pulvernase
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Leistungen von pulvernase
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Vorsicht mit Verwahren fremder Waffen auf Schießständen. Die maximale Anzahl an Waffen, die dort gelagert werden darf, ist ziemlich gering. Die meisten Vereine überschreiten die Zahl und haben ein mit der Behörde abgestimmtes Sicherheitskonzept. Das beinhaltet teilweise auch harte Obergrenzen für die Anzahl an Waffen, die dort sein darf. Bei uns auf der Anlage nutzen wir in Absprache der Behörde die volle Anzahl aus, für die wir noch 1er Schränke verwenden dürfen. Wollten wir mehr, müssten wir 3er Schränke anschaffen. Da fällt eine Zwischenlagerung für fremde Waffen flach. Eigentlich ist das aber auch alles kein großes Thema, es wir nur gerne groß aufgeblasen. Waffe in abgeschlossenem Behältnis auf dem Zimmer, Munition in einem anderen abgeschlossenen Behältnis auf dem Zimmer. Wenn man das Zimmer verlässt, ein wesentliches Teil entnehmen und mitnehmen (sofern möglich). Weder der Hotelbetreiber noch der Zimmerservice müssen wissen, dass du eine Waffe dabei hast. Das weckt im Zweifel nur Begehrlichkeiten. Bei kurzen Aufenthalten kommt ein "bitte nicht stören" Schild an die Tür und fertig. Abhanden gekommene Waffen bedeuten auch mitnichten die sofortige Unzuverlässigkeit. Solange du einen eventuellen Diebstahl nicht selbst fahrlässig begünstigt oder gegen geltendes Recht verstoßen hast, passiert da in der Regel gar nichts, solange du es unverzüglich anzeigst. Wie oft warst du in deinem Leben schon in einem Hotel und wie viele Koffer/Taschen wurden dir im Hotel gestohlen? Wenn von außen nicht erkennbar ist, dass sich eine Waffe im Koffer/Tasche befindet ist das ein Gepäckstück wie jedes andere auch. Wenn du natürlich mit einem auffälligen Futteral rumläufst und jedem erzählst, dass du jetzt deine Flinte unbeaufsichtigt auf dem Zimmer lagern möchtest, dann sieht das anders aus. Wenn die dann verschwindet, kann man dir schon einen Strick draus drehen. Also: Reise mit unauffälligen Behältnissen, halte die Klappe und nimm den Schaft im Rucksack mit, fertig. Wenn das Verreisen mit Waffen ein so riesiges Problem wäre, wie manche es hier darstellen, dann wäre das Sportschießen auf hohem Niveau mangels überregionaler Wettkämpfe völlig unmöglich, weil dann Leistungsschützen ständig und dauernd ihre WBK abgeben müssten.
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Komisch, von wem kenne ich diese "Wenn auch nur ein einziger Fall damit verhindert werden kann"-Argumentation nur? Ah, jetzt hab ichs: Von den Leuten, die meinen, dass keiner von uns auch nur eine einzige Waffe besitzen sollte! Das ist natürlich ein sehr gutes Vorbild. Bitte lass dann auch Treppen auf dem Schießstand (bei uns immerhin der Auslöser des ersten und einzigen Notarzteinsatzes auf dem Stand!) verbieten oder wenigstens vorschreiben, dass sie nur noch zu zweit gegangen werden dürfen, der Sicherheit wegen. Zusätzlich darf in Zukunft dann nur noch mit Halbmaske geschossen werden, denn Blei ist giftig und wenn es auch nur einen einzigen Fall verhindert, in dem jemand vielleicht sonst wegen der Gase der Nachbarschützen Krebs bekommen hätte, dann ist das ja auch jeden Fall gerechtfertigt? Stahlziele verbieten wir direkt, denn die Bleiemission steht in keinerlei Verhältnis zu Nutzen (nämlich keinem, außer einem "Pling") und wenn auch nur ein Fall verhindert wird.... oder gelten da dann andere Maßstäbe für dich? Aber egal, komm, Zahlen, Daten und Fakten: Wie oft passiert es? Entweder du hast belastbare Zahlen, oder du hast ein Bauchgefühl. Über Zahlen kann man reden und sofern es Handlungsbedarf gibt eben auch Konsequenzen ziehen. Beim Bauchgefühl geht es am Ende eher um Ego und Geltungsdrang, da sollte man den Rest der Welt dann nicht mit reinziehen.
