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Survivor R - "Polizeipanzer"


Rubberduck70
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:lol:

Zitat

... ist das äußere Erscheinungsbild des Survivor R bewusst zivil und optisch deeskalierend ausgelegt.

 

Wie sieht bei denen denn dann unzivil und optisch eskalierend aus? :gaga:

 

SW4

300px-Polizei_Panzerwagen.jpg

 

 

SW3

Auch er gehört zum Bestand des 1. Deutschen Polizeioldtimer Museum in Marburg, erin Mercedes-Benz - GE 280 - Geschützter Polizei-Sonderwagen 3 (SW 3) -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SW 1 und 2

 

bgs_sw_1_mowag-001.jpg

 

Im Vergleich zu den z.T. fast schon niedlichen Vorgängern sieht der Survivor doch aus wie ein pockennarbiges Kampfmonster.

 

Euer

Mausebaer

 

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vor 52 Minuten schrieb Rubberduck70:

Hamburg und Sachsen sind  laut Focus-Online angeblich  interessiert.

 

Nicht übel, wenn sie dem Ding jetzt noch eine anständige Lackierung (Mattschwarz) und vernünftige Signalanlage verpassen, könnte er fast cool aussehen, so wie der hier: 

 

lenco_bearcat_g3.jpeg

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... und was macht man als Polizei damit in den Städten?

 

Richtig, die einzigen zwei Szenarien sind

  1. Retten von verletzten Personen während eines noch andauernden Schusswechsels und
  2. Vorgehen gegen mit Feuerwaffen bewaffnete Personen auf Straßen

Für 1. ist der nicht wirklich ausgelegt und selbst wenn 2. vorkäme, dann zögen die sich in Gebäude zurück. Also bleibt einmal mehr Objektschutz, damit die Fachkräfte wissen, was sie mit der RPG-7 machen sollen. :gaga:  Denn zum Begleiten von Barsendungen der Bundesbank ist das Dingens auch viel zu groß und Schlapp. Dabei sind ja schon die SW3 massenhaft verschlissen worden.

Die alten gepanzerten LKW auf MAN gl waren schon nicht gerade untermotorisiert: BBk MAN gl auf der Autobahn und

die neuen Transporter auf MB S Basis sind's wohl auch nicht. :closedeyes:

 

Euer

Mausebaer

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vor 11 Stunden schrieb Rubberduck70:

Hamburg und Sachsen sind  laut Focus-Online angeblich  interessiert.

 

http://sek-einsatz.de/ausruestung/der-survivor-r-4x4-polizei-edition-von-rheinmetall/17858

 

 

Also mit der Bodenfreiheit und dem Schnorchel hätte ich das Ding gerne für meinen nächsten Islandurlaub! Gerade die maximale Wattiefe der üblichen Geländewagen, die man einfach so dort mieten kann, hat mich schon vor gewissen "Straßen" zurückgehalten.

 

In der Polizei aber ist es, in einem Land wo solche "Straßen" nicht vorhanden sind und die Geländegängigkeit deshalb nicht für Rettungseinsätze gebraucht werden könnte, das, was ich gerne "Putinisierung" nenne. Eine teure und sinnlose Demonstration von Männlichkeit und Stärke, die von den hausgemachten Problemen ablenkt, nicht rational mit einem vernünftigen und verfassungskonformen Einsatzkonzept verbunden werden kann, schon rein optisch auch die Polizisten, die das Ding nicht fahren, zu robusterem Vorgehen verleitet, und das gesellschaftliche Klima in eine mir nicht genehme Richtung lenkt.

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:good:

 

Stimme dir zu, aber grundsätzlich finde ich es richtig, wenn die Polizei solche Fahrzeuge zur Verfügung hat. Es kann immer Situationen geben, in denen man die brauchen kann. Auch wenn man die Ursachen endlich bekämpfen würde ist ein terroristischer Anschlag nie ganz auszuschliessen. Und da können solche Fahrzeuge sehr hilfreich sein. 

 

Aber wenn die vorhanden sind, werden die bei jeder Gelegenheit eingesetzt, auch dann wenn sie nicht nötig wären. 

