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Schwarzseher

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  1. Ich wollte damit auch nicht sagen, dass eine Schutzbewaffnung bei Waffenhändlern unnötig wäre. Es gibt sicherlich Fälle, in denen dem Händler genug Zeit zur Reaktion bliebe (etwa, wenn ein Täter auf größere Distanz ein Messer zückt), bis hin zu Fällen, in denen der Täter vielleicht sofort schießt und keinen Zweifel an einer Tötungsabsicht lässt, wonach gar keine andere Option als Gegenwehr bliebe. Wenn es sich bei dem Räuber um einen Terroristen handelt, der die geraubten Waffen benutzen wird, um maximalen Schaden anzurichten, stellt sich zudem die moralische Frage, ob nicht auch bei geringster Erfolgsaussicht unter höchster Eigengefährdung immer Gegenwehr geleistet werden muss, selbst wenn es den Anschein hat, dass der Überfall nicht als Raubmord geplant und man selber nicht unbedingt in Lebensgefahr ist (dafür aber später andere Menschen betroffen wären). Mir geht es hauptsächlich um den Gedanken, dass ich aus Sicht des Waffenhändlers mich nicht zu sehr auf die Waffe verlassen würde, sondern primär auf Maßnahmen wie günstige Standortwahl und z.B. eine Sicherheitsschleuse setzen würde. Das reduziert die Gefahr, in eine Situation zu kommen, in der man die Waffe - mit ungewissem Erfolgt - einsetzen müsste. Falls es dennoch zu so einer Situation kommt, sollte dem Händler aber eine Waffe als letztes Mittel bzw. als letzte Chance zur Verfügung stehen.
  2. Bei Aktenzeichen XY wurde vor einigen Jahren mal ein Fall eines Juweliers gezeigt, der in seinem Geschäft stets seine geladene Sportwaffe verdeckt unter dem Sakko trug. Als ihm ein Kunde auffiel, auf den die Beschreibung eines Täters passte, der zuvor einen anderen Juwelier in der Umgebung überfallen hatte, öffnete er - mehr oder weniger auffällig - das Sakko, sodass sein Holster bzw. die Waffe kurz zu sehen waren, worauf der Mann wortlos den Laden verließ. Der für die Raubserie zuständige Kommissar erklärte, innerhalb seiner Geschäftsräume wäre es für den Juwelier völlig legal, die Waffe so zum Schutz zu tragen. Die Situation von Waffenhändlern, die alleine, aber an allgemein bekannten Standorten arbeiten, halte ich auch für sehr gefährlich. Wobei es heute extrem schwer sein soll, als Waffenhändler geeignete Gewerberäumlichkeiten zu finden, da es den Vermietern aus unterschiedlichsten Gründen nicht passt. Das führt dann dazu, dass mancher versteckt im Keller seines Wohnhauses irgendwo im Wohngebiet oder im Hinterhaus auf einem Gewerbehof residiert, wo niemand einen Überfall mitbekommen würde (jedenfalls, wenn die Räuber mit 'niedrigem Profil' vorgehen). Bei einer solchen Ausgangslage hilft es dann auch nicht, irgendwo eine geladene Waffe zu haben, denn das dürften Täter von vornherein einkalkulieren. Wer zuerst zieht und / oder in der Überzahl ist, ist einfach zu weit im Vorteil. Dass es so endet wie hier, obwohl der eine Täter den Verkäufer schon im Visier hat, ist reines Glück und dem 'dilettantischen' Vorgehen der Täter geschuldet.
