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IGNORED

Warum geht sowas nicht in Deutschland?


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Geschrieben

Weil es in Deutschland von den Bebauungsplänen abhängt, welche Vorschriften zu Schallemissionen angewendet werden. Entweder darfst Du keine Wohngebäude neben einen offenen Schießstand bauen oder es ist politisch gewollt, den Stand zu vergrämen. Schwierig wird es, wenn etwas über Jahrzehnte für Anwohner kein Problem war und dann sich die Einstellungen oder Vorschriften ändern. Toll ist es auch, wenn Standbetreiber selbst Flächen als Bauland verkaufen und sich dann über Beschwerden und Klagen wundern. 

 

Dein

Mausebaer

Geschrieben

Wer in Deutschland eine emittierende Anlage betreibt (egal ob Schall, stoffliche Emissionen/Gase/Rauch, Licht etc.; also alles was immissionsschutzrechtlich relevant ist) der tut gut daran, bei einer näherrückenden schutzwürdigen Bebauung (typisch: neues Wohngebiet) rechtzeitig gegen die entsprechenden Bebauungspläne vorzugehen, bzw. sich in deren Verfahren einzubringen. 

 

Es ist leider so. Es gibt im Immissionsschutz in D nur Anlagen, die Emissionen/Immissionen verursachen, und die schutzwürdige Umgebung. Egal ob Schweinemastbetrieb, Zementfertigung oder Schießanlage... Es gibt kein "Recht dessen, der zuerst da war". 

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Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb karlyman:

Es gibt kein "Recht dessen, der zuerst da war". 


Und genau das ist es, was nicht in Ordnung ist.

Wir wissen alle, dass das Gesetz das aussagt, was oben geschrieben wurde. Nur ist das auch in Ordnung so?

 

Diese Gesetze machen Tür und Tor auf, um gegen alles und jeden vorzugehen, Schützenvereine, Übungsräume für Musikkapellen, Sportplätze, Kindertagesstätten und Kindergärten, etc.

Oftmals haben die die Käufer der Grundstücke finanzielle Vorteile erhalten, da sie wissentlich in einem Bereich wo es Emissionen gibt/geben wird, ziehen werden.

Sich dann hinzustellen und gegen das zu Klagen, wofür sie einen finanziellen Vorteil erhalten haben, ist mehr wie schäbig.

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Geschrieben

Schießplatz direkt nebenan, geil. Ideal wäre es, wenn auf der anderen Seite ein Flugplatz wäre, mit Zugang zur Runway aus dem eigenen Hangar.

 

Wenn es einem nicht mehr gefällt, zieht man weg und es findet sich in den USA bestimmt ein anderer, der das gut findet.

Geschrieben

Ist bei unserer StOSchAnl genau so. Da soll im Freifliegerbereich eine Autobahn gebaut werden. Also sollen Blenden auf die 8 A Stände kommen (die wurden gerade erst abgerissen) . Das will aber das davor liegende Dorf nicht, weil sie sich durch die Schallreflexionen gestört fühlen. Nun erwägt man allenernstes ein Kasettendecke über die Stände zu bauen. 

Ich kann nur hoffen, daß die Umweltfuzzies, die in einem Wald Baumhäuser gebaut haben um die Autobahn zu verhindern, standhaft ( oder besser sitzhaft) bleiben. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb whaco:

Oftmals haben die die Käufer der Grundstücke finanzielle Vorteile erhalten, da sie wissentlich in einem Bereich wo es Emissionen gibt/geben wird, ziehen werden.

Sich dann hinzustellen und gegen das zu Klagen, wofür sie einen finanziellen Vorteil erhalten haben, ist mehr wie schäbig.

Das wurde früher im Grundbuch eingetragen und die Eigentümer wurden jährlich entschädigt konnten auch nicht klagen.

Aufgrund von gesetzlichen Änderungen, ist der Grundbuch eintrag ungültig geworden. 

Der Lärm muss am Entstehungsort reduziert werden. Deshalb dürfen Jäger auch Schalldämpfer erwerben. 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb whaco:

Oftmals haben die die Käufer der Grundstücke finanzielle Vorteile erhalten, da sie wissentlich in einem Bereich wo es Emissionen gibt/geben wird, ziehen werden.

