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Das hätte ins Auge gehen können...


Thannhaeuser
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Servus zusammen,

hier eine interessante Begebenheit, die uns letzte Woche passiert ist:

Ich bin mit einem Kameraden am Stand. Ist eine geschlossene 25-m-Anlage. Wir haben auf einer Seite 5 GK-Stände mit einer ca. 90 cm hohen Brüstung. Abdeckungen, damit einem die Hülsen und der Dreck nicht um die Ohren fliegen, können eingehängt werden.

Auf die Abdecktafel hatten wir verzichtet, er steht auf Stand 2, ich ca. 2 m weiter rechts auf Stand 4.

Er schießt mit seiner 45er USP Elite, ich mit meinem 44er S&W.

Plötzlich seltsame ungewohnte Geräusche. Splitter, Rieseln von Plastik und Holz und ein 44er Geschoss rollt gemütlich von der Brüstung auf den Boden.

Wir sofort Sicherheit hergestellt und erst mal große Augen gemacht :shok:

Was war passiert? Kamerad schießt, seine Hülse wir ausgeworfen - und trifft exakt das Zündhütchen einer meiner Patronen die, Hülsenboden nach oben, bei mir offen im Plastikcase auf der Brüstung stehen. Zündhütchen zündet, und schickt die Patrone - bzw. die Hülse - senkrecht neben mir nach oben, die dann eine Plastik-Motorabdeckung für die Seilzuganlage durchschlägt...

Beide Hülsen hat's kräftig erwischt, das Zündhütchen haben wir nicht mehr gefunden. Die 44er habe ich selber geladen. Ist eine bewährte Laborierung, die Zündhütchen stehen nicht raus... alles wie immer.

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Ich hätte nicht gedacht, dass das überhaupt passieren kann!

Moral von der Geschicht': Immer die Abdeckungen einhängen und keine 50er Schachteln mehr offen rumstehen lassen.

Wollte das einfach mal teilen... passiert sicher nicht alle Tage.

Gruß

Thannhaeuser

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Bei einem Waffensachkundelehrgang hat der Referent solch eine Situation geschlidert, die ihm passiert ist. Im Schützenverein wurde darüber diskutiert und ALLE waren der Meinung, dass das Quatsch war. Ich hatte bis dahin immer die offene Patronenschachtel da liegen, seit dem habe ich darauf geachtet, dass ich die Patronen abdecke, bzw. in die Schachtel schiebe.

Man lernt nie aus und immer dazu, danke für Deinen Beitrag!

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Ist mir vor Jahren auch schon mal auf dem Stand passiert,

hatte ich hier auch gepostet, finde es aber auf die Schnelle nicht.

Ist aber, wenn man sich die Millionen von Patronen, die jedes Jahr auf deutschen

Schießständen verschossen werden, vor Augen führt, wohl nicht sooo selten.

Einem Kameraden einer andere RAG ist dies in einem geschlossenen Stand auch

passiert, zum Glück auch ohne Verletzungen.

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Das ist aber höchst merkwürdig, man muss eigentlich mit einer ziemlichen Wucht und noch dazu genau auf ein Zündhütchen hauen damit es losgeht. Das in einer runterfallenden Hülse genug Energie steckt um ein Zündhütchen zu zünden kann ich mir eigentlich nicht vorstellen oder etwas anderes sehr merkwürdiges war mit dieser Patrone los. Ich habe schon hunderte von metallischen Magazinkisten gesehen wo Patronen lose rumliegen und die ziemlich ruppig angefasst wurden und das ist nie etwas losgegangen.

Joker

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Das in einer runterfallenden Hülse genug Energie steckt um ein

Zündhütchen zu zünden kann ich mir eigentlich nicht vorstellen..

Es liegt wohl auch eher daran ( zumindest in meinem Fall war das so ), daß die Hülse

gegen die Wand oder die Decke knallt und dann von dort aufs ZH prallt und nicht nur

im freien Fall aus dem Auswurffenster herunterfliegt.

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Es liegt wohl auch eher daran ( zumindest in meinem Fall war das so ), daß die Hülse

gegen die Wand oder die Decke knallt und dann von dort aufs ZH prallt und nicht nur

im freien Fall aus dem Auswurffenster herunterfliegt.

Wenn überhaupt würde ich es auf die Temperatur der Hülse schieben... eine mechanische Zündung halt ich für noch unwarscheinlicher...

Davon abgesehen ist das so unwarscheinlich das ich auf sowas nicht acht geben werde, das ist normales Risiko. Wenn ich vor sowas anfange angst zu haben sollt man erst garnicht mehr auf den Schießstand gehen...

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eine mechanische Zündung halt ich für noch unwarscheinlicher...

In meinem fall war es aber so, du konntest im ZH genau die längliche Kerbe sehen,

die der Hülsenboden oder -rand verursacht hat.

Ich weiß, daß ich die Hülse irgendwo in einer dunklen Ecke meines Kellers noch habe,

ich suche sie raus und mach ein Foto davon.

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Gemäss Dynamit Nobel beträgt die Mindestanstechenergie, für ein .45 ACP Zündhütchen, dem Fall einer Masse von 55g aus 305mm Fallhöhe bei einem Schlagbozenradius von 1mm. Dies entspricht einer Energie von 0.164J.

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Gude....