  3. "Im vorliegenden Fall greift damit im Ergebnis die Ausnahme des § 13 Abs. 5 WaffG nicht ein, weil der Kläger zwar im Besitz einer Langwaffe ist, für die sich die Munition 9 mm Luger eignet, gleichzeitig aber auch im Besitz einer Pistole ist, mit der dieselbe Munition verschossen werden kann. Damit ist die ausschließliche Verwendung der Munition in der Langwaffe zu Jagdzwecken nicht sichergestellt. " Das ist so unglaublich irrsinnig. Wenn man demnach auf Jagdschein erst mal nur eine 9x19-Langwaffe kauft, darf man auch die zugehörige Munition entsprechend erwerben. Legt man sich aber später noch eine 9x19-Pistole zu, darf man plötzlich auf JS überhaupt keine Munition dieses Kalibers mehr erwerben. Nach diesem Urteil müsste dann durch den legalen Erwerb der Pistole sogar der Besitz der zuvor legal auf JS erworbenen Munitionsvorräte plötzlich illegal werden. Schlimmstenfalls könnte einem das ohne Zutun durch Erbfall passieren, also dass man als Jäger plötzlich legal in Besitz einer kalibergleichen Kurzwaffe gerät. Bei Beantragung einer kalibergleichen Kurzwaffe über Voreintrag müsste die Behörde außerdem die Erteilung des Voreintrag verweigern, wenn keine zugehörige Munitionserwerbserlaubnis mitbeantragt wird. Wurde bereits ein Voreintrag ohne Munerwerbsstempel erteilt und danach erst eine kalibergleiche Langwaffe auf JS gekauft, müsste die Behörde den Voreintrag widerrufen, damit nicht die Gefahr besteht, dass der Jäger sich die Kurzwaffe tatsächlich zulegt und dann für die Langwaffe über JS erworbene Munition damit verschießt ... usw. usf. ... Abgesehen davon kann sich jeder Jäger über die Leihregelung legal in den Besitz beliebiger Kurzwaffenmunition bringen. In dem verhandelten Fall war der Kläger sogar noch Wiederlader, sodass er sich ohnehin alles auch selbst anfertigen durfte. Dieses Urteil ist wirklich ein sehr schönes Beispiel für den Wahnwitz des deutschen Waffenrechts.
  4. Frankonia macht es nicht, selbst wenn man die Waffe schon gekauft, inkl. Kaufvertrag dabei hat und sich noch in den 14 Tagen Meldefrist befindet. Von einer ganzen Reihe anderer Händler (u.a. Online-Shops), die ich letztes Jahr mal angefragt habe, hieß es dagegen, sie würden durchaus auf Voreintrag verkaufen (wenn der Munitionserwerb auch schon gestempelt ist).
  5. Einen regelrechten Ausverkauf gibt es aber offenbar immer noch nicht. Die Händler sind scheinbar zuversichtlich, ihre Bestände auch in Zukunft für sonstige Zwecke an Kunden verkaufen zu können ... Das Angebot für 72 Euro konnte ich nicht finden. Ich hätte Interesse an einem günstigen B-Würfel, der zumindest groß genug sein sollte, dass man auch 6-Zoll Kurzwaffen hineinbekommt, oder ein Micro-Roni mit eingelegter Waffe. Wenn man eine verschlossene Geldkassette in den B-Schrank stellt, um Munition darin aufzubewahren, entspricht das dann rechtlich schon einem abschließbaren Munitionsfach, oder müsste man die Kassette im Schrank auch fest verschrauben?
  6. Wieso das ? Manche Schützen, die nicht routiniert im Umgang mit der Waffe sind, hantieren bei diesem selten geübten Vorgang dann durchaus ungeschickt (unsicher) herum, gerne auch mal mit einem Finger am Abzug / im Abzugsbügel, oder sie vergessen, zuerst das Magazin aus der Waffe zu nehmen und produzieren dann gleich noch irgendwelche Zuführstörungen, wobei z.B. ein Double Feed auch prinzipiell die Patrone im Patronenlager zünden könnte. Dass man den Fanghebel zum Arretieren des offenen Verschlusses auch manuell hochdrücken kann, darf ebenfalls nicht bei jedem als bekannt vorausgesetzt werden. Technisch könnte es (in sehr seltenen Fällen) auch zu einer Schussauslösung kommen, falls der Schlagbolzen beim vorherigen Schuss irgendwie blockiert / gebrochen ist und durch das manuelle Zurückziehen des Verschlusses ins Zündhütchen gedrückt wird. Oder falls z.B. die Ausziehkralle abrutscht, die scharfe Patrone im Patronenlager verbleibt und dann auch noch der Verschluss versehentlich wieder zuschnellt - bei einigen Waffentypen (z.B. AR15) wird der frei bewegliche Schlagbolzen beim Schließen des Verschlusses erst vom Zündhütchen gebremst. Meist trägt es davon bloß eine kleine Delle davon, hin und wieder zündet es aber ("slamfire"). Es soll sogar schon Defekte geben haben, bei denen die Waffen unkontrollierbar auf voll-auto das Magazin leergeschossen haben. Falls ein Defekt beim vorherigen Schuss aufgetreten ist, könnte eben durch irgendeine Handlung im Rahmen des Entladens eine Schussauslösung stattfinden. Im Übrigen kann sich auch einfach die scharfe Patrone im Auswurffenster verklemmen und z.B. durch den Ausstoßer bei halb offenem Verschluss gezündet werden. Das gefährdet besonders die "Profis", die versuchen, die ausgeworfene Patrone gleich in die Hand fallen zu lassen, wobei ich es sogar schon zwei Mal erlebt habe (ohne Ankündigung), dass Anfänger den Verschluss ruckartig aufreißen und die Patrone ganz "cool" in der Luft auffangen wollen ("as seen on TV"). Das meine ich damit.
