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IGNORED

Wartezeit für zweiten Eintrag in Grüne WBK?


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Geschrieben

Hallo,

 

ich habe mal eine Frage und hoffe auf Antowrten und Erfahrungen von Euch. 

 

Ausgangslage: ich bin "neuer" Sportschütze (25+) und darf immerhin schon mit der Sportpistole .22lfb schießen. 

(alles andere ist ja "viiiieeel zu kompliziert, gefährlich und ungenau - alleine weil die 9mm-Waffen ja eine zu kurze Visierlinie haben") <_<

 

Die ersten zehn Monate sind herum, die Einträge 12/18 dürften nach dem Jahr Wartezeit auch erbracht sein. 

Sachkunde ist nachgewiesen; Tresor folgt in Kürze. Soweit passt das. 

 

Also wird/ soll/ muss der Ersteintrag für die anzustrebende WBK eben solch eine Kleinkaliberpistole sein, was auch Verein/ Verband bewilligt. 

Damit kann ich grundsätzlich leben. Die Sportpistole macht Spaß und ist auch günstig zu schießen. Alles gut. 

 

Doch wie geht es offiziell weiter? Muss man dann weitere Monate mit einer Vereins-9mm trainieren, um erneut ein Bedürrfnis zu beweisen? 

 

Oder kann man gleich mit dem Ersteintrag auch gleich den Zweiteintrag beantragen? 

Bzw. braucht man für den nächsten Eintrag (innerhalb des Grundkontingents) erneut die Bewilligung vom Verband? 

 

Warum ich hier frage: ich möchte mir ungern weiterhin "Das haben wir schon immer so gemacht" erzählen lassen und unnötig Zeit ins Land gehen lassen. 

 

VIELEN DANK im Voraus! 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb gunny_HS73:

Hallo,

 

ich habe mal eine Frage und hoffe auf Antowrten und Erfahrungen von Euch. 

 

Ausgangslage: ich bin "neuer" Sportschütze (25+) und darf immerhin schon mit der Sportpistole .22lfb schießen. 

(alles andere ist ja "viiiieeel zu kompliziert, gefährlich und ungenau - alleine weil die 9mm-Waffen ja eine zu kurze Visierlinie haben") <_<

 

Die ersten zehn Monate sind herum, die Einträge 12/18 dürften nach dem Jahr Wartezeit auch erbracht sein. 

Sachkunde ist nachgewiesen; Tresor folgt in Kürze. Soweit passt das. 

 

Also wird/ soll/ muss der Ersteintrag für die anzustrebende WBK eben solch eine Kleinkaliberpistole sein, was auch Verein/ Verband bewilligt. 

Damit kann ich grundsätzlich leben. Die Sportpistole macht Spaß und ist auch günstig zu schießen. Alles gut. 

 

Doch wie geht es offiziell weiter? Muss man dann weitere Monate mit einer Vereins-9mm trainieren, um erneut ein Bedürrfnis zu beweisen? 

 

Oder kann man gleich mit dem Ersteintrag auch gleich den Zweiteintrag beantragen? 

Bzw. braucht man für den nächsten Eintrag (innerhalb des Grundkontingents) erneut die Bewilligung vom Verband? 

 

Warum ich hier frage: ich möchte mir ungern weiterhin "Das haben wir schon immer so gemacht" erzählen lassen und unnötig Zeit ins Land gehen lassen. 

 

VIELEN DANK im Voraus! 

FRAG in DEINEM VEREIN!  Das ist alles VEREINSMEIEREI!

 

 

  Vom GESETZ können die dir 2 Grosskaliber bestätigen.

 

Bedürfnis vom VERBAND brauchst für jede Waffe auf Grün

Geschrieben

Vor allem braucht man für weitere Voreinträge neben dem Bedürfnis auch immer die Erfüllung der 12/18-Regel. Daher werde nach meinem ersten Jahr in Kürze ich neben der gelben WBK direkt auch zwei Voreinträge auf grün für KW und LW beantragen. Dem Sachbearbeiter bei der Waffenbehörde ist das egal, entscheidend ist aber, dein Verein bzw. der Verband dir die Bedürfnisse bescheinigt. Und wenn ich deinen Beitrag so lese, wird dir dein Verein und/ oder Verband (DSB?) bei der Vorgeschichte vorerst vermutlich kein weiteres Bedürfnis neben der .22lr bescheinigen.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb gunny_HS73:

Also wird/ soll/ muss der Ersteintrag für die anzustrebende WBK eben solch eine Kleinkaliberpistole sein, was auch Verein/ Verband bewilligt. 