Kleiner Denkanstoß am Rande: Federal Zündis neigen bei so manchen blauen Wiederladepressen gerne mal zum zünden beim zuführen. Nicht ohne Grund sind Federal-Primer als besonders zündfreudig bekannt und werden von daher äußerst gerne bei Waffen genommen deren Federn geschwächt wurden um das Abzuggewicht zu reduzieren. Könnte mir gut vorstellen daß es ein Federal-Primelchen war daß da durch den kleinen Stoß schon gezündet hat....

Gruß

Turrican

Edited by Turrican
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Könnte mir gut vorstellen daß es ein Federal-Primelchen war daß da durch den kleinen Stoß schon gezündet hat....

Jo, hat er bereits erwähnt, dass er Federal ZH verwendet hat.

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Unter anderem aus diesem Grund darf beim BDMP vor dem Schützen keine Munition stehen. Die Shootersbox steht immer hinter dem Schützen.

Jawoll, so ist es.

Mir hat der RO als Begründung genannt es hätte jemand einen leeren Speedloader in die Box werfen wollen und damit genau ein ZH getroffen.

Vorstellen kann ich mir das schon.

Die Federals sind sehr zündwillig.

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Dann sind ja die Schüttpackungen z.B S&B .223 Rem a 140 Stück extrem gefährlich wenn die alle lose in der Packung hin und her klappern. Da ist ja die Möglichkeit das eine Geschossspitze direkt aufs Zündhütchen schlägt sehr groß.

Genau so eine Packung ist mir letztens vom Schank (1,6m) gefallen, ist aber nix passiert.

Ich glaube dem Threadstarter, aber ich glaube es war eine ganz unglückliche Kombination von Abprallenergie von der Wand, Aufprallwinkel auf das Zündhütchen und einem sehr zündfreudigem Zündhütchen.

So ein Geschoss hat auch ohne lauf genug Energie um tödlich zu sein. haben die mythbusters schon bewiesen :D

So etwas ist als wirklich gefährlich, da habt ihr echt Glück gehabt!

Edited by Sixpack666
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So ein Geschoss hat auch ohne lauf genug Energie um tödlich zu sein. haben die mythbusters schon bewiesen :D

So etwas ist als wirklich gefährlich, da habt ihr echt Glück gehabt!

Das wiederum glaub ich nicht. Impuls ist Masse x Geschwindigkeit. Das Geschoss bleibt einfach liegen oder bewegt sich nur langsam, die Hülse wird schnell, aber sicher nicht tödlich
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Das wiederum glaub ich nicht. Impuls ist Masse x Geschwindigkeit. Das Geschoss bleibt einfach liegen oder bewegt sich nur langsam, die Hülse wird schnell, aber sicher nicht tödlich

Ja, so war es auch beim Mythbusters-Versuch. Die explodierende Hülse hatte immer den Schaden angerichtet und nicht das Geschoss.

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Gemäss Dynamit Nobel beträgt die Mindestanstechenergie, für ein .45 ACP Zündhütchen, dem Fall einer Masse von 55g aus 305mm Fallhöhe bei einem Schlagbozenradius von 1mm. Dies entspricht einer Energie von 0.164J.

Bei einem Hülsengewicht von 3,5 g (9 Para) ist diese Energie bei 35 km/h erreicht. Die wird bei freiem Fall aus einer Fallhöhe von 4,8 m erreicht. (Folgt mit E=1/2 mv², v=at, s=1/2 at², wenn ich mich nicht verrechnet habe.)

Also ist die Energie leicht erreichbar, zumal mit den schwereren Hülsen aus dem Startbeitrag (die habe ich aber nicht zum Wiegen hier). Das Kunststück ist also "nur" der genaue Treffer des Zündhütchens mit der Kante der Hülse.

Edited by mwe
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Bei mir gings in den Fuß.

Habe mit 5 Jahren eine von Pappas 22 lfb Patronen im Keller gefunden u. mit dieser im Garten im Sandkasten gespielt.

Da war dann wohl ein halber Ziegelstein u. ein kleinerer Stein.

Na was kommt wohl jetzt ?

Genau. Kloppte mit dem kleineren Stein auf die Patrone,die ich auf den Ziegel gelegt hatte.

Erinnere mich genau,wie diese immer breiter wurde,bis es geknallt hatte.

Hatte Gummistiefel an. Das Geschoß quartierte sich durch den Stiefel in meiner rechten Ferse unter dem Knöchel ein.

Meiner Mutter sagte ich nur,ich hätte mich gestoßen.

Es sah dann eine Weile wie ein Bluterguß aus,die Eintrittswunde heilte sauber zu,es war nichts zu sehen o. zu fühlen.

Als Jugendlicher gab ich damit noch mit einem Wand-Metallsucher an,der immer eifrig piepte.

Trug die 22er 20 Jahre rum,hatte es dann bei einem anderen kleinen Unfall mal einem Unfallarzt anvertraut,wurde

geröntgt u. nebenbei mal mitbehandelt.

Es wurden nur noch wenige,schwarze Fragmente gefunden,das verkapselte Geschoß hatte sich zersetzt.

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Bei mir gings in den Fuß.

Es wurden nur noch wenige,schwarze Fragmente gefunden,das verkapselte Geschoß hatte sich zersetzt.

Ich kenne eigentlich keine "verkapselten" Geschoße in .22 l.f.B., nur Blei-Rundkopf oder - wenn HV - verkupferte.

Hast Du schon mal deine Bleikonzentration testen lassen?

Gruß

Gunsmoker

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