  7. Von mir wurde mal verlangt, wenn eine Aufsicht das Kommando "STOPP!" rufe, müssten alle Schützen sofort die Waffen entladen und dann ablegen. Ist so eine Regelung anderswo bekannt? Ich halte es für gefährlich, ohne Überblick und Einblick in die konkrete Situation "reflexmäßig" mit dem Entladen zu beginnen, da es gerade beim Entladen einer durchgeladenen Waffe zu einer versehentlichen Schussabgabe kommen könnte. Der Grund für so ein Stopp-Kommando könnte schließlich schlimmstenfalls sein, dass sich eine Person auf die Schießbahn begeben hat, die dann gefährdet wäre. Wenn die Aufsicht "STOPP" ruft, ohne weitere Anweisungen, würde ich es daher für sinnvoll erachten, zunächst nur das Schießen einzustellen, die Waffe weiterhin (mit dem Finger weg vom Abzug) in der Hand, Richtung Kugelfang (oder etwas abgesenkt) zu halten und auf konkretere Anweisungen zu warten.
  8. Wie sieht denn aber die Praxis aus, wenn man als verantwortliche Person mitgenannt und eingetragen ist, aber nur einen Teil der Vereinswaffen in Verwahrung nimmt und die Vereins-WBK bei einem anderen Verantwortlichen bleibt. Man könnte somit höchstens eine (beglaubigte) Kopie vorlegen, wenn man die Vereinswaffe transportiert und in eine Kontrolle gerät. Ist das so üblich oder sind Fälle bekannt, in denen es damit Probleme gab?
  9. Wenn du eine halbwegs verbindliche Antwort für diese Konstellation suchst, bleibt dir nur, es mit deiner zuständigen Behörde abzusprechen. Die Frage dürfte wohl darauf hinauslaufen, inwieweit es zumutbar ist, sich erst kurz vorher mit dem Mitglied zur Übergabe zu treffen, oder ob es nach den Umständen akzeptabel ist, dass derjenige bereits ein paar Tage vorher de facto die Gewalt über die Waffe eingeräumt bekommt. Den Zugang über die elektronische Schließanlage möglichst kurzfristig zu halten und einen Tresor mit Zahlenschloss zu verwenden, damit der Schlüssel nicht kopiert werden kann, dürfte eine bestmögliche Absicherung des Vorhabens darstellen. In der WaffVwV steht zu der Regelung nach § 12 WaffenG lediglich:
  10. Das ging mir bereits jetzt so, beim Basteln einer Magazinblockierung gemäß den bisherigen Anforderungen. Erst mal muss man irgendein geeignetes Ausgangsteil im Haushalt bzw. Material finden, dann entsprechend zurechtfertigen (schneiden/sägen/bohren) und einbauen, und zuletzt beginnt das Anpassen an die exakte Höhe, denn vorher kann man das schlecht ausmessen und 1-2 Millimeter machen den Unterschied, ob man 9, 10 oder 11 Patronen reinquetschen kann bzw. ob das Magazin noch so weit nachgibt, dass zwar keine 11. Patrone hineinpasst, es sich aber auch noch bei geschlossenem Verschluss laden lässt. Dazu muss man es immer wieder auseinander bauen, laden / entladen und nachfeilen. Ich hasse solche völlig bekloppten, sinnfreien Arbeiten, durch die keinerlei Mehrwert entsteht. Das ist eine reine Beschäftigungstherapie für Tausende Waffenbesitzer, die Magazine besitzen, für die keine fertigen Blockierungen am Markt erhältlich sind - und wenn welche erhältlich sind, ist es immer noch eine unsinnige Geldausgabe. Allerdings gibt es nur für wenige, weit verbreitete Magazintypen fertige Elemente, teils auch nur in den USA. Für einzelne Typen kann man Vorlagen für den 3D-Druck finden, doch so einen Drucker besitzt kaum jemand und bei Dienstleistern muss man sich auch erst mit dem Bestellverfahren befassen und zahlt am Ende geschätzt ca. 15 Euro pro Stück. Eine