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IGNORED

Magtech 9mm mit Fehlladung


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Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb JoergS:

Ich selbst bin weder Sportschütze noch Dienstwaffenträger, aber Tactical Dads Erläuterungen leuchten mir ein.

 

Genau das ist ja das Problem. Leute ohne Vorwissen und Ahnung finden seine Videos einleuchtend. Wer schon ein paar Mal auf den Schießstand war weiß was für ein Blödsinn das ist. 

 

Und "Squib!" ist etwas das jeder RO in Sekundenbruchteilen schreien kann, und auf das jeder Sportschütze ob Sekundenbruchteilen reagieren kann. Eben weil es überhaupt nicht so selten ist wie man es gerne hätte.

vor 10 Stunden schrieb JoergS:

Will man auf Nummer sicher gehen, müsste man ja bei jeder Störung abbrechen und den Lauf inspizieren. Mir will das aber im Einsatz - oder beim Training für den Einsatz - nicht als sinnvoll erscheinen. Besser das Risiko einer Aufbauchung eingehen als komplett wehrlos zu sein. 

Nein, nur bei Verdacht auf Squib. Und wenn sich der Schuss komisch anhört, und die Waffe nicht repetiert gar, aber eine leere Hülse raus fällt, ist das ein Bilderbuch-Squib. Jeder Schütze weiß das. Natürlich nur wenn man etwas Ahnung von Waffen und deren Funktion hat. Ist wie überall in Deutschland, sobald jemand einen Titel vor sich her trägt sollte man auf keinem Fall mit ihm arbeiten. Das ist kein Experte, sondern ein "Experte". Großer Unterschied.

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Geschrieben
Am 1.4.2026 um 11:54 schrieb goodoldrebel:

Ich hatte meine anderslautenden Meinungen in seinem Kommentarbereich kundgetan und wir haben darüber diskutiert

Interessant. Ich habe geschrieben dass ich bin überrascht dass er als erfahrener Waffenbesitzer nicht zuerst den Lauf geprüft hat. Zurück kann "selten so einen Schwachsinn gelesen. Störungen müssen in Sekunden behoben werden um weiter zu schießen".

Was natürlich nicht stimmt. Störungen müssen zügig behoben werden. Diese Störung wurde aber nicht behoben, sie wurde noch nicht einmal festgestellt. Dabei war es bei der Beschreibung offensichtlich.

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb JoergS:

Man muss kein

"Sachverständiger" sein um zu wissen dass nichts davon stimmt, weil es bei weitem nicht das erste Mal vorkommt, und jede Marke hat das bisher überlebt. Aber natürlich kann man dann kein reißerisches Video für ahnungsloses Clickvieh draus machen.

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Geschrieben (bearbeitet)
28 minutes ago, Fyodor said:

Und "Squib!" ist etwas das jeder RO in Sekundenbruchteilen schreien kann, und auf das jeder Sportschütze ob Sekundenbruchteilen reagieren kann. Eben weil es überhaupt nicht so selten ist wie man es gerne hätte.

Nein, nur bei Verdacht auf Squib. Und wenn sich der Schuss komisch anhört, und die Waffe nicht repetiert gar, aber eine leere Hülse raus fällt, ist das ein Bilderbuch-Squib. Jeder Schütze weiß das. Natürlich nur wenn man etwas Ahnung von Waffen und deren Funktion hat. Ist wie überall in Deutschland, sobald jemand einen Titel vor sich her trägt sollte man auf keinem Fall mit ihm arbeiten. Das ist kein Experte, sondern ein "Experte". Großer Unterschied.




