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Haßpostings: WBK widerrufen, Waffenhandelserlaubnis weg
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Das heißt aber, das hundert Fälle vorliegen, wo die entsprechende Person rechtswidrig mit einem Kraftfahrzeug umgegangen ist. Das Analog dazu wäre jemand, von dem z.B. bekannt ist, daß er hundertmal von einer Aufsicht wegen einer Sicherheitsverletzung, die wenn sie einmal vorkommt vielleicht nicht so schwer wiegt, heimgeschickt wurde. So jemanden möchte ich, unabhängig von der Frage ob sich daraus ein Verlust des Rechts auf Waffenbesitz ergeben sollte, auch nicht auf dem Stand neben mir haben. Hundertmal bei tatsächlichen verbotenen Handlungen erwischt worden zu sein ist aber ein anderer Sachverhalt als hundertmal beim Dummschwätzen, das offenbar nicht für ein strafrechtliches Vorgehen ausreicht, überhört worden zu sein.- 524 Antworten
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Drinstehen tut das aber nicht, oder? Die Kunstfreiheit gilt auch nicht nur für Leute, die Kunst mit Gewinnerzielungsabsicht erstellen. Sie ist sogar völlig unabhängig von der Qualität der erstellten Kunst und schließt auch Gangsta-Rap und dergleichen ein. Ob etwas anderes vorliegt, z.B. Eingriff in den Straßenverkehr o.Ä. kann ich nicht beurteilen.
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Verteidigungs-/Selbstbehauptungskurs für Kinder?
Proud NRA Member antwortete auf Sigges's Thema in Allgemein
Schon, aber problematisch wird's wenn der Angreifer professionell prügelt und der andere nicht. Irgendwann als Jugendlicher oder junger Erwachsener, als ich mich ohne irgendein kampfmäßiges Interesse mit verschiedenen Sportarten beschäftigt habe, ist mir da etwas aufgefallen, was ich als Kind immer falsch gemacht habe: Gewisse Leute haben wirklich zugeschlagen. Bei mir dagegen war es immer spielerisch mit einer eingebauten Beißhemmung, und wenn ich die Gelegenheit zu einem Schlag hatte, der auch nach allen rechtlichen und moralischen Kategorien absolut gerechtfertigt gewesen wäre, dann habe ich diesen Schlag immer ein paar Zentimeter vor dem Ziel abgebremst. Die Gründe dafür sind vermutlich vielfältig und ich kann sie im Nachhinein nicht mehr vollständig nachvollziehen. Das mag zum einen meine immer noch vorhandene Abscheu vor Brutalität sein, derer ich mich auch nicht zu schämen brauche, vielleicht auch Angst, den anderen zu verletzen oder aber daß er nach einem guten Schlag noch aggressiver wird, aber sicher war auch einfach dieses unbewusste Element dabei, das beim Schießen, Fechten, Golfspielen, Billiard usw. dafür sorgt, daß man ohne Training dazu neigt, die Aktion zu früh abzubrechen, mit den offensichtlichen Nachteilen. Wenn das Umfeld versagt, in dem Sinne daß andere Kinder, Eltern, Lehrer und auch die Strafverfolgungsbehörden es tolerieren, wenn ein Kind regelmäßig ein anderes Kind schlägt, und zwar richtig, dann ist guter Rat teuer. Ich hätte auch Bauchschmerzen dabei, meinem jüngeren Kind zu erklären, wie man auf Wirkung prügelt, aber anderseits gibt es wohl Situationen im Leben auch schon von Kindern wo das, Gott sei's geklagt, einfach die beste Lösung ist. Wer dafür bekannt ist, wirksam zurückzuhauen, der wird weniger gern angegriffen, und oft braucht diese Bekanntheit noch nicht einmal vom Beispiel des wirklichen Zuhauens zu kommen: Man sieht es den Leuten doch mit einer gewissen Zuverlässigkeit an, bei wem ein Angriff eine weniger gute Idee wäre. -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Meine Erfahrung ist das nicht. Woher hast Du denn diese Information? Hast Du einmal bei oder wenigstens mit so einem Laden gearbeitet? Ich kenne das eine oder andere Projekt, wo man sich schon fragen konnte, was in dem betreffenden Unternehmen eigentlich schiefläuft, daß die das noch nicht selber gemacht haben, aber das ist ein Argument gegen die Zustände im Kundenunternehmen, nicht gegen die Berater. -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Nun, das scheint mir alles noch ein wenig im Allgemeinen zu liegen. Um aus dem Betreuen einer Sammlung einen Job zu machen, liefe es wohl auf ein Museum als Arbeitgeber heraus. Verkäufer ginge natürlich schon, dürfte aber Fragen nach Deiner Überqualifikation provozieren. Ferndiagnosen sind schwierig, aber meinem Eindruck nach könnte es auch da eher an der Allgemeinheit Deiner Wünsche liegen