Wird? Das hängt an dir. Aber es "Soll/muss" da gar nichts. Der Verein bewilligt auch nichts, er bestätigt die sachliche Richtigkeit der von dir dem Verband vorzulegenden Teilnahmen am Schießen mit erlaubnispflichtigen Schusswaffen.

vor 2 Stunden schrieb gunny_HS73:

Doch wie geht es offiziell weiter? Muss man dann weitere Monate mit einer Vereins-9mm trainieren, um erneut ein Bedürrfnis zu beweisen? 

Nein. Du kannst grundsätzlich auch direkt zwei/drei Anträge auf Bestätigung eines Bedürfnisses zum Erwerb einer Kurzwaffe in .22lfB, einer Kurzwaffe in 9mm und der gelben WBK stellen. 

vor 2 Stunden schrieb gunny_HS73:

Warum ich hier frage: ich möchte mir ungern weiterhin "Das haben wir schon immer so gemacht" erzählen lassen und unnötig Zeit ins Land gehen lassen. 

Dann mach es nicht. Mach direkt zwei/drei Bedürfnisanträge bereit (ja, du muss beim Verband regelmäßig separate Anträge einreichen, und auch eventuell anfallende Gebühren für jeden Antrag entrichten) und leg sie dem Vorstand zusammen vor.

 

vor 12 Minuten schrieb hydrou:

Verband (DSB?)

Der Verband ist das in 99,999% der Fälle nicht im Weg. Denen ist das Schnuppe, da versuchen einzelne hängengebliebene Vereinsfürsten eine seit Jahren überholte Rechtslage irgendwie auf eigene Faust am Leben zu erhalten.

Geschrieben

Vielen Dank schon mal! Das ist ja spannend! 

 

Da lässt man einen das Jahr über herumtanzen... 

zeigt sich hier und da mal gnädig, den Schrank aufzuschließen und das Schießen zu begleiten... 

Erzählt wilde Räuberpistolen, dass es ja gar nicht so einfach sei und viel zu früh, schon mit GK anzufangen... 

und erwartet, dass der Neuling sich gleich mal den Ersteintrag mit einer .22er belegt.

 

Man lässt den Führerschein-Anwärter doch auch nicht ein Jahr lang mit dem Moped rumfahren, 

damit er dann - völlig ungebübt - Klasse B/C beantragt! 

 

Völlig wild! 

 

 

Geschrieben

Aus schießpädagogischer Sicht ist da schon ein bisschen was dran, wenn man die Leute anfangs hauptsächlich (!) Druckluft und KK schießen lässt. Im Rückstoß einer GK-Waffe gehen viele Anzeichen der eigenen Schießfehler unter. Im Ergebnis trifft man nicht und weiß auch nicht warum. Bei Druckluft ist das anders, da ist jede Bewegung der Waffe im Schuss ein Fehler des Schützen. Das kann ich sowohl als Trainer, der daneben steht, als auch als Schütze sehen und die Fehler abstellen, bevor man sie sich antrainiert. Dazu kommt die unterbewusste Schussangst/"Mucken" (lauter Knall, Feuer, Rückstoß, etc), die sich bei ausschließlichem GK-Schießen bei vielen Schützen schnell einstellt. Sich das wieder abzutrainieren ist zeitaufwändig und teuer.

 

Deswegen ist meine Empfehlung immer: An jedem Termin Techniktraining mit Druckluft und KK - idealerweise mit Trainer oder kompetenten Kollegen - und danach jeden anwesenden GK-Schützen fragen, ob man auch mal darf. Damit lernt man das Schießen schneller und günstiger und muss trotzdem nicht auf GK verzichten. Und am Ende des ersten Jahres weiß man auch gleich, welche Waffen einem liegen und welche nicht.

