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IGNORED

Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?


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Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Aber eine der Aufgaben ist unter anderem auch "die militärische Weiterbildung". Und da sieht es echt mau aus. 

 

Und diese Aufgabe findet auch nicht in den RAGs Schießsport statt, auch wenn manches adipöse Fordermitglied 50+ mit seinem Sportpistölchen dass gerne einreden.

 

vor 18 Stunden schrieb ChrissVector:

Und genau aufgrund dieser Doppelstrukturen kann der VwRBw auch nur einen verschwindend geringen Beitrag zur Stärkung der Reserve leisten. 

 

Und weil inzwischen vermutlich 1/3 der Mitglieder Fördermitglieder sind und vermutlich aus den anderen Bereichen über die Hälfte 50+ und gesundheitlich mehr Einschränkungen als Tauglichkeit haben, vom Rest der Großteil vermutlich eh beorderter Reservist oder aktiver Soldat ist...

 

Am Ende kommen keine 10.000 Kandidaten zusammen, die irgendwas verstärken können...

 

vor 47 Minuten schrieb Cannon Balls:

Ich habe den Hinweis unseres StOffzRes (Streitkräfteamt) erhalten, die Schießen auf dem TrpÜbPlz doch bitte auf einmal pro Quartal zu beschränken. Hört sich so an als sei gar nicht gewollt uns in Übung zu halten. 

 

Ich vermute eher die Kosten für den zusätzlichen Betreb durch Eure Übungen in keinem Verhältnis  zum "Mehrwert" für die Bundeswehr gesehen werden.

Oder die max. wöchentliche Arbeitszeit der Mitarbeiter Kommandantur oder das WinLärm-Konto ist durch die Übungen der aktiven Truppe bereits aufgebraucht...

 

Oder die zivilen Anwohner neben dem Platz drohen nit Klagen, wenn das "sinnlose Rungeballer" am WE oder nachts nicht aufhört...

Bearbeitet von Bounty
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb MB69:

Danke für diesen unglaublich konstruktiven, bereichernden Beitrag !
Auch bringt er Deine positive Lebenseinstellung durch Dankbarkeit für die Möglichkeiten in unserem Sport und Jagd hier in D so erquickend sprudelnd an‘s Licht !!

Toll !!!

 

 

Glaubst du nur ich denke so?

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Bounty:

Und diese Aufgabe [die militärische Weiterbildung] findet auch nicht in den RAGs Schießsport statt, auch wenn manches adipöse Fordermitglied 50+ mit seinem Sportpistölchen dass gerne einreden.

Das habe ich auch nicht beauptet. 

 

Ich war jetzt acht Jahre beim Verband, habe einige nette und interessante VVags mitgemacht und auch unterstützt oder selber geleitet.

Aber was da stattfinden darf oder eben nicht, grenzt schon an "Wehrkraftzersetzung". 

Da habe ich mich viel zuoft geärgert und auch einige "Helden" der RSU/ Heimatschutzkompanien kennengelernt, wo ich mir auch à la Groucho Marx dachte: 

"Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt." 

Darum habe ich da letztes Jahr den Schlussstrich gezogen und bin raus. Macht mal!

Wenn "der Russe kommt", können die mich gerne wieder anrufen, aber auf diesen Eiertanz habe ich keinen Bock!   

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

 

Da habe ich mich viel zuoft geärgert und auch einige "Helden" der RSU/ Heimatschutzkompanien kennengelernt, wo ich mir auch à la Groucho Marx dachte: 

 

 

Was soll eigentlich deren aufgabe in 2026 sein, die würden nur ein summen hören und könnten dann an dem Objekt das sie bewachen sollen die Schäden dokumentieren wenn sie glück haben.

 

Die Bundeswehr bereitet sich auf den Krieg von 2007 vor.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Mats:

Ob da jetzt der vereinfachte Erwerben von Privatwaffen die Richtigen anlocken würde? Ich glaube nicht.