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Wie viele Schüsse "lösen" sich denn so im Jahr und in wie vielen Fällen kommt jemand zu Schaden? Muss ja ein ernsthaftes Problem sein, so wie das hier diskutiert wird. In Relation dazu bitte die Anzahl an Autounfällen mit Verletzungs- oder gar Todesfolge pro Jahr und die durchschnittliche Fahrleistung für Standbesuche im Jahr. Vielleicht sollten wir auch noch festlegen, dass auf dem Stand ausschließlich Wasser und Gemüsesticks verzehrt werden dürfen. Immerhin sind Herzkreislauferkrankungen die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Wenn man sich in Schützenkreisen so umschaut, dann sehe ich da ein um Größenordnungen höheres Risiko, als sich lösende Schüsse, die durch bunten Plastikschnüre anstatt ordentlicher Ausbildung der Schützen und Aufsichten verhindert werden. Bezüglich Schnürchen daheim in die Kanone und dann damit zum Stand: Ist sicher total toll, wenn man sich so ne Schnur in den Selbstlader fummelt, nur um dann mit dem Futteral irgendwo anzustoßen und zu hören, wie der Verschluss zuschnappt, die Schnur einklemmt oder abschert und dabei noch Schaumstoff oder das Innenfutter in den Verschluss zieht. Ganz großes Kino. Einen Stand, der solchen Unsinn fordert, kann mir gestohlen bleiben. Genauso wie irgendwelche Jagdstände, die aus Angst vor "sich lösenden Schüssen" fordern, dass die Waffen auf dem Parkplatz ein- und ausgepackt werden müssen.
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Übertrag Munitionserwerb innerhalb einer WBK
pulvernase antwortete auf chief wiggum's Thema in Waffenrecht
Vielen Dank, den kannte ich tatsächlich nicht. Endlich mal was handfestes! -
Übertrag Munitionserwerb innerhalb einer WBK
pulvernase antwortete auf chief wiggum's Thema in Waffenrecht
Meinst du, wir hätten das nicht versucht? Das Ergebnis war genau das, was ich geschildert habe. Rumpelstilzchen spielen hilft halt nicht, wenn das Regierungspräsidium dir sagt "Nö, is nicht, musst du vor Gericht wenn du meinst es besser zu wissen. Außerdem, schau mal, vor ein paar Monaten gab es hier ein Urteil in der Sache das ziemlich schlecht für den Waffenbesitzer ausging". Ist ja nicht so, als ob man sich von der lokalen Behörde hätte abwimmeln lassen. Man hat den Weg bis zum Ende durchexerziert mit der Wahl das zu akzeptieren, oder tausende € für ein Verfahren mit sehr ungewissem Ausgang zu investieren. Der ganze Rest an Auflagen wurde ja auch zurückgenommen, nur eben nicht die Beschränkung auf Waffen in der WBK. Lassen wir das, hilft eh nichts hier. Wenn jemand was sinnvolles (!) beizutragen hat, gerne per PM. -
Übertrag Munitionserwerb innerhalb einer WBK
pulvernase antwortete auf chief wiggum's Thema in Waffenrecht
Eben jenes Urteil wurde genannt, damals noch ganz frisch. Mit dem Verweis aufs SprengG sind wir die ganzen anderen Auflagen ja auch in Tübingen losgeworden, nur eben nicht die Beschränkung auf Kaliber in der WBK. Nochmal: Wenn jemand im Bezirk Tübingen diese Auflage erfolgreich hat streichen lassen, gerne melden. Wir hatten keinen Erfolg und ich kenne genug Schützen hier in der Gegend, denen es ähnlich ging. In Bayern wird übrigens trotz des Urteils von vielen Behörden die Auflage nicht erteilt. Das hilft uns hier im Ländle aber halt nichts. -
Übertrag Munitionserwerb innerhalb einer WBK
pulvernase antwortete auf chief wiggum's Thema in Waffenrecht
Dann hattest du entweder großes Glück mit deiner Behörde vor Ort, oder im RP hat inzwischen ein Umdenken stattgefunden. Wir haben das mit mehreren Schützen vor einigen Jahren versucht und uns die Zähne ausgebissen. Der einzige Weg vorwärts wäre eine Klage gewesen. Wenn du da nähere Infos hast (gerne auch per PM) wäre ich dankbar - jede Chance diese Auflagen loszubekommen ist gut. -
