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IGNORED

50 Cal Einzellader explodiert


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Geschrieben (bearbeitet)

Nicht der Bodenabriß ist gefährlich, das passiert oft und hat kaum heftigere Folgen aus das Fluches des Besitzers des Knallstocks beim Rauspuhlen der Resthülse ausm Lager(303 brit. ist da einer der Hauptkandidaten).

Dazu gab es immer Hülsenretter im Bordwerkzeug diverser Maschinenwaffen der vergangenen Kriege, denn da war das extrem ärgerlich, wenn man nicht flott den Lauf wechseln konnt.

 

Nein, hier ist das Versagen der Hülse im Bodenbereich respektive ein massiver ZH-Druchbläser oder der Versagen der ZH-Tasche das Problem. Dann ist der Druck in der Kappe, die ist quasi luftdicht, keinerlei Gasentlastung!!!!!!!!!!!

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄK, Konstruktionsfehler!!!!!!!!!!!

 

Bearbeitet von AWO425
Geschrieben
  Am 18.5.2021 um 19:22 schrieb Andrè1:

Hat nur nix mit dem Versagen der Hülse bei Überdruck - in der Größenordnung um 6000bar - zu tun...

 

 

 

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Bei 6000 bar passiert noch nicht viel. Das ist nur knapp über dem Beschussgasdruck moderner Patronen.

So sieht es bei 10000 bar aus.

Das Laufgewinde ist übrigens nicht ausgerissen sondern nur zur Betrachtung zerlegt.

 

10000-bar-2.jpg

Geschrieben
  Am 18.5.2021 um 19:30 schrieb AWO425:

Nein, hier ist das Versagen der Hülse im Bodenbereich respektive ein massiver ZH-Druchbläser oder der Versagen der ZH-Tasche das Problem. Dann ist der Druck in der Kappe, die ist quasi luftdicht, keinerlei Gasentlastung!!!!!!!!!!!

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄK, Konstruktionsfehler!!!!!!!!!!!

 

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ja klar, der böse ZH Durchbläser ist ja bekannt für Waffensprengungen :)

 

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn Du mal eine Hülse mit Riß quer über den Hülsenboden dank Materialfehler gesehen hast, lachst nicht mehr.

Zum Glück hat es den Schweden nicht vollständig zerlegt, die Gasableitung hat einigermaßen funktioniert. Schütze nur Messingpopel in den Wange.

 

Eine 7,65Para mit Riss im Boden habe ich noch irgendwo zu liegen, da ist gar nix passiert, habs noch nicht mal gemerkt, erst beim Aufsammeln fiel mir die seltsame Hülse auf.

 

2021051822064800.jpg

 

Sowas in ner 50er mit mieser Gasableitung, dann hat man GENAU das, wie in dem Video.

Bearbeitet von AWO425
Geschrieben
  Am 18.5.2021 um 19:48 schrieb AWO425:

Wenn Du mal eine Hülse mit Riß quer über den Hülsenboden dank Materialfehler gesehen hast, lachst nicht mehr.

Zum Glück hat es den Schweden nicht vollständig zerlegt, die Gasableitung hat einigermaßen funktioniert. Schütze nur Messingpopel in den Wange.

 

Eine 7,65Para mit Riss im Boden habe ich noch irgendwo zu liegen, da ist gar nix passiert, habs noch nicht mal gemerkt, erst beim Aufsammeln fiel mir die seltsame Hülse auf.

 

Sowas in ner 50er mit mieser Gasableitung, dann hat man GENAU das, wie in dem Video.

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Hast du einen Link zu einem Bild von der Hülse bzw Hülsenteilen zu diesem Unfall der den Riss bestätigt ?

Geschrieben

Zur Hülse gab es da nichts, ist wohl noch im Orbit.

Hatte da schon mal weiter oben zu gefragt, aber scheinbar gibt es dazu keine Infos.

An der Hülse bzw. deren Resten ließe sich viel erkennen.

 

Geschrieben
  Am 19.5.2021 um 06:18 schrieb AWO425:

Zur Hülse gab es da nichts, ist wohl noch im Orbit.

Hatte da schon mal weiter oben zu gefragt, aber scheinbar gibt es dazu keine Infos.

An der Hülse bzw. deren Resten ließe sich viel erkennen.

 

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Also ist das mit dem Hülsenriss und Durchbläser reine Theorie ?

Und es könnte auch einfach zu viel Belastung für die nur 4 Gewindegänge des vermutlich US typisch sehr weichen Laufstahlgewindes gewesen sein ? (meine Vermutung).

 

Geschrieben

So oder so, man weiss es nicht.

Aber angeblich wäre ja das Laufgewinde stark genug.

Ich glaubs halt nur nicht, da eben auch 3...4(höchstens) Gänge eben NICHT reichen. Und es hat ja das Gewinde vom Lauf geholt, nicht die Kappe gesprengt oder deformiert. Die war wohl also aus vernünftigem Stahl gebosselt.

Da, wo ich tätig bin, werden 6+ gefordert, da geht es auch um Leben&Tod.

 

BTW: wie ist der M2 Lauf denn im Gehäuse des M2 befestigt? Wie lang ist da das Gewinde?

 

Sei es, wie es mag, die Konstruktion(naja, eher der Pfusch) hat zu wenig bis gar keine Sicherheiten eingebaut.

 

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Geschrieben
  Am 19.5.2021 um 08:24 schrieb joker_ch:

.....

 

Wer nun wirklich wissen will was passiert ist, kann nur es nachbauen und beschiessen lassen mit verschiedenen Drücken.

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Wird nichts nützen, denn wenns eine punktuelle Materialschwäche gewesen wäre, bekommst Du diese niemals punktgenau dort hin, wo sie sich ausgewirkt hat.