als daran, daß Dein Promotionsthema nicht paßt. Die meisten Doktor-Einsteiger bei den bekannten Beratern sind eigentlich eher Generalisten, die mit den MBAs in Konkurrenz stehen, als naturwissenschaftliche Spezialisten. Mein Dissertationsthema hat absolut nichts mit irgendeinem Job, den ich danach hatte, zu tun. Allerdings hast Du bei den wirklichen Blue-Chip-Beratern, die am ehesten als Arbeitgeber für Promovierte in Frage kommen, locker einmal hundert Bewerbungen auf eine Stelle, von denen auch mindestens fünfzig qualitativ sehr hochwertig sind. Da ist es schwierig mal so nebenher reinzukommen, zumal wenn Deine Leidenschaft woanders zu liegen scheint. In meinem Fall habe ich auf die Bewerbungen locker einmal einen Mannmonat verwendet, für alles von Interviewvorbereitung bis zur ausführlichen Lektüre berühmter Bücher und Artikel von den Zielunternehmen. -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Also aus dem Link geht das jedenfalls nicht hervor, warum die nominiert wurden. Die Beschwerden scheinen sich ja mehr gegen die Post zu richten, und die sind z.T. auch eher seltsam (z.B. "Beamte als Streikbrecher"--daß Beamte im Gegenzug für ihre Lebensstellung nicht streiken dürfen ist ja nun nicht neu). -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Also nachdem ich mal bei einem Berater war: Zumindest wenn Du bei dem Berater arbeiten willst, sind Intelligenz, Flexibilität und sehr unkonventionelles Denken schon sehr gefragt--deshalb ist es auch nicht ganz leicht, da reinzukommen (aber für einen frischgebackenen Doktor, der sich orientieren will, eine Riesenchance, denn nirgendwo lernt man so schnell wie verschiedene Unternehmen ticken!). Die Abhängigkeit von Beratern dafür dürfte oft nicht so sehr die Schuld der Berater sein, sondern von Firmenkulturen, in denen ohne die Berater gar nichts läuft, eben weil das eigenständige Denken und Herausschauen über den Tellerrand nicht erwünscht sind. Die Berater als "Seuche" darzustellen erscheint mir da etwas unfair. -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Du wärst auch mit einer "5" vor dem Alter jung genug, wenn Du denn geistig flexibel bist (was ich bei einer Promotion, die ja jedenfalls im Prinzip Originalität voraussetzt, einmal unterstelle). Ich war eigentlich in allen meinen Jobs Quereinsteiger, übrigens auch ausgehend von einer Promotion in einem Themengebiet, das keinen interessiert, und viele der interessantesten und auch erfolgreichsten Leute, die ich kenne, haben das auch so gehandhabt. Die Hauptfrage wäre wohl, was Du Dir denn vorstellst, oder was Dir wichtig ist und wo Deine Motivation genau liegt. "Irgendwas mit Waffen" hörst sich ein wenig wie die sympathische Version von "Irgendwas mit Medien" an, nämlich sehr unbestimmt. Wenn Du z.B. Waffen für den Privatmarkt oder Verbesserungen dafür konstruieren willst, dann dürfte das in Deutschland ein nur ziemlich kleiner Markt sein, und selbst in Amerika, wo man seine Produkte dann recht einfach ohne großen Erlaubnisaufwand verticken darf, braucht das eine hohe Opferbereitschaft. Das klassische Beispiel dürfte wohl Ronnie Barrett sein, der ohne Ingenieursausbildung oder dergleichen das moderne Scharfschützengewehr erfunden hat und in einer Garage die ersten Exemplare hergestellt hat. Aber selbst er, vielleicht der finanziell erfolgreichste Waffenerfinder der letzten Jahrzehnte (Gaston Glock einmal als Sonderfall ausgenommen, denn der hatte immerhin schon einen Betrieb für Militärprodukte), musste sich das Geld dafür mit einem Brotjob verdienen und dann in seiner Freizeit seiner Leidenschaft nachgehen. Die Kohle kam erst, als außer ein paar Enthusiasten auch das Militär gekauft hat, und das dauert selbst dann wenn es überhaupt passiert. Erfinderschicksal halt, mit dem nicht hadern sollte, wenn man Erfinder sein will, und manchmal lohnt sich die Investition auch aber selbst dann fast immer nur nach einer Durststrecke. Das andere Extrem wäre "Mädchen für alles" in einem Waffenladen zu sein. Als frischgebackener Doktor unterstelle ich, daß Du clever genug wärst, Sachen wie Buchführung schnell zu lernen, aber das ist vermutlich auch nicht mehr ein Leidenschaftsjob als die meisten anderen auch. Und zwischen diesen beiden Extremen gibt es sicher auch viele Möglichkeiten, aber vermutlich alle mit einem eher dünnen Markt. -
Quereinstieg in die zivile Waffenbranche (als Akademiker)?
