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IGNORED

Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?


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Geschrieben (bearbeitet)

Aus aktuellem Anlass und der VDB-Position zur Stärkung der Reserve ergänzt Antrag der Grünen Bundestagsfraktion möchte ich das Thema hier aufgreifen.

 

Eigentlich gäbe es ja mit dem Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. (VdRBw) den Schießsportverband für Reservisten, der dies anbieten und/ oder sich bewusst dafür einsetzen könnte, dass ehemalige Soldaten auch außerhalb von dienstlichen Veranstaltungen (DVags) die Möglichkeit hätten, zu schießen und auch privat P8 und 'G36' (HK243/ SL8) besitzen zu dürfen. 

 

Leider kam da in den letzten Monaten/ Jahren nichts in dieser Richtung. Trotz aller Beteuerung von Pistorius und anderen Stellen „kriegstüchtig“ werden zu wollen, passiert in dieser Hinsicht gar nichts. Die Priorität im Reservistenwesen liegt ganz offensichtlich auf der Stärkung und dem Ausbau des territorialen Heeres. Die restlichen, unbeorderten Reservisten (die also nirgendwo eingeplant sind, aber den Großteil der Mitglieder ausmachen) erscheinen als großer Klotz am Bein, mit dem man nichts anfangen kann, bzw. nicht will. Der Bereich Schießsport wird zudem noch stiefmütterlicher behandelt.

 

Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass man über kurz oder lang dazu kommen wird, Reservisten im zivilen Schießsport zu fördern, geschweige denn Privilegien und Änderungen an der Sportordnung (z.B. schießen auf Mannscheiben) oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. verkürzte Wartezeiten für die WBK-Beantragung) einfordern zu wollen.

 

Die Losung lautet wohl auch weiterhin: wer seinem Land dienen möchte, soll sich melden, einkleiden und beordern lassen, dann kann er auch mit Waffen hantieren – ansonsten lieber nicht!

 

Darum erscheint es mir – im Vergleich zum europäischen Ausland – utopisch, dass hierzulande der 15-jährige Schüler oder die 50-jährige Hausfrau durch Angehörige der Bundeswehr an Handwaffen ausgebildet wird. Ebenso unwahrscheinlich, dass Reservisten künftig ein Sturmgewehr zuhause im Schrank stehen haben.

 

 

Oder wie seht Ihr das? 

Bearbeitet von Pistolen-Paule
Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

Oder wie seht Ihr das? 

Ich sehe das im Kern ähnlich, nur läuft die Diskussion aus meiner Sicht an der entscheidenden Stelle vorbei. Mehr Wehrkraft entsteht nicht dadurch, dass Reservisten privat bewaffnet werden oder man ihnen über den Umweg Schießsport irgendwelche Sonderrechte verschafft. Wehrkraft entsteht durch Auftrag, Ausbildung, Einplanung, Material und regelmäßiges Üben. Also durch ein funktionierendes System. Nicht durch Symbolpolitik.

Natürlich kann ziviler Schießsport helfen, Fähigkeiten zu erhalten. Keine Frage. Aber zwischen „einer kann schießen“ und „einer ist militärisch sinnvoll einsetzbar“ liegt eben noch einiges dazwischen. Führung, Abläufe, Belastbarkeit, Einbindung, Wiederholung. Genau daran hängt es am Ende.

Und genau deshalb glaube ich auch nicht, dass wir in Deutschland auf absehbare Zeit Modelle sehen werden, bei denen Reservisten zuhause militärische Waffen oder vergleichbare Konstrukte im Schrank haben. Dafür ist die politische, rechtliche und gesellschaftliche Lage hier schlicht eine ganz andere. Man redet zwar gern über Wehrhaftigkeit, aber sobald es konkret wird, kneifen viele.

Wenn man die Reserve wirklich stärken will, dann ganz altmodisch und ohne Nebelkerzen: mehr Beorderungen, mehr sinnvolle DVag, mehr Schießtage, mehr Material, mehr Verlässlichkeit. Dann wird auch ein Schuh draus. Der private Waffenschrank macht keine belastbare Reserve. Eine vernünftig organisierte Reserve dagegen schon.

Geschrieben

Ich muss gestehen, dass ich das Modell des VdB sehr kritisch sehe.