Vorlage selbst zu erstellen ist aufwendig, da man, wie gesagt, zunächst durch Ausprobieren die Abmessungen ermitteln muss (von der Umsetzung in CAD ganz abgesehen). Wobei derzeit noch gar nicht bekannt ist, wie die Blockierung zukünftig ausgeführt sein muss und welche zusätzlichen Maßnahmen (Kleben/Nieten/Löten) eventuell noch nötig werden, um das Blockierelement rechtssicher einzubauen. Hoffentlich wird wenigsten daran gedacht, entsprechende Anforderungen frühzeitig vor Inkrafttreten klar zu definieren, sodass der Handel rechtzeitig passende Lösungen entwickeln und anbieten kann.
  11. Könnte man meinen, im Waffengesetz (Anlage 2) steht aber auch "erlaubnisfrei" - für entsprechende WBK-Inhaber:
  12. Mir wurde ein Gerücht weitererzählt, dass es in der Politik Planungen geben soll, Wechselsysteme ähnlich wie vollwertige Waffen zu behandeln, eventuell auf Grün nur mit Voreintrag und Anrechnung auf das Grundbedürfnis. Weiß dazu jemand irgendetwas Genaueres?
  13. Als Privatperson kann man Gefahrgut (wie Patronen) wohl auch gar nicht, oder nicht zu den Konditionen versenden, die gewerbliche Kunden bei den üblichen Postdienstleistern erhalten. Bei so einem geringen Warenwert wird dir aber niemand 36 Euro für Overnite-Versand mit Ident-Check zahlen ... Ich wüsste allerdings keine Rechtsgrundlage, nach der ein Versand in normalem Brief / Paket (ggf. als Einschreiben-eigenhändig oder mit Altersprüfung) strafbar sein sollte. Es wäre dann nur ein Verstoß gegen die AGB des Postunternehmens. Manch anderweitige Verkaufsmöglichkeit z.B. auf dem Flohmarkt ist dagegen gesetzlich eindeutig untersagt, § 35 Abs. 3 Waffengesetz: "Der Vertrieb und das Überlassen von Schusswaffen, Munition, Hieb- oder Stoßwaffen ist verboten: [...] 2. auf festgesetzten Veranstaltungen im Sinne des Titels IV der Gewerbeordnung (Messen, Ausstellungen, Märkte)[...] 3. auf Volksfesten, Schützenfesten, Märkten, Sammlertreffen oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen" Übrigens schließt die Post eine Vielzahl von Dingen aus, wovon kaum ein Normalbürger Kenntnis haben dürfte. Es sind nämlich unter anderem die kompletten Listen für gefährliche Gegenstände im Luftverkehr genannt. Außerdem werden explizit selbst (freie) Waffenteile und Waffenimitate aufgeführt. Wenn das ernsthaft durchgesetzt würde, müssten wohl jährlich Tausende Sendungen aus dem Verkehr gezogen werden. https://www.dhl.de/content/dam/images/pdf/dhl-paket-international-agb-022017.pdf (erste Seite links unten)
  14. Beim BDSLV1 steht sogar auf den Formularen (seitens des Verbandes), dass man die Bedürfnisbescheinigung binnen vier Wochen bei der Behörde einreichen muss. Wenn man einen Verzögerungsgrund wie z.B. lange Lieferzeiten hat, könnte man seinen Sachbearbeiter fragen, ob er die Bedürfnisbescheinigung zunächst nur entgegennimmt und erst bearbeitet, wenn oder falls man später darauf zurückkommt. Meine Behörde stellt keine neuen Voreinträge aus, wenn man sich noch in der Erwerbsstreckungszeit befindet, nahm aber mal meine Bedürfnisbescheinigung inkl. Antrag zu den Akten und ich konnte dann nach Ablauf der Wartezeit (vier Monate später) wieder hin und den Voreintrag ausfertigen lassen. Ich erhielt auch die Auskunft, dass Bedürfnisbescheinigungen unbegrenzt gültig wären. Wobei die Sachlage vielleicht anders gewesen wäre, wenn ich sie - wie der Threadstarter - der Behörde nach ganzen acht Monaten erstmalig eingereicht hätte.
