smartphone ohne Tastatur kaufen?" dann würden wir heute noch auf Nokia-Telephone winzige (aber immerhin fühlbare) Tasten drücken. -
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Nun, die Anerkennung der Selbstschutzes als Bedürfnis, speziell für den Waffenschein oder die entsprechende Behördenerlaubnis, dürfte mehr nach sozialem Status und Nähe zur Verwaltung gehen als nach tatsächlicher Gefährdung. In Deutschland kann man das schlecht überprüfen, weil die Namen der Scheininhaber unter Verschluss gehalten werden. In New York mit einer "may issue" Regelung, die der deutschen ähnlich ist, haben die Leute einmal nach Informationsfreiheitsgesetz eine Liste der Scheininhaber bekommen, und es war eine Liste von Beamten, Prominenten und Parteispendern--ironischerweise waren unter den Inhabern auch viele bekannte Hetzer gegen den Waffenbesitz. Man kann es nicht überprüfen, aber es liegt zumindest nahe, daß z.B. eine grüne Bundestagsabgeordnete es wesentlich einfacher hat, an den Schein zu kommen, als eine Frau, die aus einer gewalttätigen Einwandererfamilie abgehauen ist und jetzt zwischen Abendschule und Schichtdienst an einer Tanke in einer schlechten Gegend pendelt. Das ist sozial ungerecht. Die "besondere Gefährdung" war immer und ist immer ein Feigenblatt zur Vergabe an Privilegierte. Das muß schon deshalb so sein, weil Gewaltkriminalität meistens innerhalb einer sozialen Gruppe begangen wird, so daß die tatsächlich am meisten Gefährdeten ziemlich ähnlich daherkommen wie die Gefährlichsten. Im Beispiel der Frau aus einer gewalttätigen Familie z.B. ist es einer Behörde nicht so leicht möglich zu unterscheiden, ob die jetzt vom Familienrat zum wegen einer angeblichen Familienehre zum Tode verurteilt wurde oder ob sie einfach als Front für ihren vorbestraften Bruder vorgeschickt wird. Eine Beschränkung von waffenrechtlichen Erlaubnissen auf wirklich besonders Gefährdete wäre von daher absurd, denn sie würde dazu führen, daß die der Dunstkreis der Unterwelt die Erlaubnis bekäme, der friedliche Bürger, der weder besonders gefährdet noch besonders gefährlich ist, aber nicht. Was die "besondere Gefährdung" wirklich meint ist von daher besondere Nähe zur Verwaltung. -
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Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Schengen beschränkt das nationale Waffenrecht dahingehend, daß für gewisse Waffen Bedürfnisanträge und Registrierung verlangt werden. Es gibt nichts, das Deutschland daran hindern würde, wie Du ja selber schreibst, Selbstschutz, Sammeln und Spaßschießen als Bedürfnisse anzuerkennen, sowohl für den Besitz als auch im Fall des Selbstschutzes fürs Tragen. Das sieht man ja auch schon daran, daß Sportschießen, Sammeln, und auch Selbstschutz ja im bestehenden Waffenrecht im Prinzip jedenfalls als Bedürfnisse anerkannt werden, nur halt die Anerkennung restriktiv und mit Bezug auf den Selbstschutz auch höchst sozial ungerecht gehandhabt wird. Schengen wäre Genüge getan, wann man beim Waffenhändler auf einem Formular Selbstschutz/Sport/Jagd/Sammeln ankreuzen müsste. Im Übrigen: Wenn die Kanzlerin wesentliche Aspekte von Schengen und Dublin per Fernsehansprache außer Kraft setzen kann, ohne demokratischen Beschluß in Deutschland und ohne Abstimmung mit den anderen Schengenländern, die ja davon schließlich auch betroffen sind, glaube ich nicht, daß uns die anderen EU-Ländern daran hindern könnten oder würden, unser Waffenrecht so liberal zu gestalten wie es uns beliebt. -
