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Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
In der Tat ein gutes Buch. Es hat auch ein amerikanisches Pendent, nämlich Shooters von Abigail Kohn. Aus dem Vergleich erschließen sich einige Unterschiede im Selbstverständnis der "LWB" (was Amerikaner so nie sagen würden), mit denen die unterschiedlichen politischen Entwicklungen zusammenhängen mögen. Eine schöne und zutreffende Formulierung in Faszination Waffe ist die "vom Gesetzgeber geschaffene Figur des Sportschützen", die in Deutschland eben nicht nur als rechtliches "Bedürfnis" existiert, sondern längst zum Selbstverständnis geworden ist. In diesem Selbstverständnis gibt es einen Sport mit Sportgeräten, der dann aber nichts mit dem Rest des Lebens, sei es individueller Selbstschutz, sei es Verteidigung der FDGO, zu tun haben soll. Bei den Amis dagegen wird der Waffenbesitz normalerweise längst nicht so in enge geistige Abteile gedrückt. Klar, es gibt Leute, die intensiv sporteln und die stolze Besitzer von offensichtlich als reinen Sportgeräten konzipierten Waffen sind, die dann wenn kein Training oder Wettbewerb anstehen auch brav ungeladen in Tresoren übernachten. Aber dieses intensive Sporteln stellt bei den meisten nicht den einzigen Bezug zu Waffen dar, sondern überschneidet sich mit Erfahrung beim Militär, zur Heimschutz vorgehaltenen Waffen, Sammlungen (teilweise auch Erbstücke als Erinnerungen an vergangene Generationen), der Jagd, dem Schein (wo benötigt) zum verdeckten Tragen, dem Bauen von Waffen, usw. Bei vielen Amis gibt es sogar das Bedürfnis nach Waffenbesitz, ohne dass dem mit irgendeinem konkreten Zweck nachgegangen wird: Ich kenne genug Leute, die sich nach einer besonders dummen Politikerrede ein AR gekauft haben, ohne es dann je geschossen zu haben, oder auch nur passende Munition zu besitzen. Damit ergibt sich auch ein grundlegendes Problem: Wer Sportschütze ist, nicht in dem Sinne, dass er fleißig sportelt, sondern als Selbstverständnis und Begründung des Waffenbesitzes, der hat Angriffen, dass es sich bei seinen Sportgeräten ja um Tötungsinstrumente handle, eigentlich wenig entgegenzusetzen, außer der Freiheit des Sports und dass damit nichts passiere. Der Ami wird dagegen eher sagen, dass es gerade die Verteilung von Tötungsinstrumenten im Volk ist, die überhaupt die Nation geschaffen hat (angefangen mit der bei jedem Project Appleseed-Schießen erzählen Geschichte des Gefechts von Lexington und Concord, bei dem Bürger ihre Waffen vor dem Einsacken durch das Militär bewahrt haben, woraus sich die ersten bewaffneten Kämpfe entwickelten, aus denen dann die Nation geboren wurde), und dass es diese Verteilung ist, in welcher die letzte Garantie der Verfassung gegen die Tyrannei liegt. Aus diesem Selbstverständnis folgen dann auch die deutschen Anfeindungen zwischen unterschiedlichen Sportschüzenfraktionen, wo manchen die Verwendung von auch praktisch brauchbaren Waffen eher suspekt ist. Bei den Amis gibt es das so nicht. Der Freipistolenschütze mit seinem hochgezüchteten Einzelpillenwerfer und der 3Gun-Schütze, der mit einem AR und einer Flinte auf dem Wägelchen und einer Pistole am Gürtel und 30 Kilo Geraffel über den Stand bugsiert, sind sich einig darin, dass der jeweils andere schießen darf und soll, was ihm beliebt, und sie schauen sich, wenn beides am gleichen Tag stattfindet, auch interessiert und mit Anerkennung zu. Insofern ist vielleicht das Grundsatzprogramm der Grünen gar nicht so relevant wie die Frage nach dem Grundsatzprogramm von immerhin anderthalb Millionen oder so deutscher "LWB". -
