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Tipps für eventuelle Rettung eines Jäger-Langwaffenbestandes


blackys
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Moin Gemeinde!

Ein Onkel meiner Frau geht mit seinen 85 Jahren

nicht mehr der Jagd nach und will seinen Waffenschrankinhalt der Entsorgung zuführen. Wir haben uns mal den Schrankinhalt angeschaut und überlegen,

ob wir uns das ein oder andere sichern sollten, bevor er es vernichten lässt oder für Kleingeld an einen Händler gibt. Es sind scheinbar keine exklusiven/teuren Modelle,

sondern Standard-Ware mit vielen Jahrzehnten auf dem Buckel. Er will dafür sicher kein oder nur ein geringes Entgelt, er will es aber leider auch demnächst mal loswerden.

Problem ist, meine Frau und ich sind Sportschützen beim Verband der DSU. Allerdings noch Anfänger, es dauert noch 9 Monate, bis wir eigene WBK beantragen können.

Wir könnten also derzeit die Waffen allenfalls auf die Vereins-WBK übernehmen lassen und dann später auf eigene. Da das ja doch einiges an Gebühren kostet,

habt ihr villeicht einen Tip, ob bzw. bei welchem Modell das Sinn machen könnte. Ein Probeschiessen wäre leider nur mit Heidenaufwand machbar.

Die reinen Jagd-Waffen (Drilling/Bockbüchsflinte) haben wir garnicht weiter angeschaut, daneben stand da noch rum:

1. Doppelbockflinten, einmal Geco edit: BAIKAL 12/70 (Modellbezeichnung nicht gefunden) und eine Anschütz-Miroku 12GA-2 ³/4 (12/70). Bei uns wird auch Tontaube geschossen, die Miroku machte mir eigentlich einen brauchbaren Eindruck?

2. Anschütz 1516 in 22 Magnum mit Zielfernrohr CarlZeissJena Zielsechs Nr. 40341. Zielfernrohr schien mir aus Metall mit nur Resten von Brünierung und Kratzern, aber gute klare Durchsicht. Kann man sportlich mit 22 Magnum überhaupt was machen?

3. CZ BRNO Mod. 581 Automatic, KK-Selbstlader in 22lfb. Finde auch über goggle nix sinnvolles über das Gerät. KK-Selbstlader könnte man günstig auf 50m nutzen, oder ist das Ding Kernschrott?

4. Ein Exot war ein "Original JGA Karabiner" in 6mm Flobert? Ist ein süsses Kindergewehrchen mit lustiger Optik zum an die Wand hängen. Aber selbst für das Kaliber braucht man wohl die WBK?! Was wurde mit so einem Kram gemacht, auf 10m Scheibenkasten?

5. Mist, sehe gerade dass das Foto nix geworden ist...es stand noch ein Repetiergewehr in 7x64 mit einem weiteren Zielsechs rum. Modell weiß ich nun dummerweise nicht. Ist ein Jagdrepetierer in 7x64 überhaupt grundsätzlich für 100m-Scheibenschiessen denkbar/sinnvoll?

Wir haben insbesondere 1+3 (die Miroku und das 581) im Auge, wäre toll, wenn der ein oder andere Tipps hätte, was sich zu retten lohnt.

Vielen Dank und beste Grüße

blackys

Edited by blackys
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Er könnte euch die Waffen auch vererben, dann geraten die guten Stücke nicht in fremde Hände.

Wenn das Amt drängt oder er unbedingt "entsorgen" will:

Bei Büchsenmacher (gegen Gebühr) Lagern und je nach Erwerbsmöglichkeit nach und nach übernehmen. Evtl. die Stücke zum Verkauf derweil von BüMa anbieten lassen.

Preiswerte Einstiegswaffe für Jungjäger dabei? In der lokalen Jägerschaft mal rumfragen.

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Moin,

die Miroku hört sich gut an, die ist normalerweise was anständiges,

wenn im Zustand noch gut.

Das ZF des Anschütz hat Sammlerwert, der wahrscheinlich über dem

der Waffe liegt.

Den CZ würde ich fanatisch nicht nehmen, aber für geschenkt als Einsteigerwaffe OK.

Der "JGA Karabiner" ist tatsächlich anmeldepflichtig; hat man früher als Haus und Hofwaffe

gehabt, um Krähen, Ratten etc. zu schießen. Sportlich is nix damit.

7 x 64 zum sportlichen Schießen ist möglich, aber sicherlich zu teuer, da gibt es günstigere Kaliber.

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Es gibt ja genug Händler, die Nachlässe aufkaufen.

Wenn Du die Waffen in der Familie halten willst, kannst Du einen Jäger bitten, sie für Dich aufzubewahren. Die Gebühren wären hier günstiger. Wir würden auf dem Amt nur (ohne Gewähr) 20 Teuro fürs Eintragen und 20 fürs Austragen zahlen - für alle Waffen zusammen. Das wäre es mir persönlich wert, den Familienbesitz zu erhalten.

