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Waffenrecht in Deutschland


Martin Fischinger

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Hallo liebe Gemeinde deutscher Waffenbesitzer,

wer ist nicht zufrieden mit dem deutschen Waffenrecht? Und wenn, bitte ich um eine sachliche Antwort.

Kann nicht jeder Sportschütze die Disziplin schießen, die er will, und darf sich die entsprechende Waffe kaufen?

Kann nicht jeder das (Vernünftige) sammeln, das er will?

Kann nicht jeder Sachverständige sein Gebiet wählen?

Kann nicht jeder Jäger die Jagdwaffen kaufen, die er will oder braucht?

Kann nicht jeder, der bedroht ist und das einigermaßen rüber bringt, einen Waffenschein bekommen?

Also ich habe nichts zu klagen und ziehe unser Waffenrecht dem vieler Bundesstaaten in der USA, beispiel Florida

(two movements) vor, weil es verhindert, dass unzuverlässige Leute legal Waffen besitzen. Von illegalen Waffen

brauchen wir nicht zu reden, denn die fallen nicht unter das Waffenrecht.

Ich wäre dankbar für vernünftige Kommentare, Martin

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Hallo Martin,

offenbar ziehst Du Deine schon im "Charlton Heston"-Thread aufgezeigte Linie konsequent durch...

Zum Thema:

Die Tatsache, dass TROTZ des Waffengesetzes in seiner momentanen Form noch ein Sportschießen möglich ist, ist in meinen Augen KEIN Argument für dieses Waffengesetz.

Es steckt so voller bizarrer Regelungen OHNE Sicherheitsgewinn, dass eine detaillierte Einzelauflistung komplett den Rahmen sprengen würde. Diverse Threads hier in WO eröffnen tiefere Einblicke. Insofern macht deine Einschränkung, nicht über "illegale" Waffen reden zu wollen, ja schon deutlich, dass Du selbst weißt, wo das Hauptproblem liegt. Angesichts über 98% Anteil von illegalen Waffen bei Straftaten (und zudem wären noch die Straftaten von behördlichen Waffenträgern abzuziehen, da nicht den Sportschützen, Jägern, Erben bzw. Sammlern zuzurechnen) - wo ist da der Sinn dieser ganzen Einschränkungen?

Und was mich am meisten am Waffenrecht stört, ist, dass es meiner Meinung auch in Zukunft zu weiteren Rechtsbeschneidungen, Verboten und teuren bürokratischen Schikanen kommen wird, da in einer Art Salamitaktik jeglicher legaler Waffenbesitz unmöglich gemacht werden soll...... Wenn Du das nicht glaubst, verweise ich auf diverse Statements von Bundestagsabgeordneten (siehe WO-Threads) sowie eine Rückschau auf die Entwicklung des Waffengesetzes

P.S.: Ansonsten: siehe die hier bei WO vorliegende, hervorragende 12-Punkte- Liste mit umfangreicher Kommentierung

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Ich bin damit unzufrieden, nicht ohne besonderen Aufwand mehrere Waffen im gleichen Kaliber erwerben zu können.

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Ich bin damit unzufrieden, nicht mehrere Waffen im gleichen Kaliber erwerben zu können (Kontingentwaffen ausgenommen).

Ich habe 5 KW in 9 x 19, musste dafür aber allerhand Wettkämpfe vorweisen.

Das Argument, dass Du nicht die Disziplin schießen kannst, die Du willst benutzt

Du nicht, oder doch?

Martin

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Hallo Martin, halte es schon für etwas gewagt, alles was du nicht hören willst als nicht Themengerecht abzustempeln, Meine Meinung und Ende zur Anfrage! Alleine die Reglung für die Erbwaffen Kurz für Jäger spottet jeder Beschreibung. Ausleihen ja Eigenbenutzung nein ?! Welch ein Schwachsinn, und das von erwachsenen Menschen. Hier denke ich nur noch an Obelix, die ......., die Römer!

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Ich habe 5 KW in 9 x 19...

...und schiesse seit 1975 in 8 Verbänden jedes Jahr von der Vereinsmeisterschaft bis zur Deutschen 20 Disziplinen. Dafür zahl ich *hatschie*hundert Oironen Startgebühren im Jahr. Ich habe mir allerdings bevor ich mit dem Schiesssport angefangen habe, von einem im Waffenrecht spezialisierten Anwalt meine Befürwortungsreihenfolge für meine Sportgeräte aufschreiben lassen, weil ich keine Fehler beim Erwerb machen wollte. Mit diesem einfachen und günstigen, von jedem unbescholtenen Bürger realisierbaren Vorgehen, war es völlig unproblematisch, die für mein Hobby notwendigen Sportgeräte zu erwerben.

