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Hardox 400 gg. .338 Lapua Magnum


carcano
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Tja. Heute nachmittag am 100m-Stand.
Ein Schuß (von 6 oder so Fabrikpatronen .338 Lapua Magnum - Rest alles 10er) eines von mehreren Schützen an derselben Waffe trifft die Hardoxblende der elektronischen Trefferanzeige (Häring/Intarso). Dicke ist 10 oder 12 mm.
Ergebnis: glatter, schön gestanzter Durchschuss, obere Transportrolle der Gummibahn gleich mit getroffen. Und das war kein Hartkerngeschoss, sondern ein Scheibengeschoss mit Hollow Point.
Frage statt Fazit: ob ein Umstieg auf Hardox500 wirklich was bringt?

 

Carcano

Edited by carcano
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Ich denke, so richtig wirklich würde nur Hardox Extreme an deutlichen Vorteilen bringen.

Die Frage stellt sich aber, ob das dann noch bezahlbar ist? Das Zeug ist auch grausam zu bearbeiten.

 

Die sinnvolle Grenze liegt da tatsächlich bei Hardox 500. Gerade auch wegen der Bearbeitung.

 

Ich würde sagen Hardox 500 20-25mm Stärke sollten reichen.

Hält aber bei 338 Treffern sicherlich auch nicht ewig und verzieht sich auch...

 

frogger

 

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anderes Material bringt da nur wenig, wie schon gesagt wird da eher die Be- und verarbeitung zum Problem,.......

würde es bei Hardox 400 belassen und eine zweite Blende anbringen,..... die dann in zeitl. Abständen gedreht /gewendet sollte Euch etwas Ruhe bringen,......

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vor 11 Stunden schrieb Jacko5000:

45° ist zu flach, das sind nur 1,4x der nominalen Dicke

Ich verstehe die Grafik nicht, könntest du sie mir bitte erklären.

 

Nach meinem Verständnis:

Wenn einen 10mm dicke Platte einer Aufprallenergie (AE) von 3000J standhält, hält die gleiche Platte unter einem Winkel (α) von 45° 6000J ab.

AE = AE / (sinα²)

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https://panzerworld.com/relative-armor-thickness

 

Daher stammt die Grafik. (Gibts auch auf genug anderen Seiten.)

 

Nach meinem Verständnis ist die Frage aber so einfach nicht zu beantworten. Es gibt ja grundsätzlich 2 Möglichkeiten beim Auftreffen des Geschosses.

a) Geschoss dringt ein. Dann bedeutet ein 45 Grad Winkel, dass der Weg des Geschosses durch das Material die 1,4fache Dicke durchqueren muss.

b) Geschoss wird durch den 45 Grad Winkel abgeleitet. Heißt ein gewisser Teil der Energie geht in die Platte, dann wirds abgeleitet und prallt irgendwo im Nirwana des Geschossfangs auf.

 

Gefühlt für mich, wirds die Variante b) sein. Aber ob da dann 50% abgeleitet werden????

Edited by johnw
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Ein reiner Umstieg auf das 500er Hardox bringt nicht viel...hier kann man nur mit Neigung oder dickeren Platten arbeiten (ggf.mit Umstieg auf 550er)
https://www.ssab.de/produkte/warenzeichen/hardox/-produkte/hardox-550
 
Wie wäre es mit vergütetem Vergütungsstahl?
Quasi gehärteter Stahl mit höherem Anlassen.

Gesendet von meinem SM-N910F mit Tapatalk

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vor 1 Stunde schrieb Proud NRA Member:

Ziele aus AR500 in 1/2" oder 5/8" werden für .338 Lapua und auch .50 BMG vermarktet. Allerdings werden die natürlich immer auf eine gewisse Distanz aufgestellt. 100 Meter sind da schon eher kurz.

Und die sind dann vermutlich auch beweglich?

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Zunächst einmal dankeschön an alle Antwortenden. Die Blenden der elektronischen Treferanzeigen hatten mit den üblichen Kalibern (Ordonnanzwaffen) schon viele Treffer abbekommen. Die .223 hinterlässt geringe Dellen, die größeren Infanteriekaliber gar keine. Tatsächlich waren sie aber wohl etwas dünn dimensioniert (10-12 mm) und haben sich mit den Jahren teilweise unter der Beaufschlagung etwas verbogen. Vielleicht sollten wir auf eine Dicke von 15 mm aufstocken und sie auch ein paar cm weiter nach vorn vom Scheibenkarton abrücken. Schrägstellung geht nicht, es sind ja Blenden und keine Kugelfänge. Eine Holzbeplankung als zusätzlicher Splitterschutz wäre freilich denkbar, die muss dann halt regelmäßig ausgewechselt werden.

 

Carcano

Edited by carcano
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Am 9.4.2018 um 01:53 schrieb 357er:

Wie wäre es mit vergütetem Vergütungsstahl?
Quasi gehärteter Stahl mit höherem Anlassen.

Gesendet von meinem SM-N910F mit Tapatalk
 

Für Hardox finde ich nur Härteangaben und keine Zugfestigkeiten. Aber laut Umrechnungstabellen, liegen wir irgendwo bei 1500-1600MPa. Da kommt nicht mehr viel dran. Und dann müßte man es noch in Platten bekommen und bezahlbar sein.

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HARDOX 400, Härte 400 HBW, Zugfestigkeit (N/mm²) 1250
HARDOX 450, Härte 450 HBW, Zugfestigkeit (N/mm²) 1400
HARDOX 500, Härte 500 HBW, Zugfestigkeit (N/mm²) 1550
HARDOX 550, Härte 570 HBW, Zugfestigkeit (N/mm²) 1995
HARDOX 600, Härte 620 HBW, Zugfestigkeit (N/mm²) 2200
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Und dann gibt es noch:

 

HARDOX EXTREME, Härte 700 HBW, bei 10mm / 650 bei 25mm

 

https://www.ssab.de/produkte/warenzeichen/armox/armox-600t

ARMOX 600T  15mm dick min.

 

DILLIDUR bis 550HB   https://www.dillinger.de/d/de/produkte/markenstaehle/dillidur/index.shtml

 

TOOLOX 44  auf 45HRC vorgehärtet   https://www.stahlnetz.de/m/2-Toolox-Toolox44

 

:grin:

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Am 4/10/2018 um 23:52 schrieb Michael_He:

Da kommt nicht mehr viel dran. Und dann müßte man es noch in Platten bekommen und bezahlbar sein.

Und geeignet bearbeiten. Schneidverfahren, die Hitze erzeugen, machen die Eigenschaften des Stahls wieder zunichte. Gute Stahlziele werden mit Laser oder Wasserstrahl geschnitten, was nicht umsonst ist.

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