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EU-weite Lobbyarbeit sorgt für Trendumkehr, statt mehr Verbote nun immer mehr Freiheiten -


Schwarzwälder
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2011 waren in D rund 3,8 Millionen Krafträder zugelassen (incl. Quads). Zulassungsfreie motorisierte Zweiräder (Mofas, Kleinkrafträder, Roller) gibt es weitere 1,9 Mio.

Allemal gibt es deutlich weniger Zweiräder als Legalwaffen in D. Dennoch gelingt es der Biker-Gemeinde, unbeirrt von rotgrün weiter auch mit qualmenden Zweitaktern oder gigantischen Benzinfressern mit 200 PS und mehr durch unsere Lande zu fahren, ja sogar mehr Freiheiten statt Verbote der Politik abzutrotzen, Beispiele:

- künftig darf ab 16 wieder "offen" (d.h. über 80 km/h, praktisch so 110 km/h) mit 125ern gefahren werden. Das war zuletzt Anfang der 80er Jahre mit den offenen Kleinkrafträdern alten Rechts noch legal möglich.

- künftig dürfen mit 18 dann statt früher 27, später 34 PS nun bald 48 PS bewegt werden.

- offen ist noch, ob Kleinkrafträder künftig auch ab 15 wieder gefahren werden dürfen. Zumindest 3 neue Bundesländer sind für einen Modellversuch.

Der neueste Hit:

Frankreich hat seit den 80er Jahren eine 100 PS Beschränkung für Motorräder. Die EU-Kommission beriet dieses Jahr, ob diese europaweit eingeführt werden sollte. Die Biker-Lobby setzte jedoch das Gegenteil durch: es darf künftig europaweit gar keine PS-Beschränkung mehr geben - auch nicht in Frankreich:

Um einen einheitlichen Markt für die Hersteller zu garantieren, sollen nationale Alleingänge wie z.B. das Powerlimit von 100 PS in Frankreich in Zukunft untersagt werden. Nach oben ist also auch in Zukunft weiter alles offen.
Link

Obwohl es Motorräder der 100 PS++ Klasse in D schon in den 70er Jahren (z.B. Kleinserien Münch) und als billige Großserienfahrzeuge ab Anfang der 80er Jahre gab, waren selbst in den alten Bundesländern 1997 nur 12% der Motorräder mit > 100 PS ausgestattet. Inzwischen sieht es in D so aus:

32a1e4a75e3f2f6b68176339ea5fb91d.jpg

D.h. jedes zweite neu gekaufte Bike in D hat 100 oder mehr PS, manche haben sogar 200 PS. Freiheit pur auf 2 Rädern und 300-400 km/h gehen also auch mit Segen der EU-Kommission![/b]

Was können wir von den Bikern lernen?

1. EU-weite Lobbyarbeit ist unerlässlich! Welche deutsche Legalwaffenvereinigung kümmert sich bei uns eigentlich darum? Ein bisschen Geheimdiplomatie in Berlin ist völlig unzureichend!

2. Auch und gerade in der EU gilt: Markt ist Macht! Weil der Marktanteil besonders leistungsstarker Motorräder in den letzten Jahren immer höher geworden ist, hat die EU nun Leistungsbeschränkungen gänzlich verboten, um eben Handelshemmnisse für diesen immer bedeutenderen Markt auszumerzen. Wenn in D 40.000 Superbikes jährlich neu abgesetzt werden, sollten auch wir LWB zuschauen, entsprechend große Zahlen von GK-Waffen (je großkalibriger und je halbautomatischer, desto besser) neu zu erwerben. Markt ist Macht! Die derzeitigen Diskussionen "wer kauft sich noch GK oder HA wegen Gesetzesvorlagen von rotgrün" sind diesbezüglich kontraproduktiv.

Ich hoffe, dass wir in 2012 am Beispiel der Trendumkehr und der neu (wieder)gewonnenen Freiheiten für Biker auch für unser Hobby Hoffnung ziehen können!

Grüße + Guten Rutsch

Schwarzwälder

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Ist ein interessantes Beispiel Schwarzwälder!

Die Freiheit pur auf zwei Rädern bringt dem Staat/ Staaten, trotz höherer Gefahr für das ach so wichtige menschliche Leben, viel mehr Geld in die Tasche als wir LWB und das wohl alleine durch die Öko und zusätzliche Mwst. auf Kraftstoff!

