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Schwarzseher

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  1. Im Airsoft-Forum schrieb der Betreiber, dass Interessierte sich jederzeit gerne für eine Besichtigung des Geländes bei ihm melden können.
  2. Kennt jemand die Praxis, Pistolen mit offenem Verschluss aber an einem Finger baumelnd (durch den Abzugsbügel gesteckt) herumzutragen, sodass die Mündung beliebig nach vorne oben zeigt? -- Außerdem wird die Waffe dabei in Richtung Kugelfang gehalten und falls es BUMM macht, wird der Schütze disqualifiziert.
  3. Mittlerweile laufen Klagen und Widerspruchsverfahren gegen die Berliner Allgemeinverfügung, mit der die Bundespolizei noch bis Ende Januar auf vielen wichtigen Berliner Bahnlinien und Bahnhöfen, immer Freitags und Samstags abends, das zugriffbereite Führen von "gefährlichen Werkzeugen", Tierabwehrspray usw. verboten hat. Bemerkenswert ist: die klagenden Organisationen haben meines Wissens einen eher links-grünen politischen Background und würden sich wohl eher nicht für den privaten Schusswaffenbesitz stark machen; aber dass selbst Multitools und Pfefferspray verboten werden, geht nun wohl auch vielen nicht-waffenaffinen Leuten zu weit: https://freiheitsrechte.org/allgemeinverfuegung-werkzeug/
  4. Mir persönlich ist es aus Opfersicht lieber, wenn Kriminelle bloß Pfefferspray einsetzen, anstatt Zuzuschlagen oder noch gefährlichere Mittel anzuwenden. Pfefferspray ist noch das geringste Übel. In Großbritannien ist CS-Gas und Pfefferspray verboten, dort füllen die Kriminellen mittlerweile einfach stark ätzende Substanzen in Spritzflaschen - das führt zu schlimmen Verletzungen, während bei Pfefferspray die Wirkung nach einer Stunde völlig abklingt. Massenpaniken könnten vielleicht verhindert werden, wenn besser aufgeklärt würde, dass Pfefferspray nicht gesundheitsschädlich ist und wie man es anhand der Wirkung erkennen kann, um es nicht mit gefährlicheren Substanzen (Chemiewaffen) zu verwechseln. In den USA müssen sich fast alle Polizisten und Soldaten selbst mal einsprühen lassen, das ist sicher auch lehrreich ...
  5. Was legal möglich wäre und was die Händler tatsächlich machen, sind zwei völlig verschiedene Dinge. So vertreten mittlerweile viele Händler auch den Standpunkt, sie dürften keine Munition auf Leihschein abgeben, wobei das auch noch variiert; ein Teil meint, nur wenn sie selbst eine Waffe an den Kunden verleihen, dürften sie Munition dazu geben; zuletzt kam mir aber sogar ein Fall unter, da war der Händler der Ansicht, er dürfe sogar im Fall der selbst verliehenen Waffe keinerlei Munition mitgeben (und das war keine Ausrede, sondern eine ernsthafte Auskunft gegenüber einem guten, befreundeten Kunden). Der Ursprung dieser völlig unterschiedlichen Interpretationen eines eigentlich bundeseinheitlichen Gesetzes liegt anscheinend bei den regionalen Waffenbehörden, die den Händlern, für die sie zuständig sind, jeweils andere Instruktionen erteilen.
  6. Nein, da ist zu. Ab 2.1. müsste wieder geöffnet sein.
  7. Ja, außerdem besteht ein gewisses Risiko, dass man an einen Soziopathen gerät, der das persönlich nimmt und mit irrationalen / illegalen Retourkutschen reagiert; ähnlich Stalking. Schlimmstenfalls sind derartige Fälle schon so eskaliert wie in Viernheim / Weinheim, dort hatte eine Familie einem Handwerker die Rechnung gekürzt, weil sie mit seiner Leistung nicht zufrieden war. Der Handwerker stand schon vor der Räumungsklage und ist schließlich völlig ausgetickt, hat der Familie eine Bombe ins Wohnzimmer geworfen, einer weiteren Familie eine Handgranate auf den Balkon und hat sich danach in seiner Wohnung verschanzt, in der er ein großes Lager an Sprengstoff und Kriegswaffen angesammelt hatte. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/1460892 Nach meinem Gefühl nehmen solche Fälle zu, wo Leute z.B. auch ihren Arzt, Anwalt oder Behördenmitarbeiter attackieren, nur weil sie sich ungerecht behandelt fühlen und keinerlei Einsichtsfähigkeit hinsichtlich ihres eigenen Fehlverhaltens mehr haben. Natürlich sind das Einzelfälle und vielen unseriösen Händlern würde es sicher auch gut tun, mal von der Justiz eine Ansage zu erhalten, aber gerade beim Online-Kauf lässt sich nur sehr schwer beurteilen, mit was für einer Person man es zu tun hat.
