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IGNORED

Magtech 9mm mit Fehlladung


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb ToniPistole:

 

 

Ein gutes Beispiel für die Qualität einer Antwort... 

 

Die eine Antwort kommt von einem Fachhmann mit Hirn, die andere von einem mit 12k Posts im Forum...

 

Jo, wenn du meinst

 

hättest selber im WaffG gesucht, hättest mehr gelernt 

  • 1 Monat später...
Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt etwas neues in der Causa Magtech - "Tactical Dad" hat es aufgedeckt und MagTech musste tatsächlich handeln. Ich gratuliere Tactical Dad für diese beispiellose Arbeit. Ein kleiner YouTuber aus Deutschland hat einen der größten Munitionshersteller der Welt zu einer internationalen Rückrufaktion gezwungen. Wow. 

 

https://open.spotify.com/episode/2vh9gSOUQpQaZlUFFJlcAF?si=JKookl8sS5CGZ-uq6XSm5Q

 

Bearbeitet von JoergS
Geschrieben
Am 12.4.2026 um 20:40 schrieb JoergS:

... selbst mit wenig Pulver wird das Geschoss nicht tief in den Lauf getrieben. Man braucht eine beachtliche Menge Pulver, um ein Geschoss fast bis nach vorne zu treiben. 

 

 

Lieber Jörg, ganz so pauschal und vereinfacht, kann man das nicht sagen. 

Small Pistol ZH und CUHS reicht für fast 6"

 

Aus eigener Wiederlader-Erfahrung spielt die Stärke, (Zündenergie) des Zündhütchen,  also nicht nur SP - SPM,  eine Rolle

Außerdem trägt die Reibung und die Verformbarkeit eine Rolle, Ein relativ hartes Bleigeschoss z. B. Frontier CuKS bleibt bei gleichem ZH im Übergangskonus stecken,  ein weiches H&H CUHS schafft es mindestens fast durch den Lauf, hab ich aber auch schon einen Meter vor der Laufmündung auf den Boden fallen sehen. 

Weiterhin trägt der Crimp zu der Beschleunigung des Geschosses bei. Musst du dir,  wie das Schütteln einer Champagnerflasche vorstellen: Einmal mit kräftigem Daumen auf dem Korken und ohne Anfangswiderstand. 

Zusätzlich gibt es Unterschiede, ob du das ganze z. B. In einer 9x19 Pistole oder einem kalibergleichen Revolver betrachtest. Polygon- konventioneller Feld-Zuglauf....

 

 

So wird das nichts mit öbvSV

Geschrieben

Und wer sich nicht erst bei spotify anmelden möchte (wie ich) kann mal in Langley nach einer besseren Fundstelle fragen, mir haben sie das empfohlen: https://wildundhund.de/frankonia-magtech-ruft-9-mm-luger-patronen-zurueck/

 

Vor 2 Tagen berichtete mir noch ein Waidgenosse daß man sich auf der Netzseite inzwischen ganz entspannt zurück gelehnt habe und daß es kein Problem gebe. :lol:

 

Ist schon erschreckend wie größte Hersteller ggbr. den Kunden mit Murks (oder schlimmer) inzwischen umgehen. 

 

 

Geschrieben

"...im ersten Quartal 2025 produziert.

Davon erhielt FRANKONIA im März vergangenes Jahr

einen Bruchteil in Höhe von 8.000 Schuss, der über

Filialen sowie online und an den Handel verkauft wurde..."

 

Tja, 

 

bei den Daten wird sich der Erfolg des Rückrufes sicherlich in sehr engen Grenzen halten...

Geschrieben

Er hat zwei Strikes, und deshalb alles auf privat gesetzt. Er wartet jetzt bis die Strikes abgelaufen sind. In der Zwischenzeit macht er auf seinen zweiten Kanal weiter.

Geschrieben

Erstmal macht er nur neue Spotify Videos, erst wenn die "No upload" Wartezeit rum ist (in einer Woche oder so) beginnt er mit neuen Uploads auf dem Zweitkanal. Der Erstkanal wird erst wieder aufleben wenn die 3 Monate vorbei sind. 

Geschrieben

Das erfährt man normalerweise nicht. Nur "Verstoß gegen die Community-Regeln", die aber extrem vage sind und jeden Tag anders ausgelegt werden. 

 

Allerdings gibt es genügend Gun-Tuber mit mehr Videos und ohne Strikes. Es geht also schon.

Geschrieben

Ich habe auch schon einige Strikes kassiert für Videos, die wirklich rein gar nichts gezeigt haben, das auch nur ansatzweise gegen die Regeln verstößt. Die KIs drehen frei bei YouTube. 

