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IGNORED

Neue Erfahrung auf dem Amt, viele Änderungen!


PPC Sniper
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Ich war in dieser Woche auf dem Landratsamt einer Kreisstadt im Süden von Baden Württemberg. Habe ein Ordonnanzgewehr gekauft, und wollte dieses auf der neuen gelben WBK eintragen lassen.

Wie ich es schon in der Vergangenheit gemacht habe, habe ich die Waffe selber in die WBK eingetragen, was sich als Fehler herausgestellt hat. Es gibt seit Einführung des NWR neue Bezeichnungen für die Waffe und das Kaliber. Diese Bezeichnungen müssen nach Aussage der Sachbearbeiterin ganz genau eingehalten werden. Das mehrschüssige Ordonnanzgewehr heißt jetzt nicht mehr Repetiergewehr sondern "Kat.C Rep.Büchse."

Beim Kaliber reicht nicht mehr 7,65x53 sonder hier muss noch der Zusatz Arg. dazu. Die Sachbearbeiterin hat meinen falschen Eintrag überklebt, und neu Überschrieben. Die alten Eintragungen bleiben bestehen, aber für alles was neu eingetragen wird, gelten die neuen Bezeichnungen.

Die Waffe war übrigens schon von der Behörde des über 300 Km entfernt wohnenden Vorbesitzers in das System eingepflegt worden. Beim Blick über die Schultern der Sachbearbeiterin habe ich auch die anderen registrierten Waffen des Vorbesitzers gesehen. Das ist jetzt alles sehr transparent!

Da ich eh schon auf der Behörde war, hat die Sachbearbeiterin gleich alle meine anderen Waffen im System überprüft und die notwendigen Änderungen vorgenommen. Das waren einige! Da sich fast alle Bezeichnungen geändert haben. Z.b. heißt der Unterhebelrepetierer jetzt Unterhebelrepetierbüchse. Das Kaliber .30/30 bekommt noch den Zusatz Win. Das Kaliber .45 L.C. heißt jetzt .45 Colt. Und das Kaliber .44 Mag. heißt jetzt .44 Win.Mag. usw.

Die Sachbearbeiterin hat erzählt, dass die Behörde bei weit über 3000 Waffenbesitzern diese Daten für jede einzelne eingetragene Waffe überprüfen und ändern muss. Sie sagt, daß Sie schon viele Waffenbesitzer angerufen hat, weil alte Eintragungen unklar sind, und nicht umgeschlüsselt werden können.

Bezüglich der Datensicherheit habe ich ein sehr ungutes Gefühl...

Thomas

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Welche Datensicherheit? So wie du die Einträge des Vorbesitzers zufällig sehen könntest, können deine Einträge von zig Mitarbeitern deiner Behörde - und anderer Behörden - eingesehen werden. Und zufälligen Mitlesern. Das bleibt aber nur so lange so umständlich, bis die ersten Daten geklaut oder verkauft werden, dann geht's einfacher.

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Welche Waffen du hast wusten die Leute der Behörde auch schon vor dem NWR :sleep: und viele andere wissen es auch wie z.B. Händler, Vereine und Verbände!

Genau! Wenn ich bedenke welche Informationen mein Verband über meine Waffen hat, ist mir sehr viel unwohler. Ich glaube kaum, dass dieBedürfnisbescheinigungsberechtigten der BSI ein Sicherheitskonzept über die Aufbewahrung der Daten vorgelegt hat, geschweige denn sich darüber überhaupt Gedanken gemacht hat. Da sind die Daten bei der Behörde sicherlich viel besser aufgehoben.

Aber glaubt man ruhig weiter an die Waffenbeschaffungsmafia! Wenn selbst Fachjournalisten schon in dieses Stammtischgeschwafel einfallen, seid ihr in guter Gesellschaft.

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Wie ich es schon in der Vergangenheit gemacht habe, habe ich die Waffe selber in die WBK eingetragen, was sich als Fehler herausgestellt hat.

Wo wir gerade dabei sind, wenn Du mal umziehst, darfst Du die Adresse in Deinem Personalausweis auch nicht selber ändern. :secret:

Die Waffe war übrigens schon von der Behörde des über 300 Km entfernt wohnenden Vorbesitzers in das System eingepflegt worden. Beim Blick über die Schultern der Sachbearbeiterin habe ich auch die anderen registrierten Waffen des Vorbesitzers gesehen. Das ist jetzt alles sehr transparent!

Bezüglich der Datensicherheit habe ich ein sehr ungutes Gefühl...

Das habe ich auch, insbesondere wenn Deine SB`in Dich offenbar Dinge sehen lässt, die Dich gar nichts angehen und die sie Dir, wie mir mein SB gesagt hat, laut Anweisung des NWR auch gar nicht zeigen darf. :fool:

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...Wie ich es schon in der Vergangenheit gemacht habe, habe ich die Waffe selber in die WBK eingetragen, was sich als Fehler herausgestellt hat....