  8. Die Frage, ob Geschosse und Kapseln mit im Behältnis sein dürfen, hätte sich hauptsächlich gestellt, falls es ein Trennungsgebot für Munition geben würde, eben weil Geschosse und Kapseln eigentlich keine Munition sind. Wenn aber sogar Munition zusammen mit der Waffe gelagert werden darf, erübrigt sich diese Frage bezüglich Geschossen und Kapseln wohl. Hinsichtlich Ladezustand gibt es eine Definition im Waffengesetz, die auch Geschosse erfasst: "eine Waffe [ist] schussbereit, wenn sie geladen ist, das heißt, dass Munition oder Geschosse in der Trommel, im in die Waffe eingefügten Magazin oder im Patronen- oder Geschosslager sind, auch wenn sie nicht gespannt ist;" Der Status der Treibgaskapseln ist aber wohl nicht definiert, also ob eine Luftdruckwaffe als geladen gilt, wenn nur die Gaspatrone eingelegt ist. Könnte ein Gericht für Waffen bestimmte Gaskapseln vielleicht als Kartuschenmunition einstufen? Eine normale Platzpatrone ist eine Hülse, die Feststoffe enthält, aus denen Gas durch Verbrennung frei wird - und eine CO2-Kartusche ist ebenso eine Umhüllung, die Gas freisetzt, bloß aus vorverdichtetem / verflüssigtem CO2. Das entspricht im Prinzip auch einer aufgepumpten LEP-Patrone (ohne Diabolo); welche Rechtsstatus haben diese Patronen eigentlich?
  9. Mir hat neulich ein egun-Händler den Kaufpreis erstattet, aber meine entsprechend Gewährleistungsrecht eigentlich verlangte Ersatzlieferung, oder Schadenersatz für die Ersatzbeschaffung, verweigert. Es ging um einen Artikel, der erheblich vom beschriebenen Zustand abwich und sich als regelrecht defekt herausstellte. Da seitdem online keinerlei Geschäftsbetrieb mehr feststellbar ist und ich seine Zahlungsfähigkeit nicht einschätzen kann, habe ich es darauf belassen. Bei einem größeren Händler spricht aber viel dafür, es auf ein Verfahren ankommen zu lassen, wenn die Sachlage klar ist. Was den Schadenersatz anbelangt, habe ich eine Einschätzung gelesen, wonach man erst die Ersatzbeschaffung vornehmen und den entsprechenden Mehrpreis tatsächlich zahlen müsse, bevor der Anspruch gegenüber dem Händler geltend gemacht werden könne. (?) Außerdem darf es wohl kein allzu grobes Missverhältnis zwischen dem Wert der Sache und den Kosten der Ersatzbeschaffung geben. Gegebenenfalls sollte man sich vorher besser eine Rechtsberatung zum konkreten Fall einholen.
  10. @German Danke, ich verstehe dich dann so: Kartuschenmunition, Gaskapseln, Diabolos etc. dürfen definitiv zusammen mit den freien Waffen im selben Behältnis sein; damit der Zustand eindeutig als 'ungeladen' gilt, sollte aber nichts davon in die Waffe eingelegt sein.
  11. Mich hat jemand nach der Rechtsgrundlage gefragt, inwieweit freie PTB-SRS-Waffen zwingend getrennt von der zugehörigen Kartuschenmunition aufzubewahren sind, sofern kein Tresor ab Stufe 0 verwendet wird? Den aus früheren Fassungen bekannten, grundsätzlich auf Schusswaffen und Munition bezogenen Passus der getrennten Aufbewahrung scheint es im §36 des aktuellen Waffengesetzes nicht mehr zu geben und in der AWaffV finde ich nur in §13 Abs. 2 Nr. 1: "mindestens in einem verschlossenen Behältnis: Waffen oder Munition, deren Erwerb von der Erlaubnispflicht freigestellt ist". Muss die Pflicht zur Trennung nun daraus abgeleitet werden, weil es heißt "in einem verschlossenen Behältnis: Waffen oder Munition"? Aus dem Kontext ergibt sich eine solche Bedeutung für mich nicht zwingend. Es könnte auch nur generell gemeint sein, dass freie Waffen und Munition eben in verschlossenen Behältnissen aufzubewahren sind, egal ob zusammen oder getrennt. Außerdem wurde gefragt, ob bei F-Luftdruckwaffen die Gaskapseln und Geschosse zusammen mit der Waffe im selben Behältnis sein dürfen? Gilt eine CO2-Waffe als ungeladen, wenn sich Geschosse in der Waffe befinden, aber die Gaspatrone entfernt wurde, oder umgekehrt die angebrochene Gaspatrone noch eingelegt ist, aber keine Geschosse in der Waffe sind?