Mein Gott, ich kann nicht soviel fressen, wie ich gerne K****n möchte...

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@Martin Fischinger

Das Zauberwort auf fast alle deine Fragen heisst wohl Bedürfnisprinzip. Ich schrieb es schon mal anderswo auf WO, solange es im deutschen Waffenrecht sowas wie ein allgemein gültiges gesetzesverankertes festgeschriebenes Bedürfnisprinzip gibt, solange wird das Waffenrecht halt bei euch sagen wir mal so sehr restriktiv ausfallen. Ohne entsprechende Bedürfnisnachweis(e) keine entsprechende "Eisen", Munitionserwerb, Wiederladen usw.

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Ich bin erwachsen , zuverlässig, persönlich geeignet , sachkundig und besitze genügend ehrlich erworbenes Geld .

Warum muß ich mich hinsichtlich der Art und Menge der von mir zu erwerbenden Waffen vom Staat , der sonst von mir in jeder Hinsicht Eigenverantwortung fordert , bevormunden lassen wie ein kleines ,

unvernünftiges Kind ?

Gruß

Gottfried

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Ich bin erwachsen , zuverlässig, persönlich geeignet , sachkundig und besitze genügend ehrlich erworbenes Geld .

Warum muß ich mich hinsichtlich der Art und Menge der von mir zu erwerbenden Waffen vom Staat , der sonst von mir in jeder Hinsicht Eigenverantwortung fordert , bevormunden lassen wie ein kleines ,

unvernünftiges Kind ?

Gruß

Gottfried

:016: hola amigos,

wie schon in meinen "Brief an die Parteien" geschrieben: DAS MISSTRAUEN DIESES STAATES GEGENÜBER SEINE BÜRGER

IST EINE SCHANDE!!!

saludos de pancho lobo :angry2:

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Kann nicht jeder Sportschütze die Disziplin schießen, die er will, und darf sich die entsprechende Waffe kaufen?

Zumindest für Sportschützen sehe ich ein gewisses Henne-und-Ei-Problem. Wenn ich neu zu einem Verein gehe, muss ich erstmal das schiessen, was der Verein eben an Waffen so rumliegen hat, oder was die gerade aktiven Schützen dabei haben oder bereit sind, mal mitzubringen. Es ist für den Anfänger nicht und auch für den Profi nicht leicht möglich die richtige Waffe für die eigene Körpergeometrie auszusuchen, es sei denn er hat zufällig einen Händler mit einem eigenen Schiesstand in der Nähe. Eine Waffe ist ein bisschen wie ein Handschuh, das muss passen.

Im übrigen kann kein Sportschütze die Disziplin schiessen, die er will, weil er immer an die Sportordnungen gebunden ist. Das sehe ich aber bisher nicht so als das grosse Problem, da zumindest bisher eine Recht grosse Vielfalt an Sportordnungen sich etablieren konnte. Mit der neuen Einschränkung auf das "besondere öffentliche Interesse" könnte sich das in Zukunft ändern.

Kann nicht jeder das (Vernünftige) sammeln, das er will?

Definitiv nein. Auch dort gibt es wieder ein Henne-und-Ei-Problem. Eine Sammlung mit einer Waffe kann sicher nicht kulturhistorisch bedeutsam sein. Wie fängt ein Neusammler also an? Mit Replikas und freien Waffen?

ziehe unser Waffenrecht dem vieler Bundesstaaten in der USA, beispiel Florida vor

Das Waffenrecht von Florida kenne ich nicht. Ich habe einige Jahre in USA gelebt. In meiner Stadt/Gemeinde war die Problematik aus meiner Sicht prinzipiell ähnlich wie hier, d.h. es waren zwar relativ strenge Voraussetzungen für den Erwerb (und das verdeckte Führen) einer legalen Waffe vorhanden, aber illegale Waffen konnten durch unzuverlässige Leute sehr leicht auf dem Schwarzmarkt erstanden werden. Sicherlich waren die Voraussetzung weit weniger streng als hierzulande, insbesondere was den Nachweis der Sachkunde angeht.