Der Ansatz ist ja nicht mit dem vereinfachten Erwerb zu locken, sondern den Richtigen den vereinfachten Erwerb zu ermöglichen.

Ob sich jemand unter den zumindest von mir vorgeschlagenen Voraussetzungen (Beorderung, Zuverlässigkeit/SÜ, regelmäßige Schießen, vielleicht auch X Wehrübungstage über Zeitraum Y) nur dadurch locken lässt bezweifle ich, und wenn ist es dann auch kein wirkliches Problem.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 26.3.2026 um 11:04 schrieb Pistolen-Paule:

Oder wie seht Ihr das? 

 

Tja, da könnte man ganze Romane zu schreiben - und die würden den gleichen Impact haben, wie wenn man "Sachbuch" drüber schreiben würde... Nämlich keinen.

 

Der VdB-Chef hat das in irgendeinem der vielen Interviews mal genauer erklärt: Im Grunde geht es bei diesem Vorschlag um eine Entbürokratisierung. Dahinter steht so weit ich mich erinnere die Idee, dass die Person keine andere wird, wenn sie eine Uniform an oder auszieht. Und dann kann sie auch ein ähnliches Gewehr im Schrank stehen haben und damit in der Freizeit die Fertigkeiten üben und erhalten.

 

Da würde ich sagen: Klar, warum auch nicht?

Dass dann natürlich die Kasse klingelt, wird auch so sein. Ist aber in meinen Augen kein Hinderungsgrund.

 

 

Zum großen und ganzen Rest:

 

Was hier in Deutschland immer noch fehlt, ist die zur Bedrohungslage passende Mentalität. Oliver Kahn hat es mal in einem berühmten Zitat anders ausgedrückt.

 

Ich denke nicht, dass Schützenvereine über die Trainingsmöglichkeiten viel zum Reservistendasein beitragen können. Wobei das immerhin auch schon was ist und wie hier öfter geschrieben wurde, durchaus auch ein Asset ist. Aber was man von oben beitragen könnte, ist die Schützenvereine in eine Position zu bringen, in der sie nicht wegen der Waffen mental verteufelt sonder gebraucht werden und sie damit (auch) ein Türöffner werden, für Leute, die sich mit Waffen auskennen und beschäftigen wollen. Und die gehen dann anschließend in die Reserve, direkt ins Militär oder auch in die Waffenindustrie.

 

Ich weiß ja nicht, ob sowas vier Jahre nach Beginn des Ukrainekrieges zu viel erwartet ist. Aber andererseits sehe ich auch sonst wenig Fortschritt in diesem ganzen Themenkomplex, außer dass sehr viele sehr viel dazu zu sagen haben. Wenige Tage bevor Pistorius Verteidigungsminister wurde, hat er Faser's Pläne, das AR-15 zu verbieten, noch unterstützt. Wenige Tage, nachdem er Verteidigungsminister wurde, hat er laut gesagt, er braucht jeden. Tja, wenn er jeden braucht, dann soll er besser mal nicht die vergraulen, die noch am ehesten zu diesem Land halten. In der Zwischenzeit wurde uns sogar das Schweizer Taschenmesser im Bus verboten. Eine YouTube-Berühmtheit wurde die Frau zum Ludwigshafener Weihnachtsmarkt am Crepes-Stand, die ganz hinten ganz unten in ihrer Handtasche ein kleines Schweizer Taschenmesser hatte. Und in Darmstadt hat man mit vielen Polizisten Trams umstellt, damit bloß keiner abhauen konnte und dann kleine Schüler gefragt, ob sie ihre Bastelschere dabei haben. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber so wird das nix... :hi:

 

Wenn die Mentalität mal da sein sollte, dann finden die Lösungen von alleine ihren Weg.