Wobei da die Anspruchshaltung der Betreffenden und die damit verbundene Risikobereitschaft doch erstaunen. Mal ganz doof: Wenn jemand aus welchen Gründen auch immer (in der Mehrzahl vermutlich soweit nachvollziehbare und legitime--ich denke nicht, dass sich wirklich Gewaltkriminelle die Mühe mit dem Zettel machen) Schusswaffen auf Zettel haben will, dann werden sich doch zwölf Übungstermine eh schon empfehlen. Es wäre eine Sache, wenn sich jemand mit Geld den Königsweg dazu erkauft, indem er halt für eine Gegenleistung dann den Stand geöffnet und Unterricht bekommt, wenn ihm das in den Zeitplan passt--warum eigentlich auch nicht? Aber wenn die Termine gar nicht stattfinden, dann hat man ein erhebliches Risiko und einen Zettel für Kanonen, mit denen man nicht umgehen kann. Warum ist das eigentlich besonders attraktiv für eine gewisse Klientel? Ich habe jedenfalls mehr als zwölf Schießtermine gebraucht, bis ich mich irgendwie auch nur im Ansatz für qualifiziert gehalten habe, damit im Zweifel z.B. mich in meinem Haus zu schützen. Ganz am Anfang habe ich einmal die Woche auf dem Kommerzstand eine geliehene .22 oder gelegentlich .45 geschossen. Dann kamen die ersten eigenen Waffen, dann die Wettbewerbe (und damit auch eine Verbandsmitgliedschaft, die bei mir natürlich keine rechtliche Bedeutung für den Waffenerwerb hat, sondern halt der Punkteverwaltung dient), dann die Mitgliedschaft in einem Verein mit weitläufigen offenen Ständen für die Mitglieder.
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Dürft ihr derzeit noch trainieren?
Proud NRA Member antwortete auf Commerzgandalf's Thema in Allgemein
Wobei diese Definition nicht unbedingt wirtschaftliche Realitäten abbildet, weil nicht jeder Drittligaspieler davon leben kann oder in weiser Zukunftsplanung davon leben will, andererseits auch der eine oder andere Regionalligaspieler ein Zubrot bekommt. Tatsächlich sind Sportler, die ihr Geld vorrangig damit verdienen, dass andere ihnen zugucken, wohl eher die Ausnahme unter den Sportprofis. Die meisten Profisportler verdienen ihr Geld wohl eher als Lehrer, wie der Skilehrer, Reitlehrer, Golflehrer, oder, nimmt man Beamte auf, auch der Sportlehrer an der Schule. Die können ihrem Profisport aber logischerweise nur dann nachhaltig nachgehen wenn auch die Kundschaft sporteln darf. Ich habe z.B. letztes Jahr auch einen Lehrgang bei Max Leograndis gemacht. Der ist ohne Zweifel Profisportler, aber von Sponsorenunterstützung lebt man auch in der absoluten Spitze in einem solchen Sport eher nicht so prall, so dass er und Lynda Turnbull eben auch durch die Lande tingeln und Seminare geben. Die Möglichkeit, mit diesen Seminaren Geld zu verdienen, hängt natürlich an der sportlichen Leistung, welche die beiden auf Wettbewerben zeigen. Bei den Skilehrern ist das ganze etwas professionalisierter als bei den Schießlehrern, und die haben ein System von Leistungsnachweisen zur Lehrbefähigung, zumal die Kundschaft normalerweise nicht an der Verbesserung von Wettbewerbsleistungen arbeitet, bei den Golflehrern genauso. Insofern hat der Großteil des tatsächlichen Profisports nur begrenzt etwas davon, alleine trainieren zu dürfen. -
Due to popular demand : Ideensammlung Waffenrechtsverbesserung!