Es wäre aus meiner Sicht sinnvoller ein System prinzipiell wie bei anderen gefährlichen Gegenständen, z.B. KFZ zu verwenden, d.h. jeder kann ein Auto erwerben und besitzen, aber fahren (im öffentlichen Raum) darf er es nur, wenn er die notwendige körperliche Eignung (Sehtest!), Zuverlässigkeit und Sachkunde besitzt. Bei entsprechendem Fehlverhalten kann die Zulassung oder die Fahrerlaubnis abgestuft zeitweilig oder permanent entzogen werden. Autos müssen Zulassungsvoraussetzungen für den öffentlichen Strassenverkehr erfüllen.

Über strengere Regeln für Waffen oder bestimmte Waffen könnte man reden: Die Unterscheidung der Erlaubnisse für Erwerb/Besitz und in der Öffentlichkeit führen halte ich bis zum Beweis des Gegenteils für sinnvoll. Die vorübergehende Einziehung der Waffe selbst (also nicht nur der Erlaubnis) unter entsprechenden Voraussetzungen könnte ich mir vorstellen. Ich würde vielleicht nicht nur den einmaligen Nachweis der drei Kriterien auf alle Ewigkeit fordern, sondern vielleicht alle 5 oder 10 Jahre einen Refresher. Ebenso wäre aus meiner Sicht nichts einzuwenden gegen den Nachweis, dass regelmässig mit allen erlaubten Waffen unter kontrollierten Bedingungen (also auf einem Schiesstand unter unabhängiger Aufsicht) die praktische Übung erhalten bleibt. Evtl. könnte man so nebenbei sicherstellen, dass keine Waffen zwischenzeitlich ins Illegale verschwunden sind, quasi wie eine HU, aber für den Besitzer und nicht die Waffe (alle 2 Jahre ein Stempel für "die Waffe existiert noch und der Besitzer kann noch mit ihr umgehen"). Auch gegen die strengen Aufbewahrungsregeln habe ich nichts einzuwenden. Bestimmte Waffen und Waffenklassen (Vollautomaten) komplett zu verbieten, auch ausserhalb der "Öffentlichkeit" auf umfriedeten Besitz, mag sinnvoll sein.

Es gibt sicher gute Ansätze in unserem Waffenrecht, die man erhalten sollte, aber es gibt vieles, was zumindest vom Aspekt der inneren Sicherheit entbehrlich wäre.

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Hallo liebe Gemeinde deutscher Waffenbesitzer,

wer ist nicht zufrieden mit dem deutschen Waffenrecht?

....

Also ich habe nichts zu klagen ....

Hallo Martin,

schön, dass Du nichts zu klagen hast. Mich wundert das nicht. Ich habe selbst in der Ostzone Leute kennen gelernt, die sich wirklich wohl fühlten.

Ich zumindest fühle mich bevormundet und übermäßig eingeschränkt, z.B.:

- 1 Jahr Verbandszugehörigkeit vor Erstantrag WBK

- 18 x Training/Jahr formal jedes Jahr, selbst nach mehrjährigem, unbescholtenen Waffenbesitz

- Grundkontingent von 2 Waffen

- enormer Aufwand bei jedem Antrag für eine Waffenbefürwortung

- 2/6-Regelung

- 1,5 bzw. 3 kg Beschränkung Pulverlagerung

- 3 kg Kaufbeschränkung (1 Pulverschein)

- Verlust der WBK nach Verhängung von 60 TS, selbst wenn das Vergehen nichts mit Waffenrecht zu tun hat

usw. usw....

Gruß Wenemar

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Ob und wie im Vergleich das deutsche Waffenrecht international hinsichtlich der Freizügigkeit zu bewerten ist sei mal dahingestellt.

Tatsache ist das trotz aller "Verbesserungen" bis zum heutigen Tage für den einfachen Bürger kein in allen Punkten eindeutig verständliches Werk geschaffen wurde. Selbst Personen die beruflich mit Waffenrecht zu tun haben sehen immer wieder Auslegungsmöglichkeiten. Man könnte auch sagen Fallen.

Unser Waffenrecht ist ein Armutszeugnis und Flickwerk der Bürokratie.

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Kann nicht jeder, der bedroht ist und das einigermaßen rüber bringt, einen Waffenschein bekommen?

