

Proud NRA Member
Mitglieder-
Gesamte Inhalte
30.416 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
Alle Inhalte von Proud NRA Member
-
Führt jetzt vom Thema ab, aber das ist eine K-Gruppen-Interpretation des Vietnam- bzw. im weiteren Kontext des ganzen erweiterten Indochinakriegs, immerhin 1946 bis 1999 wenn wir mal das Ende der Roten Khmer als Abschluss nehmen. Das Hauptproblem für die internationale Koalition (es waren nicht nur Amerikaner) war da gerade, dass sie eigentlich mit hohen Erwartungen reingingen (inclusive des bekannten Vorsatzes, zu Weihnachten wieder daheim zu sein), aber auf ein unlösbares Problem stießen: Der Feind hielt überhaupt nichts von der Unterscheidung zwischen Zivilisten und Kombattanten und hat die Zivilisten gnadenlos mit Gewalt für sich eingespannt und sich selbst von Zivilisten ununterscheidbar gemacht. Den Amerikanern ohne jede kulturelle Kompetenz in dieser Gegend war es damit vollkommen unmöglich, zwischen Feind und Freund zu unterscheiden. Gleichzeitig konnten oder wollten sie auch nicht wie im Koreakrieg massiv aus der Luft gegen Nordvietnam in einem strategischen Sinn vorgehen. (Zu Linebacker II dann für ein paar Tage schon, aber das war ja nur noch, um die Nordvietnamesen zu überreden, wenigstens einem geordneten Abzug der Koalition zuzustimmen.) Der Feind hat sich auch nicht zur als Zivilisten getarnt, er hat auch ganz offen klar gemacht, wie er mit Kriegsgefangenen umgeht. Aus dieser Kombination, einen Bauern mit einem Vietnamesenhut nicht von einem Kämpfer mit einem Vietnamesenhut unterscheiden zu können, regelmäßigen wenn auch kleinen Verlusten durch Hinterhalte, und dem Wissen, was der Gegner mit einem machen würde, würde er einen in die Finger bekommen, hat sich dann die Brutalität nahezu zwangsläufig entwickelt. Es war das aus Sicht unbeteiligter Zivilisten auch nicht nur der fiese Ami oder die fiese eigene Armee, sondern ein Wechselspiel der Tageszeiten: Tagsüber kamen die Koalitionstruppen auf Suche-und-Vernichten Mission gegen Vietcongs, die sie nicht von Zivilisten unterscheiden konnten. Nachts kamen dann die Vietcong, und haben diejenigen gemetzelt, die sie der Zusammenarbeit mit den Koalitionstruppen verdächtigten, und sich mit Ressourcen eingedeckt. Und am nächsten Tag ging das Spiel wieder von vorn los. Das ist das perfide Spiel des Insurrektionskriegs: Als Zivilisten verkleiden, Zivilisten durch Gewalt mit einspannen, Gegner durch Nadelstiche demoralisieren, und zwar in beiderlei Wortbedeutung von Moral, und darauf hoffen, dass der Gegner, gegen den man in offener Schlacht vollkommen chancenlos wäre, in Folge dieser Demoralisierung zersetzt wird. Die Hamas z.B. versucht ja das gleiche mit Israel wenn Typen in weißen Kutten, die so aussehen wie alle Typen in weißen Kutten da, von einer Schule Raketen auf Israel abschießen und schon im Voraus die Leute mit den Kameras in der Nähe haben, um die gewollte Reaktion der Israelis aufzuzeichnen. Allerdings mit dem Unterschied, dass Israel wegen der Wüstenlandschaft statt Dschungel besser eine definierte Grenze bewachen kann und mit hochaufwändiger Luftabwehr auch eher die Raketen zerlegen und sich eine weitere Reaktion sparen kann.
-
Gemeint war natürlich "In Stahlgewittern." War wohl ein falscher Anfang vom englischen Titel "Storms of Steel".
