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IGNORED

wer haftet bei überladene Fabriksmunition


Flying Dutchman

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Gestern hat eine überladene 22LR Patrone meine Pistole teilweise zerlegt. Siehe Bilder.

Der Druck hat den Weg der geringsten Wiederstand gesucht und hat den Rand aufgeplatzt.

Durch den Druck würde Magazinhalter gesprengt und Magazin beschädigt.

Wer haftet jetzt für den Schaden oder muß ich das als "Pech" akzeptieren und mir ein neues Griffstück/Magazin kaufen?

 

sp20-1.jpg

sp20-2.jpg

Bearbeitet von Flying Dutchman
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Bei meinem Revolver hatte ich eine defekte Packung Magnummunition, bei der sich beim Abfeuern die Zündhütchen lösten. Durch den Rückschlag wurden Hahn und eine Feder beschädigt, meinen Fingern ist zum Glück nichts passiert. Die Reparatur wurde vom Importeur der Munition bezahlt und flink durchgeführt, in meinem Fall AKAH. Die haben dafür auch eine Versicherung.. Ging alles problemlos. In deinem Fall würde ich beim Importeur anrufen, das Problem schildern. Und mir für alle Fälle die Teile, Hülsen und das Munitionspäckchen aufheben, wegen der Losnummer. Zeugen und Fotos sind auch nicht schlecht, bei mir hat die Schilderung ausgereicht.

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Wer sagt, dass das eine überladene Patrone war?

 

Das kann auch eine einfache "Out of Battery" Zündung gewesen sein, wofür die Gründe vielfältig sein können:

 

Verschluss nach vorne geführt, Magazin hat den Verschluss gebremst, weil nicht richtig eingesetzt, Waffe verdreckt und so nicht vollständig zugeführt, etc...

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Ich hatte mit einem V22 Wechselsystem schon eine Vielzahl von OOBs und einige der Hülsen sahen ziemlich genau so aus.

Ist die Patrone bis auf den letzten Millimeter oder die letzten anderthalb Millimeter zugeführt, reisst üblicherweise der durch das Ausformen geschwächte Randwulst und der Druck entweicht durch Magazinschacht und/oder Auswurffenster, bevor sich der Verschluss in Bewegung setzt. Hier auf dem Bild kann man ja ansatzweise erkennen, dass er sich ein wenig herausgefaltet hat und dann riss bzw. aufbrach. Das wird üblicherweise schwer, wenn die Hülse komplett im Patronenlager steckt. Setzt sich der Verschluss bereits in Bewegung (wie bei einer überladenen, vollständig zugeführten Patrone eher warscheinlich als bei einer OOB-Zündung mit sofortiger "Gasentlastung"), ist noch weniger Rand abgestützt und er würde im deutlich größeren Umfang nach hinten reissen als hier zu sehen und es würde weniger Gasdruck im Magazinschacht landen und mehr über das Auswurffenster entweichen.

 

Das hängt halt immer davon ab, wie tief die Hülse tatsächlich in's Patronenlager kommt und wieviel raussteht. Voraussetzung ist natürlich grundsätzlich, dass die Waffe noch zünden kann.

Bearbeitet von German
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CCI std Velocity.

Los Nummer kann ich nicht erkennen, es sei es ist in diese Zahlen versteckt.

Bez. andere Kommentare: Lauf würde vor dem schiessen mit Bürste gereinigt und ich hatte gerade mal 60 Schuß gemacht.

Es war der letzte Schuß (von 5 im Magazin) und alle Treffer sind auf der Spiegel. Das Schußloch ist minimal großer als die anderen.

 

War bei inzwischen bei Frankonia, die Waffe wird zur Überprüfung nach Walter geschickt und dann sehen wir weiter. 

Hab auch CCI direkt angeschrieben, mal sehen ob die antworten.