Das ist denke ich der Schlüssel für die logische Erklärung warum das so ist wie du beschreibst!

Ich hab noch eine kleine Anmerkung: 400km/h wird kein Straßenmotorrad erreichen, selbst bei den über 300PS starken Rennmotorrädern der MotoGP- Klasse ist aus physikalischen Gründen bei bei rund 330 km/h schluss.

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Ich hoffe, dass wir in 2012 am Beispiel der Trendumkehr und der neu (wieder)gewonnenen Freiheiten für Biker auch für unser Hobby Hoffnung ziehen können!

Grüße + Guten Rutsch

Schwarzwälder

Das ist die seit langem beste Idee im Zusammenhang mit "was sollen wir tun? / warum wird nichts getan?" - Chapeau!

Guten Rutsch!

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Ich hab noch eine kleine Anmerkung: 400km/h wird kein Straßenmotorrad erreichen, selbst bei den über 300PS starken Rennmotorrädern der MotoGP- Klasse ist aus physikalischen Gründen bei bei rund 330 km/h schluss.

Dani Pedrosa fuhr bereits in 2009 349,288 km/h,

Alex Barros schaffte zuvor in 2004 342,966 km/h

Und über 300 PS habe ich in der MotoGP noch nicht gesehen oder gehört.

Ich denke der Grund für Motorräder wie diese sind sie die Steuereinnahmen; KFZ-Steuer da viel Hubraum, Mineralölsteuer durch das Benzin.

Mehrwertsteuer bei dem hohen Verschleiß (Reifen, Bremsen usw.)

Und die Versicherungen verdienen auch nicht schlecht daran.

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Es wurde schon einiger Zeit seitens der Hersteller und/oder Importeure von Motorrädern eine freiwillige Selbstbeschränkung auf 300 km/h eingeführt, um keinen Anlass für evtl. gesetzliche Restriktionen zu geben. Wie schon Ende der 70er Jahre, als die ersten Serienbikes mit allenfalls mittelmäßigem Fahrwerk die 100 PS Marke knackten und die offiziellen Importeure aus Sorge vor gesetzlichen Beschränkungen sich auf eine freiwillige Begrenzung von100 PS einigten. Stichpunkt: erste Serie Honda CBX Sechszylinder. Das Fahrwerk war den damals gewaltigen 105 PS nicht gewachsen, was zu einigen schlimmen Unfällen mit diesem Modell führte und die Frage nach einem gesetzlich verordneten Leistungslimit anheizte. Mehr legale Leistung mit dem Segen des TÜV gab es lange Zeit nur bei Maschinen vom Grauimporteur.

Bei den heutigen Seriensportmotorrädern zeigt der der Digitaltacho nicht mehr als 299 an, die eine oder andere 1000er geht aber doch noch einen Tacken schneller. Wie z.B. die BMW S 1000 RR, die mit deutlich über 200 PS an der Kurbelwelle auf echte 305 km/h kommt. Es klingt durch die rosa (oder manchmal rote und grüne) Brille des Herrn oder Frau Parlamentsabgeordneten halt weniger martialisch und gefährlich, wenn eine 2 statt einer 3 davor steht. In den Prospekten wird die Höchstgeschwindigkeit seit langem nur noch mit "über 200 km/h" angegeben.

Mehrere Studien, die von der EU in Auftrag gegeben worden waren, konnten keinen Zusammenhang zwischen der deutlich gewachsenen Leistung heutiger Motorräder (mit deutlich besserem Fahrwerk und Bremsen) und der Unfallhäufigkeit nachweisen. Frankreich darf die von gewissen Politikern eingeführte Kastrationslösung auf 100 PS nicht mehr beibehalten. Die französischen Biker wird es sicher freuen und es ist wohl der einzige EU-Beschluss in der letzten Zeit, über den ich mich selbst freuen konnte.

Heutige Serien-600er haben schon so viel Leistung, von der man in den 70er und 80er Jahren bei einer 1100er nicht zu träumen gewagt hätte. Wenn ich an meine Fahrprüfung für die damalige Klasse 1 (und 3) zurückdenke, war das ein Witz gegen das, was heute verlangt wird. Es gab noch keinen Stufenführerschein und Altersklassen, man durfte nach bestandener Prüfung jedes Motorrad fahren. Aber 1978 konnte ich mir das noch nicht leisten und natürlich waren auch die Versicherungsprämien für Anfänger saftig. Für Autos gibt es bis heute keinen Stufenführerschein. Theoretisch dürfte Sohnemann nach bestandener Prüfung Vaters 400 PS Boliden im öffentlichen Verkehr bewegen. Der wird aber wohl verantwortungsvoll und im Hinblick auf die Unversehrtheit von Sohn und Auto den Schlüssel nicht herausrücken.