Wie bitte willst Du - vor allem unter Stress - unterscheiden, ob das nun ein Squib oder ein Dud war? Bei einem Squib wird die Hülse NICHT ausgeworfen, dazu reicht der Dampf des Zündhütchens nicht mal ansatzweise. Der Unterschied ist so klein und Squibs sind so selten, dass die allermeisten Schützen einen Squib nicht bemerken würden und es für einen Dud halten. Der einfach zu beseitigen ist. 
Tactical Dad geht es hier nicht um Sportschützen, sondern um Dienstwaffen. Es ist doch offensichtlich, dass der Modus Operandi hier ein anderer ist. Aber selbst Sportschützen schießen sicherlich zumindest im Training OHNE einen "RO". 

Was Ihr hier versucht zu etablieren ist ungefähr dasselbe, als wenn man sein Auto zur Inspektion bringt, der Mechaniker vergessen hat die Bremsenentlüftung richtig zuzudrehen und man auf einmal keinen Bremsdruck mehr hat. 

Sicher hätte der Fahrer vor der Fahrt kurz unter seine Karre schauen können, wo er dann die Lache entdeckt hätte. Sicher hätte er auch den typischen Geruch von Bremsflüssigkeit wahrnehmen können. 

 

Was aber das gefährliche Versagen des Mechanikers in keiner Weise entschuldigt. Das darf nicht vorkommen. 

 

23 minutes ago, Fyodor said:

"Sachverständiger" sein um zu wissen dass nichts davon stimmt, weil es bei weitem nicht das erste Mal vorkommt, und jede Marke hat das bisher überlebt. Aber natürlich kann man dann kein reißerisches Video für ahnungsloses Clickvieh draus machen.


Klar wird die Marke das überleben. Aber sie werden einen hohen Preis dafür bezahlen, das steht fest. Die Frage ist nur WIE hoch - was in erster Linie davon abhängt, wie gut ihr Krisenmanagement sein wird. Die Tatsache, dass dies nicht zum ersten Mal vorkommt, entschuldigt das Versagen jedenfalls nicht. 

Magtech verdient sein Geld mit der Herstellung und dem Verkauf von Patronen. Influencer verdienen ihr Geld mit der Erstellung und Verbreitung von Videos. Patronen verkaufen sich besser, wenn sie billig sind, und das kann schon mal zu Einsparungen bei der QC führen - was dann den Influencern die Möglichkeit gibt, Videos zu produzieren, die hohe Klickzahlen erreichen. 

 

Solche Mist-Munition zu produzieren kann eine Weile gutgehen, weil sich nicht jeder über so einen Squib aufregt. Aber irgendwann passiert das dann einem Influencer mit viel Reichweite, wie Tactical Dad. Dumm gelaufen. Noch viel dümmer wird es, wenn so ein fehlerhaftes Produkt zu einem katastrophalen Unfall führt, am besten noch in den USA, und dabei herauskommt: Der Hersteller wusste von den Versagern in der Serie...

Willkommen in der Marktwirtschaft. 

Bearbeitet von JoergS
Geschrieben

Und das, liebe Kinder, ist der Unterschied zwischen einem Sachverständigen und einem Influencer mit einem roten Stück Papier.  :ridiculous:

 

Jetzt müssen nur noch die Richtigen mitlesen.

 

 

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Ich weise darauf hin, dass der Wechsel zu persönlichen Angriffen nicht gerade Souveränität ausstrahlt und in den meisten Fällen einfach nur bedeutet, dass demjenigen die sachlichen Argumente ausgegangen sind. 

Womit ich die Diskussion wohl gewonnen haben dürfte. Oder kommt noch was?

 

Bearbeitet von JoergS
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Geschrieben

Was ich bald noch schlimmer finde als den Hintergrund des Themas (schlechte Munition) ist ,dass hier ständig von "Squibs" , "Duds" und "Range Officers" gesprochen wird, als wären hier alle in diesem Dritte-Welt mit dem irren orangen Suppenkasper am Steuer....

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb JoergS:

Womit ich die Diskussion wohl gewonnen haben dürfte. Oder kommt noch was?

 

Nicht jeder spielt Taubenschach. Das kannst Du gerne mit Dir selber tun.

