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Aber eigentlich sind wie keine Demokratie und wollen auch keine sein, sondern wir wollen eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. Wie bei einem Geschmack, der als süß-sauer beschrieben wird, stehen diese beiden Dinge in einem Spannungsverhältnis, können aber durchaus miteinander gemischt werden. Demokratie ist wenn sich alle (freien Männer) in Sparta auf dem Marktplatz treffen und einen Krieg gegen Athen beschließen, auf die Gefahr hin, daß sie wenn es schiefgeht alle zusammen tot oder Sklaven werden. Demokratie ist auch wenn man sich zum Scherbengericht trifft und jemanden gerade ohne spezifischen Vorwurf und Gerichtsverhandlung aus dem Land jagt. Freiheit ist wenn ich schreiben kann was ich will und ohne ordentlichen und begründeten Durchsuchungsbeschluß der Polizei sagen kann "Wir müssen leider draußen bleiben".
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Na ja, wenn man sie als Einkommen für einen Job ansieht sind die Diäten so berauschend ja nicht. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das als einen Job ansehen sollte. Aber der Zusammenhang ist glaube ich andersrum. Ohne Bereitschaft zu geschönter Selbstdarstellung und einer gewissen Profilneurose würden die meisten Leute gar nicht antreten und erst recht nicht nominiert und gewählt werden.
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Strichliste oder informell im Kopf, registriert wird das und berichtet auch, das ist mir schon aus zahlreicher persönlicher Erfahrung bekannt. Die Vorzimmerdame oder der Emailpraktikant, die das nicht hinkriegen, haben keine guten Karten. Die Frage ist dann aber eine andere: Wovor hat der Betreffende mehr Muffensausen, dem Unmut der Bürger oder dem Unmut der Parteimächtigen? Das ist zur Zeit wohl größtenteils nicht im richtigen Verhältnis.
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Federal Court Finds California Magazine Ban Violates the Second Amendment
Proud NRA Member antwortete auf German's Thema in Allgemein
In der Sache natürlich richtig, aber logisch ein Zirkelschluß, der hoffentlich noch besser ausgearbeitet wird. Richter Benitez bemüht als hauptsächliches Kriterium einen "common use" Test, also daß der Besitz einer Waffe geschützt sei, wenn sie unter ehrbaren Zivilisten üblich ist. Bei 30-Schuß Magazinen für Karabiner und Magazinen so um die 18 Schuß für Pistolen trifft das offensichtlich zu, denn das sind die üblichen und beliebtesten Kapazitäten. Es trifft für die Vereinigten Staaten aber nur deshalb zu, weil die normalen Magazine in den meisten Bundesstaaten nicht verboten sind. Wenn etwas von Anbeginn verboten wird, dann kann es nicht üblich werden, und weil es nicht üblich ist kann es verboten werden. Das ist keine korrekte Logik. Ein aus meiner Sicht richtigeres Argument wäre (mit Bezug auf die Miller-Entscheidung), daß normal große Magazine offensichtlich die geeignete Ausrüstung sowohl für die Verwendung in der Miliz als auch zum individuellen Selbstschutz sind. Das sieht man daran, daß sie sowohl beim einzelnen Soldaten ausgegeben werden--und zwar nicht als Gruppenwaffen, sondern als individuelle Waffe auch für Soldaten, die eigentlich gar nicht direkt kämpfen sollen--als auch normale Ausrüstung der Polizei sind--auch da sogar von Polizisten, die eigentlich vorwiegend Bürojobs und Tätigkeitsfelder ohne Gewaltbezug machen. Es gibt keine einzige Armee und vermutlich keine oder kaum eine Polizeiorganisation, die zumindest an eigentlich nur gering gefährdete Leute Magazine für .223 Karabiner oder Pistolen mit künstlicher Begrenzung auf zehn Schuß ausgibt, weil die Leute mit mehr nicht umgehen könnten und böse Dinge tun würden. Damit fallen sie, so würde ich die Entscheidung argumentieren hätte ich sie zu schreiben, eindeutig unter die für Miliz und Selbstschutz sogar in besonderem Maße geeigneten Waffen, die den Kern des zweiten Verfassungszusatzes ausmachen. So oder so, das Ergebnis ist erstmal gut, und Logik war in Gerichtsentscheidungen zum zweiten Verfassungszusatz leider schon immer ein wenig Mangelwaren, auch weil er im Vergleich z.B. zum ersten Verfassungszusatz viel weniger akademisch aufgearbeitet ist.- 6 Antworten
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Endlich, der richtige Umgang mit KW + Gratistips!