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Müssen nicht, aber helfen kann es schon, spätestens wenn es darum gehen sollte, in Eigeninitiative eine Verbesserung vorzuschlagen, oder eine Reparatur vorzunehmen, die nicht ganz nach Buch ist. Das ist bei den Großen natürlich gar nicht immer erwünscht. Aber es hat von daher auch einen Grund, daß viele Innovationen in der Branche von Winzklitschen um ein oder zwei Gründer, die anfangs alles machen, kommen und nicht von den großen Herstellern, die mit einem Riesenbudget z.B. ein Militärgewehr konstruieren, das später von der kaufenden Armee als vollkommen untauglich bezeichnet wird. -
Haßpostings: WBK widerrufen, Waffenhandelserlaubnis weg
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Auch das ist eine Art Konsens, wenn auch eine dysfunktionale.- 524 Antworten
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Haßpostings: WBK widerrufen, Waffenhandelserlaubnis weg
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Nun, es gibt praktisch niemanden, der öffentlich dafür eintritt, und noch viel weniger einen Verband oder eine Partei, obwohl deren Gründung jedermann offenstehen würde. Was die Vorgänge bei der Wiedervereinigung angeht, kann man das hervorragende Ergebnis erst der Allianz für Deutschland bei den Volkskammerwahlen und dann der CDU und FDP bei den gesamtdeutschen Wahlen als deutliche Meinungsäußerung des Volkes auffassen. Der Umstand, daß praktisch niemand für eine wesentliche Überarbeitung des Grundgesetzes oder eine verfassunggebende Versammlung eintritt, ist schon in sich selber der "breite demokratische Konsens" der dem Grundgesetz fortdauernde Legitimität verleiht. Es steht die aber selbstverständlich frei, für die Abhaltung einer verfassunggebenden Versammlung zu agitieren.- 524 Antworten
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Haßpostings: WBK widerrufen, Waffenhandelserlaubnis weg
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Im Freitag? Das ist in der Tat interessant, aber nur als Illustration, daß hart linker Quark sich nicht von hart rechtem Quark irgendwelcher Reichsbürger unterscheidet. Eine "Verfassung" kann zunächst einmal sogar ein Staat haben, in dem gar kein Verfassungsdokument existiert, wo diese nicht geschriebene Verfassung dann als Rechtspraxis oder verteilt über viele Dokumente existiert, so seit Jahrhunderten in Großbritannien, das lange Zeit das Musterland schlechthin für eine verfassungsmäßige Regierungsform war. Deutschland ist selbstverständlich mit so einer Verfassung ausgestattet, denn es gibt eine seit Jahrzehnten geübte Rechtspraxis zu Dingen wie Verfassungsorganen oder der Gliederung in Länder oder der Abhaltung von Wahlen. Dann gibt es den engeren Begriff der geschriebenen Verfassung, eben eines Grundgesetzes, das nur unter erschwerten Bedingungen geändert werden kann, und eine solche hat Deutschland offensichtlich auch, denn viele dieser grundlegenden Regeln sind im Grundgesetz verankert und das Grundgesetz wird auch als Autorität, an dem sich andere Rechtsnormen und Verwaltungsakte messen lassen müssen, anerkannt--theoretisch jedenfalls, auch wenn die merkelsche Hauruck-Politik nicht gerade in diese Richtung geht. Die Behauptung, Deutschland habe keine Verfassung, ist also offensichtlich Quark. Allenfalls könnte jemand behaupten, daß die Verfassung nicht legitim sein, aber das führt von daher nicht weit, weil die überwältigende Mehrheit der Deutschen, sowohl nach Kopfzahl als auch nach Gruppen gezählt, die verfassungsmäßige Ordnung als legitim anerkennt. Die Anzahl der Deutschen, die z.B. einen Verfassungskonvent abhalten wollen, dürfte eine sehr geringe sein, auch wenn an diesem Wunsch natürlich nichts Falsches oder Verbotenes ist. Um aber zum Thema dieses Threads zurückzukehren: Soll jemandem, der wirre Theorien, Deutschland habe keine Verfassung, die waffenrechtliche Zuverlässigkeit abgesprochen werden? Theoretisch ist die Aussage, wenn man sie--wohl falscherweise--ernstnimmt, nahe am Hochverrat. Praktisch dürften Leute mit dieser Ansicht nicht häufig durch waffenbezogenen Straftaten auffällig werden.- 524 Antworten