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb JoergS:

Wie bitte willst Du - vor allem unter Stress - unterscheiden, ob das nun ein Squib oder ein Dud war?

Weil ich es kann. Übung. Können die meisten dynamischen Schützen. Müssen sie können, wenn sie Waffe, Finger und Augen behalten wollen. Und im Zweifel immer den schlimmeren der möglichen Fehler annehmen. Zumal Squib und Dud extrem einfach zu unterscheiden sind. Selbst wenn man die Hülse/Patrone beim auswerfen nicht sieht, an Flugbahn und Geräusch kann man das zu 90% unterscheiden. Ein Squib ist eine leere Hülse, ein Dud eine volle Patrone. 

Aber um das zu wissen muss man halt Experte sein, und kein "Experte".

 

Für einen Berufswaffenträger im Feuergefecht um Leben und Tod ist es noch wichtiger diese Fälle sicher zu unterscheiden.

 

vor 33 Minuten schrieb JoergS:

dass die allermeisten Schützen einen Squib nicht bemerken würden und es für einen Dud halten.

Was Du, mit Null Erfahrung auf dem Schießstand, nochmal woher genau weißt? 

 

Zumindest bei dynamischen Schützen ist dieses Wissen Standard, weil notwendig. Viele trainieren das sogar gezielt mit präparierten Dummies.

 

vor 34 Minuten schrieb JoergS:

Tactical Dad geht es hier nicht um Sportschützen, sondern um Dienstwaffe

Weder noch. Es geht nur um Clickzahlen. Er schießt mit einer Sportwaffe und Sportmunition unter Sportbedingungen. Berufswaffenträger holen sich ihr Wissen dich hoffentlich nicht von YouTube.

 

vor 36 Minuten schrieb JoergS:

Aber selbst Sportschützen schießen sicherlich zumindest im Training OHNE einen "RO".

Jein. Statisch ja, dynamisch geht es nicht wirklich ohne. Außerdem wie gesagt, das ist ein Standard-Fehler, mit dem erfahrene Sportschützen umgehen können. 

 

vor 38 Minuten schrieb JoergS:

Aber sie werden einen hohen Preis dafür bezahlen

Nein, nicht wenn es nur bei einer Charge passiert. Und die Fehler innerhalb der Charge sind auch weit gestreut.

 

vor 38 Minuten schrieb JoergS:

Die Tatsache, dass dies nicht zum ersten Mal vorkommt, entschuldigt das Versagen jedenfalls nicht. 

Stimmt. 

Aber wer behauptet ohne Fehler zu sein, lügt. Es ist schon bei mehreren Marken vorgekommen.

 

vor 41 Minuten schrieb JoergS:

Willkommen in der Marktwirtschaft. 

Und genau deshalb wird nichts passieren. Schaue nächstes Jahr mal auf die Absatzzahlen von CBC und suche die Delle. Du wirst keine finden. 

 

@Doggenrotti Das sind nunmal die etablierten Begriffe dafür. 

 

Und jetzt beende ich diese Runde Taubenschach ebenfalls. Ich brauche weder Clicks noch Reichweite um mich gut zu fühlen, und ich bin auch kein "Experte" mit roter Pappe. Aber ich kann sicher Squib von Dud unterscheiden, und zwar innerhalb von Sekundenbruchteilen. Mir reichen meine Meistertitel, und ich freue mich über die Pokale und Buckles in der Vitrine bei mir zu Hause im Büro. Mein Ego erfordert nicht dass ich meinen YouTube Kanal umbenenne um das jedem zu zeigen. Die richtigen Leute hören mir zu. Ich habe schon einigen Anfängern die Steigbügel gehalten, viele davon sind schon viel besser als ich. Und auch die haben noch alle Finger, und mancher davon ruft mich immernoch für Rat und Tat an. Wenn Leute von ganz oben in den Ranglisten zu mir kommen und wir Techniken und Tricks austauschen, dann muss ich wohl ein Experte sein. Aber eben kein "Experte". Die "Experten" verdienen damit viel Geld. Aber ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Fyodor:

Zumal Squib und Dud extrem einfach zu unterscheiden sind.