  12. Die mit Armstützen sind in Deutschland ja bereits streng verboten und ohne Armstütze schaffen es wohl nur sehr kräftige Leute, mehr als so ca. 30 Joule zu erreichen und dabei noch halbwegs ruhig zu zielen. Man könnte auch sagen, die Tatsache, dass diese Pfeilgewehre bisher frei vertrieben wurden und es trotzdem zu keinerlei Zwischenfällen kam, ist der beste Beweis, dass das deutsche Waffenrecht liberaler sein könnte, ähnlich dem in Österreich (Kat. C & D). Was die SPD jetzt fordert, ist der gleiche Quatsch wie damals das Totalverbot von Air-Tasern.
  13. Nicht alles Feuerwerk, das in Polen verkauft wird, ist tatsächlich in Polen legal. Gewisse Teile sind wohl selbst dort illegal. In Ostdeutschland kann man an Silvester immer intensiv miterleben, welche Sachen die lieben Mitbürger erfolgreich über die nahe Grenze geschmuggelt haben. Es geht hier nicht 'bloß' um Bodenknallkörper, die halt etwas lauter sind als unsere und 'nur' dem Anwender die Hand wegsprengen können, sondern hier explodieren auch mitten über dem Wohngebiet in niedriger Höhe gigantische Kugelbomben. Falls bei so einem Teil z.B. das Mörserrohr gesprengt wird und die Kugel nicht hoch genug fliegt, oder falls die Lunte der Kugel zu langsam abbrennt und sie erst zündet, wenn sie schon wieder zu Boden gefallen ist, dann gibt das mit Sicherheit Tote. Es gab übrigens vor ein paar Jahren einen Fall in Deutschland, da ist ein Unbeteiligter gestorben, bloß weil ihn ein Gipsbrocken eines Bodenknallkörpers zufällig am Hinterkopf getroffen hat. Die Pappröhren dieser illegalen Böller werden nämlich oftmals mit harten Materialien wie Beton oder Gips vergossen und weil die Sprengkraft so groß ist, fliegen diese Bestandteile dann als potentiell tödliche Geschosse weg. Ich fände ein System ähnlich dem auf Malta gut, wo Laien in Feuerwerksvereinen gemeinsam mit Profis basteln können, also der Umgang mit Großfeuerwerk für entsprechend veranlagte Normalbürger ohne große Hürden möglich ist, aber zugleich sichergestellt wird, dass dabei gewisse Sicherheitsstandards eingehalten werden.
  14. Das eigentliche Problem ist, dass sportlich-technisch oft sehr wohl ein Bedürfnis besteht, weil eben eine Waffe besser für die eine Disziplin und die andere besser für die andere Disziplin geeignet ist, allerdings bürokratisch-rechtlich die Waffen allein aufgrund ihrer prinzipiellen Zulässigkeit zu beiden Disziplinen als gleichartig eingestuft werden, auch wenn sie das technisch nicht sind. Vergleich: Rennfahrer A kauft sich erst einen Rennwagen ohne Straßenzulassung für die Rennstrecke und darf sich deshalb später noch einen Golf mit Straßenzulassung kaufen. Rennfahrer B kauft sich erst den Golf und möchte danach den Rennwagen, der wird ihm nun aber verwehrt, weil er den Golf mit Straßenzulassung doch auch auf der Rennstrecke fahren dürfte. Dass er damit nicht gegen den Rennwagen von A gewinnen kann, der seine Autos zufällig in umgekehrter Reihenfolge gekauft hat, wird nicht berücksichtigt. Dieses System ist doch völlig beknackt.
  15. Ich habe die 10er Lancer bisher kaum verwendet. Sie haben zwar die besagten Vorteile, aber beim IPSC habe ich mal festgestellt, als ich nach der Stage die ausgeworfenen Magazine aufgesammelt habe, dass in einem der Follower verklemmt war und die verbliebenen Patronen nicht mehr hoch transportierte. Ich kann aber nicht ganz ausschließen, dass das erst beim Aufschlagen auf den Boden passiert ist, außerdem war von vorherigen Durchgängen schon etwas Sand drin. Ein Nachteil ist, dass sie im Gegensatz zu den P-Mags keinen Over-Insertition-Stop haben.