Normale Bürger für Waffenbesitz gewinnen
Proud NRA Member antwortete auf Michael_He's Thema in Waffenlobby
Ich finde die Abkürzung saulustig. Irgendwie fast schon so verdruckst wie der "GV" in gewissen, eher wenig erfolgversprechenden, Kontaktanzeigen. Bei uns sagt man, soweit es sich eben um das Heim dreht, "home defense", wofür im Deutschen wohl "Heimschutz" passend wäre. Außer Haus spricht man normal, entsprechend der vorgeschriebenen Trageweise und des Names des Scheins, von "concealed carry." Im Deutschen wäre vielleicht "Waffentragen" das einfachste Wort. Und ja, auch wenn meine Waffen vorwiegend dem Spaß und Sport dienen, für Heimschutz und Tragen ist auch etwas parat, wofür ich mich weder schäme noch entschuldige, auch wenn ich natürlich versuche, mein Leben so zu gestalten, daß die Waffen möglichst nie in dieser Funktion zur Anwendung kommen werden. -
Ein Ansatzpunkt: Privater Waffenkauf explodiert in Tirol
Proud NRA Member antwortete auf Zeb Carter's Thema in Waffenlobby
Doch die Freimaurer? -
Legitim ist es sicher, seine Geldbörse mit tödlicher Gewalt zu verteidigen, aber es ist im Allgemeinen weder weise noch sinnvoll und auch moralisch eher fraglich. Wenn der Mann aus ruhiger Überlegung gehandelt hat, dann tut es mir um die Strafe nicht wirklich leid. Wenn er in Panik gehandelt hat ist es eine andere Sache. Dabei fällt auch ins Gewicht--noch ein Grund erstmal vor der Polizei die Klappe zu halten--daß es vielen Menschen schwerfällt, zuzugeben, daß sie in Panik irrational gehandelt haben, auch wenn die Panik vollkommen verständlich und natürlich wäre, und in der angegebenen Situation--alter Mann wird von einer Bande Jugendlicher körperlich mißhandelt und mit dem Tod bedroht--auch naheliegt. Ein weiterer Aspekt dabei ist, daß in Deutschland gerade durch die Fiktion, daß man Waffen nicht zum Selbstschutz haben soll, solche Situationen nicht hinreichend besprochen und geübt werden können. Als ich in Amerika das Seminar für meinen Waffenschein gemacht habe ging es ausführlich darum, wann man schießen soll und wann nicht. Als freiwillige Zugabe, im Preis inbegriffen, gab es dann auch noch die Möglichkeit, im Schießkino mit Situationen, die für die Polizei erstellt wurden, shoot/no-shoot zu üben. Das ist äußerst instruktiv, aber in Deutschland wohl nicht möglich, obwohl man dabei gerade lernt, nicht zu schießen wenn es nicht not tut. Ebenso instruktiv und in Deutschland nicht möglich ist es auch, Situationen zu üben (nur mit Übung mit dem Holster und einem erfahrenen RO!!) wie man auf kurze Entfernung sich Platz verschaffen und zum Schuß kommen kann und dergleichen, und auch das führt erfahrungsgemäß nicht dazu, daß die Leute schießgeil werden, sondern dazu, daß sie sich über die Grenzen der Sinnhaftigkeit der Schußwaffenverwendung Gedanken machen. Kurz: Wenn man es den Leuten verbietet, zu üben, unter Druck zu entscheiden wann und wie sie schießen sollen, dann ist es nicht überraschend, daß sie im Ernstfall suboptimale Entscheidungen treffen.