Wie du schon sagst, wenn jemand als Ehemaliger im Training bleiben will, dann soll er aktiv in die Reserve gehen. 

 

Die Ausstattung oder Ausbildung von unbeorderten Reservisten für irgendwelche Verbandsveranstaltungen oder ähnliches sehe ich ebenfalls sehr kritisch. Es entsteht ein finanzieller und personeller Aufwand ohne einen Ertrag zu haben.

Entweder sich beordnern lassen oder sich ein anderes Hobby suchen.

 

Das Ziel der Reserve sollte immer die Kriegstüchtigkeit sein. 

 

 

Geschrieben
vor 54 Minuten schrieb Pistolen-Paule:

Oder wie seht Ihr das? 

 

Die Zeiten der Kriege in denen sich Menschen einfach verheizen lassen, sind für die Deutschen definitiv vorbei. Ich bin bspw. Migrant mit deutscher Staatsbürgerschaft. Für mich gibt es keinen Grund eine Waffe für Deutschland in die Hand zu nehmen. Das wird auch bei vielen anderen Migranten genau so gesehen werden.

 

Der andere Punkt ist die in Deutschland grassierende Ausbeutung. Ich habe in einem Kommentar von Tichys Einblick die dazu wohl ehrlichste Wahrheit eines Deutschen gelesen:

 

Zitat

Das stärkste Argument für bspw. das Kalifat oder einen anderen, fremden Besatzer ist im Übrigen die Dhimmisteuer. Diese beträgt 10%. Danach ist Schluss. Denn selbst Mohammed wollte den ihm unterworfenen Menschenvieh nicht mehr abnehmen. Unmenschlich wäre so etwas, wenn ein Mann von seiner Arbeit mehr als den zehnten Teil abgeben müsste.
Wenn hier also demnächst der Kalif, Putin oder Trump einreiten und jedem Deutschen eine maximale Steuerlast von 10% versprechen, dann wird es für die uns regierenden Sozialisten extrem schwer jemanden davon zu überzeugen, für seine fortgesetzte Abgabensklaverei in irgendeinem Schützengraben in Brandenburg sein Leben zu geben.

 

Darin sehe ich auch den Grund dafür, dass der Staat von einer generellen Bewaffnung absieht. Die Waffen werden unter Umständen nicht auf den Feind gerichtet.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Dinesh:

Ich bin bspw. Migrant mit deutscher Staatsbürgerschaft. Für mich gibt es keinen Grund eine Waffe für Deutschland in die Hand zu nehmen. Das wird auch bei vielen anderen Migranten genau so gesehen werden.

 

Naja......man könnte auch sagen dass du dem Land was dich aufgenommen hat was schuldest! Wie gesagt, könnte man.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb callahan44er:

Naja......man könnte auch sagen dass du dem Land was dich aufgenommen hat was schuldest! 

 

Ich schulde hier niemandem was. Mir wurde hier so viel Geld weggenommen, jede Schuld wäre längst beglichen. 

 

Wohlgemerkt, ich habe in Deutschland nie eine Schule besucht, nie eine Universität in Anspruch genommen, nie Arbeitslosengeld oder irgendeine andere Leistung erhalten. Ich wurde im Ausland ausgebildet. Seit ich hier ankam habe ich gearbeitet. Seit diesem Tag wurde mir mehr als die Hälfte dessen was ich erwirtschafte über Steuern und Abgaben weggenommen. Deutschland schuldet mir etwas. Zu verlangen, dass ich dann noch meine Zeit oder gar mein Leben gebe, vergiss es. Ich weiß ja nicht wie ihr damit klar kommt aber jeder von euch der arbeiten geht, sollte mal die Rechnung aufmachen wie viel er in seinem Leben bereits an den Staat abgedrückt hat. Ich rate zur Vorsicht. Das sind in der Regel Informationen, die der Patriot lieber nicht haben will. 

Geschrieben

Ich weiß nicht wo Du herkommst- das spielt auch garkeine Rolle.

Meiner MEinung nach ist hier in D jeder willkommen der sich eingliedert.

Es war aber doch DEIN Wunsch hier zu leben, und man hat Dich hier einreisen und leben lassen....

Nun der Spruch, den jeder von mir zu hören bekommt der danach fragt :

Wenn es hier so scheiße ist ? Warum bist DU dann hier ?

