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IGNORED

To be a Sturmgewehr or not to be


knight
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Hallo alle,

nachdem die Presse ja nun allen Leuten eingeredet hat die zivile Version des AR 15 sei ein Sturmgewehr, wollte ich mal hier eine Frage an die Experten (und zwar wirklich an die Experten!) stellen, ob denn die Fachwelt das ebenso so sieht. Oder haben wir hier einen klassischen Fall von "Es kommt nicht drauf an was passiert ist, sondern was man daraus machen kann."

bye knight

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knight, die Antwort ergibt sich aus der Entstehung des Wortes "Sturmgewehr" eigendlich von alleine und steht auf einer Stufe mit "Blitzbomber", "Blitzkrieg", "Sturmsoldat" etc.

Es ist eine Propagandabezeichnung für ein relativ leichtes Gewehr mit einerseits hoher Magazinkapazität und andererseits hoher Feuerkraft (verglichen mit einem Repetierer), dessen Präzision besser und dessen Munition stärker ist als bei einer MP.

Ob nun die ganzen Zivilvarianten "Sturm"gewehre sind, hängt einzig davon ab, ob man den Begriff evntl auf den Militärbereich beschränken möchte oder nicht.

Goebbels und Co werden bei dem Begriff "Sturmgewehr" eher nicht an eine zivile Waffe gedacht haben...

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Guest Daniel_BO

Bin zwar kein Experte, denke aber, dass die politisch-korrekten deustchen Journalisten einfach von den politisch-korrekten us-amerikanischen Journalisten abgeschrieben haben:

The term "assault rifle" is often more loosely used for commercial or political reasons to include other types of arms, particularly arms that fall under a strict definition of the battle rifle, or semi-automatic variant of military rifles such as AR-15s.

wikipedia

Grüße

Daniel

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Einige Leserkommentarschreiber diverser Zeitungen meinten, ein Sturmgewehr seien nur Selbstlader mit Vollautomaten/funktion oder burst) wie M16 bzw. ein AR15 da eben da kein Vollautomat sei kein Sturmgewehr sondern nur ein Halbautomat und/oder Selbstlader/Selbstladegewehr. Ich kann dem aber etwas widersprechen, bei uns wird auch das PE90 umgangssprachlich als Sturmgewehr bezeichnet auch wenn es ein reiner Halbautomat ist bzw. wird da eigentlich nicht unterschieden zwischen der militärischen Vollautovariante alias SIG SG550 und dem reinen zivilen Selbstlader PE90 was die Bezeichnung Sturmgewehr angeht.

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Wikipedia:

"Die Bezeichnung Sturmgewehr eignet sich nicht, um eine Handfeuerwaffenkategorie nach technischen Gesichtspunkten klar zu definieren."

Es ist ein umgangssprachlicher Begriff ohne präzise Definition für leichte militärische automatische Gewehre.

Wir sollten darauf bestehen, dass dieser Begriff auf den Militärbereich beschränkt wird !!

Begründung:

Dieser Propagandabegriff stellt Sportgewehre in eine Ecke, wo sie wirklich nicht hingehören !

P.S.: Im Feststellungsbescheid bescheinigt das BKA amtlich, dass die hier verkauften Zivilvarianten einfache halbautomatische Langwaffen sind.

Das PE90 von Mühli wird übrigens in D als Kriegswaffe eingestuft.

Nutzen wir dies, um klar zu sagen, dass deutsche Sportschützen keine Sturmgewehre haben !

Edited by Sindbad
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Tach!

Ich behaupte, das ein geübter Schütze mit einem Repetiergewehr mit "hoher Magazinkapazität" oder "schneller Magazinwechselzeit/möglichkeit" auch innerhalb kurzer Zeit in der Lage ist, eine große Tahl gezielter Schüsse abzugeben.

Woraus die Thematik resultiert, ist mir schon klar, nämlich aus dem Verbrechen von Newtown und dem jetzt herrschenden blinden Aktionismus.

Tatsache ist, das wieder mal das Tatmittel "Sturmgewehr" schuld ist und wie üblich nicht die Person, die es benutzt.

Tatsache ist auch, das ich zufällig einen US-amerikanischen Arbeitskollegen habe, der regelmäßig in den Staaten bei seinen Verwandten die pööösen Sturmgewehre (in VA) schießen darf.