 

Dein Verein scheint das Prinzip aber nicht so ganz verstanden zu haben und hat irrationale Angst vor GK. Wenn du kannst, such dir was anderes. Da scheint es deutliche Lücken in Wissen und Können bei den Verantwortlichen zu geben und das ist jetzt nicht unbedingt die Umgebung, die man beim Start in den GK-Schießsport haben will.

Geschrieben
Gerade eben schrieb pulvernase:

idealerweise mit Trainer oder kompetenten Kollegen

Das Venn-Diagramm der Vereine, die so etwas in nennenswerter Zahl und mit der Bereitschaft Neuzugängen über längere Zeit regelmäßig zu helfen haben, und der Vereine, die solchen Zirkus wie "erstmal so und so lange LP, dann vielleicht noch ein Jahr KK, und dann schauen wir mal" betreiben dürften zwei Kreise ohne Berührung sein...

Auch wenn ich dir was den pädagogischen Wert von LP und KK angeht durchaus zustimmme. 

Geschrieben

Prinzipiell bescheinigt Dir der Verein nur, dass er Dir eine geeignete Schießstätte zur Verfügung stellt, dass Du seit mind. 1 Jahr Mitglied bist und regelmäßig (12/18er Regel) trainiert hast. Das eigentliche Bedürfnis stellt Dir dann der Verband aus, nicht der Verein. Die Bestätigung vom Verein ist aber, unter vielen anderen Dingen, wichtige Voraussetzung für den Bedürfnisantrag.

 

Am besten gleich eine grüne WBK mit 2 Voreinträgen und die gelbe WBK beantragen. Mein langjähriger Vereinskamerad hatte bis dato keine gelbe WBK, wollte aber einen GK-Einzellader haben. Der musste das komplette Programm mit 12/18 1 Jahr lang erfüllen, um die gelbe WNK nachträglich beantragen zu können. Daher der Tipp, zur Grünen mit 2 Voreinträgen gleich noch die Gelbe mit zu beantragen.

 

Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen: Es hat durchaus sportliche Vorteile, wenn man erstmal mit Druckluft oder KK trainiert, um sich nicht zu "versauen", so wie ich das leider gemacht habe. Die Muckerei mit der GK-Kurzwaffe ist ein zentrales Thema bei mir, das ich nur ganz schlecht wegbekomme. Das einzige, was mir hilft, ist konsequenter Dot-Drill vor dem Training, aber der Effekt hält nicht lange. Die meisten richtig guten TOP-Schützen bei uns (außer einem Ausnahmetalent) haben mit Druckkluft und KK-angefangen. Die meisten, die direkt mit GK eingestiegen sind, kommen an deren Ergebnisse normalerweise nicht dran. So sehr auch GK reizt, ich würde am Anfang eher die Finger davon lassen und nur ab und zu damit trainieren. Wenn es dann wieder schlechter wird, würde ich auf KK umschwenken. So mache ich das übrigens auch. Aber es gibt natürlich auch Talente, die gleich mit GK dauerhaft gut zurecht kommen. Meine ersten paar Schüsse direkt nach dem Umstieg von GK auf KK sind erstmal links unten. Dann schalte ich irgendwie unbewusst auf KK-Modus um und das Trefferbild wird schlagartig viel besser. Ich habe schon sämtliche Internetvideos zum Thema: "Wie werde ich Mucken wieder los" angeschaut, aber mit hilft nur Dot-Drill. Immerhin :-)

Geschrieben
vor 43 Minuten schrieb pulvernase:

Deswegen ist meine Empfehlung immer: An jedem Termin Techniktraining mit Druckluft und KK - idealerweise mit Trainer oder kompetenten Kollegen - und danach jeden anwesenden GK-Schützen fragen, ob man auch mal darf. Damit lernt man das Schießen schneller und günstiger und muss trotzdem nicht auf GK verzichten. Und am Ende des ersten Jahres weiß man auch gleich, welche Waffen einem liegen und welche nicht.

Sehr guter Plan! Hätte ich das damals gewusst....

Geschrieben (bearbeitet)

Wie schon geschrieben wurde: Der Verband wird dir in der Regel das Bedürfnis für 2 GK Kurzwaffen bestätigen, wenn entsprechende Trainingsnachweise (hier reicht auch Sportpistole) vorhanden sind.

