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IGNORED

Sicherheit im Rückraum von Schießanlagen


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Geschrieben (bearbeitet)

Völlig ohne jeden Anlass stelle ich die folgende Frage für einen Freund, der kein Internet hat:

 

Was denkt Ihr über das Folgende zur Verbesserung der Sicherheit bei (vermeintlich) auf Sicherheit kontrollierten Waffen?

Ist das überflüssiger Regelungswahn (weil sich abseits der Feuerlinie niemals ein Schuss löst) oder ein denkbarer Ansatz mit Sicherheitsgewinn?

 

1. Die wohl einzige Möglichkeit, Irrtümer und Fehler im Rahmen der Gewinnung der Überzeugung über das tatsächliche Entladensein von Waffen (Sicherheit) zuverlässig auszuschließen besteht darin, dass die Waffe bei der Prüfung mit einem an beiden Seiten des Laufes, also sowohl aus dem Patronenlager als auch aus der Mündung sichtbar hervorragenden, Sicherungsmedium (Flag, Fahne, Schnur, Plombenstick) ausgestattet ist.

>> weil nur bei Herausragen aus der Mündung sicher ist, dass das Patronenlager frei und für Muni blockiert ist
 

2. Im gesamten Waffentragebereich sollte beim Transport nicht geholsterter Waffen außerhalb einer Hot-Range-Übung das Entladensein immer in entsprechender Form sichtbar sein; dies gilt auch für verpackte Waffen.

>> also aufgrund Hausrechts ab dem Betreten der "Anlage" bis zum Verlassen und ohne dass bereits irgendein Regelwerk greifen muss

 

3. Auf allen Veranstaltungen und auch beim Trainingsschiessen ist durch die Standbetreiber, die Schießleiter und Match-Funktionäre sicherzustellen, dass die Verantwortlichen und alle amtierenden Aufsichten auf eine entsprechende Verfahrensweise durchgängig bestehen und die Einhaltung auch beim Ein- und Auspacken zumindest stichprobenartig überprüfen.

>> Die "Gewöhnungsphase" sollte bei freundlichen aber nachdrücklich agierenden vaP nicht allzu lange dauern

 

4. Auf die insoweit getroffenen Anordnungen ist in der Schiesstandbenutzungsordnung, in Ausschreibungen und bei Onlineanmeldeseiten auf diesen hinzuweisen. Jeder Standbenutzer ist darüber - dokumentiert - zu informieren.

>> allgemeine Mitgliederinfo und Unterschrift auf Hinweisblatt bei der Anmeldung für "Fremdbenutzer"

 

5. Die Vorgaben zur Benutzung des Sicherungsmediums wären damit sofort und ohne großes "öffentliches Aufsehen" rechtlich abgesichert und Verstösse im Rahmen bestehender Regelwerke bei Wettkämpfen zu bestrafen.

>> Hausrecht des Betreibers gilt ab der Haustür. Betreiber organisiert und informiert die Aufsichten, ggf,. über einen privilegierten Verein, der dies für ihn übernimmt. Match Veranstalter sind als Standnutzer daran gebunden.

Bearbeitet von webnotar
Geschrieben

Ich glaub ich versteh die Frage nicht.

 

Wenn ich erst an der Feuerlinie / Schützenstand in Richtung Kugelfang auspacke, kann eigentlich nichts passieren.

 

Auspacken hinter den Schützen finde ich doof, da ich ja eigentlich irgendwie die Waffe öffnen und kontrollieren muss (aber wo ist die sichere Richtung)

 

Bei ausgewiesener safety area: muss dann auch eine Aufsicht das Auspacken kontrollieren; was ist wenn Du nach Deinen Handhabungsübungen holstern willst; wieder jemand den Ladezustand kontrollieren?

 

Ist das die Situation um die es geht oder sind die Hintergründe der Frage anders?

Geschrieben

Die Frage nach dem " Aufwand " sollte man in Relation zu den Unfällen sehen, die mit angeblich " ungeladenen Waffen passieren . Dann stellt sich die Frage: " Lohnt sich der Aufwand ? "  Denke dadurch das die Finger an den Abzug gehen bevor die Waffe in eine sichere Richtung/Richtung Kugelfang zeigt mehr " Unfälle " verursacht werden . Sieht man auf jedem Stand, die Einschusslöcher davon................