Geschrieben

Wenn’s mal nachvollziehbare Regeln geben würde. 
 

30 minutes ago, Hunter375 said:

Die werden jetzt mit Sicherheit vor lauter Angst zittern. 

 

Angst eher nicht. Aber der wirtschaftliche Schaden wird beachtlich sein. Die Kosten des Rückrufs plus der Imageschaden.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb JoergS:

Aber der wirtschaftliche Schaden wird beachtlich sein. Die Kosten des Rückrufs plus der Imageschaden.

 

Die Marke MagTech allein vertreibt eine jährliche Produktion von über 100 Millionen Schuss. 

Betroffen ist eine Charge mit 8000 Schuss.

 

Wir sprechen über eine Wahrscheinlichkeit im Bereich vom Gewinn des Lotto Jackpots.

 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb JoergS:

1,5 Mio. Schuss

 

OK, hab jetzt den Link von Wildundhund aufgemacht. Da heißt es 500k.

 

So oder so eine andere Hausnummer. Die Auftretenswahrscheinlichkeit im betroffenen Los scheint aber eher gering zu sein.

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb JoergS:

Wenn’s mal nachvollziehbare Regeln geben würde. 
 

 

Angst eher nicht. Aber der wirtschaftliche Schaden wird beachtlich sein. Die Kosten des Rückrufs plus der Imageschaden.

Der Verlust wird sich bei der Menge in Grenzen halten und der Imageschaden ist verschwindend gering bis nahe null.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 47 Minuten schrieb JoergS:

Wenn’s mal nachvollziehbare Regeln geben würde. 
 

 

Angst eher nicht. Aber der wirtschaftliche Schaden wird beachtlich sein. Die Kosten des Rückrufs plus der Imageschaden.

Für wen? CBC oder Frankonia?

Frankonia hat, unabhängig von Sympathie oder nicht, hier nichts falsch gemacht. Sie haben bei den ersten Rückmeldungen Maßnahmen ergriffen, über den Hersteller Untersuchungen der Rückstellproben veranlasst und auch den/die Melder des Problems aufgefordert, die Munition an ein unabhängiges Labor zu schicken.
Die Untersuchung der Rückstellproben hat (wenn man mal bösartige Lügen/Vertuschung ausschließt) keine Auffälligkeiten ergeben – was durchaus plausibel sein kann, wenn die Ursache des Fehlers (neben einem Versagen der QC in dem Moment) in einem punktuellen Ereignis liegt. Zum Beispiel einer Störung an der Maschine, die behoben wurde, bei der aber nicht alles ggf. fehlerhafte Material verworfen wurde. Oder Anlaufschwierigkeiten bei der Umstellung einer Fertigungslinie bzw. bei der Neuinbetriebnahme einer Linie.


In all diesen Fällen ist es absolut plausibel, dass nicht die gesamte Charge betroffen ist, sondern vielleicht nur einige zehn Patronen. Diese verteilen sich dann eventuell auf vielleicht 20 Schachteln – falls die Patronen im Verlauf der Linie zwischendurch als Schüttgut vorliegen, bevor sie wieder vereinzelt und verpackt werden, was bei genauer Betrachtung der Patronen (Mikrokratzer) gar nicht so unwahrscheinlich ist. Gerade wenn es kein Defekt war, sondern eine Umstellung/Erstinbetriebnahme, bei der jemand vom Personal geschlampt hat, dann z. B. die ersten 20 Schachteln des Loses. Und in einem solchen Fall ist im weiteren Verlauf die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese 20 Schachteln auch noch relativ lange beieinanderbleiben – teilweise bis hin zu einer einzelnen Filiale/einem einzelnen Händler. Und alles andere ist nicht betroffen ...
 

Dass es bei einem Großabnehmer wie Frankonia nur 8k Patronen betrifft, spricht für mich im Übrigen dafür, dass es sich um Eckproduktion eines Loses handelt. Es wurde eine viel größere Menge bestellt, das meiste stammte aus einem anderen Produktionslos, und für einen kleinen Rest musste man dann auf das Folgelos zurückgreifen.


Wenn aber nun alle gezogenen Proben – sowohl die Rückstellmuster als auch das, was bei anderen Händlern rumliegt – keine Auffälligkeiten zeigen, von den Meldern aber erst einmal niemand der Aufforderung nachkommt, seine Muster an das unabhängige Labor zu schicken: Was soll ein Hersteller dann machen? Aus dem Blauen heraus einen Rückruf? DAS MACHT KEINER und muss auch keiner machen. Damit kann man schnell den Laden dichtmachen.


