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Proud NRA Member

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  1. Bei uns wechselt man sie normalerweise aus Regentonnen, die im Parcours aufgestellt sind, die Pistole logischerweise aus dem Holster. Aber so oder so, das Beispiel ist ja auch bei einer entschärften Disziplin gültig. Man wird sinnvollerweise einzelne Elemente isoliert üben.
  2. Zumal die meisten Übungen ja Sachen sind, die eben Elemente aus dem Wettbewerb isolieren und wiederholen, aber keine dem Wettbewerb vollkommen fremden Dinge. Wenn einer für 3Gun üben will, dann macht es ja Sinn, das Schießen mit den einzelnen Waffen in verschiedenen Situation einzeln zu üben, und auch das Wechseln der Waffen zu isolieren, vielleicht gar ganz ohne Schießen.
  3. Hast Du schonmal einen Motorsportverband gesehen, der die Jugend auf Seifenkisten beschränken will, weil ein Jugendlicher Mist mit einem Auto gemacht hat, völlig außerhalb des Sports? Der Winnenden-Amoker war doch noch nicht einmal Sportschütze. Kannst Du Dir vorstellen, dass ein Skiverband eine Beschränkung auf Langlauf bis 14 und ein Verbot von Riesenslalom aufwärts bis 18 okay finden würde? Anderswo fangen die zukünftigen Spitzensportler vor der Einschulung oder ungefähr damit an, ja, oft auch im Schießen. Auch sonst bei von Außenstehenden als gefährlich empfundenen oder vielleicht wirklich gefährlichen Sportarten wie Skispringen, Skirennen, Springreiten, Motorsport. Mit 14 darf man seinen ersten Alleinflug im Segelflieger machen, einen Sportbootführerschein Binnen/Segel kriegt man damit auch, mit 16 auch mit Motor oder auf der See -- da ist man dann wirklich auf sich allein gestellt, nicht unter der Aufsicht eines mehr oder weniger fürsorglichen Jugendwarts und auch nicht mit der Möglichkeit, einfach zu entladen und abzulegen und gut ist. Ein Verband, der ein Mindestalter von 18 für die eigenen Disziplinen oder auch nur einen Teil davon okay findet, hat seine Zukunft aufgegeben. Isso. In dem Alter zieht man ja normal eher aus, ist pleite, wohnt in der Stadt und hat da kein Auto. Danach steigt man ins Schießen eigentlich erst wieder ein, wenn man sich beruflich etabliert hat. War auch bei mir so. Eine Akzeptanz derartiger Beschränkungen geht über mangelnde Solidarität mit anderen Disziplinen hinaus, das ist schlicht der Wunsch nach internationaler Bedeutungslosigkeit und Verlust der Zukunft auch in den eigenen Disziplinen. Das gilt auch für 12 Jahre mit Luftpumpe, 14 Jahre für KK usw. Im Übrigen scheinen die Kinder, die mit sechs Jahren ein AR-15 auseinander- und zusammenbasteln und es jedenfalls aufgelegt schießen können, nie zu Amokern oder anderen Kriminellen mit Feuerwaffen zu werden. Man könnte sich mal überlegen, ob es da einen Zusammenhang gibt, entweder kausal oder einfach eine gemeinsame Ursache, z.B. Eltern, die gleichzeitig engagiert, diszipliniert, aber auch entspannt sind, und das Selbstvertrauen ihrer Kinder fördern...
  4. Suizidwunsch. Dass sich der DSB nicht für Leute interessiert, die möglichst schnell einen Parcours schießen, rennend, gewichtehebend, hinderniskletterned, und eben schießend durch die Landschaft hechten wollen, ein Mannziel auf einen Kilometer abschießen wollen: geschenkt, das sind ja nicht seine Disziplinen, und nirgendwo steht, dass er alle Sportschützen vertreten müsse oder solle. Die NRA bearbeitet in sportlicher Hinsicht auch nur die alten Traditionsdisziplinen, für die sie eben Dachverband ist, während die neueren Disziplinen sich anders organisiert haben. Das ist auch okay so, die neuen Disziplinen stehen ja nicht gerade Schlange und bitten um ihre Integration in den Sport(funktionärs)apparat der NRA, und olympisch werden die Dinger wohl so oder so nicht. Aber wenn man als Sportverband es gut findet, dass die Jugendarbeit auch in den eigenen Disziplinen für illegal erklärt wird, da kann man sich doch eigentlich auch auflösen. Das ist doch als ob die freiwillige Feuerwehr um ein Verbot der Jugendfeuerwehren bitten würde, oder jedenfalls, dass die Löschübungen nur noch ohne Wasser mit Holzspritzen und jemandem, der "Zisch! Zisch!" ruft, machen dürften, was auf das Gleiche hinausläuft.