Die amerikanischen Waffenbesitzer sehen das wohl noch mit den Gesetzesverschärfugen noch relativ gelassen, es wird wie üblich jeder Bundesstaat sein eigenes Süppchen kochen, der eine wird die Magkapazität auf 10 Schuß begrenzen, der andere was anderes und der nächste wird gar nichts tun, so wie bisher auch. Und wen interessierts in der Wüste von Arizona, ob der Tank 10, 20 oder 30 Liter faßt.

Solch tragisches Ereignis mit drohenden Gesetzesverschärfungen hat übrigens grade eben zur Folge, das sich viele Leute gerade eben mit besagten Waffen flächendeckend eindecken, weil sie verboten werden könnten, also mal wieder kontraproduktiv im Sinne der Gutmenschen.

Mehr Bedenken habe ich eher wegen unserer Obrigkeit. Der Innenminister Reinhard Gall von BW hat gerade wieder bekräftigt, das er die die "großkalibrigen Sportwaffen" verbieten lassen will, was aufgrund der rot/grünen Bundesratsmehrheit nicht mal weit hergeholt ist.

Achso, er meint übrigens, das 6-7 Mio Waffen in deutschen privaten Haushalten viel zuviel sind, von den illegalen ganz zu schweigen, aber an die kommt man ja nicht ran (Richtig erkannt, Herr Gall!) deswegen sollen wenigstens nach seiner Aussage die legalen weg!

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Ich behaupte, das ein geübter Schütze mit einem Repetiergewehr mit "hoher Magazinkapazität" oder "schneller Magazinwechselzeit/möglichkeit" auch innerhalb kurzer Zeit in der Lage ist, eine große Tahl gezielter Schüsse abzugeben.

Es soll vorgekommen sein, dass eine Armee mit solchen Repetieren Blitzkriege geführt hat... Ist natürlich nicht im Geschichtsbewusstsein von Qualitätsjournalisten verankert.

bye knight

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Das sind typischerweise keine Sturmgewehre, sondern lookalikes, weil offensichtlich das Design gefällt und es ergonomisch ist.

Ein sportliches AR15 hat nichts mit einer Kriegswaffe zu tun, in Deutschland muss es ja aus Zivilproduktion kommen und Vorrichtungen haben, um einen Umbau zum Vollautomaten oder eben mit Kriegswaffenteilen zu verhindern.

Das Funktionsprinzip ist als sehr präzise bekannt und daher eins der beliebtesten Sportgewehre in seiner Klasse.

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Das Colt M16 Armeegewehr war, soweit ich weis, in seiner ursprünglichen Version mal vom Design für ein ziviles Jagdgewehr vorgesehen, was dann vom Militär adaptiert worden ist.

An vielen neuen Varianten von militärischen Scharfschützengewehren fällt heute auch auf, dass diese plötzlich aussehen, wie damalige DSB Trainingswaffen.(mit Schulterstützen usw)

Man kann also sagen, dass militärische Waffen heutzutage immer öfter von zivilen Varianten abgeleitet werden und nicht umgekehrt.

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Die Frage die ich mir stelle ist die, ob wir in Deutschland bei einem ähnlichen Verbot (und davon ist spätestens bei einem Regierungswechsel von auszugehen) von Halbautomaten die wie Sturmgewehre aussehen, eine Entschädigung in Höhe des Kaufpreises zu erwarten haben. Oder will man einfach ein Verbot durchsetzen und man darf brav die Waffe abgeben? Einen Marktwert nach einer Ankündigung eines Verbotes festzusetzen wäre wohl lächerlich, denn der liegt praktisch dann bei Null.

Bis zu einem tatsächlichen Verbot in den USA wird noch einige Zeit vergehen, doch machen wir uns nichts vor was das für Deutschland auf lange Sicht bedeutet. Auch hier wird darüber immer wieder gesprochen, mal mehr und mal weniger. Letztendlich sehe ich aber extrem schwarze Zeiten auf Waffenbesitzer zukommen wenn Rot/Grün an die Regierung kommt.

Taurus357

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Ist aber alles, wie gesagt, Zimbo. Der Begriff "Sturmgewehr" ist nunmal keine technische Spezifikation oder Definition, sondern ein Propagandabegriff.

Und da die Urheber sich den Namen nicht haben schützen lassen, kann man damit wohl auch zivile Waffen bezeichnen und das läßt sich, mangels Grundlage, auch kaum anfechten. Dumm, ist aber so.