 

Bearbeitet von knight
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Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb JDHarris:

Andere Länder sind bereits Vorreiter

https://soldat-und-technik.de/2022/03/bewaffnung/30532/litauen-erlaubt-soldaten-und-reservisten-erwerb-und-besitz-vollautomatischer-waffen/

Bin allerdings nicht ganz sicher was letztendlich draus geworden ist, viel Berichterstattung gab es dazu anschließend nicht.

(Wobei ich den Ansatz nicht unbedingt verfolgen würde, Nutzen ist doch eher gering, der politische Widerstand hierzulande dürfte noch um Größenordnungen höher sein als beim Waffenerwerb durch Reservisten allgemein)

Bearbeitet von ChrissVector
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Cannon Balls:

Und mit den Verantwortlichen in der Truppe.

Die Res Ausbildung für Ungediente sollte gar nicht erfolgreich sein. Es wurde erwartet dass das Projekt scheitert.

Der Erfolg wurde zähneknirschend akzeptiert.

 

Bevor Unkenrufe kommen, hier gab es eine Warteliste für die Bewerber. Zweihundert Bewerber für ca 60 Ausbildungsplätze. Vom schlechten Ruf ist das nicht gekommen.

 

Ein kleiner Kern von Enthusiasten ist immer noch da. Die Bw versucht sie sich vom Leib zu halten.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb MB69:

, wenn Du so fest in Frage stellst, dass eine Bewaffnung auch in grösseren Teilen der Zivilbevölkerung etwas bringen könnte…

Ich stelle in Frage das eine bewaffnete Bevölkerung etwas gegen die zu erwartenden Sabotage-Akionen bringen könnte. Ein Wehrhaftes Volk und Waffen im Privatbesitz befürworte ich generell. Kriegsentscheidend wird das aber nicht sein. 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Schleifalot:

Ein kleiner Kern von Enthusiasten ist immer noch da. Die Bw versucht sie sich vom Leib zu halten.

Ich denke auch das stimmt so nicht. Viel mehr hat die Bundeswehr (nicht erst seit kurzem und nicht nur in diesem Belang) immer das Problem, dass die "Generation des letzten Krieges" mit all ihren Vorurteilen und festgefahrenen Ansätzen den "Krieg von Morgen" vorbereiten soll. Das wird durch die rigide und veraltete Personalpolitik im Gegensatz zu den meisten anderen (westlichen) Streitkräften massiv verschärft.

Das führt dazu, dass die höheren Ebenen auf die Reserve teils herabblickt, während Einheiten und Verbände darum ringen irgendwie den Bestand an Reservisten zu halten oder gar auszubauen.

Geschrieben

Es gibt unzählige "weiche" Infrastruktur-Ziele in Deutschland, bei denen Sabotage eine erhebliche Auswirkung hätte.
Als Beispiel nur mal die von Linksextremisten angezündete Kabelbrücke in Berlin.

Die auch nur halbwegs flächendeckend zu sichern, würde nur mit einer Heimwehr gehen. Nachts am Umspannwerk Posten stehen kann auch ein 50 Jähriger mit Bierbauch.
Es geht auch nicht darum, das alles 100% zu sichern, sondern es etwaigen Saboteuren schwerer zu machen. Aktuell sind die ja völlig unbehelligt und viele Objekte sind noch nicht mal baulich gesichert.
Es geht auch nicht darum, dass da jede Nacht einer auf der lauert liegt, sondern das Täter immer damit rechnen müssen, dass da welche sein KÖNNTEN.
Wäre mit überschaubarem Aufwand machbar, da müsste man aber Bevölkerung in einer Größenordung bewaffnen, bei der so mancher Politfunktionär nicht mehr ruhig schlafen kann.

Wobei ich persönlich immer noch das Problem habe, dass ich mich frage wofür. Für mehr Steuern, mehr Zuwanderung, mehr Woko-Haram, mehr Gängelung und dafür, dass meine Eherfrau sich demnächst selbst gesetzlich krankenversichern darf?