  5. Wobei der Zusammenhang zwischen Jagdunfällen und Schusswaffenunfällen nur teilweise existieren muss. Man kann ja auch gegen eine Sau verlieren, beim Hochsitzbau runterfallen, was auch immer. Jedenfalls bei der sportlichen Ballerei über Stock und Stein habe ich glücklicherweise noch keinen einzigen Unfall im Zusammenhang mit einer Schussabgabe erlebt, wohl aber einige, die sich richtig auf die Schnauze gelegt haben. Kreuzband ist wohl nicht untypisch wenn man meint, mit Last und Aufmerksamkeit eher bei Kanonen oder dem Puls über Geröll usw. hechten zu müssen. Einen tödlichen Unfall dabei würde ich auch eher durch Kopfverletzungen wegen eines arg unglücklichen Sturzes erwarten als durch Schusseinwirkung. So oder so, meine Schätzung wäre, dass die Risiken sich wohl eben im Bereich eines moderaten Sports im Freien bewegen werden.
  6. Warum soll das schlecht sein? Wenn man einen Wettbewerb mit gewissen Regeln und um das Stehen auf einem Treppchen macht, dann liegt es in der Natur der Dinge, dass die Leute versuchen, da zu gewinnen. Solange es sportlich bleibt, ist doch alles OK. Wenn "der Dienst" aus Wettkämpfen besteht, dann werden die Leute, so noch etwas Dienstmotivation und Kameradschaftsgeist vorhanden ist, da auch gewinnen wollen, jedenfalls manche. Es gibt bei uns aber auch einige Cops oder Soldaten, die einfach ohne jede Absicht zu gewinnen in Dienstausrüstung zum Wettkampf kommen, z.B. in Polizistenweste beim USPSA, einfach um so für einen geringen Obolus unter Aufsicht eines RO probieren zu können. Darüber meckert keiner, aber so gewinnt man eben nicht. Wollen sie auch nicht, ist also alles OK.
  7. Das sind aber nicht nur Jagdunfälle, sondern auch Suizide usw., und auch Fälle aus dem Ausland, und auch nicht tödliche. Tote durch Jagdunfälle könnten wenn diese Liste einigermaßen, aber nicht ganz vollständig ist, so vielleicht 10 im Jahr sein. Das würde von der Größenordnung her dazu passen, dass die amerikanische Zahl auf die deutsche Bevölkerung umgelegt so 25 Todesfälle erwarten ließe, und man dann in Deutschland einige weniger erwarten würde, weil da nicht das halbe Dorf an einem bestimmten Wochenende die seit einem Jahr unbenutzten Flinten aus dem Schrank holt. Das würde ich dann so werten, dass die Eigengefährdung (eigene Jagdkameraden mitgerechnet, denn die kann man sich ja aussuchen) etwas höher wäre als beim Autofahren, die Fremdgefährdung Unbeteiligter dagegen deutlich geringer. Natürlich kann und soll das verbessert werden, wie auch beim Autofahren usw. Aber aus dieser ganz groben Abschätzung jedenfalls würde ich keinen Grund für Aktionismus sehen.