Proud NRA Member antwortete auf LordKitchener's Thema in Allgemein
Um mich selber aus einem anderen Thread zu zitieren, es gibt aber eine ganz einfache, mit nur geringen Änderungen des WaffG umsetzbare Lösung: Man könnte--und zwar mit Verweis auf liberale Traditionen in Deutschland wie auch Regelungen in EU-Nachbarstaaten--ein Bedürfnis "Selbstschutz" für Nichtbonzen anerkennen, mit einer rechtlichen Vermutung, dass bei Antragstellern dieses Bedürfnis existiert, denn sonst würden sie ja keinen Antrag stellen, schon gar nicht solange dazu der ganze Aufwand mit Sachkunde, Tresor usw. gefordert wird, fürs Tragen von mir aus auch ein praktischer Fähigkeitsnachweis solange er die Anforderungen an Streifenpolizisten nicht übersteigt und auch für Bonzen gilt. Man könnte weiters das bereits anerkannte Bedürfnis Sammeln entschlacken und bei Antragstellern vermuten, dass sie in der Tat die Waffen, die sie sammeln wollen, auch sammeln wollen--dazu braucht es keine besondere thematische Ausrichtung oder Größe der Sammlung, und welche Sammelgegenstände jemandem Spaß machen, weiß er selber wohl am besten. Ferner könnte man auch bei Sportschützen eine rechtliche Vermutung, dass sie ein Bedürfnis nach Waffen haben, als rechtliche Vermutung anerkennen. Ob jemand, der beispielsweise mit einer etwas Spitz auf Knopf getunten und daher nicht ganz wie eine Glock im Fabrikzustand laufenden Waffe schießt, eine Zweitwaffe zum Wettbewerb mitnehmen will, das weiß er doch wohl selber am besten. Das ginge mit nur (der erforderlichen Anzahl der Sätze, nicht dem Geist nach) geringfügigen Veränderungen im WaffG und innerhalb der EU-Richtlinen und wäre verwaltungsmäßig leicht umsetzbar, weil im ersten Schritt die Formulare usw. gleich bleiben würden und nur die Beurteilung des Bedürfnisses im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung dem Bürger mehr Selbstverantwortung zugestehen würde. Für eine weitere Entschlackung im zweiten Schritt wäre damit dann die Grundlage gelegt. Begründung: Schutz von Leben und Freiheit (Selbstschutz für Nichtbonzen), Entfaltung der Persönlichkeit (Sammeln und Sporteln), Eigenverantwortung des Bürgers (Bedüfnisbeurteilung da, wo das Bedürfnis am besten bekannt und verstanden ist), Gleichbehandlung der Bürger (das derzeitige Selbstschutzbedürfnis hat zwar nicht "verwaltungsnahe Bonzen" im Gesetzestext erwähnt, aber derartige "may issue" Regeln laufen noch überall, wo sie versucht werden, darauf hinaus, oft auch auf Korruption), Entbürokratisierung. -
Verfassungsbeschwerde gegen das 3. WaffRÄndG
Proud NRA Member antwortete auf FrankyL79's Thema in Waffenrecht
Das ist klar, wird auch immer so sein. Es werden auch immer der Tendenz nach Vorstände von Aktiengesellschaften versuchen, für möglichst wenig Arbeit möglichst viel Macht und Geld zu erhalten, usw. Soweit ist das Menschennatur. Die Idee des Rechtstaats mit Gewaltenteilung und Wahlen ist aber, dass dieser natürlich Tendenz ein ebenso natürliches Korrektiv entgegengestellt wird. Die Gewaltenteilung ist durch die Erfindung des Parteienstaates mindestens teilweise aufgehoben, auch schon durch die Einführung der parlamentarischen Demokratie, wo die Regierung nahezu immer eine Mehrheit im Parlament hat. Gleichzeitig kümmern sich die Wähler mehr um Angebote von Lebensgefühlen als darum, was die da oben wirklich machen. Freiheit kann durch Institutionen begünstigt oder benachteiligt werden, ist aber langfristig immer vom Freiheitswillen der Regierten abhängig. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Andererseits könnten aber bei einem liberalen Waffenrecht alle Verbände zwar nicht zuschließen, aber ihre Größe auf ein durch den Sport, nicht das Waffenrecht, begründetes Maß zurückführen. (Oder halt durch andere Sachen wie Traditionspflege begründet.) Das wäre ein Schnitt nicht viel anders als beim Staatsfunk ohne Zwangsgebühren. USPSA als einer der größten Schießsportverbände bei den Amis hat rund dreißigtausend gegenwärtige Mitglieder. Die Mitgliedsnummern, also alle, die mal dabei waren, sind mittlerweile gering sechsstellig. Es braucht keinen SuRT, und für Vereinswettbewerbe muß man nicht Mitglied sein, weder im Verein noch im Verband. Der Verband dient damit der Pflege des Regelwerks und der Verwaltung der Punktestände und Abhaltung überregional bedeutsamer Wettbewerbe. Auf die deutsche Bevölkerung gerechnet wäre damit ein Verband mit 10'000 (recht geringe Beiträge) zahlenden Mitgliedern einer der größeren. (NRA ist ein Sonderfall, denn die ist zwar auch für die DSB-artigen Disziplinen zuständig, aber die riesige Mehrzahl der Mitglieder ist nicht wegen des Sportes dabei sondern wegen politischer Interessenwahrung, Angeboten für Jäger, und tausend anderen Sachen.) Solche Mitgliedschaften bräuchte dann nur noch die Minderheit, die tatsächlich an den sportlichen Dienstleistungen interessiert ist, also die leistungs- und vergleichsgeilen. -
Was willst Du auch erwarten? 🤣 Andererseits gibt es eben viele Leute, die eine Kombizange zwei Mal im Jahr zum Herausziehen eines Nagels aus weichem Holz benutzen. Die brauchen kein Knipex. Wirklich nicht.