Leider sieht es in Punkto Legalwaffenbesitz völlig anders aus. Es scheint angesichts dessen, was sich in BW und Bremen abspielt, keine Rechtssicherheit, ja nicht einmal die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit mehr zu geben. Denn für weiterführende Restriktionen im Waffenrecht und insbesondere für Verbote müsste zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass damit eine Gefährdung abgewendet oder erheblich herabgesetzt werden kann. Genau das ist nicht der Fall. 7-10 Mio. legalen Waffen stehen "20-40 Mio illegale nach Schätzung von Experten" (WDR, aktuelle Stunde vom 17.12.2011) gegenüber. In den wenigen Fällen, wo eine Schusswaffe und nicht ein Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs als Tatwerkzeug verwendet wird, handelt es sich in 97-98% um eine Waffe aus illegalem Besitz.

Die Verhältnismäßigkeit zwischen grundgesetzlich verbrieften Rechten und den Gesetzen, die das Nähere regeln, wird einfach außer Kraft gesetzt. Denn ein Verbot, dem die Grundlage zur Erforderlichkeit und Tauglichkeit nachweislich fehlt, ist mit der Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar.

Das ist der zentrale Punkt: Es geht um das Recht zum eigenverantwortlichen Waffenbesitz im Sinne der Rechtsstaatlichkeit. Aber mittlerweile sind wir willkommenes Bauernopfer in einer medial inszenierten Empörungsliturgie, wo es um emotional oder ideologisch generierte Interessen geht, die in Verbotsgesetze gegossen werden sollen.

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An Schwarzwälder

Als Motorradfahrer einen Waffenbesitzer über Motorräder schreiben zu sehen, ist oftmals so klasse wie als Waffenbesitzer einen Motorradfahrer über Waffen schreiben zu sehen.

Grausam.

Großkaliber=über 200 PS

Halbautomaten=über 300km/h

Etc und so weiter.

Natürlich ist der Text ABSOLUT RICHTIG GEMEINT aber total beschissen geschrieben.

Nämlich genauso populistisch wie zb Waffengegner gegen Waffen schreiben.

Edited by Combat Wombat
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An Singleshot

Stufenführerschein für Autofahranfänger?

Also nix mit sicheres Auto von Papa fahren?

Mmhhhh.

Ich war vor 5 Wochen froh das ich in meinem "Boliden" Beifahrer gewesen bin.

In einem Fahrzeug der "Einsteigerklasse" währein mein Mädchen und ich jetzt mit Sicherheit tot.

Und du möchtest mir nun also die Möglichkeit nehmen solch ein Fahrzeug zu führen.

Warum?

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Ich war vor 5 Wochen froh das ich in meinem "Boliden" Beifahrer gewesen bin.

In einem Fahrzeug der "Einsteigerklasse" währein mein Mädchen und ich jetzt mit Sicherheit tot.

Und du möchtest mir nun also die Möglichkeit nehmen solch ein Fahrzeug zu führen.

Wo habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich Dir oder jemand anderem diese Möglichkeit nehmen will? Abgesehen davon bin ich kein politischer Entscheidungsträger.

Es ging lediglich um einen Vergleich im Hinblick auf die Leistung bei zwei- und vierrädrigen Fahrzeugen für Fahranfänger. Und da gibt es für Motorradanfänger erhebliche gesetzliche Einschränkungen wie den Stufenführersschein. Für Auto-Fahranfänger gibt es diese Einschränkungen nicht.

So ist z.B. der Direkteinstieg in die offene Leistungsklasse des Motorradfahrens nach deutschen Recht erst mit vollendetem 25. Lebensjahr möglich, nach EU Recht demnächst mit 24 Jahren. Früher ging alles mit 18 (und bei Autos mit begleitetem Fahren auch heute ab 17). Auch zu einer Zeit, als man erst mit 21 volljährig wurde. Sogar der Erwerb bestimmter Schusswaffen vor 1973. Das hat sich für Sportschützen ebenfalls geändert.

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Schwarzwälder, worauf willst Du hier eigentlich hinaus?