  8. Bearbeitet das Thema eigentlich jemand (Berufsgenossenschaften, Jagdverbände, wie auch immer) sachlich im Sinne einer Datenerhebung? Im Sinne einer Statistik, wie oft es zu Eigen- und Fremdschäden kommt? Für Deutschland habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Für Amerika gibt es die Zahl ungefähr 100 tödlicher Unfälle im Jahr bei 15 Millionen Jägern. Gehen wir bei der saisongebundenen Jedermannjagd einmal davon aus, dass die im Jahr im Durchschnitt 10 Stunden mit der Jagd verbringen (viele natürlich gar nicht, was den Durchschnitt heruntertreibt), dann wären das 150 Millionen Stunden Jagen, also ein tödlicher Unfall auf anderthalb Millionen Jagdstunden. Das wäre deutlich weniger gefährlich als Motorradfahren oder Sportfliegen, aber etwas gefährlicher als Autofahren. Allerdings dürfte im Vergleich zum Autofahren die Gefahr der Schädigung Unbeteiligter deutlich geringer sein -- ich konnte keine Zahlen finden, würde aber intuitiv einmal unterstellen, dass beim Jagen Todesfälle vorwiegend einen selbst oder Mitglieder der eigenen Jagdgesellschaft betreffen. Man sollte nun eigentlich hoffen, dass das grüne Abitur in Deutschland und die intensivere Jagdausübung durch weniger Personen die Häufigkeit der Unfälle in Deutschland noch einmal verringern werden. Das würde nahelegen, dass eine der größten Gefahren, im Zusammenhang mit der Jagd jemanden (zweibeinigen) zu schädigen, schlichtweg die Anfahrt mit dem Auto wäre. Das ist jetzt natürlich eine sehr grobe Abschätzung basierend auf einer Statistik aus einem Land mit einer ganz anderen Jagdkultur. Aber die Erhebung von Statistiken wäre eigentlich interessant und sollte eigentlich im Sinne der Jäger sein. Wenn man z.B. wüsste, dass in Deutschland ein Drittel der Toten im Zusammenhang mit der Jagd bei Drückjadgen anfielen, dann könnte man sich ja überlegen, was man da tun kann.
  9. Ich denke, da gibt es einen Unterschied. Die Dynamiker mögen die Mischung aus Pelletpusten und Phantasieuniformen, meinethalben auch Bierausschank, belächeln, aber sie wollen sie nicht verbieten. Umgekehrt manchmal schon. Ich habe auch nichts dagegen, wenn einer meine Sachen belächelt. Machen wir schon selber. Natürlich kann man es komisch finden, wenn ein Bürohengst mit zwei Waffen, Plattenträger, 300 Schuss und Wasser am Mann über Stock und Stein rennt und hier und da alles zwischen Nahziel mit Pistole und Mannziel auf 600 Meter bearbeitet. Natürlich kann man es noch komischer finden, wenn das hauptberufliche Infanteristen am Wochenende als leistungsorientierten Sport machen, weil unter der Woche nicht genug Spaß rüberkommt. Dass wir vielleicht etwas komische Käuze sind, will ich gar nicht abstreiten, wobei aber auch Linksgrüne, die ich zum Zuschauen mitgenommen habe, ausnahmslos bemerkt haben, wie nett und umgänglich und kameradschaftlich da alle sind. Umgekehrt finde ich es eben etwas seltsam, wenn das Zerballern eines Holzvogels bei anderen Leuten der Höhepunkt des Schützenjahres ist. Ich will das denen aber nicht nehmen. Meinethalben können die jeden Tag einen Holzvogel zerballern und in der Nach gleich nochmal.
  10. Gibt es eine Argumentationskette? Die Anwendungsbereiche sind doch eh ziemlich begrenzt, die Deliktrelevanz ist Null. Für das Kino, aus dem manche Leute ihre Vorstellungen beziehen, sind Lichter und Laser natürlich geil. Ein wenig Nebel in die Luft geworfen, und schon kann man für den Zuschauer visualisieren, was los ist.
  11. Hast Du (einmal abgesehen von den Disziplinen mit Vogelschrot) eine einzige praktische Nutzanwendung in Deutschland, bei der es von irgendeiner Relevanz wäre, ob ein Geschoss 500 Meter oder 5 Kilometer fliegen kann, wenn man es im Steilfeuer loslässt? Ist es in Deinem Verein üblich, Pistolenkaliber im Steilfeuer in die Landschaft fliegen zu lassen, Gewehrkaliber aber nicht, weil für Pistolenkaliber ja genug Platz ist? Wo, außerhalb unbesiedelter Teile Amerikas oder Sibiriens usw., ist denn genug Platz, dass diese Frage irgendeine praktische Relevanz hat, und die Antwort nicht so oder so ist, dass man so eben nicht schießen kann? Ich wüsste nicht, was Grenzüberschreitung mit Sportschießen zu tun hat. Es scheint mir auch nicht, dass unangemessene Gewaltanwendung bei Sportschützen häufiger wäre, als bei anderen Bevölkerungsteilen. Das Thema, bei welchen Situationen massive Gewalt in Deutschland als legitim und rechtens angesehen wird, und bei welchen nicht, wäre vielleicht z.B. im Integrationskurs eher sinnvoll.