 

Eines steht aber definitiv fest: die Konstruktion war dieser einmaligen Anforderung nicht gewachsen ;)

Geschrieben (bearbeitet)
  Am 18.5.2021 um 18:33 schrieb boarhunter416:

Mir ist nur einmal der Hülsenboden einer mehrmals wiedergeladenen 300 WinMag abgerisssen. Tja, da habe ich dann den Hülsenboden herraus repetiert und stand vor dem Rätsel: wie bekomme ich jetzt den Rest raus.

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Ganz einfach:
image.png

 

P.S. Die abgerissene Hülse sollte beim Training von einer 30-06 in eine .280AI umgeformt werden. Die 30-06 war auf 7mm vorkalibriert. Das war beim Training in Polen und ich konnte einpacken. Am Abend, nach einigen Diskussionen mit meinen Kameraden, kam ich auf die Idee. Ich habe einfach eine abgeschossene Hülse mit 2K Kleber in die Resthülse geschoben. Nach 30 Minuten habe ich sie einfach mit dem Reinigungsstab und einem Gummihammer herausgeschlagen. 

Bearbeitet von speedjunky
Erklärung
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Geschrieben
  Am 19.5.2021 um 11:56 schrieb boarhunter416:

98er Gewinde haben auch recht wenig Gänge.

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Stimmt, aber die reichen, weil etwas konisch. Damit wird das Losbrechmoment erhöht. Der alte Mauser war schon clever. Bringt aber Probleme, wenn man den Lauf ausbauen und wieder einbauen möchte. Kommt also kaum vor. Der Hauptgrund, warum das nicht mehr so gemacht wird, ist der erhöhte Fertigungsaufwand. @AWO425 hat also recht.

Geschrieben
  Am 19.5.2021 um 17:59 schrieb speedjunky:

Stimmt, aber die reichen, weil etwas konisch. Damit wird das Losbrechmoment erhöht. Der alte Mauser war schon clever.

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Das hat der alte Mauser sogar vergessen in die Zeichnungen einzutragen. War bestimmt geheim.

Geschrieben
  Am 19.5.2021 um 07:43 schrieb AWO425:

Aber angeblich wäre ja das Laufgewinde stark genug.

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Auch für mehrfache Belastung? 

 

Oder anders ausgedrückt, was wenn die Flanken beim Schuss ab und zu nicht elastisch, sondern plastisch vgl. https://www.maschinenbau-wissen.de/skript3/werkstofftechnik/metall/20-verformung belastet wurden? 

Bleibt da die "Haltestärke" gleich oder wird diese durch die dauerhafte Verformung weniger?

 

 

bj68 

Geschrieben

Drum ja angebllich.

Ich warte noch auf Einschätzung/Daten eines Fachmannes, der seine Brötchen im Waffensektor(Panzer und deren Bewaffnung) verdient. Der hat, im Gegensatz zu uns hier, tatsächlich reale Erfahrungen mit .50er Waffen und auch VIEL größer.

Geschrieben
  Am 20.5.2021 um 05:11 schrieb BJ68:

Auch für mehrfache Belastung? 

 

Oder anders ausgedrückt, was wenn die Flanken beim Schuss ab und zu nicht elastisch, sondern plastisch vgl. https://www.maschinenbau-wissen.de/skript3/werkstofftechnik/metall/20-verformung belastet wurden? 

Bleibt da die "Haltestärke" gleich oder wird diese durch die dauerhafte Verformung weniger?

 

 

bj68 

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Lässt sich doch einfach ausrechnen. Ist keine Raketenwissenschaft.

1 bar = 0,1 N/mm²

4625 bar ist Beschussgasdruck. Dabei darf sich nichts verformen.

Hülsen Innendurchmesser schätze ich mal auf 15mm.

Kommen am Schluss ca. 8 Tonnen Belastung raus.

Und das Gewinde kann man ja auch in etwa abschätzen und dann berechnen.

Geschrieben
  Am 20.5.2021 um 09:11 schrieb boarhunter416:

Hülsen Innendurchmesser schätze ich mal auf 15mm.

Kommen am Schluss ca. 8 Tonnen Belastung raus.

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Er hat vermutlich ein Gewinde im Bereich 1 1/4 bis 1 1/2 Zoll verwendet.

 

Wenn ich mit 1 Zoll rechne, komme ich bei weichstem Baustahl St37 auf eine statische Belastbarkeit von 800kN. Also 80 Tonnen. Allerdings bei optimaler Einschraubtiefe von 1D. Ist es ein Gewinde im Bereich 1 1/2 Zoll, dafür nicht ganz so weit eingeschraubt, bleibt es in dem Bereich.

 

Diese Festigkeit ist statisch! Sehr kurzfristige Belastungen können höher sein.

Geschrieben
  Am 20.5.2021 um 10:49 schrieb Fyodor:

Er hat vermutlich ein Gewinde im Bereich 1 1/4 bis 1 1/2 Zoll verwendet.

 

Wenn ich mit 1 Zoll rechne, komme ich bei weichstem Baustahl St37 auf eine statische Belastbarkeit von 800kN. Also 80 Tonnen. Allerdings bei optimaler Einschraubtiefe von 1D. Ist es ein Gewinde im Bereich 1 1/2 Zoll, dafür nicht ganz so weit eingeschraubt, bleibt es in dem Bereich.

 

Diese Festigkeit ist statisch! Sehr kurzfristige Belastungen können höher sein.

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Kurzzeitbelastungen sind nicht höher. Wäre nur nachteilig wenn sie dynamisch wären.

Ich habe mal mit einem Bekannten gesprochen der bei einem Beschussamt arbeitet und er hat bestätigt, dass sowas statisch gerechnet wird da man damit auf der sicheren Seite ist.

 

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