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Wie man hört soll dem US Senat wohl am 3. Januar 2013 eine Liste von rund 189 Waffentypen vorgelegt werden, die dann unter das Verbot fallen könnten.

Bei dieser Anzahl kann man davon ausgehen, dass nahezu alles, was selbstladend ist, darunter fallen wird.

Ich habe die Zahl auch gehört und ähnliches gedacht. Zunächst erschreckend.

Andererseits fehlt mir der Glaube, dass sich so etwas (sprich, nicht nur ein AWB/"lookalike"-Verbot, sondern ein HA-Verbot!) in USA tatsächlich

- in (bundesweit gültige!) Gesetze fassen

- und hinterher tatsächlich durchsetzen

lässt.

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Die Frage die ich mir stelle ist die, ob wir in Deutschland bei einem ähnlichen Verbot (und davon ist spätestens bei einem Regierungswechsel von auszugehen) von Halbautomaten die wie Sturmgewehre aussehen, eine Entschädigung in Höhe des Kaufpreises zu erwarten haben. Oder will man einfach ein Verbot durchsetzen und man darf brav die Waffe abgeben? Einen Marktwert nach einer Ankündigung eines Verbotes festzusetzen wäre wohl lächerlich, denn der liegt praktisch dann bei Null.

Mit letzterem umschreibst du einen enteignungsgleichen Eingriff, also eine Enteignung, die formal keine ist, aber völlig einer gleichkommt. Ich selbst gehe davon aus, dass solche (nachträglichen!) Verbote von behördlich zugelassenen und genehmigten Gegenständen einen Vertrauens-/Vermögensschaden darstellen bzw. produzieren, der eine Entschädigung nach sich ziehen müsste. Wurde aber juristisch nie so weit überprüft (auch im Fall der PSM-Pistolen oder "kurzen" VRF nicht).

Ich gehe ohnehin eher davon aus, dass eine (der Himmel und wir Wähler mögen es verhüten) rot-grüne Bundesregierung, wenn sie das Thema anpackt, nicht über blanke Verbote agieren würde, sondern was die Sportwaffen angeht, massiv an den Schießsportordnungen "schnitzt", d.h. viele Disziplinen einfach mit einem BVA-Federstrich beseitigen würde. Keine Schießsportdisziplin mehr, kein nachwirkend belegbares Bedürfnis mehr... Widerrufs- und Abgabegrund. Da liegt das ggf. das "Schlachtfeld". Ob es letztlich juristisch ganz "hasenrein" sein wird, einfach im Nachhinein durch Federstrich die Bedürfnisgrundlage zu entziehen und dann - aufgrund des dann nicht mehr ausübbaren Sports - die "Sportgeräte", müsste (und wird sicherlich) ausgekämpft werden.

Aber eines ist klar, die Sache ist eine vorrangig politische.

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What counts as an “assault weapon”? The trouble all starts here. There’s no technical definition of an “assault weapon.” There are fully automatic weapons, which fire continuously when the trigger is held down. Those have been strictly regulated since 1934. Then there are semiautomatic weapons that reload automatically but fire only once each time the trigger is depressed. Semiautomatic pistols and rifles come in all shapes and sizes and are extremely common in the United States.

Congress didn’t want to ban all semiautomatic weapons — that would ban most guns, period. So, in crafting the 1994 ban, lawmakers mainly focused on 18 specific firearms, as well as certain military-type features on guns. Complicated flow charts laid it all out. Certain models of AR-15s and AK-47s were banned. Any semiautomatic rifle with a pistol grip and a bayonet mount was an “assault weapon.” But a semiautomatic rifle with just a pistol grip might be okay. It was complicated. And its complexity made it easy to evade.

Quelle: Washington Post

In general, the Assault Weapons Ban defined any firearm with a detachable magazine and at least two of certain other characteristics as an assault weapon.

For rifles, those characteristics included:

Telescoping stock

Pistol grip

Bayonet mount

Grenade launcher

Flash suppressor

For shotguns:

Telescoping stock

Pistol grip

A capacity to hold more than five rounds

For handguns:

Threaded barrels made to attach a barrel extender, handgrip or flash suppressor

A barrel shroud that can be used as a handhold

Weight of at least 50 oz. when unloaded

Nineteen models of firearms were specifically named in the legislation as assault weapons, while other models were included under the umbrella of the law’s definition of assault weapons.