:rotfl2: Den KWS vielleicht. Martin, willst Du in die Politik oder was ist mit Dir plötzlich los? Oder die Bleikontamination? Ja ich weiß, das ist keine sachliche Antwort in Deinem Sinn, Ihr dürft mich dafür steinigen. :gaga:

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Also ich habe nichts zu klagen und ziehe unser Waffenrecht dem vieler Bundesstaaten in der USA, beispiel Florida

(two movements) vor,

Die Tatsache das Florida seine Schusswaffentoten durch das neue Waffenrecht um fast die Hälfte gesenkt hat ist eine Tatsache. Pro oder Contra Waffenbesitz, Zahlen sind da sehr pragmatisch. Fall nicht auf die Propaganda der Brady-Kampagne rein. Tatsächlich ist das Recht auf Notwehr ähnlich wie in D. Wenn du glaubhaft machen kannst das "du" von einer Notwehrsitution ausgehst hast du das Recht auf Notwehr. Unabhängig davon ob sich im Nachhinein deine Annahme als falsch herausstellst. Wenn man so will wurde das Notwehrrecht in Florida dem Deutschen Recht angepasst.... :00000733:

weil es verhindert, dass unzuverlässige Leute legal Waffen besitzen. Von illegalen Waffen

brauchen wir nicht zu reden, denn die fallen nicht unter das Waffenrecht.

Aber genau von denen müssen wir reden wenn du davon ausgehst das unser Waffenrecht unzuverlässigen Leuten den Zugang zu Waffen verwehrt. IMHO ist es bei weitem schwieriger legal eine Waffe zu erwerben als illegal. Ich möchte auch keine Waffen in den Händen von unzuverlässigen Menschen, die Regularien (bezüglich der Zuverlässigkeit) möchte ich nicht in Frage stellen. Als Realist ist mir allerdings durchaus bewußt das unser Waffenrecht unzuverlässige Menschen kaum kratzt, vielmehr treibt es sogar teils rechtschaffende Bürger in die Kriminalität.

Gruß,

Thomas

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Das Deutsche Waffengesetzt passiert auf der Basis, dass jeder Staat zum Funktionieren ein Feindbild braucht. Äußere Feinde sind gegenwärtig nicht da, als versucht der Staat so gut wie es geht seine Bürger zu bekämpfen und dadurch die Behörden auszulasten.

Wer das neue Waffengesetz mal durchliest und versucht zu verstehen (was nicht wirklich möglich ist), kann sich nur noch an den Kopf fassen – da fehlen einfach alle Worte!

Was die Amis im Irak machen, versucht das deutsche Innenministerium im inneren anzuzetteln. Ne, irgendwie versucht man an die Tradition der Zeit vor 45 anzuknöpfen, nur dass man jetzt keine Religionsgruppe mehr im Visier hat.

Harte Worte, aber so ein verkorkstes Waffengesetz habe ich noch nirgends gelesen. Es mag viele Waffengesetze auf der Welt geben, mit denen die Schützen unzufriedener sind, richtig, aber keines ist in seinem Aufbau so unverständlich, kompliziert und und für den gesetzestreuen, normalen Bürger gefährlich.

Gruß

Makalu

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Angesichts von Volksvertretern, die vollkommen kompetenzfrei ihre persönlichen Phobien in Gesetze fassen oder versuchen die mit illegalen Waffen begangenen Straftaten mittels Verbot von legalen Waffen zu bekämpfen ist es ein Wunder, daß überhaupt noch Waffen legal von normalen Bürgern erworben werden dürfen. Das deutsche Waffengesetz hat mit Demokratie und bürgerlichen Freiheiten weniger gemein als mit den restriktiven Gesetzen die sonst totalitäre Regime kennzeichnen.

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Mit jedem Gesetz muss man unzufrieden sein, denn es bedeutet, daß etwas durch "Gesellschaft/Staat" geregelt wird, was durch die "Natur" nicht funktioniert.

Davon ab, vergleicht man das Waffenrecht mit dem Strafrecht, ist handwerkliche Güte und Konsistenz mies. Das es noch schlechter geht, beweist das Steuerrecht. Das ist zumindest mein Eindruck als Laie.

Betrachtet man das Waffenrecht als eigenständiges Konstrukt, dann gibt es gute und schlechte Seiten. Die Grundkonstruktion ist ja vom Entwurf her logisch OK und erscheint plausibel. Aber die Ausgestaltung der Regeln hat bürokratische Monsterformen angenommen. Und das ist das nächste Stichwort: Das Gesetz mag ja so gut oder schlecht sein, die meisten Schwierigkeiten bekommt der private Waffenbesitzer mit Bürokraten, die das Gesetz auslegen. Und das ist eben die Schwäche des WaffG, es ist so dehnbar. Insofern begrüße ich schon mal die Föderalismusreform, die das Gesetz nun zur Bundessache werden lässt. Ich erhoffe mir jetzt mehr Einheitlichkeit in den Ländern.