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Ein Ansatzpunkt: Privater Waffenkauf explodiert in Tirol
Proud NRA Member antwortete auf Zeb Carter's Thema in Waffenlobby
Welche Waffengegner denn? Eine gut aufgestellte und finanzierte Antiwaffenlobby nach der Art von Bloomberg's Everytown oder Brady Campaign gibt es in Deutschland genauso wenig wie eine gut aufgestellte und finanzierte Waffenlobby nach der Art von NRA oder GOA. Das Problem sind nicht ein paar verkrachte Pseudointellektuelle, denen bisher nichts eingefallen ist, als das "Sport" sich auf "Mord" reimt, was andererseits, ohne die Verbindung mit Waffen, schon zu meiner Schulzeit ein beliebter Reim war. Das Problem ist, daß die Waffenbesitzer, egal ob organisiert und legal oder auch die angeblich zahlreichen sonst rechtstreuen Bürger mit WBK Schwarz, ihre Är***e nicht hochkriegen. Die immer weitergehenden Einschränkungen des Waffenbesitzes in Deutschland sind ja nicht Ausdruck einer Kampagne oder einer organisierten Gruppe (welcher denn, will man nicht eine Verschwörung der Freimaurer bemühen?), sondern Anlaßgesetzgebung, die halt für Politiker bequem ist. -
Ein Ansatzpunkt: Privater Waffenkauf explodiert in Tirol
Proud NRA Member antwortete auf Zeb Carter's Thema in Waffenlobby
Ein anonymes Internetforum ist vielleicht nicht der beste Ort dafür. Man wird ja schon auf WO für einen Troll gehalten, wenn man, vollkommen auf dem Boden des Grundgesetzes und seines Menschenbilds, die bescheidene Meinung anbringt, daß das derzeitige Waffenrecht mit diesem Menschenbild nur schwer vereinbar sein könnte. Andererseits habe ich im persönlichen Gespräch in Deutschland eigentlich ziemlich gute Erfahrungen gemacht, auch mit Leuten, die eher links stehen. Natürlich stimmen die einem nicht gleich zu, aber ich habe ziemlich universell die Reaktion bekommen, daß sie das so noch nie gehört haben und es sich gar nicht so unvernünftig anhört. Damit wird natürlich nicht aus einem Grünen auf einen Schlag jemand, der in jedem (nicht kriminellen oder verrückten) Haus eine Feuerwaffe sehen will, aber schon daß die Leute mitbekommen, daß Leute aus guten und reiflichen Überlegungen und aus anständigen Motiven Waffen im Volk für eine gute Sache halten können, ist wichtig. Man kommt nicht mit einem Schritt von Waffen als etwas über das auch die Besitzer eher tuscheln als reden zu einem liberalen Waffenrecht. -
KK-Schießen für 14-jährigen Jugendlichen (IPSC)
Proud NRA Member antwortete auf Thema in Waffenrecht
Hmm...gibt's das (außer Moderner Fünfkampf) inzwischen auch als Wettbewerb, oder ist das mehr so nach der Art, daß der Kleine mit dem Laser OK trifft und dann schreibt halt der Vereinsvorstand einen Zettel über die besondere Begabung? -
KK-Schießen für 14-jährigen Jugendlichen (IPSC)
Proud NRA Member antwortete auf Thema in Waffenrecht
Einmal eine blöde Frage: Wie weißt man in der Praxis bei einem Kind unter zwölf die "schießsportliche Begabung" nach? Da ohne diesen Nachweis das Ausprobieren streng genommen nicht erlaubt wäre, ist das doch irgendwie eine Catch 22 Vorschrift... -
Was unternimmt derzeitig das Forum Waffenrecht ?
Proud NRA Member antwortete auf Berlin2004's Thema in Waffenlobby
Geht auch der NRA so, die wohl die funktionierendste Waffenlobby der Welt ist (allerdings nicht nur--sie ist auch Dachverband für die älteren Schießsportdisziplinen, bietet Lehrgänge an, und so weiter). Der Aufwand, den sie betreibt, um Mitglieder, die eh schon über den Mitgliedsbeitrag hinaus spenden, um Geld anzuhauen kann echt nerven. Aber ohne Geld halt keine Lobbyarbeit, keine Einführungskurse für neue Schützen, keine Sportordnungen, usw. Entgegen der Darstellungen der Waffengrapscher wird die Waffenlobby (im Sinne ziviler Waffenbesitzer--die Lobby für militärische Rüstungskäufe und -exporte ist eine andere Sache) eben nicht von irgendwelchen dunklen Industriemächten finanziert, sondern von den Schützen. -
Dabei geht es aber anscheinend um einen Forenbetreiber, der möglicherweise auch damit Geld verdient oder verdienen will. Die Entscheidung hat anscheinend keine Einwände dagegen, daß einzelne Forenbenutzer dieses Abmahnforums sich austauschen. Und ganz spitzfindig: Auch Dein Beitrag ist ja ein Rechtsrat für einen konkreten Fall (nämlich die Frage ob man hier Rechtsrat für konkrete Fälle einstellen darf), und Du machst Dir offenbar keine Sorgen über negative Folgen.