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2. Anschütz 1516 in 22 Magnum mit Zielfernrohr CarlZeissJena Zielsechs Nr. 40341. Zielfernrohr schien mir aus Metall mit nur Resten von Brünierung und Kratzern, aber gute klare Durchsicht. Kann man sportlich mit 22 Magnum überhaupt was machen?

...

4. Ein Exot war ein "Original JGA Karabiner" in 6mm Flobert? Ist ein süsses Kindergewehrchen mit lustiger Optik zum an die Wand hängen. Aber selbst für das Kaliber braucht man wohl die WBK?! Was wurde mit so einem Kram gemacht, auf 10m Scheibenkasten?

5. Mist, sehe gerade dass das Foto nix geworden ist...es stand noch ein Repetiergewehr in 7x64 mit einem weiteren Zielsechs rum. Modell weiß ich nun dummerweise nicht. Ist ein Jagdrepetierer in 7x64 überhaupt grundsätzlich für 100m-Scheibenschiessen denkbar/sinnvoll?

2 ist ein gutes Gewehr mit einem brauchbarem, wenn auch veralteten ZF. Wenn das Gewehr keinen Stecher hat passt es in die BDS-Disziplin Freie Klasse Kleinkaliber. Die Munition ist allerdings recht teuer.

4 ist heute wohl eher zu nichts mehr zu gebrauchen, die gab es bis 1972 frei für jedermann um Ratten und Spatzen zu schießen, heute WBK pflichtig

5 grundsätzlich geht das, auf 100m auf die Scheibe. Die Munition ist recht stark dafür, es gibt sicher optimalere Lösungen

Gruß

Erik

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Die reinen Jagd-Waffen (Drilling/Bockbüchsflinte) haben wir garnicht weiter angeschaut

blackys

Grad die sollte man sich näher ansehen..........

Grundsätzlich sind allein Zielsechs schon interressant..........

Entsorgen sollte man grundsätzlich nichts...........

Falls ihr was zu den Jagdwaffen wissen wollt- bin gerne bereit zu helfen.

Edited by chapmen
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Hallo Leute,

zunächst mal Dank für die bisherigen Tipps und natürlich eventuell noch folgende!

- Auf die Zielsechs habe ich schon ein Auge geworfen, zumal mein Frauchen gerne Ordonnanz schiesst und ein K98 auf dem Wunschzettel hat, da würde das ja auch passen. Die montierten Gläser waren auf jeden Fall aus Stahl (kein Alu-Nachbau). Von wann die waren, ob Original oder Nachbau, wäre dann noch zu klären...

...Wir würden auf dem Amt nur (ohne Gewähr) 20 Teuro fürs Eintragen und 20 fürs Austragen zahlen - für alle Waffen zusammen...

Ach, solche "Sammelpreise" gibt es auch? Ich dachte, da fallen pro Waffe satte Gebühren an. Muss ich doch erstmal unseren Sachbearbeiter aufsuchen und die hiesige Gebührenordnung abfragen. Wollte ohnehin mit ihm besprechen, ob er Bedenken hat, wenn wir die Waffen ggf. transportieren vom Onkel zu einem anderen Berechtigten (Mit Bestätigung/im Auftrag des Vereins nach §12 Abs.1 Nr 3b WaffG)...

Grad die sollte man sich näher ansehen..........

Unter "Wert"-Gesichtspunkt sicher richtig, allerdings geht es uns im ersten Schritt zunächst darum, Waffen auszusortieren, die wir auch tatsächlich als Sportschützen nutzen können und wollen. Wir wollen uns an den Teilen nicht bereichern oder nur zum "Haben" rumstehen lassen. Dass wir uns in einem weiteren Schritt nochmal hier bei euch kundig machen, damit der Onkel bei einem Verkauf nicht völlig über´s Ohr gehauen wird, ist auch klar. Dann würde ich euch nochmal "belästigen"...Diverse Anfragen per PN habe ich auch schon :D

Gruss

blackys

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Wir könnten also derzeit die Waffen allenfalls auf die Vereins-WBK übernehmen lassen und dann später auf eigene.

ohne zu wissen wo ihr her kommt, bei uns wäre das nicht so einfach machbar weil der Verein 1, nur ne Grüne hat; 2, bei jedem Waffenerwerb einen Grund dafür vorlegen muss (das wäre bei den erwähnten Gewehren und Kalibern nicht so einfach).

Die Handhabe bei euch kenne ich nicht, wird aber ähnlich sein.

Wenn dir wirklich etwas an diesen Waffen liegen sollte, geh zum Büxer/ Händler und lass sie dort eintragen. Im Regelfall machen die das für einen Obolus.

Allerdings sehe ich in der Liste keine Einzige, die ich mir zulegen würde und bei der sich der Aufwand rentieren würde. Ich würde mir eher die Jagdwaffen anschauen, weil die meistens hochwertig sind und sich zu Geld machen lassen.