  15. Ich verstehe es so, dass zwar die Vorschrift im Gesetz steht, aber die zugehörige Strafvorschrift nicht bzw. nicht eindeutig festgelegt wurde. Wenn es sich trotzdem noch um Gesetzesverstöße handelt, die zwar nicht strafbewehrt sind, könnten sie aber vielleicht eine waffenrechtliche Un-Zuverlässigkeit begründen, zumindest bei ständiger Wiederholung?
  16. Als Erwerber / Kunde bekommt man aber keine Probleme, wenn der Händler nichts einträgt und man es dann durch die Behörde vornehmen lassen möchte? Beim Versandkauf sehe ich schließlich nicht, ob der Händler etwas einträgt - bis er die WBK wieder, mit der erworbenen Waffe, zugeschickt hat. War bei mir auch so. Die SB kannte zwar die Definitionen, wollte mir aber nicht glauben, dass es im Falle der Glock definitiv ein Austauschlauf ist, weil er eben keine individuellen Anpassungsarbeiten o.ä. erfordert. Der Händler hatte nämlich 'Wechsellauf' in die Rechnung geschrieben und daher wollte sie ihn nur als solchen eintragen - "Jaja, das sagen SIE! Hier steht ..."
  17. Auf egun stehen ständig Glock-Griffstücke und werden auch oft verkauft. Preis stets über 100 Euro, selbst wenn sie nicht ganz neu sind.
  18. Mit Freiheit der Kunst zu argumentieren, ist juristisch auch mal ein interessanter Ansatz gegen das Waffengesetz. Bin gespannt, wie das ausgeht. Hier steht noch mehr dazu: https://www.welt.de/kultur/article162759307/Polizei-Grossaufgebot-rueckt-wegen-Kokosnuss-Kanone-an.html http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/03/Stundenten-beschiessen-hundehalter-mit-kokosnuss-au-kokosnusskanone.html
  19. Er hat ja nicht mal einen Rucksack oder eine Tasche für weitere Ausrüstung dabei, oder etwas, worin er das Gewehr verstecken kann. Anscheinend auch keinen Trageriemen an der Waffe. Ich glaube daher nicht, dass er sich weit vom seinem Fahrzeug entfernt. Dass das IR-Licht im Nachtsichtgerät auffallen sollte, habe ich mir auch gedacht. Es heißt, dass er mehrfach in verschiedene Fallen gelaufen ist. Das wirkt fast, als ob er das Nachtsichtgerät extra genutzt hat, um die Fallen überhaupt zu finden. Oder gibt es mittlerweile so viele in den Wäldern? Wo hängen die typischerweise? Von der Kleidung und Ausstattung her sieht es nicht so aus, dass er auf einen längeren Ansitz, eine weite Pirsch oder überhaupt auf den Abtransport von erlegtem Wild ausgerüstet ist.
  20. Ein fahrlässiger Aufbewahrungsfehler kann wirklich schnell passieren, selbst wenn einem z.B. im A|B Waffenschrank eine Patrone aus dem Innenfach rausrollt und irgendwo ins Hauptfach des Schranks fällt. Dann ist sie zwar immer noch vor Unbefugten im Schrank eingeschlossen, aber nicht vorschriftsmäßig nochmal durch etwas Blech von der Waffe getrennt aufbewahrt ...