Proud NRA Member antwortete auf Thema in Allgemein
Der durchschnittliche IQ ist per Definition 100, und ebenfalls per Definition (bzw. Normierung der Tests) ist das auch der Median. Es passiert aber auch bei Typen mit IQ um die 80 immer noch erstaunlich wenig mit Schußwaffen. Daß der Mann sich mit seiner Aktivität als Online-Schießlehrer vielleicht keinen großen Gefallen tut ist klar, aber Angst habe ich eher vor Straßenverkehrsteilnehmern als vor Schützen, denn mit einem Auto im Verkehr ist es doch viel leichter, Mist zu bauen. -
Das statistische Mißverhältnis, das ich meinte, war, wie oft solche Dinge passieren, wenn ein Mensch in der Nähe ist, der theoretisch auch irgendwie an den Abzug gekommen sein könnte. Wenn es eine bestimmte Häufigkeit gibt, mit der Leute versehentlich eine dafür nicht geeignete Waffe geladen verpacken und transportieren, dann müsste man eigentlich erwarten, daß es eine viel größere Anzahl von Fällen gäbe, wo die z.B. im Kofferraum losgeht, wo es ja auch mal wegen Schlaglöchern und dergleichen größere Erschütterungen setzt, und eine im Vergleich dazu sehr kleine Anzahl von Fällen, wo das im Schützenhaus beim Abstellen des Koffers passiert. Die Anzahl von Unfällen, bei denen eine Waffe z.B. im Kofferraum, wenn eindeutig niemand den Abzug berührten konnte, spontan bumm macht, ist aber extrem gering. Das legt den Verdacht nahe, daß bei vielen Fällen, die mit technischem Versagen erklärt werden, bei denen aber jemand in der Nähe der Waffe war, der tatsächliche Hergang ein anderer ist. (Das ist, wie oben schon erwähnt, ein statistisches Argument, das für die Gesamtheit der Fälle gilt, aber keinerlei Unterstellung für den einzelnen Fall, wie den hier diskutierten--natürlich ist es bei jedem Einzelfall möglich, daß es wirklich so war.)
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Da kannst Du genauso sagen, das Problem sei eine Waffe ohne zusätzliche Fallsicherungen, die bei anderen Waffen vorhanden sind. Ich würde sagen, daß das vom Zweck abhängt. Für meine Tragewaffe, bei der das mit Abstand realistischste Szenario ist, daß sie nie in meinem Leben im Ernstfall aus dem Holster kommen wird, habe ich absichtlich eine sehr fallsichere Variante gewählt, mit der man bestimmt keine Wettbewerbe gewinnt. Beim Präzisionsgewehr verhält sich das andersrum, und die anderen Wettbewerbswaffen sind dazwischen. Die Cooper-Regeln beziehen sich darauf, unbeabsichtigte vom Benutzer ausgelöste Schüsse zu verhindern. Für die Verhinderung--seltenerer--unbeabsichtigter Schußabgaben aus technischen Gründen ohne direkte menschliche Einwirkung kann es je nach Waffe andere, zusätzliche Regeln brauchen. Bei meinen Langwaffen ist--wie bei uns auch für die meisten Wettbewerbe gefordert--beim Transport eine Flagge drin, die Kurzwaffen werden vor dem Verpacken nochmals überprüft, samt Abdrücken in eine Richtung, in die ich zu schießen bereit wäre, als letzter Schritt. Das kommt dazu. Ich will bestimmt niemandem etwas unterstellen, aber statistisch gesehen sind die meisten Unfälle der Art "Sie ist einfach losgegangen" eher unwahrscheinlich.