Sich dann hinzustellen und gegen das zu Klagen, wofür sie einen finanziellen Vorteil erhalten haben, ist mehr wie schäbig.

 

Ach komm hör auf.

 

Wenn Dein Grundstück beim Verkauf das doppelte bringen würde, wenn Du nur diesen lästigen Schützenverein wegklagst, dann würdest Du genau das auch tun.

 

In der heutigen Zeit hat kein Normalverdienender mehr etwas zu verschenken, vor allem nicht wenn es da um durchaus sechsstellige Summen wie bei einem Grundstücksverkauf geht... aber vermutlich bist Du in der Beziehung die einzige Ausnahme.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb GermanKraut:

 

Ach komm hör auf.

 

Wenn Dein Grundstück beim Verkauf das doppelte bringen würde, wenn Du nur diesen lästigen Schützenverein wegklagst, dann würdest Du genau das auch tun.

 

In der heutigen Zeit hat kein Normalverdienender mehr etwas zu verschenken, vor allem nicht wenn es da um durchaus sechsstellige Summen wie bei einem Grundstücksverkauf geht... aber vermutlich bist Du in der Beziehung die einzige Ausnahme.

 

Geht  nicht darum, was jemand machen würde, sondern dass das Gesetz so etwas überhaupt zulässt.

Geschrieben
Am 24.1.2026 um 20:57 schrieb Schnuffi:

Der Lärm muss am Entstehungsort reduziert werden. Deshalb dürfen Jäger auch Schalldämpfer erwerben. 

 

Zwischen dem "müssen" im Immissionsschutzrecht, und dem genannten "dürfen" der Jäger ist aber ein Unterschied.

Die jagdliche Schalldämpferverwendung ist m.E. nicht vorrangig wegen des Einsatzes von Jagdwaffen auf dem Schießstand gekommen.... Mit der Konsequenz müsste nämlich für die viel häufigeren, somit relevanteren Sportwaffen auch eine SD-Zulassung erfolgen. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb karlyman:

 

Zwischen dem "müssen" im Immissionsschutzrecht, und dem genannten "dürfen" der Jäger ist aber ein Unterschied.

Die jagdliche Schalldämpferverwendung ist m.E. nicht vorrangig wegen des Einsatzes von Jagdwaffen auf dem Schießstand gekommen.... Mit der Konsequenz müsste nämlich für die viel häufigeren, somit relevanteren Sportwaffen auch eine SD-Zulassung erfolgen. 

Wartet mal ab, demnächst nur noch jagen mit Schalldämpfer, damit sich keiner mehr gestört fühlt! Bei unserem kleinen Regionalfugplatz in Marl, gab es auch mal günstigere Gru dstücke zu erwerben, nachdem alle Grundstücke verkauft und bebaut waren, wurde eine BW ins leben gerufen zur Abschaffung des Flugplatzes!? Gottseidank kam man damals damit nicht durch😁

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb lemmi:

Wartet mal ab, demnächst nur noch jagen mit Schalldämpfer, damit sich keiner mehr gestört fühlt! 

 

Das war/ist auch meine Befürchtung bei dem Thema. Was gestern noch eine erkämpfte Möglichkeit  war, wird morgen oder übermorgen dann zur lästigen (und kostenträchtigen) Pflicht... 

Geschrieben

Mein alter verstorbener BüMa hatte folgendes Problem:

 

Großes Grundstück mit Gebäude und 100 M Schießstand gepachtet.

 

Dann wollte der angrenzende Nachbar ein großes Mehrfamilienhaus bauen.

Mit den Bauarbeiten wurde unmittelbar begonnen, für den Nachbarn gab es keinen Gesprächsbedarf.

 

Mein BüMa hat dann über einen Anwalt einen sofortigen Baustopp erwirkt.

Danach war der Nachbar gesprächsbereit.

 

Einigung: Der Nachbar darf bauen. Jedwede durch Schallschutz-notwendige Baumaßnahme für Gewerbebetrieb und Schießstand gehen auf den Nachbarn. Auch Stilllegungskosten. Im Grundbuch eingetragen.

 

Es gab danach nie Streit um Schallschutz und Gewerbebetrieb.

 

Anders die Bundeswehr:

Hier hat man zum Teil nicht aufgepasst, wenn Gemeinden den Bebauungsplan änderten und eine Bebauung in der Nähe der Standortschießanlage zugelassen haben.