Gehts hier nur darum, die Freude auszudrücken, dass es wohl doch noch Bereiche gibt, in denen noch nicht alles totreglementiert wurde, sondern sogar mal ein Gesetz gelockert wird?

Oder wünscht Du Dir bei allem, was Dich nicht selber betrifft, genau die Verschärfungen, gegen die wir im Waffenrecht kämpfen?

Oh heiliger Sankt Florian...

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Und es braucht auch keine Einschränkungen beim autoführerschein.

Auch beim motorradführerschein ist das zeug Blödsinn.

Auch das der Verantwortungsbewusste Vater seinen Kindern den 400ps boliden verwehren soll ist ja wohl Schwachsinn.

Ist da der 45ps Polo sinnvoller?

Ein guter Kumpel von mir starb in so einer Kiste.

Mit nem gescheiten Auto währe er ganz klar ausgestiegen und hätte hinterher ne neue karre gekauft,so wie ich das jetzt machen kann.

Ein34motorad wird auch schnell genug um sich tot zu fahren.

Stufenfürerschein ist also auch hier doofsinn.

Die jungen Fahrer schrauben eher die drosseln raus und sind dann ohne versicherungsschutz unterwegs.

Dann doch lieber gleich legal mit offenem mopet, oder?

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Schwarzwälder meint es schon richtig und zeigt auf was geht wenn man zusammen hält.

Das sehe ich auch so.

Und in der Tat - die Biker (einzelne Motorradfahrer, aber auch die kräftig engagierten Hersteller, Händler und Fachpresse!)

haben in den letzten beiden Jahrzehnten schon einige bizarre Verbots- und Beschränkungspläne abgewehrt.

Gruß,

karlyman

Waffenbesitzer und Motorradfahrer

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Oder wünscht Du Dir bei allem, was Dich nicht selber betrifft, genau die Verschärfungen, gegen die wir im Waffenrecht kämpfen?

@Baumax und Combat Wombat:

Gut möglich, dass ich mehr km auf Motorrädern abgespult habe als ihr beide zusammen und ich war dabei kein Schönwetterbiker. Ich habe über viele Jahre nur Motorräder besessen und bin daher auch im Winter alles gefahren - von der offenen 50er bis zu div. 750ern, die ich nie abgemeldet hatte, da kam auf jeden Fall eine 6stellige km-Fahrleistung zusammen. Ich will also Biker nicht schädigen.

Der Vergleich soll einfach mal zeigen, dass die EU nicht alles totreguliert, sondern über eine vernünftige Lobbyarbeit auch EU-weit statt den Trend (Singleshot hat ja recht: seit den 80er Jahren ist bei den Bikern zunächst vieles verschärft worden) jetzt wieder gekippt werden kann - dem rotgrünen Verbotswahn allüberall zum Trotz. Die 300 km/h (genauer: 299) Begrenzung ist mir bekannt, ist aber nur freiwillig und schon gar nicht EU-weit gültig. Manche Hersteller wie MV Agusta halten sich auch offiziell nicht dran, andere wie BMW machen halt inoffiziell etwas mehr möglich. Ist ähnlich, wie die freiwillige Begrenzung bei Autos auf 250 km/h - da halten sich auch nicht alle dran und gesetzliche Vorgabe ist es sowieso nicht.

Was die Bevorzugung der Biker wegen den von Ihnen entrichteten Abgaben an der Tanke und bei der KFZ-Steuer anbelangt: Das ist m.E: keine Erklärung für deren Erfolge bei der Lobbyarbeit. Auch wir LWB bezahlen ja ordentlich Abgaben. Und wenn diese Logik richtig wäre, dann müssten wir ja geradezu um Waffensteuern betteln - denn dann würden sie uns locker immer mehr erlauben, weil der Staat mitverdient!?!? Nein, das wäre Wunschdenken.

Was mir mit diesem Artikel besonders am Herzen liegt, ist effektive Lobbyarbeit auf EU-EBENE!!

Wieder am Beispiel der Biker: Deren Verbände haben früh erkannt, dass auf EU-Ebene immer mehr Entscheidungen laufen und dort effektive Lobbyarbeit ansetzen muss. Man klicke mal durch die Pages der Biker Union e.V., das sind Augenöffner: Erfolg kommt nicht von ungefähr: www.bikerunion.de

Ganz wichtig: Die haben sich auch EU-weit zusammengeschlossen zur FEMA: Federation of European Motorcyclists´Associations (FEMA)

Die FEMA mit Sitz in Brüssel ist der Dachverband der Interessenvertretungen für Motorradfahrer in Europa. Mit 23 Mitgliedsverbänden aus 18 europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Tschechien) vertritt sie seit ihrer Gründung vor 15 Jahren schwerpunktmäßig die Interessen der Motorradfahrer gegenüber den Gremien der Europäischen Union.