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Bewegt euch und arbeitet gegen die Feuerwaffenrichtline
Proud NRA Member antwortete auf 08/15's Thema in Waffenlobby
Nun ja, das hängt aber auch wesentlich damit zusammen, daß es vom Wahlvolk dafür nichts auf den Deckel gibt. Die Amis sind immerhin ganz gut darin, das Abstimmungsverhalten ihrer Abgeordneten zu beobachten, sowohl im Journalismus als auch in Interessengruppen, z.B. denen der Waffenbesitzer, aber natürlich auch denen der Waffengrapscher. Daß das dem deutschen Michel nicht einfällt ist schon seine eigene Verantwortung. Es wird ja auch immerhin ein erheblicher Teil der Abgeordneten ohne guten Listenplatz direkt gewählt, hätte also schon etwas zu befürchten. Es gibt für Abgeordnete übrigens auch einen Zwischenschritt, sich nicht den Zorn und das lange Gedächtnis interessierter Gruppen zuzuziehen, ohne deshalb gleich groß Streit mit der Fraktion zu bekommen: Wenn man sich nicht traut, gegen ein hirnverbranntes Gesetz zu stimmen, kann man sich ja auch immerhin noch in die große Fraktion der Abwesenden einordnen, was schonmal besser ist als dafür zu stimmen. -
Das zitierte Dokument ist ja auch nur eine "Empfehlung", man solle in vorauseilendem Gehorsam schon jetzt abgeben. Das Enteignungsgesetz wird erst angekündigt. Ob die angegebene Einstufung betroffener Waffen als Verwaltungsakt zulässig ist weiß ich nicht, dürfte aber auch gerichtlich anfechtbar sein--allerdings natürlich mit dem Risiko, daß man selbst wenn man gewinnt nichts davon hat, weil sich zwischenzeitlich die Typen die Mühe gemacht haben, ein Verbot durch Gesetz durchzubringen.
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Wenn das mit der Strafverfolgung zu Unrecht Strafverfolgender so einfach wäre, dann hätten wenigstens ein paar mehr Nazirichter und -beamte gesessen oder auch nur auf Dauer ihre Karriere außerhalb des staatlichen Sektors fortsetzen müssen...
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Drehbuch-Recherche: Verhalten von nassem Wildwest-Revolver?
Proud NRA Member antwortete auf MarcGuffin's Thema in Allgemein
Wenn Du's historisch akkurat haben möchtest: Russisch Roulette war zu Zeiten des alten Westens noch nicht erfunden. Die erste bekannte Erwähnung dieses Begriffs ist im Jahre 1937. Soweit man es nachvollziehen kann, hat erst die fiktionale Darstellung in einer Kurzgeschichte Leute auf die Idee gebracht, das in echt zu machen. -
Wenn deutsche Waffenhersteller deutsche Waffenkäufer verarschen
Proud NRA Member antwortete auf Jim Osterberg's Thema in Allgemein
Dir kann geholfen werden. (Logischerweise erscheinen bei einer Suchmaschine wenn man nach Preis sortiert die günstigsten Angebote zuerst--auf dem Stand, wo manche Leute einmal im Jahr mit vor Ort gekauter Munition schießen, ist's logischerweise teurer. Beim Versandhandel kommen logischerweise auch meistens Versandkosten hinzu, u.U. auch Mehrwertsteuer.) -
Drehbuch-Recherche: Verhalten von nassem Wildwest-Revolver?