  16. In Brandenburg ist die Polizei als Waffenbehörde eingesetzt. Für die waffenrechtlichen Schreibtischtätigkeiten sind auch nur sehr wenige (zu wenige) Mitarbeiter abgestellt, aber für die Aufbewahrungskontrollen werden einfach die lokalen Reviere eingespannt. Ganz toll ist dann, wenn Polizisten in Uniform mit dem Streifenwagen vorfahren, oder zwar in zivil ankommen, aber für alle Nachbarn hörbar "Guten Tag, Polizei ..." übers Grundstück rufen. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass die beauftragten Polizisten gar nicht wussten, was sie genau kontrollieren sollten, also keinen Registerauszug dabei hatten und nur eine Frageliste abgearbeitet haben, ohne selbst fachkundig zu sein.
  17. In meinem Schützenumfeld wird erzählt (ich habe noch keine direkte Bestätigung eines Betroffenen), dass in letzter Zeit bei Aufbewahrungskontrollen in der Region auch die Schießbücher sowie Nachweise einer Vereinsmitgliedschaft (DSB-Sportcard o.ä.) geprüft würden. Außerdem war von einem Abgleich der Schießtermine mit den Eintragungen im Schießstandbuch die Rede. Kann jemand bestätigen, dass im Rahmen der Aufbewahrungskontrolle auch nach derartigen Nachweisen zum Fortbestehen des Bedürfnisses gefragt wird? Ich kenne Empfehlungen der Verbände, dass der Behörde keine Schießbücher vorgelegt werden sollen, sondern stattdessen nur eine Bescheinigung, die durch den Verband ausgestellt wird. Die Verbände verlangen jedoch oft eine Gebühr für diese Bescheinigung und eventuell verzichtet die Behörde ja auf eine zusätzliche Gebühr für die Bedürfnisüberprüfung, wenn das im Rahmen der Aufbewahrungskontrolle abgehakt werden kann. Welche Nachteile könnte es haben, direkten Einblick in die Schießbücher zu gewähren (sofern eindeutig mehr als 18 Termine p.a. vorhanden sind)?
  18. Ich habe das Gefühl, dass diese plötzliche Nutzung des Instruments der Allgemeinverfügung - überall in Deutschland, erst nur an einzelnen Wochenenden, jetzt in Berlin an allen Wochenenden über drei Monate am Stück hinweg, nur ein Versuchsballon ist, bevor es zu einer dauerhaften, umfangreichen Waffenrechtsänderung mit entsprechenden Führverboten kommt. Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass es irgendeinen Gegenwind gegen diese Maßnahmen gibt und deshalb halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass entsprechende Gesetzesänderungen ganz schnell und reibungslos durchgewunken werden könnten. Wenn im letzten Moment doch noch ein gewisser Protest aufkommen sollte, wird eine Totalblockade wohl kaum mehr möglich sein. Eine Ausnahme für KWS-Inhaber, beziehungsweise eine Ausweitung der Befugnisse, die mit dem KWS verbunden sind von SRS-Waffen auf bisher unregulierte "gefährliche Gegenstände" wie Messer, könnte bei so einer politischen Lage ein letzter Ausweg sein. Sollte es zu einer Regulierung von Tierabwehrspray kommen oder auch die Ausnahme von CS-Gas für Jugendliche wegfallen, wäre es denkbar, einen KWS, der z.B. auf Reizstoffe beschränkt ist, an Jugendliche auszustellen. Junge Sportschützen erhalten ja auch Waffenbesitzkarten mit der Einschränkung, dass sie darauf nur KK-Waffen und Einzellader-Flinten erwerben dürfen - was dann mit Vollendung des 25. Lebensjahres automatisch wegfällt.
  19. Den KWS kann zumindest jeder unbescholtene Bürger gleichermaßen erhalten. Dagegen erwarte ich bei einer derartig unbestimmten Regelung "allgemein verboten - aber dem Schutzbedürfnis wird im Einzelfall Rechnung getragen" die reinste Willkür.
  20. Bei den temporären Verboten durch die Bundespolizei droht wohl zunächst nur ein Zwangsgeld, bisher lag das immer im Bereich 100 bis 250 Euro. Ich nehme aber an, dass solche Verstöße wie andere Ordnungswidrigkeiten nach dem Waffengesetz an die zuständige Waffenbehörde weitergemeldet werden und sich ggf. bei Wiederholung auf die Zuverlässigkeit auswirken.