Quelle: http://civilliberty.about.com

Demnach zählt z.B. ein AR15 mit festem Lochschaft, Bull Barrel und fehlendem Mündungsgewinde nicht zu den Assault Weapons. Ob das die Waffe jetzt weniger gefährlich macht, wage ich zu bezweifeln.

Auf dem Bild sieht man Beispiele die in den USA nicht unter "assault weapons" fallen und sogar in Kalifornien zugelassen sind.

post-28915-1355903808_thumb.jpg

Edited by kingshot
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Es soll vorgekommen sein, dass eine Armee mit solchen Repetieren Blitzkriege geführt hat... Ist natürlich nicht im Geschichtsbewusstsein von Qualitätsjournalisten verankert.

bye knight

Hat Breivik nicht auch auf Utoya nachweislich nur etwa alle 10 Sekunden einen Schuss aus seiner Ruger Mini 14 abgegeben? Da halte ich mit meinem M44 oder K98 locker dagegen ;) Dachte da war so etwas...

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Hallo alle,

nachdem die Presse ja nun allen Leuten eingeredet hat die zivile Version des AR 15 sei ein Sturmgewehr,

bye knight

Ha, dann kann ich locker noch eins drauf packen, gestern im Radio gehört (Sender ist leider unbekannt...ich musste aus Rücksicht auf meinen Magen gleich weiterzappen):

"Der Attentäter (man beachte den Singular!) verwendete eine HALBAUTOMATISCHES MASCHINENGEWEHR!"

Also sowas Ähnliches wie einen eckigen Kreis oder ein Metallrohr aus Plastik.

Carsten

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Der Gesetzgeber wird dir dann schon sagen was ein Sturmgewehr ist und was nicht. Und glaube nicht, dass die vorher irgendwelche Experten bemühen. Es reicht doch die BKA-Feststellungsbescheide zu widerrufen. Da bedarf es noch nicht einmal einer Gesetzesänderung.

Übrigens, die Amis werden nicht einknicken. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, wie man die Besitzer der Waffen in einem Land, dass das Privateigentum so hoch einschätzt einfach enteignen will. Da gibt's nen Haufen guter Anwälte, und Sammelklagen und und und.

Bei uns wäre das anders. Da muss der Herr Innenminister nur mal laut drüber nachdenken und der deutsche Michel bringt seine HA freiwillig auf's Amt. Natürlich entschädigungslos, schließlich will man ja den Bütteln zu Diensten sein.

Es lebe der deutsche Untertan!

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Es soll vorgekommen sein, dass eine Armee mit solchen Repetieren Blitzkriege geführt hat... Ist natürlich nicht im Geschichtsbewusstsein von Qualitätsjournalisten verankert.

bye knight

Haha...du hast mir den Tag gerettet! Du hast so recht, dass es schmerzt. Trotzdem:

Munter bleiben!

Hinnerk

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Man kann es noch weiter aufdröseln wenn man möchte:

- Sturmgewehre (Assault Rifle) also ak47, m16, m4 etc

- Gefechtsgewehre (Battle Rifle) -> per Definition ab 7,62x51mm das wären dann G3, M14, FAL

letzlich gehts doch nur darum einen schönen bösen begriff zu haben um die öfftl. meinung wie gewünscht zu manipulieren.

Und das unser Adi den Begriff Sturmgewehr erfunden hat spielt den Schmierfinken ja auch noch in die Hände.

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Das ist zwar richtig, ASE, aber wir gehen ja hier umgekehrt vom Begriff "Sturmgewehr" aus. Aufgezwungenermaßen.

Daß damit Schnellfeuerkarabiner gemeint sind, ist klar. Aber wie sollen die Journalisten mit diesem Wort klarkommen, wo sie doch schon mit "Waffenbesitzkarte" hoffnungslos überfordert ist, wie sie selber hunderte Mal in vielen Jahren bewiesen haben.

"Sturmgewehr" ist schon OK.

Jetzt muß den Medienvertretern nur noch jemand sagen, daß Stgw44, AK47/74, M4 +Co alle Dauerfeuer schießen.

Kein Mensch hätte zB das britische L1A1 (FN-FAL) als Sturmgewehr bezeichnet. Ist nur ein Selbstlader, konnte kein Dauerfeuer. Beim AK oder M16 war das direkt anders.

Kein Dauerfeuer- kein Schnellfeuerkarabiner- kein "Sturm" im Gewehr.

Edited by hp35
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