Zunächst war alles in Ordnung: Die Grundstückserwerber waren mit den niedrigen Preisen für ihre Flächen zufrieden und haben den Schießbetrieb hingenommen.
Dann wurde die Emissions-Gesetzgebung verschärft und die neuen Anwohner zeigten sich nun durch den Schießbetrieb geschädigt. Und sie bekamen Recht!

 

 

frogger

 

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb frosch:

Hier hat man zum Teil nicht aufgepasst, wenn Gemeinden den Bebauungsplan änderten und eine Bebauung in der Nähe der Standortschießanlage zugelassen haben.

Deswegen muß ja auch zwingend der Standortälteste zu solchen Änderungen sein Go geben. Und die Information hierzu ist eine Bringschuld. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb lemmi:
vor 7 Stunden schrieb karlyman:

 

Zwischen dem "müssen" im Immissionsschutzrecht, und dem genannten "dürfen" der Jäger ist aber ein Unterschied.

Die jagdliche Schalldämpferverwendung ist m.E. nicht vorrangig wegen des Einsatzes von Jagdwaffen auf dem Schießstand gekommen.... Mit der Konsequenz müsste nämlich für die viel häufigeren, somit relevanteren Sportwaffen auch eine SD-Zulassung erfolgen. 

Wartet mal ab, demnächst nur noch jagen mit Schalldämpfer, damit sich keiner mehr gestört fühlt! 

 

Die Schalldämpfer für Jäger wurden in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsschutzes der angestellten Berufsjäger erstmals im größeren Stil – auch durch Gerichtsentscheidungen gedeckt – erlaubt.
Hier spielte zum einen der Lärm eine Rolle, der sowohl im Immissionsschutz als auch beim Arbeitsschutz immer zuerst an der Quelle gedämpft werden soll. Zum anderen – und das ist die Abgrenzung zum sportlichen Schießen – kommt hinzu, dass beim Jagdgeschehen gar nicht so selten der Gehörschutz bei der Nachsuche bzw. beim Durchgehen verrutschen kann. Entweder unbemerkt oder in einer Situation, in der eine Korrektur vor der Schussabgabe nicht immer möglich ist.
Zusätzlich wird dies noch durch das Argument verstärkt, dass Jagd eben nicht nur reines Freizeitvergnügen ist, sondern darüber hinaus in vielen (aber nicht allen) Fällen auch wirtschaftliche und teilweise sogar allgemeinwohlrelevante Faktoren hat.
Das Thema Jagdhund kommt noch hinzu.
 

Für Revierinhaber und vor allem reine Begehungsscheininhaber gab es dabei jedoch immer noch erhebliche Schwierigkeiten, eine Genehmigung zu erhalten. Da aber Revierinhaber ebenfalls über die Berufsgenossenschaft versichert sind (BGS-Inhaber nicht), wurden – im Zusammenhang mit den fehlenden negativen Erfahrungen bei den Berufsjägern – immer mehr Revierinhaber und schließlich auch BGS-Inhaber in die Ausnahmeregelungen zum Gesundheitsschutz der Jäger einbezogen. Diese wurden immer weiter ausgeweitet – am Schluss so umfassend, dass man daraus eine allgemeine Freigabe gemacht hat.
 

Bei Sportschützen fehlen viele dieser Faktoren:
Man geht nicht durchs Gebüsch, wo der Gehörschutz hängenbleiben kann. Man gibt seine Schüsse nicht einen Meter neben dem Hund ab.
Es ist reines Privatvergnügen.

Verrutscht der Gehörschutz dennoch – was auf dem Schießstand wesentlich unwahrscheinlicher ist als bei der Bewegung im Gelände –, hat man schlimmstenfalls Punkte verloren. Aber kein Tier, das drei Tage lang langsam an einem Waidwundschuss zugrunde geht, weil der Nachschuss nach dem schlechten ersten Treffer nicht abgegeben werden konnte. Da Schalldämpfer jedoch Einfluss auf die Trefferlage und das Schussverhalten haben, muss das Training so erfolgen, wie auch die Jagd erfolgt.
Daher ist eine Beschränkung auf die tatsächliche Jagd nicht machbar. Daher die Ungleichbehandlung.