Geschrieben (bearbeitet)

Bloß nicht.

"Sicherungselemente" erziehen bloß dazu,  unvorsichtig mit der Waffe umzugehen. Ist ja "sicher/nicht geladen".

 

 

Bearbeitet von Raiden
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Geschrieben

Ich kenne das auch nur so, dass die Waffe erst an der Schützenlinie mit Lauf Richtung Scheibe ausgepackt und später wieder eingepackt wird.

Sicherheit zeige ich dabei mittels roter Schnur aus beiden Enden des Laufes. Beim Einpacken entferne ich den Faden nach Kontrolle durch die Aufsicht wieder, schließe den Verschluss, schlage Richtung Scheibe ab und packe ein.

 

Das ganze jetzt hinter die Schützen oder an den Eingang zu verlagern macht für mich keinen Sinn.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb webnotar:

Was denkt Ihr über das Folgende

Mir würde es genügen wenn die existierenden Regeln angewendet würden. Von Schützen wie von Offiziellen.  :gutidee: Oder die vom Ami - Oberstleutlant plus gesunder Menschenverstand.

Und zum "Monatsbändel", den ich im Gegensatz zu seiner "Einführung" beim DSB inzwischen gar nicht schlecht finde, wirst Du nach 2 Tagen folgendes Gejammer hören (was nicht schlimm ist, also in einen Vorschlag gleich mit einbinden):

* Es dauerte nach allmählicher Verbreitung von IPSC Büchse nicht lange, bis die ersten Pienzer jammerten der Stöpsel könne im Patronenlager schmelzen (kein Scheiß!) und forderten eine Verkürzung des Stöpsels zu erlauben. Afair ist J.T. umgefallen.

* Ein Monatsbändel der einen offenen Verschluß erzwingt schließt zu viele Holster aus. Und sieht auch doof aus wenn er unter dem Mantel oder aus dem Hosenbein raus schielt (jagdliches Kurzwaffenschießen, Schießpausen und Kälteschutzkleidung.

Geschrieben

Für statische Disziplinen, in denen regelmäßig eine Aufsicht eine Vielzahl von Schützen beaufsichtigt und die Anforderungen an die Qualifikation des einzelnen eher niedrig sind bieten Sicherheitsfäden einen Weg die Sicherheit einer abgelegten Waffe schnell und "eindeutig" zu erkennen. Man sollte dabei dennoch auch Aufsicht nicht nachlässig werden, die Gefahr dazu besteht leider.

 

Für dynamische Disziplinen mit "Einzelbetreuung", dafür aber viel Bewegung im Rückraum mit Waffen ist der Mehrwert ganz praktisch eher gering, da die Umsetzung mit einigen Problemen behaftet ist. Sicherheitsfäden für Langwaffen sind regelmäßig nicht sonderlich haltbar, Sicherheitsfäden für Kurzwaffen behindern regelmäßig die Funktion verbreiteter Sportholster. 
Reine Sicherheitsfahnen sind regelmäßig nicht so eindeutig dass der Aufwand es lohnt. 

 

Der Weg zu mehr Sicherheit auf Schießständen ist konsequente und beinahe drakonische Ahndung von Verstößen einschließlich einer wie auch immer gearteten Erfassung über die bloße Betreiber- oder Vereinsebene hinaus. Wer wiederholt durch unsicheren Umgang auffällt muss dafür Konsequenzen über die Disqualifikation vom jeweiligen Wettbewerb oder momentanen Verweis vom jeweiligen Stand hinaus fürchten.

Aber wollen wir das?

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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Zerberus:

1. , kann eigentlich nichts passieren.

2. Auspacken hinter den Schützen finde ich doof, 

3. Bei ausgewiesener safety area: muss dann auch eine Aufsicht das Auspacken kontrollieren;

4. was ist wenn Du nach Deinen Handhabungsübungen holstern willst; wieder jemand den Ladezustand kontrollieren?