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Verfassungsbeschwerde gegen das 3. WaffRÄndG
Proud NRA Member antwortete auf FrankyL79's Thema in Waffenrecht
Aggressiv muss es gar nicht sein, und gerade wenn jemand noch nie wirklich über "ernste" Anwendung von Waffen und die daraus folgenden rechtlichen Konsequenzen nachgedacht hat, dann sollte gerade die völlige Friedfertigkeit und Harmlosigkeit der Person, die das erklären will, klar sein. Eine amerikanische Libertariergruppe hat sich das Stachelschwein als Maskottchen ausgesucht. Es lebt sozial und friedfertig, tut keinem was, hat aber aus naheliegenden Gründen wenig Fressfeinde. Selbstsicherheit empfiehlt sich allerdings sehr, sowohl beim Waffentragen als auch beim Erklären, warum die Bürger Waffen haben sollen. Wenn jemand von "SV" rumdruckst wie ein fünfunddreißigjähriger jungfräulicher Mann vom "GV", den er gerne mal hätte, das ist nicht sehr überzeugend oder vertrauenserweckend. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Na ja, ich hatte da schon meine Erlebnisse mit und meine Erzählungen von Soldaten, samt der nur halb im Scherz erzählten Einsatzdoktrin, man könne sein AR einem von den Spezialkräften geben, wenn der seines leer habe... -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Bei welcher militärischen Truppe auf der Welt lernt man denn schießen? (Spezialisierte Verwendungen und militärische Sportmannschaften ausgenommen, aber die dürften für ein Freiwilligenjahr wohl kaum relevant sein.) -
Dürft ihr derzeit noch trainieren?
Proud NRA Member antwortete auf Commerzgandalf's Thema in Allgemein
Profisport ist noch relativ eindeutig--es geht um die Erzielung von Einkommen. Spitzensport wird da schon schwieriger. Manche Sportarten sind sehr populär, und zur Spitze kommt man nur mit totalem Einsatz seit Kindesalter plus Talent. Andere sind eher exotisch. Wären die besten Leute im Wok-Rennen Spitzensportler, einmal ein ernsthaftes, vielleicht gar verbissenes Bemühen um Bestleistungen vorausgesetzt? Die besten Polo-Spieler? Der Gewinner der Deutschen Meisterschaften in einer Schießsportdisziplin, in der nur fünf Leute angetreten sind? (American) Football für Frauen, wo einen in Deutschland vermutlich die bloße Ausübung zur Spitze macht? -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Also bei mir sind hinreichend Schusswaffen vorhanden, deren Anwesenheit der Wahrung des Grundrechts auf Leben dient. Das ist eigentlich wichtiger als größere Besorgungen, mir jedenfalls. Klar, ich habe noch mehr Schusswaffen, die dem Sport und Spaß dienen. Im Übrigen hat die Sorgfaltspflicht zunächst einmal nichts mit der Zweckbestimmung des Gegenstands zu tun, sondern mit seiner Gefährlichkeit und Missbrauchswahrscheinlichkeit. Laut einer Studie eines Wirtschaftswissenschaftlers sind z.B. die in Amerika üblichen, wenn auch meines Wissens nicht vorgeschriebenen, Kindersicherungs-Schutzbügel auf Feuerzeugen eine der effektivsten lebensrettenden Maßnahmen gemessen an Kosten pro gerettetem Lebensjahr. Ob jemand das Feuerzeug nutzt, um sein warmes Essen zuzubereiten, den Advent zu feiern, oder seiner Nikotinsucht zu frönen, ist für diese Feststellung vollkommen unbedeutend. Tatsache ist, dass Gegenstände, mit denen ein Kind leicht im Unverstand sich oder andere töten kann, gerne vollkommen unbewacht dem Zugriff des kleinen Kindes überlassen werden, und das, obwohl ein ziemlich effektiver Schutz nur Cents kostet. Die Qualität des Schwimmunterrichts wäre ein anderes Beispiel. Wenn, bei allem Respekt vor anderer Leute Traditionen und Religionen, jedes Kind früh schwimmen lernen würde, nicht auf Wettbewerbsniveau, aber genug um bis zur Unterkühlung an der Oberfläche zu bleiben, das würde wirklich Leben retten. Es gibt da zahllose weitere Beispiele. Wenn sich da jemand ausgerechnet an den Waffen verbeißt, mit denen eher wenig passiert, dann muss er sich schon nach den Gründen fragen lassen. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Was aber der Bestrafung des Einzeltäters dient. Was ich meinte war, dass nach einem Auto"amok" kaum jemand mit dem als Argument nach einem Autoverbot schreit, und der Bestrafung oder Schikane aller Autofahrer, sagen wir durch einen Bedürfnisnachweis und der Vorschrift eines speziellen Tresors für die Schlüssel (gefolgt von endlosen Diskussionen, wo nun der Schlüssel zum Tresor zu verwahren sei). -
Verfassungsbeschwerde gegen das 3. WaffRÄndG
Proud NRA Member antwortete auf FrankyL79's Thema in Waffenrecht
Deswegen meine Erfahrung, dass die Leute--und zwar durchaus sogar den Grünen zugeneigte--darauf erstmal gar nicht Ablehnung sondern eher mit Verwunderung reagieren, das habe man so ja noch gar nie gehört und bedacht. Das Problem in Deutschland ist nicht eine Ablehnung der Argumente für ein liberales Waffenrecht, sondern dass sie kaum einer überhaupt je gehört hat, wohl sogar unter den Waffenbesitzern. Wir muten der Gegenseite gar nicht zu, sich in irgendeiner Form mit diesen Argumenten auseinanderzusetzen. -
Online Veranstaltung der FDP Sachsen-Sportschützen aus der Schusslinie holen
Proud NRA Member antwortete auf Rubberduck70's Thema in Waffenrecht
Und auch unter FJS ganz handfeste Industriepolitik betrieben hat, bisweilen zum Vorteil bestimmter Amigos und zum Nachteil des Steuerzahlers. Der hat es aber noch soweit verstanden, darüber nicht das ganze Land an die Wand zu fahren, und ein gewisses Maß anrüchiger Geschäfte, Kumpanei mit Diktatoren aus aller Welt, usw. wurde toleriert, solange Frieden, relative Freiheit und steigende Löhne herrschten. Liberale Ideen, genauso wie Ideen eines liberalen (eher süddeutschen, mehr auf individuelle und historische Rechte als auf staatliche und militärische Gloria ausgerichteten) Konservatismus, hatten es in Deutschland seit 1848 schwer. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Darin dürfte das Problem liegen. Bei Waffen werden ausgerechnet die spektakulärsten Fälle riesig breitgetreten. Das ist in gewisser Weise eine Kooperation mit den Tätern, denn bei den spektakulärsten Fällen ging es den Tätern meistens darum, als Niemand auch einmal gesehen zu werden. Daraus kommt dan die Konzentration auf ganz anders motivierte Forderungen. Bis missbräuchlicher Verwendung von Autos bei Straßenrennen konzentriert man sich dagegen nicht auf das Tatwerkzeug, sondern fordert eher Härte gegen die Täter auch schonmal hart an den Grenzen oder jenseits der Grenzen des Rechtsstaats. Bei missbräuchlicher Verwendung von Autos (oder auch herstellerseits oftmals wirklich schlecht gesicherten Gasherden, oder Elektrowerkzeugen, usw.) durch Kinder wird es weder als Unvorsicht in der Aufbewahrung noch als Erziehungsversagen gesehen, sondern als ein individuelles Unglück. -
Verfassungsbeschwerde gegen das 3. WaffRÄndG
Proud NRA Member antwortete auf FrankyL79's Thema in Waffenrecht