Hab ich letztes Jahr leider nicht bemerkt. Es hat geknallt, es gab sogar einen leichte Rückstoß und als ich meine Win M92 repetierte flog auch eine leere 44 mag Hülse raus. Und die neue Patrone zündete dann. Der Lauf sah dann so aus:

 

Laufbauch.jpg

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb JoergS:

Was sich MagTech hier geleistet hat ist nicht weniger als ein Totalversagen der Qualitätskontrolle. Sie werden dafür einen hohen Preis bezahlen müssen - völlig zurecht übrigens, meiner Meinung nach.  

Geht es auch noch eine Spur undramatischer?

Jede Qualitätskontrolle hat eine gewisse Fehlerwahrscheinlichkeit. Multipliziert man diese mit der Zahl der hergestellten Patronen, dann erhält man die Zahl der fehlerhaften Patronen, die „durchschlüpfen“. Eine Produktion mit Null-Fehler existiert nicht. 
 

Grüße 

 

Stefan

Bearbeitet von Stefan Klein
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Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Stefan Klein:

Jede Qualitätskontrolle hat eine gewisse Fehlerwahrscheinlichkeit.

Den Füllstand der Hülse kann man nicht maschinell kontrollieren?  Das Gewicht oder von mir aus auch die Masse der fertigen Patrone kann man nicht messen und den Ausschuß auswerfen? Das haben sie uns Bettelstudenten bei den Pillendrehern von Big Pharma schon vor knapp 1/2 Jahrhundert vorgeführt.

Geschrieben
42 minutes ago, Fyodor said:

Weil ich es kann.

 


Das ist doch schön für Dich. Was leider nicht bedeutet, dass es jeder kann. Ich wiederhole mich: Solche Fehler dürfen nicht passieren. 

 

Quote

Was Du, mit Null Erfahrung auf dem Schießstand, nochmal woher genau weißt? 


Ich habe nicht "Null Erfahrung". Im Gegenteil, ich habe viele Male lediglich gezünderte Hülsen geschossen, im Rahmen einer Entwicklung, die ich gemeinsam mit einem sehr namhaften deutschen Waffenhersteller zur Reife bringen wollte - 9mm Munition mit weniger als 7,5 Joule, nur mit Zündhütchen betrieben. Ziel war die Entwicklung von Waffen, die bedürfnisfrei erwerbbar gewesen wären (wie 4mmM20). Leider ist aus der Sache nichts geworden, weil KEIN Zundhütchenhersteller die nötige Konsistenz liefern konnte. Die Energie streute einfach zu stark.  
Da aus der Sache nichts geworden ist traue ich mich mal, meinen alten Post dazu zu verlinken. 

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid02ZaRUGWwwY6omPtgNq1KWHgrXFmmFdNFr6x4Qc6WN1X7LquiFBXs76C7jFgY2Tm6Fl&id=100057611251584

 

Ich WEISS also sehr genau, wie sich das anfühlt und kann bestätigen: Manche Zündhütchen sind so schwach, dass man wirklich denkt: Da ist jetzt gar nichts passiert und das Geschoss ist vielleicht 2 Millimeter in die Züge gewandert. Manche sind so stark, dass das Geschoss mit 10 Joule aus dem Lauf fliegt. 

 

Quote

Nein, nicht wenn es nur bei einer Charge passiert. Und die Fehler innerhalb der Charge sind auch weit gestreut.


Ah OK. Wenn der Mechaniker also nur bei EINEM (oder sagen wir mal bei weniger als fünf) Kunden vergessen hat, die Entlüftung zuzudrehen - dann ist das halb so wild und der Mann kann seinen Job behalten. 

 

 

24 minutes ago, Stefan Klein said:

Geht es auch noch eine Spur undramatischer?