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ALLE sollte man sich näher ansehen..........

Grundsätzlich sind allein Zielsechs schon interressant..........

Entsorgen sollte man grundsätzlich erst malnichts...........

Genau so!

Stell Dir vor, außer den bereits aufgetauchten Zielsechs fällt da ein Krieghoff Luftwaffendrilling vom Himmel......träum

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Genau so!

Stell Dir vor, außer den bereits aufgetauchten Zielsechs fällt da ein Krieghoff Luftwaffendrilling vom Himmel......träum

Der " Luftwaffendrilling " gehört zu den am meisten überbewerteten Waffen, da gibts weitaus (kulturhistorisch) bedeutendere .........

Trotzdem kann ich den Gedanken nachvollziehen.

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Der " Luftwaffendrilling " gehört zu den am meisten überbewerteten Waffen, da gibts weitaus (kulturhistorisch) bedeutendere .........

Macht nix (für mich), wenn er ins Sammelgebiet passt und zudem auch auf alte Gelbe ginge und relativ günstig zu erwerben wäre.

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Ach, solche "Sammelpreise" gibt es auch? Ich dachte, da fallen pro Waffe satte Gebühren an.

Man müsste in der Tat danach fragen. Bei "meiner" Waffenbehörde gilt leider Letzeres. "Eintragung EINER Waffe in die WBK"...

Und wenn du mit z.B. drei Waffen auf einmal ankommst, ist der Gebührentatbestand demnach dreimal erfüllt...

Ohne dass wirklich ein dreifacher Verwaltungsaufwand - und der sollte ja Maßstab sein - anfällt.

Man müsste, wenn man den Streit und Aufwand nicht scheut, gegen eine solche Festlegung in der Gebührensatzung wirklich mal angehen.

Bei mir war bislang kein Anlass dazu (ich kam pro Behördentermin mit "Einzelstücken" an, habe aber von anderen davon gehört).

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Man müsste in der Tat danach fragen. Bei "meiner" Waffenbehörde gilt leider Letzeres. "Eintragung EINER Waffe in die WBK"...

Und wenn du mit z.B. drei Waffen auf einmal ankommst, ist der Gebührentatbestand demnach dreimal erfüllt...

Ohne dass wirklich ein dreifacher Verwaltungsaufwand - und der sollte ja Maßstab sein - anfällt.

Man müsste, wenn man den Streit und Aufwand nicht scheut, gegen eine solche Festlegung in der Gebührensatzung wirklich mal angehen.

Bei mir war bislang kein Anlass dazu (ich kam pro Behördentermin mit "Einzelstücken" an, habe aber von anderen davon gehört).

Mir hat das die SBine so erklärt: 3 Eintragungen beantragt = 3 Amtshandlungen vorgenommen bei 3 Eintragungen => 3 x die Eintragungsgebühr

Das scheint mir plausibel.

Teddy

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moin die damen und herren,

hier wird wie um glaubensdogmen diskutiert - ob man bei 2 waffen auch 2 mal die eintragung bezahlen muss..........

und wenn ja - dann sollte unbedingt dagegen geklagt werden........

dazu stelle ich kurz mal einen gegenfrage:

wenn ihr an der zulassungsstelle 1 auto zulasst oder 3 stück - müsst ihr dann auch immer nur den tarif für 1 auto zahlen ?

also, wer kriegt dort 3 für 1 .......

bitte melden !

handgunner

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Sehe ich eigentlich auch so. Wenn deine Behörde dir dass nur einmal berechnet find ich das gut und ist auch lobenswert, und vor allem bürgernah!

Aber, die Eigentliche Amtshandlung ist ja nicht der der Zeitaufwand oder die Arbeit die der SB hat, sondern der Stempel bzw. Eintrag im Dokument.

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wenn ihr an der zulassungsstelle 1 auto zulasst oder 3 stück -

müsst ihr dann auch immer nur den tarif für 1 auto zahlen ?

Toller Vergleich,

wenn es nicht für Jäger so wäre,

daß diese pro Anmeldevorgang auch nur 1 x zahlen müssen...

edit: verdippt

Edited by Olt d.R.
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hi olt d.r.

ja, toller vergleich :eclipsee_gold_cup:

ich kenne leider keine unterschiedlichen gebührenordnungen für sportschützen oder jäger ?

wenns so was gibt, wäre ich dir dankbar für eine quelle zum download - ich komme aus einem jagdverband und unsere grünröcke müssen auch pro waffe zahlen......

handgunner

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Aber, die Eigentliche Amtshandlung ist ja nicht der der Zeitaufwand oder die Arbeit die der SB hat, sondern der Stempel bzw. Eintrag im Dokument.

Andererseits sollen Verwaltungsgebühren aber auch immer den jeweiligen Verwaltungsaufwand widerspiegeln.

Die Frage ist somit durchaus erlaubt, wie viel "Pauschalierung" da zulässig ist.

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