Proud NRA Member antwortete auf MarcGuffin's Thema in Allgemein
Eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Vorne ist durch Schmotz (damals vermutlich öfters tierischer Schmalz weil Mineralölprodukte selten und gehärtetes Pflanzenfett unbekannt waren, aber sicher bin ich mir nicht) abgedichtet, hinten hat das Zündhütchen eine gewisse Dichtwirkung, je nach dem wie fest es sitzt. Wie schnell das zur Schußunfähigkeit führt dürfte mit einem erheblichen Unsicherheits-/Zufallsfaktor behaftet sein. -
Brownells ist doof! Der Mecker- und Wunsch-Thread
Proud NRA Member antwortete auf BrownellsDeutschland's Thema in Allgemein
Auf einer Website reicht mir völlig. Wenn man das technisch gut gelöst hat ist es aber auch nicht schwer als Option anzubieten, eine Emailadresse oder Telephonnummer zu hinterlegen, auf die dann Änderungen geschickt werden so der Kunde dies wünscht. Bei Amazon in Amerika gibt's auch, was ich schon öfter praktisch fand, meistens ein Photo des zugestellten Pakets. Wenn sich ein neuer Zusteller einen kreativen Ort in den Büschen ausgesucht oder sich in der Hausnummer geirrt hat, sieht man damit normalerweise gleich, wo es ist. -
Nachdem sich die fiesen Pistolenkaliber aus allerlei Gründen nicht recht am Markt durchgesetzt haben, sollte man zum Angeben mit der Größe seines Rohres und der Brachialgewalt der Ejecta dann doch fast Revolverschütze werden, will man denn damit angeben.
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Wenn sie es bekommen ist es offensichtlich nicht prohibitiv. Es erscheint mir auch nicht so furchtbar hoch, einmal unterstellt, der Stand taugt wenigstens in begrenztem Rahmen was. Man hat natürlich als Verein, der allen das Schießen nahebringen will, einen Konflikt zwischen objektiven Kosten und Knappheit einerseits und dem Wunsch nach Inklusion wirtschaftlich weniger Leistungsfähiger andererseits. Bei uns ist das so gelöst, daß einerseits die Familienmitgliedschaft sehr günstig, nämlich ohne jede Mehrkosten, im Beitrag enthalten ist, andererseits ein Teil des Beitrags wahlweise in Geld oder in Arbeitsstunden geleistet werden kann.
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- dsb
- mündungsbremse
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Waffenlobby
Genau diese Einstellung--in verschiedenen Graden, von der einfachen Resignation über die Pflichtvergessenheit der Volksvertreter bis hin zu Theorien, welche Gruppen denn alles steuern würden--ist die Grundlage des Systems Merkel. -
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Waffenlobby
Dürfte schwierig sein, aber auch nicht nötig. Wir besuchen hier einmal im Jahr das Äquivalent des Landtags, mit Reden in einer Mehrzweckhalle, dann Demo zum Parlament, und da Besuchen unserer jeweiligen Abgeordetenbüros. (Das muß glaube ich angemeldet werden, aber eine Bannmeile in dem Sinne gibt es nicht.) Es finden sich je nach Jahr ein paar Tausend Leute ein. Das sind keine sensationellen Volksmassen, aber doch mehr als wegen so ziemlich jeder anderen Sache kommen. Man kann natürlich auch nicht darauf hoffen, daß sich z.B. ein Abgeordneter, der vor ein paar Jahren noch offen Hugo Chavez bewundert hat, davon umstimmen lassen wird. Daß sich aber ein "Gemäßigter" überlegt, ob es nicht vielleicht doch sinnvoller sei, zu einer Abstimmung, bei der er eigentlich gegen die Waffenbesitzer stimmen wollte, einfach nicht hinzugehen, doch eher. Und auch, daß sich jemand auf unserer Seite bestärkt fühlt. Das ist allerdings auch keine Eintagsfliege, sondern passiert jahrein und jahraus. -
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Proud NRA Member antwortete auf Empty8sh's Thema in Waffenlobby
Andererseits höhlt aber auch steter Tropfen den Stein. Da wo sich in Amerika etwas im Waffenrecht zum Guten geändert hat, war das oft das Resultat jahrzehntelanger Bemühungen, für welche die Leute auch verlacht wurden. Da sind schriftliche Eingaben an Volksvertreter nur ein Mittel, aber sie gehören dazu, genauso wie Besuche zu Gesprächen, die Organisation in Verbänden, wohlüberlegte und gutorganisierte Klagen vor Gericht, die Arbeit von Juraprofessoren, obwohl sie genau wissen, daß dieses Interessengebiet nicht gerade karrierefördernd ist, usw. Es ist dabei auch ein großer Fehler, sich enttäuscht zurückzuziehen, weil man einmal in fünf Minuten jemandem eine Email geschrieben hat und deswegen die Gesetze nicht für einen geändert wurden. Da könnte man genauso einen Job als Verkäufer annehmen und dann enttäuscht aufgeben weil die ersten zehn angerufenen potentiellen Kunden kein Kaufinteresse hatten. -
Es dürfte schneller gehen wenn man erst mit einer ordentlichen Menge .38, Handladung "Super Smoker", einsaut, und dann ohne zu Putzen als nächstes die .357, Handladung "Xtreme Momentum ++P++" verschießt. Jedenfalls wurde mir die Problematik so erklärt. Ausprobiert habe ich es aus naheliegenden Gründen nicht.