-
Für viele scheint es, insbesondere wenn das Töten offensichtlich berechtigt war und sich gegen einen offensichtlich persönlich verantwortlichen Angreifer gerichtet hat, man sich also vom Bewussten her keine Vorwürfe zu machen braucht, auch durchaus ein Erlebnis der Selbstwirksamkeit und einer überstandenen Prüfung zu sein. Eine andere Ecke, hier eher nicht relevant, ist die massenhafte Tötung von Leuten, denen man jedenfalls persönlich nichts vorzuwerfen hat, sagen wir Wehrpflichtige der gegnerischen Seite im Krieg. Dazu ist ein Klassiker das Buch "On Killing" von Dave Grossman. Der beschäftigt sich unter anderem mit den Fortschritten, jedenfalls aus Sicht der Ausbilder, damit, dass im zweiten Weltkrieg noch viele amerikanische Infanteristen beispielsweise absichtlich danebengeschossen haben, und dann mit fortschreitenden Professionalisierung und anderer Ausbildung die Willigkeit deutlich anstieg. Das Buch ist allerdings inhaltlich nicht unumstritten, vermischt eigene Erlebnisse und relativ dünnes Datenmaterial. Ein interessanter literarischer Fall ist der Vergleich von "Im Westen nichts Neues" und "In Sturmgewittern." Trotz ihrer politischen Inbeschlagnahme durch unterschiedliche Seiten später schildern Jünger und Remarque ja im Grunde die gleichen Erlebnisse, haben sich wohl auch gegenseitig durchaus geschätzt, aber was der eine als inneren Tod erlebte, das erlebte der andere als sich wie nie zuvor lebendig zu fühlen. Eine Analyse der Ursachen für diesen Unterschied geben beide nicht. Vermutlich sollte man da auch mit "Seelsorgern" etwas vorsichtig sein, denn man kann dabei -- so ähnlich wie im eigentlich völlig harmlosen Fall, dass, wie manche Leute wollen, zukünftige Sportschützen begutachtet werden sollen -- das Gespräch mit dem einzelnen Klienten nur sehr schwer von allgemeinen politischen Vorstellungen und diffusen Lebensgefühlen des Seelsorgers selbst trennen, selbst wenn der Seelsorger das wirklich will. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass besonders viele Leute, die Psychologie studieren, dazu noch bei den Verdienstaussichten und Schikanen in Deutschland, einen Gedankengang "Ich habe eine Prüfung mit Gefahr für mein Leben gut gemeistert." als eine erstrebenswerte Auflösung innerer Konflikte ansehen, auch wenn das durchaus angemessen sein kann.
-
Falls es dem einem oder anderem Entgangen sein sollte:
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Allgemein
Knastis nehmen wohl gerne Zahnbürstenstiele als einfaches Ausgangsmaterial. Nur noch Fingerhutzahnbürsten ohne Stil erlauben, Schraubenzieher usw. natürlich total tabu, überall? -
Falls es dem einem oder anderem Entgangen sein sollte:
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Allgemein
Tja, das ist eben so eine Sache mit den Waffenverboten. Einmal ganz abgesehen vom prinzipiellen Problem, dass ja nicht die Abschaffung von Waffen, sondern deren Monopolisierung vorgeschlagen wird, scheint es da in der Praxis schwierig zu sein. In den härtesten Knästen schaffen sie es weder Stichwaffen noch Drogen rauszuhalten, vermutlich sind diese Dinge da sogar verbreiteter als draußen (bei den Stichwaffen wenn man nicht nur auf die Eignung des Alltagsgegenstandes, sondern die offensichtliche Absicht seines Erwerbs abstellt). In Deutschland haben sie es ja noch nicht einmal geschafft, bei den gefürchtetsten Gefangenen der Republik, für deren Prozess eigens das Strafprozessrecht geändert, ein neues Gerichtsgebäude gebaut und der sicherste Knast im Land umgebaut wurden, den Zugang zu Schusswaffen zu unterbinden. Und die wollen verhindern, dass die Leute sich draußen kaufen oder herstellen, was sie wollen? -
Übertragung Jäger-WBK auf Sportschützen-WBK
Proud NRA Member antwortete auf busse's Thema in Waffenrecht
Das haben sich findige Sammler und Sportler einfallen lassen, um dieselbe Waffe doppelt kaufen zu können... -
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.