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Bounty:

Ich vermute eher die Kosten für den zusätzlichen Betreb durch Eure Übungen in keinem Verhältnis  zum "Mehrwert" für die Bundeswehr gesehen werden.

Oder die max. wöchentliche Arbeitszeit der Mitarbeiter Kommandantur oder das WinLärm-Konto ist durch die Übungen der aktiven Truppe bereits aufgebraucht...

 

Oder die zivilen Anwohner neben dem Platz drohen nit Klagen, wenn das "sinnlose Rungeballer" am WE oder nachts nicht aufhört...

Nein, so ist es nicht. Termine auf dem TrpÜbPlz sind grundsätzlich in der Woche bei normalem Übungsbetrieb der Truppe. Das heißt für uns einen Tag Urlaub nehmen. Die Kommandantur ist äußerst hilfsbereit, nach dem Motto: Wie nur einen Termin? Warum nehmt ihr nicht gleich 2? Also ganz im Gegenteil, wir nutzen nur die Assets, die sowieso vorhanden sind. Deswegen fühlt es sich auch wie Schikane an. 

Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb chief wiggum:

Die auch nur halbwegs flächendeckend zu sichern, würde nur mit einer Heimwehr gehen. Nachts am Umspannwerk Posten stehen kann auch ein 50 Jähriger mit Bierbauch.
Es geht auch nicht darum, das alles 100% zu sichern, sondern es etwaigen Saboteuren schwerer zu machen. Aktuell sind die ja völlig unbehelligt und viele Objekte sind noch nicht mal baulich gesichert.

Wobei man bei solchen Beispielen auch immer berücksichtigen sollte: Wach- und Sicherungsaufgaben, noch dazu im Inland und an ziviler Infrastruktur erfordern weit mehr Ausbildung als mancher sich hier weismachen will. Das kann der "50jährige mit Bierbauch" tatsächlich nachts, aber dafür muss er im Umgang mit der Schusswaffe auch im Nahbereich und unter Stress sicher sein, im Bereich der Rechtsgrundlagen sattelfest, im Bereich Fernmeldewesen zumindest grundlegend fähig, bestenfalls noch an aktuellen Nachtseh- und Nachtkampfmitteln ausgebildet...

Es ist also mitnichten damit getan dem 50jährigen OG d.R. ein Gewehr in die Hand zu drücken und ihm zu sagen wann er wo sein soll. Kann man natürlich machen, ist aber dann ein Rezept für Desaster.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb JFry:

Ich denke durchaus auch, dass Respekt und Wertschätzung für die Dienstleistenden ein oft unterschätzter Baustein in der Frage der Erтüchtigung der Wehrfähigkeit ist – sowohl im Hinblick auf die Personalgewinnung als auch die bewusste und unbewusste Motivation, mit der der Dienst von den Aktiven tatsächlich geleistet wird.

Absolut. 79-80 war ich 12 Monate in Fort Bliss stationiert und dabei der US Army unterstellt. Steuerfrei Einkaufen in der Commissary, kostenlose Mitflüge auf Space Availible Basis bis nach Hawaii, 10,- $ Appartements in Naval Lodges und Guesthouses der Army/AirForce, Trailer Rentals und so weiter. Die tun was für ihre Jungs. 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Cannon Balls:

Also ganz im Gegenteil, wir nutzen nur die Assets, die sowieso vorhanden sind.

 

Wolfram, 

Die Sichtweise ist zu einfach, alles was sowieso vorhanden ist kostet dennoch immer Geld, bei zusätzlichen/mehr Nutzern mehr Geld. Gerade Personalkosten und Arbeitszeitregeln sind die größten Showstopper.

Verschiedene Dienststellen werden verschiedene Motivation haben für oder gegen Eure Mitnutzung zu argumentieren.