Meine größten Ärgernisse nach den "Bedürfnis-Gruppen":

- Händler

Man könnte meinen, der Waffenhändler um die Ecke handelt mit Plutonium, bewußtseinsverändernden Drogen, Bio-Kampfstoffen oder Giftgas. Der Aufwand, der für jede einzelne Handfeuerwaffe betrieben wird, ist zu hoch, die gesetzlichen Regelungen betäuben das Geschäft. 1/2h Verkaufsgespräch, 6 Monate Warte-/Lagerzeit, 2h Verwaltungsaufwand. Staatliche Waffenführende Stellen sind wohlweislich von dem Zirkus ausgenommen.

- Jäger

Das "grüne Abitur" stammt nicht aus dem WaffG. Es gibt einige Nickeligkeiten aus dem Jagdgesetz, wie die Magazinkapazitätsbeschränkung. Der Trend im Waffengesetz geht halt hauptsächlich dahin, das Führen von Waffen außerhalb des Reviers zu unterbinden. Da wird auch wieder ein Problem weggeregelt, das es nicht gab. Die Beschränkungen bei den Kurzwaffen ist auch panne. Mehr als eine kann man nicht schießen, die dritte zu verbieten ist Quatsch. Vor allem vor dem Hintergrund der Aufbewahrungs-Regeln.

- Sportschützen

Die Hürden, bis man den Schützen-Status verbrieft hat, sind zu hoch, vor allem die Wartezeiten sind zu lang. Die "kleinen Anscheinsparagraphen"-Regelungen sind unsinnig. 2/6 verleitet mich persönlich nur dazu, das Maximale von dem zu kaufen, was ich kriegen kann. Das Sportschützenkontingent ist unsinnig. Vorderschaftsrepetier-Flinten werden grundlos verteufelt. Für den Kauf von Waffen muss man, gegenüber den anderen Waffenbesitzergruppen durch erhebliche Mengen von Widerständen gehen. Besonders grantig macht mich, daß die Regelungen nur zum "Ärgern" taugen, nicht zum Regulieren. Wiederkehrende Prüfungen mit sinnvolleren Beschränkungen wären um Klassen besser.

- Sammler

Die Pflicht, "Klein Fort-Knox" zu errichten ist schlimm genug. Die Kennzeichnungs- und Unbrauchbarkeits-Reglements sind allerdings Kulturgut-vernichtend.

- Sachverständige

Die Tendenz nur noch wenige, staatlich geprüfte SV's zu bestimmten Themen zuzulassen erinnert an die Gilden des Mittelalters. Wer drin ist, hat die Pfründe und hält die "Ungelernten" draußen.

- Erben

Trotz der sinnvollen Aufbewahrungs-Richtlinien die Verdildodelung der Waffen einzuführen..."Bück Dich Fee!, Wunsch ist Wunsch..." Sinnvoll wäre eine Erben-Sachkunde und dann hat die liebe Seele Ruh'. Kein Mun-Erwerb außerhalb des Stands, unbeschränkter Besitz, ordentlich aufheben. Aber das wäre ja sinnvoll.

- WaffenSchein-Inhaber

Die Anforderungen der Behörde gegen den Nachweis der 1. "besonderen Gefährdung" und 2. "Eignung der Waffe" gegen 1. Sind komischerweise so gesetzt, daß man als Politiker den WS bekommt, als nicht-Politiker nicht. Aber das ist ja nur die Praxis und hat mit dem Gesetz nix zu tun.

- Nicht-Schusswaffen-Inhaber

Der neue §42a sowie die Regelungen zu Elektroschockern und Tasern verbauen dem Normalen Bürger die Möglichkeit, Waffen zum Selbstschutz zu haben. Der KWS ist die einzige Ausnahme, allerdings nur für zum Selbstschutz untaugliche SSWs. Hier gehörte der KWS erweitert, auf Taser, Stöcke, Pepperball.

Insgesamt: Das WaffG strotzt vor untauglichen Regelungen, die nicht das erreichen, was sie vorgeben. Gleichzeitig verhindern die Bürokratismen, mit denen die Regeln durchgesetzt werden, Vernünftigen Sport, anspruchsvolle Jagd, Wertvolle Sammlungen und mündige, wehrhafte Bürger. Aber das ist vielleicht aus Sicht der Politiker gut so.