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Und da kann man schon mit guten Argumenten der Ansicht sein, daß sie helfen würde (z.B. mit Verweis auf John Lott), aber auch der Ansicht, daß sie das nicht würde. Fragen dieser Art öffentlich auszutragen ist doch gerade der Zweck der Meinungsfreiheit. Es ist jedenfalls gefährlich, wenn man aus der Beantwortung einer absolut legitimen Frage eine Neigung zu Straftaten konstruieren will und deshalb präventiv jemandem eine Erlaubnis versagt, auch wenn die Art der Aussage selbstverständlich unter aller Kanone und grenzdebil war. Wenn man z.B. sagt, daß Handel und Besitz von Betäubungsmitteln nicht strafrechtlich verfolgt werden sollten, dürfte einem deswegen der Führerschein abgenommen werden, auch wenn keine Anhaltspunkte vorliegen, daß man überhaupt solche Mittel konsumiert und erst recht nicht, daß man sie im Übermaß oder im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr konsumiert? Was wenn man es nicht sachlich sondern grenzdebil-blöde sagt, z.B. mit einem Lied "Wir kiffen", das sich auch gleich noch über die sexuelle Orientierung eines Politikers statt über die Finanzsituation seiner Stadt oder dergleichen lustig macht?- 524 Antworten
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Haßpostings: WBK widerrufen, Waffenhandelserlaubnis weg
Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Aber darum geht es hier doch gar nicht. Manche der Kommentare dieses Mannes mögen an der Grenze zur Strafbarkeit wegen Volksverhetzung, Beleidigung, Aufforderung zu Straftaten oder dergleichen sein. Das wäre aber von einem Gericht zu klären, und nach dem hier Geschriebenen steht dazu doch keine Anklage an. Andere seiner Kommentare, die ihm vom Gericht ausdrücklich als negativ bezüglich seiner Zuverlässigkeit ausgelegt wurden, sind inhaltlich vollkommen harmlos und als solche eindeutig von der Redefreiheit geschützt, z.B. ein Selbstportrait beim Schießen oder der Wunsch nach dem Besitz einer Wiederladepresse. Es scheint sich also darum zu handeln, wieweit man aus dummem Geschwätz eine Versagung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit konstruieren darf, ohne sich die Mühe machen zu müssen, jemandem eine Straftat nachweisen zu müssen.- 524 Antworten
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Also ob vor 50 Jahren Haß wirklich weniger verbreitet war als heute? Da gab es einerseits mehr Opas als heute, bei denen das Lernen 1938 aufgehört hat, und die entsprechende Kommentare abgelassen haben, und andererseits massenhaft Leute, die jede Art von Gewalt gegen das von ihnen so empfundene "Schweinesystem" mit nicht immer nur "klammheimlicher Freude" genossen haben. Die große Mehrheit der Personen auf beiden Seiten hat deswegen keine Straftaten begangen, auch wenn man schauern mag, was manche von ihnen vielleicht getan hätten, wäre das ohne die Androhung von Strafverfolgung möglich und sozial erwünscht gewesen.- 524 Antworten
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Nun, darauf lässt man sich doch im Prinzip schon ein, wenn man in Deutschland eine waffenrechtliche Erlaubnis überhaupt beantragt, die eben vom Gesetzgeber als Privileg mit Ermessensspielraum und nicht als Recht verstanden wird, wenn auch eine gewisse Rechtstaatlichkeit bei der Ausübung dieses Ermessensspielraums zu herrschen hat.- 524 Antworten