Übertrag Munitionserwerb innerhalb einer WBK
pulvernase antwortete auf chief wiggum's Thema in Waffenrecht
In BW ist zumidest im Bereich des RP Tübingen inzwischen die Auflage Standard, nur für Waffen, die in der WBK eingetragen sind laden zu dürfen. Zusätzlich dazu gab es dann ein paar extra fleißige SBs, die eigene Auflagen dazu gedichtet haben, z.B., dass wiedergeladene Munition nicht überlassen werden darf - was es faktisch verbietet, andere Schützen mit der Waffe schießen zu lassen. Das, und noch ein paar andere "Spezialitäten" wurden dann nach "forcierter Rücksprache" mit dem Regierungspräsidium wieder gestrichen. Die Auflage bezüglich der Waffen auf der eigenen WBK bleibt allerdings, inklusive der Drohung durch die Blume, man könne zwar klagen, aber man könnte sich ja denken, wie die Verwaltungsgerichte in BW wohl entscheiden würden. Das nötige Maß an Überzeugungsarbeit variiert auch von Behörde zu Behörde. Ich weiß von einem Fall, da hat sich die Behörde trotz offiziellem Schreiben des RPs geweigert, die Auflagen zu streichen. Denn obwohl das RP die Rechtswidrigkeit der Auflagen festgestellt hat, wäre das eine "Einzelfallentscheidung" und nicht allgemeingültig. Glücklicherweise konnte das RP die entsprechende Behörde nach einem kurzen Telefonat von seiner Sichtweise überzeugen -
Großkaliber Genehmigung bei Kleinkaliber Trainingseinheiten?
pulvernase antwortete auf Martinii's Thema in Waffenrecht
Das läuft über die Schiene der "Erforderlichkeit" in §14 Abs. 3. Die beantragte Waffe muss nicht nur zugelassen sein, sondern auch erforderlich. Da geht es nicht nur darum, ob schon vorhandene Waffen vielleicht auch brauchbar wären, sondern auch um die Verwendung selbst. Wenn du nicht glaubhaft machen kannst, dass du mit der Waffe irgendwo geregelt trainieren kannst, dann wird es schwierig zu argumentieren, dass die Waffe für dich erforderlich ist. Die WaffVwV sagt dazu z.B. eine Waffe ist erforderlich, "wenn mit ihr nach den tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten des Antragstellers auch geschossen werden kann." Der Nachweis ist in der Regel aber leicht zu erbringen. Entweder hat dein Heimatverein eine entsprechende Anlage, oder ein Verein in der Nähe, der Gastschützen erlaubt, oder eine kommerzielle Anlage, die regelmäßig nutzbar ist. Hauptsache, du kannst mit der Waffe mit realistischem Aufwand schießen und trainieren und das darlegen. -
WBK liegt wg. Eintragung beim Amt, trotzdem zum Training?
pulvernase antwortete auf Serious Sam's Thema in Waffenrecht
Kein Problem, hier bitteschön: Nachlesen kann das der richtige Fachmann in Anlage 1 Abschnitt 2 Nr. 4 des WaffG. Da kann er auch nachlesen, dass es kein "Transportieren" nach WaffG gibt, denn es ist kein vom WaffG definierter Begriff. Leider konnte mir mein Sachbearbeiter den Unterschied zwischen "Transportieren" und erlaubnisfreiem Führen nach §12 Abs. 3 nicht erklären, ist wohl kein Fachmann. Vielleicht könntest du ihn ja anrufen, so von Fachmann zu Noch-nicht-Fachmann und ihn weiterbilden? Immerhin machst du das ja nahezu täglich und kennst dich sehr gut aus. Ich würde ja sagen, dass du hier das in der Regel erlaubnispflichtige Führen und die in §12 Abs. 3 geregelten Ausnahmen von der Erlaubnispflicht meinst, die man umgangssprachlich (aber inkorrekterweise) gerne "Transportieren" nennt, aber ich hab ja auch keine Ahnung und kann vielleicht das Gesetz Wort für Wort lesen, aber anscheinend nicht verstehen. Trotzdem ist es natürlich immer gut, wenn man seine vollmundige Behauptungen auch konkret belegen kann, anstatt sich auf seinen Sachbearbeiter verlassen zu müssen -
WBK liegt wg. Eintragung beim Amt, trotzdem zum Training?