...Das Büro der FEMA in Brüssel ist mit drei Vollzeitmitarbeitern besetzt. Darüber hinaus gibt es einen ehrenamtlichen Präsidenten, der von den Mitgliedsorganisationen für jeweils ein Jahr gewählt wird. ...

Link

So, und wer jetzt sagt: Ja die Biker können das, das sind halt viel mehr! Stimmt nicht! In der FEMA sitzen je nach EU-Land zwischen wenigen hundert bis 70.000 Mitglieder - solche Zahlen wären für LWB auch ganz locker zu realisieren!

Wir müssen Lobby-Arbeit auf EU-Ebene professionell angehen. Wann war Keusgen/das FWR das letzte Mal für unsere Sache in Brüssel?? Wahrscheinlich gar nie, ebenso die DJV- und DSB-Granden nicht. In Zukunft wird via Fiskalunion über jeden Cent Steuergeld letztlich in Brüssel entschieden, aber die Legalwaffenbesitzer meinen, Brüssel sei keine Lobbyarbeit wert - kein Wunder dass wir dann am Ende alles verlieren.

Warum, z.B. ist der EFWP nicht wie eine WBK EU-weit gültig? "Handelhemmnisse" wie bei den 200 PS-Zweiradboliden gibt es ganz sicher auch für Legalwaffen. Warum muss z.B. das BKA in D oder das BMI in Österreich oder die KRIPOS in Norwegen etc. jeweils einzeln prüfen, ob ein HA (zu) leicht in eine Vollautoversion konvertiert werden kann? Warum gelten in D 42 cm Mindestlänge für best. HA , in Norwegen 40 cm, in anderen Ländern 16 Zoll etc.? Auch da könnte viel gewonnen werden - und wenn wir uns nicht EU-weit effektiv mit Vollzeitmitarbeitern organisieren wie die FEMA, dann WIRD irgendwann eine EU-Regelung kommen, bei der dann der kleinste gemeinsame Nenner - England, garniert um deutsche Schalldämpferverbote und griechische GK-Langwaffenverbote etc., d.h. die gesammelten Verbotswünsche aller EU-Landesregierungen uns allen den Rest geben.

Grüße

Schwarzwälder

Edited by Schwarzwälder
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Freiheit pur auf 2 Rädern und 300-400 km/h gehen also auch mit Segen der EU-Kommission![/[/size]b]

Jo, ich finds halt geil mit über 370 über eine Bayrische Landstaße (welche sag ich jetzt nicht) zu jagen; mach dann immer ein kleines Filmchen für youtube.

Dani Pedrosa fuhr bereits in 2009 349,288 km/h,

Alex Barros schaffte zuvor in 2004 342,966 km/h

Also so um die 370 km/h sollten es schon sein, wer dem Tacho nicht glaubt, soll für eine bestimmte Zeit die Straßenpfosten zählen (Abstand 50m) und die Geschwindigkeit ausrechnen.

Und Schwarzwälder hat natürlich Recht auf die Lobbyarbeit kommt es an.

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...

D.h. jedes zweite neu gekaufte Bike in D hat 100 oder mehr PS, manche haben sogar 200 PS. Freiheit pur auf 2 Rädern und 300-400 km/h gehen also auch mit Segen der EU-Kommission![/b]

...

Welche Energie bringt so ein bemanntes, lenkbares, Geschoß eigentlich ins Ziel?

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...d.h. die gesammelten Verbotswünsche aller EU-Landesregierungen uns allen den Rest geben.

So isss, und hier wird nicht nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht werden, sondern nach dem Motto

"Ich hab' noch was, was ihr nicht habt" Beschränkungen geschaffen, die dann "willig" von den nationalen Parlamenten

übernommen werden, mit dem bereits sattsam bekannten Hinweis, man könne ja nicht dafür und sei verpflichtet eine

EU-Richtlinie umzusetzen.

So wird scheibchenweise der private Waffenbesitz abgeschafft, und die Demokratie gleich mit!