 

sp20-3.jpg

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An der CCI sind auch einige V22 Magazine gestorben, Zündung beim Verschlußvorlauf. Ich hatte das mal bei Remington in meiner HK270, aber die Waffe hatte keinerlei Schaden genommen, alles Stahl, das kann das ab.

Hin und wieder können KK Patronen auf Grund eines Materialfehlers im Bodenbereich aufmachen. Kamerad hatte das beim Revolver, Ergebnis war ein Messingsplitter im Daumen.

Wenn der Gasdruck Fläche zum Wirken bekommt, kommt das schon was zusammen...

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Ich hatte mal eine CCI Standard, bei der mir beim ins Magazin fingern ein schiefes und irgendwie zu langes Geschoss aufgefallen ist.

Betroffene Patrone habe ich aussortiert und nach dem Training von einem vorhandenen Wiederlader auseinandernehmen lassen (hatte damals den Schein noch nicht), Ergebnis: Die Hülse war quasi Randvoll mit der Zündmasse, kein Pulver drin und das Geschoss war schief und nur halb drauf gesetzt. Nach Meinung aller vorhandener Kollegen hätte mir die Patrone vmtl die Kanone gesprengt...

Hab CCI ne Mail geschrieben, Fotos angehängt, keinerlei Reaktion.

Die restlichen 5000 Schuss waren bisher ereignislos, ich gehe mal von einem Einzelfall aus. Zum Glück hab ichs bemerkt...

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vor einer Stunde schrieb Philipp:

Ergebnis: Die Hülse war quasi Randvoll mit der Zündmasse,

Ich habe eigentlich immer Bedenken, dass ich mal so ein Teil erwische......

Die Zündmasse ist ja Sprengstoff, soweit ich weiss....
Nach meiner Vorstellung, wenn so ein Teiol im KK-Repetierer Verwendung findet, müsste das Patronenlager explodieren, wie eine Handgranate.

 

Leider gibt es hierzu keine Tests. Schade eigentlich.

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In nem Repetierer wird nicht all zu viel passieren, zumindest einigermaßen moderne KK Verschlüsse sind VIEL kräftiger, als sie es sein müssten.

Alte Klappenverschlüsse oder Rollblocks für kk könnten da schon interessanter sein. HA bzw. Pistolen wird's auch arg beuteln, wobei da eben auch relativ schnell Druckentlastung eintritt, wenn der Verschluß zurückgeht und die Hülse aufgibt.

Druckentlastung ist eh das A und O, und da macht sich die .22lr über den Boden eben Luft, der ist nie so wirklich ganz umschlossen bei den meisten Waffen.

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vor 14 Stunden schrieb Flying Dutchman:

Nichts zu sehen.

die Losnummer ist bei den aktuelleren Losen innen auf eine der Laschen gedruckt. bei den älteren war sie auf die Unterseite geprägt. auf dem 500er-Karton ist normal keine Losnummer.

 

....so ich mich da richtig erinnere....

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vor 2 Stunden schrieb Fyodor:

Naja, die Zündmasse ist richtiger Sprengstoff, und detoniert. Im Gegensatz zum Pulver, das nur schnell brennt. Ich würde auch einen KK-Repetierer nicht in der Hand halten wollen bei dem Versuch.

In der Zündmasse ist zwar Spregnstoff drin, die Masse detoniert aber nicht. AZHs dürfen nicht detonieren, es bleibt bei einer Deflagration. Der Anteil des Sprengstoffes wirkt as Initator für die Deflagration der Zündmasse (zündet die Zündmasse die dann wiederum das Pulver zündet).

Würde es zu Detonation kommen, dann könnte sich diese dem Pulver fortsetzen und es könnte ein böses Ende geben. 

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>>In this short article I tried to assemble some information on small arms primer mixes with regard to the formation of gunshot residues (GSR), a topic not yet well known at least in the forensic domain

 

Ähem. Das BKA hat eine eigene Arbeitsgruppe GSR im Kriminaltechnischen Institut. Und die wissen schon Bescheid, gerade was den Einfluss von Zündmassen bewirkt.

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