 

 

 

 

 

 

 

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... und wie würdest Du so einen Zivil-Macho-Zweitverwertungs-Dingo aka Survivor R einsetzen wollen? Das ist ein leicht gepanzerter Mannschaftstransporter.  Für Patrouillen, die mit leichtem militärischen Beschuss, Splittern und Sprengfallen rechnen müssen fast optimal konstruiert. Bei Beschuss aus einem Jagdgewehr kann es schon brenzlig werden (Ref. ist lt. Text für diese 15t-Basisversion eine AK-47, nicht einmal eine AK-74 oder gar ein alter K98).

 

Bergen von verletzten Personen im Schusswechsel ist problematisch

  • nur eine schmale Seitentür
  • hohe Bodenfreiheit ermöglicht unter dem Fahrzeug durch zu schießen
  • Schutz nur gegen leichte Gewehrmunition in der 15t-Basisversion

 

Sturm auf verbarrikadierten Schützen ist problematisch

  • unzureichender Schutz gegen zivil übliche Gewehrmunition in der 15t-Basisversion
  • nur wenige und kleine seitliche Türen aus denen denen die Zugriffseinheit nur einzeln aussteigen kann und so gute Ziele abgibt
  • Vorteil, bis zu 10 Passagiere als Zugriffseinheit sind möglich

 

Begleitung von Transporten

  • Die gepanzerten LKW der Bundesbank waren/sind nicht nur für Geschwindigkeiten >120 km/h ausgelegt, die werden wenn möglich auch gefahren. Die SW 3 hatten damit immer schon ihre Probleme. Ob der Survivor R da auf Dauer mithalten könnte?

 

Objektschutz

  • Bietet relativ viel Platz im Innenraum
  • Klimaanlage ist gegenüber dem alten SW 4 ein Vorteil
  • Basisversion bietet nur bedingten Schutz gegen gezieltes Gewehrfeuer

 

gewalttätige Demonstrationen

  • gegen Pflastersteine reicht auch schon ein geschützter Mannschaftswagen
  • automatische Feuerlöschanlage gegen Brandsätze fehlt in der Basisversion
  • 15t Gewicht behindern bereits die Bewegungsfreiheit bei Brücken, überbauten Tiefgaragen u.ä.

 

 

Nichts gegen gepanzerte Polizei-SW. Aber die sollten dann auch möglichst sinnvoll eingesetzt werden können.

  • Schutz auch gegen gezielten Beschuss aus leistungsstarken Jagd- und Sportgewehren
  • große Seitentüren, die auch unter beengten Verhältnissen schnell geöffnet sowie geschlossen werden können und sowohl das einfache Bergen von Personen unter Beschuss als auch das schnelle Absitzen und Eingreifen von Zugriffseinheiten ermöglichen
  • Weit herab reichender aber auch flexibler, seitlicher Schutz für Bergungs- und Deckungsaufgaben bzw. klassische südafrikanische V-Form der Wanne
  • Hohe zivile Mobilität - Höchstgeschwindigkeit für Begleitaufgaben, keine oder minimale Einschränkungen durch Brücken oder befahrbaren Decken von Bauwerken
  • Widerstandfähigkeit gegen gezielten und massiven Beschuss bei Objektschutzaufgaben

Sicher kann kaum ein Fahrzeug alle diese Punkte erfüllen. Aber ich sehe nicht einen Punkt, den der Survivor R vollständig erfüllte. :sad:

 

Ein anderes Werbe-Video: https://youtu.be/It4rCLeIuyo

 

Dein

Mausebaer

Edited by Mausebaer
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Leider wie so oft, wenig Ahnung aber davon viel. Ich nenne das das BigM Syndrom.

 

vor 15 Stunden schrieb Mausebaer:

:lol:

 

Wie sieht bei denen denn dann unzivil und optisch eskalierend aus? :gaga:

 

SW4

 

SW3

 

SW 1 und 2

 

 

 

Im Vergleich zu den z.T. fast schon niedlichen Vorgängern sieht der Survivor doch aus wie ein pockennarbiges Kampfmonster.