Es würde mich doch sehr verwundern, wenn du nicht auch selbst schon Erfahrungen mit Kundenmeldungen gemacht hättest, bei denen dir/deiner Firma mangelhafte Produkte vorgeworfen wurden, die Ursache aber eindeutig – freundlich gesprochen – in Intelligenzdefiziten beim Anwender lag. Und natürlich auch Meldungen, die sich nicht anders als BÖSARTIGE Falschbehauptungen erklären lassen, bei denen jemand versucht, sich durch dreiste Lügen einen persönlichen (finanziellen) Vorteil zu verschaffen – Lügen, die nicht einmal einer oberflächlichen Prüfung standhalten. Zum Glück sind viele, die diese Masche versuchen, aber zu dumm, um es richtig zu machen, oder zu faul, sich die Mühe zu machen – einfach weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass es bei bestimmten Plattformen auch so durchgeht ... Wenn man da einfach alles durchwinkt, insbesondere das, was einen Rückruf auslösen müsste, dann ist man schnell weg vom Fenster.


Als dann doch noch die Muster an die DEVA geschickt wurden und die DEVA das Vorliegen des Mangels bestätigt hat, wurde ja auch der Rückruf ausgelöst. Also wo sollte Frankonia da ein Problem haben? Finanziell ist das bei 8.000 Patronen wohl völlig egal – das Anlegen und Bearbeiten des Vorgangs dürfte ein Mehrfaches gekostet haben. Außerdem vermute ich mal, dass es ihnen von Anfang an recht gewesen wäre, diese 160 Schachteln einfach zurückzunehmen – selbst wenn CBC nichts erstattet/ersatzliefert.
Dass es nicht dazu kam, lag eher an der Rücksicht auf den Lieferanten und an den rechtlichen Implikationen: nämlich wenn der Eindruck entstünde, Frankonia würde damit den Mangel bestätigen, obwohl sie selbst keinerlei Nachweise dafür haben.


Oder meinst du CBC?
Da ist der Rückruf natürlich ein Ärgernis und auch ein Kostenfaktor. 10k Schachteln sind eine Summe, aber nichts Exorbitantes. Die Kunden bekommen Ersatzlieferungen, und gut ist. Keine Ahnung, was das dann netto kostet. Lass es mal 50k Euro sein, vielleicht weniger.

Und hinsichtlich des Rufschadens?

Zum Rückruf habe ich ja oben schon etwas geschrieben. Sofern nicht irgendwelche Hinweise auftauchen, dass ihre Angaben zur Untersuchung der sonstigen Proben gelogen sein sollten, kann man ihnen objektiv nichts, wirklich nichts, vorwerfen. Das ist gelaufen, wie es sollte. Es hätte alles etwas schneller gehen können, wenn die DEVA die Proben der Melder früher erhalten hätte. Aber ansonsten ist das nun einmal der Ablauf.


Oder weil es überhaupt zu den Ausfällen gekommen ist?
JA, das ist ärgerlich – aber wie hier, auch mit vielen nachprüfbaren Beispielen, erörtert wurde, ist das nicht so ungewöhnlich. Fehlladungen kommen vor. Vereinzelt muss man immer damit rechnen. Das löst nicht einmal einen Rückruf aus. Jeder, der schon länger intensiv den Schießsport ausübt, kennt mindestens einen Fall – meistens mehrere – von fehlerhaften Patronen bei Fabrikladung im Vereins-/Bekanntenkreis. So einige haben selbst Laufstecker gehabt. Eine solche Häufung wie die hier berichtete ist seltener, aber in den letzten Jahren auch bei anderen Herstellern vorgekommen ...

Es ist ein Ärgernis, es war richtig, dass reagiert wurde (sowohl das Publikmachen als auch der Rückruf), aber es ist weder etwas Ungewöhnliches noch eine großartige wirtschaftliche Belastung für irgendeinen der Akteure.
Und es ist auch kein Skandal und auch kein besonders großes gesundheitliches Risiko (da gibt es andere Fehler, bei denen tatsächlich schwerste Verletzungen wahrscheinlich sind). Materialschäden sind durchaus möglich, aber bei 9x19 mm und einer modernen Waffe kaum ein katastrophales Versagen.

Das war von Anfang an ein Sturm im Wasserglas.
Der Hinweis war richtig und wichtig – aber eben, um seine Waffen zu schützen.
Meinetwegen auch noch, um wirklich jedes noch so kleine tatsächliche Restrisiko einer ernsten Verletzung (mehr als Prellung/Abschürfung) auszuschließen. Aber das war es dann auch!

 

Bearbeitet von JFry
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