Das war in Amerika aber zumindest von FDR bis in die Mittsiebziger auch nicht anders. Das kodifizierte Recht auf Waffen bedeutete den linksliberalen (beider Parteien) Eliten ungefähr so viel wie die Rechte des Hauses Hohenzollern der Bundesregierung--alter Zopf. Die Amis haben zwar nicht die Exzesse des Totalitarismus mitgemacht, aber es war doch die Zeit von Allmachtsphantasien der Bundesregierung, der vom FBI erklärten "public enemies" (nicht soweit weg vom "Volksschädling"), usw. Es war dann in den Siebzigern, dass eine nennenswerte Anzahl Amerikaner die Kurve gekriegt hat, sich diesbezüglich zu organisieren. Erste Erfolge gab es in den Achtzigern, aber noch auf einzelne Bundesstaaten beschränkt. Erst 2008 mit DC vs. Heller kam Bewegung in den Obersten Gerichtshof, nachdem zwei Generationen von Juristen, die der Sache bisweilen ihre Karriere geopfert hatten, sich daran abgearbeitet hatten. Es gibt im Übrigen auch in Deutschland historische Traditionen, auf die man sich berufen kann. Meine zugegebenermaßen polemische, aber sachlich trotzdem korrekte Kurzfassung für interessierte Amis ist, dass es in meinem Heimatstaat (Württemberg) bis 1918 das verfassungsmäßige Recht auf Waffenbesitz gab, und fünfzehn Jahre nach dessen Abschaffung gab es Hitler. (Klar, nicht im Sinne einer direkten Kausalität, aber es werden beide Ereignisse doch eine gemeinsame Ursache im sinkenden Stern liberaler Ideen gehabt haben.) Dazu kommt die deutsche Besonderheit, dass bei uns nicht nur die Mehrzahl der Morde mit Feuerwaffen, sondern locker 99% davon in der deutschen Geschichte staatliche Veranstaltungen waren. Da soll einem erstmal jemand erklären, warum ein staatliches Waffenmonopol eine gute Idee sei, und warum man die Gestaltung der Bundesgartenschau einer Herde hungriger Ziegen überlassen sollte. -
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Proud NRA Member antwortete auf webnotar's Thema in Steelshooting
Je nach Geschmack gehört das zum Sport dazu. Es gibt, um ein Beispiel aus meinem amerikanischen Umfeld zu nehmen, z.B. einen riesigen Unterschied in der Kultur zwischen USPSA und IDPA. Bei USPSA gehört das clevere Ausnützen von Regeldetails und Ungenauigkeiten im Parcoursaufbau bei manchen zum Sport und zum guten Ton. Entsprechend detailverliebt werden dann bisweilen Diskussionen geführt. Bei IDPA würde einen das sehr unbeliebt machen, und die haben einfach eine Gummiparagraphenstrafe für unsportliches Verhalten, wobei mit "unsportlich" auch manche Verhaltensweisen gemeint sind, die in manchen anderen Disziplinen gerade als ausgeprägter Sportsgeist gelten würden. Insgesamt ist es wohl so, dass je mehr eine Disziplin Freistil bezüglich Taktik und Technik sein will, umso detailliertere Regeln benötigt werden, die eingrenzen, was geht. Jedenfalls dann, wenn sie von den Teilnehmern ernst genug genommen wird, dass es Meinungsverschiedenheiten gibt. Nochmal eine andere Methode ist es natürlich, das Ganze (außer selbstverständlich den Sicherheitsregeln) einfach nicht ernstzunehmen, was bei uns vorrangig bei Matches nach Hausregeln ("outlaw") der Fall ist. Da kann schonmal die Squad entscheiden, dass einer, dem für sein SKS die Munition ausgegangen ist, und der dann das Bajonett zum Beenden der Stage verwendet hat, eben dafür Punkte bekommt. Preise gibt's eh nicht. -
Verfassungsbeschwerde gegen das 3. WaffRÄndG
Proud NRA Member antwortete auf FrankyL79's Thema in Waffenrecht
Na ja, wenn man zum Zwecke einer gemeinschaftlichen Organisation, die noch nicht so besteht, spenden will, dann muss man sich auch auf Fehlstarts gefasst machen. Das ist nicht anders, wenn es um eine Wohltätigkeitsorganisation geht, die irgendwo in Afrika Brunnen bauen will, und dann feststellt, dass es durchaus Gründe gibt, warum die nicht einfach von den Einheimischen gebaut werden, um Versuche von Parteigründungen, oder auch um ein neues Produkt auf Kickstarter. Die Beteiligten tun sich und der ganzen jeweiligen Szene allerdings einen großen Gefallen, wenn sie dokumentieren, dass sie es wie versprochen versucht haben und was