 

Euer

Mausebaer

 

 

SW 1, 2, III und 4 waren Kinder des Kalten Krieges, wobei der SW 4 heutzutage noch recht brauchbar zum geschützten Räumen von (brennenden) Barrikaden ist und vereinzelt auch mit Absperrgittern ausgestattet wird. Ab und an sieht man den SW 4 auch noch beim Objektschutz auf Flughäfen.

Fpr das Bergen von Verletzten unter Beschuss sind diese SWs gedacht und geeignet und das wird auch geübt.

 

Der SW 3 war nur für den stationären und mobilen Objektschutz und die Begleitung von Werttransporten geplant und dürfte bald flächendeckend durch vergleichbare Fahrzeuge auf Basis des Land Cruisers ersetzt sein.

 

vor 14 Stunden schrieb Mausebaer:

... und was macht man als Polizei damit in den Städten?

 

Richtig, die einzigen zwei Szenarien sind

  1. Retten von verletzten Personen während eines noch andauernden Schusswechsels und
  2. Vorgehen gegen mit Feuerwaffen bewaffnete Personen auf Straßen

...

 

Ich sage mal Tellerrand als Stichpunkt. Schaue ich mir nur Berlin an, dann haben wir hier ausgedehnte Forsten und Parkanlagen die unter Umständen mit nicht geländegängigen Kfz nur schwer bis gar nicht befahrbar sind. Und wer sich an die Jagd nach dem ersten Anschlag in Paris erinnert, das fand alles im ländlichen Raum statt, gut wenn man da auch mal über einen frisch gepflügten Acker fahren kann.

 

vor 4 Stunden schrieb Proud NRA Member:

...

 

In der Polizei aber ist es, in einem Land wo solche "Straßen" nicht vorhanden sind und die Geländegängigkeit deshalb nicht für Rettungseinsätze gebraucht werden könnte, das, was ich gerne "Putinisierung" nenne. Eine teure und sinnlose Demonstration von Männlichkeit und Stärke, die von den hausgemachten Problemen ablenkt, nicht rational mit einem vernünftigen und verfassungskonformen Einsatzkonzept verbunden werden kann, schon rein optisch auch die Polizisten, die das Ding nicht fahren, zu robusterem Vorgehen verleitet, und das gesellschaftliche Klima in eine mir nicht genehme Richtung lenkt.

 

Setz doch bitte mal den Aluhut ab. Danke.

 

vor 16 Minuten schrieb Mausebaer:

...

Bergen von verletzten Personen im Schusswechsel ist problematisch

  • nur eine schmale Seitentür
  • hohe Bodenfreiheit ermöglicht unter dem Fahrzeug durch zu schießen
  • Schutz nur gegen leichte Gewehrmunition in der 15t-Basisversion

 

...

 

gewalttätige Demonstrationen

  • gegen Pflastersteine reicht auch schon ein geschützter Mannschaftswagen

...

 

Echt blöd jetzt das der eine riesige Hecktür über die gesamte Breite hat.

Die Bodenfreiheit haben die SW 1/2/4 auch. Und ohne diese wären die meisten Bergungsmanöver auch gar nicht möglich. Aber woher sollst du das auch wissen.

Beschussfestigkeit gegen 7,62x39 (kein AP) hat er auch mit den Vorgängern gemein. Mehr wäre sicherlich besser, aber wer will schon mit einem LEO unterwegs sein?

Gegen Pflastersteine reicht ein ganz normales Kfz. mit Gittern vor dem Fenster oder wie jetzt mit Plexiglasscheiben. Geschützt muss da gar nichts sein.

Falls möglich besuche doch mal einen Tag der Offenen Tür der Polizei, damit du wenigstens mal fünf Minuten drinsitzen kannst.

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vor 1 Stunde schrieb Gunny Highway:

...

Aber wenn die vorhanden sind, werden die bei jeder Gelegenheit eingesetzt, auch dann wenn sie nicht nötig wären. 