Ich habe auch im AUsland gelebt und fand das Anfangs toll, das ist 35 Jahre her,

Irgendwann war die KOhle alle und ich mußte zurück, und denke immer wieder drüber nach wieder zu gehen.

Aber wann immer ich darüber nachdenke, kommt dabei heraus - sooo schlecht ist das hier garnicht, und Steuern zahlen muss man überall.

In dem einen Land weniger im anderen mehr, dafür hat man meistens auch mehr Ansprüche.

Geschrieben
vor 52 Minuten schrieb Dinesh:

Ich schulde hier niemandem was. Mir wurde hier so viel Geld weggenommen, jede Schuld wäre längst beglichen. 

Staatsbürgerschaft ist keine Vereinsmitgliedschaft, man bezahlt und gut ist. Wenn das deine Motivation für die Staatsbürgerschaft war, dann haben beide Seiten was falsch gemacht. Ein Pass beinhaltet aus meiner Sicht mehr als den Anspruch auf Bürgergeld (womit ich jetzt nicht Dich meine, da ich dich nicht kenne) oder vorübergehenden Aufenthalt bis es eng wird und man sich dann schnell verdrückt, weil man hat ja für alles bezahlt.

Ich war länger beim Bund weil es mir ein Bedürfnis war. Wenn ich bedenkt das ich solche Staatsbürger mit meinem Leben hätte verteidigen wollen/ sollen......

Geschrieben

=> Bitte zurück zum Thema - danke! 

 

 

Sicherlich schielt(e) so manch einer von uns neidisch rüber in die Schweiz oder auf die osteuropäischen Länder. Während des Kalten Krieges war es im Warschauer Pakt (inkl. DDR) normal, dass Waffenkunde auch an der Schule unterrichtet wurde und man im Sport Handgranaten-Attrappen warf (das wird heutzutage selbst für Reservisten kritisch gesehen…). 

Es hat schon seine Gründe, warum man nach 1945 in der ‚Bonner Republik‘ auf paramilitärische Ausbildung von Jugendlichen verzichtet hat und auch das Schützenwesen – trotz seiner jahrhundertealten Traditionen – nicht als Ersatzheer verstanden wissen wollte (dass sich einige dann trotzdem tolle Uniformen gebastelt haben, ist eine andere Geschichte). Denn im Gegensatz zu der Schweiz oder den USA setzt Deutschland seit dem 17. Jahrhundert auf stehende Heere. Das heißt: es muss nicht jeder Mann eine Waffe im Schrank stehen haben, sondern es gibt eine reguläre Armee, der man angehört oder nicht.

 

Sicherlich kann es nicht schaden, wenn das Volk zeigt, dass es bereit ist zu kämpfen und dass es im Schießen gut ausgebildet ist.

Aber ein Bürger (m/w/d – oder wie auch immer) mit Waffe ist noch lange kein Soldat und ein Haufen Bewaffneter ersetzt noch lange keine Armee.

Andernfalls könnte man sonst ebenso argumentieren, es würde helfen, wenn jeder einen Wassereimer zur Hand hat – das würde die Feuerwehren unterstützen oder gar ersetzen.

Denn zu den Tätigkeiten des Soldaten, wie auch des Feuerwehrmann gehört eben viel mehr, als nur zu schießen, bzw. Feuer zu löschen.

 

Natürlich kann es nicht schaden, wenn man sich als Reservist privat und ohne Uniform fit hält: ob laufen oder wandern, orientieren mit dem Kompass, Kenntnisse von Funksprache und taktischen Zeichen, Großgerät von Freund und Feind unterscheiden zu können und auch die gängigen Waffen beherrscht und auch öfter damit trainiert, als nur bei DVags.

Das ist ja auch das, was viele der mir bekannten „aktiven“, nicht beorderten Reservisten machen (und was ich bis letztes Jahr selber gemacht habe) und auch gerne als Verbandsveranstaltungen (VVags) durchführen wollen. Doch selbst da werden einem Knüppel zwischen die Beine geworfen. Alleine dass man die Drohnenausbildung nicht in Uniform machen soll oder dass man sich außerhalb von DVags nicht mit Tarnschminke anmalen darf… da fällt mir echt nicht mehr viel zu ein.