 

Wenn der Verein da Probleme macht, würde ich sagen,  du bist im falschen Verein. Solche Vereine kenne ich zwar auch, aber bei uns ist das zum Glück kein Thema. Auch die Gründe,  warum erstmal eine KK Waffe beantragt werden soll, erschließen sich mir nicht. Das hat aus meiner Sicht oft die Ursache in veralteter Vereinsmeierei.

 

Nachtrag: Je nach Bearbeitungsdauer auf der Behörde, man hört ja manchmal von einem halben Jahr,  ist es sogar klug, gleich beide Kurzwaffen zu beantragen. 

Bearbeitet von Kugelfang78
Geschrieben

Ich habe auch direkt die Grüne mit 2 Voreinträgen (.223 und 9x19) + Gelbe beantragt. 


Wenn ich da .300 Blackout oder .50 AE oder 10mm Auto oder irgendwas anderes "riesiges" hätte haben wollen, wäre vielleicht der Hinweis gekommen, ich soll es mir mal überlegen wegen den Munitionskosten. 
Oder ein "Geil, wollte ich auch immer mal haben". Verband oder Amt juckt es ja eh nicht, was da für ein Kaliber auf dem Papier steht. 

Das Bedürfnis für die Büchse habe ich übrigens auch bekommen, ohne bei uns im Verein jemals mit einer Büchse geschossen zu haben (Stand wurde erst kürzlich auf Langwaffe erweitert). 

Geschrieben

Vielen Dank für die bisherigen Antworten und Tipps! 

 

Es klang für mich wirklich so, als MÜSSTE ich als Ersteintrag die SpoPi wählen. 

Ich mag die auch. Das ist auch eine gute und günstige Trainingsmöglichkeit - Luftpistolen sind noch brutaler, was das Aufzeigen von Fehlern angeht. 

Aber bei einer Seitenspanner (z.B: FWB LP65) bekommt man dicke Arme und moderne Pressluftpistolen sind im Preisniveau wie scharfe Match-Waffen.

Also dann doch lieber eine gebrauchte GSP zum Training und -Nachweis und fürs lautstarke Vergnügen eine 9mm-Match-Pistole. 

Sowie die Gelbe für Repetierer oder Einzellader (z.B. altes KK-Matchgewehr zum günstigen Vergnügen). 

Ist dann ein Abwasch. Kostet so oder so Geld und ich habe ein Jahr Zeit, die ersten 3-4 Einträge zu füllen. 

 

 

 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb gunny_HS73:

Vielen Dank schon mal! Das ist ja spannend! 

 

Da lässt man einen das Jahr über herumtanzen... 

zeigt sich hier und da mal gnädig, den Schrank aufzuschließen und das Schießen zu begleiten... 

Erzählt wilde Räuberpistolen, dass es ja gar nicht so einfach sei und viel zu früh, schon mit GK anzufangen... 

und erwartet, dass der Neuling sich gleich mal den Ersteintrag mit einer .22er belegt.

 

Man lässt den Führerschein-Anwärter doch auch nicht ein Jahr lang mit dem Moped rumfahren, 

damit er dann - völlig ungebübt - Klasse B/C beantragt! 

 

Völlig wild! 

 

 

Mein Beileid. Da scheinen mal wieder ein paar Vereinsfürsten ihre eigene Auslegung des WaffG durchzusetzen.

Ich würde ernsthaft über die Mitgliedschaft in einem zweiten Verein nachdenken aber nur falls du irgendwie am ersten hängst.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb pulvernase:

Aus schießpädagogischer Sicht ist da schon ein bisschen was dran, wenn man die Leute anfangs hauptsächlich (!) Druckluft und KK schießen lässt. Im Rückstoß einer GK-Waffe gehen viele Anzeichen der eigenen Schießfehler unter. Im Ergebnis trifft man nicht und weiß auch nicht warum. Bei Druckluft ist das anders, da ist jede Bewegung der Waffe im Schuss ein Fehler des Schützen. Das kann ich sowohl als Trainer, der daneben steht, als auch als Schütze sehen und die Fehler abstellen, bevor man sie sich antrainiert. Dazu kommt die unterbewusste Schussangst/"Mucken" (lauter Knall, Feuer, Rückstoß, etc), die sich bei ausschließlichem GK-Schießen bei vielen Schützen schnell einstellt. Sich das wieder abzutrainieren ist zeitaufwändig und teuer.