Proud NRA Member antwortete auf fw114's Thema in Waffenlobby
Jedenfalls hinsichtlich der Jagd auf Zugvögel gibt's das übrigens auch im Bundesrecht in Amerika, mit Magazinen, die auf zwei Patronen zu begrenzen sind, und einer in der Kammer. Einzelstaaten haben ähnliche Regeln auch für Viecher, die nicht zwischen Bundesstaaten herumfliegen. In Amerika gibt es diese Regel seit 1935, als die Entenpopulation an übermäßiger Bejagung litt. Man erinnerte sich da noch daran, was mit der Wandertaube passiert war. Anfang des neunzehnten Jahrhundert noch der zahlreichste Vogel Amerikas und vielleicht der Welt war sie Ende des neunzehnten Jahrhunderts durch die gewerbliche Jagd mit "verbesserten" Methoden vollkommen ausgerottet. -
Ist ein Mietauto, traditionell für einen Tag oder bei einem der stundenweisen Anbieter, denn so viel teurer als die Sorte Paketversand, von der in diesem Forum in diesem Zusammenhang aus Deutschland berichtet wird? Das wäre doch eine Möglichkeit, Führerschein vorausgesetzt.
-
Und das soll wozu gut sein? Ich will Dich beim besten Willen nicht vom Waffenbesitz abbringen, ganz im Gegenteil. Aber ein Ding einzulagern, das Dich vorwurfsvoll anschaut, das macht doch keinen Spaß. Überlege Dir einen Plan, wie Du tatsächlich schießen kannst. Die Logistik des Erwerbs scheint dabei das geringste Problem zu sein. Aber irgendwie geht es bestimmt. Sei eben kreativ.
-
Bei uns ist es vorschriftsmäßig ein Kegel oder gelegentlich eine Sprühfarbenmarkierung, aber jedenfalls auch Start aus dem Low Ready. Sonst würde man wohl auch einen großen Teil des Waffenvorrats ausschließen. Kleine Schwestern von Gebrauchspistolen in KK, für die es Schnellzieh-geeignete Holster gibt, können sicher auch nett sein, aber viele haben dann doch eine Ruger oder dergleichen.
-
Vielleicht, wenn Du an Deinen Klamotten arbeitest, z.B. so:
-
Das ist keine "Sicherheitsüberprüfung", sondern die Möglichkeit einer rechtlichen Einschätzung, so ähnlich wie die deutschen BKA-Bescheide.
-
Wird Dir bei den Amis mit Pech als "destructive device", in einer Kategorie mit moderner Artillerie, Splittergranaten, usw. ausgelegt. Nur mit Pech natürlich, wenn sie Dir eh an den Karren fahren wollen, und der Gesetzestext ist da auch nicht eindeutig, zumal man die Waffeneigenschaft ja mehr als bezweifeln kann.
-
VG Düsseldorf widerruft KWS bei Reichsbürger
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Waffenrecht
Das kannte ich noch gar nicht. Hier ist die Antwort, die aber eigentlich nur die Phrase von der Delegitimierung weiterdrischt, ohne die geforderte Abgrenzung zu erlaubter Kritik an der Regierung zu geben. Die Frage 11 wird mit "Nein." beantwortet. -
VG Düsseldorf widerruft KWS bei Reichsbürger
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Waffenrecht
"Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates". Früher mit in der Wortwahl und Bedeutung frappierend ähnlicher Definition "heimtückische Diskreditierung der nationalen Regierung" und "Staatsverleumdung". Dieses Parallelen sind im Innenministerium und beim Verfassungsschutz entweder aufgefallen oder nicht aufgefallen. Ich bin mir nicht sicher, was schlimmer wäre. -
VG Düsseldorf widerruft KWS bei Reichsbürger
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Waffenrecht
Damals hat man, ohne Not, ohne dass der eine parlamentarische Mehrheit selber zusammengebracht hätte, einem Typen, der wegen Hochverrat mit mehreren Toten eingesessen hatte und bis kurz zuvor noch Ausländer war, den Staat ausgeliefert und die Macht übergeben. Für den Hochverrat hat er weniger lang und weniger hart eingesessen als der eine oder andere Wiederholungsfall des Ladendiebstahls. Seine Verfassungsfeindschaft hat er offen, ohne jede Zweideutigkeit, zum Ausdruck gebracht. Anschließend hat er Oppositionsparteien, die auf dem Boden der theoretisch noch geltenden Verfassung standen, verboten und aufgelöst. Es wurde auch