Das ist mir ja ganz neu... Bei Kauf von Privat trägt in gelber oder grüner WBK nur die Behörde ein, bei Kauf vom Händler trägt dieser ein. Nur bei der roten WBK trägt der Käufer/Sammler selber ein. Wenn das schon nicht richtig läuft, wie sollen da die Kaliber und Bezeichnungen richtig sein ?

Die Kaliber bekommen keine neuen Bezeichnungen, es werden jetzt nur die richtigen Bezeichnungen genommen.

Super das du die Daten des anderen gesehen hast, deine SB sollte man in den Hintern treten das du da mit rein schauen durftest. Das geht dich nämlich gar nichts an !

Edited by coltdragoon
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[...] Die Sachbearbeiterin hat meinen falschen Eintrag überklebt, und neu Überschrieben. [...]

Autsch - Überkleben und neu überschreiben in einer Urkunde. Wenn du an den richtige Polizisten gerätst hats du ein schwerwiegendes Problem.

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Eine WBK, egal mit welcher Farbe, ist ein amtliches Dokument. Da hat außer der Behörde oder einem Händler überhaupt keiner was einzutragen.

Das ist nicht richtig, in der roten WBK darfst du es es.

Autsch - Überkleben und neu überschreiben in einer Urkunde. Wenn du an den richtige Polizisten gerätst hats du ein schwerwiegendes Problem.

Stimmt, durchstreichen, neue Zeile ist der richtige Weg.

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Stimmt, durchstreichen, neue Zeile ist der richtige Weg.

Gibt allerdings auch die Möglichkeit, daß der Kleber an einer Ecke mit einem

Amtssiegel versehen wird, habe ich selber ein oder zweimal in den WBK so stehen.

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... Beim Kaliber reicht nicht mehr 7,65x53 sonder hier muss noch der Zusatz Arg. dazu. ...

... Z.b. heißt der Unterhebelrepetierer jetzt Unterhebelrepetierbüchse. Das Kaliber .30/30 bekommt noch den Zusatz Win. Das Kaliber .45 L.C. heißt jetzt .45 Colt. Und das Kaliber .44 Mag. heißt jetzt .44 Win.Mag. usw. ...

Die "neuen" Bezeichnungen entsprechen den C.I.P. . Ich halte dies für sinnvoll. Ins besonders bei ".44 Mag." , welches auch ".44 Rem. Mag." sein könnte.

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Autsch - Überkleben und neu überschreiben in einer Urkunde. Wenn du an den richtige Polizisten gerätst hats du ein schwerwiegendes Problem.

Die Sachbearbeiterin hat auch noch einen Stempel auf die überklebt Fläche gemacht. Das passt schon.

Den Eintrag in die gelben WBK´S für Einzellader bzw. für Mehrlader habe ich schon seit vielen Jahren immer selber vorgenommen, außer der Verkäufer hat es gemacht. Das war von meiner Behörde sogar so gewünscht! Und das habe ich vielfach auch bei anderen vom Schützenverein schon gesehen, für die eine andere Behörde zuständig ist!

Thomas

Edited by thomas1000
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Autsch - Überkleben und neu überschreiben in einer Urkunde. Wenn du an den richtige Polizisten gerätst hats du ein schwerwiegendes Problem.

Ich kenne eine Behörde, die überklebt die Eintragung veräußerter Kurzwaffen und setzt nicht mal einen Stempel auf den Papierstreifen, "Weil dann ja ein neuer Voreintrag in die WBK(grün) müsste und das macht die Karte unnötig voll!"

Leider blieb die Eintragung der Veräußerung bestehen und Schütze und Sachbearbeiter sind der Meinung, dieser Voreintrag sei in Ordnung...

Dazu kommt die Ignoranz des §34 (vom Händler unverzüglich bei Erwerb einzutragen) und die Aufforderung, wen Eintrag, dann nur mit Bleistift, weil bei Veräußerung kann ja ausradiert und neu eingetragen werden....

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Ich kenne einen Richter am OLG, dessen Hobby ist Urkundenfälschung. Der Mann hätte seine Freude an solchen Urkunden.

An dieser Stelle ein dickes Danke an alle gut ausgebildeten, bestens beaufsichtigten und nur durch besondere Umstände ausnahmsweise einmal versagende ReNo.

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.... Und das Kaliber .44 Mag. heißt jetzt .44 Win.Mag. usw.

...

Das hat dein SB wohl aus einer Liste ausgewählt, aber dass es das ist was wir landläufig unter .44 Mag verstehen vermag ich kaum zu glauben. Die heißt doch eigentlich .44 Rem.Mag ...???

Gruß

Erik

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