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Ich sag erstmal was ich gut finde:

1) Zuverlässigkeit

2) Sachkunde

3) Registrierung der Waffen

Übertrieben finde ich:

- Aufbewahrung: Klar gehöhren Waffen vor Mißbrauch geschützt, aber ein Klasse B Tresor für eine beliebige Anzahl Waffen und Munition sollte eigentlich ausreichen .... (für Mißbrauch reicht sogar Klasse A)

Abgeschafft gehört:

- Bedürftnisprinzip. Ein zuverlässiger und Sachkundiger Bürger sollte kaufen könnnen Was und Soviel er will. (Den meisten geht eh irgendwann das Geld aus oder die Frau kommt mit der Bratpfanne.)

- analog dazu: das 2/6 Prinzip

- EWB für Munition (oder ersetzt, das Waffeninhaber eine MES aller Art bekommen.)

Allerdings gehören Vestöße gegen die Zuverlässigkeit auch rigoros verfolgt.

Just my 2 cents

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Hallo liebe Gemeinde deutscher Waffenbesitzer,

wer ist nicht zufrieden mit dem deutschen Waffenrecht?

[...]

weil es verhindert, dass unzuverlässige Leute legal Waffen besitzen. Von illegalen Waffen

brauchen wir nicht zu reden, denn die fallen nicht unter das Waffenrecht.

Ich wäre dankbar für vernünftige Kommentare, Martin

gegenfrage: was kann man beim Waffenrecht nicht verbesser?

klar, wenn ich den legalen Waffenbesitz erschwere, um nicht zu verhindert, wird verhindere ich auch den Waffenbesitz für unzuverlässige...

@ Tyr13 :eclipsee_gold_cup::icon14:

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Kann nicht jeder Sportschütze die Disziplin schießen, die er will, und darf sich die entsprechende Waffe kaufen?

Ich möchte gerne 4 x 30 schießen.

Kann nicht jeder das (Vernünftige) sammeln, das er will?

Ich möchte gerne Pistolen sammeln. Einfach so. Wenn ich eine sehe, die mir gefällt -> kaufen. Und wenn ich sie dann habe, will ich damit auch jederzeit auf einem Schießstand schießen dürfen...

Kann nicht jeder Sachverständige sein Gebiet wählen?

Keine Ahnung.

Kann nicht jeder Jäger die Jagdwaffen kaufen, die er will oder braucht?

Überwiegend denke ich schon. Bei Kurzwaffen jedoch eher nicht.

Kann nicht jeder, der bedroht ist und das einigermaßen rüber bringt, einen Waffenschein bekommen?

Ganz bestimmt nein!

Also ich habe nichts zu klagen und ziehe unser Waffenrecht dem vieler Bundesstaaten in der USA, beispiel Florida

(two movements) vor, weil es verhindert, dass unzuverlässige Leute legal Waffen besitzen.

Wenn es dir nur um die Zuverlässigkeit geht, dann kann der ganze andere Kladeradatsch ja entfallen (z.B. 2/6, Genehmigungen von Sportordnungen, Anscheinswaffen, Taschenmesserführverbot, Bedürfnisprinzip, Laser, Schalldämpfer, 12 Monatspflicht, 18 Termine, ...)

bye knight

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Der illegale Waffenbesitz muß beseitigt werden, sonst nichts. Man kann das z.B. mit Versandprämien erreichen: Nicht 31,50 € Porto per EIGENHÄNDIG abdrücken müssen, wenn man eine Kurzwaffe verschicken will, sondern 31,50 € am Postschalter per EIGENHÄNDIG kassieren... Dann geht das Paket heimlich durch den Röntger und fertig ist die Laube: Waffe drin, Ausweis raus... In wenigen Jahren sind alle Illegalen gefunden und das Problem ist gelöst, da das ja meistens XXX sind, die sich das Geld gerne für Alk. und so holen würden - Manche kämen vielleicht sogar zwei- oder dreimal mit einem Päckchen pro Tag... Kostet zwar einiges aber die Sicherheit des Volkes sollte es der Post schon wert sein. Leider habe ich nicht viel zu sagen, aber das wäre in Berlin vielleicht mal zu überlegen.

Bitte nur ernstgemeinte Antworten.

Danke

Mayor

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