sehr schnell ein Straftatbestand eingeführt "das Ansehen der Reichsregierung oder einer Landesregierung oder der hinter diesen Regierungen stehenden Parteien oder Verbänden schwer zu schädigen." Welche dieser beiden Vorgehensweisen hat nun größere Parallelen damit, die größte Oppositionspartei, die zumindest nach eigener Aussage voll und ganz auf dem Boden des Grundgesetzes steht, verbieten zu wollen, und gleichzeitig Unmutsäußerungen über die Regierung, nicht die Verfassung, vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, sogar Fluthelfer, die mal ihre Unzufriedenheit mit den staatlichen Hilfsmaßnahmen zum Ausdruck bringen? -
VG Düsseldorf widerruft KWS bei Reichsbürger
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Waffenrecht
Das ist bei einer Partei, in der ja auch das innerparteiliche Demokratiegebot gilt, gar nicht so einfach. Zu Funktionären wählen muss man sie freilich nicht. -
...ist bei 2,1‰, Trunkenheitsfahrt, augenscheinlich Unfallflucht (oder so dicht, den Unfall nicht zu bemerken, was bei der ansonsten erfolgreichen Heimfahrt aber unwahrscheinlich wirkt) aber wirklich nicht das Problem, ob man jemandem an den Karren fahren soll, der mit 0,2‰ ohne Ärger zu machen heimfährt. Es erscheint mir auch unwahrscheinlich, dass das die erste Auffälligkeit dieser Dame ist, die darauf hindeutet, dass ihr Alkoholkonsum auch dann problematisch ist, wenn man den Begriff des Problematischen erst recht spät anfangen lässt.
-
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Ist das eine zulässige Grundlage für Verbote und mit ihnen einhergehende Grundrechtseingriffe? Nach eigener Aussage ohne "tiefergehenden Grund"? Oder schreien die danach, dass jemand klagt, damit sie sich den Quark sparen können? Normal tut man ja zumindest so, als ob das eigene mit Grundrechtseingriffen verbundene Handeln zumindest irgendeinen artikulierbaren Grund hätte. -
Innenministerin Faeser kündigt Verschärfung des Waffenrechts an
Proud NRA Member antwortete auf zickzack's Thema in Waffenlobby
Doch, das interessiert die Politik. Das ist nämlich genau der Sinn solcher Verbote. Die politikfreundlichste Interpretation wäre noch, dass man mit Willkürgesetzen, die bestenfalls das weite Vorfeld echter Kriminalität kriminalisieren, besser an Täter und solche, die es werden könnten, rankommt. Den Typen, der jemandem mit einem Messer "abgezogen" hat, wie die das nennen, finden wir nicht, also verbieten wir schonmal im Vorfeld die Messer, woran der Abzieher sich nicht hält, also können wir ihn halt deswegen mal zu Sozialstunden schicken, polizeibekannt machen, was auch immer. Ob ihn das vom Abziehen abhält, ist eine andere Frage, und in Anbetracht der viel größeren überschrittenen Tabus und viel schwerwiegenderen möglichen Konsequenzen auch unwahrscheinlich. Eine weniger politikfreundliche Interpretation ist, dass es dem Waffenrecht wie auch Einschränkungen der Redefreiheit, Corona-Maßnahmen, usw. gar nicht oder nicht hauptsächlich um das angeblich behandelte Themenfeld geht, sondern darum, dass der Bürger auf möglichst vielen Feldern daran gewöhnt wird, besser zu kuschen und die Klappe zu halten, während die politische Klasse sich daran aufgeilen darf, wie sie durchregiert, und ihre Unterstützer daran, wie ihre Gegner jetzt etwas abkriegen. Bei Corona sind nicht nur Masken aufgesetzt worden, sondern auch welche gefallen. -
Finnland - Regierungsprogramm: Schießstände, Bleiverbot, Reservisten
Proud NRA Member antwortete auf Elo's Thema in Waffenlobby