  12. Es könnte daran liegen, dass -- jedenfalls nach dem, was ich hier so im Forum mitgelesen habe -- diese "Sachkunde" eher schikanös als an wirklichen Notwendigkeiten orientiert ist, deswegen folgerichtig nicht ernstgenommen wird? Warum soll jemand eine Katalogangabe zur maximalen Reichweite einer bestimmte Patrone memorieren? Eine sinnvolle Anwendung für Sportschützen hätte das doch bestenfalls, wenn man in Arizona oder so wohnt, und da vielleicht wirklich irgendwo den leeren Raum als Kugelfang nutzen kann, und auch da wird man logischerweise nicht Steilfeuer schießen. Eine sinnvolle Antwort wäre: "Das ist eine wirklich exotische Frage, aber ich kann ihnen das mit dem Ballistikrechner, den ich auch sonst zum Langdistanzschießen verwende, für mein Präzisionsgewehr und meine übliche Munition gerne errechnen." Wenn jemand nur KK auf 25 Meter im Schützenhaus schießt und nicht den Long-Range-Blaster im Freien, dann wäre auch "Ich weiß es nicht." als Antwort OK, und das ist wohl eher der Regel- als der Ausnahmefall. Warum soll jemand, der Sportschießen will, mehr zur Notwehr wissen müssen, als ein anderer Bürger? Sportschützen scheinen mir jetzt nicht so das soziale Milieu zu sein, bei dem das öfters relevant wird, als beim Bevölkerungsdurchschnitt. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man das nicht übermäßig ernstnimmt. Bei der Flugausbildung z.B. haben alle Beteiligten die Sache sehr ernst genommen, aber da ist das verlangte Wissen eben auch praxisrelevant und das Leben bestraft Unwissen hart und sofort. Das Äquivalent beim Sportschießen wären Sicherheitsregeln, Waffenhandhabung, dass man Cooper nicht nur rezitieren kann, sondern automatisch und intuitiv lebt, dass man Störungen wie Squibs (wie auch immer das auch Deutsch heißt) sofort erkennt und dann sicher vorgeht usw. Das wird hoffentlich auch ein wenig ernster genommen.
  13. Das T-Shirt wurde schon bei anderen Sachen, speziell Code um DVDs auslesen zu können, verwendet. Damit dürfte man einigermaßen auf der sicheren Seite sein, denn da erkennt auch der Dümmste, dass es sich um Rede handelt. Im vorliegenden Fall ist die Frage wohl eine nach der Zweckbestimmung. Ist das Ding zum Angucken gemacht oder zum Aussägen und Einbauen? Da könnte es sein, dass sich die Jungs um Kopf und Kragen geredet haben. Der mir ohnehin nicht erfolgversprechend scheinende Versuch einer Patentanmeldung zum Beispiel war wohl eher nicht klug, denn dazu muss man ja gerade behaupten, dass es sich nicht nur um einen Aufdruck zum Angucken (oder auch zum Abpausen auf eigenes Material) handelt, sondern einen Nutzwert, nämlich eine vereinfachte Herstellung des fraglichen Teils.
  14. Wenn man die Zeit hat oder sie sich nehmen möchte, dann sind die durchaus lecker, jedenfalls gute. Bei mir ist es eher so, dass der Humidor mich vorwurfsvoll anschaut, weil es eigentlich etwas zu feiern gäbe, aber dann halt doch andere Sachen dazwischenkommen. Bei einem Verbrauch von bestenfalls sechs im Jahr hat auch ein Arzt mit Gefühl für Maß und Ziel nichts dagegen. Insofern kann ich zu einem Test der Edelmarken raten, wobei es durchaus auch brauchbare Händlermarken gibt.
  15. Du könntest natürlich zwecks Kostenersparnis eine Doppelnutzung des Raums als Humidor einrichten und Deine Zigarren da einlagern.... Wobei die eher 65% oder 70% mögen.