schiefgelaufen ist, auf dass der nächste Versuch davon lernen kann. Etablierte schlagkräftige Organisationen auf diesem Feld mit einer Historie erfolgreich geführter Prozesse wie bei den Amis haben wir in Deutschland halt noch nicht, und wenn wir sie haben wollen, dann muss man irgendwo anfangen. In Amerika geht mein Geld derzeit vorwiegend and GOA, SAF, und unsere Einzelstaatsorganisation, mit eher symbolischen Beträgen an NRA und JPFO. Diese ersten beiden scheinen mir zur Zeit am ehesten aufgestellt, mit einer gewissen Effektivität und Effizienz zu liefern. GOA ist aber immerhin 44 Jahre alt, SAF 47, also beide aus der Zeit, als auch die NRA politischer wurde. So etwas bekommt nicht über Nacht. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Also meine Erfahrung ist eigentlich eher ein "Das habe ich so noch nie gehört." Sicher verbunden mit einem gewissen Unbehagen, aber das ist ja bei der Erstexposition zu einem Thema, das mit Extremsituationen zu tun hat, durchaus verständlich. -
Online Veranstaltung der FDP Sachsen-Sportschützen aus der Schusslinie holen
Proud NRA Member antwortete auf Rubberduck70's Thema in Waffenrecht
Das ist schon als Farbkombination geil. Blau ist ja schon im neunzehnten Jahrhundert die Farbe des "rechten" Liberalismus, der sich eher am erreichten Nationalstaat und bürgerlichen und wirtschaftlichen Freiheiten orientiert hat, während Gelb von den Linksliberalen, denen es mehr um eine Ausweitung der Demokratie ging, zur Not auch durch staatliche Eingriffe, gewählt wurde. Damit ist Blau vom Konzept her eigentlich von Braun soweit wie nur möglich entfernt. Aus Nazisicht brauchte man die Liberalen noch nicht einmal zu bekämpfen (als Feinde waren im Wessel-Lied ja "Rotfront und Reaktion", also Linke und Konservative genannt), sondern man hat sie nur verachtet. Ein braunblauer Sumpf ist damit eine ziemlich seltsame Vorstellung. Freilich, mindestens in Österreich gab es das aufgrund von gewissen Besonderheiten der deutschen Geschichte seit 1866 in gewissem Maße, wo sich nicht nur in der Person Jörg Haiders genuin liberale Gedanken mit irgendwie gearteter Sympathie für die Nazizeit vermengt haben, oder jedenfalls mit der Unfähigkeit die einfach als Schande und den eigenen Vorstellungen vollkommen zuwider zu erkennen und zu bezeichnen. Das ist aber ein Zustand politischer Schizophrenie. Es hat doch die CDU nicht nur windigen Provokateuren sondern auch echten Ex-Nazi mit nur teilweisem Wandel ihrer Meinungen eine Platform gebeten. Das war in manchen Fällen extrem unappetitlich, aber man muss dieser Politik auch eine Integrationswirkung zugestehen. Man konnte Beamte, die das schon während der Nazizeit waren, Vertriebene, die ihre nachvollziehbare Wut gelegentlich zu revanchistischen Äußerungen verleitet hat, usw. nicht allesamt aus der Gesellschaft ausschließem, heute würde man vielleicht "canceln" (warum nicht auf Deutsch "kanzellieren"?) sagen. Gerade durch diese Integration, verbunden mit dem Verbot der SRP, wurden auch Typen, bei denen seit Stalingrad keine großen Denkfortschritte mehr aufgetreten sind, auf Demokratie und Transatlantikbündnis geeicht, mindestens äußerlich. Auch die Positionen des "Bernd" decken sich eigentlich weitgehend mit Positionen, die innerhalb der CDU vor nicht langer Zeit noch hoffähig waren, auch wenn sie vielleicht als etwas intellektuell-verschroben und überkandidelt galten. Der "Bernd" ist ja Geschichtslehrer von Beruf, und als solcher nicht ganz so kreativ wie ein Geschichtsprofessor. Viele seiner Provokationen scheinen -- ob direkt und absichtlich oder irgendwie indirekt rezipiert ist eigentlich egal -- wesentlich von Ernst Nolte und Freunden aus dem Historikerstreit der 1980er Jahre übernommen zu sein. Der wurde damals auf der "rechten" Seite in der Frankfurter Allgemeinen und mit Unterstützung einiger bekannter CDU-Politiker ausgetragen. Sicher war das nicht immer eine produktiv ausgetragene Diskussion und auch der Herr Nolte hatte Spaß an der Provokation, die Abwechslung in das langweilige Leben als Ordinarius brachte. Trotzdem war davon die Demokratie nicht in Gefahr und manche der von beiden Seiten eingebrachten Punkte konnten auch durchaus Anlass zum Nachdenken sein. Damals hat man auf solche Provokationen auch noch zumindest teilweise sachlich reagiert, jedenfalls geantwortet. Um nur ein Beispiel zu nehmen: Der Satz vom "Denkmal der Schande" ist ja nicht falsch, sondern offensichtlich richtig, und die Frage nach dem richtigen Umgang mit dieser Erinnerung ist legitim. Wenn der Bundeskanzler sich wünscht, dass es ein Denkmal sei, "zu dem man gerne hingeht" und ein sehr bekannter Historiker direkt vor dem Denkmal erklärt, "andere Länder beneide[te]n [!!] uns um dieses Denkmal", dass gibt es da offensichtlich geistigen Klärungsbedarf, den man vielleicht auch vor der Errichtung hätte austragen können. -
Überraschend: Haenel statt HK für die BW
Proud NRA Member antwortete auf freakaxl's Thema in Allgemein
Das scheint von der Anatomie des Benutzers abzuhängen. Mit ist die immer bloß im Weg. Gut, vielleicht war mein Papa ja ein Gaul. -
Lauf ohne Patronenlager, rechtliche Einstufung
Proud NRA Member antwortete auf Mats's Thema in Waffenrecht
Button rifling ist ein üblicher Herstellungsprozess, aber das Ding durchzudrücken ist nicht so ganz einfach, insbesondere wenn es gerade und ohne Verkantung sein soll, was der Präzision förderlich ist. Es gibt z.B. auf YouTube Videos von Leuten, die sich aus Baustahl, hydraulischen Zylindern von der Resterampe, ein paar CNC-Teilen, etc. eine entsprechende Apparatur gebaut haben, aber das geht schon von der Größe der Maschine her über allgemein übliche Werkzeuge hinaus. Möglich ist alles, wenn man denn will. Gezogene Läufe gab es auch schon lange vor CNC. -
Regierung will Jägern das "horten" von Munition verbieten!
Proud NRA Member antwortete auf HangMan69's Thema in Waffenrecht
Also gerade bei einem verwaltungsrechtlichen Gegenstand, bei dem niemandem etwas weggenommen wird, denke ich, dass man keinem Bürger vorwerfen sollte, das, was ihm allerhöchst-großzügig gestattet wird, auch anzunehmen. Einem Funkamateur ist man doch vernünftigerweise (unvernünftige Leute schon!!) nicht böse, wenn er die ihm erlaubte Leistung und Antennenrichtwirkung für so etwas verschwenderisch-luxuriöses wie Erde-Mond-Erde-Verkehr nutzt, jedenfalls solange er seiner Verpflichtung nachkommt, diese Feldstärke auch tatsächlich auf den Mond und nicht auf Nachbars Laptop abzustrahlen. -
Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Haben sie eigentlich schon meistens getan. Der Aufstieg der CDU war das Bauchgefühl "Keine Experimente". Von großartigen Versuchen der Menschheitsverbesserung und Umgestaltung der Welt hatte man nach Stalingrad genug. Die eine oder andere kleine Affäre hat da dann nicht weiter gestört, solange es Frieden und Lohnerhöhungen gab. Heute sind die Leute satt, so dass Frieden (unter der Voraussetzung der Verteidigungsbereitschaft) und Lohnerhöhungen (unter der Voraussetzung der Arbeit) es als Versprechen nicht mehr tun. Die traditionellen Heilsversprechen der etablierten Religionen werden auch als uninteressant wahrgenommen. Und in dieser gesättigten Leere glauben die Leute dann nicht etwa nichts mehr, sondern im Gegenteil alles.