pulvernase antwortete auf Serious Sam's Thema in Waffenrecht
Doch. Alles außerhalb deiner Wohnung/Geschäftsräume/befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ist Führen. Und die restlichen >500 Waffenbehörden in Deutschland rufen also bei deiner an, wenn sie wissen wollen, was im WaffG steht? -
Die DSU hat ein breites Angebot an EWB-Druckluftdisziplinen, allerdings nur bis Kal. 5,5mm. Damit ist die E0 in der Praxis beschränkt, weil bei Druckluft hohe E0 schwere Geschosse und damit größere Kaliber braucht. Stimmt in der groben Verallgemeinerung so nicht. Es zählen die sachlichen Verbote im Bundesjagdgesetz und in den einzelnen Jagdgesetzen der Länder.
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Die Aufsicht hat zwei wichtige Aufgaben: 1) Darauf achten, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden (Altersgrenzen, verbotene Schießübungen, vom Schießsport ausgeschlossene Waffen, etc...) 2) Verhindern, dass Anwesende durch ihr Verhalten vermeidbare Gefahren verursachen (unsichere Waffenhandhabung, offensichtliche Mängel an Waffen und Standausrüstung, vor der Feuerlinie herumturnen, usw...) "Technische Hilfe" bei Waffenstörungen, Kommandos nach SpO, Kaffee und Kuchen servieren oder Schützen den Hintern abwischen sind nicht Teil der gesetzlich festgelegten (!) Aufgaben der vAP. Beides sind Aufgaben, die nicht "jahrelange Erfahrung" erfordern, sondern Kenntnis der elementaren Sicherheitsregeln und des WaffG. Beides kann man problemlos in einem Lehrgang vermitteln. Da könnte man dann sogar ein Zeugnis ausstellen, und den Teilnehmern die erforderliche Sachkunde für die Übernahme der Aufsicht bescheinigen... ach nee, warte mal, genau das machen wir ja schon!
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Da zieht sich die jeweilige Behörde im Zweifel aber auch genau das raus, was sie haben will oder ihrer Argumentation hilft und ignoriert den Rest. Vor ein paar Jahren hatte ich da mal ein sehr erhellendes Gespräch mit dem damaligen Leiter meiner damaligen Waffenbehörde. Sinngemäß war die Aussage: "Maximal strenge Auslegung des WaffG und SprengG, weil irgendwo in der Provinz hat das mal ein Verwaltungsgericht so beschlossen. Beschlüsse zu Gunsten der Schützen beachten wir nicht, denn Urteile eines Verwaltungsgerichts gelten nur für den Einzelfall". Auf den Widerspruch seiner Aussage angesprochen meinte er nur lapidar "Sie können ja klagen". Der Mann war aber auch der Meinung, dass wenn es nach ihm ginge, jeder Sportschütze mit jeder Waffe auf der WBK 12/18 nachweisen sollte. Wer das nicht kann, hätte halt zu viel. Weil er das aber nicht dürfe, schöpfe er seinen erlaubten Rahmen eben möglichst restriktiv aus. Inzwischen ist er nicht mehr Leiter der Behörde und macht jetzt irgendwas anderes, was nichts mehr mit Waffen zu tun hat. Warum weiß ich nicht, nur dass sein Nachfolger deutlich vernünftigere Ansichten hat.
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Verständnisfrage zur unterschiedlichen Bewertung des Abreißgewichts bei B-Alt.