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Allgemein
Na ja, die entsprechenden Äußerungen waren ja nicht gerade ein irgendwie sachorientiertes Eintreten für ein bestimmtes Waffen- oder sonstiges Recht. Allerdings ist auch nicht ganz klar, welche Äußerungen eigentlich genau bemängelt werden. Am Wunsch nach dem Besitz einer Murmelstopfmaschine z.B. kann ich nichts Falsches erkennen. Die Vorstellung des Gerichts gar, daß das beihändige Halten einer Kurzwaffe oder das Vorhandensein eines Mündungsfeuers "kämpferisch" sei, ist vollkommen absurd. Dürfen wir jetzt die Kanonen so wie Jerry Miculek in einer seiner Demonstrationen nur noch falsch herum (oben und unten, nicht vorne und hinten!) mit einer Hand halten um so die sportliche Herausforderung zu erhöhen und klarzumachen, daß wir nicht die kampfmäßige Verwendung üben? Müssen wir ironischerweise spezielle defensive Munition mit unterdrücktem Mündungsfeuer verwenden, damit's nicht so brutal aussieht? Manche Äußerungen waren saublöd, aber zumindest zum größten Teil wohl auch nicht strafbar. Die Verteidigungslinie, daß es nicht um Schußwaffen ginge, war wohl auch insofern suboptimal, weil es einerseits z.B. bei der Murmelstopfmaschine offensichtlich doch um Schußwaffen geht, zum anderen auch weil die Art der angedachten Waffen für die Frage, ob eine "aggressive Grundhaltung" bestehe aus der eine Unzuverlässigkeit folgen könnte, gar nicht relevant ist. Jemand der z.B. mit Steinschleudern grundlos auf andere Leute schießen will wird wohl auch waffenrechtlich unzuverlässig sein, selbst für reine Sportwaffen ohne großen defensiven Wert. Die interessante Frage wird dann wohl sein, ob eine in blödem Geschwätz--und das ist es--dargelegte "aggressive Grundhaltung" so ohne Weiteres zum vorläufigen oder endgültigen Entzug der Waffen führen darf. Auch wenn man das für den vorläufigen Entzug bejaht sollte der Mann wohl doch zumindest die Gelegenheit bekommen, z.B. mit einem psychologischen Gutachten im Hauptverfahren darzutun, daß er lediglich ein Dummschwätzer und kein Gewaltkrimineller ist.- 524 Antworten
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Was die Erkennung von Einschlaggeräuschen angeht reicht mir der Unterschied zwischen Stahl und Kugelfang. Aber die Idee ist eine interessante--war das nur als lustiger Kommentar gemeint, oder hast Du tatsächlich mit (vermutlich eher schweren und großkalibrigen) Unterschallgeschossen auf Entfernung experimentiert? Es gibt wohl ein paar Leute, die das mit den großkalibrigen ehemaligen Schwarzpulverpatronen (45-70 und der dergleichen) machen.
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Wenn man sich das auf YouTube anschaut, scheint das in einigen Ländern mit extrem restriktiven Waffenrecht auf sehr hohem Niveau ausgeübt zu werden. Einerseits: Hut ab! Andererseits ist wohl so, daß in noch irgendwie freien Ländern die Sache mit richtigen Kanonen halt mehr Spaß macht. Ich hätte, abgesehen vom Zeitaufwand, auch Befürchtungen wegen der Sicherheit: Wenn die Kanone keine besonders gefährlichen Geschosse verteilt, dann dürfte es bisweilen sportlich hilfreich sein, die Sicherheitsregeln so weit zu strecken, wie das ohne DQ eben geht. (Mit richtigen Waffen schummeln die Leute natürlich auch bisweilen soweit der RO es eben nicht sieht, aber dann hoffentlich nur mit Fault Lines und dergleichen und nicht bezüglich Sicherheitsregeln.) Da stelle ich mir schwierig vor, die Gewohnheiten mit Luftpumpe und mit richtiger Waffe wirklich zuverlässig auseinanderzuhalten.