  21. In der Dokumentensammlung (die ich absichtlich nicht weiter verlinken wollte) findet sich Schriftverkehr über die Aufforderung zum psychologischen Gutachten von 2013. Demnach wurde die persönliche Eignung als Hebel viel früher angesetzt als die Bedürfnis-Frage von 2015. Der Privatkrieg u.a. gegen den Landrat fing schon vor 2015 an. In dem Widerspruchsbescheid von 2016 führt die Behörde zur Frage der Sachverständigen-WBK aus, dass diese aufgrund der Tätigkeit als Leiter im Hamburger Sprengstoffreferat ausgestellt wurde. Da diese Tätigkeit seit vielen Jahren nicht mehr ausgeübt wurde, sollte er nun eine neue Begründung liefern, warum er weiterhin eine Vielzahl an Waffen über diese WBK benötigt. Darauf hat er nur einen, wohl von ihm irgendwann mal erstellten, Prüfungsfragenkatalog für den Pulverschein und ein Forenposting(!) von 2011 eingereicht, also olle Kamellen. Nach Meinung der Behörde ist aber das Anlegen einer großen Referenzsammlung bzw. von Anschauungsmaterialien nicht von der Sachverständigen-WBK gedeckt, da Sachverständigen normalerweise die jeweiligen Waffen lediglich immer nur durchschnittlich drei Monate bis zum Abschluss der aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung zugestanden werden. Das finde ich auch nicht in Ordnung, wenn jemand zuverlässig ist etc., sollte er seine aus wissenschaftlicher Tätigkeit eigenständig zusammengekaufte Sammlung behalten dürfen. In diesem Fall war es aber offensichtlich so, dass die Behörde durchaus sehr lange sehr wohlwollend mit ihm umgegangen ist. Seine Tätigkeit im Hamburger Referat endete schließlich vor zwölf Jahren! Wahrscheinlich hätte man ihn auch weiterhin, bis zum Lebensende nicht mit der Bedürfnisfrage behelligt, wenn er nicht hinsichtlich der persönlichen Eignung ernsthaft auffällig geworden wäre. Unter anderen Umständen hätte man vielleicht auch Möglichkeiten aufgezeigt, möglichst viel offiziell auf eine rote Sammler-WBK zu übernehmen oder doch gewisse Forschungen anerkennen zu lassen. Ich habe das Gefühl, dass ihn seine Reputation sehr lange geschützt hat, auch wenn er selbst alle Welt gegen sich wähnte.
  22. Zu dem Fall kann man einiges finden und das ist nicht gerade vorteilhaft für den Betroffenen, die Behörde und die LWB allgemein. Ich habe es nur überflogen - anscheinend ging die Sache schon 2013(!) los, mit der Forderung eines psychologischen Gutachtens. Das Verfahren hat sich aber immer weiter verzögert. 2015 unternahm die Behörde dann den Versuch, aufgrund fehlender Bedürfnisse die Erlaubnisse zu widerrufen, indem sie zunächst umfangreiche Nachweise fordert. Der Jagdschein war abgelaufen, er war wohl nicht mehr als Sachverständiger aktiv und nur sporadisch als Sportschütze. Da der Jagdschein rechtzeitig verlängert wurde, kam es anscheinend Mitte 2016 erst mal nur zu einem teilweisen Widerruf die anderweitigen Waffen betreffend. Warum man trotz ständiger, wirrer, seitenweiser Schimpftiraden und Verschwörungspamphlete des Betroffenen an diverse Amtsträger und Stellen erst jetzt alles aus dem Haus geholt hat, ist mir ein Rätsel. Der Fall ist meiner Meinung nach eindeutig und wir können froh sein, wenn er medial nicht weiter ausgeschlachtet wird!
  23. Ist das die Stahlvisierung von Glock? Glock gibt komischerweise auf der US-Webseite nur noch 137 mm als Visierlänge an, auf der europäischen Seite dagegen 144 mm. Von wo bis wo wird denn nach BDS-Kriterien die Visierlänge gemessen? In Schussrichtung gesehen vom Beginn der Kimme bis zum Anfang des Korns? Wobei das Korn ja trapezförmig ist - muss man dann oben messen oder unten an der Basis? Ich wüsste gerne, mit welche Visierung die Glock 26 / 27 wirklich offiziell die 145 mm einhält und damit für die normalen BDS-Disziplinen (nicht IPSC) zugelassen ist.