Die damals ebenfalls mögliche, aber selten erteilte, Ausnahmegenehmigung für Schalldämpfer aus Gründen des Emissionsschutzes zugunsten der sonstigen Bevölkerung bei Stadt-/Friedhofsjägern hat mit der generellen Freigabe der Schalldämpfer für Jäger aber historisch faktisch kaum etwas zu tun. Diese Möglichkeit gibt es sogar weiterhin, wenn auch nur für KK-Schalldämpfer relevant und da noch strenger Gehandhabt als früher wo manche Behörden keinen Unterschied zwischen KK und GK Schalldämpfer machten und nur schauten ob ein Schalldämpfer AN DEM ORT generell sinn macht. 
 

Wenn aber aus Gründen des Emissionsschutzes Schalldämpfer für „alle“ freigegeben werden, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Klagen von Anwohnern eingehen.
Dann wird versucht werden, Standbetreibern die Nutzung von Schalldämpfern als zwingende Auflage für alle Kunden vorzuschreiben. Und wegen der Priorität der Dämpfung an der Quelle werden diese Klagen gar nicht so aussichtslos sein.
Wer keinen Schalldämpfer hat oder diesen nicht an seiner Waffe montieren kann, darf dort dann eben nicht mehr schießen.

Hinzu kommt, dass ein Schalldämpfer bei jagdlicher Nutzung ewig hält – bei halbwegs regelmäßiger sportlicher Nutzung ist die Lebensdauer jedoch stark begrenzt.
Zudem ist der Pflegeaufwand hoch, und trotzdem muss am Stand Gehörschutz getragen werden.
Dass dann auch noch alle paar Schuss längere Pausen zum Abkühlen notwendig sind, wenn die Präzision nicht völlig „in den Arsch“ gehen soll, kommt noch dazu.


Aber hey – immerhin darf auch jemand mit §14-Bedürfnis dann einen Schalldämpfer im Tresor liegen haben ...
Ist doch ein guter Deal, oder?

 

Bearbeitet von JFry
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Geschrieben

Und Bäm, wieder ins OT

 

Bei dem Fall im Video geht nicht um die Jagd, sondern einen Schießstand, der 15 Jahre vor der Bebauung da war und der Richter einzig richtig geurteilt hat.

Es geht nicht um die Jagd und nicht um Schalldämpfer.

Geschrieben

Beim Thema Deutschland muss halt auch die Siedlungsverhältnisse bedenken, die generieren ganz andere

Situationen. Man denke an das gerade so bekannte Minnesota, 6 Mio, Einwohner, etwa wie Hessen,

aber mehr als 10x so groß!!!

Außerdem kämpfen wir auf anderen Problemebenen: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/stadt-wiesbaden/28-jaehrige-pinkelt-in-thermoskanne-in-wiesbadener-kaufhaus-5350524

Geschrieben

Erinnert mich stark an den BW-Schießstand Resse bei Hannover. Der Stand war gerade modernisiert und dann stellten einige fest:

Oh, mein so billig erworbenes Bauland liegt nicht nur im Einflugbereich des Flughafens Hannover/Langenhagen sonders da ist ja "plötzlich" auch eine Standortschießanlage. Damit konnte ja keiner rechnen, nur weil das Bauland weniger als 1/4 des Preises im weiteren Unland gekostet hat. Auch waren auf einmal viele von der Existenz des Fluthafens überrascht.

 

Ratet mal wer gewonnen hat?

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb whaco:

Und Bäm, wieder ins OT

 

Bei dem Fall im Video geht nicht um die Jagd, sondern einen Schießstand, der 15 Jahre vor der Bebauung da war und der Richter einzig richtig geurteilt hat.

Es geht nicht um die Jagd und nicht um Schalldämpfer.

Habe ich verstanden! Unser Schießstand besteht seit 1965 in halboffener Bauweise für 25 und 50m und liegt zwischen zwei Stadtteilen. Unser Glück war immer das genau gegenüber eine größere Zechenanlage und ein Kraftwerk war und nun wieder eine Gewerbefläche entstanden ist und immer Rückendeckung durch den Bürgermeister hatten. Früher ohne Probleme tolleriert, später auch schon mal eine kleine BI. Mittlerweise ist hoffentlich endgültig Ruhe eingekehrt!

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