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Doch, doch, von den Vereinigten Staaten von Europa wurde spätestens seit 1850 regelmäßig geredet.
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Es gab aber auch den paneuropäischen Gedanken spätestens seit dem neunzehnten Jahrhundert, und zwar sowohl von der konservativen wie von der linksliberalen Seite. (Der liberale Mainstream war damals natürlich hart national.) Dieser Gedanke blieb allerdings immer etwas schwammig in bezug auf das Vorhandensein oder die Entstehung eines europäischen Staatsvolks. Ich glaube z.B. der Europa-Union gerne, daß sie ihren Spruch vom "Europa der Bürger" völlig ernst meinen und den Wasserkopf in Brüssel nicht für die Verwirklichung ihres Traumes halten. Keine besonders gute Antwort haben sie aber darauf, daß schon der Sprachbarrieren wegen ein gesamteuropäisches Selbstverständnis eine eher elitäre Sache ist. Der Adel, der eine Zeit lang bevorzugt Französisch sprach (sogar der alte Fritz...), konnte ein nationenübergreifendes Identitätsverständnis haben. Die gebildete Klasse heute, die ganz selbstverständlich fließend Englisch spricht und mindestens mal im Ausland studiert oder gearbeitet hat, kann das auch. Beim einfachen Arbeiter, dessen Fremdsprachenkenntnisse sich wenn überhaupt eher auf das Lesen kürzerer und einfacherer Text beschränken, wird's da schon aus praktischen Gründen schwierig. Damit kollidiert der europäische Gedanke zwangsläufig mit dem demokratischen. Das muß nicht schlimm sein, denn der liberale und rechtstaatliche Gedanke kollidiert z.B. auch mit dem demokratischen, und man macht da halt einen Kompromiß zwischen beiden. Aber im Fall des europäischen Gedankens wurde dieses Spannungsverhältnis schamlos von einem bürokratischen Wasserkopf ausgenutzt, um sich als eine Art neuer Adel zu installieren.
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Das ist relativ. Die AfD ist soweit sie ernstzunehmen ist nicht weiter rechts als CDU und FDP es vor dreißig Jahren waren. Sie erzielt aber nur einen Bruchteil der damaligen Ergebnisse von CDU und FDP. (Und ein paar Durchgeknallte mit Nazisympathien gab es auch damals in CDU und FDP, von der Lage in den Fünfzigern und Sechzigern nicht zu reden.) Im Parteiensystem der Achtziger ausgedrückt wären die gegenwärtigen Umfragewerte: 13% CDU/CSU/FDP; 9% SED; 74% Grüne. Für einen Rechtsrutsch reicht das noch nicht ganz. Es wird vielleicht der relative Erfolg von 13% der CDU/CSU/FDP einige in den Grünen dazu motivieren, mit ein paar freundlichen Worten das ÖDP-Wähler-Potential verbal "mitnehmen" zu wollen, sagen wir, in dem sie--im Bild der Achtziger geblieben--die Pädophilen- und die K-Gruppen-Leute etwas zurückpfeifen.
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Und es gehört auch zur Strategie. Wenn man nicht aufpasst spielt einem das Auge da einen Streich und man nimmt einen Riesenumweg obwohl man einfach direkt laufen könnte.