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Na ja, das wäre vielleicht auch ein wenig übertriebener vorauseilender Gehorsam. Wurde auch nur ein einziges Mal jemand belangt, weil er sich informell mit Bekannten/Freunden/Leuten mit gleichen Interessen über eine Rechtsfrage unterhalten hat? Das wäre im Übrigen wohl auch vom Grundgesetz her nicht zu halten, denn die Diskussion von Rechtsfragen, auch am konkreten Beispiel, ist für die Demokratie unverzichtbar.
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Realsatire ist es trotzdem. Schon deshalb, weil die Sekunden bis zum Zugriff ein völlig untaugliches Maß sind. Die Zeit, die Jerry Miculek braucht, um aus einem Holster, mit dem er geübt hat, zum Schuß zu kommen, ist deutlich kürzer als meine Zeit, und meine Zeit wiederum ist deutlich kürzer als die eines Schützen, der nicht öfters das Schnellziehen übt. Realsatire ist es auch deshalb, weil der Gesetzgeber nicht so genau zu wissen scheint, was er mit dem "nicht zugriffsbereit" genau sagen will und welches Ziel er damit verfolgt, und die Verwaltung dann dem Gesetzgeber ein besonders absurdes Ziel unterstellt, nämlich die Verhinderung des Zugriffs durch den Berechtigten selber. Absurd ist das deshalb, weil sich auch mit sehr viel Phantasie kaum eine Situation konstruieren läßt, wo jemand eine Straftat mit einer Feuerwaffe begeht, die er in einer Sekunde in den Anschlag bringen kann, das dann aber lässt, weil es zwei Sekunden länger dauert. Wenn ich versuchen wollte, dem Gesetzgeber eine vernünftige Motivation der "nicht zugriffsbereit" oder "verschlossen" Vorschrift zu unterstellen, würden sich mir zwei Motive anbieten. Zum einen die Sicherheit, also die gleichen Gründe, warum bei einem Match die Waffe in einem Holster oder in einer verschlossenen Tasche zu sein hat und nicht in der Hand. Das ist so auch bei sehr waffenbegeisterten Matchteilnehmern als Regel allgemein akzeptiert und als vernünftig anerkannt. Da käme es dann wesentlich darauf an, ob der Behältnis seiner Beschaffenheit nach geeignet ist, eine unbeabsichtigte Betätigung des Abzugs zu verhindern. Die andere Motivation wäre der öffentliche Frieden, also daß sich jemand bedroht fühlt, wenn ein anderer mit einer demonstrativ offen herumgetragenen Waffe herumläuft. Da käme es dann darauf an, ob sie Waffe so vom Behältnis umdeckt wird, daß von ihr keine Drohwirkung ausgeht. Im Übrigen: Eine verschlossenen Jackentasche ist dem Wortlaut nach selbstverständlich ein verschlossenes Behältnis. Wenn man ein gutes Taschenholster benutzt wird auch der Abzug wirksam geschützt, und wenn die Tasche gefüttert ist wird die Waffe in ihrer Form verdeckt. Die eine oder andere deep-concealment Trageweise wird auch die 3 Sekunden / 3 Handgriffe Regel erfüllen. Wer es nicht schon einmal einigermaßen intensiv geübt hat kommt ja noch nicht einmal mit einem völlig offenen Holster auf unter eine Sekunde. Wenn man da jetzt erst die Jacke öffnen muß, dann einen Klettverschluß aufreißen, und dann aus einem Taschenholster ziehen sind das eindeutig drei Handgriffe und wenn man das nicht gerade sehr intensiv geübt hat auch deutlich über drei Sekunden. In meinem US-Bundesstaat wo an vielen Orten das Tragen auch mit Waffenschein verboten ist, aber der Transport ungeladen und im geschlossenen Behältnis erlaubt, gibt es auch den einen oder anderen, der dann halt eine leere Waffe in der einen und Magazin oder Speedloader in derselben oder sinnvollerweise in einer gegenüberliegenden Tasche hat. Ist für mich auch OK--mir ist weder ein Fall bekannt, wo jemand der so transportiert, Ärger gemacht hätte (Kriminelle kümmern sich nicht um den Wortlaut des Gesetzes), noch ist mir ein Fall bekannt, wo das Ärger mit den Behörden gegeben hätte.