 


Sorry, aber nicht in diesen Fällen. Das ist einfach zu gefährlich und außerdem ist das völlige Fehlen von Pulver wirklich einfach zu kontrollieren bei der Herstellung (Waage). 
 

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb F0BOS:

Den Füllstand der Hülse kann man nicht maschinell kontrollieren?  Das Gewicht oder von mir aus auch die Masse der fertigen Patrone kann man nicht messen und den Ausschuß auswerfen? Das haben sie uns Bettelstudenten bei den Pillendrehern von Big Pharma schon vor knapp 1/2 Jahrhundert vorgeführt.


Klar kann man das. Als erfahrener Wiederlader hast du sicherlich schon mal fertige Patronen nachgewogen. Bei Kurzwaffenpatronen geht das Gewicht der Pulverladung meist in den Toleranzen der anderen Komponenten unter. Da misst du gar nichts.

 

Am Ende muss es der Kunde den Mehraufwand bezahlen.

 

Gruß

 

Stefan

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb JoergS:

Sorry, aber nicht in diesen Fällen. Das ist einfach zu gefährlich und außerdem ist das völlige Fehlen von Pulver wirklich einfach zu kontrollieren bei der Herstellung (Waage). 
 


Nein, ist es gerade bei kleinen KW-Patronen mit kleinen Pulverladungen nicht. 
Kannst gerne mal vorbeikommen. Dann baue ich dir 100 Patronen 9x19 mit Standardkomponenten und lass bei einer das Pulver weg. Dann setzt du dich an die Waage und versuchst die fehlerhafte Patrone zu finden… 
Keine Chance. 
 

Gruß

 

Stefan

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Geschrieben

Tactical Dad hat jedenfalls eine leere Patrone aus seinem Restvorrat (500 Stück) locker gefunden mit Hilfe der Waage. Wir reden hier ja von ca. 0,3 Gramm Pulver. Ich habe mal 40 Geco 9mmx19 gewogen, sie wiegen im Mittel 12,25 Gramm und die Bandbreite reichte von 12,20 bis 12,31 Gramm. Selbst bei der SCHWERSTEN gemessenen Patrone (Ausreißer) hätten 0,3 Gramm weniger also 12,01 Gramm bedeutet - DAS merkt man. Weit außerhalb der Normalverteilung. So eine Patrone MUSS rausfliegen bei der QC. 

Geschrieben (bearbeitet)

Was jetzt die Gefährlichkeit von 9 mm Magtech angeht wäre die Frage, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder nicht.
Das in einer Massenproduktion mal eine Patrone ohne Pulver durchrutscht sollte nicht sein, kann aber vorkommen. Bei jedem Hersteller.
Etwas mehr Sicherheit hat man da bei Matchmunition mit extra aufwändiger Qualitätskontrolle.

Bei Geco gab es damals m.W. mehrere Vorfälle von Waffensprengungen, daher nach meiner Ansicht aktuell mit CBC nicht vergleichbar. Es sei denn, das kommt dort jetzt gehäuft vor und nicht nur bei Tactical Dad.

Und ich bin kein Magtech-Fanboy. Wie schon geschrieben fand ich deren .357 und .44 Mag. Revolvermunition immer ganz gut, von der 9 mm war ich persönlich nie begeistert.

Bearbeitet von chief wiggum
Geschrieben

Ich kann da echt nur noch mit dem Kopf schütteln. Da merkt der Typ das was nicht stimmt und hämmert eine weitere Patrone hinterher. Von einem "Sachverständigen" hätte ich dann doch eine ganz andere Reaktion erwartet. 

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb JoergS:

Tactical Dad hat jedenfalls eine leere Patrone aus seinem Restvorrat (500 Stück) locker gefunden mit Hilfe der Waage. 

 

Steht doch noch gar nicht fest, ist nur eine Vermutung.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Maure:

Da merkt der Typ das was nicht stimmt und hämmert eine weitere Patrone hinterher.