Es gäbe durchaus mehr Ex-Soldaten, die auch weiterhin zu ihrem Eid stehen und sich einbringen wollen, aber es mit dem offiziellen Heimatschutz nicht in Einklang bringen können. Denn solange das alles freiwillig ist, kommt man in Erklärungsnot, das seinem Chef oder der Familie zu erklären, warum man denn für ein paar Wochen pro Jahr in Grün unterwegs ist.

 

Aber sei´s drum! Um nur mal ein paar Zahlen zu bringen: Mitte der 80er bestand die aktive Truppe der Bundeswehr (also nur Deutschland, West) aus mehr als 485.000 Mann und dem Territorialheer mit gut 840.000 Reservisten (für die war alle ein Gewehr, ein Helm, ein Tellerchen, usw. vorhanden). Soviele Reservisten hätten wir theoretisch heute noch – nur sind die nicht erfasst, nicht ausgerüstet und nirgendwo eingeplant.

 

Der heutige Heimatschutz hat gerade einmal 6.000 Stellen (geplant)!

Der Reservistenverband hat ca. 110.000 Mitglieder, wovon ein Teil auch beim Heimatschutz aktiv ist, weitere 10-20k dienen auf aktiven Dienstposten (z.B. Urlaubsvertretung bei der aktiven Truppe).

Von den verbleibenden 90-100k Mitglieder im Verband sind bestenfalls 10% aktiv – also öfter mal bei Veranstaltungen zu sehen.

Auch wenn man denen allen ein Sturmgewehr in die Hand drücken würde (was nicht mal in ausreichender Zahl für den beorderten Heimatschutz vorhanden ist),

hätten wir bestenfalls zusätzlich 10.000 "Milizionäre".

 

Das ist zwar nett, aber immer noch verschwindend gering.  

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Die restlichen, unbeorderten Reservisten (die also nirgendwo eingeplant sind, aber den Großteil der Mitglieder ausmachen) erscheinen als großer Klotz am Bein, mit dem man nichts anfangen kann

 

So ist das auch. Könnte man etwas mit ihnen anfangen und hätten sie tatsächlich ernsthaftes Interesse an "dienen", wären sie eingeplant.

 

vor 3 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Die Losung lautet wohl auch weiterhin: wer seinem Land dienen möchte, soll sich melden, einkleiden und beordern lassen, dann kann er auch mit Waffen hantieren

 

Exakt das. Alles andere ist auch nicht zielführend.

 

vor 2 Stunden schrieb Dinesh:

Deutschland schuldet mir etwas.

 

Wärst Du nicht eine Sockenpuppe eines ehemaligen Users zum Zwecke der Provokation, hätte ich fast gelacht. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb ALBA:

Wenn es hier so scheiße ist ? Warum bist DU dann hier ?

 

Frau und Kinder.

 

vor 2 Stunden schrieb Max Musculo:

Als Patriot könnte man durchaus Land und Staat unterscheiden. 

 

Der eigentliche Patriot kennt sowas nicht. Der kennt nur Volk. Sein Volk bleibt sein Volk egal ob es ich in Nigeria, Argentinien oder Deutschland befindet. 

 

Sein Land ist nur geografische geografische Gegebenheit, sein Staat der Herrschaftsinhaber über das Land und all seine Subjekte. Anders gesagt: Wenn alle Deutschen morgen in Madagascar leben, dann ist das faktisch Deutschland. Wenn sich Madagascar morgen Deutschland nennt, dann wird daraus nicht Deutschland. 

 

vor 1 Stunde schrieb Mats:

Staatsbürgerschaft ist keine Vereinsmitgliedschaft, man bezahlt und gut ist.

 

Natürlich ist es das. In manchen Länder wird das sogar explizit so gehandhabt, siehe Golden Visa. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass man über kurz oder lang dazu kommen wird, Reservisten im zivilen Schießsport zu fördern, geschweige denn Privilegien und Änderungen an der Sportordnung (z.B. schießen auf Mannscheiben) oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. verkürzte Wartezeiten für die WBK-Beantragung) einfordern zu wollen.

Davon abgesehen wie realistisch privater Waffenbesitz für Reservisten ist oder nicht, in jedem Fall sollte man bei diesem Gedanken klar zwischen Schießsport und Reservistendasein trennen. 