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Bundesverwaltungsgericht und Halbautomaten für Jäger
Proud NRA Member antwortete auf EkelAlfred's Thema in Waffenrecht
Der fundamentale Unterschied ist, daß einerseits es für die Umweltzonen eine gesetzliche Grundlage gibt und für das Verbot wechselbarer Magazine nicht, und daß andererseits es auch ein berechtigtes öffentliches Interesse an der Luftreinhaltung gibt, aber keinerlei irgendwie gearteten Probleme bekannt sind, die davon herrühren, daß jemand mit einem auf zwei Schuß begrenzten Wechselmagazin jagen geht. An von Autos ausgestoßenen Schadstoffen in der Luft dürften in einem halben Jahr deutlich mehr Leute zu Tode kommen als durch alle legal von Zivilisten besessene Feuerwaffen, Wechselmagazin oder nicht und jagdlich oder nicht, in einem Jahrhundert. Von daher ist der Vergleich meiner Meinung nach unpassend. -
Anzeige wegen sichtbarem Führen einer Gaspistole
Proud NRA Member antwortete auf funkykupplung's Thema in Waffenrecht
In der Tat. Daß es nicht besonders sinnvoll ist und an den meisten Orten auch nicht angemessen, darüber sind wir uns wohl alle einig. Aber der Mann hat einen Schein dafür bekommen. Dem Gesetzgeber war bei der Abfassung des Gesetzes bekannt, daß in vielen Regelsystemen bezüglich Waffentragens zwischen offenem und verdecktem Tragen unterschieden wird (jedenfalls wenn der Referent auch nur die leiseste Ahnung hatte oder zum Vergleich mit seinem Entwurf zwei oder drei ähnliche Gesetze anderer Staaten herangezogen hat). Damit muß man unterstellen, daß der Gesetzgeber eben das, was der Schein erlaubt, nämlich das offene oder verdeckte Tragen, auch erlauben wollte. Es ist auch nicht Sache der Waffenbehörden, da einfach bei jedem Schein, den sie ausstellen, eine Einschränkung reinzuschreiben, genausowenig wie sie z.B. reinzuschreiben haben, daß der Wisch nur für Platz- und nicht für Reizstoffpatronen gilt. Wenn der Gesetzgeber Handlungsbedarf sieht, dann muß er das machen, nicht eine Behörde, die das Gesetz anzuwenden und nicht abzuändern hat. -
Anzeige wegen sichtbarem Führen einer Gaspistole
Proud NRA Member antwortete auf funkykupplung's Thema in Waffenrecht
Na ja, wenn eine mir nicht persönlich bekannte Person zum Waffenabholen kommt, dann ist das eigentlich keine blöde Vorsichtsmaßnahme. Auf den Ständen wo ich schieße, hat das Personal auch die Waffe am Mann, und wenn ich mir bei meinem Teilzeithändler zuhause eine neue Waffe abhole, dann gehe ich schwer davon aus, daß irgendetwas am Mann ist und vermutlich auch irgendwo eine Flinte greifbar. Ich weiß es nicht, halte es aber für angemessen und normal. -
Mündungsfeuerdämpfer aus dem USA Urlaub mitbringen!?
Proud NRA Member antwortete auf Thema in Allgemein
Muß letztlich jeder für sich selber wissen. Für mich hat sich das Problem noch nicht gestellt weil meine Kanonensammlung mit mir in Amerika lebt. Einerseits dürfte gelten, daß nichts so heiß gegessen wird wie es gekocht wird, andererseits gibt es immer das Risiko eifriger oder übereifriger Beamter. Mein Tip wäre, daß es 98+% schei*egal sein dürfte, jedenfalls bei der Ausfuhr eines Exemplars in ein befreundetes Land, aber man kann halt auch an die verbleibenden 2% geraten. Wer lustig sein will könnte natürlich so einen Gegenstand (Adapter ist eine Übungsaufgabe für die Drehbank) gar noch zum Schlüsselanhänger umwidmen. Das wäre bei Weitem nicht der seltsamste waffenbezogene Schlüsselanhänger den ich schon gesehen habe. -
Bundesverwaltungsgericht und Halbautomaten für Jäger
Proud NRA Member antwortete auf EkelAlfred's Thema in Waffenrecht