Unsinn. Viele Schützen schießen Luft und KK hervorragend und "mucken" nur bei GK - da hilft es auch nix wenn vorher ewig KK geschossen wurde. Wer "muckt" und wieder auf KK wechselt hat den Fehler schnell raus. Sobald dann wieder GK geschossen wird gehts los. Genau so "mucken" gute GK Schützen 9mm/45ACP etc. auf einmal, wenn sie 500 S&W schießen... 

Ob jemand bei GK muckt sieht man schön mit Pufferpatronen, mit Revolver ist es noch einfacher. Aber "mucken" ist nicht davon abhängig, wie oft und gut jemand davor KK geschossen hat 

Geschrieben

Also ich kann es nicht mehr hören, da mit dem befürworten dieser "Du musst erst mal.....!"

 

In meinen Augen liegt es weniger an der Waffe und dem Kaliber, sondern viel eher an der bitteren Tatsache, dass es kaum bis keine geeigneten Trainer gibt, die einem Anfänger das Schießen korrekt beibringen.

Können KK oder Druckluftwaffen dabei behilflich sein? Ja, das denke ich schon.

Jemanden im Verein zu haben, der Schießen kann und die pädagogischen Fähigkeiten besitzt anderen sein Wissen vernünftig zu vermitteln, hilft genauso weiter, ohne neue Mitglieder zu irgendetwas zwingen zu müssen.

 

Realität ist doch in den Vereinen viel eher, es kommt ein Neuer, der wird Mitglied, weil er sich hat Belatschen lassen. Landet in einem Traditionsverein (nicht negativ gemeint) und der einzige Trainer oder willige Schütze den die haben, der einigermaßen etwas vermitteln kann, ist ein Druckluftschütze.

Bei den GK Schützen sind gute dabei, können es aber nicht gut vermitteln, sondern versuchen einem ihren Weg und ihre Methoden aufzuquatschen, mit dem Ergebnis, dass der Neue entweder gefrustet wird, weil nix klappt oder er den Bettel wirft.

 

Hat ein Verein aber sehr gute Schützen im GK-Bereich und diese sind auch in der Lage neuen Schützen vernünftig etwas beizubringen, können diese neuen Schützen genauso gut Schießen lernen, als würden sie zu 6 Monaten Druckluft verdonnert werden.

Diese Bevormundung erwachsener Menschen führt auch sehr schnell, was man immer wieder hier lesen kann, zu Frust und geht teils soweit, dass diese neuen Schützen den Sport wieder an den Nagel hängen.

Geschrieben

Ja, danke! Ich mache das auch nur, weil ich eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringe und mir denke "es ist ja bald vorbei". 


Zum Glück konnte ich auch schon vorher mit Waffen umgehen (wo ist vorne, wo hinten? Visier, Haltepunkt, Druckpunkt,...) und einigermaßen gut treffen (im Schnitt 8er Ring aufwärts), 

aber so richtig viel Neues habe ich da bisher nicht wirklich mitnehmen können. 

 

Frag drei Schützenkollegen und Du bekommst 5 verschiedene Tipps und Antworten.

 

Bishin zu überzogenen "Profi-Tipps", dass man die Visiereinstellungen (dann später bei der eigenen Waffe) je nach Sonnenstand, Luftfeuchtigkeit, usw. justiert...

Also... da habe ich schon brauchbarere Tipps an der Schießbude auf der Kirmes bekommen.

 

 

Ich verstehe durchaus, warum die Vereine - gerade solche - Nachwuchsprobleme haben und aussterben werden. 

So sollte man nicht mit "Kunden" umgehen - ganz egal, wie alt die sind!

 

Wenn da so ein Jugendlicher mit leuchtenden Augen reinkommt und stolz berichtet, wie er am Wochenende beim Kumpel auf Dosen geschossen hat 

oder der Bundeswehr-Veteran (SaZ12, 5 Auslandseinsätze, Infanterie, Schießausbilder und was weiß ich alles) sagt, er würde gerne mal wieder schießen 

und die schnodderige Begrüßung des Vereinsfürsten lautet 

 

"Ei - so Ferz mache mer net! Mir schieße hier nach Sportordnung, blablabla..." 