 

 

Ganz sicher nicht. Oder hast du die Vorgänger schon mal auf Streifenfahrt gesehen? Die Unterhaltskosten der Sonderfahrzeuge reißen regelmäßig dicke Löcher in den Haushalt, da kann sich selbst in den verschrienen Polizeibehörden keiner leisten Spazierfahrten damit anzuordnen.

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@ SchwererReuther

 

Bitte schaue Dir doch mal die Hecktür des Survivors R an! Die liegt hoch und so breit ist die auch nicht. Dazu solltest Du zum Bergen unter Beschuss zwischen die Person und die Schützen gelangen. Also viel Spaß beim Rangieren! Ähnliches gilt für das schnelle Absitzen von Zugriffseinheiten, wenn Du die hinten raus schicken willst. Das macht militärisch Sinn aber nicht bei einem möglichst schnellen Zugriff. Nur weil die SW 1,2 und 4 Militärderivate waren mit entsprechenden Schwächen im Polizeieinsatz, muss der Nachfolger nicht auch wieder ein militärisches AMPV mit entsprechenden Nachteilen werden. Da sollte man Heute endlich mal auf mehr zivile Brauchbarkeit achten. :gutidee:

 

Wie häufig haben denn die Landespolizeien ihre SW 1 bis 4 im Forst oder auf einem Acker eingesetzt? Genau! Denn da kommt exakt Dein Argument mit den Kosten. Die SW stehen nämlich nicht im Wald oder zwischen Äckern, sondern in urbaner Umgebung. Da das Heranführen von SW etwas teurer und i.d.R. zeitaufwendiger ist als das eines normalen Geländewagens, bleiben die SW, die nicht für Begleitaufgaben eingesetzt werden, auch meist in der urbanen Umgebung.

 

Für mehr Schutz gegen Beschuss braucht es nicht gleich einen Leo. Auch für den Survivor R gibt es entsprechende Pakete. Nur werden die gerade wegen der knappen Kassen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mit angeschafft. Das aktuelle "Teufelsding AK-47" wäre ja abgedeckt.

 

Bruch hemmende Acrylglasscheiben (Plexiglas ist eine Marke) sind für ein normales Kfz bereits ein "Schutz" gegenüber den normalen zerbröselnden Sicherheitsglassscheiben. Unangenehm wird's, wenn auf die Klimaanlage verzichtet wird. Aber dass Politiker mal länger in so einem Kfz sitzen, kommt auch kaum vor.

 

BTW die die SW3 auf G280-Basis sind schon (fast?) alle durch entsprechende Fahrzeuge auf Basis von Toyotas ersetzt. Die "Herausforderungen" bei Barsendungen der Bundesbank sind die gleichen geblieben. :closedeyes:

 

Dein

Mausebaer

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vor 45 Minuten schrieb SchwererReuther:

 

Ganz sicher nicht. Oder hast du die Vorgänger schon mal auf Streifenfahrt gesehen? Die Unterhaltskosten der Sonderfahrzeuge reißen regelmäßig dicke Löcher in den Haushalt, da kann sich selbst in den verschrienen Polizeibehörden keiner leisten Spazierfahrten damit anzuordnen.

 

Nicht für Streifenfahrten, aber wenn ein SEK sich wieder in der Hausnummer irrt um den Hund zu erschiessen, rücken die demnächst damit an.  

 

 

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vor 12 Minuten schrieb Mausebaer:

@ SchwererReuther

...

 

Bruch hemmende Acrylglasscheiben (Plexiglas ist eine Marke) sind für ein normales Kfz bereits ein "Schutz" gegenüber den normalen zerbröselnden Sicherheitsglassscheiben. Unangenehm wird's, wenn auf die Klimaanlage verzichtet wird. Aber dass Politiker mal länger in so einem Kfz sitzen, kommt auch kaum vor.

...

 

Ach ja, danke für den Hinweis. Wäre ich von alleine nie darauf gekommen das Plexiglas als erster Markenname für das Zeug, wie so oft gerade in Deutschland, zum Gattungsnamen wurde.

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