Das wäre in der Tat ein Kracher. Dieser schwere Vorwurf ist aber nicht leicht zu beweisen, und schon gar nicht in einem Land wo selbst Nazirichter, denen das Blut von den Fingern getrieft ist, ihre Karriere fortsetzen durften. Einfach Anzeige zu erstatten bringt da nichts, außer daß man als Querulant wahrgenommen wird. Wenn es jemandem gelänge, Beweismittel zu eruieren, die auf eine Einflußnahme Dritter auf dieses Urteil schließen lassen, dann wäre das eine andere Sache. Die müssen aber so hieb- und stichfest sein, daß die Justiz gar nicht anders kann, und solche Beweise sind auch dann schwer zu besorgen, wenn der Vorwurf zutrifft. Wer Recht beugt ist normalerweise auch nicht ganz blöd und wird vermeiden z.B. Absprachen schriftlich auf seinem offiziellen Email-Account zu machen. -
Verdacht auf Verstoß gegen das Waffengesetz
Proud NRA Member antwortete auf Micha176's Thema in Allgemein
Nichts im Leben ist sicher, aber daß sich gewalttätige Kriminelle täuschend echt als höfliche Polizisten ausgeben und dann eine gewalttätige Straftat (Trickbetrug mag etwas anderes sein) begehen ist doch weitaus seltener als daß Gewaltkriminelle einfach so eine gewalttätige Straftat begehen, z.B. durch gewaltsames Eindringen in ein Haus. Dazu kommt noch ein normativer Aspekt: Wie auch immer die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten sind, wenn's um vier Uhr Morgen an der Tür rummst, dann möchte ich mit Churchill davon ausgehen können, daß es der Milchmann ist, und wenn's rummst und dann die Tür gewaltsam geöffnet wird, dann möchte ich davon ausgehen können, daß es Einbrecher sind. Na ja, die Fälle wo es schief geht sind eher weniger eindeutig. Sagen wir, Du bist eine sowiesoschon etwas mißtrauische Persönlichkeit, die im Krieg als Soldat einiges Schlimmes gesehen hat. Du wohnst in einer abgelegenen Gegend und trägst gewohnheitsmäßig ein Gewehr auf dem Rücken wenn Du auf Deinem Land Deine Hunde ausführst, sei es zur Bereicherung des Speisezettels, sei es gegen Raubtiere, die Deine Tiere verspeisen mögen, oder sei es aus Angst vor Angriffen. Dein Hund geht wohin (immer noch auf Deinem eigenen Land) und dann siehst Du ein Mündungsfeuer, hörst einen Knall, und Dein Hund ist tödlich getroffen. Wird, soll, und darf in dieser Situation ein weise handelnder Mensch zurückschießen ohne in Richtung des Mündungsfeuers zu fragen, ob der Schütze auch auf Menschen schießen will? Das ist glaube ich ein eindeutiges Ja. So hat das Feuergefecht von Ruby Ridge angefangen. Das deutsche Beispiel mit dem Hells Angel ging auch in die Richtung, wenn auch mit weniger Platz. Du hast Angst, daß Dir jemand ans Leder wollen könnte, weil Du Mitglied im falschen Verein bist. (Die Outlaw-Rockergruppen sind jetzt keine großartigen Sympathieträger, aber die Situation wäre genauso denkbar, wenn jemand bedroht wird, weil er Ortsvorstand bei der AfD, dem türkischen Kulturverein, oder der jüdischen Gemeinde ist.) Es macht sich jemand an der Tür zu schaffen, die vermutlich nicht mehr lange halten wird. Du hast eine Waffe bereit. Vergessen wir den taktischen Aspekt ob ein Schuß durch die Tür mit der Ballistik einer Pistole sinnvoll ist. Könnte es in diesem Fall sinnvoll sein, zu schießen? Taktisch und im Sinne der Vorsicht sicher nicht optimal, aber auch nicht völlig abwegig. Auch die nicht sehr seltenen Fälle, wo der Familienhund erschossen wird, sind so eine Sache. Die Tür wird eingeschlagen, Du hörst Pyrotechnik und Schüsse, und siehst mit Pech Deinen toten Hund. Ist es da richtiger, darauf zu hoffen, daß die Eindringlinge auf Menschen nicht schießen werden, oder ist es richtiger, besonders wenn man auch Frau und Kinder da hat, so viele wie möglich zu eliminieren und die Prüfung, ob es sich um Polizisten oder um Kriminelle handelt, auf später zu verschieben? Oder soll man einfach davon ausgehen, daß ganz außergewöhnlich brutales Vorgehen im Zweifel darauf hindeutet, daß es die Polizei sein muß, weil Einbrecherbanden normal nicht ganz so gewalttätig sind, jedenfalls außerhalb von Ländern wie Südafrika oder Kolumbien? Das wäre ein trauriges Resultat.