Taktische Kernwaffen haben sich durch den Fortschritt der Steuerungstechnik weitgehend erledigt. Für die immensen Kosten eines Kernwaffenprogramms, den innen- und außenpolitischen Ärger nicht mit eingerechnet, könnte man sich den geilsten Vorrat an modernen Lenkwaffen hertun. Blieben strategische Kernwaffen, auf gut Deutsch die Drohung mit Massenmord an Zivilisten. Damit das überhaupt funktioniert, muss einen der Gegner für mindestens genauso verrückt halten, wie er selbst ist, was irgendwie dem finnischen Nationalcharakter im Vergleich zu den Zuständen in Russland gar nicht entspricht. Dazu kommt, dass die Russen ja bereits mehrfach in ihrer Militärgeschichte die Bevölkerung von ganzen Metropolregionen dem Krieg ausgeliefert haben, ja sogar die eigene Hauptstadt abgefackelt haben. Ist der Großraum Helsinki abgefackelt, dann gibt es keine allein existenzfähige finnische Nation mehr. Ist der Großraum Moskau abgefackelt, dann gibt es weiterhin eine russische Nation, die sogar weiterhin Krieg führen kann. Kann man also vergessen, auch wenn man moralische und innenpolitische Erwägungen völlig hintanstellt. Der einzige Fall, in dem eine demokratische und nicht als verrückt bekannte Nation einen Vorteil von Kernwaffen hat, ist Israel. In diesem Fall ist die Glaubhaftigkeit des Einsatzes etwas höher, weil die Nachbarn (heute vielleicht nicht mehr sos sehr die direkten, aber in Schussweite) regelmäßig die komplette Vernichtung Israels, nicht etwa "nur" seine Eroberung und Angliederung ankündigen. Trotzdem besteht der Vorteil der israelischen Kernwaffen weniger in der Abschreckung, sondern im Umstand, dass seit die Israelis Kernwaffen haben -- und erst seitdem -- der Ami ihnen alles verkauft, was sie haben möchten, damit sie die Kernwaffen garantiert nicht brauchen. Sie fungieren also sozusagen als Bestellzettel für konventionelle Waffen. So oder so hilft das nicht gegen das Einsickern kleiner grüner Männchen usw. -
Und beim Pusten wird's a mit der Toleranz auch schwierig. Aber das ist ja mein Punkt: Die Ayatollah-0,0-Regelung kann man nicht objektiv begründen und man kann sie auch nicht objektiv prüfen, und deswegen lädt sie geradezu dazu ein, stattdessen auf eine allgemeine Einschätzung der moralischen Wertigkeit einer Person abzustellen, um zu entscheiden, wem man eine reinwürgt und wem nicht.
-
Vorschriften mit in wörtlicher Interpretation unmöglichen Anforderungen (weil eben das Ayatollah-mäßige "0,0" schon mit Fruchtsaft oder Brot nicht zu halten ist) laden aber auch zu Willkür ein. Natürlich wird jemandem auch bei dieser theoretischen Anforderung in aller Regel nichts passieren, wenn er über den heißen Tag ungekühlte Apfelsaftschorle getrunken hat, und wenn er nach dem Schießen ein kleines Bier getrunken und dann eine Stunde mit den Leuten geredet hat auch nicht. Aber wenn man jemandem eine reinwürgen will, dann bieten sich solche Vorschriften, die jedenfalls im Wortlaut gar nicht eingehalten werden können, einfach an. Am grundsätzlich rechtstaatsfeindlichen und willkürfreundlichen Charakter solcher Absolutansprüche ändert sich auch nichts, wenn's meistens die Richtigen trifft. Die könnte man ja auch mit einer nachvollziehbaren Regel treffen.
-
Aber die Frage war ja für die Aufforderung zum Öffnen, gar das Selbstöffnen, insbesondere wenn der Frage nach der Zugriffsbereitschaft durch ein Schlösschen sozusagen ein Riegel vorgeschoben ist. Eine verschlossene Tasche hat normalerweise eigentlich nicht durchsucht zu werden, oder?
-
Der Alk ist derselbe. Allerdings haben die Speisen und Getränke ohne absichtlichen Alkoholgehalt eben einen viel größeren Anteil an nicht zu Alkohol umgesetzten Kohlehydraten. Betrinken im landläufigen Sinne (also nicht in der Interpretation einer religiösen Rigidität sondern merkbar angeheitert) kann man sich mit denen deshalb wenn sonst nicht etwas physiologisch sehr ungewöhnlich läuft nicht. Man wird natürlich schon zeigen können, ob sich jemand eine völlig unplausible Menge Kohlenhydrate (im engeren Sinne, also Alk nicht mitgerechnet) reingezogen hat. Anhand der Alkoholabbauprodukte könnte man auch zeigen, ob jemand einen kleinen Blutalkoholpegel von einer kleinen Menge Alkohol hat (sei das ein kleines Bier oder ein Zwei-Liter-Karton Orangensaft) oder als Restalkohol einer größeren Alkoholmenge.