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Die Freiheit pur auf zwei Rädern bringt dem Staat ....... viel mehr Geld in die Tasche als wir LWB........

Diese Aussage ist gar nicht so verkehrt. Drehen wir das mal um:

Geschätzte 20.000.000 Waffen, incl. der Illegalen.

Sagen wir mal 10.000.000 Waffen legal.

Verteilt auf z.B. 3.000.000 Besitzer.

Bevölkerungsanzahl: gesch. 90.000.000.

Annahme: 2.000.000 Unzuverlässige und 15.000.000 Minderjährige

Annahme: IHR fordert eine Steuer v. 50 Euro/J/W + 50 Euro je Besitzer. Macht Summa Summarum an Steuereinnahmen:

= 0.65 Mrd Steuer je Jahr

Was sagt uns das?

-> Das 70.000.000 Personen ungeschützt sind und als Steuerzahler ausscheiden!

Das wiederrum bedeutet, dass Potential für 3.500.000.000 (3.5 Mrd.) Euro Steuereinnahmen (Jährlich) nicht genutzt werden, wenn man jedem Volljähringen, nicht unzuverlässigen, verpflichten würde eine Waffe zu besitzen.

Und das wäre nur der direkte Steueranfall. Dazu kämen:

50 Mio. Safes, zu mind. 200 Euro (nehmen wir mal als Schnitt 300 Euro). Also alleine hier 2.85 Mrd Euro Steuereinnahmen.

Die Industrie wiederrum, die diese Safes baut, würde (bei im Schnitt 15% Steuer) = 2.25 Mrd Steuer abführen.

An Einkommenssteuer würden, da die Teile ja irgendwer bauen muß, nochmal viell. 5 Mrd. Euro reinkommen.

Das Ganze noch ohne Waffenerwerb, der mind. nochmal die o.g. Summen reinbringt.

Der Staat lässt also ein Steuervolumen v. einmalig 24.25 Mrd Euro ( incl. 10 Mrd. f. b. Waffenkauf anfallende Steuer) und jährlich 4.15 Mrd. ungenutzt!

Wenn ihr es schafft das Öffentlich zu machen, und sebst eine Waffensteuer fordert, dann besteht viell. eine Chance, das die Teile sogar Pflicht werden.

T.

P.S.:

Grün: Bin mir nicht sicher ob das angebracht wäre.

Edited by Tabs
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`n Abend,

ich erkenne eigentlich nur, dass die europäischen Motorradhersteller sowohl in den jeweiligen Herkunftsländern als auch in Brüssel hervorragend aufgestellt sind. Das ist Lobbyarbeit von der der europäische Legalwaffenbesitzer nur träumen kann.

Gruß

Tauschi

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ich erkenne eigentlich nur, dass die europäischen Motorradhersteller sowohl in den jeweiligen Herkunftsländern als auch in Brüssel hervorragend aufgestellt sind. Das ist Lobbyarbeit von der der europäische Legalwaffenbesitzer nur träumen kann.

Stimmt und das trotz der 789 Todesopfer im Jahr 2009 in Deutschland, davon 750 Motorradfahrer oder -beifahrer, also auch 39 "Unschuldige" und doch fragt niemand, wozu man diese " großkalibirigen Mordräder ääh Motorräder überhaupt braucht, jeder weiß man braucht sie nur um Spaß zu haben, und bei diesem Spaß kommen eben auch Menschen ums Leben aber niemand interessiert es, t,ja böse und effektive Motorradlobby, die Waffenlobby dagegen ist nur böse.

http://www.focus.de/auto/news/statistik-we...aid_507103.html

Edited by seiwol
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Unsere ganz speziellen Freunde lassen sich doch von EU-Regelungen nicht beeindrucken!

Googelt mal: "grüne fordern verbot von motorrädern" oder "grüne fordern verbot von geländewagen"

Ansonsten ein Frohes, Neues!!!

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Es wurde schon einiger Zeit seitens der Hersteller und/oder Importeure von Motorrädern eine freiwillige Selbstbeschränkung auf 300 km/h eingeführt, um keinen Anlass für evtl. gesetzliche Restriktionen zu geben. Wie schon Ende der 70er Jahre, als die ersten Serienbikes mit allenfalls mittelmäßigem Fahrwerk die 100 PS Marke knackten und die offiziellen Importeure aus Sorge vor gesetzlichen Beschränkungen sich auf eine freiwillige Begrenzung von100 PS einigten. Stichpunkt: erste Serie Honda CBX Sechszylinder. Das Fahrwerk war den damals gewaltigen 105 PS nicht gewachsen, was zu einigen schlimmen Unfällen mit diesem Modell führte und die Frage nach einem gesetzlich verordneten Leistungslimit anheizte. Mehr legale Leistung mit dem Segen des TÜV gab es lange Zeit nur bei Maschinen vom Grauimporteur.