Danke für Deine Anmerkungen. Ich habe es wohl nicht klar genug gemacht, sorry.
zu 1: trotzdem lösen sich immer wieder Schüsse

zu 2: Der Ort des Auspackens ist nicht Inhalt der zur Diskussion gestellten Gedanken

zu 3: Bei diesem Konzept immer (Stichprobe), also mit oder ohne Safety

zu 4: geholsteterte Waffen sind während des Tragens nicht betroffen

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Andor:

.. ausgepackt und später wieder eingepackt

 

Das ganze jetzt hinter die Schützen oder an den Eingang zu verlagern

Danke für Deine Anmerkungen. Ich habe es wohl nicht klar genug gemacht, sorry.
Es geht bei meinen Ideen nicht um den Ort des Ein- und Auspackens - das sollte immer NUR die Safety oder die Feuerlinie sein.
 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb F0BOS:

Monatsbändel der einen offenen Verschluß erzwingt schließt zu viele Holster aus. 

Danke für Deine Anmerkungen. Ich habe es wohl nicht klar genug gemacht, sorry.
geholsteterte Waffen sind während des Tragens von den Gedanken nicht betroffen

Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb ChrissVector:

....

1. Sicherheitsfäden für Langwaffen sind regelmäßig nicht sonderlich haltbar,
2. Sicherheitsfäden für Kurzwaffen behindern regelmäßig die Funktion verbreiteter Sportholster. 

3. Reine Sicherheitsfahnen sind regelmäßig nicht so eindeutig dass der Aufwand es lohnt. 

 

Danke für Deine Anmerkungen. Ich habe es wohl nicht klar genug gemacht, sorry.
zu 1. Steife Reepschnur oder nylonummantelte Wäscheschnur - je mit Knoten am Patronenlagerende hat sich als dauerhaft und preiswert erweisen

zu 2. geholsteterte Waffen sind während des Tragens von den Gedanken nicht betroffen
zu 3. gerade die ganz kurzen halten zwar den Verschluss offen, lassen aber bezüglich des Zustandes des Patronenlagers wohl keine belastbare Erkenntnis zu

 
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb webnotar:

Was denkt Ihr über das Folgende zur Verbesserung der Sicherheit bei (vermeintlich) auf Sicherheit kontrollierten Waffen?

 

 

Die von angeführten Punkte dürften gerne verpflichtend auf allen Schießstaänden eingeführt werden.

 

Und sehr gerne zeitnah.

 

 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb webnotar:

zu 1: trotzdem lösen sich immer wieder Schüsse

Das kenne ich so jetzt nicht. Wie ist das möglich. Bringt jemand ne geladene Waffe mit auf den Stand oder lädt er auf dem Stand selbständig fertig?

In beiden Fällen würde ich mir über den Geisteszustand der Person Gedanken machen.

Geschrieben (bearbeitet)
  • Waffe auspacken vorne am Schützenstand mit Mündung in Richtung Kugelfang. Die einzigen Situationen die mir einfällt, wo das vielleicht nicht geht bzw. anders gehandhabt wird, sind Safety Areas bei manchen dynamischen Disziplinen. Da hat man dann aber auch keine Massenstarts, sondern einzelne Schützen wo die Aufsicht beim Auspacken hinschauen kann
  • Bei Sicherheit tritt jeder von der Ablage zurück und niemand fummelt mehr vorne rum. Auch nicht Gehörschutz oder Brille einpacken, auch nicht Hülsen einsammeln - gar nicht.
    Bei Wurfscheibe wird die Flinte grundsätzlich gebrochen getragen.Dann noch die Grundregel das jede Waffe immer und überall so zu behandeln wäre als sei sie geladen, und der ganze Fähnchen-Klimbim ist im Grunde überflüssig. Das der bei manchen Verbänden vorgeschrieben ist, weiß ich auch.

    Wenn man mal googelt, in welchen Situationen es beim Sportschießen in den letzten Jahrzehnten Unfälle gab, dann war das bei der Störungsbehebung und beim Einpacken oder wegstellen einer geladenen Waffe am Stand (auch gerne bei Einzelladern für BDS-Disziplinen).
    Bei Letzterem habe ich bei mir im Verein durchaus vereinzelt Kandidaten, wo ich als Aufsicht hinschaue wenn die wegpacken.
     
Bearbeitet von chief wiggum

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