pulvernase antwortete auf Tatonka's Thema in Waffenrecht
Wir drehen uns im Kreis. Habe ich zwar befürchtet, aber ich hatte Hoffnung, dass bei der ganzen Diskussion wenigstens irgendwas entfernt sinnvolles rauskommt. Komm, ein letzter Versuch: Wir liegen eigentlich gar nicht so weit auseinander. Wir sind uns einig, dass eine Verankerung sinnvoll ist. Wir sind uns auch einig, dass beim Abhandenkommen eines Waffenschranks unangenehme Fragen gestellt werden und es da "besser aussieht", wenn eine aus der Wand gerissene Verankerung gefunden wird. Das Problem ist jetzt, dass du dich weigerst anzuerkennen, dass es einen Bereich zwischen "Verankerungen sind Teufelszeug und Bevormundung der Bürger!!11!elf" und "Ein Waffenschrank mit 999kg muss in jedem Fall verankert sein, selbst wenn er in einem Banktresor steht" gibt. Das kann man so machen, damit ignoriert man aber die Lebensrealität vieler Schützen. Was macht z.B. der Schütze in einer Mietwohnung in einem Fertighaus? Schraubt der seinen Tresor mit einer Spaxschraube an seine Trockenbauwand? Und wenn ja, was ist eine Verankerung in einer Rigipsplatte wert? Oder bohrt er durch die guten Fliesen oder das Parkett und erklärt das danach seinem Vermieter? Was macht er, wenn es nur eine Holzdecke ist? Oder sollte er lieber den Schießsport ganz lassen, weil er nicht im Eigentum wohnt und seinen Tresor nicht "einfach festdübeln" kann? Nach einem Diebstahl wird immer gefragt werden, welche Maßnahmen der Schütze getroffen hat um das zu verhindert. Da wird auch, aber nicht nur nach der Verankerung gefragt. Da schaut man sich auch die Fenster an, die Haustüre, generell den Weg, den der Dieb in die Wohnung genommen hat. Da geht es dann auch darum, ob der Schrank offensichtlich für jeden zu erkennen im Wohnzimmer oder Flur stand, oder ob er in einem Raum war, in dem Besucher ihn nicht sofort bemerken. Wenn in der Gesamtschau am Ende erkennbar ist, dass der Schütze nicht ausreichend vorgesorgt hat, dann hat er ein Problem. Davor rettet aber auch die Verankerung nicht, wenn der Tresor für alle sichtbar gegenüber einem Fenster in der Erdgeschosswohnung in der Innenstadt steht und dann eines Tages aus der Wand gebrochen war. Du behauptest steif und fest, dass jeder Waffenschrank in jeder Situation verankert sein muss. Das ist nicht korrekt und das weißt du. Du versuchst das u.A. mit persönlichen Angriffen zu überspielen, weil du keine echten Argumente außer "Ja, aber der Richter" hast. Es ist auch Unsinn zu behaupten, dass man hier Leute anstiftet Hausdurchsuchungen oder Verurteilungen zu riskieren. Jede Situation ist individuell und jeder Schütze ist selbst dafür verantwortlich, in seiner Situation die richtigen Vorkehrungen zu treffen. Wenn der Gesetzgeber eine Verankerungspflicht ungeachtet der Umstände gewollt hätte, dann hätte er das inzwischen ins Gesetz geschrieben. Das hat er aber nicht getan. Genauso könnte man argumentieren, dass man Waffenschränke nur in Räume mit Türen und Fenster mit RC3 aufbewahren darf, weil man es sonst einem Einbrecher zu leicht machen würde, überhaupt in die Nähe des Schranks zu kommen. Das hab ich mir übrigens nicht ausgedacht, das war eine Empfehlung der zuständigen Stelle hier in BaWü. Hast du das bei dir daheim umgesetzt? Es wird nie 100%ige Sicherheit geben. Wenn jemand gezielt einen Waffenschrank stehlen will, dann wird er das tun. Unangenehme Fragen wird man in jedem Fall stellen und auch eine Verankerung alleine schützt nicht, wenn der Rest außenrum nicht in Ordnung war. Es wird am Ende darauf ankommen, ob weitere Sicherheitsmaßnahmen geeignet gewesen wären, den Diebstahl zu verhindern. Bei dem jetzt schon mehrmals angesprochenen Beispiel mit dem Rollbrett: Mit Sicherheit. Bei dem 250kg Tresor im Keller: Unwahrscheinlich. Oder anders gesagt: Wenn bei einem einfachen Wohnungseinbruch ein Waffenschrank als Beifang verschwindet, dann hat man ein Problem. Wenn ein Waffenschrank erkennbar gezielt mit entsprechender Vorbereitung und Planung gestohlen wurde, dann ist das eine andere Geschichte. Nach deiner Argumentation würde man auch mit einem verankerten Tresor verurteilt werden: Der Tresor ist ja weg, also waren die Vorkehrungen offensichtlich nicht ausreichend und damit hat man gegen §36 verstoßen - der spricht ja nicht von Verankerungen, sondern nur von "erforderlichen Vorkehrungen". Erkennst du das Problem?