  21. Aktuell bis Ende Januar ist ein wichtiger Teil der Berliner Innenstadtbahnhöfe an den Wochenenden (Fr und Sa) abends (20 - 6 Uhr) von einem Führverbot "gefährlicher Werkzeuge" inklusive Tierabwehrspray betroffen, per Allgemeinverfügung der Bundespolizei. Untersagt ist das zugriffsbereite Führen in den Bahnhöfen und in allen Zügen, sofern sie sich innerhalb der Zone befinden. Selbst wer z.B. im europäischen Fernverkehr nur durch Deutschland durchfährt muss nun, sobald der Zug nahe Berlin Hbf ist, sein Taschenmesser wegschließen ... Besonders interessant ist diesmal der Passus: "Dem Schutzbedürfnis wird im Einzelfall Rechnung getragen". Damit soll jetzt offenbar nach Gutdünken der kontrollierenden Beamten entschieden werden, wer seine ansonsten legale Verteidigungsmittel noch zugriffsbereit mitführen und wer sie nur noch abgeschlossen transportieren darf. Ich würde ja gerne wissen, wie die internen Weisungen hierzu aussehen, also welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit man zu den Menschen erster Klasse zählt, für deren Leben und körperliche Unversehrtheit ein Schutzbedürfnis anerkennenswert ist. Gibt es denn keinerlei Lobby, die zumindest mal darauf hinwirken kann, dass bei derartigen Verfügungen zukünftig Inhaber eines (kleinen) Waffenscheins ausgenommen werden? Das wäre wenigstens eine halbwegs objektive Regelung. Die ganze Verfügung: https://www.bundespolizei.de/Web/DE/04Aktuelles/01Meldungen/Nohomepage/181018_allgemeinverfuegung_bpold-b_file.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  22. Um überhaupt etwas zu gewinnen, müsste der Verein den derzeit Drittplatzierten überholen, und der hat 220 Stimmen Vorsprung. Angesichts der bisher geringen Beteiligung wird es wohl sehr schwierig, das aufzuholen. Habt ihr versucht, über den Newsletter eures Landesverbands dafür zu werben, oder Ähnliches?
  23. Muss der Verein, beziehungsweise der Vereinsvorstand den Auftrag erteilen, oder kann auch einfach Mitglied A dem Mitglied B seine Waffe für entsprechende Zwecke überlassen, ohne dass der Verein es jeweils absegnen muss? Falls es ein Privileg der Vereine ist, kann der Vereinsvorstand dann pauschal für die Zukunft den Auftrag erteilen, dass sich die Mitglieder für Wettkämpfe und ähnliche Anlässe eigenständig untereinander aushelfen sollen, so wie es gerade nötig ist?
  24. Die Frage ist halt, wo genau hier sinnloser vorauseilender Gehorsam abgegrenzt werden kann von unzulässiger Nachlässigkeit, die irgendwelche Sanktionen oder zumindest doofe Aktenvermerke zur Folge haben könnte, welche sich dann vielleicht zukünftig beispielsweise negativ auf bestimmte Antragsentscheidungen auswirken, bei denen die Behörde einen weiten Ermessensspielraum hat. In den Rechtstexten ist nur von den "Maßnahmen zur sicheren Aufbewahrung" die Rede - Änderungen im Munitionsbestand oder Unterhosenwechsel hätten also ohnehin nichts damit zu tun. Austausch oder Zukauf von Behältnissen vielleicht schon.
  25. Aus den Jahren nach 2009, als der §36 Abs. 3 Waffengesetz geändert wurde, findet man entsprechende Einschätzungen zu den unaufgeforderten Meldungen hier im Forum, z.B. dieser Thread: Im Waffengesetz, §36, heißt es: Früher stand dort wohl noch "auf Verlangen" und da dies gestrichen wurde, interpretieren es manche wohl so, dass jegliche Änderung wie z.B. ein zusätzliches Behältnis, nun unaufgefordert zu melden wäre. Die WaffVwV spricht auch von einer "Bringschuld" und erlaubt verschiedene Interpretationen. Womöglich ging es damals aber nur um die Altbesitzer, bei denen der Behörde zu der Zeit noch gar kein Nachweis vorlag, ob sie überhaupt einen Waffenschrank besitzen. Meine Behörde ist ziemlich überlastet und weist z.B. für den KWS Bearbeitungszeiten von über einem Jahr aus. Da ist es schon fraglich, ob die an einer Flut derartiger Meldungen mit zweifelhafter Relevanz, die aber alle gelesen und zur jeweiligen Akte einsortiert werden müssten, wirklich Interesse haben. Aber man will ja auch nichts falsch machen.
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