  16. Schon, aber dann wäre man ja beim gar nicht derart unsympathischen Gedanken, den die Amis im Amateurfunk "incentive licensing" nennen. Es ist allen klar, dass man das für die Lizenzierung in der "Extra-Klasse" abgefragte Wissen nicht unbedingt benötigt, um ohne Störungen zu verursachen den Amateurfunkbetrieb auszuüben. Aber der Gesetzgeber hatte den Gedanken, die Ziele des Amateurfunks, wie Verbesserung von technischem Fortschritt, Kommunikationsfähigkeit im Katastrophen- und Kriegsfall, und Völkerverständigung, dadurch zu befördern, dass man für mehr Wissen mehr Privilegien bekommt. Auf Waffen übertragen: Man könnte natürlich dem Gedanken verfallen, den Schutz vor inneren und äußeren Feinden der FDGO dadurch zu verbessern, dass man den Leuten einen Anreiz gibt, mit der gewünschten Kanone weit mehr leisten zu können als das, was man dem Schützen Arsch abverlangt. Jeder Deutsche ein Waffenexperte! Wenn Du mit einem halbautomatischen AR-15 Splits von unter 0.12 Sekunden auf ein Ziel in 20 Metern erreichst und den Code für einen Ballistikrechner selber schreiben kannst, dann kriegst Du Vollautomaten. Magazinwechsel in unter 1.5 Sekunden gibt unbeschränkte Magazinkapazität (weil Du kannst es ja eh auch mit kleinen). Wenn Du eine Mine nach dem Claymore-Prinzip selber konstruieren und ihre Wirkung mathematisch demonstrieren kannst, dann gibt's einen Sprengschein dafür. Aber von der Frau Faeser würde ich das eher nicht erwarten...
  17. Nachtrag: Der angestrebte Patentschutz war vielleicht keine so geniale Idee, weil man dazu ja gerade behaupten muss, dass diese Anordnung einen neuartigen Nutzwert habe, nämlich eine jedenfalls angeblich erleichterte Herstellung des Umbauteils zum Vollautomaten. Sinnvoller wäre vermutlich eher gewesen, da ein Zitat eines der Gründerväter oder aus einem Urteil des Obersten Gerichtshofs zu Redefreiheit draufzudrucken und eben den Standpunkt einzunehmen, dass eine Beschriftung einer Karte in einem Standardformat Rede ist, keine Funktion.
  18. Beweis, dass erster und zweiter Verfassungszusatz nicht trennbar sind. Vorführung des totalitären Geistes der Waffengrapscher. Freilich um den Preis, dass dieser totalitäre Geist sich einen als spezielles Opfer aussuchen kann.
  19. Der Gesetzgeber scheint da in der Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr ein besonderes Gefahrenpotential zu sehen, das besondere Anforderungen stellt. Da müsste man eigentlich logischer zuerst das Fahren ohne Fahrerlaubnis entkriminalisieren, jedenfalls wenn die Fahrerlaubnis einfach fehlt und kein aus Gründen ausgesprochenes Fahrverbot besteht. Das ist ja wirklich der Sache nach reines Ordnungsunrecht, hat kein Opfer, und ist soweit moralisch neutral.
  20. Wobei einem klar sein muss, dass die Stundenanzahl qualifizierter Arbeit die man für ein paar hundert Euro bekommt, sich in argen Grenzen hält. Natürlich gibt es Anwälte, die für deutlich weniger in der Stunde arbeiten als ein Handwerksmeister in einem Handwerk, das Diagnose und Verstehen unbekannter und komplexer Probleme voraussetzt, sagen wir Automechaniker, aber das hat dann vermutlich auch einen Grund. Die Unzufriedenheit, die viele Leute mit ihren Anwälten haben, ist oft nicht ganz unberechtigt, aber sie hat einen wirtschaftlich leicht nachvollziehbaren Grund.
  21. Welche Härte denn? Ein Straftatbestand Dummheit im Amt existiert nicht, noch nicht einmal einer für Böswilligkeit im Amt. Disziplinarrechtlich werden die auch kaum geahndet, außer man verdirbt es sich mit dem Falschen. Ein Anwalt kann Dir sicher Arbeit abnehmen, aber tut er natürlich kostenpflichtig. Er kann auch (hoffentlich) rechtssicherer formulieren, aber reine Tatsachen, die sie vermutlich eh schon haben, und die zur Ausstellung der WBK nötig waren, scheinen mir jetzt auch kein so riskantes Thema.
  22. Um Henryk Broders etwas überspritze aber im Kern wohl zutreffende Analyse zu bemühen: Dieser Begriff ist die Wut des deutschen Studienrats, der mit einer Dissertation über Goethe promoviert wurde, darüber, dass ihn ein kaugummikauender Ne*er aus Alabama vom Naziwahnsinn befreien musste. Wir mögen zig Millionen durch einen im Kern auf die Begehung von Verbrechen angelegten Krieg und Massenmord getötet haben, aber wir sind ein weit über dem Amerikaner stehendes Kulturvolk, total vergeistigt, und würden uns nie für so etwas Profanes wie Schusswaffen interessieren. Ist jedenfalls ein tröstlicherer Gedanke als die Frage, warum man mit der Dissertation über Goethe jetzt Neuntklässler mit derselben Verachtung unterrichtet, die man dem Ami entgegenbringt.