Dass die örtliche Kommandantur da wohlwollend ist, weil z.B. Vollauslastung und möglichst viele Nutzer sie bei der nächsten Struktur "sicher" machen kann, bzw. Eure Nutzung nicht aus deren Titel/Kasse erfolgt, könnte einiges erklären, ohne die Begründung beider Seiten warum/warum nicht ist das mit der Schikane vom SKA leicht gesagt, aber möglicherweise garnicht zutreffend.

Geschrieben

Unserem KVK (also allesamt beordert) wurde Mitgeteilt, dass unserer Nachfrage nach einer aktuellen EH-Ausbildung nicht nachgekommen werden kann weil das nicht zu unserem Bedürfnisprofil passt. 

Dieses Land will in seiner offiziellen Meinung keine Reserve und die BW tut alles damit das so bleibt.

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Cannon Balls:

 Die tun was für ihre Jungs. 

Die verheizen ihre Jungs und Mädels aber auch bei Weltweiten Auseinandersetzungen um meist wirtschaftliche Interessen. Da musst schon was tun um ausreichendes Kanonenfutter zu haben. 

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb duck:

Unserem KVK (also allesamt beordert) wurde Mitgeteilt, dass unserer Nachfrage nach einer aktuellen EH-Ausbildung nicht nachgekommen werden kann weil das nicht zu unserem Bedürfnisprofil passt. 

Und genau das bietet bei uns die Kreisgruppe des VdRBw an. Sowohl als DVag als auch als VVag. Durchgeführt von unserer sehr aktiven RAG Sandienst. Und das macht sie sogar für die aktve Truppe. Für uns RAG Schießleiter auch als spezialisierte Version zum Lizenzerhalt alle 2 Jahre. Korrektes Helm abnehmen nach einem Motorradunfall ist dabei eher überflüßig. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb JDHarris:

 

Ja. Es gibt verschiedene Modelle für die Landesverteidigung

 

A) Klassische Reserve (wie auch hierzulande, zu Zeiten des Kalten Krieges):

  • es gibt eine Wehrpflicht, die ausscheidenden Soldaten werden für die nächsten Jahre für den Dienst in der Reserve weiterverpflichtet
  • die Reserve ist alleine zahlenmäßig eine ernst zu nehmende Größe (für D: min. 6-stellig!)
  • der Staat hält in genügender Anzahl Waffen und Gerät dafür bereit
  • es gibt eine klare Struktur, mit Auftrag und Einsatzorten (z.B. Schutz wichtiger Infrastruktur)
  • die Reserve übt regelmäßig
  • die Wehrübung/ RDL ist verpflichtend, der Arbeitgeber MUSS die Personen freistellen 

 

B) US-Miliz-System (anno 1776)

  • statt eines großen Heeres hält man die Bürger an, im Kriegsfalle mit eigenen Waffen anzutreten
  • liberale Waffengesetze, die dem Bürger grundsätzlich Waffen erlauben

 

C) Schweizer Model

  • die Reservisten bekommen ihr Dienstgewehr (plus Taschenmunition) mit nach Hause
  • im Ernstfall können sie bereits voll ausgestattet und bewaffnet ihre Sammelpunkte/ Einsatzorte erreichen

 

D) Finnisches Modell 

  • liberale Waffengesetze, die dem Bürger grundsätzlich Waffen erlauben
  • die Reservisten können zu Übungen oder im Ernstfall ihre privat beschafften Waffen mitbringen/ einsetzen

 

 

Und wovon reden wir hier?

Dass man ehemaligen Soldaten der Bundewehr erlaubt - wie auch Sportschützen, Jägern und Sammlern - privat Waffen zu besitzen. 

Es geht hier nicht um Vollautomaten und Kriegswaffen, sondern um das, was der gemeine Sportschütze und Jäger auch darf, also quasi bei Frankonia (o.ä. Anbietern) kaufen kann. 

 

Das könnte man gegenüber den Anforderungen für Sportschützen erleichtern, z.B. 