  24. Mein Kenntnisstand war bisher stets, dass diese Angabe in der Praxis keine Rolle spielt und man nach Erhalt der gelben WBK jede beliebige Waffe erwerben kann, die grundsätzlich vom Erlaubnisumfang der gelben WBK gedeckt ist. Ist das jetzt verbreitete Behördenmeinung, dass man zunächst kaufen muss, was man beim Erstantrag angegeben hat? Auch ich musste sowohl im Antrag an den Verband als auch im Antrag der Behörde einen bestimmten Waffentyp für den Erhalt der gelben WBK eintragen, den ich mittlerweile aber nicht mehr als erste 'gelbe Waffe' erwerben möchte. Was wäre denn die Konsequenz, wenn man sich nicht daran hält? Auf der WBK steht doch schwarz auf gelb, dass "hiermit die Erlaubnis erteilt" wird, [sämtliche besagte Waffentypen] "zu erwerben"! Ansonsten stand nur im Anschreiben zu den WBKs, "dem Antrag auf Erteilung waffenrechtlicher Erlaubnisse als Sportschütze wurde entsprochen". Irgendeine Einschränkung hinsichtlich dessen, was mal im Antragsformular stand, ist nirgendwo ersichtlich; denn dazu sind ansonsten allein die Eintragungen und Auflagen in der WBK vom Gesetzgeber vorgesehen. Gibt es dazu schon Urteile? Die sichere Aufbewahrung muss meines Wissens seit Winnenden stets schon bei Antragsstellung, vor Erteilung der Erlaubnis nachgewiesen werden.
  25. Gerade in solchen Fällen ist es oft keine freie Willensentscheidung. Die psychische oder gehirnorganische Erkrankung treibt den Patienten dazu, ohne dass er rational darüber nachdenken, respektive eine vernünftige Entscheidung fällen könnte. Es handelt sich um einen "die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit" (BGB-Definition für Geschäftsuntüchtigkeit). Wenn der Patient, beispielsweise durch Medikamente, wieder zur Besinnung gekommen ist, will er sich zumeist auch nicht mehr umbringen. Dass man ernsthaft von einem Suizidentschluss aus freiem Willen sprechen kann, ist nur in bestimmten Fällen angemessen. In Ländern mit aktiver Sterbehilfe gibt es dazu sinnvolle Feststellungsverfahren, dass der Betroffene etwa therapeutische Angebote ausgeschöpft, den Willen zu sterben mehrfach über längere Zeit geäußert und nachvollziehbar begründet hat. - Zur Dienstpflicht bzw. Garantenstellung der Polizei: Eine solche Lage durch verbale Verhandlung zu lösen, ist ein allgemein anerkanntes Vorgehen, daher kann hier auch keine Untätigkeit vorgeworfen werden, vor allem wenn ein Zugriff eine erheblich größere Gefahr für den Patienten darstellen würde. Ich glaube nicht, dass in Deutschland jemals irgendeine Einsatzkraft verurteilt wurde, weil auf Verhandlung statt riskanten Zugriff gesetzt wurde und der Suizident sich dann doch umgebracht hat. Ich denke auch nicht, dass die SEKs ein Problem sind. Die haben in der Regel die bessere Ausrüstung, um solche Lagen unblutig zu beenden (Taser, Schockgranaten), können aufgrund intensiver, teammäßiger Ausbildung und starker Schutzwesten / -Schilde größere Risiken souveräner angehen und haben durch die höhere Dichte solcher Einsätze einfach mehr Erfahrung (Routine). Ich kenne keine Statistik dazu, aber anhand von Pressemeldungen habe ich den subjektiven Eindruck gewonnen, dass SEKs fast nur schießen, wenn sie beim Zugriff selbst beschossen werden. Erstaunlich oft liest man, dass mit Messern oder Schusswaffen bewaffnete Täter, die nicht aufgaben, ohne lebensgefährliche Verletzungen überwältigt wurden.
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