  23. Gegen eine Modernisierung und Entschlackung wäre sicher nichts einzuwenden. Der Maßstab, eine "angemessene Zeit" zu warten, was soll der schon bedeuten? Wenn Du Dich neben mein Auto stellst und da Däumchen drehst, dann kannst Du oft eine ganze Weile drehen, vielleicht viele Tage. Es könnte da im Zeitalter von allgegenwärtigen Mobiltelephonen schon sinnvoller sein, wenn bei Bagatellschäden z.B. eine Meldung an ein elektronisches Portal samt Photos zulässig wäre statt herumzustehen. Da ist im Gegensatz zu einem Zettel unter dem Scheibenwischer der Eingang der Meldung beweisbar, sie wird nicht vom Wind mitgenommen, und moderne Mobiltelephone machen detailliertere Bilder als vor nicht langer Zeit Journalistenkameras. Man könnte sogar den Leuten anbieten, sich benachrichtigen zu lassen, wenn eine Meldung bezüglich des eigenen Fahrzeugs eingeht. Weniger sinnvoll scheint mir, es als bloßes Ordnungsunrecht abzutun, wenn jemand bei einem Unfall mit Sachschaden sich einfach aus dem Staub macht, also gerade nicht versucht, die Sache zu melden und zu dokumentieren. Das scheint mir von der Intention her im Grunde das gleiche zu sein wie Betrug oder Sachbeschädigung.
  24. Die Nazis hätten in diesem System eine Partei, aber warum um alles in der Welt soll man als "Erzkonservativer" oder auch nur als moderat Konservativer die CDU wählen? Diese Partei hat doch wie keine andere ihren Stammwählern den Stinkefinger hingehalten und tut das immer noch. Es ist schlimm genug, wenn man von dem Versprochenen wenig bis nichts bekommt, bestenfalls, dass es nicht noch schlimmer wird. Abgesehen von der Entscheidung für Westintegration, bei der Adenauer und Kohl wirklich in einer Weise gestaltet haben, die im Nachhinein auch von der anderen Seite Anerkennung findet, war die CDU eigentlich nie erkennbar konservativ im Sinne einer bestimmten politischen Philosophie, sondern ihr Konservatismus war der der Aussitzens. Immerhin, das hat dem Wähler schon gereicht. Aber wenn man seinen Stammwählern den Stinkefinger zeigt, dann lässt deren Wille, trotz wenig Geliefertem für einen zu stimmen, nachvollziehbar nach.
  25. Ich denke nicht, dass hier irgendjemand DSB-Funktionäre wegen angeblicher Verbrechen, die doch nur das Aussprechen des Offensichtlichen und Wahren sind, hinrichten lassen will. Der Vergleich mit dem Volksgerichtshof scheint daher unpassend. Wahr ist allerdings, dass die NRA bis in die 1970er auch ein verschlafener Verband war, der sich um die internationalen Disziplinen entsprechend dem DSB gekümmert hat, dazu noch Sicherheitstrainings für Jäger oder Polizisten usw. Bei Fragen des Waffenrechts bezeichnete sie ihre Position meistens als neutral, wollte vielleicht kleine Detailverbesserungen, so wie der DSB. Nichts, an dem sich jemand gestört hätte. Bei der berühmten Mitgliederversammlung 1977 in Cincinnati hat sich das geändert. Ab da ging etwas. Dazu reicht allerdings nicht etwas Betteln, ob man zwecks Wahrung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit vielleicht doch in seltenen Ausnahmefällen mit hochmotivierten Eltern ein wenig mehr Jugendarbeit erlauben könnte. Bettelt der DSB wenigstens darum, und damit um seine sportliche Zukunft? Das interessiert nämlich nur eine verschwindend kleine Minderheit von leistungsorientierten Sportschützenfamilien, in denen die Eltern und die Kinder beide Interesse am Spitzensport in den traditionellen (und nach Ansicht mancher etwas angestaubten) Disziplinen haben. Was Millionen interessiert, in die eine oder in die andere Richtung, ist die Frage nach der Verteidigung von Leben und Freiheit. Die NRA hatte die "Revolte von Cincinnati". Braucht der DSB die "Revolte von Bielefeld"?
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