 

Und dann soll monatelang mit den uninteressantesten Waffen (womöglich noch in so bunten Strampelanzügen) auf langweilige Pappscheiben schießen... 

Luftballons oder bunte Fantasie-Zielscheiben sind nicht gestattet - dafür zum Vereinsfest so ein Pappadler auf den alle schießen müssen -

am besten so, dass viele Getränkerunden dabei herausspringen. 

 

Am Stammtisch sitzen dann die alten Gesellen, die die Schränke voll haben und nur noch zum Kaffeeklatsch auftauchen und dann wilde Heldenstorys aus den 70ern und 80ern zum besten geben... 

Als man sich noch mit dem Bürgereister im Steinbruch zum Schießen getroffen hat.... oder mit 3 Promille und den Waffen lose auf der Rückbank in die Polizeikontrolle fuhr... hahahaha  (fiktive Beispiele - aber so in etwa)

 

Das ist so Doppel-, Dreifach- Vierfach-Moral! 

 

Von denen musste keiner 12 Monate den Hampelmann machen. 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb gunny_HS73:

Also wird/ soll/ muss der Ersteintrag für die anzustrebende WBK eben solch eine Kleinkaliberpistole sein, was auch Verein/ Verband bewilligt. 

Damit kann ich grundsätzlich leben. Die Sportpistole macht Spaß und ist auch günstig zu schießen. Alles gut. 

 

Die Schießpädagogik (der ich auch anhänge) ist das eine, die Freiheit zu kaufen, was man darf, das andere.

 

Niemand wird jemandem verbieten, ein Auto zu kaufen bzw. den Führerschein dazu abzulegen, weil er noch nie vorher Roller, Fahrrad und Mopded gefahren ist.
Auch, wenn das durchaus sinnvoll gewesen wäre.

Geschrieben

Als ich mit dem Schießen begann, war 9mm für mich das Maß aller Dinge. Die .44er und .45er war mir zu klobig und zu teuer (ich war noch jung und brauchte mein Geld für was anderes), KK zu pillepalle.

Heute, obwohl Geld nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, bin ich auf den Trichter gekommen, dass man mit KK extrem viel Spaß haben kann - insbesondere mit kurzen halbautomatischen Langwaffen. Ich kann ohne Reue 5 Schachteln zu sagen wir mal 6,- bis 7,- € auf Fallscheiben verballern - dafür bekomme ich gerade mal eine Schachtel .44 Mag.

Geschrieben

Was bin ich da froh in meinem Verein zu sein. In so einem wie hier beschrieben wurde wäre ich auch nicht lange.............Bei uns laden wir die " Neuschützen " immer mittwochs zum Traing ein.  Alle die noch keine eigenen Waffen haben also. Ob zum ersten mal da oder schon länger. Angefangen wird " bei mir " immer mit einem 617 , also 22er Revolver. Wer damit die Scheibe trifft darf gerne auch 9mm, 45 ACP oder 357er Schiessen. Zu Druckluft oder KK wird bei uns niemand verdonnert. Wer das möchte, gerne. Wer es gerne knallen lässt solls knallen lassen. Bisher habe ich, bis auf eine 65jährige Dame, noch jeden auf die Scheibe bekommen. Und die Dame schiesst jetzt eine Tippmann, mit der trifft sie auch was. Und was als erstwaffe beantragt wird entscheidet natürlich jeder für sich. Da Vorgaben zu machen ist imho das letzte. Entsprechend haben wir auch zulauf von neuen Mitgliedern im Verein. Noch können wir den bewältigen. Aber wir sind jetzt schon ca 350 Mitglieder , davon ca 130 BDS . Irgendwann müssen auch wir sagen es reicht...................

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb gunny_HS73:

Und dann soll monatelang mit den uninteressantesten Waffen (womöglich noch in so bunten Strampelanzügen) auf langweilige Pappscheiben schießen... 

 

Diese Aussage finde ich gegenüber aktiven Luftdruck- und KK- Schützen doch überheblich. Nur weil man persönlich gewisse Disziplinen nicht mag, sollte man bedenken, dass es durchaus Schützen gibt, welche diese gerne schießen. 

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