Bei den heutigen Seriensportmotorrädern zeigt der der Digitaltacho nicht mehr als 299 an, die eine oder andere 1000er geht aber doch noch einen Tacken schneller. Wie z.B. die BMW S 1000 RR, die mit deutlich über 200 PS an der Kurbelwelle auf echte 305 km/h kommt. Es klingt durch die rosa (oder manchmal rote und grüne) Brille des Herrn oder Frau Parlamentsabgeordneten halt weniger martialisch und gefährlich, wenn eine 2 statt einer 3 davor steht. In den Prospekten wird die Höchstgeschwindigkeit seit langem nur noch mit "über 200 km/h" angegeben.

Mehrere Studien, die von der EU in Auftrag gegeben worden waren, konnten keinen Zusammenhang zwischen der deutlich gewachsenen Leistung heutiger Motorräder (mit deutlich besserem Fahrwerk und Bremsen) und der Unfallhäufigkeit nachweisen. Frankreich darf die von gewissen Politikern eingeführte Kastrationslösung auf 100 PS nicht mehr beibehalten. Die französischen Biker wird es sicher freuen und es ist wohl der einzige EU-Beschluss in der letzten Zeit, über den ich mich selbst freuen konnte.

Heutige Serien-600er haben schon so viel Leistung, von der man in den 70er und 80er Jahren bei einer 1100er nicht zu träumen gewagt hätte. Wenn ich an meine Fahrprüfung für die damalige Klasse 1 (und 3) zurückdenke, war das ein Witz gegen das, was heute verlangt wird. Es gab noch keinen Stufenführerschein und Altersklassen, man durfte nach bestandener Prüfung jedes Motorrad fahren. Aber 1978 konnte ich mir das noch nicht leisten und natürlich waren auch die Versicherungsprämien für Anfänger saftig. Für Autos gibt es bis heute keinen Stufenführerschein. Theoretisch dürfte Sohnemann nach bestandener Prüfung Vaters 400 PS Boliden im öffentlichen Verkehr bewegen. Der wird aber wohl verantwortungsvoll und im Hinblick auf die Unversehrtheit von Sohn und Auto den Schlüssel nicht herausrücken.

Leider sieht es in Punkto Legalwaffenbesitz völlig anders aus. Es scheint angesichts dessen, was sich in BW und Bremen abspielt, keine Rechtssicherheit, ja nicht einmal die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit mehr zu geben. Denn für weiterführende Restriktionen im Waffenrecht und insbesondere für Verbote müsste zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass damit eine Gefährdung abgewendet oder erheblich herabgesetzt werden kann. Genau das ist nicht der Fall. 7-10 Mio. legalen Waffen stehen "20-40 Mio illegale nach Schätzung von Experten" (WDR, aktuelle Stunde vom 17.12.2011) gegenüber. In den wenigen Fällen, wo eine Schusswaffe und nicht ein Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs als Tatwerkzeug verwendet wird, handelt es sich in 97-98% um eine Waffe aus illegalem Besitz.

Die Verhältnismäßigkeit zwischen grundgesetzlich verbrieften Rechten und den Gesetzen, die das Nähere regeln, wird einfach außer Kraft gesetzt. Denn ein Verbot, dem die Grundlage zur Erforderlichkeit und Tauglichkeit nachweislich fehlt, ist mit der Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar.

Das ist der zentrale Punkt: Es geht um das Recht zum eigenverantwortlichen Waffenbesitz im Sinne der Rechtsstaatlichkeit. Aber mittlerweile sind wir willkommenes Bauernopfer in einer medial inszenierten Empörungsliturgie, wo es um emotional oder ideologisch generierte Interessen geht, die in Verbotsgesetze gegossen werden sollen.

Einer der besten posts seit langem, besonders der letzte Absatz..darf ich Dich ggfls. zitieren?

Gruß Chris

Yamaha R1 ownersclub ;-)

PS: mit der entsprechenden Übersetzung kann ein MotoGP bike auch die 400 erreichen, doch wofür soll das gut sein?

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