An sich wäre es wünschenswert, wenn es eine gewisse Offenheit gäbe zumindest bestimmte Reservisten in einem definierten Rahmen den Zugang zu Waffen die den dienstlich geführten entsprechen zu ermöglichen. Betreffen würde das aber wahrscheinlich weniger die die danach teils schon sehr auffällig lechzen, die unzähligen unbeorderten, in Ergänzungstruppenteilen oder als Spiegel beorderten, sondern die die als "Einzelfunktionsträger" in KVK etc sitzen, und daher auch im Rahmen einer aktiven Tätigkeit keinen Zugang zu einer WaKa vor Ort haben um mindestens für den Selbstschutz eine Waffe zu bekommen wenn es denn mal so weit kommen sollte.

Ein Gedanke dabei, wenn er auch wahrscheinlich nicht auf Begeisterung der Befürworter stoßen wird, wäre eine Art "Schweizer Modell", das unter Voraussetzungen wie nachgewiesener sicherer Lagerung, regelmäßiger Überprüfung der Zuverlässigkeit und regelmäßigen Pflichtschießen zwar den Besitz von halbautomatischen Äquivalenten der jeweiligen StAN-Bewaffnung ermöglicht, aber keinen Munitionserwerb dazu. Das würde zwar wieder für den Erhalt der Schießfertigkeit eine gewisse Organisation auf lokaler oder regionaler Ebene erfordern, aber den logistischen Auffand dennoch erheblich verringern. 

 

Es muss allerdings auch gesagt sein, dass der Verweis auf den VdRBw bei diesem Thema ehrlicher Weise nutzlos ist. Unterm Strich ist dieser Verband kein "Reservistenverband" im engeren Sinn, der ernsthaft die Reserve der Bundeswehr in nützlicher Weise organisiert oder stützt, sondern längst mehr ein "Ehemaligenverein", der für unbeorderte Reservisten und pro forma Reservisten lustige Veranstaltungen, einschließlich des Schießsports, durchführt. Das hat auch seine Berechtigung, für die Kampfkraft und Bereitschaft der Reserve ist der Verband aber unwesentlich.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Direwolf:

analog zur amerikanischen Nationalgarde.

Naja, die Heimatschutzregimenter gehen in gewissem Maße in diese Richtung. 

Die Reserve ist allerdings in den USA auch deutlich größer als die NG, und inwieweit man das US-System als Vorbild nehmen kann ist auch fraglich.

Das große Problem der Reserve ist aktuell eher die Divergenz von Papierlage und "Hoflage", und das bereits in den Ergänzungstruppenteilen, die schon nur einen kleinen Teil der Reserve ausmachen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb ASE:

Und die Waffen für die Zivilisten verkaufen dann VDB-Angehörige, schon klar

Ein berechtigter Einwand, aber der VDB behauptet ja auch nicht, dass eigene Interessen nicht ihre Vorschläge treiben.

Ein Vorschlag wird nicht falsch weil der der ihn äußert wirtschaftlich profitieren würde...

Geschrieben

Vielleicht einfach mal nach Finnland schauen?
Ich kenne zwar nicht alle Einzelheiten aber so im Großen und Ganzen haben die Finnen eine deutlich andere Herangehensweise an "Reservisten" und, das sei dazu gesagt, auch eine völlig andere Mentalität und "Standing" in der Bevölkerung. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb ChrissVector:

wenn es eine gewisse Offenheit gäbe zumindest bestimmte Reservisten in einem definierten Rahmen den Zugang zu Waffen die den dienstlich geführten entsprechen zu ermöglichen.

 

Exakt die gibt es.

 

Einmal sogar eine faule Version und einmal eine Richtige. Nur nutzt die kaum einer.

 

 

Geschrieben

Die beorderungsunabhängige Reserve und die beorderte Reserve.

 

Beide ermöglichen bestimmten Reservisten in einem definierten Rahmen den Zugang zu den dienstlich geführten Waffen.

 

Also, außer wenn die Veranstaltungen nicht mal wieder Mangels Teilnehmern abgesagt werden.

Und wenn kein Interesse besteht, wofür dann genau den Zugang zu den Waffen?

Wer heute wehrfähig und willens ist und der Truppe nutzen kann, bekommt auch eine Beorderung.

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