Sein Argument: 

Fehler müssen in Sekunden behoben werden. Schnelligkeit vor Sicherheit. Schlimm dass er eine so große Reichweite hat.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb F0BOS:

Den Füllstand der Hülse kann man nicht maschinell kontrollieren?  Das Gewicht oder von mir aus auch die Masse der fertigen Patrone kann man nicht messen und den Ausschuß auswerfen?

 

Kenne den Automatisierungsgrad von CBC nicht, aber weltweit steigen aktuell die Produktionszahlen von Munition. Dementsprechend kommen auch einige neue Leute in die Produktion.

 

Kann auch ein händischer Prozess nach dem Aussortieren der Patronen gewesen sein, der da schief gelaufen ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb JoergS:

So eine Patrone MUSS rausfliegen bei der QC. 


Die fliegt ja offenbar nicht mal bei GECO raus. Warum soll sie also bei Magtech rausfliegen?
Wiege mal die Einzelkomponenten Hülse und Geschoss getrennt voneinander nach und du wirst dort entsprechende Schwankungsbreiten Min-Max sehen, die in der Summe meist oberhalb des Gewichts der Pulverladung liegen.

Bei 9x19 liegen wir bei einer Ladung um 5gr. 
Ich bleibe dabei. Das findest du nicht ohne weiteres. 
Und für den Hersteller bedeutet das Erzeugen von Ausschuss auf bloßen Verdacht bares Geld. 
 

Grüße

 

Stefan

Bearbeitet von Stefan Klein
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Minuten schrieb Stefan Klein:

Bei 9x19 dürften wir bei einer Ladung um 5gr liegen. 
Ich bleibe dabei. Das findest du nicht ohne weiteres. 

 

Leere Hülsen lassen sich per optischer Sensorik einfach aussortieren.

Bearbeitet von Vroma
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Vroma:

 

Leere Patronen lassen sich per optischer Sensorik einfach aussortieren.


Und wie hoch ist die Fehlerquote? 1:100.000, 1:1.000.000, 1:10.000.000…

Egal wie hoch, irgendwann rutscht eine Patrone durch.

 

Gruß

 

Stefan

Geschrieben (bearbeitet)
13 minutes ago, Fyodor said:

Sein Argument: 

Fehler müssen in Sekunden behoben werden. Schnelligkeit vor Sicherheit. Schlimm dass er eine so große Reichweite hat.

Das ist wohl nicht nur sein Argument - das scheint bei Dienstwaffenträgern und deren Ausbildung Standard zu sein. Macht ja auch Sinn. Sport und Ernstfall sind eben zwei unterschiedliche paar Schuhe. Es ist ja der "Tactical Dad", nicht der "Sport Shooter Dad". 

 

9 minutes ago, Stefan Klein said:


Und für den Hersteller bedeutet das Erzeugen von Ausschuss auf bloßen Verdacht bares Geld. 


Angesichts der möglichen Schadenersatzforderungen gerade bei Unfällen in den USA sind Einsparungen beim QC oft keine so kluge Wahl. 

 

1 hour ago, Raiden said:

 

Steht doch noch gar nicht fest, ist nur eine Vermutung.


Angesichts des wirklich großen Gewichtsunterschieds dieser EINEN Patrone scheint es mir hochwahrscheinlich zu sein, dass auch hier die Treibladung fehlt. 

 

 

2 minutes ago, Stefan Klein said:


Und wie hoch ist die Fehlerquote? 1:100.000, 1:1.000.000, 1:10.000.000…

Egal wie hoch, irgendwann rutscht eine Patrone durch.

 


Allein Tactical Dads Händler hat nun schon DREI weitere Kunden, die eine solche leere Patrone dabei hatten. Das ist kein Zufall. Ich bin sicher, es werden sich noch weitere Betroffene melden.

Bearbeitet von JoergS

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