- kürzere Wartezeiten

- weniger Nachweise für Bedürfnis und Erhalt und/ oder das Anerkennen von dienstlichem Schießen

- Erlaubnis von 30er Magazinen

- usw. 

 

Es geht ja nicht darum, dem OG d.R. Dosenbier, dessen DZE 50 Jahre zurückliegt und der sich seitdem im VdRBw mehr um die Thekenmeisterschaften, als um grüne Ausbildungsinhalte oder Schießen gekümmert hat,

nun von heute auf Morgen die Erlaubnis erteilt, sich zu kaufen, wozu er lustig ist. 

Sondern die Erlaubnis für Personen zu erteilen, die einerseits sicherheitsüberprüft sind (und damit eigentlich noch besser durchleuchtet und damit vertrauenswürdiger sein sollte, als der normale Besitzer erlaubnispflichtiger Waffen),

aber auch über die notwendigen Grundlagen für den Umgang und Besitz von Waffen verfügt. 

 

Vor gut 50 Jahren war es hierzulande noch möglich, sich einen Karabiner im Neckermann-Katalog* zu bestellen - einfach so, ab 18 Jahren. Dafür musste man noch nicht einmal gedient haben. 

Und jetzt machen wir uns in die Hose, wenn die Idee aufkommt, dass man Menschen, die an Waffen ausgebildet sind, den Besitz zu erlauben? 

 

Es muss ja nicht gleich eine Kurzwaffe sein oder ein vollautomatisches Gewehr (das wäre vielleicht Schritt 2). 

Aber eine Repetierbüchse in .223 oder .308 - warum nicht? 

 

Wenn selbst wir als Waffenfreunde, die zum Teil auch gedient haben, uns Sorgen machen, dass Reservisten "einfach so" einen 98er im Schrank stehen haben könnten

dann haben wir echt verloren. Da brauchen wir keine (weiteren) Feinde mehr.  

 

 

*: damals...:

 

Geschrieben
12 hours ago, Hunter375 said:

Die BW ist nicht Kostenlos, die wird vom Staat (Steuerzahler) finanziert.

Klar doch! Die DM 6,50 am Tag und der damit verbundene Nachteil in der Rente war eine grosse Hilfe fuer die Wehrpflichtigen und ueber die Haelfte der Soldaten waren W15. Die ganzen Scheinasylanten hatten gut DM 400 im Monat und freie Fahrt beim HVV. Eine Tageskarte kostete mich DM 4.

 

 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

Vor gut 50 Jahren war es hierzulande noch möglich, sich einen Karabiner im Neckermann-Katalog* zu bestellen - einfach so, ab 18 Jahren. Dafür musste man noch nicht einmal gedient haben. 

Und jetzt machen wir uns in die Hose, wenn die Idee aufkommt, dass man Menschen, die an Waffen ausgebildet sind, den Besitz zu erlauben? 

Wenige Jahre vorher, bevor der alte Anscheinsparagraph seinen Weg in das WaffG fand, hat HK sogar parallel zur Einführung des G3 mit dem HK41 extra ein "Reservistengewehr" hergestellt, und das mit dem SL7 nach Inkrafttreten des WaffG gedanklich "anscheinsfrei" weitergeführt.

 

vor 8 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

C) Schweizer Model

 

vor 8 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

D) Finnisches Modell 

Sind in diesem Bezug mittlerweile weitgehend gleich, einziger maßgeblicher Unterschied ist, dass in der Schweiz eine Waffe aus Armeebeständen an den Milizionär "verkauft" wird, während die Finnen entsprechende Gewehre in eigener Initiative beschaffen müssen.

 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Hunter375:

Ein Wehrhaftes Volk und Waffen im Privatbesitz befürworte ich generell. Kriegsentscheidend wird das aber nicht sein. 

Ich denke, wir sehen das dann gleich.

Kriegsentscheidend natürlich nicht, vielleicht aber doch auch nicht gänzlich unerheblich !

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